www.AGPF.de 
Infos über Sekten, Kulte und den Psychomarkt 
AGPF - Aktion für Geistige und Psychische Freiheit 
Bundesverband Sekten- und Psychomarktberatung e.V. 
Adresse dieser Seite: http://www.AGPF.de/Ufo.htm  Zuletzt bearbeitet am 31.5.2009 
Impressum | Zur Homepage | Zur Inhaltsseite | Zum Begriff Sekte | AGPF-Spendenkonto
 
 
 
Ufo-Sekten und Ufologen
Viele Sekten glauben an Ufos:
Dass die Menschheit von Außerirdischen gebracht wurde oder gerettet wird.
Aber keineswegs alle Ufologen sind Anhänger von Sekten.
 
 
Inhalt dieser Seite: Zum Thema auch: In anderen Websites:
Impressum
Es geht um drei Fragenkreise:

Ist Leben auf anderen Planeten Leben möglich oder wahrscheinlich?

Die Wissenschaftlich kann selbstverständlich nicht sagen, dass es kein ausserirdisches Leben gibt. Denn da einmal Leben entstanden ist, ist es eben nicht unmöglich. Also wird auch kein Wissenschaftlicher sagen, dass es das nicht gibt.
Das wird dann oft so interpretiert, dann ein Wissenschaftler dies für möglich oder wahrscheinlich halte. Manche drücken sich wohl auch absichtlich oder unabsichtlich missverständlich aus. Im Übrigen ist für den Wissenschaftler bereits jede Mikrobe Leben.
Gibt es Beweise für ausserirdisches intelligentes Leben?
 
 

Was ist von Menschen zu halten, die an Besuche Ausserirdischer auf der Erde glauben?
 

Am 30.10.2007 wurden in der TV-Sendung "Menschen bei Maischberger" diese drei Fragenkreise munter durcheinander gemischt. Gäste: Nina Hagen, meist grell aufgemachte undgrimassierende "Rockröhre". Joachim Bublath,
 
 

Ufologie - Gaubenssache?

Viele Ufologen berufen sich auf angebliche Spuren, die Ausserirdische auf der Erde hinterlassen haben sollen.
Die Beschreibung, Interpretation und Diskussion dieser Spuren und angeblicher Bemühungen, diese zu verschweigen, füllen zahlreiche Bücher und zahllose Artikel.
Andere Ufologen behaupten, Kontakt mit Ausserirdischen gehabt zu haben oder aufnehmen zu können.
Manche davon verbreiten angebliches Wissen, welches sie von Ausserirdischen empfangen haben wollen.
Dazu gehört insbesondere das angebliche Wissen um einen bevorstehenden Weltuntergang und die von den Ausserirdischen versprochene Rettung derer, die an sie glauben.
Daraus ist ein umfangreicher Markt entstanden.
Angeboten werden Bücher, Videos, Kurse, Unterweisungen, Reisen, Treffen, Mitgliedschaften.
Vielfach wird das mit esoterischen Versatzstücken kombiniert.
Zuletzt mit den angeblichen "Indigo-Kindern", auch als "Sternenkinder" bezeichnet. Dazu:

Als solche bezeichnen Esoteriker Kinder mit Symptomen, die üblicherweise als Hyperaktivität (ADS/ADHS) als behandlungsbedürftig angesehen werden. Nicht nur die Scientology-Organisation macht der Pharmaindustrie dabei Konkurrenz (Archiv/Ritalin.htm).
Damit ist der Sprung zum Gesundheitsmarkt getan und zahllose Möglichkeiten der Kombination tun sich auf.

Manche glauben oder behaupten, die Ausserirdischen seien Götter und alles eine Glaubensfrage.
(Einzelheiten: Andreas Grünschloss: Wenn die Götter landen ... Religiöse Dimensionen des UFO-Glaubens,  EZW-Texte Nr. 153, 58 Seiten, zu bestellen über www.EZW-Berlin.de).
Die Mehrzahl dürfte aber davon ausgehen, dass es sich um intelligente Wesen handelt, die in der Lage sind, Fluggeräten zu bauen, mit denen sich Zeit und Raum überbrücken lässt. 1947 wurde erstmals über angebliche  Beobachtung solcher UFOs (Unidentified Flying Objects, Unidentifizierte Flugobjekte) berichtet.
 
 
 
 

Das Roswell-Märchen
 
 
1947 entstand in Roswell in New Mexiko/USA das bisher bekannteste Gerücht über Ausserirdische und Ufos. 

Dort soll damals ein UFO abgestürzt sein.  
Neben Roswell befand sich ein Sützpunkt der Air Force und dort gab man am 8.7.1947 eine Presseinformation heraus, wonach man Überreste eines abgestürzten Ufos sichergestellt habe. 
Einige Stunden später widerrief die Air Force.  
Man habe sich geirrt, es habe sich um einen Wetterballon gehandelt. 
Damit war die Grundlage für Gerüchte, Verschwörungstheorien und gute Geschäfte gelegt. 
Immer mehr Zeugen tauchten auf, die irgend etwas gesehen haben wollten. 
Insbesondere tauchten Gerüchte über angebliche Ausserirdische Unfallopfer auf, die angeblich seziert worden seien. 
Angebliche Zeugen wollen diese gesehen haben und aus deren Schilderung entstanden die Bilder, nach denen heute die meisten Ausserirdischen dargestellt werden. 

Rechts der Prototyp im Roswell-Museum aus der Website www.iufomrc.com 
 

Jeder Richter weiss, dass Zeugenaussagen ein recht unzuverlässiges Beweismittel sind. Man weiss, wie leicht der Mensch sich irrt.
Deshalb werden bei jeden Autounfall Bremsspuren und sonstige harte Fakten zu der Frage gesichert, ob die beteiligten  Autos überhaupt gefahren sind und wenn ja, wie schnell.

Derartige harte Fakten zum Fall Roswell gibt es nicht.
Letztlich kommt es aber auf die Beweise für die Existenz ausserirdischen Materials an
Dieses kann organisch sein oder anorganisch.
Solche Beweise aber gibt es nicht.
Diese Lücke kann auch durch eine noch so grosse Zahl von Texten, Büchern oder Websites nicht gefüllt werden.

Deshalb kommt es auch nicht darauf an, ob man die Aussagen des Army-Berichts für glaubwürdig hält oder nicht.
Selbst wenn die allesamt erstunken und erlogen sein sollten, beweist das nur, dass die Unwahrheit verbreitet wurde.
Tatsächlich ist es keine Frage, dass das Verhalten der Militärs mehr als merkwürdig war.
1994 wurde aus dem Wetterballon ein Spionageballon.
1997 wurde pünklich zum 50. Jahrestag der Ereignisse ein Bericht vorgelegt, der halbwegs plausibel erklärt, woher die Gerüchte stammen könnten.
Allerdings: Wenn es kein Ufo und keine Ausserirdischen gab, kann man das nicht beweisen.

Kann man das Fehlen harter Fakten durch Indizien ersetzen?
Indizien sind Tatsachen, die auf das Vorhandensein anderer Tatsachen schliessen lassen. Also etwa einer  Tatsache, die eine Straftat nicht unmittelbar erweist, aber auf diese schließen lässt.
Gelegentlich werden ja sogar Urteile wegen Mordes gefällt, obwohl man keine Leiche hat.
Dann steht aber fest, dass der Mensch gelebt hat und unter dubiosen Umständen verschwunden ist.
Im Roswell-Fall gibt es eben keine solchen grundlegenden Fakten.
 
 
 
 
 

Der Ufologie liegt in der Regel die Behauptung zu Grunde, die Existenz ausserirdischer Intelligenz sei beweisbar.
Daraus ergibt sich die Frage:

Gibt es intelligentes Leben ausserhalb der Erde?

Das Weltall ist unendlich gross und besteht aus unendlich vielen Sonnensystemen.
Niemand kann deshalb ausschliessen, dass es dort irgendwo intelligentes Leben in irgendwelchen Formen gibt.
Ist das beweisbar?
Selbst wenn die irdischen Weltraum-Sonden igendwann Spuren von Leben zu entdecken glauben, handelt es sich um damit keineswegs um Lebewesen, die Tieren oder Menschen ähneln.
Bisher sind nirgendwo im Weltraum Spuren von Intelligenz gefunden worden.
Der Zeitfaktor
Das Weltall insgesamt mag ewig sein. Die einzelnen Sonnensysteme aber sind vergänglich. Unser Sonnensystem ist entstanden vor etwa 10 Milliarden Jahren. Die Erde ist etwa 5 Milliarden Jahre alt. Bakterienähnliche Organismen entstanden nach etwa 1 Milliarde (1 000 000 000)  Jahren. Erste menschenähnliche Lebewesen gibt es erst seit etwa 3 Millionen (3 000 000) Jahren.
Technik gibt es gerade erst seit 200 Jahren.
Eine Zerstörung der Zivilisation ist durchaus möglich und kann auf natürlichen oder durch Menschen verursachten Faktoren beruhen.

In den unendlichen Weiten des Weltalls brauchen auch Informationen gewaltige Zeiträume. Die schnellste Geschwindigkeit ist die des Lichts. Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass sich Informationen auf anderem Wege schneller bewegen könnten.
Wie sollen also Ausserirdische in dem winzigen Moment der Existenz der Menschheit davon erfahren haben?
Das Licht legt im Jahr etwa eine Billion (1 000 000 000 000) Kilometer zurück. Dieses Lichtjahr ist die Masseinheit des Weltalls. Unsere Galaxie hat einen Durchmesser von etwa 100 000 Lichtjahren.
Eine Stecknadel in einem Heuhaufen von der Grösse der Erde wäre vermutlich leichter zu finden, als Leben im Weltall.

 

Scientology: Die Menschheit stammt aus dem Weltraum

Scientology-Gründer Hubbard glaubte, mit Hilfe seines E-Meters bewiesen zu haben: Die Menschheit stammt aus dem Weltraum. Dementsprechend taxiert er deren Alter:  "Billionen von Billionen von Billionen von Jahren" . Einzelheiten dazu: Die Scientology-Sekte und ihre Tarnorganisationen, 1979  Kapitel 2: Reise auf der Zeitspur.

Bei Scientology wird das angebliche und käufliche Wissen über Ausserirdische durch andere Absurditäten überlagert.
Bei anderen Gruppen steht der Glaube an Ausserirdische im Zentrum:
 

 
Landbote - Schweiz 18.1.2002 
http://www.winti-guide.ch/index.php?rubrik=region&action=details&id=45103 


SCHMIDRÜTI/TURBENTHAL: UFO-BILLY UND DIE INTERESSENGEMEINSCHAFT FÜR GRENZ- UND GEISTESWISSENSCHAFTEN  

Ufologen kaufen Haus in Fischingen  

Die Freie Interessengemeinschaft für Grenz- und Geisteswissenschaften und Ufologiestudien (Figu) hat im thurgauischen Fischingen ein Haus gekauft. Anlass zu einem Besuch im Figu-Zentrum in Schmidrüti. 

RUTH BOSSERT 

Der Krämerladen von Emma Hürlimann an der Hauptstrasse in Fischingen hat ausgedient. Nun zog die betagte Frau ins Pflegeheim, und das Haus wurde verkauft. Neue Eigentümerin ist die Freie Interessengemeinschaft für Grenz- und Geisteswissenschaften und Ufologiestudien in Schmidrüti. Eine Handänderung einer Liegenschaft ist an sich nichts Aussergewöhnliches. Doch wenn sich die neue Eigentümerin mit Grenzwissenschaften und Ufologie beschäftigt, wird man im hintersten Zipfel des Tannzapfenlandes hellhörig. Seit über 25 Jahren ist die Interessengemeinschaft in Hinterschmidrüti in zwei gepflegten Bauernhäusern zu Hause. Der «Landbote» war bei den Menschen mit den ungewöhnlichen Interessen zu Besuch. 

Kennt Ausserirdische mit Namen 

Bichelsee, Sitzberg, Schmidrüti, Hinterschmidrüti – die hügelige Gegend zwischen dem Tösstal und dem Hinterthurgau liegt in einer dicken Nebelsuppe. Die Fahrbahn ist teilweise schneebedeckt, die Kurven sind eisig, und der Splitt aus den Spuren gerutscht. Fremde könnten sich im tauben Nebel schnell verfahren, es dauert ewig, bis endlich das Restaurant «Freihof», die Post und dann das Schild der Figu auftaucht. 
Silvano Lehmann, für Haus, Hof und Umgebung zuständig, lädt gleich zu einer Tasse Tee in die Küche ein. Es ist warm, aus dem Transistor tönen deutsche Schlager, auf dem Tisch liegen frische Früchte aus der ganzen Welt. So leben also die Menschen, die schon Ufos gesehen haben, die einige Ausserirdische mit Namen kennen und ab und zu mit ihnen kommunizieren. «Was haben Sie denn erwartet, fehlen uns die Antennen?» fragt Lehmann. Seit 25 Jahren ist der gebürtige Berner bereits hier oben zu Hause, hat mitgeholfen die beiden Häuser zu renovieren, Wiese, Wald und Hof zu betreuen und aus dem kargen Landwirtschaftsbetrieb das Beste herauszuholen. Anfangs hielten sie noch zwei Kühe, machten selber Käse und Butter. Heute arbeiten sie im Winter im Wald, im Sommer pflegen sie den grossen Gemüsegarten. In den beiden Häusern wohnen insgesamt 14 Personen in zwei abgetrennten Wohnungen und in verschiedenen Einzelzimmern. Gekocht wird am Abend gemeinsam, tagsüber sind die meisten an ihren Arbeitsstellen als Sachbearbeiter, Sozialpädagogen, Mechaniker, Sekretärin oder Chauffeur. Es gibt eine Hausordnung, jeder bezahlt seinen Anteil für Kost und Logis, ansonsten leben die Mitglieder alle autonom. Die Interessengemeinschaft hat im Moment 36 Mitglieder, die meisten wohnen im Raum Winterthur, Tösstal, 14 im Zentrum selber und rund ein Dutzend im Hinterthurgau. Nun kann die Gemeinschaft ihren Mitgliedern auch in Fischingen Wohnraum zur Verfügung stellen. Alle leisten im Monat acht Stunden Arbeit für das Zentrum, sei dies beim Holzen, Gärtnern, Büroarbeiten, Internetbetreuung oder anderswo. Jeweils im Mai findet das jährliche Meeting für die Vollmitglieder und die Passivmitglieder aus aller Welt statt. Mit rund 100 Gleichgesinnten sei dann immer zu rechnen, sagt Lehmann. 

Ufos bald auch über Fischingen?  

«Ist die Figu eine Sekte und Billy Meier der Guru? – «Diese Frage wird uns immer gestellt», entgegnet das langjährige Mitglied. Die Gemeinschaft betrachte sich weder als Sekte, noch betreibe sie Scharlatanerie oder bezeichne ihre Mitglieder als Esoteriker: «Wir bekennen uns zu keiner Religion und glauben an nichts, das wir nicht mit eigenen Augen gesehen haben.» Wichtig sei, dass die Menschen selber nach dem eigenen Sinn des Lebens fragten, diesen suchten und fänden. Man solle nicht irgendwelchen Dingen Glauben schenken, sondern stets die grundsätzliche Wahrheit suchen, die nur in sich selbst zu finden sei, wenn man alles durchforsche und überdenke, Vernunft, Verstand und Logik walten lasse. Dies – so Lehmann – sei nur ein ganz kleiner Ausschnitt der Grundregeln, die in der Figu gelten. Aufgelistet finde man diese fast fünfzig Punkte und noch vieles mehr im Internet. 
Und die Rolle von Billy Meier, der diverse Bücher geschrieben hat und behauptet, mit den Ausserirdischen Kontakt zu pflegen, und dies immer wieder mit Bildern von Ufos (Unidentified Flying Objects) zu dokumentieren versucht? – Silvano Lehmann: «Eduard Albert Meier, genannt Billy, ist 1937 in Bülach geboren und hat bereits mit fünf Jahren, zusammen mit seinem Vater erstmals ein Ufo in Form einer riesigen, silbernen ‹Scheibe› gesichtet. Kurz darauf fand die erste telepathische Kontaktaufnahme durch einen Ausserirdischen statt, und später die erste Exkursion mit einem ausserirdischen Fluggerät, das von Sfath pilotiert wurde.» Lehmann erzählt begeistert, holt drei dicke Fotoalben und beginnt zu blättern. Ufos über der Sädelegg, über Schmidrüti, bei Hinwil, tagsüber in verschiedenen Formen, nachts hell erleuchtet und meist fotografisch auf recht hohem Niveau. 

Sichtungen nicht mehr fotografiert 

Plötzlich geht die Türe auf, in der Küche steht Billy Meier. Langer weisser Bart, dicke grosse Hornbrille. «Hat die Journalistin auch noch Fragen an mich?» Eigentlich will er vor der Presse nichts mehr sagen. Allzu oft sei er falsch verstanden worden, habe kein Vertrauen mehr und immer mal wieder einen Prozess am Hals. Seit die Technologie so weit fortgeschritten sei, verzichte er auch darauf, Fotos von Sichtungen zu machen. Denn die Bilder liessen sich heute so leicht manipulieren, dass er bereits seit vielen Jahren nicht mehr fotografiere. In den nächsten Tagen werde sein nächstes Buch erscheinen, in den Monaten darauf würden weitere folgen. Insgesamt seien heute bereits über 40 Bücher und unzählige Schriften zu den verschiedensten Themen auf dem Markt. Dass man davon leben kann, verneint Meier: «Ich habe mein ganzes Leben gearbeitet, lernte damals als Jüngling Sandstrahler und habe seither auf der ganzen Welt in mindestens 352 Berufen gearbeitet. Seit ich 1965 bei einem Busunfall in der Türkei den linken Arm verlor, kriege ich eine Rente, von der ich heute lebe.» 
Auf der abendlichen Heimfahrt vermischt sich die Nacht langsam mit der Nebelsuppe, unmöglich bei dieser schlechten Sicht ein Ufo auszumachen oder gar zu fotografieren.

 



Impressum:



1. Version dieser Seite installiert am 19.1.2002





Diese Website wurde eröffnet im September 1998