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AGPF 1978:
Dokumentation
über die Auswirkungen der Jugendreligionen
auf Jugendliche in Einzelfällen
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| Adresse dieser Seite: | http://www.AGPF.de/dokumentation78-1.htm | Zuletzt bearbeitet am 16.1.2001 |
Diese Dokumentation ist bisher nicht vollständig im Internet.
Auf dieser Seite befinden sich Titel, Einleitung und Inhaltsverzeichnis.
Ausgewählte Berichte sind zu finden unter http://www.AGPF.de/dokumentation78.htm
Die Bundesregierung hat die Berichte zum Anlaß für öffentliche
Warnungen genommen.
Der Maharishi-Kult hat dagegen vergeblich geklagt: Der
TM-Prozess
Dokumentation
über die Auswirkungen der Jugendreligionen auf Jugendliche in
Einzelfällen
Vorgelegt
für die Fachtagung in Hannover 23./24. Februar 1978
"Probleme im Zusammenhang mit den sog. Jugendreligionen“
von der
Aktion für geistige und psychische Freiheit
- Arbeitsgemeinschaft der Elterninitiativen -
Bonn, Februar 1978
Nur für Behörden und zur wissenschaftlichen Auswertung bestimmt!
lnhaltsverzeichn.is am Schluß!
Seite 96
Inhaltsverzeichnis
Einführung durch die "Aktion für geistige und psychische
Freiheit - Arbeitsgemeinschaft der Elterninitiativen" Seite
2
I. Vereinigungskirche (Mun-Sekte)
Einleitung Seite 6II. Die Kinder Gottes
Einzelfalldarstellungen Seite 10
Children of God (C.o.G.) Seite 35III. Schaden durch Meditation
Vorgelegt von der Niedersächsischen Elterninitiative gegen Mißbrauch der Religion
Sekte: Transzendentale Meditation Seite 74IV. (Vorläufige) Auswertung eines Fragebogens zur Ermittlung von Daten über die Jugendsektenszene . . . Seite 86
In der Anlage eine Auswertung von 11 Fragebögen (Katalog von 43 Merkmalen, die bei Meditanten beobachtet wurden und die in 11 Fällen durch Berichte zu belegen sind).
Vorgelegt von der Interessengemeinschaft Jugendschutze e.V. (IJS), Bensheim
Vorgelegt von der "Aktion Jugendschutz“ (AJS), Landesarbeitsstelle Nordrhein- Westfalen, KölnV. Analyse des Persönlichkeitsbildes der Mitglieder der Children of God. Seite 93
Von Hans Dittmar, Pastor in Freiburg/ElbeVI. Inhaltsverzeichnis Seite 96
Aktion für geistige und psychische Freiheit
- Arbeitsgemeinschaft Elterninitiativen -
5300 Bonn 1, Postfach 11 31
Die oben genannte Arbeitsgemeinschaft der Elterninitiativen, die durch ihre Sprecherund
Minister a.D. Friedrich Vogel,
Mitglied des Deutschen Bundestages, Bonn,
Ministerialrat Dr. Klaus Karbe, Bonn,vertreten wird, legt den Teilnehmern an der von der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie gemeinsam mit der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung veranstalteten Fachtagung "Probleme im Zusammenhang mit den sogenannten Jugendreligionen" am 23./24, Februar 1978 in der Medizinischen Hochschule in Hannover die folgende
Dokumentationüber die Auswirkung der Jugendreligionen auf Jugendliche in Einzelfällen vor. Die Einzelfalldarstellungen sind nicht systematisch und nicht speziell für die Tagung verfaßt worden. Unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten können sie vielleicht als nicht ausreichend angesehen werden. Dies gilt auch für die Auswertung der Fälle.
Die Dokumentation dient in erster Linie dem Zweck, den Tagungsteilnehmern Anschauungsmaterial vorzulegen und das Interesse der Wissenschaft und Forschung für die Problematik der Jugendreligionen und der durch sie betroffenen Jugendlichen zu wecken.
Die Einzelfälle sind in anonymer Form dargelegt. Dadurch soll die
Privatsphäre der betroffenen Jugendlichen und ihrer Familien geschützt
werden. Die Auswertung dieser Dokumentation ist ohne unsere besondere Erlaubnis
nur für behördliche und wissenschaftliche Zwecke gedacht, Namen,
Zeit- und Ortsangaben sind den Elterninitia tiven bekannt. Weiteres, bisher
nicht systematisch gesammeltes Fallmaterial befindet sich bei staatlichen,
kommunalen und kirchlichen Stellen sowie in Privathand.
Die Dokumentation behandelt im Wesentlichen nur Fälle aus folgenden Jugendreligionen
Die Arbeitsgemeinschaft der Elterninitiativen wurde im November 1977 in Bonn gegründet. Ihr gehören im Augenblick 4 Elterninitiativen an:
Aus einem offenen Brief, den die Arbeitsgemeinschaft der Elterninitiativen
am 21. November 1977 an die Bundesregierung gerichtet hat, geht hervor,
wie die Eltern die Problematik der Jugendlichen und der von ihnen betroffenen
Jugendlichen sehen:
"In der Bundesrepublik machen seit einigen Jahren neuartige religiös-sektiererhafte Organisationen Werbung, die es besonders auf Jugendliche abgesehen haben. Mit zunehmender Tendenz verläßt eine große Anzahl von ihnen von einem Tag auf den anderen Familie und Freunde. Die Jugendlichen geben Ausbildung und Arbeit auf, verzichten auf eigene Meinung und individuelle Lebensführung und stellen sich unter die absolute Gewalt einer straff gelenkten Hierarchie. Durch unbedingten Glauben und Gehorsam gegenüber der Person des obersten Führers, der sich als Guru, Heiliger, Prophet oder gar als Messias ausgibt, erlangen die Jugendlichen die Illusion, ihre persönlichen Probleme oder gar die Probleme der ganzen Menschheit zu lösen.Mit dem Eintritt in eine der sog. Neuen Jugendreligionen ist eine beängstigende Persönlichkeitsveränderung verbunden. Der psychische Zerstörungsprozeß kann als "Wirklichkeitsverlust“ beschrieben werden und endet meist in einer Entpersönlichung, die den einzelnen zur Kommunikation außerhalb seiner Gruppe mit anderen Menschen unfähig macht. In den USA werden die Neuen Jugendreligionen daher auch "destructive cults“ genannt.
Sie unterscheiden sich wesentlich von den bisher bekannten Religionsgemeinschaften, die den vom Grundsatz garantierten Schutz der freien Meinungs- und Religionsausübung genießen. Dieser Schutz darf aber nicht dazu führen, daß religiöse Gemeinschaften bei der Anwerbung und Betreuung ihrer Mitglieder deren persönliche psychische Situation ausbeuten können, indem sie Methoden und Techniken. anwenden, die die Willens- und Entscheidungsfreiheit der Betroffenen einschränken oder gar völlig ausschalten.
Die Ursachen für das Florieren der Neuen Jugendreligionen scheinen die gleichen zu sein wie bei den politischen Extremgruppen Jugendlicher: Die Unfähigkeit der Jugendlichen, Spannungen innerhalb einer freiheitlich-demokratischen Staats- und Gesellschaftsordnung zu ertragen, und als Folge davon das Bedürfnis, sich psychisch in gesellschaftlichen Gegengruppen zu restituieren.“