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UNHEILIGE ALLIANZ: MAHARISHI UND MARCOS
 
 
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UNHEILIGE ALLIANZ: MAHARISHI UND MARCOS

Der Kult um den Inder Mahesh Prasad Warma alias Maharishi Mahesh Yogi bot 1983 mit einer millionenteuren Anzeigenkampagne an, "die Probleme jeder Regierung zu lösen, ungeachtet des Ausmaßes und der Natur des Problems - ob politisch, ökonomisch, sozial oder religiös..." 

Ein Präsident nahm dieses Angebot an: Ferdinand Marcos, Präsident der Philippinen, war soeben in Verdacht geraten, die Ermordung des Oppositionsführers Benigno Aquino veranlaßt zu haben. Dieser wurde 1983 nach der Rückkehr aus dem amerikanischen Exil auf der Gangway erschossen. 
Ein Jahr später reisten "1000 Experten der Maharishi-Technologie" zur "Weltversammlung zur im vereinheitlichten Feld gegründeten Zivilisation" an und bereits drei Wochen später glaubten diese, einen "auffälligen Umschwung in den Ereignissen" und "erste Anzeichen des Aufschwunges" festzustellen. Nun galt es, mit Hilfe der Maharishi-Technik auch "Taifune und andere Naturkatastrophen abzuwenden". Erst nach solchen Ankündigungen trat Präsident Marcos auf den Plan: 

Anläßlich seines Geburtstages wurde Marcos als "spiritueller Führer der Welt" geehrt. Zum Dank lud Marcos "800 Experten der Maharishi-Technologie aus 48 Ländern" in seinen Palast Malacanano ein. Dort wurde er als "Gründervater des Zeitalters der Erleuchtung" gefeiert.

 Präsident Marcos sagte: "Es ist mir eine Ehre, diesen Tag zum Tag des Entstehens der im vereinheitlichten Feld gegründeten Zivilisation zu erklären". Dann wurde ihm die "Maharishi Glocke der Unbesiegbarkeit"  überreicht, die er mehrmals läutete, sowie eine "Maharishi-Fackel des Zeitalters der  Erleuchtung".  First Lady Imelda wurde eine "Bewußtseinskrone des königlichen Ordens im Zeitalter der Erleuchtung" zugedacht. In seiner Dankesrede erklärte Marcos den Wunsch nach "Unbesiegbarkeit für die Philippinen und für die ganze Welt". 

Die Katastrophenvorsorge scheint nicht funktioniert zu haben. Der SPIEGEL berichtete später, daß am Vorabend des Marcos-Geburtstages der Vulkan Mayon ausbrach und in Marcos' Heimatprovinz das verheerendste Erdbeben des Jahres stattfand. Auch sonst scheint die Maharishi-Technik nicht angeschlagen zu haben. Nicht nur mit dem Präsidenten geht es rapide bergab (Der SPIEGEL: "Die Ära nach Marcos hat schon begonnen"), sondern schlimmer noch mit dem Land. Staatsverschuldung und Hunger sind groß, die Produktion sinkt. Der SPIEGEL: "Gewalt, Tod und Angst gehören auf den Philippinen inzwischen zum täglichen Leben". 

Nach dem Desaster auf den Philippinen hat Maharishi sich jetzt China und Europa vorgenommen. Dazu hat er ein EUROPÄISCHES PARLAMENT DES ZEITALTERS DER ERLEUCHTUNG gegründet.

 
 


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