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Scientology-Sekte:
Kampf um Hubbards Erbe
 
 
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Informationen  Destruktive Kulte (Jugendsekten, Psychokulte )
IDK  II/86  25.6.1986
 
Scientology-Sekte: 
Kampf um Hubbards Erbe

Scientology-Gründer Hubbard ist tot. Der Kampf um sein Erbe ist entbrannt. Noch 1947 bat er die Army um psychiatrische Hilfe: "Habe Neigung zum Selbstmord". Bereits 1959 glaubte er, mit seinem Buch "Dianetic" die Psychiatrie revolutionieren zu können. Die Fachwelt verlachte oder ignorierte ihn. Aber das Buch markiert den Beginn des Psychobooms in Kalifornien. Hubbard besann sich eines Wortes aus seiner Zeit als Schreiber von Zukunftsmärchen (science fiction): "Wenn man Millionen machen will, muß man seine eigene Religion gründen". So wurde seine "Religion" eine Mischung aus Therapie für Jedermann und science fiction. Der US-Journalist Eugene H. Methvin: "Üble Mischung aus Hypnose und Gehirnwäsche, Pawlowscher Konditionierung und verzerrter Psychotherapie". Hubbard hat damit nicht nur Millionen gemacht, sondern Milliarden. 

Der Kampf um sein Erbe hatte bereits zu seinen Lebzeiten begonnen. Hubbard war untergetaucht und seine Ehefrau mußte eine langjährige Gefängnisstrafe wegen krimineller Verschwörung gegen die Regierung antreten. 

Junge Leute wiesen einen Vertrag mit Hubbard's Unterschrift vor, der sie zu Erben des Imperiums machte und vor allem zu Erben des Hubbard'schen Copyrights. Kenner bezweifelten von Anfang an die Echtheit der Unterschrift. 

 Die neuen Bosse leiteten umgehend eine der üblichen Säuberungsaktionen ein. Der fielen diesmal auch Führungskräfte in den USA und in der Bundesrepublik zum Opfer. 

Erstmals akzeptierten die Bestraften die Strafe nicht, sondern machten sich ganz einfach selbständig, an der Spitze David Mayo, einst Hubbard's Intimus. 

Auch im deutschsprachigen Raum bildeten sich "Freie Zonen". Diese geben inzwischen eigene Schriften heraus. Gemeinsames Credo: Die "Kirche" ist schlecht, aber die Hubbard'sche "Technik" ist vollkommen und Hubbard hat Mayo zum Hüter dieser "Tec" ernannt. Keine irdische Macht könne ihm deshalb kündigen. Der Begriff Scientology wird aus urheberrechtlichen Gründen vermieden. 

Dennoch scheinen die Erben des Copyrights jetzt zurückzuschlagen: Prozesse um das Urheberrecht sind angedroht. 

Dabei wird den "Freien" zu Gute kommen, daß jetzt erstmals auch unter Hubbards Anhängern über die "Unehrlichkeit in Scientology" diskutiert wird, über Hubbards gefälschte Biographie, ein gefälschtes Tonband (Rons Journal 38: Der Beweis) und eben auch über jene Unterschrift auf dem Vertrag. 
 

 

 



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