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Scientology-Sekte in Italien:
Sämtliche Filialen gerichtlich geschlossen
 
 
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Informationen  Destruktive Kulte 
(Jugendsekten, Psychokulte) 
IDK  IV/86  23.12.1986
AGPF - Aktion für Geistige und Psychische Freiheit 
Arbeitsgemeinschaft der Betroffenen-Initiativen e.V.
Weltanschaulich, religiös und politisch neutral
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53229 Bonn
 
Scientology-Sekte in Italien:
Sämtliche Filialen gerichtlich geschlossen
 

Am 4.12.86 wurden die Filialen der Scientology-Sekte in zwanzig italienischen  Städten durchsucht und anschließend auf richterliche Anordnung geschlossen. An der Großrazzia beteiligt waren die Polizei, Staatsanwaltschaft und Finanzbehörden. "Ungeheure Mengen" beschlagnahmten Materials - so LA STAMPA  vom  5.12.86  -  befinden sich zur Untersuchung bei der Staatsanwaltschaft. 
 

Das "halbe Strafgesetzbuch" - so IL GIORNALE - wird der Sekte vorgeworfen: Die Bildung einer kriminellen Vereinigung, Betrug, Nötigung, unerlaubte Heilbehandlung, Steuerhinterziehung 
 

Die Justizbehörden ermitteln seit 5 Jahren. Wenige Tage vor der Aktion hatte die Mailänder Ermittlungsrichterin Dr. Mullin der Presse gegenüber geäußert, die Ermittlungen seien "äußerst vielschichtig" und  mit baldiger Beendigung sei nicht zu rechnen. 
Jetzt sind die Büroschränke "bis zum Rand mit Unterlagen vollgestopft" - so LA STAMPA. 

Zugleich mit der Razzia in  den Scientology-Dianetics- und Narconon-Büros wurden auch deren Konten in zahlreichen Banken beschlagnahmt. Von mehreren Millionen DM ist die Rede. 
 
 

IL GIORNALE spricht von einem "zweiten Fall Verdiglione". Verdiglione ist ein Psychiater aus Mailand, dem die Justiz vorwirft, er habe seine Patienten hörig gemacht und sie gesundheitlich geschädigt und ausgebeutet. 

Genau dies hat im September 1985 Ennio  Malatesta, ein  Unternehmer aus Monza, der Sekte vor-geworfen. Er hatte Strafanzeige gegen die Scientology-Sekte erstattet, weil diese seine unter Depressionen leidende Ehefrau "behandelt", dadurch die Familie zerstört und dafür auch noch 45.000. - DM kassiert habe. Seine Ehefrau verteidigte Scientology öffentlich "blanken Hauptes und mit gezücktem Schwert". 

IL GIORNALE: "Der Fall Malatesta ist nur eine von zahlreichen Familienzwistigkei ten um Dianetics und deren so bedrückende wie seltsame Therapien, die während der letzten Jahre auf dem Tisch der Justizbehörde gelandet sind". 

In der  Bundesrepublik wurde der Scientology-Zentrale und einigen Filialen die Rechtsfähigkeit entzogen, was zu einer Streichung aus  dem  Vereinsregister  führen soll. Der Zentrale wurde darüber hinaus ein Gewerbeverbot erteilt. 1984 wurde die Zentrale in München durchsucht und lastwagenweise Beweismaterial weggeschafft. Einer der Vorwürfe: Unerlaubte Heilbehandlung. Demnach können Zahlungen für solche "Techniken" zurückverlangt werden: Nicht selten 50.000 DM, bis hin zu einer viertel Million DM. 

  
  
  
 
 

 



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