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 IDK  III/89  8.11.89
MAHARISHI-KULT:
ÖFFENTLICHKEIT GETÄUSCHT
 
 
 
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IDK  III/89  8.11.89
AGPF - Aktion für Geistige und Psychische Freiheit 
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MAHARISHI-KULT:
ÖFFENTLICHKEIT GETÄUSCHT

Der Maharishi-Kult (Markenzeichen: "Transzendentale Meditation") hat einen spektukalären Prozeß gegen die Bundesrepublik Deutschland verloren. Jetzt bezeichnet der Kult das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts als "Fehlurteil": "nicht einen einzigen Fall" der psychischen Schädigung durch TM habe die Bundesregierung nachweisen können. Das war auch garnicht nötig, denn bereits vor dem Oberverwaltungsgericht Münster hatte der Kult zugegeben, "daß es in zeitlichem Zusammenhang mit der Ausübung von TM Manifestationen von psychischen Störungen gegeben habe". Das Gericht konnte deshalb die Zeugen ungehört nach Hause schicken. Im übrigen sind solche Fälle seit langem bekannt. Schon vor reichlich 10 Jahren formulierte ein Ehemaliger seine Beobachtungen: "Patient kos-misch bewußt, aber in der Nerven-klinik". 

"Transzendental" wird die Meditation durch ein angeblich für jeden Kunden individuell ausgewähltes Klangwort, das "Mantra". Tatsächlich wird dieses vorher festgelegt und je nach Entrittsalter vergeben. 

Neuerdings propagiert der Kult eine alte indische Heilmethode: Ayurveda. Aus der Heilmethode hat der Kult einen Heilsbringer gemacht. Ayurveda plus TM plus "Siddha-Programm" soll den super human erschaffen, den Supermann oder den Übermenschen. Aber auch als Heilmittel gegen AIDS soll diese Mixtur wirken.

Über 30 Millionen DM haben Bundesbürger bisher für besagte "Siddha"-Programme ausgegeben. Das Ziel: Die Überwindung der Schwerkraft ohne maschinelle Hilfe. Die Maharishi-Anhänger selbst sprechen von "Flugkursen" und "Flugtagen". Dem Außenstehenden erscheint der Glaube, durch Meditation fliegen zu können eher als Indiz für fortschreitenden Wirklichkeitsverlust. Maharishi Mahesh Yogi (bürgerlich: Mahesh Prasad Warma) glaubte schon Ende der fünfziger Jahre, es Jesus gleich tun und über das Wasser gehen zu können. In Bombay wurde ein Schwimmbassin angemietet, teure Eintrittskarten verkauft. Vor erlauchten Vertretern der indischen Gesellschaft wollte Maharishi seine Siddhi-Fähigkeiten demonstrieren - und fiel ins Wasser. 

Als leicht zu erlernende und hochwirksame Entspannungstechnik preist TM sich in der Erstwerbung an und gewann besonders unter Ärzten eine erstaunlich große Zahl von Anhängern. Ursächlich dafür könnte ein Irrtum des namhaften amerikanischen Wissenschaftlers Prof. Dr. Herbert Benson gewesen sein. Nach vorübergehendem Enthusiasmus warnte er insbesondere vor übermäßigem Meditieren und der damit verbundenen "Gefahr, Halluzinationen zu verfallen". Die Zeitschrift PSYCHOLOGIE HEUTE faßte später amerikanische Forschungen in einer rhetorischen Frage zusammen: "Auch nicht besser als dösen?"

 
 


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