www.AGPF.de 
Infos über Sekten, Kulte und den Psychomarkt 
AGPF - Aktion für Geistige und Psychische Freiheit 
Bundesverband Sekten- und Psychomarktberatung e.V.
Adresse dieser Seite: http://www.AGPF.de/TM-Schmaedel.htm  Zuletzt bearbeitet am 5.3.2009 
Impressum  |  Zur Homepage | Zur Inhaltsseite | Zum Begriff Sekte | AGPF-Spendenkonto
Google 
 
 
 
Prof. Dr. Dieter von Schmädel über
Maharishi und Ayurveda
 
 
Inhalt dieser Seite: Zum Thema auch: In anderen Websites:
 
 
 

Prof. Dr. phil. Dieter von Schmädel leitet die Einheit der Medizinischen Soziologie an der Universität Regensburg.
Der Artikel stammt aus der Website der Universität Regenburg
http://www.biologie.uni-regensburg.de/Med.Soziologie/Schmaedel/Ayurved/ayurveda.html


Summary: Maharishi Ayur-Ved(a) (MA) consists of a mingling of bits taken from Ayurveda with the ideology of the sect of Transcendental Meditation (TM) founded by Maharishi Mahesh Yogi. The TM-sect uses MA on the one hand for generating profit, on the other for winning over new members. The individual and the population of earth are promised perfect health and a prolongation of life for up to 1000 years through MA and TM, in certain cases even immortality; MA is also claimed to help against cancer and AIDS. This occupation and misuse of Ayurveda through the TM-sect not only discredit Ayurveda, but also endanger its further development.
 
 

Ayurveda — Quo vadis?
Maharishi Ayur-Veda —Fortschritt oder Sackgasse?
DIETER von SCHMÄDEL
 
 
 
 
 

Seit vor allem durch die Schriften von Caraka und Susruta etwa um Christi Geburt in Indien das medizinische Wissen der damaligen Zeit zusammengefaßt wurde, hat sich das traditionale Gesundheitssystem Ayurveda (ayurveda), wenn vielleicht auch nur wenig in seinen theoretischen Grundlagen, so doch sicherlich im Wissensumfang, in der Organisation der medizinischen Versorgung und in der Lehre immer wieder gewandelt. Folglich erweiterten nach der klassischen Zeit der indischen Medizin, deren Höhepunkt in der Guptaperiode lag, neue Texte und Lehrbücher über Pharmazie, Botanik und Tiermedizin das Wissen von Ayurveda. Der Kontakt mit den Arabern brachte neue Medikamente wie Quecksilber und Opium als therapeutische Möglichkeiten in die ayurvedische Medizin, aber auch die Konkurrenz der Unanimedizin. Auch der immer stärker werdende Einfluß der hinduistischen Orthodoxie hat, z.B. für die Forschung und die Kenntnisse auf dem Gebiet der Anatomie, wahrscheinlich schwerwiegende Folgen gehabt. Die letzte große Herausforderung für Ayurveda war das Auftauchen der Europäer und damit der europäischen Medizin in Indien (siehe zu dem gesamten Komplex z.B. Pfleiderer/Bichmann 1985: 54-85).

Nach einer Periode des Verfalls von Ayurveda versuchten seine führenden Vertreter, eine Antwort auf die allopathische Medizin dadurch zu finden, daß sie Ayurveda u.a. im Ausbildungssystem, in der Ausbildungsmethode und in der Entwicklung einer pharmazeutischen Industrie an diese anpaßten (Schmädel 1989: 102ff.).

Seit rund einem Jahrzehnt hat nun eine Entwicklung innerhalb des ayurvedischen Medizinsystems eingesetzt, die bisher im wissenschaftlichen Bereich kaum gewürdigt worden ist. Zu Beginn der 80er Jahre begann der Begründer einer schon damals weltweit verbreiteten indischen Sekte (Transzendentale Meditation, im folgenden TM) Maharishi Mahesh Yogi, Ayurveda als Betätigungsfeld zu entdecken. Nach einigen personellen und organisatorischen Vorbereitungen trat er dann 1985 mit einem Plan zur Erlangung der perfekten Gesundheit an die Öffentlichkeit (Internationaler Verein ... 1987: 9c). Um den Einzelnen und der Menschheit zu dieser perfekten Gesundheit zu verhelfen, wurde als Allheilmittel ein Zwitter aus TM und Ayurveda, genannt Maharishi Ayur-Ved(a) (im folgenden MA) angepriesen (Schneider 1990: 5).

Da die Sekte durch ihre Tätigkeit im Bereich TM über erhebliche Geldmittel, die sie speziell in den hochindustrialisierten Ländern erworben hat, verfügt, gelang es ihr, in Indien erheblichen Einfluß innerhalb der ayurvedischen Organisationen zu gewinnen. Noch scheint sich dieser Einfluß allerdings nicht in den Lehrplänen und Prüfungsordnungen der ayurvedischen Colleges niederzuschlagen (Serials Subscription Service (India) 1991: 11-34). Auch ist mit Sicherheit davon auszugehen, daß die große Masse der 2—300.000 ayurvedischen Praktiker, die in niedergelassenen Praxen die Bevölkerung versorgen, kaum mit  MA in Verbindung gekommen ist.

Beschränkt sich der Einfluß der TM-Sekte in Indien also auf Personen in Spitzenpositionen der ayurvedischen Organisationen, so sieht dies in den hochindustrialisierten Ländern Europas und in Nordamerika völlig anders aus. Die TM-Sekte hat hier die Verbreitung ihres Ayurveda-Surrogats MA in einem Ausmaß vorangetrieben, das noch vor einigen Jahren undenkbar gewesen wäre. Allein in Deutschland sind in der Zwischenzeit vier MA-Gesundheitszentren mit stationären Versorgungsmöglichkeiten (30-60 Betten) eröffnet worden, drei Gesundheitszentren im ambulanten Bereich kommen hinzu. Organisiert sind die MA-Ärzte und solche, die u.a. MA in ihrer ganz normalen Arztpraxis anwenden wollen, in einem Verein, und zwar in der 'Deutschen Gesellschaft für Ayurveda'. Daneben gibt es noch eine Vereinigung, die sich 'Maharishi Ayurveda Vereinigung Deutschland e.V.' nennt, in der interessierte Laien und Gesundheitsberater vereinigt sind. Beide Vereine betreiben Weiterbildung im Bereich Ayurveda/MA (Schäffler/Etzel 1993: 71ff.; Chopra 1990b: 189f). Auch in Österreich gibt es in Wien ein Gesundheuszentrum für MA und eine österreichische Gesellschaft für ayurvedische Medizin, die ebenfalls unter TM-Führung steht (Chopra 1990b: 191; Chopra 1990a: 282). Eigene weltweit operierende Pharmafirmen für MA-Präparate ergänzen das Bild (Chopra 1990a: 282; Schäffler/Etzel 1993: 872; Skolnick 1991: 1741). Der europäische Markt wird u.a. von der Schweiz und von den Niederlanden aus versorgt. In der Schweiz befindet sich übrigens das Hauptquartier der TM-Sekte; Maharishi Mahesh Yogi residierte dort bis vor einigen Jahren. Sowohl in Europa als auch in Nordamerika sind bis auf eine Ausnahme staatlich nicht anerkannte, sogenannte "Universitäten" eingerichtet worden, die sich mit MA beschäftigen und dort angeblich Forschungen im Bereich MA betreiben (Skolnick 1991: 1742; Orme-Johnson/Farrow 1976: 266-301; Schäffler/Etzel 1993: 874). Viele der Veröffentlichungen zum Thema Ayurveda sowohl im amerikanischen, als auch im deutschen Sprachraum stammen von TM-Angehörigen. Es gibt sogar Dissertationen und Diplomarbeiten an deutschen Universitäten und Fachhochschulen, die sich mit den Effizienznachweisen von TM und MA beschäftigen (Waldschütz 1987; Mensen 1982: 467; siehe auch Bloomfield/Kory 1980: Literaturverzeichnis). Dabei ist deutlich erkennbar, daß die Autoren dieser Untersuchungen zumindest teilweise Sympathisanten, wenn nicht gar Mitglieder der TM-Sekte sind.

Eine im Auftrag des niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Technologie und Verkehr vom Zentrum zur Dokumentation für Naturheilverfahren e.V. herausgegebene Dokumentation, welche die besonderen Therapieeinrichtungen der natürlichen Heilweisen in Europa zusammenfaßt und beschreibt, verzeichnet als Autoren eines umfangreichen Artikels über "ayurvedische Medizin" Herrn Dr. Schattier und Herrn Etzel (Schäffler/Etzel 1993), beide der TM-Sekte eng verbunden. Der Artikel handelt keineswegs wie angekündigt von 'Ayurvedischer Medizin', sondern — wie bei den Herren nicht anders zu erwarten — von MA.


Strategische  Maßnahmen und Zielvorstellungen

Maharishi Mahesh Yogi und seine Gefolgsleute in der TM-Sekte treten mit dem Anspruch auf, Ayurveda weiterentwickelt zu haben. Diese Weiterentwicklung wird — wie gesagt — Maharishi Ayur-Ved(a) genannt, wobei Ayurveda und MA fälschlicherweise teilweise synonym verwendet werden. Wie ist diese Weiterentwicklung nun zu beurteilen, worin besteht sie?

Ganz allgemein ist auch MA u.a. als ein Versuch zu sehen, sich gegenüber der allopathischen Medizin sowohl ökonomisch, als auch ideologisch zu behaupten bzw. ihr gegenüber wieder an Boden zu gewinnen.

Dieser Versuch beinhaltet mehrere Maßnahmenbündel:

1. Man versucht, die theoretischen Grundlagen der ayurvedischen Lehre in die Sprache der Physiologie, Biochemie und teilweise der Physik zu fassen, ohne das allopathische Krankheitsmodell zu übernehmen (Schäffler/Etzel 1993: 849; Schneider 1990:6; Sharma et al. 1991: 2633f; Barrett/Brooks 1992: 228ff.; Kamradt 1988: 820; Christ 1988: 821). Pandit Shiv Sharma, ein profunder Kenner des Ayurveda, schrieb dazu bereits 1974: 'Much labour has been expended on twisting and torturing Ayurvedic texts to squeeze modern medical meanings out of them. A keen observer among the moderns, if he were directiy conversant with the Ayurvedic principles, will be amazed and schocked at the amount of intellectual dis-honesty and chicanery withwhich the Ayurvedic texts have been treated to make them resemble the modern texts' (Sharma 1974: 209f.).

2. Man führt TM als neuen psychosomatischen Therapieansatz ein, womit man den eher somato-psychischen Ansatz (Schmädel/Hochkirchen 1992: 90ff.) von Ayurveda umkehrt und damit auf den Kopf stellt. Ayurveda kennt, insoweit es die Therapie betrifft, keine Teilung in Psyche und Soma. MA postuliert zwar diese Einheit von Körper und Geist, geht aber immanent von einer Trennung aus, wenn der Grundsatz verkündet wird: 'Der Geist heilt den Körper', d.h. man kann sich über TM gesund meditieren bzw. gesund denken (Forem 1973; Sharma et al. 1991). Selbstverständlich muß TM in einem TM-Lehrinstitut erlernt werden (Bloomfield/Kory 1980: 87).

3. Der dritte Ansatz ist ein organisatorischer. Wie schon der Name Maharishi Ayur-Ved(a) sagt, ist diese 'Weiterentwicklung' von Ayurveda eng mit der Person von Maharishi Mahesh Yogi und der von ihm geführten TM-Sekte verbunden. Innerhalb der relativ lose organisierten ayurvedischen Ärzteschaft bilden die MA-Ärzte eine in der TM-Sekte straff organisierte Elite unter der charismatischen Führung von Maharishi Mahesh Yogi. In Indien hat es die TM-Sekte verstanden, mit Hilfe ihrer finanziellen Möglichkeiten und dem Angebot internationaler Verbindungen speziell zu den hochindustrialisierten Staaten, Spitzenkräfte der ayurvedischen Ärzteschaft in die TM-Sekte einzugliedern. In den hochindustrialisierten Staaten versucht die TM-Sekte Wissenschaftler aus dem medizinischen Bereich und praktizierende Ärzte, die sich für Naturheilkunde interessieren, zu gewinnen. Dabei können durch die Einrichtung von Universitäten, von Gesundheitszentren und durch den Vertrieb von Produkten der TM-eigenen Pharmafirmen auch adäquate finanzielle Anreize geboten werden (Skolnick 1991: 1742 und 1749f). Auch diese Wissenschaftler und praktizierenden Ärzte sind in der TM-Sekte organisiert. Insoweit sich praktizierende Ärzte nicht bereit finden, sich in der TM-Sekte zu organisieren, werden andere Organisationsformen vorgeschaltet, etwa Vereine für Ayurveda, in denen diese Personen kontrolliert werden können, denn diese Vereine sind stets im Bereich des Vorstandes mit einem TM-Sektenmitglied besetzt. Diese Vereine bieten u.a. Weiterbildung in MA an, so daß sich auch von hierher Einflußmöglichkeiten ergeben (Schäffler/Etzel 1993: 871f), zumal viele Interessenten im Westen Ayurveda nur aus einschlägigen TM-Publikationen kennen.

Bei der Umsetzung dieser strategischen Maßnahmen und Zielvorstellungen hat die TM-Sekte bemerkenswerte Effizienz bewiesen.



Maharishi Ayur-Veda keine Weiterentwicklung von Ayurveda

Bei der angeblichen inhaltlichen Weiterentwicklung von Ayurveda speziell in der therapeutischen Praxis wird aber klar, daß es sich bei MA nicht um eine Weiterentwicklung von Ayurveda handelt, sondern vielmehr darum, Ayurveda für ganz andere Zwecke zu benutzen.

Im Bereich von Pancha-Karma (sanskrit panca-karman), also den ayurvedischen Reinigungs- und Entschlackungsbehandlungen, hat MA allerdings einfach die ayurvedischen Behandlungspraktiken übernommen. Pancha-Karma-Behandlungen werden als zentrales Behandlungspaket in den deutschen TM-Gesundheitszentren angeboten (Schäffler 1992: 21). Sie sind für Erholungsbedürftige, jedoch nicht für Kranke vorgesehen. Es handelt sich hier also um Kuranwendungen, bei denen wahrscheinlich für viele gerade der — salopp ausgedrückt — fernöstliche Touch besonders anziehend wirkt. Eine vegetarische Kost unterstützt die Kuranwendungen. Bestimmte Pancha-Karma-Behandlungen wie Erbrechen und Verabreichung von Klistieren, die in Indien zum Standardrepertoire gehören, werden selten angewandt, wohl weil dies in unserem Kulturkreis auf gewisse Vorbehalte stößt. Eine Pancha-Karma-Kur wird in ihrem gesundheitlichem Erfolg sicher mit einer normalen Kur konkurrieren können. Auch im Kostenbereich ist von ähnlichen Größenordnungen auszugehen (4.300 DM bis 7.000 DM für eine 3-wöchige Kur) (Ostendorf 1990: 10). Anders scheint dies in Amerika auszusehen, hier verrechnet z.B. Chopra, einer der führenden MA-Ärzte in den USA, für eine Woche Pancha-Karma-Kur 2.400-2.500 US-$ (Goldman 1991: 53), nach einer anderen Quelle (Skolnick 1991: 1749) zwischen 2.700 und 6.600 US-$.



Medikamente nicht zugelassen

Als großer Fortschritt wird von der TM-Sekte die Standardisierung und Zusammenfassung der ayurvedischen Medikamente bezeichnet. Es ist mir noch nicht gelungen, den gesamten Medikamentenschatz, der durch die Medikamentenhersteller der TM-Organisation vertrieben wird, festzustellen. In verschiedenen Veröffentlichungen werden folgende Medikamente genannt: Maharishi Ayurveda Malesh 4 und 5 (M4, M5), die sich angeblich als hochwirksam u.a. gegen AIDS (Müller-Leisgang 1988: 822) und Brustkrebs (Sharma et al. 1991: 2636) erwiesen haben. MA-130 und MA-299 sollen bei rheumatischen Beschwerden (Sharma et al. 1991: 2636f) mit Erfolg eingesetzt worden sein. Dazu kommen noch verschiedene Tabletten, Öle und Pasten, die nicht ausdrücklich als Medikamente, sondern als Aufbau- und Stärkungsmittel bezeichnet werden (GTM 1992: 17). Für keines dieser "Medikamente" ist bis jetzt die Zulassung zum deutschen Medikamentenmarkt erreicht worden, obwohl dies dringend notwendig wäre, wenn die Behauptung der TM-Sekte über die Wirkungen ihrer Medikamente auch nur ansatzweise richtig sind. Zur Stützung dieser Behauptungen über die Wirksamkeit der MA-Medikamente M4, M5, MA-130 und MA-299 werden Ergebnisse von Tierversuchen und neuerdings von klinischen Erprobungen im Ausland angeführt, die allerdings vorwiegend von Wissenschaftlern vorgelegt werden, die Mitglieder der TM-Sekte sind oder ihr nahe stehen.

Es erscheint äußerst zweifelhaft, ob die Ergebnisse aufgrund seriöser Forschungstätigkeit erbracht wurden (Goldman 1991: 54; Skolnick 1991: 1744f, 1771). So berichtet A. Skolnick (Skolnick 199l) von schwerwiegenden Unstimmigkeiten bei Angaben führender Forscher der TM-Bewegung zur Person und zu ihren Verbindungen zu Forschungsinstituten. Personen, die sich positiv zu diesen Forschungsergebnissen geäußert haben sollen, erklären auf Befragen, daß dies keineswegs der Fall sei und sie sich gerichtliche Schritte gegen die TM-Bewegung vorbehalten (Skolnick 1991: 1745). Offensichtlich ist, daß diese Forschungsergebnisse nicht ausreichend sind, um beim Bundesgesundheitsamt eine Zulassung der Medikamente für die klinische Erprobung zu beantragen. Die Zusammensetzung der TM-Medikamente M4 und M5 wird von der TM-Sekte bzw. ihren Pharmafirmen geheimgehalten (Goldman 1991: 54). Eine inhaltliche Analyse der Medikamente selbst durch TM nahestehende Wissenschaftler oder gar durch Nicht-TM-Mitglieder ist daher nur schwer möglich. Eine Laboranalyse von MA-Medikamenten, die gegen AIDS wirksam sein sollen, hat in England zu dem Ergebnis geführt, daß 'some of the herbal preparations were composed of plant material, fungus, feces and bacteria' (Skolnick 1991: 1750).

Die ayurvedische Medizin kennt tausende, die westliche Medizin kennt zehntausende von Medikamenten. Eine Zusammenfassung der Tausende von ayurvedischen Medikamenten in wenige standardisierte Medikamente wäre sicher ein ungeahnter Fortschritt, wenn eine Möglichkeit bestünde, daß dies in nachvollziehbarer Weise und mit einer wissenschaftlich vertretbaren Kontrolle der Wirkung der Medikamente geschieht. Dies ist jedoch nicht der Fall. Gegenüber der gegenwärtigen Praxis der ayurvedischen Ärzte, die aufgrund jahrelanger Erfahrung und aufgrund der klassischen ayurvedischen Schriften eine Medikamentenauswahl aus der Vielzahl ayurvedischer Medikamente getroffen haben, mit denen sie ihre Klientel behandeln, stellt die willkürliche Verengung des ayurvedischen Medikamentenarsenals auf einige "geheime" Medikamente einen eindeutig gefährlichen Rückschritt dar. Verständlich wird diese Maßnahme nur, wenn man sie als eine Strategie zur Gewinnmaximierung ansieht. Diese Strategie wäre dann allerdings zumindest in einer rechtlichen Grauzone anzusiedeln.

In Deutschland ist eine Anwendung von MA-Medikamenten nur nach Paragraph 73/3 AMG gestattet. Dies bedeutet, daß der Arzt das Medikament einzeln von der Pharmafirma im Ausland über einen Apotheker bestellen muß, mit dem Hinweis, daß damit eine bestimmte Person behandelt werden soll. Die Medikamente sind auch von den Privatkassen nicht erstattungsfähig. Die Anwendung von MA-Therapiemaßnahmen durch allopathische Ärzte wird im Streitfall zum Vorwurf führen, 'falsch und fahrlässig gehandelt zu haben' (Schaffler/Etzel 1993: 881).

In Deutschland werden wahrscheinlich die MA-Medikamente deshalb als Stärkungsmittel usw. vertrieben und die Behandlungen mit MA-Therapien in Form von 'Kuren' angeboten. Bei den Medikamenten, die gleichzeitig Stärkungsmittel sind, ist offensichtlich an eine Dauereinnahme gedacht. MA-Stärkungsmittel gibt es für Frauen und Männer, für mehr 'Vitalität', 'klaren Geist', 'Nervenkraft', 'Leistungskraft', 'Verdauung', 'für allgemeine Stärkung und den Magen' usw. usw. Amrit Kalasch, eines der gebräuchlichsten MA-Produkte, wird im Jahre-Abonnement für 1.500,— DM angeboten. Die Preise für die anderen Medikamente bewegen sich pro Einzeldosis im Rahmen von 17—84 DM (GTM 1992: 17). Leider war es nicht möglich, die Kosten für MA-Therapien bei niedergelassenen deutschen Ärzten, die MA-Therapien in ihrem Therapieangebot führen, festzustellen. Lediglich die Kosten eines einwöchigen Intensivkurses, nach dessen Absolvierung man die Fähigkeit haben soll, Ayurveda in der Praxis auszuüben, ließen sich mit 1.490 DM (Stand 1990) feststellen (Ostendorf 1990: 10). Für das Ausland liegen nähere Angaben vor. Ein eintägiges Seminar über 'Quantumhealing' von Chopra kostet normalerweise 100 US-$ bei Teilnehmerzahlen bis zu 3.000 Personen (Skolnick 1991: 1742), eine ersprießliche Einnahmequelle. Spezielle Gesundheitstechniken werden pro Technik für 700 US-$ (Skolnick 1991: 1742) angeboten, der dafür notwendige Zeitaufwand hält sich bei einer 20-minütigen Privatkonsultation und einem allgemeinen Vortrag in der Gruppe in Grenzen. Die medikamentöse Versorgung eines Patienten mit M4 bzw. M5 kostet annährend 1.000 US-$ für ein Jahr (Skolnick 1991: 1749). AlDS-Patienten zahlen 500 US-$ pro Monat für MA-Produkte. Als einen von 20 therapeutischen Ansätzen führt MA die "Verschreibung" von sog. Yagyas (sanskrit yajnas) auf. Es handelt sich dabei um eine religiöse Zeremonie, die dem Patienten Hilfe bringen soll (Skolnick 1991: 1749). Der Patient muß bei dieser Zeremonie nicht anwesend sein. Die Kosten für solche Zeremonien liegen bei einigen Hunderten bis einigen Tausenden US-$. Eine Zeremonie, die gegen Endometriosis verschrieben wurde, sollte 11.500 US-$ kosten (Skolnick 1991: 1749). Auch Halbedelsteine gehören zum therapeutischen Instrumentarium von MA; dabei entstehen Kosten zwischen 2 - 3.000 US-$ (l.c.)



TM-Sekte auf dem Gesundheitsmarkt

Selbstverständlich gilt auch für die Leistungsangebote der TM-Sekte im Bereich MA: 'Angebot und Nachfrage regelt den Markt', d.h. jeder Mann bzw. jede Frau ist allein dafür verantwortlich, für was er oder sie Geld ausgibt.

Zwei Einschränkungen sind hier allerdings zu machen:
 

TM soll im gesundheitlichen Bereich folgende Wirkungen haben:

1. Verbesserte Gesundheit, speziell therapeutischer Einfluß auf Streß und Anpassungskrankheiten, Reduktion des Angstniveaus, positive Ergebnisse bei Hypertonie, Bronchialasthma, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Hypercholesterinämie (Schäffler/Etzel 1993: 86f.), Angina pectoris, Entzündungen, Stottern und Übergewicht (Orme-Johnson/Farrow 1976: 301ff.) sowie psychiatrischen Krankheitsfeldern (Schäffler/Etzel 1993: 86 ff.). Ganz allgemein ist TM ein Heilmittel gegen die 'moderne Streßepidemie', die den 'Boden für psychosomatische und organische Krankheiten aller Art bereitet (Bloomfield/Kory 1980: 261).

2. Spontaner Rückgang des Alkohol-, Zigaretten- und Freizeitdrogenkonsums (Chopra 1990b: 165).

3. Spektakuläre Leistungssteigerung im Bereich Intelligenz, Kreativität, motorische Koordination und Lernfähigkeit (Chopra 1990b: 165).

4. Umkehrung des Alterungsprozesses; z. B. soll nach 5 Jahren TM-Meditation das biologische Alter 12 Jahre unter dem chronologischen Alter liegen (Chopra 1990b: 166).

Sollte es einer Person durch TM bzw. TM-Sidhi-Meditation gelingen, in den Zustand der Erleuchtung zu kommen, dann sind 'die verschiedenen Stress- und Fehlfunktionen, die ... Krankheit verursachen ... beseitigt (Chopra 1990b: 176; Bloomfield/Kory 1980: 251). Bei einer konsequenten und weltweiten Anwendung von TM wird als Endziel einer 'erleuchteten Menschheit' die vollkommene Gesundheit und wenn nicht gar die Unsterblichkeit (Antes 1980: 274-302, bes. 282f.), so zumindest aber eine Lebensverlängerung bis auf tausend Jahre versprochen (GTM 199 Ib: 3).

Die Vermischung von TM-Ideologie und Ayurveda beschreibt der Präsident des 'National Council Against Health Fraud' und Professor für Präventivmedizin der Loma Linda Universität in Kalifornien, William Jarvis, als Methode, mit Hilfe von Ayurveda TM und TM-Medikamente an die Frau bzw. an den Mann zu bringen (Goldman 1991: 54). Für diese These spricht auch, daß nach eigener Aussage eines TM-Arztes 90—95% derjenigen, die sich einer MA-Kur unterziehen, mit transzendentaler Meditation weitermachen (GTM 1991b: l) und damit höchstwahrscheinlich TM-Mitglieder werden. Diese Vermischung trägt sicher nicht dazu bei, daß Ayurveda auch bei Forschern aus dem Bereich der allopathischen Medizin zumindest als ernstzunehmendes Forschungsobjekt angesehen wird.



TM ist Sekte mit  ideologischer und finanzieller Zielsetzung

Die TM-Sekte muß als religiöse Sekte bezeichnet werden, die weitgehende ideologische und finanzielle Zielsetzungen hat.

Dies soll deshalb im folgenden näher begründet werden, weil eine von mehreren m.E. bewußt eingesetzten Methoden der Mitgliederwerbung der TM-Sekte, speziell in den europäisch geprägten Ländern, die Leugnung des religiösen Charakters der TM-Sekte ist (Domash 1976: 15 und 22). Die TM-Technik wird vielmehr als eine Technik der Bewußtseinserweiterung und der Erlangung perfekter Gesundheit dargestellt, die ohne Mitgliedschaft in der TM-Sekte erlernbar und anwendbar ist. Die transzendentale Meditation und das Siddhi-Programm sind angeblich weltweit standardisierte Techniken, die wissenschaftlich beweisbar zur 'Erleuchtung' usw. führen, ohne eine Abhängigkeit von der TM-Sekte und ihrem geistigen Oberhaupt Maharishi Mahesh Yogi zu begründen. Es wird allerdings nicht geleugnet, daß Maharishi Mahesh Yogi selbst seine Wurzeln in einem konservativ hinduistischen Glauben hat. Maharishi Mahesh Yogi hat bei dem 'erlauchtesten Jagadguru Shankaracharya von Indien', der als 'Personifikation des Göttlichen' galt und der seine Wurzeln in der alten vedischen Tradition Indiens hatte, eine 13-jährige Ausbildung gemacht (Maharishi Mahesh Yogi 1969: 12), oder, um es mit den Worten von C.F. Lutes zu sagen: 'zu Füßen dieses großen Meisters hat Maharishi 13 Jahre gelebt, die Weisheit schöpfend, die er nun frei an die Welt gibt' (Lutes 1969: 13). Sein Lehrer hat sich speziell jenem Teil der Veden zugewandt, die sich mit Meditationstechniken befassen. Maharishi Mahesh Yogi nennt seinen Lehrer den 'göttlichen Lehrer'; es erstaunt deshalb nicht, daß ein wesentlicher Teil dieser Ausbildung in der totalen geistigen Hingabe an den Lehrer und Meister besteht. Erst durch diese Hingabe wird man nach hinduistischer Tradition fähig, Worte und Lehren des Meisters in ihrer vollen Bedeutung in sich aufzunehmen und an seiner Weisheit teilzunehmen. Genauso wie vom Lehrer und Meister die Einheit von Leben und Lehre verlangt wird, wird vom Schüler die gläubige Nachfolge erwartet. Das Verhältnis ist also mehr einem Christus-Jünger-Verhältnis, als einem Lehrer-Schüler-Verhältnis im europäischen Sinn vergleichbar.

Nachdem heute Maharishi Mahesh Yogi die Position des 'erleuchteten Meisters' bzw. des 'göttlichen Lehrers' inne hat, ist es nur allzu verständlich, daß in der TM-Sekte ein ähnliches Verhältnis der Mitglieder zum Meister erwartet wird, wie dies einst zwischen Maharishi Mahesh Yogi und seinem göttlichen Lehrer bestand (Schulte 1980: 142). Trotz hochgradiger Organisation der TM-Sekte ist Maharishi der unbezweifelte spirituelle und politische Führer, dessen Charisma (Weber 1956: 179ff.) letzte Legitimationsgrundlage der TM-Sekte darstellt.Dasgeht soweit, daß Maharishi Mahesh Yogi sich in seinen TM-Lehrern vervielfältigt sieht bzw. sie als seine Lautsprecher bezeichnet (Schulte 1980:145).

Obwohl mehrere dieser Vorstellungen auf altehrwürdigen indischen Traditionen basieren, erscheinen sie dem modernen westlichen Menschen nicht nur fremdartig, sondern scheinen in ihrer Umsetzung in die Praxis im Westen in der Tat auch z.T. starke Verfremdungen indischen Gedankenguts darzustellen. Dies mag u.a. an der größtenteils außerindischen Verbreitung von TM liegen, denn selbstverständlich kann sich eine religiöse Vereinigung der Größenordnung der TM-Sekte nicht auf die Verehrung des Sektengründers als Organisationsprinzip verlassen, genauso wenig wie freiwillige Spenden aufgrund dieser Verehrung die finanzielle Basis dieser Vereinigung sichern würden.

Neben seiner 'Heiligkeit' Maharishi Mahesh Yogi hat die TM-Sekte eine strenge Hierarchie aus Ministern, Exekutiv-Gouverneuren, Gouverneuren, TM-Lehrern, Siddhas und Meditierenden, sprich Gläubigen zu bieten (Schulte 1980: 148; Antes 1980: 274). Es gibt eine Unzahl von Organisationen (Schäffler/Etzel 1993: 871ff.; Chopra 1990b: 189ff.; Chopra 1990a: 279; Domash 1976: 239; GTM 1992: 14), die auf der einen Seite das gesamte Spektrum der Erzielung von Gewinn in einer freien Marktwirtschaft abzuschöpfen versuchen, auf der anderen Seite für eine Etablierung und Anerkennung von TM und MA speziell in den hochindustrialisierten Regionen der Welt sorgen. Gewinne sollen nicht nur die TM-Lehrinstitute und MA-GmbH's durch eine Vielzahl von Kursen und Ausbildungslehrgängen einschließlich der Ausbildung in vedischer Astrologie (Maharishi-Jyotish-Kurs) erwirtschaften (GTM 1992:4 und 13). Die TM-Sekte bzw. TM-Mitglieder haben zu diesem Zweck auch Firmen zum Vertrieb von indischen Gewürzen und Nahrungsmitteln, heilkräftigen Edelsteinen und MA-Medikamenten gegründet (GTM 1990: 6; GTM 1991a: 6; GTM 1992: 13-19). Auch im Bereich Güterproduktion ist die TM tätig. Nicht nur Medikamente, sondern auch Elektrofahrzeuge (GTM 1990: 5) gehören zur Produktpalette von TM-Firmen. Eine Verquickung von Immobiliengeschäften und internen Organisationsinteressen der TM-Sekte stellt die angestrebte Gründung von TM-Siedlungen dar (GTM 1992: 9). In geschlossenen Siedlungsgebieten sollen TM-Anhänger Immobilien erwerben, um eine TM-Lebensgemeinschaft zu ermöglichen. In die Vergnügungsindustrie will die TM-Sekte mit vedischen Freizeitparks (GTM 1992: 7) einsteigen, die neben Unterhaltung auch 'Erleuchtung und Wissen' bieten sollen, sozusagen eine Art Maharishi-Disney-Land (Kreye 1991). Auch der Beratungssektor bleibt von der TM-Sekte nicht verschont. Hier bietet TM Management-Beratung (GTM 1992: 12), Beratung von Verwaltungen wie z.B. Gefängnisverwaltungen (GTM 1990: 1) und last but not least Beratung von Regierungen an (Internationaler Verein ... 1987; Maharishi Mahesh Yogi 1983). Im Gesundheitsbereich verdient die TM nicht nur an MA-Präparaten, sondern auch mit Gesundheitszentren, die stationäre und ambulante Dienste anbieten. Einzelne ayurvedische Ärzte, die der TM-Sekte angehören, verlangen für eine einmalige Pulsdiagnose 200 US-$, Dauer der diagnostischen Maßnahme 3 Minuten (Skolnick 1991: 1742). Nach Ausagen TM-eigener Medien hat ein ayurvedischer Arzt, der führendes Mitglied der TM-Bewegung ist, in Indien in einem Monat 70—80.000 Patienten 'behandelt' (GTM 1987); das bedeutet eine durchschnittliche Behandlungszeit von 12 Sekunden, dabei wird von 10 Arbeitsstunden pro Tag bei 6 Arbeitstagen in der Woche ausgegangen.

Insgesamt kann bei TM von einem Konzern im Esoterik- und Gesundheitsbereich gesprochen werden, der sich auch auf eine Stammkundschaft von nach eigenen Angaben 4 Mio. (GTM 1992: l), nach unabhängigen Angaben 3 Mio. (Kreye 1991) TM-Anhängern stützen kann.

TM-Vereine, TM-Universitäten, die 'Forschungsergebnisse' über Wirkungen von TM und MA produzieren, eine Vielzahl von Kongressen und Tagungen, TM-Veröffentlichungen und zumindest in Deutschland eine Zeitung der TM-Bewegung (Auflage 6000 Exemplare), sowie eine Pressearbeit nach innen und außen, sollen die TM-Ausübenden zu einer religiösen Gemeinschaft formen und gleichzeitig den Durchbruch zur weltweiten Anerkennung der TM und MA-Heilslehre und ihres Führers Maharishi Mahesh Yogi bringen.

Obwohl die TM-Technik als wertfreie Methode zur Bewußtseinserweiterung und Weg zur Glückseligkeit verkauft wird, stellt die Absolvierung eines TM-Kurses den Einstieg in die Sektenmitgliedschaft dar. Hinduistische Initiationsriten (Schulte 1980: 210ff.), Mitteilungen von Sektengeheimnissen, deren Weiterverbreitung bei Strafe verboten ist (Schulte 1980: 237ff.; Kreye 1991), und das Angebot einer Karriere in der Sekte machen aus dem Interessenten für eine Meditationstechnik ein TM-Sektenmitglied, dem mehr oder weniger sanft beigebracht wird, daß es mit einem TM-Kurs nicht getan ist, will man das Ziel der Erleuchtung erreichen.



Eine Karriere in den Siebzigern: Gouverneur für 40.000.- Euro

Im folgenden soll beispielhaft der Werdegang eines ehemaligen TM-Sektenmitglieds, das sich bis zur Gouverneursstellung hinaufgearbeitet bzw. hinaufmeditiert hat, wiedergegeben werden (Schulte 1980: 11f):
 

  • Dezember 1972: Einführung in die TM, regelmäßiger Besuch des damaligen Centers und der Centerzusammenkünfte.
  • Juni 1973: 14-tägiger Kurs in der TM-Akademie in Bremen (ca. 50 Teilnehmer).
  • Juli 1973: 3 1/2-wöchiger Kursus der Wissenschaft der Kreativen Intelligenz (ca. 100 Teilnehmer).
  • Januar 1974: 3-monatiger Lehrerausbildungskurs (ca. 1000 Teilnehmer).
  • April 1974: Freiwillige 3-monatige Kursverlängerung (ca. 19. Teilnehmer). Kursprogramm: 80 Stunden vedische Studien; WKI(Wissenschaft der Kreativen Intelligenz) und Medizin; WKI und Recht und Ordnung; WKI und Philosophie; WKI und Physik; WKI und Mathematik; über die feineren Körper im Aufbau des Menschen; Alter und Unsterblichkeit. Häufiges Zusammensein der Gruppe mit Maharishi.
  • September 1974: TM-Lehrer.
  • Dezember 1974: Erster Kurs zur TM-Fortgeschrittenentechnik in Bremen.
  • 12. Januar 1975: Feier zur Einweihung des Zeitalters der Erleuchtung mit Maharishi auf dem Vierwaldstätter See.
  • August 1975: 2-monatiger ATR-Kurs (Advanced Teachers Rounding). Vergabe der Technik des Zeitalters der Erleuchtung (ca. 60 Teilnehmer).
  • Februar 1976: 6-wöchiger ATR-Kurs (ca. 60 Teilnehmer).
  • Dezember 1976: Zweiter Kurs zur TM-Fortgeschrittenentechnik in Bremen.
  • Juli 1977: 2 1/2-monatiger TM-'Flugkurs' (Gouverneurausbildung) ca. 80 Teilnehmer).
  • Insgesamt handelt es sich hier also um eine "Ausbildung" von etwa 1 1/2 Jahren, bei geschätzten Kosten dieser Ausbildung von ca. 70.000 - 80.000 DM. Schon 1978 wurde die TM-Lehrerausbildung auf 8 Monate verlängert; die Gouverneurs- und Ministerausbildung dauert je ein halbes Jahr. Eine Stellung als 'Minister der Erleuchtung' ist also nicht unter einer Ausbildungszeit von einem Jahr und 8 Monaten zu erreichen (Stand 1978) (schulte 1980: 129). Auffällig ist hier zweierlei: die extrem hohen Kosten dieser Ausbildung, die weit über die üblichen Kirchensteuern hinausgehen, und der Zeitaufwand für diese Ausbildung, der eine geregelteArbeit nicht mehr zuläßt. Beides muß zu einer extremen Gruppenbindung der TM-Lehrlinge führen. Wie Schulte 1980 beschreibt, führt es oft auch zu Familiendramen, wenn die Familie das Geld für die Ausbildung des TM-Zöglings aufbringen soll (S.113), aber auch zu Einlieferung in Nervenheilanstalten und zu Selbstmorden, wenn die Zöglinge die Ausbildung mit dem entsprechenden Gruppendruck nicht durchstehen (S. 127). Schon 1980 schreibt op.cit. allerdings, daß die Einnahmen aus den TM-Anfänger- und Fortgeschrittenenkursen, obwohl die Ausbildungszeiten zu diesem Zeitpunkt gegenüber 1974 bereits drastisch erhöht wurden, die finanziellen Bedürfnisse von Maharishi und seinem TM-Management nicht mehr befriedigen konnten. Die Autorin konstatierte damals schon, daß der TM wohl etwas Neues einfallen müsse (Schulte 1980: 154). Dies geschah dann auch mit der Vermarktung von Ayurveda unter dem MA-Markennamen. Nach indischen Zeitungsberichten soll der heutige Wert des Unternehmens TM bei 2 Milliarden US-$ liegen (Skolnick 1991: 1741). Bei den weitgespannten ideologischen Zielen der TM-Sekte ist diese finanzielle Basis auch dringend notwendig. Schließlich will die TM der Menschheit nicht weniger als den 'Himmel auf Erden' und die 'perfekte Gesundheit' bringen.

    Die Versprechungen der TM-Sekte wenden sich einmal an das Individuum und zum zweiten an die Menschheit. Für das Individuum soll mit Hilfe der TM-Technik und dem darauf aufbauenden Siddhi-Programm ein Zustand der 'Erleuchtung' erreicht werden. In diesem Zustand ist der Mensch nicht nur fähig, sein gesamtes Glückspotential auszuschöpfen und seine kreative Intelligenz zu entfalten, sondern er kann auch übermenschliche Fähigkeiten erreichen. Das beginnt bei der Beherrschung von Hunger und Durst, schließt die Erkenntnis verborgener Gegenstände, Perfektion der Sinne, Allwissenheit usw. ein, und endet vorläufig bei der Fähigkeit, ohne technische Hilfsmittel zu fliegen (Maharishi Mahesh Yogi 1969: 275). Daß der 'erleuchtete Mensch' über eine perfekte Gesundheit verfügt und letztlich auf die Überwindung der Sterblichkeit hoffen darf, wurde bereits angeführt (siehe oben, S.6).

    Für die Menschheit verspricht die TM-Sekte die Lösung aller Probleme, die einem Himmel auf Erden im Wege stehen, wie Krieg, Hunger, Drogensucht, Verbrechen, Wirtschaftsflauten und unfähige Regierungen (Antes 1980: 278-302; Orme-Johnson/Farrow 1976: 491-639). Die einzige Voraussetzung ist, daß die Menschheit TM betreibt und sich unter die geistige Führung von Maharishi Mahesh Yogi begibt. Zu diesem Zweck hat Maharishi bereits jetzt eine spirituelle Weltregierung gebildet, mit den bereits genannten Ministern, Gouverneuren usw., die die einzelnen Länder und Nationen betreuen sollen. Doch braucht die Menschheit auf die segensreiche Wirkung der TM-Lehre und -Praxis nicht bis zur endgültigen Bekehrung aller Menschen zu warten, denn bereits wenn 1% der Menschen einer Gemeinde, einer Stadt, eines Staates die TM ausüben, sind angeblich spürbare und wissenschaftlich nachweisbare Verbesserungen im Sozialleben dieser Gruppe zu bemerken (Bloomfield/Kory 1980: 269), wenn 5% der Weltbevölkerung das TM-Programm ausüben, wird die 'Völkerfamilie ... vollständig frei von Ängsten sein' (Bloomfield/Kory 1980: 271). Seit der Einführung des Siddhi-Programms sind die Erfolgsaussichten für den 'Himmel auf Erden' wesentlich gestiegen. 'Ausübende der Transzendentalen Meditation und des TM-Siddhi-Programms erzeugen Kohärenz im kollektiven Bewußtsein und bewirken positive und evolutionäre Trends in der Gesellschaft. Dies zeigt sich unter anderem in einer Verringerung der Kriminalitätsrate, Rückgang der Unfallzahlen und einer Entspannung sozialer Konflikte. Der Effekt macht sich deutlich bemerkbar, sobald das Programm gemeinsam in einer Gruppe ausgeübt wird und die Anzahl der Teilnehmer zahlenmäßig die "Quadratwurzel aus einem Prozent" einer beliebigen Bevölkerungspopulation übersteigt (Beispiel: eine Gruppe von mindestens 32 Ausübenden des TM-Siddhi-Programms für ein Gebiet mit 100 000 Einwohnern). Für Deutschland wäre nach dieser Formel eine ständige Gruppe von etwa 900 Siddhas notwendig, für Europa eine Gruppe von 3000 und für die Welt als ganzes 7000 (GTM 1992: 6). Im Gegensatz zu den großen Religionen der Welt — Christentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus —, die im Jenseits und nach dem Tod den Gläubigen das Paradies versprechen bzw. zumindest des Ende der ewigen Wiedergeburt in Aussicht stellen, winkt den TM-Gläubigen als Belohnung für ihre Meditationsübungen und ihren Glauben an Maharishi also bereits im Diesseits das Paradies.

    Diese Heilsversprechungen, die Glaubensgewissheit, die sich einen pseudowissenschaftlichen Anstrich gibt, der Anspruch einer geistigen Weltherrschaft, für die unter Führung von Maharishi Mahesh Yogi eine Regierungsmannschaft zur Verfügung steht, und die Ausbildung einer Organisation, die die Gläubigen verwaltet und gleichzeitig finanziell zur Ader läßt, weist die TM-Sekte als eine spezifische Form von religiöser Gemeinschaft aus. Letztlich, verspricht Maharishi Mahesh Yogi durch TM die Überwindung aller Religionen und religiöser Anliegen. Statt die Mühen des Lebens durch Glauben zu ertragen, sollte 'der Mensch auf Erden ein Mensch mit wirklicher, lebendiger und vollständiger Religion, ... ein lebendiger Gott sein, das Sprache gewordene Göttliche ... . Die Substanz Gottes, sein Status, seine Existenz, Gottesbewußtsein, göttliches Bewußtsein — all das sollte das natürliche Menschenleben umfassen' (maharishi mahesh yogi 1969: 287). Dies ist eine klare Heilslehre mit offenbar tantrischen Elementen; wie schon Schulte 1980: 193,243 andeutet, ähnelt diese Lehre verblüffend jenen Lehren, die Christen als die Lehren des Antichristen erwarten.



    Gesundheitsversorgung in Indien durch Okkupation von Ayurveda gefährdet

    Eine Verbindung mit oder gar eine Okkupation von Ayurveda durch diese Sekte muß daher Ayurveda nicht nur im Forschungsbereich diskreditieren, was für die Entwicklung von Ayurveda eine verhängnisvolle Sackgasse bedeuten würde. Diese Einschätzung hängt natürlich davon ab, welche Entwicklungsmöglichkeiten für Ayurveda gesehen werden. In Indien ist Ayurveda auch heute noch ein nicht verzichtbarer Teil der Gesundheitsversorgung der indischen Bevölkerung. Ohne die ayurvedischen Ärzte würden große Teile der indischen Bevölkerung schlicht ohne jegliche Gesundheitsversorgung sein; darüber hinaus dürfte, gemessen an der in Indien normalerweise zur Verfügung stehenden allopathischen ärztlichen Versorgung, die ayurvedische Medizin zumindest für bestimmte Krankheitsbereiche eine ebenbürtige Therapie anbieten können.

    Für eine konkurrenzfähige Weiterenwicklung von Ayurveda in Indien ist es dringend notwendig, daß sich Ayurveda aus der vorwissenschaftlichen Denkweise löst. Dieser Prozeß wird durch den Einfluß der TM-Sekte auf Ayurveda trotz oder gerade durch ihre pseudowissenschaftliche Legitimationsversuche konterkariert. Auch für eine mögliche Ausbreitung von Ayurveda im Bereich der Gesundheitsversorgung von Entwicklungsländern, für die es gute Argumente gibt, ist eine Bindung von Ayurveda an die TM-Sekte wenig förderlich. Ayurveda als Diagnose-, Therapie- und Vorsorgemöglichkeit ist im Prinzip für Angehörige aller Religions- und Glaubensgruppen annehmbar. Eine Verbindung mit den religiösen Inhalten der TM-Sekte muß diese Akzeptanz drastisch verringern.

    In den hochindustrialisierten Ländern hat und hatte Ayurveda noch nie eine Chance, eine Konkurrenz der allopathischen Medizin zu werden. Allerdings wäre es eine Möglichkeit gewesen, Ayurveda in den medizinischen Bereich der Naturheilverfahren einzugliedern. Eine Verbindung von Ayurveda mit der TM-Sekte wird diesen Weg verschütten. Die TM-Sekte ist nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern wegen ihres Finanzgebahrens (Schulte 1980: 153), wegen ihrer Methoden der Mitgliederwerbung und ihrer inneren Struktur in den Ruf einer gefährlichen Jugendsekte geraten (Ostendorf 1990: 10). Gerade in hochindustrialisierten Ländern würde daher eine Okkupation von Ayurveda durch die TM-Sekte Ayurveda auf längere Sicht so diskreditieren, daß eventuell nicht nur Ärzte, die MA-spezifische medikamentöse Therapien anwenden, in Zukunft wahrscheinlich auch in Deutschland mit Sanktionen der Ärztekammern werden rechnen müssen (wie dies in England bereits geschehen ist; vgl. Skolnick 1991: 1750), sondern auch solche, die ayurvedische Therapien überhaupt verschreiben.
     



     
     
    Bibliographie
     
     
     
     
     
     
     

    AGPF — AKTION FÜR GEISTIGE UND PSYCHISCHE FREIHEIT E.V. 1991 (Hrsg.): AGPF

    Aktuell — Informationsdienst für die Mitglieder der AGPF 1991,1 (6.6.1991).
    ANTES, M. 1980: 'Überblick über neuere Entwicklungen'.

    BLOOMFIELD/KORY 1980: 274-302.

    BARRETT, PJ. / BROOKS, J.S. 1992: Transcending Humiliation: An Ancient Perspective'. Journal of Primäry Prevention, 12,3: 223-241.

    BLOOMFIELD, H. / KORY, R. 1980: Das Glückspotential - Psychotherapie und Transzendentale Meditation: ein grundlegend neues Denkmodell. Bielefeld: B. Kleine Verlag.

    CHOPRA, D. 1990a: Die heilende Kraft. Bergisch Gladbach: Lübbe-Verlag.
    —1990b: Gesundsein aus eigener Kraft: Mit Ayurveda zu neuem Denken über Krankheit und Gesundheit. München/Wien/Zürich: BLV- Verlagsgesellschaft.

    CHRIST, K. 1988: 'Vorbeugung und Gesundhcitsförderung durch Maharishi-Ayurveda-Produkte — neueste Untersuchungsergebnisse'. Erfahrungsheilkunde 13: 821.

    DOMASH, L. H. 1976: 'Introduction'. ORME-JOHNSON/FARROW 1976: 13-31.

    FOREM, J. 1973: Transcendental Meditation - Maharishi Mahesh Yogi and the Science of Creative Intelligence. New York: E.P. Dutton & Co.

    GOLDMANN, B. 1991: 'The selling of ayurvedic medicine'. Canadian Medical Association Journal 144(1): 53-55.

    GTM — Gesellschaff für Transzendentale Meditation deutscher Verband e.V. 1987 (Hrsg.): Vereinsnachrichten.

    GTM — Gesellschaft für Transzendentale Meditation 1990 (Hrsg.): Die TM-Zeitung 4,10.
    — 1991a: Die TM-Zeitung 5,1.
    1991b: Die TM-Zeitung 5,2.
    1992: Die TM-Zeitung 6,3-4 (Jubiläumsausgabe).

    INTERNATIONALER VEREIN ZUR FÖRDERUNG DER KREATIVEN WISSENSCHAFT 1987 (Hrsg.): Aufruf zur Beteiligung an Maharishi's Welt-Friedens-Programm. Holland: MYU—Press. Veröffentlichung 3005.

    KAMRADT, B. 1988: 'Grundlagen der Regulationstherapie im Ayurveda'. Erfahrungsheilkunde 13: 820.

    KREYE, A. 1991: 'Der vollautomatische Psychopark'. Tempo 1991,1: 101.

    LUTES, C.F. 1969: 'Vorwort'. Maharishi Mahesh Yogi 1969: 11-15.

    MAHARISHI MAHESH YOGI 1969: Die Wissenschaft vom Sein und die Kunst des Lebens. Stuttgart: International SRM Publications.
    — 1976: 'Foreword'. Orme-Johnson/Farrow 1976: 1-4.
    — 1983: '[Anzeige:] Regierungen eingeladen'. Stern Magazin 1983,42 (13.10.1983).

    MENSEN, H. 1982: 'Nochmals TM - Totalitätsanspruch ohnegleichen', notabene medici 12: 462-470.
    MÜLLER-LEISGANG, A. 1988: 'Neue Behandlungsstrategie gegen Aids'. Erfahnmgsheilkunde 13: 822.

    ORME-JOHNSON, D.W. / FARROW, J. 1976 (Hrsg.): Scientific Research on the Transcendental Meditation Program. Collected Papers, Vol. I. Rheinweiler, W. Germany: Maharishi European Research University Press. Publication G 917.

    OSTENDORF, G. 1990: 'Ayurveda — Altindische Medizin im New-Age-Zeitalter'. Skeptiker 2: 8-11.

    PFLEIDERER, B. / BICHMANN, W. 1985: Krankheit und Kultur. Berlin: Dietrich Reimer Verlag.

    RENNIE, D. 1991 (Hrsg.): 'Maharishi Ayur-Veda'. JAMA 266,13(0clober 2,1991): 1769-1774.

    SCHÄFFLER, H. 1988: 'Maharishi Ayurveda und Kostendämpfung — Untersuchungsergebnisse von Krankenkassen in den USA und den Niederlanden'. Erfahrungsheilkunde 13: 822.
    — 1989a: 'Früherkennung von Regulationsstörungen im Maharishi Ayur-Veda'. Erfahrungsheilkunde 6:
    1989b: 'Kostendämpfung mit Maharishi Ayur-Veda — Forschungsergebnisse aus den USA und den Niederlanden'. Erfahrungsheilkunde 8: 495-499.
    — 1992: 'Royal Regeneration — Die Pancha Karma Kuren des Maharishi Ayur-Veda'.

    DAO —Magazin für fernöstliche Lebenskunst 3: 20-23.

    SCHÄFFLER, H. / ETZEL, R. 1993: 'Ayurvedische Medizin'. Zentrum zur Dokumentation für Naturheilverfahren e.V.: Dokumentation der besonderen Therapierichtungen und natürlichen Heilweisen in Europa, Bd. 1, 2. Halbband. Lüneburg: Forschungsinstitut Freie Berufe, Universität Lüneburg / VGM-Verlag, S. 847-888.

    SCHMÄDEL, D. VON 1989: 'Ayurveda — Medizinsystem im Wandel'. Curare 12: 97-112.

    SCHMÄDEL, D. VON / HOCHKIRCHEN; B. 1992: 'Diagnosis and Therapy of Psychosomatic Diseases in Present-Day Ayurvedic Medicine'. Journal of the European Ayurvedic Society 2: 89-100.

    SCHNEIDER, R.H. et.al. 1990: 'Health Promotion With A Traditional System of Natural Health Care: Maharishi Ayur-Veda'. Journal of Social Behavior and Personality 5,3: 1-27

    SCHULTE, T. 1980: Transzendentale Meditation und wohin sie führt — Abschiedsdisput einer TM-Lehrerin. Stuttgart: Verlag Freies Geistesleben.

    SERIALS SUBSCRIPTION SERVICE (INDIA) 1991: Bibliographie medizinischer Buchveröffentlichungen in Indien. Delhi.

    SHARMA, H.M. et al. 1991: 'Maharishi Ayur-Veda: Modern Insights Into Ancient Medicine'. Journal of the American Medical Association 265,20(May 22/29,1991)'. 2633-2637.

    SHARMA, S. 1974: Ayurvedic medicine past and present: Varanasi: Krishnadas Academy.Krishnadas Ayurveda Series 18.

    SKOLNICK, A. 1991: 'Maharishi Ayur-Veda: Guru's Marketing Scheme Promises the World Eternal "Perfect Health". Journal of the American Medical Association 266, 13(0ctober 2,1991): 1741-1750.

    TRIGUNA, D. 1992: Programm des 'International Convention on Ayurveda 10-12 April 1992 organized by AIAC New Delhi — 110026 (India)'.

    WACHSMUTH, D. 1988: 'Praxis der Konstitutionstherapie im Maharishi Ayurveda'. Erfahrungsheilkunde 13: 822

    WALDSCHÜTZ, R. 1987: Veränderungen physiologischer und psychischer Parameter durch eine ayurvedische Reinigungskur. Freiburg (Dissertation). .
    — 1988,a: 'Die ayurvedischen Reinigungstherapien und ihre Auswirkungen auf den Fettstoffwechsel'. Erfahrungsheilkunde 13: 821.
    — 1988b: 'Veränderungen physiologischer und psychischer Parameter durch eine ayurvedische Reinigungskur'. Erfahrungsheilkunde 11: 720-729.

    WEBER, M. 1956: Wirtschaft und Gesellschaft, 1. Halbband. Köln: Duncker & Humblot.
     
     
     
     



    Impressum:


    1. Version dieser Seite installiert am 14.1.2002





    Diese Website wurde eröffnet im September 1998