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Adresse dieser Seite: http://www.AGPF.de/lightningbear.htm Zuletzt bearbeitet am 14.10.2005
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Verurteilt:
Der "Schamane" John Colbert oder John Cobbert alias Lightning Bear und Pushican


Betreff:        You Listing of Me!
Datum:        Thu, 17 Jan 2002 11:50:26 +0100
Von:        pushican@t-online.de (Lightning Bear)
An:        Ingo.Heinemann@t-online.de
Dear Sir:
I have just recently seen your listing of me on your site. I had it  translated and must tell you there are many mistakes in the information. If you wish to be fair and accurate, please feel free to contact me.

I also wish to thank you for thinking that I am worthy enough to be list on the same page as the Dali Lama. I have just resently return fron a congress with his Holiness. It was a great honor for me to be chose as a delegate and to meet and work with this great man.

Respectfully
Lightning Bear


 
 
Quelle: Westfalenpost vom 6.11.00 
Rothaut verurteilt
von Helmut Ullrich Hagen/Herdecke. 

Sie suchten Heilung und durchlitten die Hölle. Zwei Frauen sind von einem Indianer, der sich wahlweise "Pushican" und "Lightning Bear" nennt, sadistisch misshandelt worden. Das Schöffengericht Hagen verhängte dafür gestern ein Jahr und sechs Monate Haft, ausgesetzt auf Bewährung. 

Auf dem Aushang an der Gerichtstür stand tatsächlich "Lightning Bear", obwohl der Angeklagte bürgerlich John Cobbert heißt. Zum Prozess erschien der 53-jährige Komanche standesgemäß mit Trapperhut, auf den er sich Adlerfedern gesteckt hatte. Rückte ein Fotograf zu nah heran, zog er sich die große Krempe tief ins Gesicht. 

Die Vorwürfe gegen den Esoterik-Schamanen wurden hinter verschlossenen Türen verhandelt. Selbst zur Verlesung der Anklageschrift hatte Richter Michael Brass die Öffentlichkeit ausgeschlossen. So erfuhren weder die zahlreichen Journalisten, noch die "Fangemeinde" Details über die unappetitlichen Vorwürfe. 

Wie berichtet, hatte "Pushican" in schamanischen Seminaren Frauen ausgepeitscht und gequält. Sie sollten wieder "eins mit dem göttlichen Schöpfer werden". "Lightning Bear" hat das esoterische Terrain inzwischen verlassen. Demnächst will er Sozialhilfe beantragen. 


 

Westfälische Rundschau 6.11.00 
Körperverletzung: Schamane kam mit Bewährung davon

Hagen. Zu einer Bewährungsstrafe ist ein 53-jähriger so genannter Schamane wegen gefährlicher Körperverletzung vom Schöffengericht Hagen gestern verurteilt worden. Der im US-Staat Texas als John Colbert geborene "Lightning Bear" oder "Pushikan" betätigt sich, wie seine Seite im Internet ausweist, im Sinne seiner indianischen Abstammung als "spiritueller Lehrer", gibt Workshops mit "Schwitzhütten", über "Frauenwissen", zum "Bau schamanischer Masken" oder bietet "Kristallbehandlungen" an und vermittelt "Wege der Heilung". 

Viele Frauen nahmen die Angebote des in Deutschland lebenden Weltenbummlers wahr. Und auch ins Gericht kamen einige seiner Verehrerinnen. Andere hatten ihn dort hin gebracht. Sie soll "Pushikan" in einem Esoterik-Zentrum in Herdecke körperlich und seelisch schwer misshandelt haben. Das stellten zumindest in zwei Fällen die Richter fest, die angesichts der traumatischen Ereignisse für die Frauen die Öffentlichkeit von der Verhandlung ausschlossen. 

"Sexuell geprägte Motive waren nicht Gegenstand des Verfahrens und konnten auch nicht festgestellt werden", erklärte Michael Brass, Vorsitzender Richter des Schöffengerichts. 

Allein die Verkündung des Strafmaßes - ein Jahr und sechs Monate zur Bewährung wegen zweifacher gefährlicher Körperverletzung - und die Urteilsbegründung blieben öffentlich. Darüber hinaus schilderte der Richter den Gesundheitszustand des Mannes, von dem sich Mädchen und Frauen Heilung erhofften. Dem zufolge stand vor dem Hagener Gericht ein schwer kranker Mann. 


 

Westfälische Rundschau vom 7.11.00 
Schwerkranker Mann, der den Opfern weiteres Leid ersparte

Hagen. (joe.) Von Charisma keine Spur - eher von seinen schweren Krankheiten gezeichnet, betrat gestern der "Schamane" Lightning Bear den Gerichtssaal. Schwere Körperverletzung in sieben Fällen war ihm vorgeworfen worden, für zwei wurde er zu einem Jahr und sechs Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. 

Der 53-Jährige befand sich vor zwei Jahren wegen der Vorwürfe bereits in Untersuchungshaft. Dabei stellten die Mediziner zahlreiche Erkrankungen fest. So wurden ihm beide Lungenflügel operiert, er leidet unter Herzrhythmusstörungen, hat eine Allergie gegen zahlreiche Lebensmittel usw. Weiter war vor Gericht die Rede von Herzinfarkten, Schlaganfall und Atemnot. 

Der Texaner, nach eigenen Angaben Indianer vom Stamm der Comanchen, hielt sich zurück. Er gestand einen großen Teil der ihm vorgeworfenen Taten, was ihm der Vorsitzende des Schöffengerichts, Michael Brass, als besonders strafmindernd anrechnete, da er dadurch den Opfern ein erneutes Durchleben ihrer Torturen ersparte. Zwar wurde gleich zu Beginn des Prozesses die Öffentlichkeit ausgesperrt, aber es war auch so für die Zeuginnen eine Erleichterung, ihre Erinnerungen nicht auffrischen zu müssen. 

Denn ihre Erlebnisse müssen sowohl körperlich unglaublich schmerzhaft wie auch seelisch grausam gewesen sein. Dabei, so stellte Brass in der Urteilsbegründung fest, dürfe nicht unterschlagen werden, dass zumindest die beiden Hauptzeuginnen sich den Handlungen des "Schamanen" in Vertrauen auf ihre Heilwirkung freiwillig unterzogen hätten. Allerdings sei eine Zeugin bei der Tat im September 1996 noch minderjährig gewesen und das Vertrauen beider Frauen sei gröblichst missbraucht worden. Auch wenn, um die Opfer zu schützen, keine Einzelheiten öffentlich dargestellt wurden, so wurde doch deutlich herausgestellt, dass durch die "Behandlung" zumindest eine Frau erhebliche Verletzungen im Unterleibsbereich davon getragen habe, unter denen sie heute noch leide. 

Sexuell geprägte Motive habe die Verhandlung nicht erbracht. Die Motive des "spirituellen Lehrers" könnten tatsächlich subjektiv auf die indianischen Gebräuche zurückgeführt werden. Allerdings habe er unter Vorspiegelung der Gebräuche auch die Lage ausgenutzt. 

Kaum Hoffnung machte das Gericht den beiden Hauptzeuginnen, die gleichzeitig auch als Nebenklägerinnen auftraten, auf Schadenersatz oder Schmerzensgeld, selbst wenn sie einen Zivilprozeß anstrengen. Denn der "Schamane" ist nicht nur geschieden und Vater von vier Kindern im Alter von 25 Jahren bis 13 Monaten, sondern nach eigener Aussage "tut er zur Zeit auch nichts". Er lebe noch von seinen Ersparnissen. Wenn diese aufgebraucht seien, müßten er, seine Verlobte und ihr Kleinkind Sozialhilfe in Anspruch nehmen. Was sein Rechtsanwalt gleich durch den Antrag untermauerte, sein Wahlmandat in eine Pflichtverteidigung umzuwidmen.


 
Westfälische Rundschau vom 18.10.00 
"Shamane" soll junge Frau misshandelt haben: Sexueller Hintergrund?
Von Dagmar Sticht 

Hagen. Ein Prozess wegen mehrfacher Körperverletzung mit einer ungewöhnlich und sadistisch klingenden sexuellen Komponente beginnt im November vor dem Amtsgericht Hagen. Einem angeblichen Comanchen und Shamanen wird von der Staatsanwaltschaft gefährliche Körperverletzung in sieben Fällen vorgeworfen. 

Der Mann, der für sich die Titel Reverend und Dr. in Anspruch nimmt, soll unter anderem einer damals Anfang 20-Jährigen aus dem Sauerland ohne Betäubung die Vagina zugenäht haben. Sinn und Zweck dieser Misshandlung sei es für die Betroffene gewesen, wieder zur Jungfrau zu werden, Schmerz und Ängste zu überwinden und zum wahren Werkzeug des Schöpfers zu werden. Das erzählte die betroffene Neuhagenerin vor drei Jahren in einem Gespräch mit der WR, als sie den Fall offenbarte. Bei einem anderen Vorfall soll er sie zwecks Selbstfindung in Schmerzüberwindung ausgepeitscht haben. Die angeblichen Tatorte sind Pinneberg und ein Esoterik-Zentrum in Herdecke, wo der 53-Jährige zwischen seinen Australien-Aufenthalten immer wieder gelebt habe. 

Dieses Zentrum war auch Ausrichter der "Earthdays" im Juni 1997 am Bismarckturm, wo der 53-jährige "Shamane" auf Einladung des in Hagen ansässigen Arbeitskreises Bioregionalismus auftrat, mit dem er "Schwitzhütten"-Seminare speziell auch für Frauen veranstaltete, ebenso wie über das Herdecker Zentrum. Auch heute sind die Schwitzhütten noch im Angebot über die Organisation "Earth Wisdom" im Rheinischen, bei der der 53-Jährige weitere "Lehrveranstaltungen" offeriert. 

Vor drei Jahren kam der Fall ins Rollen, die Anklage der Staatsanwaltschaft liegt seit mehr als einem Jahr vor, Prozess-Start ist am 6. November. 
 


 



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