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Infos über Sekten, Kulte und den Psychomarkt AGPF - Aktion für Geistige und Psychische Freiheit Bundesverband Sekten- und Psychomarktberatung e.V., Bonn Adresse dieser Seite: http://www.AGPF.de/TM-Oebisfelde.htm Zuletzt bearbeitet am 14.10.2006 Zur Homepage | Zur Inhaltsseite | Zum Begriff Sekte | AGPF-Spendenkonto |
"Maharishis Vedische Stadt"
in Oebisfelde?
2005: "Friedenspalast"
in einer Kaserne eingerichtet, "Universität" auf dem Acker geplant.
Neu
2006: Aus der "Universität" wurde "Erholungskomplex"
Nach aussen wurde gesicherte
Finanzierung behauptet, intern wurden Kleinspenden gesammelt.
Planungsziel möglicherweise
lediglich eigenes Wohngebiet.
Obiger Text befindet sich seit Anfang 2002
in dieser Website. Er enthält die Zusammenfassung aus jahrzehntelanger
Beobachtung.
Der nachfolgende Text wird zeigen, warum
sich an dieser Beurteilung nichts geändert hat.
2006: Aus der "Universität" wurde "Erholungskomplex"
Monatelang hat die angebliche Stiftung
die Stadt Oebisfelde umgetrieben. Bürger und Stadträte machten
sich offenbar Hoffnung auf eine veritable Universität. Sang- und klanglos
wurde das Luftschloss umgeplant.
Die "Klötzer Volksstimme" berichtete
am 1.6.2006:
"Nachdem das Vorhaben zum Bau einer Universität oder Hochschule durch die Maharishi-Weltfriedensstiftung in Oebisfelde gescheitert ist, plant die Stiftung nun einen Erholungskomplex. Vorgestellt wurde das Proiekt am Dienstag bei der Sitzung des Bauausschusses."Dieser habe zugestimmt. Jetzt müsse noch der Stadtrat zustimmen.
In Oebisfelde in der Nähe von Wolfsburg
hatte der Maharishi-Anhänger Hans-Egon Kolsdorf eine frühere
Kaserne der Nationalen Volks-Armee NVA gekauft. Im früheren Grenzgebiet
der DDR war jede Gemeinde froh, wenn sich für eine solche Immobilie
ein Käufer gefunden hat. Kolsdorf hatte die Immobilie aus der Konkursmasse
einer Bildungseinrichtung ersteigert. Angeblich für 100.000 Euro.
In der Volksstimme (10.01.2006 http://www.volksstimme.de/vsm/nachrichten/sachsen_anhalt/?em_cnt=20952)
wird berichtet: "Maharishi-Stiftung will in Oebisfelde erste ' Vedische
Hochschule' Deutschlands bauen". Dort heisst es allerdings: "Die Kaserne
war nach der Wende durch das Arbeitsamt für Umschulungsseminare genutzt
worden. Die Kolsdorfs kauften das Gelände von der Kommune, rissen
13 Gebäude ab und richteten in der ehemaligen Soldatenunterkunft ein
Tagungs- und Meditationszentrum mit 51 Zimmern ein. Die Gäste werden
von der 'Maharishi-Friedensstiftung' vermittelt".
Tatsächlich wird in der Gemeinde
kolportiert, ein Abbruchunternehmer - der auch im Stadtrat sitze - sei
der einzige, der bisher an den Maharishis Geld verdient habe.
Kolsdorf war 1999 bei den Europawahlen
Kandidat für Maharishis Naturgesetz-Partei. Als Wohnsitz war damals
Bissendorf angegeben, das damalige Zentrum des Maharishi-Kultes. Viel mehr
war über ihn nicht bekannt, ausser, dass er "TM-Lehrer" war (http://www.AGPF.de/TM-Lehrer.htm)
und bis er "Kabinettsmitglied" von Maharishis "Friedensregierung" wurde
(>>).
Die
Kaserne wird als Palast etikettiert
| Kolsdorf Kaserne wurde
mit einem Schild über dem Eingang (>>)
und einem Wegweiser als "Friedenspalast" etikettiert.
Der Eingang wurde mit einem kleinen Torbogen versehen mit jeweils kleinen vergoldeten Zwiebeltürmchen auf den beiden Säulen. Auf dem Dach wurde eine schmale pyramidenförmige Mauer gebaut, auf deren letzten obersten Stein wiederum eine vergoldete Zwiebel gesetzt ist und die den Eindruck einer Kuppel erweckt. Die Kaserne liegt am nördlichen Stadtrand von Oebisfelde, im Norden begrenzt von der Bahnstrecke und im Süden von einem kleinen Industriegebiet. Angrenzend der Acker, auf dem die Universität geplant ist. Rechts der Wegweiser an der einzigen Zufahrt zum Gelände. |
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Zunächst war nur von einem Seminargebäude
die Rede.
Bis Maharishi beschloss, eine Maharishi-Weltfriedens-Stiftung
zu gründen, http://www.AGPF.de/TM-Friedenspalast.htm
Diese solle weltweit "Friedenspaläste"
errichten, http://www.AGPF.de/TM-Friedenspalast.htm
Zunächst wurde ein solcher Friedenspalast
für die Gründungsfeierlichkeiten benötigt.
Maharishi-Anhänger erzählten,
Maharishi habe Anfang März 2003 ultimativ nach einem passenden Gebäude
verlangt, da die Gründung am 8.3.2003 in Deutschland stattfinden solle.
Noch wenige Tage vor Eröffnung des "Friedenspalastes" rätselten
die Maharishi-Anhänger, wo dieser sich wohl befinde.
Kolsdorf sah seine Chance.
Sein "Seminarhaus" in Oebisfelde war allerdings
noch längst nicht fertig.
Kolsdorf liess eilig den Bauschutt wegräumen.
Kolsdorf war inzwischen auch Mitglied
von Maharishis Deutscher Friedensregierung - http://www.AGPF.de/TM-Friedensregierung.htm
- und bot sein Seminarhaus an.
In der ehemaligen Kaserne gab es zwar
50 Zimmer, aber keinen Saal von ausreichender Grösse.
Also wurde kurzerhand ein Festzelt bestellt.
Daraus wurde mit viel Dekorationsstoff
das Innere eines Palastes gemacht, http://www.AGPF.de/TM-Weltfriedensstiftung.htm#Nader
Kolsdorf und Stein in Maharishis "Friedensregierung"
Allein schon die Existenz dieser "Friedensregierung"
und die Bezeichnungen ihrer Mitglieder zeugt vom Realitätsverlust
der Maharishi-Anhänger und von den Gefahren von Maharishis Methoden.
| Kolsdorf
war oder ist seit 2003 "Kabinettsmitglied" von Maharishis "Friedensregierung" in Deutschland. Zuständig für Wirtschaft, also Maharishis Wirtschaftsminister für Deutschland. Eckart Stein (>>)
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Maharishis
Stellvertreter in Oebisfelde
| Rechts der US-Amerikaner
Tony Nader in vollem Ornat als Maharishis
König Raja Raam.
Rechts neben ihm Maharishis Deutschland-Guru Emanuel Schiffgens. Dahinter ein noch schmuckloses Kasernengebäude, durch ein Schild über dem Eingang als "Friedenspalast" gekennzeichnet. |
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Die Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung berichtete
am 02.12.2003 über den "Reichtum der weltweit agierenden Sekte ...
, der auf Milliarden geschätzt wird" - http://www.AGPF.de/TM-Uedem.htm#Presseberichte
Das mag für Maharishi selbst gelten,
über den der SPIEGEL am 28.10.2004 berichtete, er sei "Steinreich
und steinalt", http://www.AGPF.de/TM1.htm#steinreich
Über die Finanzen
der Sekte selbst ist in Wahrheit nichts bekannt.
Insbesondere gibt
es keine Hinweise darauf, dass die Organisation reich ist. Im Gegenteil.
Ebensowenig gibt
es Hinweise darauf, dass Maharishi sein Geld in die Sekte investiert. Im
Gegenteil.
Er ist erst durch
die Sekte reich geworden.
Die Gründungsversammlung am 8.3.2003
fiel den Bewohnern von Oebisfelde vor allem deshalb auf, weil Teilnehmer
in Hubschraubern anreisten, http://www.AGPF.de/TM-Weltfriedensstiftung.htm#Heli
Einer soll goldfarben
lackiert gewesen sein, Maharishis Lieblingsfarbe.
Insgesamt wurde offensichtlich der Eindruck
erweckt, als handele es sich um eine reiche Organisation.
Dafür gibt es allerdings keine nachprüfbaren
Beweise.
Die angebliche Weltfriedensstiftung wurde
angeblich mit 10 Millionen Euro ausgestattet. Abgesehen davon, dass es
keinerlei Beweis für die Richtigkeit dieser Behauptung gibt: Damit
liesse sich kaum ein einziger dieser "Friedenspaläste" finanzieren.
Schon garkeine Universität.
Zur Bezeichnung als Sekte:
Zum Begriff Sekte: http://www.AGPF.de/Begriff.htm
Der religionswissenschaftliche Begriff
"Sekte" sagt etwas über die Herkunft aus. Nämlich über die
Trennung von einer religiösen Gruppe.
Der umgangssprachliche Begriff sagt etwas
über das Verhalten einer Gruppe und deren Handlungen aus, insbesondere
über den Umgang mit Anderen und deren Beeinflussung.
Die Volksstimme vom 10.1.06 berichtete über Kolsdorfs Reaktion auf das "Vorurteil", es handele ich um eine Sekte:
"Es gibt seit 1995 ein Urteil, dass unsere Gemeinschaft nicht als Sekte bezeichnet werden darf."Ein solches Urteil gibt es nicht.
Kolsdorf weiter laut Volksstimme vom 10.1.06:
"Eine Enquetekommission des Bundestages habe zudem nach zwei Jahren der Prüfung festgestellt, dass von "Maharishi keine Gefahr ausgehe."Gemeint ist die Enquete-Kommission "Sogenannte Sekten und Psychogruppen" des Deutschen Bundestages, http://www.AGPF.de/Enquete-Kommission.htm
| Maharishis
Ideologie: wissenschaftlich verbrämter Unsinn
Maharishi dekoriert Esoterik
mit Begriffen aus der indischen Kultur und dem Hinduismus.
Er behauptet, seine "Transzendentale Meditation" ("TM") habe wissenschaftlich
bewiesene Ergebnisse. Dem Einzelnen verleihe TM übernatürliche
Fähigkeiten, wie etwa die des Fliegens, also der Überwindung
der Schwerkraft. Das Gehirn sende dabei Wellen aus. Bei Massenmeditation
würden die Wellen sich überlagern. Das nennt Maharishi Kohärenz,
was lediglich Zusammenhang bedeutet. Die dadurch erzeugten Gehirnwellen
würden das Bewusstsein der anderen verändern. Dies sei ein Naturgesetz.
Durch diese Wellen werde das Bewusstsein und damit das Verhalten aller
Menschen positiv verändert und Aggressivität beseitigt. Maharishi
täuscht dabei mit vermeintlich wissenschaftlichen Formeln Wirksamkeit
vor. Demnach seien Gruppen bestimmter Grösse nötig, um etwa Kriminalität
zu verhindern und den Weltfrieden herbeizuführen. Nämlich
die Quadratwurzel aus einem Prozent der Weltbevölkerung. Scheinbar
dienen alle Aktivitäten der Beschaffung des Geldes für Gründung
und Unterhalt solcher Gruppen oder der Beseitigung vermeintlicher Probleme
dabei.
|
Tatsächliches Planungsziel "Maharishis Vedische Stadt"?
Die Planung für die "Universität" enthält einen "Campus" mit Wohnungen für die angeblichen Studenten. Der Plan für Kolsdorfs "Friedenspalast" enthält 8 Gebäude, die mit "Wohnen" bezeichnet sind. Ausserdem drei lange Gebäude, die als "Mehrfamilienhaus" bezeichnet sind. Zusammen sind 115 Parkplätze. Das dürfte die Zahl der Wohneinheiten sein. Nur für den "Friedenspalast".
Es spricht viel dafür, dass diese
Wohneinheiten letztlich das Planungsziel sind.
Seit Jahrzehnten existieren solche Maharishi-Viertel
in Lelystad in
Holland und Skelmersdale in England..
Seit Jahrzehnten will der Maharishi-Kult
so etwas auch in Deutschland haben.
Für die gescheiterten Projekte
der Maharishis in Rheinsberg
und Fürstenberg
wurde noch mit Empfehlungsschreiben und Einladungen von Bürgermeistern
aus Lelystad und Skelmersdale geworben.
Jetzt soll möglicherweise der Umweg
über eine angebliche Universität genommen werden.
Denn wenn die Universität sich als
nicht realisierbar herausstellt, könnten die Wohngebäude übrig
bleiben und als Eigentumswohnungen finanziert werden.
Intern kursiert ein Rundschreiben vom 20.2.2006
von Jochen Uebel. Dieser hatte sich erst im Januar 2006 an die AGPF
gewandt und um Korrekturen der Eintragungen über ihn gebeten, etwa
in einem Artikel von 1980 "Der Multi im Meditations-Geschäft"
- http://www.AGPF.de/TM-Multi-im-Meditationsgeschaeft.htm#TMManager
Uebel triumphiert: Endlich werde es einen
Ort für "dauerhafte Grossgruppen" geben, denen bisher "kein Bestand
gewährt wurde in diesem Land".
Man habe jetzt die "Chance, Maharishis
Vedischer Stadt zu Geburt zu verhelfen".
Die "Transformation einer Region"
stehe bevor.
Tatsächlich wird seit langem versucht, eine solche Siedlung einzurichten, zunächst als "Ideales Dorf" bezeichnet, http://www.AGPF.de/TM-Dorf.htm
Schon jetzt seien die 50 Männer der
"internationalen Purusha-Gruppe" von Seelisberg
in Kolsdorfs Friedenspalast umgezogen. Kolsdorf selbst meldete die volle
Belegung seines Hauses zunächst intern: "Die größte europäische
Purusha-Gruppe ist am Abend des 29. Dezember 2003 von
Seelisberg
in Deutschlands ersten Friedenspalast nach Oebisfelde umgezogen. ... Obwohl
es 'nur" 50 Purushas sind, so hat man dennoch das Gefühl, dass es
viel, viel mehr sind, eben ein tausendköpfiger Purusha." Das
ist wohl die Kerntruppe derer, die durch Massenmeditation kohärente
Wellen erzeugen sollen, welche angeblich die Schwerkraft (http://www.AGPF.de/TM-Fliegen.htm)
und den Unfrieden überwinden können.
Die Männer dieser Gruppe leben von
Spenden, die sie bei Maharishi-Anhängern einsammeln.
Später behauptete Kolsdorf dem Stadtrat
von Oebisfelde gegenüber: "Wir sind zu 80 Prozent ausgelastet" (Altmark-Zeitung
17.11.2005).
Spendensammlung für Oebisfelde
Intern verbreitet Jochen Uebel mit seinem
Rundschreiben vom 20.2.2006 Spenden-Bitten übelster Art:
Statt Kinder in Afrika oder die eigenen
Kinder solle man besser das Maharishi-Projekt in Oebisfelde unterstützen.
Dabei geht es um Kleinbeträge, um
offenbar wenigstens die Planung am Laufen zu halten.
Jeder Einzelne solle "Kassensturz" machen
und prüfen, was er abgeben könne.
Jeder einzelne solle prüfen, welche
"kleinen und grossen Beträge" man "einfach umlenken" könne, "ohne
dass es uns schmerzt".
Zunächst werden Spenden genannt,
die man etwa an "Kinder in Not in Afrika" überweise: "Hilft es wirklich,
wenn wir solche Symptome einer grausam aus dem Ruder gelaufenen, globalen
Unwissenheit zu lindern versuchen?"
Oder Geld, welches man an eigene Kinder
überweise, "die vielleicht längst selbständig genug sind,
um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten?"
Oder Geld für Tageszeitungen: "Man
kann sich Abonnements teilen!" oder auf Aktualität verzichten. "Braucht
es wirklich die popelige Tageszeitung am gleichen Tag?". Auch auf das Auto
könne man verzichten, das Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel
benutzen:
"Lenkt all eure Spenden jetzt nach
Oebisfelde um. Jetzt oder nie."
Das gelte auch für die Kirchensteuer:
"Tretet endlich aus! Und gebt denen Eure Kirchensteuer, die sie wirklich
verdienen.
Bis 2004 war Earl Kaplan Maharishis wichtigster
Geldgeber. Dann nannte Earl Kaplan Maharishi einen Lügner, Betrüger
und Gehirnwäscher,
http://www.AGPF.de/TM+EarlKaplan.htm
Über die jetzt in Oebisfelde ansässigen
Purushas schreibt Kaplan:
"Wenn man schliesslich auf alle die armen Leute von Purusha und Mother Divine schaut, die unter Blutarmut und fortgeschrittener Osteoperose leiden, dann weiss man, dass Maharishi viele Leben ruiniert hat."
Die Altmark-Zeiung berichtete am 17.11.2005,
die Maharishi-Weltfriedensstiftung habe "vor etwa drei Wochen" (also etwa
am 25.10.2005) ein 12,8 Hektar großen Gelände neben dem Friedenspalast
von einer Erbengemeinschaft erworben. Am 4.11.2005 habe man einen Antrag
an die Stadt gestellt. Es solle eine
vedische Universität für
500 Studenten entstehen.
Die Altmark-Zeitung berichtete weiter,
wie Kolsdorf den Stadträten die Vorhaben am 15.11.2005 vorgestellt
hat.
Der Flächennutzungsplan müsse
geändert werden. Das Gelände sei noch als landwirtschaftliche
Fläche ausgewiesen. Es solle stattdessen als Gemeinfläche ausgewiesen
werden. Alle Kosten werden zu 100 Prozent vom "Vorhabenträger" übernommen,
so Kolsdorf.
Die Zeitung: "Wenn alles gut läuft
und dem Vorhaben keine Steine in den Weg gelegt werden, könnte bereits
im Mai 2006 mit dem Bau der Universität begonnen werden". Die Zeitung
zitiert positive Äusserungen einzelner und namentlich genannter Stadträte.
Negatives wurde nicht geäussert oder nicht zitiert. Das alles liest
sich, als sei die Planung einer privaten Universität ein Vorhaben
wie die Erweiterung eines Tante-Emma-Ladens.
Es ist völlig abwegig, ein solches
Grossprojekt in derartig kurzer Zeit durchziehen zu wollen. Jeder Planer
und jeder Jurist weiss das. Deshalb ist zu vermuten, dass Stadtrat und
Verwaltung mit dieser vermeintlichen Blitz-Planung überrumpelt oder
unter Druck gesetzt werden sollten.
Diese Methode hat der Maharishi-Kult seit
Jahren angewandt.
Seit Anfang 2002 wird in dieser Website
über das rücksichtslose Vorgehen gegenüber kommunalen Verwaltungen
und Parlamenten berichtet (Kasten oben):
Immer wurden grosse Versprechungen gemacht. In kaum einem Fall war eine
seriöse Planung erkennbar. Oft war weder der Träger der Planungen
hinreichend identifizierbar, noch war erkennbar, woher das Geld kommen
sollte. In praktisch allen Fällen aber wurden bereits in diesem Stadium
trotz fehlender Entscheidungsgrundlage weitreichende Entscheidungen von
den Kommunen erwartet.
Alles das trifft auch hier wieder zu.
Die Maharishis planen in Oebisfelde im Wesentlichen zwei grosse Projekte:
| Hier der Plan der Uni auf dem Acker
Norden oben |
Hier der Plan des "Friedenspalastes"
Norden rechts |
Hier der Bebauungsplan,
beschlossen vom Gemeinderat |
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Die Abbildungen können durch Anklicken
vergrössert werden. Auf der linken Abbildung befindet sich links unten
ein grünes Quadrat. Der Text darauf lautet: "150 mal 150 Meter Friedenspalast
mit separater Planung". Das ist der "Friedespalast", Abbildung in der Mitte,
wie sich aus dem Bebauungsplan rechts ergibt. Der Bebauungsplan vom 25.11.2005
wurde vom Stadtrat Oebisfelde bereits am 12.12.2005 mit Beschluss Nr. 58-12/2005
mit 12 Ja-Stimmen, 4 Gegenstimmen und 2 Enthaltungen beschlossen.
Im Übrigen folgt die Planung dem,
was der Maharishi-Kult als "vedische Architektur" oder "Maharishi-Sthapataya-Veda"
bezeichnet. Dies sei "keine von Menschen erdachte Lehre, sondern das
im Naturgesetz selbst enthaltene Wissen" - http://www.AGPF.de/TM-Architektur.htm
Wichtigster Punkt
dieser Esoterik-Architektur ist die Ausrichtung nach der Himmelsrichtung
ohne Rücksicht auf den Strassenverlauf. Nach demselben Muster würde
ein grosser Teil der Innenstadt von Genf abgerissen, wenn es nach Maharishi
ginge, http://www.AGPF.de/TM-Genf.htm
Wie so etwas nach
Fertigstellung aussieht, kann man an Maharishis Wohnsitz sehen, http://www.AGPF.de/TM-Vlodrop.htm#Luftbild
Derzeit tonangebend
für den Stil mit Türmchen, Erkern, Kuppeln und Säulen ist
in Deutschland Christian Schweizer. Von ihm stammt der Plan für
de Friedenspalast, Bild oben Mitte.
Der Bebauungsplan (Bild oben rechts) stammt
von dem Architekten Gunther Schulz.
Der war vor Jahren bereits als Maharishi-Funktionär
gelistet. 2000 hatte Maharishi eine "Maharishis Weltweite Naturgesetz Administration"
(MWNA) eingerichtet, http://www.AGPF.de/TM-Totalitarismus.htm#GuntherSchulz
König dieser
Weltregierung wurde damals Tony Nader (>>).
Schulz wurde Direktor für "Landwirtschaft auf der Grundlage
der Naturgesetze", wozu auch "Fliegen"
für Bauern gehörte. Diese Verwaltungsstruktur wurde nach wenige
Jahren wieder aufgelöst. Vermutlich wegen Mangel an kostenlosem Personal.
Wer die Rentabilität solcher Planungen
abschätzen will, muss die Konkurrenz berücksichtigen.
Hier soll nicht auf das Überangebot
an Tagungsstätten eingegangen werden.
Sondern nur auf die Konkurrenz aus dem
eigenen Lager.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass
es keinerlei Anzeichen für ein wachsendes Interesse an Maharishis
Ideologie gibt.
Im Gegenteil: Seit Jahren hört man
aus dem Maharishi-Kult Klagen über den Niedergang.
Es geht deshalb hier auch nicht etwa um
eine betriebswirtschaftliche Analyse.
Hier kann es ur um die fehlende Ernsthaftigkeit
der Planung gehen.
In einer Anzeige in der "Zeit" vom 25.5.2005
hiess es: "Friedenspaläste sollen an den 300 wichtigsten Orten
in Deutschland entstehen" - http://www.AGPF.de/TM-Friedenspalast.htm#Spendenmasche
Eine Liste war Anfang März 2006 zu
finden unter http://www.maharishifriedenspalast.de/friedenspalaeste/friedenspalaeste.html
Sollte jeder davon mit 50 Kunden belegt
sein, würde man dafür 15.000 Kunden benötigen.
Es müsste sich fast ausschliesslich
um neue Kunden handeln, denn wenn die Maharishis derzeit 500 Teilnehmer
auf die Beine bringen würden, dann wäre das schon viel.
Zur regionalen Konkurrenz berichtete die
Presse aus einem nur 140 Kilometer entfernten Ort:
| Aus: Volksstimme vom 10.1.06 - http://www.volksstimme.de/vsm/nachrichten/sachsen_anhalt/?em_cnt=20952
Maharishi-Stiftung will in Oebisfelde erste " Vedische Hochschule " Deutschlands bauen Tagungszentrum in Falkenstein geplant ..... Besinnungspause Skeptisch ist man hingegen in Falkenstein ( Aschersleben-Staßfurt ). Dort will die Maharishi-Stiftung im Ortsteil Pansfelde ein Tagungszentrum bauen – für 8, 5 Millionen Euro. Bürgermeister Klaus Wycisk ( CDU ) : "Die Meinung der Menschen hier ist verhalten bis ablehnend." Zwar seien alle Voraussetzungen für den Bau gegeben, aber er habe die Friedensstiftung um eine "kleine Besinnungspause" gebeten. "Es gibt eine Menge Erklärungsbedarf im Ort. Diese Zeit wollen wir dem Investor einräumen." Es gebe Stimmen, die meinen, dass "solcherart von religiöser Gemeinschaft" Investoren und Touristen, von denen immer mehr in den Harzort kommen, abschrecken könnten. Auch wirtschaftlich erwarte der Bürgermeister keinen Anstoß. "Es ist doch allgemein bekannt, dass die Maharishi-Zentren weitgehend autark agieren – bis hin zur Verpflegung." Der Oebisfelder Hans-Egon Kolsdorf sieht die Haltung der Falkensteiner mit transzendentaler Gelassenheit : "Nur wenn es die Menschen dort wirklich wollen, wird die Stiftung bauen." Viele Orte würden sich darum reißen, Standort für ein Tagungszentrum zu werden. Die Sorgen der Falkensteiner ist für die Vizechefin der Verwaltungsgemeinschaft Oebisfelde-Calvörde kein Grund zur Beunruhigung. " Wir leben seit drei Jahren mit der Maharishi-Gemeinschaft zusammen. Es sind ruhige, verträgliche Leute. "Eine private Hochschule in der Stadt sei eine Chance, die man sich nicht entgehen lassen dürfe." |
Das Falkenstein-Pansfelde-Projekt ist inzwischen
vom Tisch.
Kolsdorfs Äusserung "Nur wenn es
die Menschen dort wirklich wollen, wird die Stiftung bauen" beinhaltet
wohl weniger transzendentaler Gelassenheit, als vielmehr eine Andeutung
auf die mangelnde Ernsthaftigkeit der Planung. Dieser Satz war auch bei
bisherigen fehlgeschlagenen Planungen meist zu hören.
Vorhandene Konkurrenz gibt es u.a. bereits
in Uedem (http://www.AGPF.de/TM-Uedem.htm)
und Bremen www.ilse-eickhoff-akademie.de
Das sind die grösseren Einrichtungen.
Hinzu kommen diverse Kleinbetriebe.
Beispiele:
Eine der angeblichen Universitäten
wurde zuletzt in Vaals geplant,
http://www.AGPF.de/TM-Vaals.htm
Danach noch Ende 2005 eine in Hannover,
http://www.AGPF.de/TM-Hannover.htm
Darüber berichtete die Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 1.12.2005
http://epaper01.niedersachsen.com/eZeitung/2005120130743html/HAZ/htmlstories/1130204339_0a1e50d7_10_p.html
Titel: Maharishi-Stiftung plant "Universität" Wissenschaftsministerium prüft Verstoss gegen Hochschulgesetz
Die Maharishis hatten dort das Grotesche Palais gekauft, unklar ist bis heute, wer der Käufer ist.
Die Zeitung: "Gestern haben die neuen Nutzer ... dort die "Maharishi Universität des Weltfriedens" ausgerufen. Ziel ist es nach den Worten von Deutschlandchef Emanuel Schiffgens, zehn Fakultäten einzurichten und 100 Professoren zu beschäftigen ..."
Das Wissenschaftsministerium: "Wir haben keine Kenntnis von den Plänen der Stiftung und werden prüfen, ob ein Verstoß gegen das Niedersächsische Hochschulgesetz besteht", ... . Dort sei geregelt, dass eine Hochschule, die nicht in staatlicher Trägerschaft ist, eine Anerkennung des Ministeriums benötige, um sich entsprechend nennen zu dürfen und Abschlüsse zu vergeben."
1999 ein "Bildungszentrum für
Vedische Wissenschaft" in Rheinsberg
2001 im 30 kilometer entfernten Fürstenberg
http://www.AGPF.de/TM-Fuerstenberg.htm
Wie gesagt, dies sind nur Beispiele.
In Potsdam wurde eigens eine Universitäts-GmbH
eingetragen, http://www.AGPF.de/TM-Wissenschaft#Potsdam,
Der "Friedenspalast" ist der Maharishi-typische
Etikettenschwindel.
In Wahrheit handelt es sich nach dem Plan
um Kolsdorfs Seminareinrichtung.
Die 8 Gebäude unten sind mit "Wohnen"
bezeichnet. Darunter befinden sich 50 Parkplätze. Das dürfte
die Zahl der Wohneinheiten sein.
Die beiden Gebäude in der Mitte sind
"Bildungsstätte", das linke als "Bestand" gekennzeichnet, das ist
vermutlich der derzeitige "Friedenspalast". Das rechte Gebäude ist
als "neu" bezeichnet.
Die drei langen Gebäude darüber
sind mit "Mehrfamilienhaus" bezeichnet. Darunter sind 65 Parkplätze
eingezeichnet. Das dürfte die Zahl der Wohneinheiten sein.
Soweit bisher bekannt, handelt es sich
bei diesen zusammen etwa 22.500 Quadratmeter (150 mal 150) grossen Parzellen
um Kolsdorfs Privateigentum.
Für ein solches Projekt gelten andere
Regeln, als für eine Universität.
Die nachfolgenden Ausführungen müssen
deshalb nicht auch für dieses Projekt gelten, auch wenn bei in einem
gemeinsamen Bebauungsplan enthalten sind.
Kolsdorf am 21.2.2006 laut Altmark-Zeitung
vom 23.6.2006 (>>) über seinen "Friedenspalast":
"Wir sind ein ganz normales Seminarhotel,
in dem Kurse gehalten werden“.
Dessen Erweiterung war eit längerer
Zeit geplant. Die Volksstimme 18.3.2004:
"Neue Pläne liegen bereits in der
Schublade. Dr. Kolsdorf: 'Sollte der Zuspruch zu den Kursen anhalten, wollen
wir eventuell ein zweites Seminarhotel bauen. Die entsprechende Bauvoranfrage
haben wir schon gestellt'. Außerdem sei im Bereich der Hermannstraße
der Bau eines Mehrfamilienhauses zur normalen Vermietung vorgesehen."
Dazu auch: http://www.AGPF.de/TM-Wissenschaft.htm
Hat die Gründung einer Universität
auf dem Acker einer Kleinstadt (2500 Telefoneinträge) überhaupt
je eine Chance gehabt?
Kaum.
Gab es jemals Anzeichen dafür,
dass das Geld dafür vorhanden oder beschaffbar sein würde?
Kaum.
Was soll das also?
Die Planung von Luftschlössern
war seit jeher Maharishis Lieblingsbeschäftigung.
Beispiele:
Vermutlich geht es also nur um die Planung
selbst, nicht um das angebliche Ziel der Planung.
Sinn machen solche Luftnummern nur dann,
wenn schnell ein Erfolg vorzuweisen ist, über den an Maharishi berichtet
werden kann.
Das geht am Besten mit dem jeweiligen
Gemeinderat.
Viele Gemeinderäte lassen sich durch
Veranstaltungen, das Versprechen von Aufträgen und Arbeitsplätzen
beeindrucken.
Echte Informationen gibt es in diesem
Stadium meist nicht.
Auch ein Bürgermeister kann also
nicht völlig ausschliessen, dass aus der Sache was wird.
Deshalb wird kaum ein Bürgermeister
ein solches Projekt ablehnen.
Zumal eine solche Planung aus vielen Einzelschritten
besteht und die Gemeinde nur für einige davon zuständig ist.
Es ist also relativ einfach, schnell positive
Bewertungen oder Beschlüsse einer Gemeinde zu bekommen.
So auch hier.
Die Planung einer privaten Universität
erfordert demgegenüber gewaltigen Aufwand.
So etwas erfordert zahlreiche Genehmigungen
von unterschiedlichen Behörden.
Kauf oder Bau der Gebäude ist organisatorisch
nur ein kleiner Teil.
Das gilt auch für die Finanzen. Insbesondere
wenn - wie hier - kaum Technik erforderlich ist.
Wirklich teuer wird erst der Betrieb einer
solchen Einrichtung.
Es wird kolportiert, das Ackerland habe
etwa 25.000 Euro für knapp 140.000 Quadratmeter gekostet.
Das ist bisher ein lächerlicher Betrag,
selbst wenn man für die Planung noch einmal denselben Betrag ansetzt.
Studienziele
und Leiter der "Universität"
| Am
21.2.2006 stellte Kolsdorf im Rittersaal von Oebisfelde der Öffentlichkeit
das Universitätsprojekt und den angeblichen zukünftigen Leiter
vor, Dr. Eckart Stein. Darüber berichtete die Altmark-Zeitung vom
23.6.2006 unter dem Titel "Eine Frage des Glaubens", Abbildung rechts.
Stein war zuvor als Chef einer "Friedensregierung" von Maharishis Gnaden bekannt (>>), Kolsdorf war oder ist Wirtschaftsminister dieser Papier-Regierung. |
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Auf einem Foto sieht man Eckart Stein vor
einem Namensschild, welches ihn als Professor ausweist.
Sicher ist bisher allerdings nur, dass
er in Deutschland promoviert hat. Also den Dr.-Titel benutzen darf.
Seit Dezember 2003 befindet sich in dieser
Website folgende Eintragung:
| Aus: http://www.AGPF.de/TM-Friedensregierung.htm
seit Dezember 2003:
Am 31.8.2003 um 10 Uhr 40 wurde im "Friedenspalast am Niederrhein" in Uedem die "Deutsche Friedensregierung" gegründet. "Präsident und Gründer": Prof. Dr. Eckart Stein, "Quantenphysiker und Experte auf dem Gebiet der Quantenchromodynamik". Zur Herkunft seines Professorentitels heisst es (http://www.globalesland.de/hintergrund/stein.php geladen am 11.12.2003): "Prof. Dr. Stein hat 1996 an der Universität Frankfurt mit „summa cum laude“ promoviert und 2002 an der Universität Regensburg habilitiert. Seit Juni 2001 ist er Professor an der Maharishi University of Management, wo er über das Verständnis des menschlichen Bewusstseins aus der Sichtweise der uralten Tradition des Veda und aus der Sichtweise der modernen Physik arbeitet." Es ist also eher unwahrscheinlich, dass er berechtigt ist, in Deutschland den Professorentitel zu führen. |
Am 5.3.2006 haben wir per E-Mail bei Kolsdorf nach der Adresse von Eckart Stein gefragt, wegen dieser Zweifel an der Berechtigung zur Führung des Professorentitels. Eine Antwort lag bis zum 11.3.2006 nicht vor und ist auch später nicht eingengen.
Am 15.3.2006 haben wir deshalb Strafanzeige wegen unberechtigter Titelführung erstattet.Kolsdorf und Stein referierten weitgehend das, was teilweise seit Jahrzehnten vom Maharishi-Kult über die angeblichen positiven Wirkungen der "Transzendentalen Meditation" verbreitet wird. Wichtigster Punkt: Die angeblich "600 Studien über die positive Wirkung von TM auf den Menschen". Dazu: Werbeargument Forschungsarbeiten: "Hochstapelei und Fälschungen" - http://www.AGPF.de/TM-Wissenschaft.htm
Die Staatsanwaltschaft Magdeburg teilte am 10.10.2006 unter dem Aktenzeichen 330 Js 9992/06 mit, dass"der Aufenthalt des Beschuldigten bisher nicht hat ermittelt werden können. Alle insoweit erforderlichen Massnahmen sind indessen veranlasst worden. ... Sobald der Aufenthalt des Beschuldigten bekannt wird, werden die Erittlungen sofort wieder aufgenommen".
Zusammenarbeit mit Universität in Tübingen vorgetäuscht?
Nach dem Bericht in der Altmark-Zeitung vom 23.6.2006 antwortete Stein auf die Frage, ob es in der Hochschule einen staatlich anerkannten Abschluss geben werden: "In Indologie".
Eine solche Behauptung in diesem Stadium
ist abwegig.
Besonders in Verbindung mit der nachfolgenden
Behauptung.
Stein behauptete nach diesem Bericht
weiter, die Oebisfelder Hochschule werde mit der Universität in Tübingen
zusammenarbeiten.
Eine erste Anfrage ergab:
An der Universität Tübingen
weiss man nichts von einer solchen geplanten Zusammenarbeit.
Dieser Vorgang ist besonders
schwerwiegend.
Denn hier wird nicht
nur die Öffentlichkeit getäuscht.
Hier wird auch der gute
Ruf einer Universität und ihrer Mitarbeiter ausgebeutet und möglicherweise
in Mitleidenschaft gezogen.
Vermutlich soll damit
auch vom völligen Fehlen wissenschaftlicher Qualifikation abgelenkt
werden.
Wir haben bisher keinerlei
Hinweis darauf gefunden, dass es unter den Maharishi-Anhängern solche
mit wissenchaftlicher Qualifikation in Indologie gibt.
Stein mag ein noch so
qualifizierter Physiker sein.
Mit Indologie hat das
absolut nichts zu tun.
Am 28.2.2006 stellte der Maharishi-Kult
den Bürgern in Oebisfelde seine aktuelle Planung vor.
Darüber berichtete die "Volksstimme"
http://www.volksstimme.de/vsm/nachrichten/lokales/kloetze/?em_cnt=47372
Demnach wurde den Bürgern allerdings
der zu diesem Zeitpunkt wichtigste Punkt verschwiegen:
Das Landesverwaltungsamt Halle hatte den
Plan bereits abgelehnt. Er widerspreche der Raumordnung. Genauer gesagt
dem Gesetz über den Landesentwicklungsplan des Landes Sachsen-Anhalt
(LEP-LSA), http://www.sachsen-anhalt.de/LPSA/fileadmin/Files/Lep1999.pdf
All das kann man mit wenigen Klicks im
Internet erfahren. Dort sind zum Beispiel auch die Oberzentren bildlich
dargestellt, in denen solche Einrichtungen vorgesehen sind, http://www.mittel-de.de/regionen/dls/sachsen_anhalt.pdf
Die "Volksstimme": "An dieser Einschätzung
kann wohl kaum noch gerüttelt werden".
Noch etwas hat die Zeitung herausgefunden:
"Ein Antrag auf Gründung einer staatlich anerkannten Hochschule liegt im Kultusministerium noch immer nicht vor ", war von der Ministeriumssprecherin Brigitte Deckstein gestern zu erfahren. Die Hürden für die Gründung einer solchen Hochschule sind indes hoch und im Hochschulgesetz klar geregelt. Zudem müsste der Wissenschaftsrat in dieser Frage gehört werden. Und : Ohne Zustimmung durch das Land kann die geplante Einrichtung sich auch nur schlecht Hochschule nennen.
In der vergangenen Woche hatte Kolsdorf öffentlich angekündigt, dass bis Anfang Mai der entsprechende Antrag beim Magdeburger Kultusministerium gestellt werden soll."
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