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David
Lynch und David Sieveking
32 Jahre lang war der bekannte Filmregisseur David Lynch privater Maharishi-Anhänger. Als Lynch sich outete und zum Propagandisten des Maharishi-Kultes wurde, war David Sieveking zur Stelle. Hier ein Schnappschuss aus dem Film, Sieveking als Fragesteller während eines Lynch-Vortrages in der Maharishi-Universtät in Fairfield, USA. Der Fragesteller wurde auf der Bildwand hinter Lynch eingeblendet. Sievekings Kameramann Adrian Stähli hats gefilmt. Sievekings Dokumentarfilm "David Wants to Fly" (David will fliegen) liefert authentische Informationen über Lynch und den Maharishi-Kult. Erstaufführung am 12.02.2010 bei der Berlinale, seither in zahlreichen Kinos, soll 2011 bei ARTE gezeigt werden. Als DVD voraussichtlich ab 12.11.2010. Infos: http://www.davidwantstofly.de |
Aus: "David wants to Fly" ("David will fliegen"), Dokumentarfilm
2010 von David Sieveking über David Lynch. Zitat aus einem Lynch-Vortrag
über die "Transzendentale Meditation":
"Du liest Zeitung, du guckst Fernsehen, du hörst Radio, da gibt es nichts, nichts als Probleme. Und halbgare, lächerliche, absurde Lösungen. Du musst nicht daran glauben, dass diese den Frieden begrüssende Gruppe Frieden auf die Erde bringt. Aber warum soll man es nicht probieren? |
Mal probieren? Maharishi hat das bereits seit Jahrzehnten versucht, offenkundig erfolglos. Weiss Lynch das nicht?
Solche Äusserungen haben Lynch in den Verdacht gebracht, ein harmloser Mitläufer des Maharishi zu sein.
"David Lynch praktiziert seit 34 Jahren, was der Maharishi Mahesh Yogi predigt", schrieb der Stern am 25.10.2007. David Lynch hatte in London seine "Stiftung für bewusstseins-basiertes Lernen und Weltfrieden" vorgestellt. Davor war in Deutschland weitgehend unbekannt, wes Geistes Kind Lynch war.
Bekannt war David Lynch als Filmregisseur. Deshalb erregte der Film des bis dahin völlig unbekannten Kollegen David Sieveking bereits vor der Erstaufführung Aufsehen, als er für die Berlinale 2010 angekündigt wurde: "David wants to Fly" ("David will fliegen").
Sieveking in seinem Film: "Ich wollte eigentlich abgründige Filme machen. Wie mein grosses Vorbild, David Lynch. Aber irgendwie fehlten mir die Abgründe".
Hugo Stamm im Tagesanzeiger vom 28.4.2010: "Im zweiten Interview schwurbelt der erfolgreiche Regisseur nicht mehr abgehoben von Erleuchtung und höherem Bewusstsein, sondern reagiert ungehalten auf die kritischen Fragen. Der kleine David wächst über sich hinaus, der grosse David schrumpft immer mehr. Der Jungfilmer will die Welt ergründen, in der sich sein Idol bewegt, seit sich Lynch nach dem Tod seines Gurus 2008 zum Botschafter der weltweiten TM-Bewegung entwickelt hat."
Sieveking besuchte als Dokumentarfilmer mit Kamera den Kultregisseur
Lynch in den USA. Immer freundlich nickend hörte Sieveking sich an,
was Lynch ihm empfahl: Die "Transzendentale Meditation". Sieveking bezahlte
2.380 Euro ("in bar") für
den Einführungskurs in Hannover einschliesslich "Mantra".