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Maharishi-Kult:
Werbung "Papst empfiehlt TM" ist frei erfunden
 
 
Inhalt dieser Seite: Zum Thema in dieser Website: In anderen Websites:
 
 

Diese Seite wurde am 21.10.2005 installiert und blieb bis zum 23.1.2012 unverändert. An diesem Tag traf eine E-Mail von Klaus Weber ein, damals wie heute Inhaber der Website www.TM-Konstanz.htm. Nach 7 Jahren teilte Weber der AGPF mit: "Das Ratzinger-Zitat habe ich auf meiner Website ... entfernt. Ihr Hinweis wird damit gegenstandslos". Webers Adresse heute laut Website-Register: 30159 Hannover, Sophienstraße 7. Das ist das "Grotesche Palais". In seinen Websites www.tm-konstanz.de und www.lebensqualitaet-technologien.de benutzt er die Adresse "c/o Friedenspalast, Stendaler Str. 25b, 39646 Oebisfelde-Weferlingen".

 
"Joseph Ratzinger (jetzt Papst) empfiehlt TM" 
heisst es in der Inhaltsübersicht der Website www.tm-konstanz.de, Abbildung rechts.  

Ein Link verbindet zu der Seite www.tm-konstanz.de/interessensgruppen.html und dort heisst es unter der Überschrift "Warum wird TM in Deutschland nicht längst staatlich gefördert?":  

"Joseph Kardinal Ratzinger (jetzt Papst) schrieb 1990 in der Zeitschrift "Herder Korrespondenz" einen Brief an die Bischöfe der Katholischen Kirche. Darin wird Transzendentale Meditation zu den "[...] echten Praktiken der Meditation" gezählt, welche "[...] auf den gespaltenen und orientierungslosen Menschen von heute Anziehungskraft ausüben und ein geeignetes Hilfsmittel für den Betenden darstellen könne, sogar mitten im äußeren Trubel innerlich entspannt vor Gott zu stehen."
Auch die Ankündigung "Gutachten des OLG" enthält eine Täuschung, vgl. http://www.AGPF.de/TM-Godbersen.htm
 
 
 
 
Gemeint ist ein Schreiben im Umfang von mehr als drei Zeitungsseiten, veröffentlich im kirchenamtlichen "L'Osservatore Romano" Nr. 2/1990 in deutscher Sprache, Abbildung rechts, zum Vergrössern anklicken.
 

Kardinal Ratzinger schreibt unter dem Titel "Begegnung mit Gott und dem Nächsten" nach einer Einführung und einem Kapitel über "Das christliche Gebet im Licht der Offenbarung", unter III. über "Verfehlte Gebetsweisen", unter IV. über "Der christliche Weg der Vereinigung mit Gott", unter V. über "Fragen der Methoden", unter VI. über "Psychophysische-körperbezogene Methoden" und unter VII. über "Ich bin der Weg".
 
 

Hier Zitate aus dem Text, aus denen die angebliche Empfehlung zusammengebastelt wurde:
 
Das Zitat: 


"Joseph Kardinal Ratzinger (jetzt Papst) schrieb 1990 in der Zeitschrift "Herder Korrespondenz" einen Brief an die Bischöfe der Katholischen Kirche. Darin wird Transzendentale Meditation zu den "[...] echten Praktiken der Meditation" gezählt, welche "[...] auf den gespaltenen und orientierungslosen Menschen von heute Anziehungskraft ausüben und ein geeignetes Hilfsmittel für den Betenden darstellen könne, sogar mitten im äußeren Trubel innerlich entspannt vor Gott zu stehen."
Aus: L'Osservatore Romano" Nr. 2/1990 Beilage II "Begegnung mit Gott und dem Nächsten" 

2. Der immer häufigere Kontakt mit anderen Religionen und ihren unterschiedlichen Gebetsstilen und -methoden hat in den letzten Jahrzehnten viele Gläubigen zur Frage nach dem Wert geführt, den nichtchristliche Meditationsformen für Christen haben können. Die Frage betrifft vor allem die östlichen Methoden ... (Fussnote 1: Unter "östlichen Methoden" werden hier Methoden verstanden, die sich wie "Zen", die "transzendentale Meditation" oder "Yoga" am Hinduismus und Buddhismus inspirieren. Es handelt sich also um Meditationsweisen des nichtchristlichen Fernen 0stens, die heute nicht selten auch von manchen Christen bei ihrer Meditation verwendet werden. ...). 

12. Bei der heutigen Verbreitung östlicher Meditationsformen im Raum des Christentums und in kirchlichen Gemeinschaften erleben wir erneut den ernsthaften Versuch, die christliche Meditation mit der nichtchristlichen zu verschmelzen, was nicht ohne Risiken und Irrtümer abgeht. ...  
Diese oder andere analoge Vorschläge, die christliche Meditation mit östlichen Techniken zu harmonisieren, müssen ständig genau nach Gehalt und Methode überprüft werden, will man nicht in einen verderblichen Synkretismus verfallen. 

16. Der größere Teil der Hochreligionen, welche die Vereinigung mit Gott im Gebet gesucht haben, hat auch die Wege bezeichnet, wie man dahin gelangt. Da "die Kirche nichts von alledem ablehnt, was in diesen Religionen wahr und heilig ist" (Fussnote 18: Erklärung Nostra aetate, Nr. 2), darf man diese Hinweise nicht von vornherein als unchristlich verachten. Man kann im Gegenteil daraus das Nützliche aufgreifen, wenn man dabei nicht die christliche Auffassung vom Gebet, seine Logik und seine Erfordernisse übersieht, denn innerhalb dieses Ganzen müssen jene Fragmente neu umschrieben und aufgenommen werden. ... 

23. ...Da der Mensch Geschöpf bleibt, ... das sich nur in der Gnade sicher weiß, beruht die Weise, wie er sich Gott naht, nicht auf einer Technik im strengen Sinn dieses Wortes. Dies würde dem vom Evangelium geforderten Geist der Kindschaft widersprechen. Die echte christliche Mystik hat nichts mit Technik zu tun. Sie ist immer ein Geschenk Gottes, dessen sich der Empfänger unwürdig fühlt. 

28. Einige physische Übungen erzeugen automatisch das Gefühl der Ruhe und Entspannung, Gefühle der Befriedigung, vielleicht sogar Empfindungen von Licht und Wärme, die einem geistlichen Wohlbefinden gleichen. Sie aber als echte Tröstungen des Heiligen Geistes anzusehen, wäre eine gänzlich falsche Art, sich den geistlichen Weg vorzustellen. Würde man ihnen eine für die mystische Erfahrung typische syrnbolische Bedeutung zuschreiben, ohne daß die sittliche Haltung des Betreffenden dem entspricht, so hätten wir eine Art geistiger Schizophrenie vor uns, die sogar zu psychischen Störungen und zu weilen zu moralischen Verirrungen führen kann. 
Das hebt freilich die Tatsache nicht auf, dass echte Praktiken der Meditation, die aus dem christlichen 0sten und aus den nichtchristlichen Hochreligionen stammen und auf den gespaltenen und orientierungslosen Menschen von heute Anziehungskraft ausüben, ein geeignetes Hilfsmittel für den Betenden darstellen können, sogar mitten in äußerem Trubel innerlich entspannt vor Gott zu stehen.

 



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1. Version dieser Seite installiert am 21.10.2005


 


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