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Destruktive Kulte
(Jugendsekten, Psychokulte ) IDK IV/83 20.12.1983 |
AGPF - Aktion für
Geistige und Psychische Freiheit
Arbeitsgemeinschaft der Betroffenen-Initiativen
e.V.
Weltanschaulich, religiös und politisch
neutral
Internet: http://www.AGPF.de/
53229 Bonn Im Blankert 35 Tel. 0228-631547
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Rajneesh Chandra Mohan alias Bhagwan ("Gott") hat nach dem Bericht eines seiner ehemaligen Anhänger mit seinem Freitod gedroht. Deutsche Bhagwan-Anhänger sollten sich vor einer Reise zu ihrem Guru gedanklich auf dessen Freitod vorbereiten und darauf, was sie tun würden, wenn sie durch Worte oder Taten aufgefordert würden, Bhagwan in den Tod zu folgen. Die Anzeichen dafür mehren sich, daß sich das Drama der fast 1000 Toten von Jonestown auf der Ranch in Oregon wiederholen kann. Bhagwan damals über diesen Massenmord: "Ihr habt kein Recht, Jones zu verdammen, denn was er getan hat, ist dasselbe, was all eure Kirchen und Tempel seit Urzeiten gelehrt haben". Bhagwans Sprecherin Sheela jüngst in einer Presseerklärung: "Jeder Rajneeshie wird bis zum letzten Blutstropfen und Atemzug seines Körpers, seiner Seele und seines Geistes kämpfen, um seine religiösen Rechte zu schützen ..." Bhagwan selbst sieht im Tod den "größten Orgasmus" oder auch den höchsten Zustand der Erleuchtung. Wenn man ihm folge, so predigt er, "dann könne der Mensch sterben und ein Supermensch aus seiner Asche entstehen". |
Schon als Kind hatte Bhagwan ein eher experimentelles Interesse
am Tod. Er pflegte die Verbrennung von Leichen zu beobachten: "Es ist nicht
der Mensch, was mich daran interessiert, sondern der Tod - er ist etwas
so Schönes und so geheimnisvoll. Man darf sich das nicht entgehen
lassen".
Es besteht durchaus die Gefahr, daß Bhagwan seiner Todessehnsucht folgen wird. Beispielsweise dann, wenn er von den US-Behörden ausgewiesen wird. Dann steht für ihn zu befürchten, den Luxus seiner Riesen-Ranch und seiner 36 Rolls-Royce mit einem indischen Gefängnis tauschen zu müssen. Denn er hat Indien 1980 wohl als Steuerflüchtling verlassen und die USA mit einem erschlichenen Touristenvisum betreten. Derzeit wird vor Gericht verhandelt, ob er ausgewiesen wird und seine Chancen stehen schlecht. Auch um die Existenz der Guru-Ranch wird prozessiert: Seit Bhagwan die USA betreten hat, bezeichnet er seine Bewegung als Religion und reklamiert das Grundrecht der Religionsfreiheit für sich. Dann übernehmen seine Anhänger die Macht im dortigen Gemeinderat. Nun prozessiert der Staat: In den USA gilt strikte Trennung von Kirche und Staat und keine Religionsgemeinschaft darf politische Macht ausüben. Auch gegen verschiedene Bauten prozessiert der Staat: Es droht eine Abrißverfügung. |
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