www.AGPF.de
Infos über Sekten, Kulte und den Psychomarkt
AGPF - Aktion für Geistige und Psychische Freiheit
Bundesverband Sekten- und Psychomarktberatung e.V., Bonn
Zur Homepage | Zur Inhaltsseite | Zum Begriff Sekte
Adresse dieser Seite: http://www.AGPF.de/TM-Missbrauch.htm  Zuletzt bearbeitet am 25.1.2002

Sexueller Missbrauch im Maharishi-Kult


Inhalt dieser Seite: Zum Thema auch: In anderen Websites:

Im Urteil Oberverwaltungsgericht Münster (5 A 1125/84  Urteil vom 18.12.85  http://www.AGPF.de/ovg5a1125-84.htm ) heißt es:

"Strafbare Handlungen wie Freiheitsberaubung, Nötigung und sexueller Mißbrauch sind der TM-Bewegung zu keinem Zeitpunkt und von keiner Seite vorgehalten worden."
Dieses Urteil wird nach wie vor benutzt, vgl. Der TM-Prozess
Deshalb muss auch auf das obige Zitat eingegangen werden.
Zum Zeitpunkt des Urteils war diese Aussage richtig.
Spätere Berichte ergeben ein anderes Bild.
Die AGPF hat 1989  über einen "Skandal in indien" berichtet, unten.
Quelle war die Zeitschrift Illustrated Weekly vom 17.1.1988.
eine deutsche übersetzung müßte auch nochirgendwo vorhanden sein. bei Bedarf bitteich um anfrage.
 
AGPF AKTUELL I/89 vom 22.3.89 Seite 7

MAHARISHI-KULT: SKANDAL IN INDIEN

Die damalige indische Regierungschefin Indira Gandhi kritisierte Maharishi, und dieser verließ sofort das Land. Zwölf Tage nach ihrer Ermordung kehrte er 1984 zurück und begann den Aufbau eines neuen Imperiums: "Ein spiritueller Spielplatz, von dem aus er seine Transzendentale Meditation verkaufen kann", so die indische ILLUSTRATED WEEKLY vom 17.1.1988, auf die dieser Bericht sich stützt. Gestoppt wurde seine Expansion am 22. September 1987. In ganz Indien durchsuchten "die Spürhunde des Finanzministeriums" die Besitzungen. Maharishis rechte Hand über die möglichen Gründe dafür: "Das sind noch die überholten Unterdrückungsmethoden der britischen Kolonialzeit." Und: "Falsche Politik."

Apropos Politik: Nach der Ermordung Indira Gandhis gab es Gerüchte über die Beteiligung Maharishis an Waffengeschäften mit den Sikhs. Ein Mitglied dieser Sekte hat Indira Ghandi ermordet. Und der derzeitige Regierungschef ist der Sohn Indira Gandhis. Völlig abwegig ist diese Interpretation deshalb nicht.

Dennoch: Die offizielle Begründung leuchtet auch ein. Demnach geht es um Steuerdelikte und das wäre eine weitere Gemeinsamkeit zwischen Maharishi und Bhagwan, die beide in Jabalpur geboren sind. Aber die Steuerdelikte machen nicht den Skandal: Es geht auch um Verführung von Kindern zur Homosexualität und um ungeklärte Todesfälle. Ein ehemaliger Mitarbeiter:

 "Es starben jedes Jahr vier bis sechs Menschen. Bei einem Jungen z.B. bestanden die Kameraden darauf, ihn nach Delhi zu bringen, aber der Lehrer meinte, er würde sich wieder erholen. Er starb durch reine Gefühllosigkeit. Die Kinder waren unterernährt, das Essen war unhygienisch zubereitet und nicht einmal als Viehfutter zu verwenden. Wenn man dem Maharishi die Käfer im Reis zeigte, regte er sich auf und sagte, das sei alles nur eine Hetzkampagne."

Man mag sagen, das sei nun einmal Indien. Aber Maharishi beansprucht, mit seiner "Transzendentalen Meditation" und der "Ayurveda-Naturheilmethode" die medizinische Betreuung der ganzen Welt zu revolutionieren. Außerdem ist er indischen Wirtschaftskreisen zufolge einer der reichsten Männer der Welt: Auf 10 Milliarden DM taxieren diese sein Vermögen. Damit ist er etwa doppelt so reich, wie der reichste Deutsche. Da müßte es eigentlich für ausreichende und saubere Ernährung reichen.



Impressum:


1. Version dieser Seite installiert am x.1.2002


Verantwortlich für Inhalt und Gestaltung:
Ingo Heinemann
D-53579 Erpel Grabenstrasse 1
Tel. 02644-98013-0
Fax 02644-98013-1
Email: Ingo.Heinemann@t-online.de

Diese Website wurde eröffnet im September 1998