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Destruktive Kulte
(Jugendsekten, Psychokulte ) IDK I/85 20.5.85 |
AGPF - Aktion für
Geistige und Psychische Freiheit
Arbeitsgemeinschaft der Betroffenen-Initiativen
e.V.
Weltanschaulich, religiös und politisch
neutral
Internet: http://www.AGPF.de/
53229 Bonn Im Blankert 35 Tel. 0228-631547
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Der Kult um den Inder Mahesh Prasad Warma alias Maharishi Mahesh Yogi bot 1983 mit einer millionenteuren Anzeigenkampagne an, "die Probleme jeder Regierung zu lösen, ungeachtet des Ausmaßes und der Natur des Problems - ob politisch, ökonomisch, sozial oder religiös..." Ein Präsident nahm dieses Angebot an: Ferdinand Marcos, Präsident
der Philippinen, war soeben in Verdacht geraten, die Ermordung des Oppositionsführers
Benigno Aquino veranlaßt zu haben. Dieser wurde 1983 nach der Rückkehr
aus dem amerikanischen Exil auf der Gangway erschossen.
Anläßlich seines Geburtstages wurde Marcos als "spiritueller Führer der Welt" geehrt. Zum Dank lud Marcos "800 Experten der Maharishi-Technologie aus 48 Ländern" in seinen Palast Malacanano ein. Dort wurde er als "Gründervater des Zeitalters der Erleuchtung" gefeiert. |
Präsident Marcos sagte: "Es ist mir eine Ehre, diesen Tag
zum Tag des Entstehens der im vereinheitlichten Feld gegründeten Zivilisation
zu erklären". Dann wurde ihm die "Maharishi Glocke der Unbesiegbarkeit"
überreicht, die er mehrmals läutete, sowie eine "Maharishi-Fackel
des Zeitalters der Erleuchtung". First Lady Imelda wurde eine
"Bewußtseinskrone des königlichen Ordens im Zeitalter der Erleuchtung"
zugedacht. In seiner Dankesrede erklärte Marcos den Wunsch nach "Unbesiegbarkeit
für die Philippinen und für die ganze Welt".
Die Katastrophenvorsorge scheint nicht funktioniert zu haben. Der SPIEGEL berichtete später, daß am Vorabend des Marcos-Geburtstages der Vulkan Mayon ausbrach und in Marcos' Heimatprovinz das verheerendste Erdbeben des Jahres stattfand. Auch sonst scheint die Maharishi-Technik nicht angeschlagen zu haben. Nicht nur mit dem Präsidenten geht es rapide bergab (Der SPIEGEL: "Die Ära nach Marcos hat schon begonnen"), sondern schlimmer noch mit dem Land. Staatsverschuldung und Hunger sind groß, die Produktion sinkt. Der SPIEGEL: "Gewalt, Tod und Angst gehören auf den Philippinen inzwischen zum täglichen Leben". Nach dem Desaster auf den Philippinen hat Maharishi sich jetzt China und Europa vorgenommen. Dazu hat er ein EUROPÄISCHES PARLAMENT DES ZEITALTERS DER ERLEUCHTUNG gegründet. |
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