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Der Maharishi-Kult und die Naturgesetz-Partei
National Law Party NLP
 
 
Inhalt dieser Seite: Zum Thema auch: In anderen Websites:
Die Websites der Naturgesetz-Partei: 
 

Die Naturgesetz Partei (Natural Law Party NLP) ist der politische Arm des Maharishi-Kultes.
Sie dient der Durchsetzung der totalitären Programme des Maharishi.
 
 

Die Partei ist wieder da: 750 Mitglieder

Am 29.3.2003 hat in Bremen eine Bundesversammlung mit Vorstandswahlen stattgefunden.
Mitglieder des Bundesvorstandes sind jetzt:

Reinhard Borowitz, Vorsitzender
Wolfgang Fleming, Angelika Fornol, Jens-Thomas Glatzel, Norbert Hess, Traude Langer, Dr. Roman Maisch, Udo Corleis, Dr. Klaus Volkamer.
Berichtet wurde insbesondere, dass die Partei seit einem Jahr ein Pressebeüro in Berlin unterhält, welches "wöchentlich Pressemitteilungen für die gesamte Bundespresse" veröffentlicht. In der Website www.naturgesetz-partei.de war davon allerdings auch im November 2003 noch nichts zu sehen.
 
 
 

Keine Beteiligung an Wahlen?

In der Website www.naturgesetz.de gab es auch Anfang Juli 2002 keine aktuellen Eintragungen.
Aus den USA kommen jedoch neue Nachrichten.
Die Zeitung The Fairfield Ledger
http://www.zwire.com/site/news.cfm?newsid=4658830&BRD=1139&PAG=461&dept_id=142642
berichtet am 5.7.2002, auch dort habe man über eine Schliessung der Partei spekuliert, nachdem die Zahl der Mitarbeiter von 40 auf 2,5 reduziert worden sei. Jetzt heisse es, das sei normal in Jahren, in denen es keine Präsidenten-Wahl gebe.
John Hagelin, der bisherige Kandidat, habe noch nicht entschieden, ob er erneut kandidiere.
Hagelin ist im Hauptberuf Direktor an der Maharishi University of Management MUM.
An anderen bevorstehenden Wahlen würden sich jedoch Kandidaten beteiligen.
 
 

Beim Bundeswahlleiter noch eingetragen

Im
"Anschriftenverzeichnis der Parteien und politischen Vereinigungen, die gemäß § 6 Absatz 3 Parteiengesetz beim Bundeswahlleiter Parteiunterlagen hinterlegt haben"
war am 8.7.2002 unter
http://www.bundeswahlleiter.de/download/anschriftpart.pdf
eingetragen:

NATURGESETZ PARTEI, AUFBRUCH ZU NEUEM
BEWUSSTSEIN
NATURGESETZ
-
z. H. Frau Erika
Groschup
Schöne Aussicht 11
74259 Widdern
(0 79 43) 86 57 (0 79 43) 86 57 naturgesetzpartei@t-online.de
Zur Bundestagswahl 2002 nicht angemeldet

Der Bundeswahlleiter hat mit Pressemitteilung vom 12.7.2002 mitgeteilt:
Bundestagswahl 2002: 23 Vereinigungen als Parteien anerkannt



 

Mitgliederversammlung 2001: Keine Teilnahme an Wahlen
 

Seit Ende 2000 kursiert in Maharishi-Kreisen das Gerücht, Maharishi habe die Naturgesetzpartei kurzerhand aufgelöst.
In der Leserbrief-Diskussion in Fürstenberg schreibt jedenfalls Wolfgang Backhaus aus Wuppertal (MAZ 12.3.01): "Bezüglich elner veränderten Mehrheit im Stadtrat kann ich die Fürstenberger beruhigen: Die von Maharishi Mahesh Yogi initiierte Naturgesetzpartei wird sich an künftigen Wahlen nicht mehr beteiligen."  Bis Ende Juli 2001 war allerdings der Website der Partei nichts darüber zu entnehmen. Auffällig ist lediglich, daß es dort keinerlei Texte aus dem Jahr 2001 gibt.

In einem Bericht über die Mitgliederversammlung 2001 wird diese Behauptung bestätigt.
Demnach wird die Naturgesetz-Partei sich nicht mehr an Wahlen beteiligen.
Die Öffentlichkeit wurde darüber bisher nicht informiert.
Ansonsten soll offenbar alles so bleiben, wie bisher.
 
 
NATURGESETZ PARTEI 
Bericht von der Mitgliederversammlung am 21. April 2001 in Bremen 

Sehr geehrtes Mitglied! 
Auf der letzten Bundesversammlung am 21. April 2001 in Bremen, die von 27 Mitgliedern und 3 Gästen besucht wurde, haben die anwesenden Mitglieder die Weichen für neue Aktivitäten der NATURGESETZ PARTEI gestellt. Der Bundesvorsitzende, Reinhard Borowitz, formulierte es in seiner Grundsatzrede zur weiteren Parteiarbeit so: "Nicht an Wahlen teilnehmen, heißt in keiner Weise, dass wir nicht weiter daran arbeiten, Deutschland zu verändern und eine Vedische Zivilisation zu errichten“. Um diesem Ziel rasch näher zu kommen, beschloss die Bundesversammlung u. a. ganz speziell die Förderung von Kohärenzgruppen in Deutschland (siehe Begleitschreiben). 

Die Bundesversammlung beschloss die vorbereiteten Satzungsänderungen, wie sie in der Einladung an jedes Mitglied verschickt worden waren (mit einigen Änderungen). Das bedeutet u.a., dass die Satzung der NATURGESETZ PARTEI nun so geändert ist, dass die Partei sich auf die Kohärenzschaffung und Kohärenzunterstützung in Deutschland fokussieren kann. Hierzu wurde Abschnitt 4 der Präambel der Satzung zu folgendem Wortlaut geändert: "Die NATURGESETZ PARTEI wendet dieses Wissen, einschließlich der Vedischen Technologien, an und stellt es allen Menschen zur Verfügung“. 

Als Konsequenz aus dieser Erweiterung unserer Aktivitäten beschloss der Bundesvorstand auf seiner an die Bundesversammlung anschließenden Sitzung am 22.04.2001 einstimmig, noch in 2001 einen Gesamtbetrag in Höhe von bis zu 150.000 DM für Kohärenzförderung in Deutschland bereitzustellen. Das bedeutet praktisch, dass diejenigen Sidhas, die an der Kohärenzgruppe in Deutschland teilnehmen möchten und finanziell selbst nicht in der Lage sind, die Kosten ganz oder teilweise zu tragen, trotzdem teilnehmen können. 

Außerdem wurden über weitere 28 Anträge beschlossen, Anträge aus der Bundesversammlung in Darmstadt sowie Anträge und Punkte, welche die Satzungskommission noch hinzugefügt hatte. Dadurch erfolgte eine Vereinfachung und in sich konsistente Klärung des bisherigen Textes der Satzung, der Geschäfts- und Finanzordnung der NATURGESETZ PARTEI. Ein Ziel war es dabei unter anderem, die Parteiverwaltung zweckmäßig zu vereinfachen. Konkret bedeutet das, dass die Finanz- und Kontenverwaltung der Landesverbände, falls diese es wünschen, in der Bundesgeschäfisstelle mit abgewickelt werden können, einschließlich der jährlichen Rechenschaftsberichte. 

Zudem wurde, wie auf der letzten Bundesversammlung in Darmstadt beantragt, ein Bundesschiedsgericht eingesetzt. Wir freuen uns, dass Herr Dr. Claus Godbersen (Richter), bereit war, den Vorsitz zu übernehmen. Als Beisitzer wurden Fürstin Blücher und Frau Gisela Melchers gewählt, zu ihren Vertretern Fürst Blücher und Herr Johannes Melchers. 

Das Protokoll der Bundesversammlung mit seinen Anlagen, einschließlich der neuen, überarbeiteten Satzung kann auf Anfrage jedem Mitglied übersandt werden. 

Im Auftrag des Rundesvors:ands der NATURGESETZ PARTEI 
Reinhard Borowitz Dr. Roman Maisch Dr. Klaus Volkamer Udo Corleis 



[Briefpapier linke Randleiste:] 
ZIELE DER NATURGESETZ PARTEI DEUTSCHLAND 
Unterstützung der Nation durch die Naturgesetze 
Vereinfachung der nationalen Verwaltung 
Wirtschaftswachstum und Wohlstand 
Erhebliche Steuersenkung 
Kostenreduzierendes, vorbeugeorientiertes Gesundheitssystem 
Ausbildung zu höherem Bewußtsein 
Unbesiegbare nationale Verteidigung 
Ein Deutschland frei von Kriminalität, Krankheit und Umweltverschmutzung
 
 

In der KlickTel Telefon-CD vom Januar 2003 befinden sich folgende Eintragungen:
 

 
 

Parteiengesetz: Eigene Wahlvorschläge Voraussetzung für Partei-Status

Nach dem Parteiengesetz gehört die Beteiligung an Wahlen zur Definition der Partei.
 
 
Parteiengesetz (PartG)  
§ 2 Begriff der Partei  
(1) Parteien sind Vereinigungen von Bürgern, die dauernd oder für längere Zeit für den Bereich des Bundes oder eines Landes auf die politische Willensbildung Einfluß nehmen und an der Vertretung des Volkes im Deutschen Bundestag oder einem Landtag mitwirken wollen, wenn sie nach dem Gesamtbild der tatsächlichen Verhältnisse, insbesondere nach Umfang und Festigkeit ihrer Organisation, nach der Zahl ihrer Mitglieder und nach ihrem Hervortreten in der Öffentlichkeit eine ausreichende Gewähr für die Ernsthaftigkeit dieser Zielsetzung bieten. Mitglieder einer Partei können nur natürliche Personen sein.  
(2) Eine Vereinigung verliert ihre Rechtsstellung als Partei, wenn sie sechs Jahre lang weder an einer Bundestagswahl noch an einer Landtagswahl mit eigenen Wahlvorschlägen teilgenommen hat.  
(3) Politische Vereinigungen sind nicht Parteien, wenn  
1. ihre Mitglieder oder die Mitglieder ihres Vorstandes in der Mehrheit Ausländer sind  
oder  
2. ihr Sitz oder ihre Geschäftsleitung sich außerhalb des Geltungsbereichs dieses Gesetzes befindet.
Demnach verliert eine Partei ihren Status, wenn sie 6 Jahre lang nicht mit eigenen Wahlvorschlägen an einer Wahl teilnimmt.
Wenn eine Partei allerdings ausdrücklich für die Zukunft auf die Teilnahme an Wahlen mit eigenen Wahlvorschlägen verzichtet, dann muß wohl kaum diese Frist abgewartet werden. Denn dann fehlt es "nach dem Gesamtbild der tatsächlichen Verhältnisse" an der "ausreichenden Gewähr für die Ernsthaftigkeit dieser Zielsetzung".
 

Missbrauch von Parteispenden?

Es ist zweifelhaft, ob unter diesen Umständen Parteispenden noch rechtmäßig sind. Denn die Naturgesetz-Partei finanziert mit Parteispenden jetzt die Programme des Maharishi-Kultes, vgl. http://www.AGPF.de/TM-Parteispenden.htm
Dabei ist zu unterscheiden

und Die Maharishi-Partei behauptet in einem Faltblatt:
"Unsere Tätigkeit, die Förderung von Kohärenz, dient der Gesellschaft und hat einen hohen politischen und gemeinnützigen Wert. Aus diesem Grund werden Spenden an die Naturgesetz Partei steuerlich stark gefördert."
Das Einkommenssteuergesetz geht daberi ausdrücklich von Parteien im Sinne des Parteigesetzes aus:
 
Einkommensteuergesetz 1997 (EStG 97)  
§ 10b (2) Abzugsfähige Mitgliedsbeiträge und Spenden an politische Parteien  
(2) Mitgliedsbeiträge und Spenden an politische Parteien im Sinne des § 2 des Parteiengesetzes sind bis zur Höhe von insgesamt 3.000DM und im Fall der Zusammenveranlagung von Ehegatten bis zur Höhe von insgesamt 6.000DM im Kalenderjahr abzugsfähig. Sie können nur insoweit als Sonderausgaben abgezogen werden, als für sie nicht eine Steuerermäßigung nach § 34g gewährt worden ist. 
 Wenn klar ist, daß es keine Beteiligung an Wahlen mehr geben wird, dann hat die Förderung ihren Sinn verloren.
 


Noch im Jahr davor wurde ein "Club der 108 - das Förderprogramm für die Expansion der Naturgesetz Partei" installiert:
 
 
Naturgesetz Journal 8/2000 Seite 8 
Seiten-Überschrift: Naturgesetz Partei 
"Club der 108" -  
das Förderprogramm für die Expansion der Naturgesetz Partei 
Mehr Aktivität, mehr Mitglieder und mehr Geld sind die Grundvoraussetzungen für eine schnelle Expansion. Ressourcen, die zurzeit nur aus dem bestehenden Kreis der Mitglieder, Förderer und Freunde der Partei gewonnen werden können. Ein wesentliches Ziel der neuen Strategie ist deshalb, dieses Potenzial durch kraftvolle, zielgerichtete Aktivität zu erweitern. Wir brauchen ein gutes Image durch gute Medienberichterstattung, gezielte Mitgliederwerbung, eine exzellente Mitgliederbetreuung und eine Anschubfinanzierung für notwendige Kräfte und Mittel. Wir brauchen 108 Förderer der Naturgesetz Partei, die sich im "Club der 108" mit dem Ziel zusammenschließen, durch ihre regelmäßige, steuerbegünstigte Parteispende die finanzielle Grundlage der Expansion sicherzustellen. Bitte wenden Sie sich an: 
Reinhard Borowitz, Bockhorner Weg 191, 28779 Bremen. 
NEU: Als Email ist der Internationale Pressedienst der Naturgesetz Parteien jetzt auch kostenlos auf Deutsch verfügbar. Bei Interesse bitte eine Email an: nlp@euronet.nl
 

Kurz vorher hatte Maharishi deutlicher als je zuvor die Macht auf sich konzentriert. Dazu:

Auf der Website der Partei  www.Naturgesetz.de
steht im November 2000 zuoberst die Forderung nach der Auflösung der Nato:
Pressekonferenz des Parteivorsitzenden Borowitz mit Forderung der Auflösung der Nato.
Gleichzeitig erhob Maharishi dieselbe Forderung, vgl.
Strafanzeige gegen Bundeskanzler Schröder und andere wegen Vorbereitung und Durchführung eines Angriffskrieges gemäß § 80 StGB.
Gleichzeitig hatte Maharishi aufgefordert, Strafanzeigen zu erstatten: Der Parteivorsitzenden Borowitz ist zugleich der Deutschland-Chef des Maharishi-Kultes, vgl. Hier eine Borowitz-Textprobe aus der Zeitschrift Naturgesetz Journal, herausgegeben nicht etwa von der Naturgesetz-Partei, sondern vom Maharishi-Kult, genauer: der Samhita GmbH.
 
 

Aus: Naturgesetz Journal 8/2000vom Oktober 2000  
Naturgesetz Kommentar  
von Reinhard Borowitz  
Neuanfang 
Die Zeichen stehen auf Neuanfang. Maharishi hat sein weltweites Land des Weltfriedens ausgerufen, die TM-Bewegung in Deutschland erlebt gerade ihre Neugeburt als Maharishis Weltweite Naturgesetz Administration und die Naturgesetz Partei hat einen nagelneuen Vorstand (siehe Berichte in diesem Heft). Außerdem erfordert die Neugestaltung der TM-Grundkursgehühren, die jüngst von International überall in der Welt durchgeführt wurde, ein Umdenken bei vielen TM-Lehrern in Bezug auf unsere Zielgruppen.  

Wenn man von Neuanfang spricht, meint man meist in erster Linie: Expansion. Auch wir wollen expandieren -und das kräftig. Bei unserer Bewegung bedeutet Expansion: Expansion im Innern, d.h. möglichst baldige Erleuchtung für den Einzelnen und mehr Kohärenz für die Nation, und Expansion im Äußeren, also mehr Aktivität und größerer Erfolg.  
 
Es besteht eine große Diskrepanz zwischen dem, was wir erreichen wollen und von dem Maharishi sich schon so lange wünscht, dass wir es endlich schaffen, und der momentanen Größe unserer Bewegung. Wie können wir dieses "Gap" schließen? Nun, schaut man sich die Zahlen an - und das gilt in gleicher Weise für die TM-Bewegung wie die Naturgesetz Partei - so sieht man, dass wir 1000 mal so groß werden müssen. Das erscheint auf den ersten Blick fast unmöglich. Hier hilft die Mathematik. Was sich 10 mal hintereinander verdoppelt, ist danach bekanntlich nicht 20 mal so groß, sondern 1000 mal. Wir müssen uns also 10 mal verdoppeln, um dahin zu kommen, wo wir hin wollen. Natürlich ist dies nur ein Rechenspiel, aber sich konkrete Ziele zu setzen hilft. Verdoppeln ist noch schwer genug, aber es ist machbar! Dabei ist es gar nicht so wichtig, oh wir uns in einem oder erst in zwei Jahren verdoppelt haben. Wichtig ist, dass wir es schaffen und dass wir es dann erneut in Angriff nehmen, uns zu verdoppeln, und so weiter. So könnten wir in 10 - 20 Jahren dort sein, wo wir alle sein wollen: Bei der TM-Bewegung hieße dies (Faktor 1000) 3 Millionen Einführungen pro Jahr, 8 Millionen Sidhas und ein Jahresumsatz von mehreren Milliarden DM. Bei der Naturgesetz Partei hieße dies: 1 Million Mitglieder, 300.000 Aktive und 30 Millionen Wähler, also die Mehrheit in allen Parlamenten.  

Nur ein Traum - oder eine Vision? Zu schön, um wahr zu sein - oder machbare Zukunft? Ich meine, wir sollten es anpacken und uns ganz konkret die Verdopplung unserer Bewegung als Ziel setzen! Dies wird aber nur möglich sein, wenn wir alle unser Bestes geben. Alle sollten sich aktiv an den Expansions-Aktivitäten der 14 Bereiche Maharishis neuer Weltweiter Naturgesetz Administration beteiligen. Alle TM-Lehrer sollten einen neuen Anlauf nehmen, was ihre Einführungs-Aktivitäten anbelangt. Alle Meditierenden sollten sich aktiv an dem Aufbau einer Kohärenzgruppe in Deutschland beteiligen. Und alle Meditierenden, Sidhas und TM-Lehrer sollten Mitglieder in der Naturgesetz Partei werden und aktiv mitwirken (zumindest zur Zeit der Wahlen). Wir können Deutschland in ein neues Zeitalter führen aber gemeinsam, wenn alle mit zupacken, geht es sehr viel schneller. Deshalb möchte ich Sie alle ganz herzlich bitten:  
Seien Sie beim Neuanfang unserer Bewegung gleich von Anfang an mit dabei: Kommen Sie zum Treffen aller Aktiven und TM-Lehrer vom 10. bis 12. November nach Bad Wildungen!  
 

Ein Yogischer Flieger

In den programmatischen Aussagen heißt es:
 

"Jede Regierung braucht eine Gruppe Yogischer Flieger, um eine harmonische und kohärente Atmosphäre zu schaffen, in der die Regierung effektiv und erfolgreich handeln kann."
Ein fliegender bzw. hüpfender Parteivorsitzender im Schneiderseitz wird dem Wähler jedoch nicht zugemutet. Überhaupt findet sich dort nirgendwo ein Foto der "Flieger".


Diesen "Flieger" habe ich deshalb der Website www.TM-Portal.de entnommen.
 
DER SPIEGEL 43/1994  

Esoterik  
Übersinnliche Tradition 
Mit meditativem Hüpfen will die Naturgesetz Partei Weltprobleme lösen - Im oberpfälzischen Kötzting wurde sie drittstärkste Kraft. 

Den Bürgern von Kötzting müßte Willibald Gottfiied Ellmann, 48, eigentlich verdächtig sein: Der Mann ist an keinem Verein, sitzt nie am Stammtisch, verschmäht Schweinsbraten und trinkt nicht einmal Bier.  

Dennoch bat Ellmamn in der 7000-Einwohner-Stadt bei Cham einen bemerkenswerten Sieg emsagen. Bereits bei der bayerischen Landtagswahl vor vier Wochen heimste er 6,1 Prozent der Stimmen ein. Zur Bundestagswahl jetzt konnte der Arzt seinen Stimmenanteil sogar noch steigern: 6,8 Prozent der Wähler machten ihr Kreuz bei seinem Namen. Damit liegt Ellmann vor den Kandidaten der Grünen, der FDP, der ÖDP und der Republikaner.  

Was Ellmann und die von ihm mitgegründete Naturgesetz Partei versprechen, können die anderen Parteien nicht bieten: alle Probleme im Schnellwaschgang zu beseitigen.  

So soll die Kriminalitätsrate um 20 bis 30 Prozent, die Zahl der Krankheiten sogar um die Hälfte verringert werden; Arbeitslosigkeit und Umweltverschmutzung werden gleich mit beseitigt. Staat und Krankenkassen, behauptet Ellmann, könnten Milliarden sparen.  

Die Naturgesetzler, bei der Bundestagswahl insgesamt 0,2 Prozent stark, wollen Deutschland einfach per Meditation verändern. Ihre zentrale Forderung: Die Bundesregierung soll 7000 hauptamtliche Meditierer, sogenannte yogische Flieger, anstellen. Wenn die sich gemeinsam gedankenschwer versenken würden, wobei sie im Schneidersitz hüpfen wie Frösche, übertrüge sich die Ordnung von Geist und Körper flugs auf Staat und Gesellschaft.  

An solche Wunder zu glauben ist in dem erzfrommen Winkel Bayerns offenbar ganz normal. "Ich hab‘ noch keinen yogischen Flieger g‘sehen“, flachst Wolfgang Ludwig, 43, stellverretender Bürgermeister. Aber, gibt ich der CSU-Mann stolz, "was Besonderes samma hier schon“.  

Im abgelegenen Kötzting ist hintersinniger Protest nicht neu: 1949 schickte die Stadt mit Ludwig Volkholz einen der 17 Vertreter der Bayernpartei in den Deutschen Bundestag. Der "Jager-Wiggerl", wie ihn seine Freunde nannten, stritt dort zuvörderst für die Unabhängigkeit Bayerns vom Bund, aber auch für so wichtige Dinge wie eine Lippenstiftsteuer.  

Das Störrische in dieser Ecke Bayerns hat bis heute nichts an Deftigkeit verloren. Im nahen Furth im Wald stimmten die Bürger - entgegen aller Tradition -bei der Landtagswahl geschlossen gegen die CSU, weil die ihnen das Kreiskrankenhaus zugemacht hatte.  

Nun sammeln sich althergebrachte Renitenz und aktuelle Unzufriedenheit in einer neuen bizarren Bewegung. "Die Leute sind verdrossen“, sagt Naturgesetzler Ellmann, "die schimpfen auf die immer höheren Steuern und die Umweltverschmutzung.“  

"Die Leut‘ kapieren einfach, daß es nichts nützt, bei einem kaputten Auto immer nur den Chauffeur auszuwechseIn“, so erklärt Ellmann den Erfolg seiner tieffliegenden Truppe: "Da muß sich halt grundsätzlich was ändern.“  

Zwar leuchte das schlichte Wahlprogramm der Partei noch nicht allen Bürgern ein, sagt Ellmanns Arzthelferin Brigitte Vogl, 27: "Wenn die Leut‘ von den yogischen Fliegern hören, schlucken sie schon.“ Aber, fügt sie hinzu, "der Chef hat mir das erklärt: Vom Finanziellen her wird alles besser, auch das mit den Waffen und dem Atom. Ich hab‘ ihn gewählt“.  

Der katholische Pfarrer, Dekan Max Heitzer, 58, sieht dem überirdischen Treiben in seinem Sprengel recht gelassen zu und setzt auf friedliche Koexistenz: "Hier hat das Übersinnliche Tradition, und die Sympathie für das Anarchische war schon immer stark.“ Es sei ja möglich, daß Menschen, die sich früher beim "Jager-Wiggerl“ aufgehoben fühlten, jetzt den Doktor Ellmann wählten.  

Nur Bürgermeister Theo Zellner (CSU) will esoterische Vorlieben in seinem properen, aufstrebenden Städtchen nicht zur Kenntnis nehmen: "Lassen S' mich in Ruhe mit dem Gurukrampf. Das ist kein politischer Prozeß. Bei uns ist alles normal: Der CSU-Kandidat hat 56,2 Prozent, der von der SPD 24,7.“  

Zehner hat die einfachste Erklärung für die neue, drittstärkste Kraft in der Stadt: "Wenn bei uns ein Doktor kandidiert, ist er schon halb gewählt.“  

Bildunterschriften:  
Naturgesetzler Ellmann "Die Leute sind verdrossen"  
Naturgesetz.Partei-Vorstellung*: Ordnung von Geist und Körper  
*In einem Münchner Hotel, mit Demonstration des Hüpfens im Schneidersitz.  
DER SPIEGEL 43/1994



Die Naturgesetz-Partei ist nicht die erste Parteigründung des Maharishi-Kultes: Was  bedeutet "Naturgesetz"?

Naturgesetze heißen Kräfte, die in der Natur wirken. "Naturlehre" hieß früher die Physik. Das bekannteste Naturgesetz besagt, daß alles nach unten fällt und nicht nach oben. Dies galt auch schon, als man noch nicht wußte, warum das so ist.

Wenn also ein vermeintliches oder tatsächliches "Gesetz" als Naturgesetz bezeichnet wird, soll damit gesagt werden, daß dies in der Natur vorhanden war. Es mußte nur noch entdeckt werden.

Wenn Maharishi für sich beansprucht, ein Naturgesetz entdeckt zu haben, dann beansprucht er absolute Gültigkeit. Niemand diskutiert darüber, ob der Apfel nicht ausnahmsweise doch einmal nach oben fällt.

Die Meinungsfreiheit hat zur Folge, daß jeder behaupten darf, er habe ein Naturgesetz entdeckt.

Mit der Gesetzgebung hat der Begriff nichts zu tun. Auch nicht mit dem Begirff Naturrecht, der aus der Rechtsphilosophie stammt.



 

Der Vorsitzende der Naturgesetz-Partei Reinhard Borowitz über seine Fähigkeit des Fliegens ohne maschinelle Hilfe:
 
 
 
Aus: HörZu, Datum unbekannt, vermutlich um 1978 Hör Zu untersucht das "Wunder von Arosa" - Wirklich, ich kann fliegen! 


"Zuerst spürte ich nur ein Vibrieren in mir, das stärker und stärker wurde. Es war, als sei in mir ein Insichtbarer Motor angelassen worden. Plötzlich durchströmten mich Wellen der Leichtigkeit, ich machte ein paar Hopser, dann schwebte ich still in der Luft. In diesem Augenblick war mir klar: Die Fähigkeit zu fliegen ist für den Menschen ebenso natürlich wie Sehen, Sprechen oder Laufen..." 

Traum, Halluzination, Trugbild einer verworrenen Phantasie? Reinhard Borrowitz, 26 Jahre alt, Student der Mathematik und Physik in Hamburg, spricht so sachlich über dieses Erlebnis, als handele es sich um einen Spaziergang. Er könne fliegen, behauptet er, sein Körper habe sich dreißig bis fünfzig Zentimeter in die Luft erhoben ,und sei durch das Zimmer geschwebt, etwa zwei, drei Sekunden lang. 

HÖRZU - neugierig geworden durch die Gerüchte von den fliegenden Menschen - wollte sich selbst überzeugen. Wir fuhren nach Arosa in die Schweiz. 
.... 
Die Flugvorführung findet statt. Fünfzig junge Männer in Unterhemden und Pyjamas hocken mit im Lotussitz verschränkten Beinen auf einer Schaumgummimatratze. die den ganzen ehemaligen Speisesaal des Hotels ausfüllt. Die Augen geschlossen, in stiller Meditation versunken. 
Plötzlich kommt Bewegung in die Gruppe. In der gleichen Sitzhaltung hüpfen plötzlich alle durcheinander. Es wirkt wie eine Massenversammlung überdimensionaler Frösche. 

Fliegen? "Wir stecken eben noch in den Anfängen", sagt Reinhard Borrowitz. "In einigen Monaten werden alle soweit sein, daß sie minutenlang in der Luft schweben können." 
Das mitleidige Lächeln der Skeptiker läßt ihn ungerührt. "Selbsterleben ist der Schlüssel zum Verstehen. Man kann keinem erklären, wie ein Apfel schmeckt, wenn der noch nie einen Apfel gegessen hat."

 
 

Einige Wahlergebnisse:

Bundestagswahl 1994: (aus: http://www.uni-mainz.de/FB/Sozialwissenschaften/Politik/Wahlen/BTW/13/Wahl/Gesamt.html#bund)

Erststimmen:       59.087    =       0,13%
Zweitstimmen:    73.193    =       0,16%
 
 
 
 



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