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Adresse dieser Seite: http://www.AGPF.de/Tepperwein.htm  Zuletzt bearbeitet am 28.3.2009 
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Kurt Tepperwein, der falsche Professor
2005 hat Tepperwein sich noch "Prof. Dr." genannt oder nennen lassen.
Die Titel sind weg. Sie waren falsch.
 
 
Inhalt dieser Seite: Zum Thema auch: In anderen Websites:

 
 
Auch noch 2009: Werbung mit Tepperweins falschen Titeln
 

Wohl keiner verbrät mehr Binsenweisheiten in einem einzigen Buch, als Kurt Tepperwein, etwa in "Krise als Chance". Offenbar schmeichelt es seinen Lesern, wenn "Professor Dr." ihnen das als richtig bestätigt, was sie schon immer gewusst haben.
"Prof. Dr."?
Colin Goldner hat bereits 1997 in seinem Buch "Psycho-Therapien zwischen Seriosität und Scharlatanerie" den "Professor" in Anführungszeichen gesetzt und damit bezweifelt.
In der nächsten Auflage hat Goldner das wiederholt (>>).
2004 hat die AGPF Strafanzeige erstattet.
2005 erhielt Tepperwein einen Strafbefehl (>>), der rechtskräftig wurde.
 
 
 

 
Jacky Dreksler und Hugo E. Balder:  
Wunsch-Bullshit im Universum.   
Eine Kritik der Wunsch-Bestellungen im Universum von Rhonda Byrne, Pierre Franckh, Bärbel Mohr, Esther Hicks und Kurt Tepperwein.  
Bestellen bei Amazon  
Cover-Text: "Balder & Dreksler sagen: 'Hinter diesen Ideen steckt einerseits positives Denken - nichts dagegen!' Aber, warnen sie, dahinter verbirgt sich andererseits auch eine aus Esoterik, Magie und verschiedenen Religionen zusammengeklaubte Weltanschauung, die allen Ernstes behauptet: Du bist Gott. Durch das esoterische Gesetz der Anziehung erschaffst du dich und den Kosmos allein durch deine Gedanken. Gutes wie Böses. Die beiden Autoren kritisieren die Konsequenz und Kehrseite dieser gefährlichen Mischung aus positivem Denken und göttlichen Allmachts-Fantasien: Arm? Fett? Krebs? Hunger? Keinen Job? Haus abgebrannt? - Selber schuld, so sagen die Extremwünscher: Du hast das Übel mit dem angeblich »unfehlbaren« Gesetz der Anziehung selbst angezogen.  
Balder und Dreksler spielen sich nicht als Experten für Esoterik, Philosophie oder Psychologie oder Lebenshilfe auf. Sie analysieren die Wunsch-Theorien und vor allem die 'Wunder mit gesundem Menschenverstand, Logik und viel Humor - wie sie selber sagen: »auf dem schmalen Grat zwischen Nicht-mehr-Satire und Noch-nicht-Wissenschaft« balancierend. Aber hinter dem leichten Ton steckt ein moralisches Anliegen: Die Wünschelwichte, sagen sie, präsentieren sich als allwissende Gurus, Magier, Psychologen, Philosophen und Seelsorger. Sie greifen tief in das Leben von Menschen ein, die in Not, krank oder verzweifelt sind oder nach dem Sinn ihres Lebens suchen. Die aber bekommen Bullshit statt Lebenshilfe."
 
 

Tepperwein und der "Erste deutsche Esoterikpreis"

Aus einer der zahlreichen Website mit "Tepperwein" im Domain-Namen:

"1997 wurde er für sein Lebenswerk mit dem “Ersten deutschen Esoterikpreis” ausgezeichnet. 2000 erhielt er den “Milleniumspreis” für besondere Leistung auf dem Gebiet der Intuitionsforschung zur Lösung der Zukunftsaufgaben von der Internationalen Akademie der Wissenschaften."
Was ist das für ein Preis?
Im Internet sind fast dazu nur Texte über Tepperwein zu finden. Demnach scheint Tepperwein der einzige Preisträger zu sein.
Colin Goldner schreibt in seinem Buch über die Psycho-Szene: 1997 erhielt Tepperwein den "Deutschen Esoterikpreis", mit 10.000 DM gestiftet von Alexander Dorn, einem Veranstalter von Esoterik-Messen (Goldner S. 51).

Goldner bezeichnet Tepperwein als "Esoterik-Doyen", also als den dienstältesten Leiter des deutschen Esoterik-Korps (Psycho-Szene, S. 23). Goldner berichtet auch über Tepperweins Wirken im "Megaaufgebot des Abstrusen" für die "Friedenuniversität" (S. 35), vgl. http://www.AGPF.de/Esoterikzentrum-Bodensee.htm#Friedensuni.
Goldner stellt fest: "Tepperwein selbst tritt als "Professor in Erscheinung" (S. 41).
Er gehöre zur der Gruppe der Dethlefsen-Schüler, die sich im Etora-Zentrum auf Lanzarote die Klinke in die Hand gaben, dem "Vatikan des New Age" (S. 42).
 
 

Die Titel sind weg

Alle diese Tepperwein-Websites verbreiten dieselbe Biographie. Man darf also annehmen, dass diese Biographie Teil seines umfasssenden Geschäftsplanes ist. Überschrieben waren diese Biographienen durchweg mit "Prof. Dr. Kurt Tepperwein".
 
 
Tepperweins "Seminar-Kalender" 2005:   
Tepperwein wird als Prof. Dr. vorgestellt.
2006: Die Titel sind weg
 
 

Der Strafbefehl
 
Der Strafbefehl gegen Tepperwein ist   
rechtskräftig seit 6.9.2005
"Amtsgericht Memmingen 2 Cs 23 Js 17488/04  
Strafbefehl vom 16.8.2005  
Die Staatsanwaltschaft legt Ihnen folgenden Sachverhalt zur Last:  
Am 02. Oktober 2004 führten Sie in der Stadthalle in der Ulmer Str. 5 in 87700 Memmingen ein Tagesseminar mit dem Titel “Gesundheit und Wohlstand sind machbar“. Dafür warben Sie mit Werbeblättern, auf denen sich die Aufschrift “Tagesseminar mit Prof. Dr. phil. Kurt Tepperwein Gesundheit und Wohlstand sind machbar“ befand.  
Dabei war Ihnen bekannt, daß Sie nicht berechtigt sind, den akademischen Grad Professor zu führen. Des weiteren nahmen Sie zumindest billigend in Kauf, daß es sich bei der Ihnen den Titel eines Doctor of Philosophy verleihenden Clayton University um keine anerkannte Hochschule der USA handelt, welche berechtigt ist, auch in Deutschland führbare Doktortitel zu verleihen.  
Sie werden daher beschuldigt, unbefugt inländische oder ausländische akademische Grade geführt zu haben  
strafbar als Mißbrauch von Titeln, Berufsbezeichnungen und Abzeichen gemäß § 132 a Abs. 1 Nr. 1 StGB.  
.....  
Gegen Sie wird eine Geldstrafe in Höhe von 60 Tagessätzen ver hängt. Der Tagessatz wird auf 100,-- EUR festgesetzt. Die Geldstrafe beträgt somit insgesamt 6.000,-- EUR.  
An die Stelle einer uneinbringlichen Geldstrafe tritt Freiheitsstrafe.  
Einem Tagessatz entspricht ein Tag Freiheitsstrafe."
 
 
 

Bericht im "Playboy"

Klaus Mergel beschreibt im Playboy (10/2006 Besuch beim Guru: Deutschlands Esoterikpapst Kurt Tepperwein lehrt uns, wie man richtig reich wird, Anleitung zum Glücklichsein) einen typischen Tepperwein-Auftritt:
"Esoterikalarm im Dorfsaal von Hagnau, einem kleinen Weinort am Bodensee".
400 Besucher, mindestens 80 % Frauen, "Man kennt sich, umarmt sich inflationär".
Eintrittspreis 66 Euro.
Der Prospekt verspricht: "Ich werde ein märchenhaftes Leben in vollkommener finanzieller Freiheit führen".
 
 



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