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Adresse dieser Seite: http://www.AGPF.de/TM-Strafanzeigen2000.htm  Zuletzt bearbeitet am 22.9.2011 
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Maharishi-Kult: "10.000 Strafanzeigen"
gegen die Regierung - erfolglos
 
 
Inhalt dieser Seite: Zum Thema auch: In anderen Websites:
 

1978 hat der Maharishi-Kult der Bundesgesundheitsministerin ein "Memorandum" übergeben, welches vordergründung die Gesundheit betraf. Bei näherem Hinsehen enthielt es jedoch das sektentypische Patentrezept, anwendbar auch für den Strafvollzug, die Verwaltung, die Industrie und die Bundeswehr, alles in drastischer Verkennung eines demokratischen Staates.

Im Jahr 2000 hat die Maharishi-Organisation angekündigt, 10.000 Strafanzeigen gegen die Bundesregierung zu erstatten.
Letztlich wegen Nichtanwendung dieses Patentrezeptes.

Schon einmal hat der Maharishi-Kult vergeblich versucht, den Staat auf seine Linie zu zwingen. Mit gwaltigem Aufwand wurde versucht, dem Staat Kritik gerichtlich verbieten zu lassen und den Staat zu zwingen, für die vorherige Kritik Abbitte zu leisten. Dieser Versuch ging gründlich daneben, vgl. Der TM-Prozess: Maharishi-Kult täuscht die Öffentlichkeit



Maharishi in einer Pressemitteilung:
„Die Regierungsmitglieder sind Schwindler und Betrüger, sie müssen vor Gericht gestellt werden".
Also sollen Strafanzeigen erstattet werden.
Wieviele? Die Zahl 10.000 wird in einem Artikel des Naturgesetz Journal genannt, unten.
Weshalb gleich 10.000 davon?
"Nur wenn wir eine Vielzahl von Strafanzeigen haben und sie gebündelt abgeben, können wir mit entsprechender Medienaufmerksamkeit rechnen."
...
Wie bekommen wir 10.000 Strafanzeigen? Folgendermaßen: wir sind ca. 1500 Parteimitglieder. Wenn jeder von uns alle drei Strafanzeigen ausfüllt und unterschreibt, wovon wir ausgehen, sind es bereits über 4000. Bevor Sie aber ans Ausfüllen gehen, kopieren Sie jede Strafanzeige sooft, wie Sie von Verwandten oder Bekannten wissen, dass diese auch bereit sind, sich an dieser Aktion zu beteiligen. Auch Nicht-Meditierende können mitmachen! Und auch Ihre schulpflichtigen Kinder, die, wie wir von Maharishi wissen, die eigentlichen Leidtragenden sind. Lassen Sie Ihre Kinder ruhig selbst die Anschrift ausfüllen und auf der letzten Seite unterschreiben. Vater oder Mutter sollten dann aber auch mitunterschreiben. Wir brauchen jede Unterschrift. Keiner sollte denken, dass es reicht, wenn die anderen unterschreiben. Wir werden sogar Straßenaktionen veranstalten, um auch Nicht-Meditierende unterschreiben zu lassen.
Am 24.9.2000 meldete das "Bundespressebüro" der Naturgesetz Partei
"Kampagne gegen verantwortungslose Politik erbrachte mehr als 1.000 Strafanzeigen gegen Bundeskanzler Schröder und Kabinettsmitglieder!
Öffentliche Aktion wird fortgesetzt!"
Spätere Zahlen sind nicht zu finden.
 


Muster-Strafanzeigen

10.000 Strafanzeigen: Wenn die Behörden nur auf jede eine einzige Stunde verwenden, benötigen sie 10.000 Stunden. Das ist die Arbeitzeit von mehr als 5 Personen für ein ganzes Jahr.

Damit die Anzeigen nicht ohne weiteres als rechtsmißbräuchlich zurückgewiesen werden können, soll jede mit einer umfangreihen Begründung versehen werden.

Dafür werden Muster-Strafanzeigen vorgegeben, nach den unterschiedlichen politischen Ressorts.
Hier der Anfang der
Muster-Strafanzeige "Gesundheit":
 
An die 
Staatsanwaltschaft 
Berlin I 
Turmstr. 91 
10559 Berlin Moabit                                                                          Datum 

STRAFANZEIGE 

Hiermit erstatte ich Strafanzeige gegen den Bundeskanzler Gerhard Schröder, Bundeskanzleramt, 11011 Berlin, sowie gegen die Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer, Mohrenstr. 62, 10117 Berlin, wegen fahrlässiger Tötung § 222 StGB und fahrlässiger Körperverletzung § 230 StGB i.V.m § 13 StGB. 

Begründung: 

Wie der Name "Gesundheitsministerium" bereits sagt, hat der oberste Dienstherr dieses Ministeriums die Pflicht, alles Erdenkliche zu tun, dass das grundgesetzlich durch Art. 2 Abs. 2 GG geschützte Recht aller Bundesbürger auf Leben und körperliche Unversehrtheit gewahrt bleibt. 
Hiergegen hat die Bundesgesundheitsministerin seit Jahr und Tag verstoßen. Obwohl es seit Jahren äußerst wirkungsvolle alternative Methoden gibt, hat sie bis heute nichts unternommen, diese Methoden zu prüfen und zu fördern. 
Dadurch ist dem deutschen Volk unnötigerweise unsägliches Leid widerfahren. Hunderttausende von Menschen, die frühzeitig an Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs und die durch die Nebenwirkungen der von den Ärzten verschriebenen allopathischen Medikamenten sterben, könnten nach wissenschaftlichen Studien noch am Leben sein. 
 

  • Jährlich sterben in Deutschland mehrere Zehntausende von Menschen an Krankenhaus-Infektionen (Anlage1) - oftmals in Verbindung mit invasiven Verfahren, die bei Krankheiten zur Anwendung kommen und hoch-pathogene Keime aus dem Krankenhausumfeld in den Körper tragen - Krankheiten, denen wirkungsvoll hätte vorgebeugt werden können und müssen. Rund 400 000 Patienten sollen der sogenannten Nidep-Studie (1) zufolge in deutschen Krankenhäusern an Infektionen erkranken. Andere Studien sprechen sogar von 800 000 Patienten (2) (Anlage 2). Einer weiteren Studie zufolge erkranken allein in Berlin 25 000 Patienten jährlich an Infektionen durch Bakterien, Viren oder Pilze ( 3).
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Mitmach-Aufruf im Naturgesetz Journal
 
 
Aus: Naturgesetz Journal 6/00 August 2000 Seite 5: 

Klagen gegen die Regierung. Bitte mitmachen! 
Maharishi hat in seiner Guru-Purnima-Ansprache eindringlich dazu aufgefordert unsere Regierung zu verklagen. Jeder kann mitmachen! Wichtig ist dabei, die Anzeigen / Klagen medienwirksam einzureichen, damit wir auch die Öffentlichkeit wachrütteln. Armin Ratke hat in Zusammenarbeit mit anderen Juristen unserer Bewegung Texte für verschiedene Strafanzeigen vorbereitet. Neben anderen Klagen wollen wir möglichst viele Bürger dafür gewinnen, bei den Strafanzeigen mitzumachen. Es ist ein enormer Unterschied, ob eine einzelne Person allein oder etwa mehrere hundert Personen gleichzeitig eine Strafanzeige einreichen. Dann können wir auch die Medien leichter dafür interessieren. Deshalb sollten bitte alle Leserinnen und Leser, die bei den gemeinsamen Aktionen mitmachen möchten, sich möglichst schnell (am Besten gleich heute!) melden bei: 
Armin Ratke, Markteich 11, 77889 Seebach 
Tel.: 07842-2584, Fax: 07842-8896 
Vielen Dank!

Zu Ratke vgl. auch:

 
Aus: Naturgesetz Journal 7/00 September 2000 
 
"DIE REGIERUNGEN HANDELN BETRÜGERISCH UND SOLLTEN VOR GERICHT BELANGT WERDEN 

Regierungen sammeln Steuergelder ein un4 rechffertigen dies mit ihrem angeblich guten Erziehungs- und Ausbildungssystem, ihrem wirksamen Gesundheitssystem, einer sicheren Nahrungsversorgung und Verbrechensverhütung, einer unverseuchten Umwelt und einem Schutz gegen Armut - aber sie verraten ihre eigenen Zielsetzungen und damit die Interessen der Verbraucher, indem sie dem korrumpierenden Einfluss des Geldes erliegen. 

Maharishi Mahesh Yogi ruft dazu auf die Regierungen in allen Ländern wegen Korruption und Verantwortungslosigkeit vor Gericht zu bringen und wegen ihrer Unfähigkeit, eine ideale Verwaltung sicherzustellen und ihre Bürger vor zahllosen Problemen zu schützen. Die Bevölkerung hat das Recht, die Justiz des Landes um Hilfe anzurufen, wenn sie ständig in Situationen gebracht wird, in denen sie unnötig leiden muss ...“

So lautet der einleitende Text einer Pressemitteilung, bestimmt für die Medien in allen Ländern, die Maharishi kürzlich im Zusammenhang mit seiner Guru-Purnima-Ansprache herausgeben ließ. In Deutschland haben sich mehrere Juristen zusammengetan, um für unser Land herauszufinden, was wir tun können. 

Ein gangbarer Weg ist der einer Strafanzeige mit dem Ziel, gegen Persönlichkeiten der Regierung insoweit vorzugehen, als sie sich möglicherweise dadurch strafbar gemacht haben, dass sie bis heute nichts unternommen haben, Vedische Technologien zu prüfen und zu fördern, obwohl seit Jahren wissenschaftlich anerkannt ist, dass durch die Vedischen Technologien die Lebensqualität in allen Bereichen ohne viel Aufwand entscheidend verbessert werden kann. Dadurch ist dem deutschen Volk unnötigerweise unsägliches Leid widerfahren. Hunderttausende von Menschen, die frühzeitig an Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs und durch Nebenwirkungen der von Ärzten verschriebenen allopathischen Medikamente sterben mussten oder durch Verkehrsunfälle und kriminelles Handeln ums Leben kamen, könnten nach den wissenschaftlich durchgeführten Studien noch leben. 

Drei Musterstrafanzeigen wurden vorbereitet: 

Es ist dies erstens die Strafanzeige gegen den Bundeskanzler, den Außenminister und den Verteidigungsminister wegen der Beteiligung am Kosovo-Krieg. 

Zweitens die Strafanzeige gegen den Bundeskanzler und den Innenminister, weil sie bislang unserer Meinung nach nichts Geeignetes unternommen haben, um sowohl uns BürgerInnen, wie auch die Polizei in Deutschland, vor Straftaten zu schützen. 

Drittens die Strafanzeige gegen den Bundeskanzler und die Gesundheitsministerin, weil die Bundesregierung bislang mehr oder weniger nur den Lobbyisten der Pharmaindustrien Gehör schenkt, anstatt tatsächlich zu sehen, dass Schaden vom deutschen Volk abgewendet wird, wie es im Amtseid versprochen wurde. 

Sämtliche Strafanzeigen (wir wünschen uns 10.000) sollen, verbunden mit einer Pressekonferenz in Berlin, dem zuständigen Staatsanwalt persönlich überreicht werden. Nur wenn wir eine Vielzahl von Strafanzeigen haben und sie gebündelt abgeben, können wir mit entsprechender Medienaufmerksamkeit rechnen. Bei einer Strafanzeige kommen keine Kosten oder weiteren Verpflichtungen auf Sie zu. Sie brauchen nur zu unterschreiben. Wollen Sie nicht auch mitmachen, um unsere Regierung wachzurütteln? Wir freuen uns über jeden. 

Natürlich kann man nicht davon ausgehen, dass die Staatsanwaltschaft den Bundeskanzler und seine Minister bereits morgen vor die Strafgerichte schleppen. Aber wenn diese Strafanzeigen von Tausenden gemacht werden, wird das sehr medienwirksam sein und letztlich auch zu einem tiefgründigeren Nachdenken bei der Regierung führen. 

Jeder, der sich an einer Strafanzeige beteiligen möchte, wende sich bitte baldmöglichst an: Armin Ratke, Markteich 11, 77889 Seebach, Tel. 07842-2584, Fax - 8896, e-Mail: armin.ratke@t-online.de 

Wenn Sie einen Internet-Anschluss haben, können Sie sich die entsprechenden Texte unter folgender Adresse herunterladen: www.maharishi.de/ center 

Zum Thema "Steuerverweigerung“ wegen der Beteiligung Deutschlands am Kosovo-Krieg gibt Frau Dr. Möbus gerne Ausnft. Dr. Daniela Möbus, Traifelbergstr. 57, 72805 Lichtenstein, Tel. 07129/932967 Fax - 932968, e-Mail: D-Moebus@t-online.de 
 

 

Staatsanwaltschaft weist Strafanzeigen ab:
Keine "tatsächlichen Anhaltspunkte", also kein Anfangsverdacht, also keine Ermittlungen

Die Staatsanwaltschaft:

"Die Schlüssigkeit der Strafanzeige wird auch nicht durch aus dem üblichen Zusammenhang herausgerissene und in anderem Kontext verwandte physikalische Fachbegriffe und Euphemismen begründet.

Die beträchtliche Anhäufung von Statistiken in Ihrer Strafanzeige ist wenig beeindruckend, da diese zwar Symptome und Fehlentwicklungen aufzeigen, Aussagen über den Nutzen oder aber die Nutzlosigkeit der Transzendentalen Meditation daraus nicht entnommen werden können.

Eine Verbindung zwischen diesen wird lediglich durch lhre Behauptungen hergestellt

Wenn die Transzendentale Meditation tatsächlich einerseits so umfassend wirkungsvoll wäre, die Wirksamkeit wissenschaftlich "unbestreitbar" belegt sein soll und andererseits "ganz einfach, angenehm und natürlich“ sein soll, stellt sich für den unvoreingenommenen Betrachter lediglich die Frage, warum nicht bereits wesentliche Teile der deutschen Bevölkerung dies für sich entdeckt haben."

Ein Euphemismus ist eine beschönigende Bezeichnung.
Beispiel: Der Maharishi-Kult behauptet, seine Anhänger das Fliegen ohne maschinelle Hilfe lehren zu können, also die Überwindung der Schwerkraft. Tatsächlich handelt es sich nur um Hüpfen, vgl. http://www.AGPF.de/TM-Fliegen.htm
 
 
Staatsanwaltschaft Berlin  
Aktenzeichen 76 Js 287/02 

Betrifft: Ihre Strafanzeige vom 9. September 2000 
Sehr geehrte xxxxxxxxxxxxxxxx 

aus bereits erfolgten Rückfragen anderer Anzeigenerstatter ist bekannnt, dass diverse Anzeigenerstatter von unbekannten Personen im Rahmen einer Unterschriftensammlung angesprochen und dazu veranlasst wurden, eine Strafanzeige gegen Gerhard Schröder und andere 
- gegebenenfalls ungeprüft - zu unterzeichnen. 

Ich setze Sie daher auf diesem Wege davon in Kenntnis, dass Sie eine Strafanzeige gegen den Bundeskanzler, Gerhard Schröder, und die ehemalige Bundesgesundheitsministerln, Andrea Fischer, wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung unterschrieben haben. 

Diese Strafanzeige wird letztlich damit begründet, dass die Genannten die Techniken der Transzendentalen Meditatlon nicht hinreichend gefördert haben, deren segensreiche Wirkung neben anderen Effekten auch zahlreiche Krankheiten im Ansatz zu verhindern hätte und auf diese Weise eine aufwendige und mit Nebenwirkungen behaftete Medikation vermieden hätte. 

Das Vorbringen wurde geprüft. 

Es ist haltlos. 

Schon die Grundaussage, es bestehe eine Pflicht des Bundesgesundheitsministeriums "alles Erdenkliche“ zu tun, was der Gesundheit dienen könnte, ist verfehlt und findet in der Verfassung keine Stütze. 

Die rechtliche Konstruktion der Strafanzeige, die zu einer juristischen Verantwortung der Genannten für jede einzelne Gesundheitsbeeinträchtigung führen soll, ist - selbst wenn die Transzendentaie Meditation tatsächlich etwas bewirken sollte - nicht haltbar. 

Die fahrlässige Tötung oder die fahrIässige Körperverletzung erfordern sorgfaltswidriges Handeln oder Nichthandeln des Beschuldigten; im Rahmen der hypothetischen Betrachtung des Kausalverlaufs müsste der tatbestandllche Erfolg mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit entfallen, wenn das so Handeln hinzugedacht würde. Andernfalls besteht keine Strafbarkeit. 

Die juristische Zurechnung wird jedoch nach allgemeiner Auffassung durch das eigenverantwortliche Handeln eines Dritten unterbrochen. Das ist insbesondere bei den von Ihnen benannten unvernünftigen Verhaltensweisen wie dem Rauchen der Fa!l. Gleiches gilt auch für die Folgen von Nebenwirkungen. Es ist Aufgabe der verordnenden und behandelnden Ärzte vor der Anwendung der Medikamente zu prüfen, ob diese Medikamente notwendig sind und welche Nebenwirkungen zu erwarten sind. 

Auch eine umfassende Änderung der Gesetzgebung kann nichts daran ändern, dass es fast keine Medikamente ohne Nebenwirkung gibt und dass der Arzt als Entscheidungsträger für jeden Einzelfall Risiken und Vorteile der Behandlung abzuwägen und danach zu handeln hat. 

Auch nach Ihrem eigenen Vortrag kann die Transzendentale Meditation - sollte sie tatsächlich die zugesprochenen Wirkungen haben - jedenfalls keinen Schutz gegen sämtliche Krankheiten bieten, so dass das Grundproblem der Versorgung mit möglicherweise nebenwirkungsbehafteten Medikamenten weiterhin bestehen bleibt. 

Das gleiche gilt auch für die Beeinträchtigungen junger Menschen durch ungesunde Lebensbedingungen oder sonstige negative Einflüsse von außen. Ein umfassender Schutz kann nicht gewährleistet werden. Würde man Ihren Ansatz zu Ende denken, ergäbe sich eine Pflicht der Regierung, notfalls auch gegen den erklärten Willen des Betroffenen für dessen Gesundheit "Sorge zu tragen" (Sie soll ja "alles Erdenkliche“ tun). Das steht aber gerade in eklatantem Widerspruch zu dem - anerkannten - Wesensgehalt von Artikel 2 des Grundgesetzes, dem Sie allerdings eine solche Pflicht entnehmen wollen. 

Es gibt aber keine strafrechtlich sanktionierte Pflicht der Bundesregierung jedes, von einer Gruppe von Menschen als sinnhaft betrachtete Mittel für die Allgemeinheit als verpflichtend festzuschreiben. Es gibt ebenfalls keine strafrechtlich bewährte Pflicht für die Bundesregierung, jedes in irgendeiner Weise nützliche Vorhaben mit öffentlichen Mitteln zu unterstützen oder zu fördern. 

Dahin geht aber letztlich Ihr Anzeigenvorbringen. Sie beklagen, dass die Bunsregierung sich bisher geweigert habe, die Technik der Transzendentalen Meditation weiter zu untersuchen und "in der Bevölkerung bekannt“ zu machen. Die Entscheidung darüber, welche Bereiche Aufnahme in den Fächerkanon der Schulen und die öffentlichen Förderprogramme finden, ist eine freie Ermessensentscheidung der zuständigen Behörden, die - zumindest für die Strafgerichte - nicht überprüfbar ist. Insoweit besteht hier keine Zuständigkeit zur Prüfung dieser Entscheidungen. 

In der funktionierenden wissenschaftlichen Auseinandersetzung darf überdies darauf vertraut werden, dass sich die besseren Methoden und Denkweisen - wenn auch mit Verzögerung - durchsetzen. Das sollte gerade dann gelten, wenn sich diese Methoden auf vorhandene, wissenschaftlichen Ansprüchen genügende Feststellungen stützen können, wie es nach Ihrem Vortrag für die Transzendentale Meditatlon gelten soll. 

Die Schlüssigkeit der Strafanzeige wird auch nicht durch aus dem üblichen Zusammenhang herausgerissene und in anderem Kontext verwandte physikalische Fachbegriffe und Euphemismen begründet. 

Die beträchtliche Anhäufung von Statistiken in Ihrer Strafanzeige ist wenig beeindruckend, da diese zwar Symptome und Fehlentwicklungen aufzeigen, Aussagen über den Nutzen oder aber die Nutzlosigkeit der Transzendentalen Meditation daraus nicht entnommen werden können. 

Eine Verbindung zwischen diesen wird lediglich durch lhre Behauptungen hergestellt 

Wenn die Transzendentale Meditation tatsächlich einerseits so umfassend wirkungsvoll wäre, die Wirksamkeit wissenschaftlich "unbestreitbar" belegt sein soll und andererseits "ganz einfach, angenehm und natürlich“ sein soll, stellt sich für den unvoreingenommenen Betrachter lediglich die Frage, warum nicht bereits wesentliche Teile der deutschen Bevölkerung dies für sich entdeckt haben. 

Unabhängig davon ergibt sich schon aus rechtlichen Gründen keine Strafbarkeit der Beschuldigten, so dass eine abschließende Beurteilung zur Wirksamkeit der Transzendentalen Meditation nicht erforderlich war. 

Von der Aufnahme der Ermittlungen habe ich daher nach. § 152 Absatz 2 der Strafprozessordnung abgesehen, da sich aus Ihrer Strafanzeige keine zureicbenden tatsächlihen Anhaltspunkte für eine Straftat ergeben. 

Hochachtungsvoll. 
Anselmann. 
Staatsanwalt 

 
 



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