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AGPF - Aktion für Geistige und Psychische Freiheit e.V., Bonn

Maharishi-Kult:
Petitionen an den Bundestag als Serienprodukte

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Adresse dieser Seite: http://www.AGPF.de/tm-petition1.htm Zuletzt bearbeitet am 18.1.2001
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Im Internet fordert der Maharishi-Kult seine Anhänger auf, Petitionen an den Bundestag zu richten.
Eine Muster-Petition wird auf der Seite www.tm-portal.de/petition.htm angeboten.
Dieser Text ist exemplarisch für TM-Briefe.
Deshalb wird er hier wiedergegeben:
 
Titel Vorname Name Ort, den 2. August 2000

Straße Nr.

PLZ Ort
 
 

(Alle kursiven Angaben auf Seite 1 und 9 mit den eigenen Daten ausfüllen und dann wegschicken. Diese Zeile natürlich löschen!)

Titel Vorname Name, Straße Nr., PLZ Ort

An den Petitionsausschuss des

Deutschen Bundestages

Platz der Republik 1
 
 

11011 Berlin
 
 
 
 
 
 

Betr.: Antrag: Überwindung eines grundlegenden Mangels im humanistischen

Bildungssystem
 
 
 
 

Sehr geehrte Damen und Herren,
 
 

als Bürger der Bundesrepublik Deutschland mache ich mir, wie sehr viele Mitbürger, Sorgen um die weitere Entwicklung in Europa und speziell natürlich in Deutschland. Deshalb wende ich mich gemäß § I, Artikel 17 und § III, Artikel 45c des Grundgesetzes an Sie. Anlass sind unübersehbare gesellschaftliche Entwicklungen wie etwa eskalierende Gewalt (Kriminalität, organisierte Kriminalität) und andere gravierende, stressbedingte Gesellschaftsprobleme (Mobbing in der Industrie, Zunahme stressbedingter Krankheiten, Drogenproblematik schon an Schulen) in Deutschland.
 
 

Zwei Fragen stehen im Mittelpunkt, nämlich erstens, ob möglicherweise eine gemeinsame Ursache für diese Entwicklung zu finden ist und zweitens, ob und wie eine Überwindung dieser gesellschaftspolitischen Schwächen mit friedlichen Mitteln denkbar erscheint. Denn selbst von Staatsseite musste zum Beispiel im Falle des Kosovo-Krieges auf den Einsatz von Gewalt seitens der Bundesregierung, der anderen NATO-Verbündeten und Frankreich zurückgegriffen werden, um ein stressbedingt eskaliertes Gesellschaftsproblem einzudämmen und eine auf anerkannten Menschenrechten gründende Gesellschaftsordnung wiederherzustellen. Die Ereignisse im Kosovo in den vergangenen Monaten haben gezeigt, dass die NATO und ihre Verbündeten eine Situation geschaffen haben, die zwar als "Abwesenheit von Krieg" aber kaum als Frieden bezeichnet werden kann.
 
 

Der Einsatz von Gewalt als Strafmittel, etwa durch Züchtigungen, ist im individuellen Strafvollzug abgeschafft. Auf völkerrechtlicher Ebene hingegen glaubte und glaubt man, über Embargo-Maßnahmen hinweg und sogar ohne UN-Mandat mit militärischer Gewalt als "ultima ratio" der Politik eingreifen zu müssen. Erlauben Sie mir bitte eine Analyse hinsichtlich der Ursachen für dieses auf Gewalt setzende Vorgehen.
 
 

Unser Land ist im wirtschaftlichen "Sachmittelbereich" zu den führenden Nationen der Welt zu rechnen. Wir haben Wohlstand und innere und soziale Sicherheit erreicht - einen Zustand, der in der überschaubaren Geschichte beispiellos ist. Die angesprochene Problematik kann deshalb nicht im Bereich der seitens des Staates gut und gründlich gesetzgeberisch organisierten und verwalteten "materiellen Sachmittel" liegen, ebensowenig an der Gesellschafts- und Wirtschaftsstruktur an sich, wenn ich damit einmal die materielle Seite unserer sehr begrüßenswerten Wohlstandsgesellschaft beschreiben darf.
 
 

Trotz des Erreichten gibt es Grund zur Sorge. Unser ehemaliger Bundespräsident Dr. Richard von Weizsäcker formulierte anlässlich der Eröffnungsrede zur Hannovermesse 1993, ich zitiere, "Wirtschaft und Gesellschaft, Industrie und Wirtschaft stecken in einer Kosten- und Innovationskrise, die Arbeitswelt in einer Beschäftigungskrise, die Politik in einer Akzeptanzkrise und die Gesellschaft in einer Orientierungskrise" (BULLETIN Nr. 33 vom 24.04.1993, Seite 285). Das deutet darauf hin, daß eventuell ein Mangel in der nicht-materiellen, d. h. "geistig und damit bewusstseins-bedingten Struktur" unseres Landes gegeben ist.
 
 

Meinem Verständnis und meiner Analyse der geschilderten Situation nach ist letzteres der Fall. Damit sollte der gesuchte Mangel im Bildungssystem latent enthalten sein, wenn auch bisher übersehen. Sonst wäre eine Abhilfe sicher längst erfolgt. Mit Wilhelm von Humboldt (1767 bis 1835, ab 1809/10 Leiter des preußischen Unterrichtswesens und Begründer des "humanistischen Gymnasiums") beziehen wir uns in unserem heutigen humanistischen Bildungssystem, das ja weltweites Vorbild für die schulische Ausbildung der heranwachsenden Generationen ist und das unsere "geistige Gesellschaftsstruktur" bestimmt oder doch wesentlich mitbestimmt, auf die klassische Antike der Römer und Griechen. Dies erfolgt mit der Absicht, dem Schüler und Studenten im humanistischen Bildungskonzept - und nun zitiere ich aus dem Brockhaus - "die >Menschwerdung des Menschen< durch umfassende Persönlichkeitsbildung" zu ermöglichen, im Sinne einer "Synthese von humanistischer Menschenbildung [Teil I der Synthese] und wissenschaftsorientierter fachlicher Grundbildung [Teil II der Synthese]" (Lit.: Brockhaus in 24 Bänden, Band 10, Brockhaus Verlag Mannheim, siehe Ausführungen zum Stichwort "humanistische Bildung" auf den Seiten 296-297).
 
 

Bildung galt Wilhelm von Humboldt als "Erzeugung eines Universums in der Individualität". (Brockhaus in 5 Bänden, Stichwort Humboldt, Wilhelm von). Es steht außer Frage, dass bei diesem Syntheseversuch bezüglich Teil II, der Vermittlung einer sach- und wissenschaftsorientierten, fachlichen Grundbildung ein sehr hohes, sich ständig weiterentwickelndes Niveau erreicht wurde, das nicht nur in Deutschland, sondern weltweit die Basis für unsere Zivilisation und den notwendigen technologisch-industriellen Fortschritt bildet. Beim Teil I dieses Syntheseversuchs, der Ausbildung zu einer "humanistischen Menschenbildung" im Sinne einer "Menschwerdung des Menschen", dem eigentlichen humanistischen Bildungsansatz, habe ich mir erlaubt, die Wurzeln bis zur Antike, genauer bis zu Plato zurückzuverfolgen. Denn schon Plato strebte anscheinend in seiner über acht Jahrhunderte bestehenden Akademie in Athen genau das Lehrziel an, das wir heute mit "humanistischer Menschenbildung" oder "Menschwerdung des Menschen" im Teil I der Synthese bezeichnen.
 
 

Hierbei steht weniger die Vermittlung von Wissen im Vordergrund, wie wir es über die Sinne erfahren (durch Hören des Vortrags des Lehrers, durch Lesen des geschriebenen Wortes an der Tafel oder in Büchern oder durch das eigene Sprechen und Schreiben, all das gehört zu dem oben beschriebenen Teil II). Vielmehr steht im Teil I der Synthese das Erkennen und Erfahren der eigenen Existenz im Mittelpunkt, das zur Persönlichkeitsbildung führen soll. Plato verfolgte die Entwicklung dieses Lehrziels unter dem auch heute noch bekannten Motto "Erkenne dich selbst" (to gnwJi sauton). Die Frage der Selbsterkenntnis, oder vielleicht besser der Selbst-Erkenntnis, scheint ursächlich mit der Struktur unseres Bewusstseins zusammenzuhängen.
 
 

Um das zu erläutern, verfasste Plato sein berühmtes Höhlengleichnis. Die wesentlichen Aussagen dieser anscheinend zeitunabhängig gültigen, das heißt universellen Beschreibung und die von Plato in seiner "akademischen" Lehre (d. h. in seiner über 800 Jahre bestehenden "Akademie") angestrebte Nutzung der Struktur menschlichen Bewusstseins im Sinne einer die Persönlichkeit fördernden "Ausbildung", kann unter anderem bei Hans J. Störig: Kleine Weltgeschichte der Philosophie (Fischer Taschenbuch 11142, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main) nachgelesen werden. Hier beschreibt Plato, dass jeder Mensch wie in einer Höhle lebt und - durch Fesseln in seinem Geist daran gehindert - seinen Kopf nicht zum Höhlenausgang umdrehen kann. Vom Höhlenausgang wiederum erfolgt eine Projektion von sich bewegenden Schattenbildern auf den für die Menschen sichtbaren Höhlenhintergrund, wobei diese Schattenbilder ihren Ursprung aber außerhalb der Höhle haben, also von außerhalb einer sinnlich direkt erfahrbaren, "höheren" Realität stammen. Der Mensch hält aber die "Schattenspiele" als Projektion der Schattenbilder an der Höhlenrückwand für die eigentliche, über die Sinne erfahrbare Realität.
 
 

Soweit Platos Höhlengleichnis in Kurzform. Man kann diese Beschreibung leicht in unsere erfahrene Lebensrealität umsetzen: Platos Höhle ist letztlich das uns über die Sinne erkennbare Universum einschließlich unserer unmittelbaren Umgebung und unseres Körpers selbst. Der Höhlenausgang ist der Ursprung unseres Denkens. Die Ketten im Geist des Menschen sind, vereinfacht beschrieben, durch psychologische Prägungen und Stressakkumulation im Unbewussten entstanden, was uns daran hindert zum Beispiel beim Schließen der Augen und beim inneren Nachfragen, woher jeder Gedanke eigentlich kommt, überhaupt eine, und dann noch intersubjektiv überprüfbare, Antwort zu erlangen. Die Ausbildung eines "Akademikers" war nach Plato erst gegeben, wenn der in seiner "Akademie" Geschulte (daher stammt heute letztlich unser Wort "Akademiker") zur ständigen Erfahrung seines Ruhe und Kreativität spendenden und harmonisierenden Gedankenursprungs gelangt war. Ohne diesen inneren Erfahrungsanschluss aber blieb nach Plato eine "akademische" Ausbildung völlig unzureichend.
 
 

Das steht in eklatantem Gegensatz zur heutigen Definition eines "Akademikers": Bei diesem nämlich genügt der durch eine bestandene Abschlußprüfungen erbrachte Beweis, dass er die im Teil II der obigen Synthese unseres humanistischen Bildungssystems gegebene Wissensvermittlung im wissenschaftlichen Bereich erfolgreich durchlaufen hat. Der Grund meines Schreibens an Sie soll nun nicht in einer philosophischen Präsentation bestehen. Neu und sehr praktisch weiterführend ist der Vergleich von Platos universeller Beschreibung der menschlichen Bewusstseinsstruktur und der gegebenen Interpretation mit den grundlegenden Aussagen der Vedischen Wissenschaft, wie sie von Maharishi Mahesh Yogi seit etwa 40 Jahren beschrieben werden. Diese Aussagen sind mittels systematischer und leicht wiederholbarer Bewusstseinstechniken allgemein zugänglich und damit intersubjektiv überprüfbar.
 
 

Wie bei Plato besteht auch in der Vedischen Wissenschaft das Lehrziel in der Frage der Selbst-Erkenntnis, das heißt der direkten Erfahrung des Gedankenursprungs, des Selbstes, also von Platos Höhlenausgang. Die Vedische Wissenschaft zielt also wie Platos Lehre auf das effektive "Erkenne dich selbst" ab. Das Selbst am eigenen Gedankenursprung zu erfahren, zu erkennen und damit dessen Qualitäten durch die Erfahrung zu aktivieren und damit im eigenen Leben nutzbar zu machen, ist das Ziel. Dieses Selbst beschreibt die Vedische Wissenschaft als eine real existierende Ebene höchst kreativen, harmonischen und intelligenten Bewusstseins, als Transzendenz (wie sie auch von Immanuel Kant bezeichnet wurde) oder als Selbst beziehungsweise Sein, wie sie der Tiefenpsychologe C. G. Jung oder Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling als Vertreter der Philosophie des Deutschen Idealismus (speziell in seiner "Identitätsphilosophie") bezeichnet haben, siehe Störig, wie oben zitiert.
 
 

Die unterschiedlichen Stufen von Kreativität, Intelligenz, Innovationskraft, Sozialverantwortung, Harmonie, Toleranz oder zum Beispiel Friedensfähigkeit beim einzelnen Menschen erkennt die Vedische Wissenschaft als eine individuell unterschiedlich starke Abtrennung in der im üblichen Wachbewusstsein ganz unbewusst verlaufenden, aber ständig bestehenden Verbindung zwischen dem willentlich für einen Menschen zugänglichen und verfügbaren Grad von Bewusstheit und dem transzendenten Gedankenursprung. Denn dieser Ursprung der Existenz des menschlichen Geistes, der an sich nur evolutionäre Impulse im menschlichen Denken generiert, also für den Denkenden und seine Mitmenschen und die Umgebung "nützliche" Gefühle und Gedanken induziert, muss anscheinend als Ursprung jedweder Form von Kreativität, Intelligenz, Innovationskraft, Sozialverantwortung, Harmonie, Toleranz, Zufriedenheit, Moral, Ethik, Friedensfähigkeit und vieler weiterer erstrebenswerter subjektiver Qualitäten angesehen werden.
 
 

Nach all diesen Qualitäten, und weitere könnten hinzugefügt werden, strebt eine große Zahl von Menschen in Deutschland und weltweit. Diese Qualitäten sind aber, wie die Erfahrung zeigt, auf Dauer im rein Materiellen nicht zu erreichen. Im Wachbewusstsein ist nach Platos Aussage wegen der Fesseln im menschlichen Geist kein direkter Zugang zu einer Erfahrung des Gedankenursprungs gegeben. In der Sprache der modernen Psychologie ist der Gedankenursprung durch das Unbewusste von einer direkten Erfahrung ausgeschlossen (wobei die Existenz dieses Gedankenursprungs selbst noch nicht Gegenstand eingehender wissenschaftlicher psychologischer Forschung ist, obwohl Forscher wie C. G. Jung gerade auf diese Erforschung abzielten).
 
 

Den Grund für diese allgemeine Nicht-Erfahrbarkeit des Gedankenursprungs erklärt die Vedische Wissenschaft durch die im Unbewussten lebenslang gespeicherten psycho-physiologischen Überlastungen, das heißt eine über längere Zeiträume erfolgte Akkumulation von Stress sowie Prägungen der verschiedensten Art. Hier kann es sich um vielfältige Ängste, Neurosen und Neurotizismen oder Aggressionen und Intoleranzen und so weiter handeln, die das individuelle Weltbild und das individuelle Denken und Verhalten prägen und auf Dauer bestimmen. Dadurch kann der Einzelne das große Potential des Gedankenursprungs nur teilweise und jeweils individuell verschieden nutzen und im Leben umsetzen, obwohl jeder Mensch an der Quelle des Denkens ein gleich großes Kreativitäts-, Innovations-, Freiheits- und im besten Sinne des Wortes "Gleichheits"-Potential in sich trägt. Gleichheit in diesem Sinne ist nicht abwertende Gleichmacherei, sondern bezeichnet die jeweils individuelle Entfaltung des eigenen Genius.
 
 

In seinem Innersten ist nach diesem Verständnis jeder Mensch "gut". Jede Form von Negativität ist aus dieser Sicht eigentlich ein Fremdkörper im menschlichen Bewusstsein und muß als psycho-physiologisch gespeicherter Stress angesehen werden. Diese Fremdkörper sollten eigentlich nach dem Ziel Wilhelm von Humboldts bei der "Menschwerdung des Menschen" während der Persönlichkeitsentfaltung im Verlauf der humanistischen Ausbildung beseitigt werden. Der natürliche Mechanismus zum Abbau dieser Belastungen durch Stress ist die natürliche Ruhe das Schlafs. Das entspricht unserer täglichen Erfahrung.
 
 

Eine besondere Herausforderung oder Konfrontation kann uns spät abends nach einem anstrengenden Tage, also nach einer erfolgten akkumulativen Stressbelastung, vielleicht aus der Fassung bringen. In regeneriertem, ausgeruhtem Zustand kann es durchaus vorkommen, dass wir uns über unsere eigene, vielleicht heftige Reaktion wundern und bei einer gleichen Herausforderung bewahren wir unsere innere Ruhe und Gelassenheit. Solche Erfahrungen kennt praktisch jeder. In der modernen Gesellschaft lebt der Mensch in einer ständigen Konkurrenzsituation zwischen täglichen Stressbelastungen und einem anscheinend nicht mehr ausreichenden Ruhe- und Regenerationspotenial durch den Schlaf. Allzu leicht kommt es längerfristig zur Akkumulation von Stress und damit zur weiteren erfahrungsmäßigen Abtrennung vom Gedankenursprung als Motor für Kreativität, Intelligenz, Innovationskraft, Harmonie, Toleranz und psycho-physiologisches Wohlbefinden ganz allgemein.
 
 

Dies zeigt einerseits die wachsende Zahl stressbedingter, das heißt psychosomatischer Krankheiten in der Gesellschaft und andererseits der stetige, individuelle Alterungsprozess jedes Menschen. Bevor ich auf die eingangs gestellten Frage zum Mangel in unserem Bildungssystem zurückkomme, muss noch eine Beobachtung der Vedischen Wissenschaft dargelegt werden, die Plato nur indirekt erwähnt. Bei Plato ist der "Weg nach Innen" zur Erkennung des eigenen Selbstes eine Frage der "Muße", was eher eine ruhig-besinnliche als hektisch-aktive Geisteshaltung kennzeichnet und auch heute noch als eine "Grundbedingung der Selbstfindung, der (kreativen) Selbstverwirklichung wie auch der Partizipation und Verwirklichung von Kultur und Kunst" angesehen wird (Meyers Großes Taschenlexikon, Band 15, Seite 112, B.I.-Taschenbuchverlag, Mannheim, 1992).
 
 

Die Vedische Wissenschaft beschreibt das Eintauchen in das eigene Selbst deutlicher als einen Weg zu einer immer tiefer erfahrenen inneren Ruhe, um diese Muße zu erlangen und akkumulativ zu kultivieren. Die direkte Erfahrung des Selbstes am Gedankenursprung schließlich ist, wie physiologische Messungen objektiv ergeben und wie das aus subjektiven Erfahrungsberichten von Personen hervorgeht, die die Vedischen Bewusstseinstechniken längere Zeit regelmäßig ausübten, äußerst tief. Und diese innere Ruhe, die hellwach erfahren (und sehr angenehm genossen) wird, kann über die Anwendungszeit dieser Techniken hinaus auch im normalen Alltag erhalten bleiben, was sehr nützlich ist. Eine fortschreitende Persönlichkeitsentwicklung ist die natürliche Folge.
 
 

Damit ergibt sich eine klare Klassifizierung der beiden Teile I und II in der Synthese, wie sie das humanistische Bildungssystem anstrebt, in zwei konträre Richtungen: Bei Teil II wird konzentrative Leistung mit mehr oder weniger hoher psycho-physiologischer Aktivität gefordert, wenn man auch die körperliche Ausbildung durch sportliche Aktivitäten mit einbezieht, was ja der Realität entspricht. Wie die Erfahrung zeigt, kann "Lernen" wegen der damit verbundenen Ermüdung nur zeitlich begrenzt sinnvoll durchgeführt werden und kann nur nach ausreichenden Erholungs-, Ruhigstellungs- und damit Regenerationsphasen fortgesetzt werden. Das ist hinlänglich bekannt. In diesem Lernprozess wird die Aufmerksamkeit beim Lernenden nach außen, zum Lehrer, zur Tafel oder sonst wohin gerichtet.
 
 

Bei Teil I kommt es hingegen auf eine immer größere innere psycho-physiologische Ruhigstellung an. Diese Lehrmethode entspricht dem genauen, sozusagen komplementären Gegenteil von Teil II. Hier wird die Aufmerksamkeit nach innen gerichtet, zum eigenen Gedankenursprung. Während Teil II als eine "Wissenschaft der Aktivität" im Sinne eines lebenslang fortgesetzten Erfahrungs- und kreativen Geschicklichkeitstrainings bezeichnet werden kann, sollte Teil I der angestrebten Synthese in unserem Bildungssystem, das sich ja auf Plato und die anderen Großen des klassischen Altertums zurückbesinnt, eher eine "Wissenschaft der Ruheakkumulation" beinhalten. Diese innere Ruheakkumulation erlaubt eine systematische Annäherung an das eigene innere Selbst, ganz gemäß dem schon zitierten alten, klassischen Motto "Erkenne dich selbst"!
 
 

Dies erlaubt es, die sehr nützlichen Qualitäten dieses Selbstes, bei erhalten bleibender Eigenbestimmung, in sich einfließen zu lassen und gleichzeitig durch die dabei erfahrene Ruhe und das damit verbundene Regenerationspotential stressbedingte Fremdbestimmungen abzulegen. Rein formal funktioniert dies ganz analog zum "Einfließenlassen" der Prinzipien der Mathematik beim Lesen eines Mathematikbuches und dem damit verbundenen Aufnehmen mathematischen Wissens von außen, sowie dem Abbau der eigenen mathematischen Unfähigkeiten. Auch hier erfolgt ein Reifeprozess ohne Verlust der Eigenbestimmung. Ganz im Gegenteil: Die Verwirklichungsmöglich-keiten eigener Wünsche durch das Erlernen von Mathematik und natürlich auch der anderen Wissensdisziplinen werden immer größer. Das gilt wiederum ebenfalls und ohne Verlust der Eigenbestimmung für den wachsenden inneren Anschluss an die Selbst-Erfahrung am Gedankenursprung im Prozess der Persönlichkeitsentfaltung.
 
 

Nach dieser einführenden Erläuterung kann ich nun auf den meines Erachtens heute gegebenen, schwerwiegenden Mangel in unserem Bildungskonzept hinweisen: Von der Zeit Wilhelm von Humboldts bis heute ist das klassische Ziel Platos bei der Persönlichkeitsentwicklung, "Erkenne dich selbst!", nicht klar erkannt und praktikabel im Bildungssystem umgesetzt worden. Methoden zur inneren, lebenslangen Ruheakkumulation sind uns aus Theorie und Praxis unbekannt. Zwar spürt fast jeder die Notwendigkeit nach Ruhe und Muße und versucht sie im meist zu kurzen Urlaub, am Wochenende oder am "Feierabend" zu erlangen. Aber im normalen, täglichen Berufsleben, wo man diese überaus nützliche innere Ruhe ständig gebrauchen könnte, kennen wir außer etwa der Beschäftigung mit Hobbys oder dem Schlaf keine weitere Systematisierung eines Ruhe- und damit gegebenen Regenerationspotentials, das sogar noch über die Ruhe des Schlafes hinausführen könnte.
 
 

Das ist aber, wie dargelegt, notwendig, wenn es um die Verwirklichung des humanistischen Lehrziels gehen soll. Denn eine "Menschwerdung des Menschen", wie es Wilhelm von Humboldt formulierte, kann anscheinend nur erreicht werden, wenn der Mensch nicht nur seine objektive "Außendimension", das heißt seine äußere Umgebung bis hin zum Universum in allen Tiefenschichten versteht und damit letztlich wissenschaftlich verstehen und technologisch nutzen kann (was im Teil II der Synthese als Basis aller Natur- und Geisteswissenschaften und der Technik gelehrt und im Rahmen unserer Hightechgesellschaft weltweit industriell angewendet wird), sondern auch seine subjektive "Innendimension" bis hin zum Ursprung seines eigenen Denkens in seine Erfahrung einschließt. Das sollte Teil I erreichen und das geht nur, wie dargelegt, mittels eines ständig weiter vertieften Aufbaus innerer Ruhe.
 
 

Schlussfolgerungen: Wir kennen im heutigen Bildungssystem keine Methoden zur Akkumulation und Potenzierung von Regenerationskraft und Ruhe. Während wir in den letzten Jahrhunderten das Aktivitätsprinzip systematisch gesteigert haben, wurde nicht erkannt, dass auch das Ruheprinzip systematisch zu intensivieren ist. Das hat vielfältige Auswirkungen:
 
 

1. Im Erziehungssystem nehmen stressbedingte Verhaltensmuster seit Jahren bedrohlich zu.
 
 

2. Im Gesundheitssystem "laufen die Kosten weg", weil die Menschen wegen psychosomatisch bedingter Stressüberbelastungen "schneller" krank werden als wir sie durch erzieherische Mittel präventiv gesund erhalten können. Zudem fehlt im Gesundheitssystem ganz generell eine Präventivmedizin, die 50 Prozent oder mehr der heute psychosomatisch bedingt anfallenden Krankheiten schon in der Entstehung durch eine ruhebedingt erhöhte Regenerationskraft des Geist-Körpersystems auffangen und überwinden würde.
 
 

3. Bei der Frage der Erziehung zu sozialer Verantwortung ist ein ständiges Ansteigen von Gewalt, unsozialem Verhalten und Kriminalität festzustellen, gerade auch bei der Jugend.
 
 

4. Bei der Rehabilitation von Strafgefangenen liegt die Rückfallrate erschreckend hoch, die Resozialisierungschancen sind gering und der Staat sieht sich wachsenden Kosten im Strafvollzug gegenüber.
 
 

5. Letztlich sind Terrorismus und der Ausbruch von Krieg, wie vor kurzem im Kosovo, die letzte Konsequenz einer fehlenden Erziehungsmethode, die die Menschen durch eine Kultivierung innerer Ruhe zu Toleranz und Friedensfähigkeit anders Denkenden gegenüber und zu einem für alle verträglichen Sozialverhalten führen könnte, nicht nur gegenüber den Mitgliedern der Gruppe, zu der man selbst gerade gehört.
 
 

Weitere Punkte könnten angeführt werden, da die Auswirkungen einer systematischen Ruhe- und Regenerations-Akkumulation bei weitem noch nicht ausgeschöpft sind. Denn letztlich gründet die erfolgreiche Tagesaktivität jedes Menschen auf der inneren Ruhe und Ausgeglichenheit. Ruhe ist die Basis jeglicher erfolgreichen Aktivität und nicht umgekehrt. Ebenso ist der Mikro-Friede des Einzelnen die Basis für den Makro-Frieden seines Landes und der Völkergemeinschaft, in die sein Land eingebettet ist.
 
 

Nun möchte ich abschließend noch einmal auf die bereits erwähnten Vedischen Bewusstseinstechniken eingehen. Sie sind bei regelmäßiger Ausübung geradezu darauf "spezialisiert", dem einzelnen Menschen die Möglichkeit zu geben, in seine Aktivitätsplanung gezielt und sehr effektiv, akkumulative Ruhe- und Regenerationsphasen einzuschalten. Wegen ihrer Effektivität erlauben sie dabei nicht nur, den Tagesstress abzubauen, sondern das innere Ruhepotential längerfristig akkumulativ zu steigern.
 
 

Die Vedischen Bewusstseinstechniken bieten das, was schon bei Plato, dem Vorbild unseres Erziehungssystems am Ursprung unserer Kultur im Mittelpunkt stand. Sie können die Lehrmethodik liefern, die dem weitestgehend verwaisten Teil I in unserem humanistischen Bildungssystem fehlt. Da sie schon ab dem sechsten Lebensjahr einfach vom Schüler erlernt und angewendet werden können, bieten sie die große Chance, das derzeitige humanistische Bildungssystem synergetisch und ganzheitlich zu ergänzen und sehr viel wirkungsvoller zu machen. Zudem sind diese Methoden ohne negative Nebenwirkungen. Mit dieser Methodik besteht die begründete Chance, Kreativität, Intelligenz, Innovationskraft, innere Harmonie, ein gutes Sozialverhalten, Toleranz und Friedensfähigkeit in unserem Land systematisch auszubilden, statt den Versuch zu unternehmen, stressbedingte Probleme wie bisher mit großem Sachmittelaufwand im Nachhinein aufzufangen, wenn sich die Probleme eingestellt haben oder bereits eskaliert sind. Bei dem derzeitigen Versuch, mit der wachsenden Gewalt fertig zu werden, wird zudem übersehen, dass Bewusstseinsprobleme mit Sachmitteln prinzipiell nicht gelöst werden können. Das bedeutet, dass mit einem verstärkten Einsatz der Lehrmethodik von Teil II das Manko der Lehrmethodik von Teil I nicht zu kompensieren ist.
 
 

Anders ausgedrückt, ein immer weiter gesteigerter Leistungseinsatz der Menschen an den verschiedensten Arbeitsplätzen, also auch bei Polizei oder Justiz, kann danach in bester Übereinstimmung mit der Erfahrung den erkennbaren Trend gesamtgesellschaftlich wachsender Gewalt, Negativität und stressbedingter Probleme nicht kompensieren oder gar rückläufig machen.
 
 

Ich möchte also mit diesem Antrag bewirken, dass Sie die vorgetragenen Betrachtungen sorgfältig prüfen und sich mit den Ihrer Behörde zur Verfügung stehenden Mitteln, auch im Einvernehmen mit den für die Bildung zuständigen Länderministerien und der ständigen Kultusministerkonferenz dafür einsetzen und Empfehlungen aussprechen, dass im heutigen schulischen und universitären Bildungssystem, in der Rehabilitation von Strafgefangenen, in der Wirtschaft oder der Erwachsenenbildung und der Altenbetreuung die von mir vorgestellten Vedischen Bewusstseinstechniken systematisch gefördert und eingesetzt werden.
 
 

Es handelt sich bei diesen Vedischen Bewusstseinstechniken um die Transzendentale Meditation (TM) nach Maharishi Mahesh Yogi, Fortgeschrittenentechniken (TM-Sidhi-Programm) sowie weitere Ansätzen zur Belebung und Verbesserung der Interaktion zwischen Körper und Geist. Diese Techniken, die das am Gedankenursprung erfahrbare Feld reinen Bewusstseins zugänglich machen, sind sehr alt, sehr gut erprobt, wissenschaftlich sehr gut überprüft, einfach und mühelos anzuwenden. Über 500 wissenschaftliche Studien zu den positiven Auswirkungen der Techniken liegen vor, die ich Ihnen gerne bei Bedarf im Detail nachreichen kann. Eine Broschüre, die einen Überblick über die bisherigen Forschungsergebnisse bietet, liegt bei. Im Internet finden Sie unter der Adresse http://www.vedische-uni.de/Abstract.htm und den weiteren Seiten eine Übersicht über ihre Wirkungsweise und die Universalität der Vedischen Bewusstseinstechnologien.
 
 

Um den interkulturellen, universellen und zeitunabhängig gültigen Ansatz zur Beschreibung und Nutzung menschlichen Bewusstseins kurz zu untermauern, erlaube ich mir, aus der angegebenen Internet-Präsentation einen Erfahrungsbericht abschließend zu zitieren, der auf den römischen Kaiser Mark Aurel (121-180) zurückgeht. In seinem heute noch in jeder deutschen Buchhandlung in Übersetzung vorliegenden Buch formuliert er: "Da suchen sich die Menschen Stätten, um sich zurückzuziehen: Aufenthalte auf dem Lande, an der See, im Gebirge. Und auch du [hier wendet er sich an seinen Sohn, doch das könnte sich an jeden von uns richten] pflegst dich am meisten nach solchen Stätten zu sehnen. Und doch ist all solches Verlangen in höchstem Grade kindisch, während es doch möglich ist, sich zu jeder Stunde, wenn man es will, in sich selbst zurückzuziehen. Denn der Mensch zieht sich nach keiner anderen Stätte zu größerer Ruhe und Ungestörtheit zurück als in seine eigene Seele, vor allem derjenige, der in sich einen solchen Seelengrund findet, dass er, wenn er in ihm untertaucht, sich alsbald in vollendeter Ruhe befindet. Unter "Ruhe" aber verstehe ich nichts anderes als vollständige Harmonie. Suche dir daher ständig diese Zuflucht und erneuere dich selbst." (Mark Aurel, Leben nach rechtem Maß, in Weisheit der Welt, Band 9, Seite 29, O. W. Barth-Programm, Scherz Verlag, München).
 
 

Was Mark Aurel wie auch Schelling und andere geistige Größen unserer Kulturgeschichte nicht angeben konnten, war eine leicht erlernbare und einsetzbare Methode, um solche Erfahrungen für den Menschen im Alltagsleben zu eröffnen. Weitere Zitate, die die Universalität des Vedischen Wissens auch aus der Sicht unserer eigenen Kultur belegen, finden Sie im Abschnitt 1.3 der oben genannten Internetadresse unter http://www.vedische-uni.de/13.htm.
 
 

Die Vedischen Bewusstseinstechniken können das abendländische Kulturerbe, aus dem alle Großen der abendländischen Geschichte geschöpft haben, allgemein zugänglich machen und damit das moderne Bildungssystem nachhaltig bereichern, wirkungsvoll ergänzen und von seinem derzeitigen grundlegenden Mangel, der bis zur Entstehung von Kriegen führt, befreien. Gerne stehe ich Ihnen persönlich für Fragen oder für eine Präsentation zur Verfügung.
 
 

Lassen Sie uns die kulturhistorische Chance zur weiteren Kultivierung unserer Gesellschaft gemeinsam nutzen zum Abbau von Gewalt und Intoleranz und anderer stressbedingter Problembereiche in unserem Land, wie sie sich aus dem Einsatz der Vedischen Bewusstseinstechniken eröffnet. So lässt sich Teil I unseres Bildungssystems wirksam machen und der bestehende Mangel beseitigen.
 
 

Man könnte argumentieren, dass in den Grundschulen, den mehr naturwissenschaftlich-mathematisch orientierten Gymnasien und auch in vielen universitären Ausbildungsgängen der humanistische Erziehungsansatz mehr oder weniger auf die reine Wissensvermittlung gemäß Teil II der obigen Ausführungen reduziert ist. Die eingangs dargelegte Gesellschafts-entwicklung zeigt aber, dass dieser Ansatz mangels einer systematischen Persönlichkeits-entfaltung zur Friedensfähigkeit, Toleranz, Kreativität und Innovationskraft die heutigen Gesellschaftsprobleme noch weniger zu lösen vermag als es im humanistischen Bildungssystem zumindest versucht wird. Durch die Einführung der geschilderten Vedischen Bewusstseins-techniken an diesen Ausbildungsstätten könnte also ein genereller Mangel im deutschen Bildungswesen überwunden werden.
 
 

Die Vedischen Bewusstseinstechnologien sollten also nicht aus unserer Gesellschaft ausgegrenzt oder negativ abgestempelt werden. Ebenso wie die Fähigkeiten wie Lesen, Rechnen und Schreiben, die vor der generellen Einführung der Schulpflicht nur ausgewählten Gruppen von Menschen offen standen, unsere Kultur erst auf das heutige Niveau gehoben haben, kann die über die Vedischen Technologien für jeden zugängliche Urpsrungserfahrung des eigenen Denkens einen neuen und heute fehlenden Schub von Kreativität, Harmonie, Innovationskraft und Friedensfähigkeit bewirken. Davon profitieren alle Bürger unseres Landes einschließlich unserer Führungskräfte. Ihrer Antwort sehe ich mit größtem Interesse entgegen.
 
 

Mit freundlichen Grüßen
 
 
 
 

Vorname Name
 
 
 
 
 
 

Anhang
 
 

Durch die Ausübung von TM erzielen sehr viele Menschen in Deutschland und weltweit ausgezeichnete Wirkungen in ihrem täglichen Leben. Sehen Sie bitte hierzu die in der wissenschaftlichen Literatur publizierten Resultate, wie sie in der Ihnen bereits übersandten Broschüre der wissenschaftlichen Untersuchungen zur TM enthalten sind.
 
 

Die obigen Ausführungen sollten verdeutlichen, dass die TM-Technik das liefert, was Plato als ein Vater des Humanismus im "akademischen Bildungssystem" in seiner "Akademie" lehrte und für die von ihm ausgebildeten "Akademiker" anstrebte: Eine in sich gefestigte, ganzheitliche Persönlichkeitsbildung. Letztlich wird das zur Erweiterung unseres Bildungssystems vorgestellte Konzept auch von den beiden Kirchen befürwortet:
 
 

Im Band 44 (2), 79-84 (1990) der "Herder Korrespondenz", einem offiziellen Publikationsorgan der katholischen Kirche, hat Papst Johannes Paul II., den von Joseph Kardinal Ratzinger und Alberto Bovone vorgelegten Beschluss der Vollversammlung der Glaubenskongregation zum Thema "Östliche Meditationsformen und christliches Gebet" bestätigt und zur Veröffentlichung angeordnet. Darin ist schon in der Zusammenfassung der Satz zu entnehmen "Das Schreiben lehnt eine Übernahme östlicher Meditationsformen nicht ab ...". Als solche Meditationsformen werden in der Fußnote 1 von Seite 79 ausdrücklich "Zen", die "transzendentale Meditation" oder "Yoga" definiert, wobei die letztgenannte Technik von der Gattin unseres früheren Bundespräsidenten Dr. Roman Herzog ausgeübt worden ist. TM ist die Meditation des uralten Vedischen Yoga-Systems.
 
 

Aus dem "Evangelischen Erwachsenenkatechismus" (5. Auflage, Gütersloher Verlagshaus Gerd Mohn, 1989, ISBN 3-579-04900-3) ist auf den Seiten 1304 und 1305 in der Rubrik "Information/Reflexion" zum Stichwort "Meditation" unter anderem folgendes zu entnehmen: "Der Christ kann erfahren, dass ihm seine Glaubensinhalte neu erschlossen werden. In einer Führung zur Tiefenmeditation [wie zum Beispiel der TM] kann er erleben, dass sich östliches und westliches Meditieren einander annähern, berühren und vielleicht auch zusammenfinden". Dort wird auch Martin Luther zitiert: "Meditieren ist gleichsam 'in medio agitare', das heißt, in der Mitte verweilen oder von der Mitte und dem Innersten bewegt werden". Dem ist nichts hinzuzufügen.



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