| AGPF-Info 11/97 |
AGPF - Aktion für
Geistige und Psychische Freiheit
Arbeitsgemeinschaft der Betroffenen-Initiativen
e.V.
Weltanschaulich, religiös und politisch
neutral
Internet: http://www.AGPF.de/
53229 Bonn Im Blankert 35 Tel. 0228-631547
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| Scientology in Frankreich: Strafurteil bestätigt
Scientology anerkannt? In Lyon wurde am 28.7.97 das Strafurteil von drei Jahren Gefängnis plus 150.000 DM Geldstrafe gegen den früheren Leiter der dortigen Scientology-Filiale bestätigt. Wichtigster Vorwurf: Schuld am Selbstmord eines Scientology- Anhängers. Die Strafe wurde allerdings zur Bewährung ausgesetzt. Die Vorinstanz hatte nur die Hälfte zur Bewährung ausgesetzt. Dabei hat ein Strafgericht auch subjektive Momente zu prüfen. Die Schwere der persönlichen Schuld ist hier entscheidend. In diesem Zusammenhang ist sicher auch geprüft worden, wie der Angeklagte die Scientology-Organisation eingeschätzt hat. Ein Scientology-Sprecher in Frankreich: Mit dem milderen Urteil habe das Gericht die Organisation indirekt als religiöse Organisation anerkannt. Scientology-Chef Jentzsch aus USA: "Sieg für die Religionsfreiheit". Ein Traum sei wahrgeworden. Agenturen meldeten daraufhin, das Gericht habe Scientology als Religion anerkannt. Dafür ist ein Strafgericht nicht zuständig. Was der Richter bei der mündlichen Urteilsbegründung gesagt hat, ist derzeit nicht nachprüfbar. Entscheidend ist die schriftliche Urteilsbegründung. Diese bleibt abzuwarten. Einen Tag später stellte die Regierung von Frankreich klar: Keine Anerkennung. Die Feststellun-gen des Gerichts seien rechtsunverbindlich. Die Staatsanwaltschaft hat bereits Revision eingelegt. Scientology: Bundesverfassungsschutz-Hotline
Verfassungsschutz: kostenlose Broschüre
Bayern: Aussteiger-Beratung
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Scientology: Werbekampagne geplant
Die Werbeagentur Hereau - Walker aus Chicago plant, das Image der Scientology-Organisation und ihre Beziehungen zur Bundesregierung und der Öffentlichkeit durch Anzeigen und andere Mittel der Massenkommunikation zu verbessern. Ihr Klient sei die Church of Scientology International, schreibt Geoffrey S. Walker, Präsident der Agentur im Mai 1997 an "Manager of the Anzeigenabteilung". Früher seien Anzeigen in Deutschland von Zeitungen abgelehnt worden. Das seien die von den Scientologen selbstgemachten Anzeigen gewesen. In einer ersten Serie sollten die Reformprogramme vorgestellt werden. In einer zweiten prominente Anhänger. In einer dritten dann L. Ron Hubbard, der zwar Gründer der Scientology-Organisation sei, aber auch andere Literatur verfaßt habe. Die Serien seien für 12 Monate geplant. Enquete-Kommission: Zwischenbericht
Colonia Dignidad: Anhänger geflüchtet
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