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BHAGWAN:  ASYL IN DEUTSCHLAND?
GURU-RANCH: 30 MILLIONEN VERLOREN?
 
 
 
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Informationen  Destruktive Kulte 
(Jugendsekten, Psychokulte) 
IDK  I/87  5.3.1987
AGPF - Aktion für Geistige und Psychische Freiheit 
Arbeitsgemeinschaft der Betroffenen-Initiativen e.V.
Weltanschaulich, religiös und politisch neutral
Internet: http://www.AGPF.de
53229 Bonn
 
BHAGWAN:  
ASYL IN DEUTSCHLAND? 

Bhagwan ist wieder in Poona, wo er sich seinen Ruf als Sex-Guru erworben hat. Aber er fühlt sich dort verfolgt: Von der Stadtverwaltung, die ihn innerhalb einer halben Stunde wieder aus der Stadt entfernen wollte. Und der radikale Hindu-Führer Vilas Tupe droht mit einer Karate-Truppe. Bhagwan wies seine Anhänger an, "in  den Untergrund zu gehen". In Deutschland kursieren jetzt Bittbriefe an Prominente und Politiker sowie Unterschriftenlisten:Zahl und Gewicht der Unterschriften sollen Bhagwan ein Touristenvisum verschaffen. Gut möglich, daß er dann politisches Asyl beantragen wird. Zur Zeit ist Bhagwan in der Bundesrepublik amtlich "unerwünschte Person", wie wohl jeder Ausländer, der wegen Vergehen gegen die Ausländergesetze durch Vermittlung von Scheinehen vorbestraft ist. 

In den USA hatte Bhagwan seine eigene Religion gegründet und widerrufen. Er nannte sich "Guru der Reichen", fuhr 85 Rolls Royce und trug Schmuck für 2,5 Millionen. Er wurde in  Straftaten verwickelt, auf der Flucht verhaftet, verurteilt, ausgewiesen. Er ließ sich im hintersten Indien nieder, die  Behörden wiesen seine Bedienungsmannschaft aus, er folgte dieser nach Nepal. Auf der Suche nach einem neuen Domizil bereiste er die Welt, von der er oft nur Flugplätze sah, die er meist garnicht verlassen durfte.

GURU-RANCH: 
30 MILLIONEN VERLOREN? 

Rund 30 Millionen DM haben Europäer - fast nur Deutsche - in die Guru-Ranch in Oregon investiert. Versprochen wurden hohe Zinsen. Es war eine Fehlinvestition: das Geld dürfte weg sein. Die Investoren aber werden immer wieder vertröstet: nach dem Verkauf der Ranch werde bezahlt. Aber dieses Versprechen wird wohl nicht einzulösen sein. Ende 85 wurde die Ranch für 40 Millionen Dollar angeboten, bei Schulden in Höhe von damals 35 Millionen Dollar. Heute ist der Preis auf 28 Millionen gesunken. Inzwischen haben aber auch einige Restaurants 10 Millionen Dollar eingeklagt wegen vorsätzlicher Salmonellenvergiftung, und deren Chancen stehen gut. 

Aber auch für 28 Millionen Dollar dürfte sich kaum ein Käufer finden für eine Ranch, die zuvor von über 1.000 fast kostenlosen Arbeitskräften bewirtschaftet wurde und die fernab von jeder Stadt liegt. Und selbst wenn sich ein Käufer findet, für welchen Preis auch immer: die amerikanischen Gläubiger sind schon da und zu denen gehören auch der Staat und zahlreiche Rechtsanwälte. 

Im Dezember 85 war noch von "vierzig verschiedenen Gruppen" die Rede, "die ernsthaft interessiert sind" - beim Preis von 40 Millionen. Es waren wohl nur Neugierige, denn beim Preis von 28 Millionen ist von denen keine Rede mehr.

 
 


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