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AGPF - Aktion für Geistige und Psychische Freiheit 
Bundesverband Sekten- und Psychomarktberatung e.V. 
Adresse dieser Seite: http://www.AGPF.de/TM-Schledehausen.htm  Zuletzt bearbeitet am 7.10.2009 
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Maharishi-Kult: 
"Bauschutt statt Millionen-Investition" 
Die deutsche Zentrale des Maharishi-Kultes befand sich bis etwa 2000 in einem ehemaligen Santorium in Bissendorf-Schledehausen. 
2001 wurde das denkmalgeschützte Gebäude abgerissen. 
Der versprochenen Neubau war das Maharishi-typische übliche Luftschloss. 
Neu: 2005: "Ausrangierte Klärbecken eine Gefahr für Kinder"
 
Inhalt dieser Seite: Zum Thema auch: In anderen Websites:
Impressum
Die Karikatur: Maharishis Abbruch-Manie ist international. "Road Kill along the highway to Heaven on Earth", plattgewalzt an der Schnellstrasse zum Himmel auf Erden. Maharishi auf einem Bulldozer schiebt Tempel und Kirchen beiseite.
Quelle: http://206.114.144.86/sv/roadkill.htm
 

Das ehemalige Kurgelände
 
Auf einem ehemaligen Kurgelände mit Kurhaus befindet sich seit vielen Jahren die deutsche Zentrale des Maharishi-Kultes. 
Für die Öffentlichkeit war das im wesentlichen "die Akademie". Auf dem Bild rechts ein Schaukasten am Eingang des Geländes, Aufschrift: "Akademie Schledehausen". Die Presse spricht noch heute vom "Schledehausener Akademiegelände". 
Das Grundstück gehörte ursprünglich einem gemeinützigen Verein, dürfte also mit steuerbegünstigten Spenden gekauft worden sein, also mit staatlichen Subventionen. 
1984 war der Verein pleite. Das Grundstück sollte versteigert werden. 
Jetzt gehört es offenbar einer Maharishi-GmbH. Hat die damals das Grundstück ersteigert? 
Wurde der Maharishi-Kult so Eigentümer des Grundstücks? 
Seit damals wurde offenbar nur noch wenig Geld in den Unterhalt des Grundstücks und der Immobilien gesteckt. 
Am Weg zum Gesamtgelände befindet sich ein Schaukasten mit einem Werbeplakat für Ayur-Veda und einem kleinen Lageplan der Objekte. Das Plakat hängt schief, der Lageplan ist verblichen. Außen verrottet der Schaukasten.

 
 
Das Denkmal 
 

Im ungenutzten Garten befindet sich ein Findling mit einer Gedenktafel. Inschrift: 

Energie-Harmonie-Intelligenz, Transzendentale Meditation, Drittes Jahr des Zeitalters der Erleuchtung, Wissenschaft der Kreativen Intelligenz, Einigkeit + Recht + Freiheit, Deutschland für die Welt, Verwirklichung der Idealen Gesellschaft, Tag der Deutschen Einheit 1977.
Die Gedenktafel wird nicht gepflegt und verottet. Die TM-typische Goldfarbe ist vielfach abgeblättert oder mit Patina und Moos überzogen. 

 

Die Kläranlage

Am 19.2.2005 berichtet die Neue Osnabrücker Zeitung:

"Ausrangierte Klärbecken eine Gefahr für Kinder
Von Kerstin Balks, Bissendorf
Fast vier Jahre sind seit dem Abbruch der Akademie Schledehausen vergangen. Auf Betreiben der damaligen Eigentümer fiel das denkmalgeschützte Jugendstilgebäude im Jahr 2001 der Abrissbirne zum Opfer. Geblieben sind ein baufälliger Hühnerstall, der zur Schutthalde verkommt, und eine unzureichend gesicherte Kläranlage in einem Waldstück unterhalb am Gradweg. Der Ellerbecker Ortsvorsteher Heinz Lötter sieht hier vor allem eine Gefahr für spielende Kinder."
"Bis 1996, als die Gemeinde Bissendorf entlang des Gradweges eine neue Kanalisation verlegen ließ, wurde die Anlage vom damals oberhalb des Areals liegenden Ayurveda-Gesundheitszentrum - im Volksmund "Akademie" - unterhalten. Seitdem haben die Eigentümer der Anlage diese sich selbst überlassen.
...
Doch wer sind eigentlich diese Eigentümer? Im Liegenschaftskataster ist die Akademie Schledehausen eingetragen. Gisela Mieschendahl-Preuß, die heute die "Veda-Villa" in Schledehausen betreibt, war 18 Jahre lang Geschäftsführerin der Gesellschaft, hat sich aber inzwischen von der Organisation getrennt. Ihr Sohn Falk Mieschendahl verweist auf die in Berlin eingetragene Maharishi Veda GmbH. Obwohl von Lothar Londke, Mitarbeiter in deren Bad Essener Verwaltung, jede Verbindung zu der ehemaligen Ayurveda-Akademie bestritten wird, will er sich sicher sein, dass die Kläranlage niemals von der Einrichtung genutzt worden sei. Verworrene Historie, verwirrende Zuständigkeiten. Letztendlich ist wieder einmal die im niederländischen Vlodrop ansässige Gemeinschaft um den Guru Maharishi Mahesh Yogi Ansprechpartner - wie schon bei der Debatte um die Entsorgung des Bauschuttes nach dem Abriss der Akademie (wir berichteten).
Wie dem auch sei: Zunächst will die Gemeinde die Bauaufsichtsbehörde beim Landkreis Osnabrück auf die Missstände an der alten Kläranlage aufmerksam machen. "Wenn die Ängste berechtigt sind, wird die Bauaufsicht die Eigentümer verpflichten, das Gelände abzusichern", ist sich Bürgermeister Guido Halfter sicher. Damit ist der von Heinz Lötter befürwortete Abriss der Anlage aber noch lange nicht auf den Weg gebracht. Karl-Heinz Senkel, Leiter des Bissendorfer Fachdienstes Planen und Bauen: "Ob ein Rückbau der Anlage erforderlich ist, darüber kann nur ein Gutachten der Unteren Wasserbehörde Aufschluss geben." Gisela Mieschendahl-Preuß hält nichts von einem Abriss der Anlage. Sie sei vielmehr als "kleines technisches Wunder" erhaltenswert, da sie bis zu ihrer Stilllegung ganz ohne Strom und ohne Chemikalien funktioniert habe. Und das nicht nur für das Ayurveda-Gesundheitszentrum: In früheren Zeiten sei die Abwasserentsorgung eines Lungensanatoriums mit 130 Patienten über die Anlage abgewickelt worden."

 
 
 
 
Der Öltank 

Abseits lagert ein Tank, der vor sich hin rottet. Oder wurde der inzwischen anderweitig verwertet? 
Ein Ratsherr: "Bislang wurden nur die Materialien abtransportiert, die für gutes Geld an anderweitige Interessenten verkauft werden konnten“. 

 

 
 
 
An der Landstraße ein Wegweiser: "Akademie Ayurveda Gesundheitszentrum". 
Auch dieser sieht nicht gerade einladend aus. 
Der Eindruck: Die Anlage wird nur von TM-Anhängern genutzt. Ayur-Veda Preise und äußeres Erscheinungsbild Schledehausen wären für "Nur-Kunden" nicht stimmig. 
 

 

 
 

Immobilienspekulation?

Mit den denkmalgeschützten Altbauten hielt der Wert des Grundstücks sich vermutlich in Grenzen.
Jetzt sind die wertmindernden Altbauten weg.
Der Wert des Grundstücks dürfte gewaltig gestiegen sein.
Grundstückspekulation durch Vortäuschung von Bauplänen und Abriss von Altbauten?
Man wird sehen.

Das denkmalgeschützte Hauptgebäude wurde inzwischen abgerissen, da das alte Gebäude angeblich einer wirtschaftlichen Verwendung des Geländes für einen Neubau im Wege stand. 12 Millionen sollten angeblich investiert werden. Einen Bauantrag gab es allerdings nicht.

Der Maharishi-Kult plant gleichzeitig zahlreiche andere Projekte. Woher das Geld dafür kommen soll, ist in allen Fällen unerfindlich. Die Gemeinderäte werden mit absonderlichen Versprechungen geködert. Ein 5-Sterne-Hotel mit den dazugehörigen Arbeitsplätzen.

Dabei war der Maharishi-Kult bisher nicht einmal in der Lage, seine Zentrale halbwegs angemessen zu unterhalten.
 
 

Zentrale jetzt in Bad Essen

Die Zentrale wurde inzwischen nach Bad Essen verlegt. Dort genügt ihr eine einzige Etage im Dach eines Neubaus.
Zuständig jetzt eine "Maharishi Veda GmbH". Einer der beiden Geschäftsführer: Gunther Chassé, "Leiter des für Deutschland verantwortlichen Führungskreises" (Naturgesetz Journal Nr. 2/2002 Seite 3: "Deutsche Zentrale im Vastu").

Anlässlich der Eröffnung am 28.2.2002 beschrieb Chasse die neue Struktur:

"Die Maharishi Veda GmbH ist das wirtschaftlich Handlungsorgan für die Aktivitäten des Globalen Landes des Weltfriedens in Deutschland. In sie gehen alle früheren Strukturen über, die als Samhita, Veda GmbH & co. KG oder MWNA das Programm der Transzendentalen Meditation über Jahre und Jahrzehnte vertreten haben. "

Die Mini-Zentrale in Bad Essen entwickelt offenbar Mini-Filialen, wie sie in jeder Wohnung betrieben werden können.
In der "Einladung" an den Bürgermeister von Bissingen (siehe Neue Osnabrücker Zeitung 29.5.2002, unten) ist als Adresse für "Das globale Land des Weltfriedens" die Große Str. 20 in Bissendorf angegeben. Ein Bild des Gebäudes: Parlament des Weltfriedens und Friedenspalast in Schledehausen
Eine weitere Filiale befindet laut Telefonbucheintrag sich im Haus des Gunther Chassé in Wachtberg bei Bonn.
 
 
 

Abbruch ideologisch motiviert ?

Die Immobilien des Maharishi-Kultes in Deutschland werden neuerdings offenbar zu sachfremden Zwecken eingesetzt.
Anders ist der Abbruch der Gebäude in Schledehausen nicht zu verstehen. Denn zu diesem Zeitpunkt gab es keinen Bauantrag und somit auch keine Baugenehmigung für Neubauten. Es war auch nicht zu erwarten, daß diese kurzfristig erteilt werden können. Völlig unklar auch die Finanzierung. Zwar wird behauptet: "Das Geld steht bereit". Das allerdings muß bezweifelt werden. "Eine vernünftige Renovierung würde Millionen DM kosten. Und wer soll das bezahlen?“, fragt die Geschäftsführerin. Und woher sollen dann die 12 Millionen für den Neubau kommen? Soweit bekannt, hat bisher weder Maharishi, noch eine seiner internationalen Organisationen jemals Geld in Deutschland investiert.
 
 
 
 
Rechts das Titelbild der Zeitschrift. 
Die Titelgeschichte: 
"Maharishi Sthapatya Veda . Abriss und Erneuerung. Alte Gebäude der TM-Verwaltung mussten weichen".

Der dazugehörige Artikel unten
Die Frage im unten wiedergegebenen Artikel ist also durchaus berechtigt: 
Ist dies das Ende von Schledehausen? 
Es spricht viel dafür.

 
 
 

Abbruch-Zeitpunkt beruht auf Astrologie

In einem Artikel über "Die physische Erneuerung der Welt" berichtet die Maharishi-Zeitschrift "Naturgesetz Journal" zum Zeitpunkt des Abbruchs (unten):

"Dass es nun gerade im Monat Mai stattgefunden hat, hat meines Erachtens seine Gründe in der Jyotish-Konstellation, in der es geboten war, alte Strukturen abzureißen.“
"Jyotisch" ist nicht anderes als die Maharishi-Variante der Astrologie.
 
 
 

Maharishis Architektur: Ideologische Aufenthaltsverbote

Die angebliche Maharishi-Architektur ist möglicherweise nur der sektentypische Deckmantel für die Kontrolle der Anhänger.
Das würde auch die Dürftigkeit der Regeln für das Bauen erklären.
So sagen die von Maharishi eingesetzten "Zeitzonen-Administratoren" (im Artikel über "Die physische Erneuerung der Welt", unten):

"Vedische Architektur erlaubt uns nicht in nicht-vedischen Gebäuden zu sein."
Möglicherweise handelt es sich nicht um Regeln für das Bauen.
Sondern um Regeln für das Verhalten von Menschen.
Dies wiederum zwingt zu Rückschlüssen auf die Abbruch-Manie.
Denn möglicherweise dienen die Abbrüche nicht der Vorbereitung von Neubauten zwecks besserer Verwertung des Grundstückes.
Sondern der Durchsetzung ideologischer Vorgaben.
Daraus folgt:
Wenn Neubauten Voraussetzung für einen Abbruch sind, sollte von Seiten der Behörden mit grösster Sorgfalt darauf geachtet werden, dass diese Neubauten auch sichergestellt sind.

Maharishi nennt seine Architektur

Das Maharishi Sthapatya Veda (mehr dazu im Artikel über den Abbruch, unten) ist Maharishis Variante des Feng Shui.
Es wird empfohlen, ein Haus nach Osten auszurichten.
Viel mehr ist auch einem umfangreichen Artikel nicht zu entnehmen, den der Architekt Christian Schweizer in der Zeitschrift Naturgesetz Journal 2/00 vom März 2000 veröffentlicht hat.
Er schreibt über die "Berater-Ausbildungskurse". Preise werden nicht genannt.

Der Architekt:

"Vedische Architektur ist keine von Menschen erdachte Lehre, sondern das im Naturgesetz selbst enthaltene Wissen ...
... die Erde hat eine Fahrtrichtung, die wir daran erkennen, dass jeden Morgen für uns im Osten die Sonne auf- und im Westen wieder untergeht, da die Erde sich um ihre eigene Achse dreht. Wenn wir auf der Erde ein Gebäude etablieren oder errichten wollen, sollte dieses auch "in Fahrtrichtung schauen". Jedes Haus sollte nach Osten ausgerichtet oder orientiert sein, damit die Hausbewohner niemals die "Orientierung verlieren“.
Es ist sehr wichtig, dass im Gebäude jede Funktion seinen richtigen Platz hat, denn sonst wird man im Eßzimmer schläfrig oder bekommt Hunger im Arbeitszimmer. ...
So trägt z.B. die falsche Plazierung der Küche unweigerlich zur Schwächung des Verdauungssystems bei und die falsche Plazierung des Schlafzimmers zu Schlaflosigkeit und chronischer Müdigkeit. ..."

 
 

Bauschutt weg - neue Baugenehmigung nötig

Wird eine Gebäude erst einmal abgerissen, ist für einen Neubau eine völlig neue Baugenehmigung nötig.
Das war natürlich absehbar.
Hat der Eigentümer damit Probleme, kann er immer noch verkaufen.
Dann kann er behaupten, die Gemeinde habe ihn zum Verkauf gezwungen.
 
 
Neue Osnabrücker Zeitung 7.9.2002 


Bauschutt komplett entsorgt 
Bissendorf (hil) Der Schledehauser Bauschuttstreit ist beendet. Bissendorfs Bürgermeister Guido Halfter gab gestern bekannt, dass die Reste des vor etwa einem Jahr abgebrochenen Akademiegebäudes inzwischen komplett entsorgt und das Gelände mit Mutterboden aufgefüllt worden ist. 
Zum Ärger vieler Anwohner und des Bürgermeisters hatte sich die Entsorgung des Bauschutts wie Kaugummi in die Länge gezogen. Nach dem Abriss des etwa 100 Jahre alten ehemaligen Akademiegebäudes hatte sich monatelang niemand um die dort noch verbliebenen Stein- und Holzreste gekümmert die sich auf dem Gelände an der Bergsträße meterhoch auftürmten. Die Abfuhr des Bauschutts war nur nach und nach in jeweils kleinen Mengen erfolgt. 
"Jetzt sieht endlich alles wieder ordentlich aus. Das freigeräumte Gelände wird nun der Natur über lassen.“ 
Guido Halfter zeigte sich gestern „erst einmal erleichtert“ und schloss auf Nachfrage aus, dass die Fläche in naher Zukunft erneut bebaut wird. 
Für einen Neubau müsste der Eigentümer einen komplett neuen Antrag stellen. „Jch kann mir kaum vorstellen, dass es dafür derzeit großes Wohlwollen im Gemein derat geben würde“, betonte der Bürgermeister. So seien die Erfahrungen mit dem Eigentümer der Fläche zuletzt „nicht gerade positiv“ gewesen.

 
 

Abriss-Kritiker aus Vlodrop besichtigen die Abriss-Trümmer in Schledehausen

Die frühere Maharishi-Geschäftsführerin Mieschendahl-Preuß wird heute von ihren früheren Weggefährten „wie eine Aussätzige behandelt“.
 
Aus: Neue Osnabrücker Zeitung 25.5.2002 


 
Bildunterschrift: NUR NOCH BAUSCHUTT ist von der ehemals denkmalgeschützten Akademie Schledehausen übrig, die im vergangenen Jahr abgerissen worden ist. Die Ankündigung der "Maharishi Ayurved Gesundheitszentrum Akademie Schledehausen GmbH", dort einen zweistelligen Millionenbetrag in ein neues Gebäude zu investieren, haben sich bis heute nicht bewahrheitet. Gestern informierten sich Mitglieder eines Bürgerkomitees aus den Niederlanden bei Bürgermeister Guido Halfter über die Probleme. Fotos: Elvira Parton 

Abrissgegner auf den Schledehauser Trümmern 
Niederländischer Bürgerkomitee will ähnliche Pläne der Yogi-Gemeinde in Vlodrop verhindern 
Von Franz-Josef Raders 

Bissendorf - Der Abriss der denkmalgeschützten Akademie Schledehausen und der monatelange Streit um die Entsorgung des Bauschutts ist möglicherweise kein Einzelfall. 

Am kommenden Mittwoch entscheidet ein niederländisches Gericht, ob die Gemeinschaft um den Guru Maharishi Mahesch Yogi ein knapp 100 Jahre altes Franziskanerkolleg in Vlodrop dem Erdboden gleichmachen darf. Gestern haben sich Mitglieder eines Bürgerkomitees aus dem Nachbarland zum Erhalt des ebenfalls denkmalgeschützten St. Ludwig-Kollegs persönlich bei Bissendorfs Bürgermeister Guido Halfter über die Probleme mit der „Maharishi Ayurved Gesundheitszentrum Akademie Schledehausen GmbH“ erkundigt. Sie sehen Parallelen zu den Vorgängen im niederländischen Vlodrop und wollen dies auch vor Gericht so darstellen. 

 Auch gut neun Monate nach dem Abriss des Jugendstilgebäudes Am Berg in Schledehausen trümen sich noch immer meterhohe Berge aus Metall, Steinen und Holz. Die Geschäftsführung der früheren Akademie ist nach Angaben von Bürgermeister Halfter weder unter den bekannten Anschriften in den Niederlanden noch in der Schweiz erreichbar. 

 Für Entrüstung haben die Vorgänge in Schledehausen aber schon im vergangenen Jahr gesorgt. Ein auf dem Abbruchgelände vom Grundstückseigentümer geplantes „Freudenfeuer“, bei dem im Sommer 2001 der Bauschutt der früheren Naturheilklinik in Flammen aufgehen sollte, konnte von den Behörden im letzten Moment untersagt werden. 

Bürgerkomitee: Ein Staat im Staate 

Die Osnabrücker Landtagsabgeordnete Dorothea Steiner (Grüne) hatte daraufhin vor den „Wahnvorstellungen und Heilsversprechen der Transzendentalen Meditations-Sekte“ gewarnt und die vom Landkreis Osnabrück erteilte Abrissgenehmigung für die denkmalgeschützte Akademie als Folge einer verfehlten Einschätzung bezeichnet. Die Ankündigung der Sekte und ihrer Grundstücksgesellschaft, an Stelle des stilvollen Gebäudes Millionen in einen Neubau zu investieren, seien Luftschlösser gewesen und ein „Spiel mit gezinkten Karten“. 

 In dem deutsch-niederländischen Grenzgebiet rund um Heinsberg und Vlodrop staubt und kracht es seit Monaten auf ähnliche Weise. Der Guru Maharishi Mahesh Yogi und seine Anhänger haben Mitte der 80-er Jahre das St. Ludwig Kolleg in Vlodrop gekauft und sich dort niedergelassen. Die ehemalige Klosterschule der Franziskaner aus dem Jahre 1908 soll dem Erdboden gleichgemacht werden und auf den Fundamenten ein neues Gebäude nach den Prinzipien des Ayur-Veda entstehen: ein an der Vorbeugung orientiertes Gesundheitssystem, das auch den Zusammenhang zwischen Wohnraum, Lebensenergie, Gesundheit und Erleuchtung zum Inhalt. 

Behandelt "wie eine Aussätzige" 

Gegen den von der zuständigen Gemeindeverwaltung genehmigten Abriss des Franziskanerkollegs kämpfen neben dem niederländischen „Bürgerkomitee St. Ludwig“ auch der Heimatverein Wassenberg aus dem nur einen Kilometer entfernten Nachbarkreis Heinsberg in Deutschland. Mitte September vergangenen Jahres hat sich auch aufgrund dieser Initiative das oberste niederländische Gericht in Den Haag gegen den Abbruch entschieden. Dass die Yogi-Gemeinde damals dennoch mit dem sofortiges Abriss der Forderfront des Franziskanerkollegs begann, begründete sie mit einem Hörfehler bei der telefonischen Übermittlung des Urteils. So berichtete es jedenfalls der Westdeutsche Rundfunk im Internet unter "WDR online“. Heftige Proteste konnten den weiteren Abriss zwar stoppen, mittleweile hat die für das „angeschlagene“ Kolleg zuständige Gemeindeverwaltung aber eine neue Abrissgenehmigung erteilt. Über deren Rechtmäßigkeit soll das oberste Gericht am Mittwoch entscheiden. Harry Cox vom Bürgerkomitee, der für den Rechtsstreit am Donnerstag in Schledehausen Argumente sammelte, bezeichnete die Yogi-Sekte als einen „Staat im Staate“. 

Zur Ortsbesichtigung mit Bissendorfs Bürgermeister Halfter gesellte sich gestern überraschend auch Gisela Mieschendahl-Preuß, die 18 Jahre lang Geschäftsführerin der Akademie Schledehausen war und mittlerweile kaum ein gutes Haar an ihrem früheren Arbeitgeber lässt. „Warum macht jemand sowas?“, fragte sie, „wie kann man nur so einen Müllhaufen liegen lassen“. Von der in den Niederlanden ansässigen Muttergesellschaft der Akademie habe sie sich losgesagt, beteuerte die gekündigte Schledehauser Geschäftsführerin Mieschendahl-Preuß. Ihre früheren Weggefährten würden sie mittlerweile „wie eine Aussätzige behandeln“. Die Telefonnummer eines Beauftragten der „Maharishi Ayurved Gesundheitszentrum Akademie Schledehausen GmbH“ in Vlodrop war gestern auf einen Anrufbeantworter geschaltet. 

Bauschutt-Entsorgung "in naher Zukunft"? 

 Angaben darüber, ob und wann die mittlerweile durch Absperrgitter gesicherten Bauschuttberge Am Berg in Schledehausen entsorgt werden, kann der Bissendorfer Bürgermeister nicht machen. Halfters Skepsis für eine enstprechende Zusage im Februar dieses Jahres hatte sich bestätigt. Nach einem Auftrag aus Holland seien drei Schuttmulden gefüllt und abtransportiert und die Aktion dann abgebrochen worden. 

 Ein Sprecher des Landkreises Osnabrück äußerte sich dagegen gestern auf Anfrage zuversichtlich, dass das Bauschutt-Problem in Schledehausen „in naher Zukunft“ gelöst werden könne. Nähere Angaben wollte die Kreisverwaltung dazu allerdings nicht machen. 

 
 

Bürgermeister fest entschlossen, gegen TM-Netzwerk vorzugehen

Die im Artikel erwähnte Einladung an den Bürgermeister ist wiedergegeben in

 
Aus: Neue Osnabrücker Zeitung 29.5.2002 

Bürgermeister besorgt wegen sektenähnlichem Netzwerk 

Bissendorf (ra) 
Die der Transzendentalen Meditation (TM) des indischen Gurus Maharishi Mahesch Yogi nahe stehende Initiative hat Halfter für diesen Sonntagabend zur zweiten Sitzung des „Parlaments des Weltfriedens“ nach Schledehausen eingeladen, bei der es um die „Errichtung eines Friedenspalastes und einer Universität für den Weltfrieden in Osnabrück“ gehen soll. 

Die erste Sitzung dieses so genannten Parlaments hat bereits Ende April in einem renommierten Osnabrück Hotel stattgefunden. Vor allem weil die Veranstalter ihre offizielle Niederlassung in Schledehausen haben, fürchtet der hauptamtliche Bürgermeister, „dass sich über der Gemeinde etwas zusammenbraut, was nicht gut ist“. Obwohl die juristischen Möglichkeiten wahrscheinlich begrenzt seien, will Halfter alle Informationen über die Einrichtung sammeln und Kontakte zu Sektenbeauftragten bei staatlichen und kirchlichen Organisationen knüpfen. 

 In ihrer Einladung zur bevorstehenden Parlamentssitzung erklärt die Schledehauser Initiative unter anderem, dass für die Finanzierung des alternativen Konzeptes der „Globalen Regierung des Weltfriedens“ gerade einmal die Ausgaben eines einzigen amerikanischen Bombers benötigt würden. Für die Errichtung eines Friedenspalastes und einer Universität für den Weltfrieden in Osnabrück gebe es bereits ein „profitables Planungskonzept“. Die leitenden Positionen sollten von Experten aus den Bereichen „Industrie- und Handelskammer, Baugewerbe, Juristen, Ärzte Lehrer, Universitätsprofessoren und Landwirte“ besetzt werden. Das Projekt in Osnabrück führt nach Angaben der Initiative „Globales Land des Weltfriedens“ dazu, dass „die Kriminalität sinken wird und die Probleme in der Stadt zurückgehen werden“. Zur Finanzierung der „Gewinn bringenden“ Einrichtung wird dem hauptamtlichen Bürgermeister von Bissendorf vorgeschlagen, „zehn prominente, wohlhabende Persönlichkeiten aus der Wirtschaft als Gründer des Friedenspalastes“ auszuwählen. Derartige Aktivitäten seien allerdings nicht notwendig, wenn der Stadtrat das Projekt selbst finanzieren wolle. Die in Holland ansässige Stiftung „Maharishi Global Financing“ nehme gerne Anträge von Gründern der Friedenspaläste entgegen. Weil Zeit bei diesem weltweit geplanten Vorhaben von ausschlaggebender Bedeutung sei, müsse die Initiative ohne Verzögerung umgesetzt werden. 

 Entgegen dieser schriftlichen Aufforderung hat Guido Halfter mittlerweile Aktivitäten entwickelt, die der Organisation mit Sitz in Schledehausen nicht willkommen sein werden. Ein Telefonat mit dem von seinen Mitarbeitern als „Big Boss“ bezeichneten Sprecher der Dachorganisation in Holland habe weder neue Erkenntnisse gebracht noch die Sorgen in Bissendorf zerstreuen können, erklärte der Bürgermeister. Halfter ist nach eigenen Angaben fest entschlossen, gegen ein Netzwerk vorzugehen, das von seiner Gemeinde aus Gelder für weltweite TM-Projekte akquirieren wolle. 

 Die Sprecherin der Schledehauser Initiative, Laureen Anne Buro, wies gestern auf Anfrage Vermutungen zurück, dass es sich beim „Globalen Land des Weltfriedens“ um eine unseriöse Organisation handele. Bei der 1. Sitzung des Parlaments des Weltfriedens am 28. April in Osnabrück sei von den rund 30 Teilnehmern der Grundstein für das Projekt gelegt worden, an dem nun weiter gearbeitet werden solle. Weltweit gebe es mehr als fünf Millionen Anhänger der Transzendentalen Meditation. 

 Neben dem Bissendorfer Bürgermeister hat auch Osnabrücks Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip eine schriftliche Einladung für Sonntagabend erhalten. Dessen persönlicher Referent Günter Landwehr bestätigte am Montag den Eingang des Schreibens, „das hier aber nicht weiter zur Kenntnis genommen worden ist“. 

 
 

Der frühere Eigentümer: Die gemeinnützige IMS
 
Aus: Ingo Heinemann: Der Maharishi-Konzern, 1989  http://www.AGPF.de/TM-Konzern.htm 

IMS INTERNATIONALE MEDITATIONSGESELLSCHAFT e. V. 

Registergericht Osnabrück 9 VR 1696  (Anlage 43) 
Nicht zu verwechseln mit der IMS - Deutscher Verband in Düsseldorf. 
Der Verein beansprucht Gemeinnützigkeit. 

Die Funktion des Vereins besteht überwiegend in der Trägerschaft für die Akademie Schledehausen-Bissingen. Laut Grundbuch Band 22 Blatt 676 handelt es sich dabei um insgesamt rund 45.000 Quadratmeter Grundstücke. Grundbuchauszug in Photokopie vom 23.11.83  (Anlage 44) 

Die darin erwähnte Anordung der Zwangsversteigerung ging mutmaßlich auf rückständige Steuerschulden zurück. Das Verfahren ist inzwischen anderweitig erledigt.

 
 

IMS pleite: Grundstück sollte versteigert werden
 
Aus: IDK I/84 01.07.84 Maharishi-Kult gründet politische Partei 

Garnicht in das Bild von der reichen Sekte paßt allerdings, daß die "AKADEMIE SCHLEDEHAUSEN" bei Osnabrück pleite ist und demnächst versteigert wird, Amtsgericht Osnabrück, Aktenzeichen 28  K  10/83. Hier fehlen etwa ein bis zwei Millionen. Eigentümer ist der Verein IMS - INTERNATIONALE MEDITATIONSGESELLSCHAFT, eingetragen beim Amtgericht Osnabrück VR 1696. 

Gleichzeitig versuchte der Kult, in Starzach bei Tübingen einen Hotel-Komplex zu kaufen, der wohl kaum unter 10 Millionen DM zu haben sein dürfte. Interessent:  "KURATORIUM FÜR EINE IDEALE KULTUR UND GESELLSCHAFT", AG Königstein/Ts. VR 680. 

 
 
 

Neue Osnabrücker Zeitung 16.10.2001 



Bauschutt statt Millionen-Investition 
 Bissendorf (hil) 
Meterhohe Bauschuttberge, jede Menge undefinierbarer Unrat und ein einsamer Bagger ohne Arbeit. Das ist alles, was von den einst in Aussicht gestellten Millionen-Investitionen auf dem Gelände der ehemaligen Akademie am Schledehauser Berg zu sehen ist. Nachdem das über 100 Jahre alte Jugendstilgebäude vor gut zwei Monaten dem Erdboden gleichgemacht wurde, gibt es von der Eigentümerfirma kein Lebenszeichen mehr. Ob und wann die Riesenmengen Holz-, Metall- und Steinreste entsorgt werden, ist noch unklar. 

„Das ist ein Schandfleck für unseren schönen Ort. Jeder, der dort spazieren geht, ärgert sich“. Schledehausens Ortsvorsteher Bernhard Meiners fühlt sich von dem vermeintlichen Großinvestor über den Tisch gezogen. Es sei viel versprochen, aber letztlich nichts gehalten worden. Der CDU-Ratsherr Meiners glaubt nicht, dass aus den noch in diesem Jahr verbreiteten Plänen für ein Ayurveda-Gesundheitszentrum der gehobenen Klasse auf dem Schledehauser Berg noch etwas wird. Der Ortsvorsteher: „Niemand weiß, was dort jetzt passieren soll“. 

Die als Eigentümerin firmierende „Maharishi Ayurved Gesundheitszentrum Akademie Schledehausen“ hatte sich zuletzt im August per Fax aus den Niederlanden bei der Gemeinde Bissendorf gemeldet. Zum Entsetzen von Bissendorfs Ordnungsamtsleiter Guido Halfter kündigte darin ein von dem Unternehmen beauftragter Architekt ein Freudenfeuer an, mit dem der Bauschutt billig und schnell entsorgt werden sollte. Halfter hatte das seinerzeit erst in letzter Minute unter Androhung einer Strafanzeige verhindert. 

Ähnlich viel Glück wie Halfter - überhaupt einen Ansprechpartner der Eigentümerfirma zu erreichen - würde sich derzeit auch der Landkreis Osnabrück wünschen. „Das ist sehr schwierig. Bisher hatten wir noch keinen Erfolg“, berichtete gestern ein Sprecher der Kreisverwaltung. Die Aufsichtsbehörde würde lieber heute als morgen dafür sorgen, dass der Bauschutt ordnungsgemäß entsorgt wird. Das Problem: Bis jetzt war nicht zu ermitteln, wohin man eine entsprechende Aufforderung schicken soll. Unter den von der Eigentümerfirma angegebenen Telefonnummern habe man bislang niemand erreichen können. Im November 2000 war das noch anders: Damals war es dem Kreis gelungen, dem Unternehmen die Abrissgenehmigung für das historische Akademiegebäude zuzustellen. 

Wie lange die Suche nach der „Maharishi Ayurved Gesundheitsznetrum Akademie Schledehausen“ noch dauert, ist nach Angaben des Landkreis-Sprechers „schwer abzuschätzen“. Sicher sei dagegen, dass der Kreis selbst auf dem Akademiegelände erst einmal nicht aktiv wird. Das sei nicht nötig, weil von dem dort gelagerten Bauschutt keine Gefahr ausgehe. Auf den nach Einschätzung von Fachleuten etwa 85000 Mark teuren Entsorgungskosten möchte der Landkreis jedenfalls nicht sitzen bleiben. 

Der inzwischen zum Bissendorfer Bürgermeister gewählte Guido Halfter erwartet von der Eigentümerfirma nichts Gutes mehr. „Wer so handelt, ist kein seriöser Partner“. Halfter will dem Kreis bei der „Fahndung“ nach dem Eigentümer mit aller Kraft helfen: „So darf es auf dem Gelände nicht bleiben“. 

 Jürgen Eichholz, verantwortlicher Redakteur des der Ayurveda-Bewegung nahestehenden Naturgesetz Journals, glaubt nach wie vor an den Bau eines neuen Gesundheitszentrums. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift ist unter der Überschrift „Fortschritt in Schledehausen“ unter anderem folgendes zu lesen: „Wenn auch der letzte Bauschutt beseitigt und eingeebnet sein wird, wofür die Vorbereitungen laufen, dürfte eine wichtige Voraussetzung dafür erfüllt sein, um in Schledehausen die hohen Anforderungen Maharishis Vedischer Wissenschaft weiter umzusetzen“. 

Die aktuelle Sachlage bezeichnet auch Eichholz als „für beide Seiten unerfreulich“. Etwas ändern könne allein der von der Eigentümerfirma mit der Bauschuttentsorgung beauftragter Architekt. Doch den kann auch der sich selbst als Szene-Kenner bezeichnende Eichholz nur „sehr schwer erreichen“. 

 
 
 
Neue Osnabrücker Zeitung 11.8.2001 
Schledehausen: Brennt heute ein "Freudenfeuer“ aus Bauabfall? 
Ordnungsamtsleiter Halfter: Das muss auf jeden Fall verhindert werden 

Bissendorf (hil) 
Ein auf dem Schledehauser Akademiegelände für heute angekündigtes "Freudenfeuer“ hat dem Bissendorfer Ordnungsamtsleiter Guido Halfter gestern Morgen die Zornesröte ins Gesicht getrieben. "Es Ist unglaublich. Die wollten riesengroße Bauholzreste einfach abfackeln, um Geld zu sparen.“ Halfter reagierte umgehend und untersagte das Vorgehen. Ob das hilft, wird sich aber erst heute zeigen. 

Gestern Vormittag erreichte Halfter urplötzlich ein in den Niederlanden abgeschicktes Fax der "Maharishi Ayurved Gesundheitszentrum Akademie Schledehausen GmbH“ mit folgendem Wortlaut: "Sehr geehrte Damen und Herren, wir beabsichtigen am Samstag, dem 11. August, ein Freudenfeuer wegen des vollzogenen Abrisses des alten Akademiegebäudes durchzulühren.“ Die Mitteilung lässt auch im Weiteren keinen Zweifel an der Ernsthaftigkeit des Vorhabens. "Dies nur zu Ihrer InformatIon. Die Feuerwehr setzen wir in Kenntnis", schreibt ein B. Metzner der Gemeinde "mit freundlichen Grüßen". 

Letztere empfand Ordnungsamtsleiter Halfter wie Hohn und Spott. "Ich dachte zuerst an einen schlechten Witz.“ Ein Anruf unter der dem Fax beigefilgten nlederIändischen Telefonnummer brachte ihm dann GewIssheit. Besagter B. Metzner entpuppte sich als ein von der GmbH engagierter Architekt und habe sich zunächst völlig überrascht gezeigt, dass etwas gegen das "Freudenfeuer“ einzuwenden sei. "Das habe ich ihm dann aber mit sehr deutllcheri Worten klar gemacht“, berichtet Guido Halfter. Die bis zu sechs Meter hohen Holzhaufen seien nach geltendem Recht als Bauabfall zu bewerten und kostenptlichtig auf dem Osnabrücker Piesberg zu entsorgen. Das Ganze einfach zu verbrennen wäre "nicht statthaft und unter Umständen sogar strafbar“, teilte Halfter der GmbH mit Sitz in Holland gestern auch schriftlich mit. 



Telefonnummer aus den Niederlanden 


Überhaupt ist der Bissendorfer Amtsleiter auf die Eigentümer des inzwIschen fast komplett abgerissenen ehemaligen Akademiegebäudes nicht gut zu sprechen. "Niemand weiß, was auf dem Gelände jetzt wirklich passieren soll. Bis heute liegt kein Bauantrag bei der Gemeinde vor.“ Die angekündigten Millioneninvestitionen für ein neues Gesundheitszcntrum seien nach wie vor nicht in Sicht. Zudem ist die bisherige Ansprechpartnerin der Gemeinde, Gisela Mieschendahl-Preuß, nach Kenntnis des Ellerbecker CDU-Ratsherrn Heinz Lütter schon Ende Mal als Geschäftsführerin abgesetzt worden und kümmere sich nun nur noch um ihr eigenes Wellness-Zentrum, das sie unweit entfernt in der ehemaligen Geburtsklinik etabliert hat. 

Gisela Mieschendahl-Preuß war gestern ebensowenig zu erreichen wie die in den Niederlanden ansässige GmbH. Ratsherr Lötter glaubt, dass die vermeintlichen Maharishi-Investoren ein übles Spiel mit der Gemeinde gespielt haben. "Bislang wurden nur die Materialien abtransportiert, die für gutes Geld an anderweitige Interessenten verkauft werden konnten“, sagt der Ellerbecker Ortsvorsteher. Übrig geblieben 

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Bildunterschrift: 
DAS IST ALLES, was von dem fast 100 jahre alte Schledehmuser Akademiegebäude übrig geblieben ist. Ein riesiger Holzhaufen (Bildmitte) sollte nach den Planungen des Eigentümers eigentlich heute in einem "Freudenfeuer“ verbrannt werden. Die Gemeinde will das verhindern und untersagte das Vorhaben. Foto: Thomas Osterfeld 
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seien von dem einstmaIs stolzen Akademiegebäude nur noch Tausende Kubikmeter Bauschutt, Holz und Teerpappe. Heinz Lötter: "Ich glaube nicht, dass hier noch etwas Neues gebaut wird“. Vielmehr sei es dem Eigentümer wohl darum gegangen, so viel Geld wie möglich aus dem alten Gebäude herauszuholen und der Gemeinde dann eIne Ruine zu hinterlassen. 

Guido Halfter hat inzwischen die Polizei gebeten, am heutigen Samstag ein wachsames Auge auf das Sanatoriumsgelände Am Berg 2 zu haben. Der Ordnungsamtsleiter: "Ich will dieses so genannte "Freudenfeuer" auf jeden Fall verhindern und werde deshalb selbst schon frühmorgens vor Ort sein.“

 
 
 
Neue Osnabrücker Zeitung 19.6.2000 

"Bauwerk nicht abreißen“ 

Leserbrief zu den Berichten Sanatorium Schledehausen 

"Im Rahmen meiner Beratungstätigkeit für Unternehmen stehe ich oft vor der Frage, ob ältere (Firmen-) Gebäude noch auf die aktuellen Anforderungsbedürfnisse umgerüstet werden sollen oder ob nicht ein Abriss und Neubau der (ökonomisch) bessere Weg ist. Obgleich in den von mir geprüften Fällen meist erheblich mehr Argumente für Abriss und Neubau sprechen (jedoch nicht nur wegen der Kosten, 'alte‘ Standorte haben oft logistische Nachteile, Parkplatzprobleme usw.), komme ich in meiner Aussage zum Sanatorium in Schledehausen zu einem anderen Ergebnis. Denn im Falle einer prägnanten, hier sogar als Baudenkmal geschützten Gebäudes sind nicht nur wirtschaftliche Gesichtspunkte des Eigentümers zu berücksichtigen, vielmehr sind auch städtebauliche und historische Interessen vorhanden, die nicht mit einem mehr als vagen Versprechen von Arbeitsplätzen vom Tisch zu wischen sind. .... Die Geschichte des Gebäudes, dessen weithin sichtbare Lage und die Aussagekraft der Architektur aus der Bauzeit sprechen dafür, dieses Bauwerk zu erhalten und weiterhin zu nutzen. Vergessen wird nicht, dass ein von der Fassade her so 'warmes‘ Gebäude einen 'Wohlfühl-Charakter‘ hat und so zusätzlich zur Genesung beiträgt - mehr, als mancher moderne Zweckbau, der oft als 'kalt‘ empfunden wird ... Auf Grund des Kenntnisstandes, den ich aus Ihrer Berichterstattung habe, sollten die Beteiligten nach meiner Auffassung folgende Punkte bedenken, bevor eine Entscheidung getroffen wird: 
 

  • Ein Neubau nebst Abrisskosten muss nicht zwangsläufig preisgünstiger werden als der Umbau des Bestandsobjektes.
  • Seitens der Eigentümer war von emem zweistelligen Millionenbetrag die Rede, der investiert werden sollte. Es ist zu überlegen, ob es bei dieser Investitionssumme nicht möglich ist, rund um das Baudenkmal neue Gebäude zu errichten und das Baudenkmal so zu nutzen, dass die Investitionen hierfür möglichst gering gehalten werden können (Verwaltung, Wohnen für Mitarbeiter, allgemein genutzte Räume im EG usw.)
  • Es ist zu analysieren, ob die denkmalgeschützte Immobilie der vorgesehenen Gesamtmaßnahme nicht eine erhöhte Attraktivität verleiht.
  • Die Aussagen der Eigentümerseite sind diffus; einerseits fehle das Geld, heißt es da, andererseits sollen zweistellige Millionenbeträge investiert werden. Nicht nur die Finanzierung scheint fragwürdig, es ist bisher kein für die Öffentlichkeit nachvollziehbares Konzept ersichtlich.
  • Eine Abrissgenehmigung schon im Vorfeld einer lediglich angedachten Neubauplanung zu erteilen, also ohne dass ein Nutzungskonzept und ein Bauantrag für die neue Nutzung vorliegen, würde die Position der zuständigen Behörden grundlegend schwächen. Davon ist dringend abzuraten.
  • Es wäre zu prüfen, ob für den Fall, dass man sich letztlich doch zu einer Abrissgenehmigung entschließen sollte, diese von einer Bauverpflichtung, ggfl. mit hinterlegter Banksicherheit, abhängig gemacht werden kann. Dies würde bedeuten, dass mit der Erteilung der Abrissgenehmignng eine bindende Baugenehmigung mit Fassandengestaltung etc. gekoppelt wird, bei der z.B. auch der Fertigstellungstermin festgesetzt wird; die Finanzierung der Gesamtmaßnahme muss daneben durch eine Bank abgesichert sein...“
Matthias Rollmann, 
Lindenstraße 171, 
Belm-Haltern

 
 
 

Neue Osnabrücker Zeitung 13.6.2000 

"Bausubstanz ist viel zu marode“ 

Geschäftsführerin möchte Neubau. 

Bissendorf (b.r.) Es ist schon eine Ironie des Schicksals, wenn das hundertjährige Bestehen eines maroden Gebäudes gefeiert und zu diesem Anlass ein Buch herausgegeben wird, zeitgleich der Abrissbagger in Aktion ist. Genau so viel Interesse wie an der Vorstellung des Buches über das Sanatorium von Paul Walter Wahl hatten viele Bürger deshalb an aktuellen Informationen über den Verbleib des geschichtsträchtigen Hauses. 

"Ich habe vor 17 Jahren ein schweres Erbe angetreten und musste etwas Gutes daraus machen“, sagte Gisela Mischendahl-Preuß, Geschäftsführerin des Ayurveda-Gesundheitszentrums und Besitzerin einiger Nebengebäude auf dem Berg. Dass die Einrichtung des Gesundheitszentrums mit ayurvedischen Kuren, Erholungs- und Entspannungstherapien doch noch zu einem langfristigen Erfolg führt, hoffi sie trotz aller Rückschläge und finanzieller Schwierigkeiten. 

Mit der Nutzung des ehemaligen Sanatoriums als Ayurveda-Gesundheitszentrum ab 1985 seien viele Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet nach Schledehausen gekommen. In den noch immer sanierungsbedürftigen Gebäuden seien die Gäste doch in den letzten Jahren ausgeblieben. 17 Jahre lang habe sie versucht, die Bausubstanz zu erhalten und mit den Einnahmen des Gesundheitszentrums größer werdende Löcher in der maroden Bausubstanz zu stopfen. "Ich bin nun müde geworden, Altes mit Macht aufrechtzuerhalten“, gab die Geschäftsführerin zu. 

Über den Stand der baulichen Entwicklung informierte Bauamtsleiter Karl Heinz Senkel. In einem noch nicht abgeschlossenen Verfahren werde derzeit geprüft, ob ein Abriss des ersten Gebäudes auf dem Berg genehmigt werde. Sollte der Abriss erfolgen, erwarte das Bauamt der Gemeinde ein Planungskonzept des Gesundheitszentrums für einen Neubau. Über dieses Bauvorhaben entscheide dann der Rat, so Senkel. 

Gisela Mischendahl-Preuß ließ keinen Zweifel: Sollte die Gemeinde den Neubau eines Gesundheitszentrums nach ihren Planungen nicht genehmigen, so werde sie und die Eigentümer-Gesellschaft Schledehausen verlassen. 

"Wir möchten hier ein weltweit anerkanntes Gesundheitskonzept weiterführen, das auch dem Ort Schledehausen zugute kommt", sagte Frau Mischendahl-Preuß. 

Kritische Fragen der lebhaften Diskussion richteten sich nach den Besitzverhältnissen der Gebäude auf dem Berg und dem Zusammenhang des Ayurveda-Gesundheitszentrums mit der Transzendentalen Meditation. Es gebe zwar ideologische Zusammenhänge, das Gesundheitszentrum sei jedoch finanziell TM-unabhängig. Ob ein Kurgast sich auch mit der Meditation beschäftige, bleibe seine Entscheidung, versicherte Klaus Preuß, Ehemann der Geschäftsführerin und Lehrer der Transzendentalen Meditation.

 
 
 
Neue Osnabrücker Zeitung 25.5.2000 

Grünes Licht für ein neues Gesundheitszentrum? 

Gebäude teilweise abgerissen — Kein Antrag für Neubau. 

Bissendorf (hil). Der große Gebäudetrakt an der Schledehauser Bergstraße ist zu Wochenbeginn bereits weitgehend abgerissen worden. Wenn es nach dem Willen der Betreiberin des Mabarishi-Ayurveda-Gesundheitszentrums, Gisela Mischendahl-Preuß, geht, soll das unter Denkmalschutz stehende, 100 Jahre alte Sanatoriumsgebäude auf der gegenüberliegenden Seite bald folgen. 

"Wir möchten lieber heute als morgen ein neues, modernes Gesundheitszentrum für gehobene Ansprüche bauen. In den alten Räumlichkeiten konnten wir den Betrieb nicht fortsetzen“, betont die Geschäftsfrau. Geplant ist auf dem Gelände direkt neben dem bereits abgerissenen Gebäude ein Neubau mit Therapie- und Gästezimmern für etwa zwölf Millionen DM. "Das Geld steht bereit. Wenn wir die Genehmigungen bekommen, könnte es sofort losgehen“, versichert Gisela Mischendahl-Preuß. 

Angepeilt würden 80 Gäste pro Tag in dem neuen Gesundheitszentrum. "Wir würden dann etwa 120 Arbeitsplätze in Schledehausen schaffen“, sagt die Betreiberin. Damit es auch dazu kommt, müsse es jetzt schnell "grünes Licht“ vom Bissendorfer Gemeinderat geben. Um das Planungsverfahren zu beschleunigen, will Mischendahl-Preuß die Politiker und Fachleute von der Gemeindeverwaltung, dem Landkreis und der Bezirksregierung schon in den nächsten Tagen zu einem Ortstermin einladen. Dann hoffi sie die Besucher davon überzeugen zu können, dass es zum Abriss des denkmalgeschützten alten Sanatoriums keine Alternative gebe. Mischendahl-Preuß: "Überall regnet es dort durch, und die Wände sind von Schimmel durchsetzt. Eine vernünftige Renovierung würde Millionen DM kosten. Und wer soll das bezahlen?“ 

Bauamtsleiter Karl-Heinz Senkel betonte zwar, dass die Gemeinde der Betreiberin keine Steine in den Weg legen wolle, sie sich aber an die gesetzlichen Vorgaben halten müsse, wozu eben auch der Denkmalschutz zähle. Ihm liege zudem immer noch kein Antrag für den gewünschten Neubau vor.

 
Aus: Neue Osnabrücker Zeitung 5.5.2000 

38 Mitarbeiter entlassen: Ayurvedazentrum schließt 

Neubau für zwölf Millionen DM in Schledehausen? 

Bissendorf (hil) Das Schledehausener Maharishi-Ayurveda-Gesundheitszentrum wird seine Pforten schon Ende des Monats bis auf Weiteres schließen. Die 38 Mitarbeiter des Hauses haben bereits ihre Kündigungen erhalten. Nach Angaben der Leiterin der Niederlassung, Gisela Mischendahl-Preuß, will die Zentrale des Betreibers die bestehenden Gebäude abreißen und zwölf Millionen DM für den Bau eines modernen neuen Gesundheitszentrums in Schledehausen investieren. "Die Planungen für den Neubau sind schon weit fortgeschritten. Wenn alles gut geht, soll es mit den Arbeiten schon im Sommer losgehen. Dann könnte der Betrieb noch in diesem Jahr wieder losgehen“. Gisela Mischendahl-Preuß zeigte sich gestern "sehr zuversichtlich“, dass dem Vorhaben seitens der Genehmigungsbehörden keine Steine in den Weg gelegt werden. Einem im Frühjahr eingereichten Bauantrag habe die Bissendorfer Gemeindeverwaltung "sehr offen“ gegenübergestanden. 

Dessen Bauamtsleiter Karl-Heinz Senkel ist von einem offiziellen Bauantrag zwar nichts bekannt, er glaubt aber nicht, dass es unüberwindbare Probleme für das Vorhaben gibt. Eine bereits vor Jahren erstellte Umweltverträglichkeitsstudie schließe Neubauten an dieser Stelle nicht aus. Der Investor müsse sich aber, so Senkel, an strenge Bauvorgaben halten und seine Pläne genau mit der Gemeinde absprechen. Auch werde eines der drei Gebäude, das abgerissen werden soll, in diesem Monat 100 Jahre alt und stehe unter Denkmalschutz. Hier werde sich der Bauherr um eine Ausnahmegenehmigung für den Abriss bemühen müssen. 

Gisela Mischendahl-Preuß will alles in die Wege leiten, damit die alten Gebäude bald Platz für die neue Anlage machen. Zu den Modernisierungsplänen habe es keine Alternative gegeben. "In den alten Gebäuden sind nur die Hälfte der Zimmer mit eigener Dusche und WC ausgestattet. Das ist heute einfach nicht mehr zeitgemäß“, betonte sie. Während die Besucherzahlen in den Ayurvedazentren in Traben-Trabach und Bad Ems in die Höhe geschnellt seien, habe es in Schledehausen eine negative Entwicklung gegeben. 

Mit dem neuen Konzept soll nun der landschaftlich reizvolle Standort Schledehausen fit für die Zukunft gemacht werden. Gisela Mischendahl-Preuß: "Wenn alles wie geplant funktioniert, werden wir nicht nur die 38 Mitarbeiter wieder einstellen. Dann wird es ganz sicher weitere Neueinstellungen geben.

 
 

Das Naturgesetz-Journal 5/2000 über ideologisch begründeten Abbruch von Gebäuden
 
 
 
Aus: Naturgesetz-Journal 5/2000 Seite 4 

Die physische Erneuerung der Welt 
Oder: Wie nutzt man Veränderungsprozesse am erfolgreichsten? 

Kann das denn wahr sein? Da gibt es so viele alt-ehrwürdige Gebäude an vielen Orten der Welt, in denen die verschiedenen Organisationen der TM-Bewegung über viele Jahre ihre Programme erfolgreich angeboten haben. Und jetzt soll es da nicht mehr so weitergehen? 

Zu den derzeit weltweit angelaufenen Erneuerungsarbeiten befragten wir unsere Zeitzonen-Administratoren, Gisela und Johannes Melchers: 

[Abbildung: "Gesundheitszentrum Schledehausen vor dem Abriss"] 

Überraschend für viele hat der Abriss der Gebäude der nationalen TM-Verwaltung begonnen. Ist dies das Ende von Schledehausen? 

"Ich denke, dass dies eher der Anfang eines neuen Schledehausen ist, eines Schledehausen entsprechend Maharishi Sthapatya Veda, damit vollständig im Einklang mit dem Naturgesetz. Daher werden die neuen Gebäude und die darin stattfindenden Aktivitäten erfolgreich und sehr wichtig und wesentlich für ganz Deutschland und Europa sein. Maharishi plant dort ein neues Gesundheitszentrum unter Verwendung aller neuen Gesundheits-Technologien und -Programme, die in den letzten lahren entwickelt wurden, einschließlich aller neuen Methoden, die von Tony Nader entwickelt wurden In den nächsten Monaten wird man einiges dazu hören. Dass der Abriss mit der nationalen Zentrale, der Samhita, begonnen wurde, hatte rein technische Gründe. Im Grunde wollen wir alle alten Gebäude abreißen, die sich im Eigentum der Bewegung befinden. Maharishi sagte noch dazu: "Gemäss den Vedischen Bauregeln überschattet ein Gebäude mit falschem Vastu den Erfolg und das Wohlbefinden seines Besitzers. Vedische Architektur erlaubt uns nicht in nicht-vedischen Gebäuden zu sein.“ 

Warum musste der Abriss jetzt erfolgen? 

"Den Abriss hatte man schon längere Zeit im Auge. Maharishi hatte Frau Eickhoff schon vor 10 Jahren gebeten das Samhita-Gebäude abzureißen. Der Plan für den Abriss der anderen Gebäude besteht im Prinzip auch schon seit einem Jahr. Dass es nun gerade im Monat Mai stattgefunden hat, hat meines Erachtens seine Gründe in der Jyotish-Konstellation, in der es geboten war, alte Strukturen abzureißen.“ 

Wurde denn die Wichtigkeit des Maharishi Sthapatya Veda, obwohl schon längere Zeit bekannt, bisher noch nicht wirklich erfasst? 

"Da stimme ich zu. Die Wichtigkeit des Maharishi Sthapatya Veda für Erfolg in unserem Leben ist definitiv noch nicht erfasst worden. Denn wenn man berücksichtigt, dass in Deutschland vielleicht sechs bis acht private Wohnhäuser nach Maharishi Sthäpatya Veda neu gebaut wurden, ist das in Bezug auf die gesamte Bevölkerung unbedeutend. Es gibt einen sehr großen Nachholbedarf, um die Wichtigkeit zu erfassen - durch die Aktivitäten der Maharishi Sthapatya Veda Architekten und Berater oder den MVU Kurzkurs "Maharishi Sthapatya Veda“, der bereits über die Maharishi Open University ausgestrahlt wurde. Die Teilnahme an diesem Kurs möchte ich jedem wärmstens ans Herz legen, um eine wirklich gründliche Einführung in Maharishi Sthapatya Veda zu erhalten. Gedruckt gibt es eine englische Broschüre der amerikanischen Baufirma Maharishi Global Construction. Ebenfalls in Englisch erschien das Taschenbuch "Building for the health and happiness for everyone“ (Bauen für jedermanns Gesundheit und Freude). Dies ist eine Ausstellung der wichtigsten Informationen im Taschenbuchformat, die über den Samhita Versand erhältlich ist.“ 

Gibt es aus dieser EntwIcklung eine Empfehlung an die Meditierenden und Center in Deutschland? 

"Maharishi Sthapatya Veda ganz praktisch im täglichen Leben anwenden! Schauen Sie sich die eigene Wohn- und Arbeitssituation an und ziehen Sie entsprechende Konsequenzen. Wo ist der Eingang, wie ist das Haus auf dem Grundstück platziert usw.? Dann überlegen Sie mit den Maharishi Sthapatya Veda Beratern, was man damit macht. Nimmt man eine Korrektur des Gebäudes vor oder ist es nicht korrigierbar und es sollte verkauft oder abgerissen werden? Und dann neu bauen! Das Gleiche gilt für die Arbeitssituation. Da ist es unter Umständen schwieriger, aber vielleicht kann man auch dort das Eine oder Andere bewegen. Das Wichtigste aber ist die private Wohnsituation.“ 

"Die Center sollten sich ihre Situation sofort genauestens anschauen. Und wenn sie nicht sicher sind, was sie machen sollen, kann man die Berater konsultieren. Langfristig möchte ich auf jeden Fall allen Centern empfehlen, zumindest in jeder großen Stadt über 400.000 Einwohnern, später natürlich auch in allen anderen Städten, ein Maharishi Vedisches Center vollständig entsprechend Maharishi Sthapatya Veda zu bauen. Das ist auch einer unserer Schwerpunkte in der Zeitzonen-Administration. Wir sind sehr gerne bereit beratend und unterstützend an diesen Projekten teilzunehmen. Jeder kann sich direkt über Email, Telefon und Fax an uns wenden.“ 

Findet dieser Erneuerungsprozess nur in Deutschland statt? 

"Natürlich ist dieser Prozess weltweit. Im Mai, während der speziellen Jyotish-Periode, wurde ganz besonders Wert auf den Abriss der alten Gebäude gelegt, z.B. auch an der MUM in Fairfield, lowa. 

[Foto: "Parsons-College der MUM, Fairfield", halb abgerissen] 

Dann natürlich Schledehausen und ein Teil der Gebäude in Maharishi Nagar bei Delhi in Indien Es geht jetzt weiter mit dem Kulm-Gebäude in Seelisberg und vielen anderen, die der internationalen Bewegung gehören. Nach dem Abriss werden sie nach und nach neu aufgebaut. Mit Sicherheit wird es eine so große Signaiwirkung auf alle nationalen und lokalen Gebäude und Einrichtungen haben, dass man diesem Beispiel in den nächsten Wochen und Monaten folgen wird. Also definitiv nicht nur in Schledehausen, denn Maharishi möchte damit ein Signal geben, das weltweiten Einfluss hat." 


Dr. Bevan Morris, Präsident der Maharishi Universities of Management: "In der ganzen Welt unternehmen gegenwärtig die am Bewusstsein orientierten Erziehungs- und Gesundheitsorganisationen, die von Maharishi Mahesh Yogi gegründet wurden, die größten Bemühungen, um ihre Lehreinrichtungen gemäß den gesunden Prinzipien, die in der uralten, im Einklang mit dem Naturgesetz stehenden Vedischen Architektur zur Verfügung stehen, neu aufzubauen ... 

Darum haben wir den Abriss alter Gebäude und deren Wiederaufbau begonnen auf unserem Universitätsgelände an der  MUM in Fairfield, lowa, an der MUM in Holland, an unserer nationalen Verwaltung in Maharishi Nagar in der Nähe Neu-Delhis, Indien und an unserem Gesundheitszentrum in Schledehausen, Deutschland.“ 

Sehr persönlich betroffen kommentiert Gisela Preuss, Geschäftsführerin des Maharishi Ayur-Veda Gesundheitszentrums Schledehausen diese Veränderung: 
"Die Akademie Schledehausen feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Jubiläum. Allein 25 Jahre davon sind TM-Geschichte, 17 Jahre davon mit meinem persönlichen Einsatz, wobei sich Fortschritt und Erfolg für das Maharishi Ayur-Veda Gesundheitszentrum erkennen lassen. 

Nun, wie ein Blitz aus heiterem Himmel, erfolgt ein sofortiger Abbruch aller hier der Bewegung gehörenden Häuser. Sobald die Genehmigung zum Abbruch der Residenz vorliegt, wird auch diese als letztes Gebäude abgerissen. 

Nun könnte man sagen, es ist alles vorbei und verloren. Nein, es hat gerade erst richtig angefangen, denn Entwicklung in dieser heutigen Zeit heißt auch Veränderung, Wandlungsprozesse aller erstarrten und falschen Strukturen zuzulassen. Mit einem "JA“ habe ich die Herausforderung als eine Chance für unsere neue, bessere Zukunft angenommen. Denn jeder von uns wird sich über kurz oder lang dieser Herausforderung konkret annehmen und sie umzusetzen lernen müssen. 

An dem neuen Gesundheitskonzept nach den Prinzipien des Maharishi Sthapatya-Veda wird hier auf diesem wunderschönen Areal bereits gearbeitet Die Anzeichen für eine gesamte Umorientierung und Neugestaltung des Grundstücks nehmen immer konkretere Gestalt an, wobei es mir eine persönliche Freude bereitet, mein über viele jahre gewonnenes Know-how und meine Erfahrung für Bauen und Wohnen und über Maharishi Ayur-Veda in das neue Projekt planerisch und konzeptionell mit einzubringen. Ich bin sehr glücklich, dass diese Vision vom Neubauen, über die Maharishi schon seit vielen jahren spricht, hier in Schledehausen seinen Anfang für Deutschland nimmt."

 



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