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Mai
2002
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| PRESSEMITTEILUNG Vlodrop, 13. September
2001
übersetzt von Daniela Weber HINTERHÄLTIGER ANSCHLAG DURCH MAHARISHI AUF NATIONALDENKMAL IN LIMBURG (NL) Am 12 September, 10 Uhr morgens, hat die Maharishi-Organisation mit brutaler Gewalt die Vernichtung des bedeutenden Klostergebäudes St. Ludwig im Wald von Vlodrop begonnen. Dies erfolgte gleichzeitig und trotz der unmissverständlichen Aussprache der Regierung in Den Haag, wo in höchster Instanz entschieden wurde, dass dieses Nationaldenkmal NICHT abgerissen werden darf. Dies ist um so schwerwiegender, als man eigentlich selbst dann nicht mit dem Abriss beginnen wollte - wie der Bürgermeister fälschlich beteuert - , hätte das Ergebnis der Regierung anders gelautet. Der mittlere Turm ist vernichtet, ein Teil des Gebäudes ist eingestürzt und hundert Meter des architektonisch typischen Vorbaus drohen infolge der Schieflage einzustürzen. Deutlich ist, dass man als erstes die wertvollsten Teile treffen wollte. Der Schaden geht in Millionenhöhe. In den vergangenen Tagen wurde bereits viel Material herbeigefahren, das auf Vorbereitungen für einen Abriss hinwies.Grund genug für die Anwohner, dem Heimatkundeverein Roerstreek und dem Bürgerkomitee St. Ludwig, die Gemeindeverwaltung von Roerdalen mündlich und schriftlich ausdrücklich darauf hinzuweisen und noch zu versuchen, dass unverzüglich Maßnahmen ergriffen werden, um dem Abriss zu verhindern. Die Gemeindeverwaltung hat nichts unternommen, ungeachtet dieser Warnungen und ungeachtet der Tatsache, dass die Maharishi-Organisation bereits in der Vergangenheit bei der Durchführung unrechtmäßiger Bauaktivitäten zu Lasten der charakteristischen Umgebung des Klosters auf dem Gelände gezeigt hat, wozu sie fähig ist. Die Gemeindeverwaltung hat nicht gehandelt, ungeachtet der Tatsache, dass in der Vergangenheit bereits sichtbar wurde, dass Zusagen der Maharishi-Organisation, sich an die Regeln halten zu wollen, keinerlei Wert haben. Dagegen hat die Gemeindeverwaltung gemeinsam mit dem Bürgermeisteramt immer das Bild einer angesehenen "bedeutenden Organisation" gezeichnet, obwohl man es längst besser wusste. Seit Jahren wird hier von einem "Staat im Staate" mit eigenen Gesetzen auf dem Gebiet der Niederlande an der Grenze zu Deutschland geredet. Das Bürgerkomitee hat sich bereits seit 1997 für den Erhalt des ehemaligen Klosters und seiner Umgebung eingesetzt. Veranlassung waren die drohenden Wahrscheinlichkeiten die sich abzuzeichnen begannen und immer noch aktuell sind. Wir haben uns dabei immer besonnen eingesetzt und alle Belange gefördert, damit alle zu ihrem Recht kommen können, auch der Eigentümer. Die Maharishi-Organisation aber war daran nicht mehr interessiert. Sie wusste sich ungehindert unterstützt durch die Gemeindeverwaltung von Roerdalen. Nur durch diese Unterstützung konnte die Maharishi-Organisation ihre Salami-Taktik in die Praxis umsetzen mit dem Resultat, dass nun auch das Klostergebäude ernsthaft beschädigt ist. Als Bürgerkomitee fordern wir die unverzüglichen Beseitigung des Schadens, der das Ergebnis des kriminellen Verhaltens der Maharishi-Organisation ist, ermöglicht durch die Gemeindeverwaltung von Roerdalen. Verein Bürgerkomitee St. Ludwig, Effelderweg
1, 6063 NB VLODROP NL
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| Limburger Dagblad 13.9.2001
http://www.limburger.nl/ link: Dat de Maharishi dit zou doen, hadden we niet verwacht' Übersetzt von Daniela Weber Der illegale Abriss des ehemaligen Klosters
St. Ludwig in Vlodrop hat bei vielen Bewohnern böses Blut verursacht.
Der Maharishi, der seine Regeln an eigenen Maßstäben ausrichtet,
und die Gemeindeverwaltung Roerdalen, die in ihren Augen viel zu lax reagiert
hat, werden es bezahlen müssen.
von Bas Poell Vlodrop. Eine Fremder mit fremden Plänen. So dachten die Einwohner von Vlodrop bis gestern über den Maharishi Mahesh Yogi, der geistige Vater der Transzendentalen Meditation. Für die Vlodroper war er nicht anderes als ein alter greiser Mann, umgeben von einer Gruppe schwebender Anhänger, tief verborgen im Wald von Vlodrop-Station. Kein Guru um sich zu beunruhigen. Erst recht nicht, nachdem der Gemeinderichter geurteilt hatte, dass der Maharishi sein Vorhaben, das Kloster St. Ludwig abzureißen, nicht ausführen darf. Vlodrop konnte wieder ruhig schlafen. Bis gestern morgen. Mürrische Sicherheitsbeamte bewachen an diesem Mittwochmorgen den langen Zufahrtsweg zum ehemaligen Kloster. Interessierte und Presse werden bereits an der Eingangspforte auf Abstand gehalten. „Wir wollen nichts sagen, wir sagen nichts und das Tor bleibt für Sie geschlossen“, lautet die Antwort auf die Frage, was denn um alles in der Welt los sei. Nach gut einer halben Stunde fliegt das Tor auf. Eine Reihe von Bulldozern und Kranwagen ziehen ab, gefolgt von einer Gruppe Bauarbeiter in einem PKW. Sie haben ein Teil von Sankt Ludwig zerstört. Ein Beamter der Gemeindeverwaltung, der auf dem Gelände war, hat Fotos gemacht. Darauf ist zu sehen, dass zwei Frontfassaden mitten hindurch zerborsten sind und ein Turm vom Dach abschlagen wurde. Der Maharishi hat sich nicht an das Urteil des Verwaltungsgerichts gehalten und er hat anscheinend auch nicht den endgültigen Urteilsspruch der Regierung abwarten wollen. Das Urteil ist gerade gefallen: Sankt Ludwig muss erhalten bleiben. Louis op de Kamp, Vorsitzender des Bürgerkomitees
Sankt Ludwig, steht geschlagen vor dem Eingangstor. Seine Bürgergruppe
hat jahrelang für den Erhalt des Klosters gestritten. Wütend
ist er auf den Maharishi, der heute Morgen seine negative Seite gezeigt
hat. „Der Mann hat absolut keinen Respekt vor schönen alten Gebäuden.
Darüber hinaus kümmert er sich nicht um gerichtliche Urteile.
Er ist wahrscheinlich der Auffassung, dass er hier seinen eigenen Staat
hat, aber er wohnt noch immer
Für das Auftreten der Gemeindeverwaltung Roerdalen hat Op de Kamp auch kein gutes Wort übrig. „Wir haben sie x-mal aufgefordert, mit zum Kloster zu kommen. Der Maharishi war bereits seit einiger Zeit damit beschäftigt, den Abriss des Gebäudes vorzubereiten. Dienstagabend fuhren Abrisswagen auf das Gelände. Wir haben daraufhin die Gemeindever-waltung erneut angerufen. Aber die weigerte sich zu kommen. Ja, heute morgen sind sie da gewesen, aber da war es zu spät“. Die Vlodroper erhalten Beistand durch einzelne Anwohner in Vlodrop-Station. Anschuldigungen an die Gemeindeadresse gehen schnell rund. „Es ist eine Schande.“ „Die Gemeindeverwaltung will, dass das Kloster verschwindet. Sie haben dem Maharishi immer eine Abrissgenehmigung erteilt. Ich bin ausgesprochen wütend hierüber.“ Auch Bürgermeister Vincent Braam lässt per Telefon wissen, wütend zu sein. „Ich begreife die Frustration der Bewohner. Was Maharishi getan hat, kann nicht gerechtfertigt werden. Wir haben die Signale aus der Nachbarschaft sehr wohl ernst genommen. Aber jedes Mal als wir nachschauen gingen, war nichts. Ja, die Abrissfahrzeuge haben wir auch gesehen. Wir sind der Auffassung gewesen, dass der Maharishi alles für einen Abriss vorbereiten wollte, für den Fall, dass die Regierung doch dem Abriss zustimmen würde. Dass er es tun würde, haben wir nicht erwartet. |