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Maharishis
Deutschland-Guru Emanuel
Schiffgens verkündete am 21.7.2010, er werde "in diesen Tagen
auf einem 18 Hektar großen Gelände" bei Hannover "mit dem Bau
eines zwölfstöckigen, 54 Meter hohen Turms der Unbesiegbarkeit,
dem ersten in Deutschland und der Welt“ beginnen.
Rechts die dazugehörige Abbildung des Gebäudes aus http://deutsche-nachrichten-agentur.de/de/verzeichnis/deutschland/aktuell/111559980 geladen am 8.8.2010. Die "Deutsche Nachrichten Agentur" ist eine Werbeabteilung des Maharishi-Kultes. Solche Turmbauten plant der Maharishi-Kult seit langem, auch als höchsten Turm der Welt. Es blieb das übliche Luftschloss. Auf dem Gelände ist seit Jahren bis auf den Aushub einiger Gräben nichts passiert. |
2009: Maharishi-Ortschef wollte Bürgermeister werden
Hans-Egon Kolsdorf
(>>) wollte hauptamtlicher Bürgermeister der neuen Einheitsgemeinde
Oebisfelde-Weferlingen werden. Trotz heftiger Wahlwerbung wurde er letzter
von den 7 Bewerbern.
2006: Aus der "Universität" wurde "Erholungskomplex"
Monatelang hat die angebliche
Stiftung die Stadt Oebisfelde umgetrieben. Bürger und Stadträte
machten sich offenbar Hoffnung auf eine veritable Universität. Sang-
und klanglos wurde das Luftschloss umgeplant.
Die "Klötzer Volksstimme"
berichtete am 1.6.2006:
"Nachdem das Vorhaben zum Bau einer Universität oder Hochschule durch die Maharishi-Weltfriedensstiftung in Oebisfelde gescheitert ist, plant die Stiftung nun einen Erholungskomplex. Vorgestellt wurde das Proiekt am Dienstag bei der Sitzung des Bauausschusses."Dieser habe zugestimmt. Jetzt müsse noch der Stadtrat zustimmen.
In Oebisfelde in der Nähe
von Wolfsburg hatte der Maharishi-Anhänger Hans-Egon Kolsdorf eine
frühere Kaserne der Nationalen Volks-Armee NVA gekauft. Im früheren
Grenzgebiet der DDR war jede Gemeinde froh, wenn sich für eine solche
Immobilie ein Käufer gefunden hat. Kolsdorf hatte die Immobilie aus
der Konkursmasse einer Bildungseinrichtung ersteigert. Angeblich für
100.000 Euro. In der Volksstimme (10.01.2006 http://www.volksstimme.de/vsm/nachrichten/sachsen_anhalt/?em_cnt=20952)
wird berichtet: "Maharishi-Stiftung will in Oebisfelde erste ' Vedische
Hochschule' Deutschlands bauen". Dort heisst es allerdings: "Die Kaserne
war nach der Wende durch das Arbeitsamt für Umschulungsseminare genutzt
worden. Die Kolsdorfs kauften das Gelände von der Kommune, rissen
13 Gebäude ab und richteten in der ehemaligen Soldatenunterkunft ein
Tagungs- und Meditationszentrum mit 51 Zimmern ein. Die Gäste werden
von der 'Maharishi-Friedensstiftung' vermittelt".
Tatsächlich wird in
der Gemeinde kolportiert, ein Abbruchunternehmer - der auch im Stadtrat
sitze - sei der einzige, der bisher an den Maharishis Geld verdient habe.
Kolsdorf war 1999 bei den
Europawahlen Kandidat für Maharishis Naturgesetz-Partei. Als Wohnsitz
war damals Bissendorf angegeben, das damalige Zentrum des Maharishi-Kultes.
Viel mehr war über ihn nicht bekannt, ausser, dass er "TM-Lehrer"
war (http://www.AGPF.de/TM-Lehrer.htm)
und bis er "Kabinettsmitglied" von Maharishis "Friedensregierung" wurde
(>>).
Die
Kaserne wird als Palast etikettiert
| Kolsdorf Kaserne wurde
mit einem Schild über dem Eingang (>>)
und einem Wegweiser als "Friedenspalast" etikettiert.
Der Eingang wurde mit einem kleinen Torbogen versehen mit jeweils kleinen vergoldeten Zwiebeltürmchen auf den beiden Säulen. Auf dem Dach wurde eine schmale pyramidenförmige Mauer gebaut, auf deren letzten obersten Stein wiederum eine vergoldete Zwiebel gesetzt ist und die den Eindruck einer Kuppel erweckt. Die Kaserne liegt am nördlichen Stadtrand von Oebisfelde, im Norden begrenzt von der Bahnstrecke und im Süden von einem kleinen Industriegebiet. Angrenzend der Acker, auf dem die Universität geplant ist. Rechts der Wegweiser an der einzigen Zufahrt zum Gelände. |
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Kolsdorf und Stein in Maharishis "Friedensregierung"
Allein schon die Existenz
dieser "Friedensregierung" und die Bezeichnungen ihrer Mitglieder zeugt
vom Realitätsverlust der Maharishi-Anhänger und von den Gefahren
von Maharishis Methoden.
| Kolsdorf
war oder ist seit 2003 "Kabinettsmitglied" von Maharishis "Friedensregierung" in Deutschland. Zuständig für Wirtschaft, also Maharishis Wirtschaftsminister für Deutschland. Eckart Stein (>>)
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Maharishis
Stellvertreter in Oebisfelde
| Rechts der US-Amerikaner
Tony Nader in vollem Ornat als Maharishis
König Raja Raam.
Rechts neben ihm Maharishis Deutschland-Guru Emanuel Schiffgens. Dahinter ein noch schmuckloses Kasernengebäude, durch ein Schild über dem Eingang als "Friedenspalast" gekennzeichnet. |
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Die Neue Ruhr/Neue Rhein
Zeitung berichtete am 02.12.2003 über den "Reichtum der weltweit agierenden
Sekte ... , der auf Milliarden geschätzt wird" - http://www.AGPF.de/TM-Uedem.htm#Presseberichte
Das mag für Maharishi
selbst gelten, über den der SPIEGEL am 28.10.2004 berichtete, er sei
"Steinreich und steinalt", http://www.AGPF.de/TM1.htm#steinreich
Über
die Finanzen der Sekte selbst ist in Wahrheit nichts bekannt.
Insbesondere
gibt es keine Hinweise darauf, dass die Organisation reich ist. Im Gegenteil.
Ebensowenig
gibt es Hinweise darauf, dass Maharishi sein Geld in die Sekte investiert.
Im Gegenteil.
Er
ist erst durch die Sekte reich geworden.
Die Gründungsversammlung
am 8.3.2003 fiel den Bewohnern von Oebisfelde vor allem deshalb auf, weil
Teilnehmer in Hubschraubern anreisten, http://www.AGPF.de/TM-Weltfriedensstiftung.htm#Heli
Einer
soll goldfarben lackiert gewesen sein, Maharishis Lieblingsfarbe.
Insgesamt wurde offensichtlich
der Eindruck erweckt, als handele es sich um eine reiche Organisation.
Dafür gibt es allerdings
keine nachprüfbaren Beweise.
Die angebliche Weltfriedensstiftung
wurde angeblich mit 10 Millionen Euro ausgestattet. Abgesehen davon, dass
es keinerlei Beweis für die Richtigkeit dieser Behauptung gibt: Damit
liesse sich kaum ein einziger dieser "Friedenspaläste" finanzieren.
Schon garkeine Universität.
Zur Bezeichnung als Sekte:
Zum Begriff Sekte: http://www.AGPF.de/Begriff.htm
Der religionswissenschaftliche
Begriff "Sekte" sagt etwas über die Herkunft aus. Nämlich über
die Trennung von einer religiösen Gruppe.
Der umgangssprachliche Begriff
sagt etwas über das Verhalten einer Gruppe und deren Handlungen aus,
insbesondere über den Umgang mit Anderen und deren Beeinflussung.
Die Volksstimme vom 10.1.06 berichtete über Kolsdorfs Reaktion auf das "Vorurteil", es handele ich um eine Sekte:
"Es gibt seit 1995 ein Urteil, dass unsere Gemeinschaft nicht als Sekte bezeichnet werden darf."Ein solches Urteil gibt es nicht.
Kolsdorf weiter laut Volksstimme vom 10.1.06:
"Eine Enquetekommission des Bundestages habe zudem nach zwei Jahren der Prüfung festgestellt, dass von "Maharishi keine Gefahr ausgehe."Gemeint ist die Enquete-Kommission "Sogenannte Sekten und Psychogruppen" des Deutschen Bundestages, http://www.AGPF.de/Enquete-Kommission.htm
| Maharishis
Ideologie: wissenschaftlich verbrämter Unsinn
Maharishi dekoriert Esoterik
mit Begriffen aus der indischen Kultur und dem Hinduismus.
Er behauptet, seine "Transzendentale Meditation" ("TM") habe wissenschaftlich
bewiesene Ergebnisse. Dem Einzelnen verleihe TM übernatürliche
Fähigkeiten, wie etwa die des Fliegens, also der Überwindung
der Schwerkraft. Das Gehirn sende dabei Wellen aus. Bei Massenmeditation
würden die Wellen sich überlagern. Das nennt Maharishi Kohärenz,
was lediglich Zusammenhang bedeutet. Die dadurch erzeugten Gehirnwellen
würden das Bewusstsein der anderen verändern. Dies sei ein Naturgesetz.
Durch diese Wellen werde das Bewusstsein und damit das Verhalten aller
Menschen positiv verändert und Aggressivität beseitigt. Maharishi
täuscht dabei mit vermeintlich wissenschaftlichen Formeln Wirksamkeit
vor. Demnach seien Gruppen bestimmter Grösse nötig, um etwa Kriminalität
zu verhindern und den Weltfrieden herbeizuführen. Nämlich
die Quadratwurzel aus einem Prozent der Weltbevölkerung. Scheinbar
dienen alle Aktivitäten der Beschaffung des Geldes für Gründung
und Unterhalt solcher Gruppen oder der Beseitigung vermeintlicher Probleme
dabei.
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Tatsächliches Planungsziel "Maharishis Vedische Stadt"?
Die Planung für die "Universität" enthält einen "Campus" mit Wohnungen für die angeblichen Studenten. Der Plan für Kolsdorfs "Friedenspalast" enthält 8 Gebäude, die mit "Wohnen" bezeichnet sind. Ausserdem drei lange Gebäude, die als "Mehrfamilienhaus" bezeichnet sind. Zusammen sind 115 Parkplätze. Das dürfte die Zahl der Wohneinheiten sein. Nur für den "Friedenspalast".
Es spricht viel dafür,
dass diese Wohneinheiten letztlich das Planungsziel sind.
Seit Jahrzehnten existieren
solche Maharishi-Viertel in Lelystad
in Holland und Skelmersdale in England..
Seit Jahrzehnten will der
Maharishi-Kult so etwas auch in Deutschland haben.
Für die gescheiterten
Projekte der Maharishis in Rheinsberg
und Fürstenberg
wurde noch mit Empfehlungsschreiben und Einladungen von Bürgermeistern
aus Lelystad und Skelmersdale geworben.
Jetzt soll möglicherweise
der Umweg über eine angebliche Universität genommen werden.
Denn wenn die Universität
sich als nicht realisierbar herausstellt, könnten die Wohngebäude
übrig bleiben und als Eigentumswohnungen finanziert werden.
Intern kursiert ein Rundschreiben
vom 20.2.2006 von Jochen Uebel. Dieser hatte sich erst im Januar
2006 an die AGPF gewandt und um Korrekturen der Eintragungen über
ihn gebeten, etwa in einem Artikel von 1980 "Der Multi im Meditations-Geschäft"
- http://www.AGPF.de/TM-Multi-im-Meditationsgeschaeft.htm#TMManager
Uebel triumphiert: Endlich
werde es einen Ort für "dauerhafte Grossgruppen" geben, denen bisher
"kein Bestand gewährt wurde in diesem Land".
Man habe jetzt die "Chance,
Maharishis Vedischer Stadt zu Geburt zu verhelfen".
Die "Transformation einer
Region" stehe bevor.
Tatsächlich wird seit langem versucht, eine solche Siedlung einzurichten, zunächst als "Ideales Dorf" bezeichnet, http://www.AGPF.de/TM-Dorf.htm
Schon jetzt seien die 50
Männer der "internationalen Purusha-Gruppe" von Seelisberg
in Kolsdorfs Friedenspalast umgezogen. Kolsdorf selbst meldete die volle
Belegung seines Hauses zunächst intern: "Die größte europäische
Purusha-Gruppe ist am Abend des 29. Dezember 2003 von Seelisberg
in Deutschlands ersten Friedenspalast nach Oebisfelde umgezogen. ... Obwohl
es 'nur" 50 Purushas sind, so hat man dennoch das Gefühl, dass es
viel, viel mehr sind, eben ein tausendköpfiger Purusha." Das
ist wohl die Kerntruppe derer, die durch Massenmeditation kohärente
Wellen erzeugen sollen, welche angeblich die Schwerkraft (http://www.AGPF.de/TM-Fliegen.htm)
und den Unfrieden überwinden können.
Die Männer dieser Gruppe
leben von Spenden, die sie bei Maharishi-Anhängern einsammeln.
Später behauptete Kolsdorf
dem Stadtrat von Oebisfelde gegenüber: "Wir sind zu 80 Prozent ausgelastet"
(Altmark-Zeitung 17.11.2005).
Spendensammlung für Oebisfelde
Intern verbreitet Jochen
Uebel mit seinem Rundschreiben vom 20.2.2006 Spenden-Bitten übelster
Art:
Statt Kinder in Afrika
oder die eigenen Kinder solle man besser das Maharishi-Projekt in Oebisfelde
unterstützen.
Dabei geht es um Kleinbeträge,
um offenbar wenigstens die Planung am Laufen zu halten.
Jeder Einzelne solle "Kassensturz"
machen und prüfen, was er abgeben könne.
Jeder einzelne solle prüfen,
welche "kleinen und grossen Beträge" man "einfach umlenken" könne,
"ohne dass es uns schmerzt".
Zunächst werden Spenden
genannt, die man etwa an "Kinder in Not in Afrika" überweise: "Hilft
es wirklich, wenn wir solche Symptome einer grausam aus dem Ruder gelaufenen,
globalen Unwissenheit zu lindern versuchen?"
Oder Geld, welches man an
eigene Kinder überweise, "die vielleicht längst selbständig
genug sind, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten?"
Oder Geld für Tageszeitungen:
"Man kann sich Abonnements teilen!" oder auf Aktualität verzichten.
"Braucht es wirklich die popelige Tageszeitung am gleichen Tag?". Auch
auf das Auto könne man verzichten, das Fahrrad oder öffentliche
Verkehrsmittel benutzen:
"Lenkt all eure Spenden
jetzt nach Oebisfelde um. Jetzt oder nie."
Das gelte auch für
die Kirchensteuer: "Tretet endlich aus! Und gebt denen Eure Kirchensteuer,
die sie wirklich verdienen.
Bis 2004 war Earl Kaplan
Maharishis wichtigster Geldgeber. Dann nannte Earl Kaplan Maharishi einen
Lügner, Betrüger und Gehirnwäscher, http://www.AGPF.de/TM+EarlKaplan.htm
Über die jetzt in Oebisfelde
ansässigen Purushas schreibt Kaplan:
"Wenn man schliesslich auf alle die armen Leute von Purusha und Mother Divine schaut, die unter Blutarmut und fortgeschrittener Osteoperose leiden, dann weiss man, dass Maharishi viele Leben ruiniert hat."
Die Altmark-Zeiung berichtete
am 17.11.2005, die Maharishi-Weltfriedensstiftung habe "vor etwa drei Wochen"
(also etwa am 25.10.2005) ein 12,8 Hektar großen Gelände neben
dem Friedenspalast von einer Erbengemeinschaft erworben. Am 4.11.2005 habe
man einen Antrag an die Stadt gestellt. Es solle eine vedische Universität
für 500 Studenten entstehen.
Die Altmark-Zeitung berichtete
weiter, wie Kolsdorf den Stadträten die Vorhaben am 15.11.2005
vorgestellt hat.
Der Flächennutzungsplan
müsse geändert werden. Das Gelände sei noch als landwirtschaftliche
Fläche ausgewiesen. Es solle stattdessen als Gemeinfläche ausgewiesen
werden. Alle Kosten werden zu 100 Prozent vom "Vorhabenträger" übernommen,
so Kolsdorf.
Die Zeitung: "Wenn alles
gut läuft und dem Vorhaben keine Steine in den Weg gelegt werden,
könnte bereits im Mai 2006 mit dem Bau der Universität begonnen
werden". Die Zeitung zitiert positive Äusserungen einzelner und namentlich
genannter Stadträte. Negatives wurde nicht geäussert oder nicht
zitiert. Das alles liest sich, als sei die Planung einer privaten Universität
ein Vorhaben wie die Erweiterung eines Tante-Emma-Ladens.
Es ist völlig abwegig,
ein solches Grossprojekt in derartig kurzer Zeit durchziehen zu wollen.
Jeder Planer und jeder Jurist weiss das. Deshalb ist zu vermuten, dass
Stadtrat und Verwaltung mit dieser vermeintlichen Blitz-Planung überrumpelt
oder unter Druck gesetzt werden sollten.
Diese Methode hat der Maharishi-Kult
seit Jahren angewandt.
Seit Anfang 2002 wird in
dieser Website über das rücksichtslose Vorgehen gegenüber
kommunalen Verwaltungen und Parlamenten berichtet (Kasten oben):
Immer wurden grosse Versprechungen gemacht. In kaum einem Fall war eine
seriöse Planung erkennbar. Oft war weder der Träger der Planungen
hinreichend identifizierbar, noch war erkennbar, woher das Geld kommen
sollte. In praktisch allen Fällen aber wurden bereits in diesem Stadium
trotz fehlender Entscheidungsgrundlage weitreichende Entscheidungen von
den Kommunen erwartet.
Alles das trifft auch hier
wieder zu.
Die Maharishis planen in Oebisfelde im Wesentlichen zwei grosse Projekte:
| Hier der Plan der Uni
auf dem Acker
Norden oben |
Hier der Plan des "Friedenspalastes"
Norden rechts |
Hier der Bebauungsplan,
beschlossen vom Gemeinderat |
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Wer die Rentabilität
solcher Planungen abschätzen will, muss die Konkurrenz berücksichtigen.
Hier soll nicht auf
das Überangebot an Tagungsstätten eingegangen werden.
Sondern nur auf die Konkurrenz
aus dem eigenen Lager.
Dabei ist zu berücksichtigen,
dass es keinerlei Anzeichen für ein wachsendes Interesse an Maharishis
Ideologie gibt.
Im Gegenteil: Seit Jahren
hört man aus dem Maharishi-Kult Klagen über den Niedergang.
Es geht deshalb hier auch
nicht etwa um eine betriebswirtschaftliche Analyse.
Hier kann es ur um die fehlende
Ernsthaftigkeit der Planung gehen.
In einer Anzeige in der "Zeit"
vom 25.5.2005 hiess es: "Friedenspaläste sollen an den 300
wichtigsten Orten in Deutschland entstehen" - http://www.AGPF.de/TM-Friedenspalast.htm#Spendenmasche
Eine Liste war Anfang März
2006 zu finden unter http://www.maharishifriedenspalast.de/friedenspalaeste/friedenspalaeste.html
Sollte jeder davon mit 50
Kunden belegt sein, würde man dafür 15.000 Kunden benötigen.
Es müsste sich fast
ausschliesslich um neue Kunden handeln, denn wenn die Maharishis derzeit
500 Teilnehmer auf die Beine bringen würden, dann wäre das schon
viel.
Zur regionalen Konkurrenz
berichtete die Presse aus einem nur 140 Kilometer entfernten Ort:
| Aus: Volksstimme vom 10.1.06
- http://www.volksstimme.de/vsm/nachrichten/sachsen_anhalt/?em_cnt=20952
Maharishi-Stiftung will in Oebisfelde erste " Vedische Hochschule " Deutschlands bauen Tagungszentrum in Falkenstein geplant ..... Besinnungspause Skeptisch ist man hingegen in Falkenstein ( Aschersleben-Staßfurt ). Dort will die Maharishi-Stiftung im Ortsteil Pansfelde ein Tagungszentrum bauen – für 8, 5 Millionen Euro. Bürgermeister Klaus Wycisk ( CDU ) : "Die Meinung der Menschen hier ist verhalten bis ablehnend." Zwar seien alle Voraussetzungen für den Bau gegeben, aber er habe die Friedensstiftung um eine "kleine Besinnungspause" gebeten. "Es gibt eine Menge Erklärungsbedarf im Ort. Diese Zeit wollen wir dem Investor einräumen." Es gebe Stimmen, die meinen, dass "solcherart von religiöser Gemeinschaft" Investoren und Touristen, von denen immer mehr in den Harzort kommen, abschrecken könnten. Auch wirtschaftlich erwarte der Bürgermeister keinen Anstoß. "Es ist doch allgemein bekannt, dass die Maharishi-Zentren weitgehend autark agieren – bis hin zur Verpflegung." Der Oebisfelder Hans-Egon Kolsdorf sieht die Haltung der Falkensteiner mit transzendentaler Gelassenheit : "Nur wenn es die Menschen dort wirklich wollen, wird die Stiftung bauen." Viele Orte würden sich darum reißen, Standort für ein Tagungszentrum zu werden. Die Sorgen der Falkensteiner ist für die Vizechefin der Verwaltungsgemeinschaft Oebisfelde-Calvörde kein Grund zur Beunruhigung. " Wir leben seit drei Jahren mit der Maharishi-Gemeinschaft zusammen. Es sind ruhige, verträgliche Leute. "Eine private Hochschule in der Stadt sei eine Chance, die man sich nicht entgehen lassen dürfe." |
Vorhandene Konkurrenz gibt
es u.a. bereits in Uedem (http://www.AGPF.de/TM-Uedem.htm)
und Bremen www.ilse-eickhoff-akademie.de
Das sind die grösseren
Einrichtungen. Hinzu kommen diverse Kleinbetriebe.
Beispiele:
Eine der angeblichen Universitäten
wurde zuletzt in Vaals geplant, http://www.AGPF.de/TM-Vaals.htm
Danach noch Ende 2005 eine
in Hannover, http://www.AGPF.de/TM-Hannover.htm
Darüber berichtete die Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 1.12.20051999 ein "Bildungszentrum für Vedische Wissenschaft" in Rheinsberg
http://epaper01.niedersachsen.com/eZeitung/2005120130743html/HAZ/htmlstories/1130204339_0a1e50d7_10_p.html
Titel: Maharishi-Stiftung plant "Universität" Wissenschaftsministerium prüft Verstoss gegen Hochschulgesetz
Die Maharishis hatten dort das Grotesche Palais gekauft, unklar ist bis heute, wer der Käufer ist.
Die Zeitung: "Gestern haben die neuen Nutzer ... dort die "Maharishi Universität des Weltfriedens" ausgerufen. Ziel ist es nach den Worten von Deutschlandchef Emanuel Schiffgens, zehn Fakultäten einzurichten und 100 Professoren zu beschäftigen ..."
Das Wissenschaftsministerium: "Wir haben keine Kenntnis von den Plänen der Stiftung und werden prüfen, ob ein Verstoß gegen das Niedersächsische Hochschulgesetz besteht", ... . Dort sei geregelt, dass eine Hochschule, die nicht in staatlicher Trägerschaft ist, eine Anerkennung des Ministeriums benötige, um sich entsprechend nennen zu dürfen und Abschlüsse zu vergeben."
Der "Friedenspalast" ist
der Maharishi-typische Etikettenschwindel.
In Wahrheit handelt es sich
nach dem Plan um Kolsdorfs Seminareinrichtung.
Die 8 Gebäude unten
sind mit "Wohnen" bezeichnet. Darunter befinden sich 50 Parkplätze.
Das dürfte die Zahl der Wohneinheiten sein.
Die beiden Gebäude
in der Mitte sind "Bildungsstätte", das linke als "Bestand" gekennzeichnet,
das ist vermutlich der derzeitige "Friedenspalast". Das rechte Gebäude
ist als "neu" bezeichnet.
Die drei langen Gebäude
darüber sind mit "Mehrfamilienhaus" bezeichnet. Darunter sind 65 Parkplätze
eingezeichnet. Das dürfte die Zahl der Wohneinheiten sein.
Soweit bisher bekannt, handelt
es sich bei diesen zusammen etwa 22.500 Quadratmeter (150 mal 150) grossen
Parzellen um Kolsdorfs Privateigentum.
Für ein solches Projekt
gelten andere Regeln, als für eine Universität.
Die nachfolgenden Ausführungen
müssen deshalb nicht auch für dieses Projekt gelten, auch wenn
bei in einem gemeinsamen Bebauungsplan enthalten sind.
Kolsdorf am 21.2.2006 laut
Altmark-Zeitung vom 23.6.2006 (>>) über
seinen "Friedenspalast":
"Wir sind ein ganz normales
Seminarhotel, in dem Kurse gehalten werden“.
Dessen Erweiterung war eit
längerer Zeit geplant. Die Volksstimme 18.3.2004:
"Neue Pläne liegen
bereits in der Schublade. Dr. Kolsdorf: 'Sollte der Zuspruch zu den Kursen
anhalten, wollen wir eventuell ein zweites Seminarhotel bauen. Die entsprechende
Bauvoranfrage haben wir schon gestellt'. Außerdem sei im Bereich
der Hermannstraße der Bau eines Mehrfamilienhauses zur normalen Vermietung
vorgesehen."
Dazu auch: http://www.AGPF.de/TM-Wissenschaft.htm
Hat die Gründung
einer Universität auf dem Acker einer Kleinstadt (2500 Telefoneinträge)
überhaupt je eine Chance gehabt?
Kaum.
Gab es jemals Anzeichen
dafür, dass das Geld dafür vorhanden oder beschaffbar sein würde?
Kaum.
Was soll das also?
Die Planung von Luftschlössern
war seit jeher Maharishis Lieblingsbeschäftigung.
Beispiele:
Vermutlich geht es also nur
um die Planung selbst, nicht um das angebliche Ziel der Planung.
Sinn machen solche Luftnummern
nur dann, wenn schnell ein Erfolg vorzuweisen ist, über den an Maharishi
berichtet werden kann.
Das geht am Besten mit dem
jeweiligen Gemeinderat.
Viele Gemeinderäte
lassen sich durch Veranstaltungen, das Versprechen von Aufträgen und
Arbeitsplätzen beeindrucken.
Echte Informationen gibt
es in diesem Stadium meist nicht.
Auch ein Bürgermeister
kann also nicht völlig ausschliessen, dass aus der Sache was wird.
Deshalb wird kaum ein Bürgermeister
ein solches Projekt ablehnen.
Zumal eine solche Planung
aus vielen Einzelschritten besteht und die Gemeinde nur für einige
davon zuständig ist.
Es ist also relativ einfach,
schnell positive Bewertungen oder Beschlüsse einer Gemeinde zu bekommen.
So auch hier.
Die Planung einer privaten
Universität erfordert demgegenüber gewaltigen Aufwand.
So etwas erfordert zahlreiche
Genehmigungen von unterschiedlichen Behörden.
Kauf oder Bau der Gebäude
ist organisatorisch nur ein kleiner Teil.
Das gilt auch für die
Finanzen. Insbesondere wenn - wie hier - kaum Technik erforderlich ist.
Wirklich teuer wird erst
der Betrieb einer solchen Einrichtung.
Es wird kolportiert, das
Ackerland habe etwa 25.000 Euro für knapp 140.000 Quadratmeter gekostet.
Das ist bisher ein lächerlicher
Betrag, selbst wenn man für die Planung noch einmal denselben Betrag
ansetzt.
Studienziele
und Leiter der "Universität"
| Am
21.2.2006 stellte Kolsdorf im Rittersaal von Oebisfelde der Öffentlichkeit
das Universitätsprojekt und den angeblichen zukünftigen Leiter
vor, Dr. Eckart Stein. Darüber berichtete die Altmark-Zeitung vom
23.6.2006 unter dem Titel "Eine Frage des Glaubens", Abbildung rechts.
Stein war zuvor als Chef einer "Friedensregierung" von Maharishis Gnaden bekannt (>>), Kolsdorf war oder ist Wirtschaftsminister dieser Papier-Regierung. |
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| Aus: http://www.AGPF.de/TM-Friedensregierung.htm
seit Dezember 2003:
Am 31.8.2003 um 10 Uhr 40 wurde im "Friedenspalast am Niederrhein" in Uedem die "Deutsche Friedensregierung" gegründet. "Präsident und Gründer": Prof. Dr. Eckart Stein, "Quantenphysiker und Experte auf dem Gebiet der Quantenchromodynamik". Zur Herkunft seines Professorentitels heisst es (http://www.globalesland.de/hintergrund/stein.php geladen am 11.12.2003): "Prof. Dr. Stein hat 1996 an der Universität Frankfurt mit „summa cum laude“ promoviert und 2002 an der Universität Regensburg habilitiert. Seit Juni 2001 ist er Professor an der Maharishi University of Management, wo er über das Verständnis des menschlichen Bewusstseins aus der Sichtweise der uralten Tradition des Veda und aus der Sichtweise der modernen Physik arbeitet." Es ist also eher unwahrscheinlich, dass er berechtigt ist, in Deutschland den Professorentitel zu führen. |
Am 15.3.2006 haben wir deshalb Strafanzeige wegen unberechtigter Titelführung erstattet.Kolsdorf und Stein referierten weitgehend das, was teilweise seit Jahrzehnten vom Maharishi-Kult über die angeblichen positiven Wirkungen der "Transzendentalen Meditation" verbreitet wird. Wichtigster Punkt: Die angeblich "600 Studien über die positive Wirkung von TM auf den Menschen". Dazu: Werbeargument Forschungsarbeiten: "Hochstapelei und Fälschungen" - http://www.AGPF.de/TM-Wissenschaft.htm
Die Staatsanwaltschaft Magdeburg teilte am 10.10.2006 unter dem Aktenzeichen 330 Js 9992/06 mit, dass"der Aufenthalt des Beschuldigten bisher nicht hat ermittelt werden können. Alle insoweit erforderlichen Massnahmen sind indessen veranlasst worden. ... Sobald der Aufenthalt des Beschuldigten bekannt wird, werden die Erittlungen sofort wieder aufgenommen".
Zusammenarbeit mit Universität in Tübingen vorgetäuscht?
Nach dem Bericht in der Altmark-Zeitung vom 23.6.2006 antwortete Stein auf die Frage, ob es in der Hochschule einen staatlich anerkannten Abschluss geben werden: "In Indologie".
Eine solche Behauptung
in diesem Stadium ist abwegig.
Besonders in Verbindung
mit der nachfolgenden Behauptung.
Stein behauptete nach
diesem Bericht weiter, die Oebisfelder Hochschule werde mit der Universität
in Tübingen zusammenarbeiten.
Eine erste Anfrage ergab:
An der Universität
Tübingen weiss man nichts von einer solchen geplanten Zusammenarbeit.
Dieser Vorgang ist besonders
schwerwiegend.
Denn hier wird nicht
nur die Öffentlichkeit getäuscht.
Hier wird auch der gute
Ruf einer Universität und ihrer Mitarbeiter ausgebeutet und möglicherweise
in Mitleidenschaft gezogen.
Vermutlich soll damit
auch vom völligen Fehlen wissenschaftlicher Qualifikation abgelenkt
werden.
Wir haben bisher keinerlei
Hinweis darauf gefunden, dass es unter den Maharishi-Anhängern solche
mit wissenchaftlicher Qualifikation in Indologie gibt.
Stein mag ein noch so
qualifizierter Physiker sein.
Mit Indologie hat das
absolut nichts zu tun.
Am 28.2.2006 stellte der
Maharishi-Kult den Bürgern in Oebisfelde seine aktuelle Planung vor.
Darüber berichtete
die "Volksstimme" http://www.volksstimme.de/vsm/nachrichten/lokales/kloetze/?em_cnt=47372
Demnach wurde den Bürgern
allerdings der zu diesem Zeitpunkt wichtigste Punkt verschwiegen:
Das Landesverwaltungsamt
Halle hatte den Plan bereits abgelehnt. Er widerspreche der Raumordnung.
Genauer gesagt dem Gesetz über den Landesentwicklungsplan des Landes
Sachsen-Anhalt (LEP-LSA), http://www.sachsen-anhalt.de/LPSA/fileadmin/Files/Lep1999.pdf
All das kann man mit wenigen
Klicks im Internet erfahren. Dort sind zum Beispiel auch die Oberzentren
bildlich dargestellt, in denen solche Einrichtungen vorgesehen sind, http://www.mittel-de.de/regionen/dls/sachsen_anhalt.pdf
Die "Volksstimme": "An dieser
Einschätzung kann wohl kaum noch gerüttelt werden".
Noch etwas hat die Zeitung herausgefunden:
"Ein Antrag auf Gründung einer staatlich anerkannten Hochschule liegt im Kultusministerium noch immer nicht vor ", war von der Ministeriumssprecherin Brigitte Deckstein gestern zu erfahren. Die Hürden für die Gründung einer solchen Hochschule sind indes hoch und im Hochschulgesetz klar geregelt. Zudem müsste der Wissenschaftsrat in dieser Frage gehört werden. Und : Ohne Zustimmung durch das Land kann die geplante Einrichtung sich auch nur schlecht Hochschule nennen.
In der vergangenen Woche hatte Kolsdorf öffentlich angekündigt, dass bis Anfang Mai der entsprechende Antrag beim Magdeburger Kultusministerium gestellt werden soll."
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