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| Informationen
Destruktive Kulte
(Jugendsekten, Psychokulte) IDK IV/88 23.12.1988 |
AGPF - Aktion für
Geistige und Psychische Freiheit
Arbeitsgemeinschaft der Betroffenen-Initiativen
e.V.
Weltanschaulich, religiös und politisch
neutral
Internet: http://www.AGPF.de/
53229 Bonn
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Am Freitag, 2.12.1988 wurde die Ranch zwangsversteigert. Ganze 4,5 Millionen Dollar zahlte eine Versicherung. 6 Millionen Dollar hatten Bhagwans Anhänger einst bezahlt. Jahrelang hatten Funktionäre des Kultes vorgekaukelt, aus dem Erlös für die Ranch könnten die rund 30 Millionen DM bezahlt werden, welche Deutsche gegen das Versprechen sehr hoher Zisnen dort investiert hatten. IDK I/87 prognostizierte schon im März 1987: "Das Geld dürfte weg sein". Einige Bhagwan-Anhänger reagierten auf diese Ankündigung mit Beschimpfungen. Den Funktionären muß das von Anfang an klar gewesen sein.
Die zunächst für die Ranch geforderten 40 Millionen Dollar waren
völlig illusorisch. Jahrelang stand der Preis dann auf dem Papier
bei 28 Millionen Dollar. Aber da konnten schon längst die Grundsteuern
nicht mehr bezahlt werden.
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Am 8.12.88 erschien eine ganzseitige Anzeige im "STERN" zu Bhagwans Geburtstag. Der Text ist vorsichtig und belanglos. Einzig erwähnenswert: Ein Drittel der Seite gefüllt mit den Namen der Inserenten: "Stellvertretend für 50.000 deutsche Sannyasins und unzählige Freunde ...". Es zeigt sich: Hauptstadt der Bewegung ist nicht mehr Köln, sondern München. Auch organisiert wurde das ganze von München aus, vom TAO RAJNEESH ZENTRUM GmbH, Klenzestr. 41. Aus der Anzeige geht das allerdings nicht hervor. Mit Schreiben vom 4.11.88 wurden die "lieben Freunde" aufgefordert, mit "mindestens DM 100.- ... an dieser Aktion teilzunehmen". Grund: "Wir wollen ... weiterhin auf Bhagwan aufmerksam ... machen und nicht nach Art der Presse erst auf Skandale warten". Soll wohl heißen: Der nächste Skandal kommt bestimmt. Die Anzeige hat 48.000.- DM gekostet. Viele Inserenten verstecken sich hinter "Sannyas"-Namen. Einige bekennen sich mit ihrem bürgerlichen Namen. Die derzeit so sehr umworbenen Prominenten fehlen. Nur einen Inserenten kann man mit einigen Wohlwollen als Prominenten bezeichnen: Joachim Ernst Behrendt, Professor für Musik. |