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Infos über Sekten, Kulte und den Psychomarkt AGPF - Aktion für Geistige und Psychische Freiheit Bundesverband Sekten- und Psychomarktberatung e.V., Bonn Adresse dieser Seite: http://www.AGPF.de/TM-Konzern2.htm Zuletzt bearbeitet am 29.9.2005 Zur Homepage | Zur Inhaltsseite | Zum Begriff Sekte | AGPF-Spendenkonto |
Der Maharishi-Konzern II:
"Fördervereine" als Tarnorganisationen
Transparenzvermeidung als Konzernstrategie
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Transparenzvermeidung scheint zur Konzernstrategie zu gehören:
"Die TM-Organisation hat ... in Deutschland seit 1963 weit über 100 Vereine, Firmen und sonstige Organisationen gegründet, wieder aufgelöst oder verlagert. Typisch war und scheint bis heute zu sein, daß Firmen und Organisationen häufig nicht an ihrem Sitz tätig sind, also dort, wo sie in die Register eingetragen sind."
Aus: AGPF-Kurz-Info über den Maharishi-Kult
Dabei scheint es einerseits um die Täuschung der Öffentlichkeit
zu gehen, andererseits aber auch um die Täuschung der Finanzämter.
Anders ist die Gründung zahlreicher "Fördervereine" kaum zu
erklären.
Ein solcher Förderverein ist unproblematisch, wenn es sich zum
Beispiel um die Förderung einer öffentlichen Einrichtung handelt,
also etwa die Förderung einer Schule am Ort. Hier weiß schließlich
jeder, um was es geht. Eine solche Schule ist auch dann der Allgemeinheit
nützlich, wenn sie beispielsweise als staatliche Einrichtung nicht
gemeinnützig im Sinne des Steuerrechts sein kann.
Deshalb hat die Abgabenordnung (AO) in § 58 solche Spendensammelvereine ausdrücklich zugelassen:
Steuerlich unschädliche Betätigungen
Die Steuervergünstigung wird nicht dadurch ausgeschlossen, daß
1. eine Körperschaft Mittel für die Verwirklichung der steuerbegünstigten Zwecke einer anderen Körperschaft oder für die Verwirklichung steuerbegünstigter Zwecke durch eine Körperschaft des öffentlichen Rechts beschafft,
2. eine Körperschaft ihre Mittel teilweise einer anderen, ebenfalls steuerbegünstigten Körperschaft oder einer Körperschaft des öffentlichen Rechts zur Verwendung zu steuerbegünstigten Zwecken zuwendet ....
Es ist allerdings nur ein kleiner Schritt zum Gestaltungsmißbrauch
und der scheint hier vorzuliegen.
Es gibt im übrigen keinerlei Grund für die Annahme, daß
dies eine längst überholte Praxis ist, daß es heute keine
solchen Vereine mehr gibt.
Ein Rundschreiben der Frankfurter GeselIschaft zur Förderung der
Transzendentalen Meditation (unten) zeigt, daß
die steuerrechtliche Problematik durchaus bekannt war.
Kölner Lehrinstitut für Transzendentale Meditation
Center für Persönlichkeitsentfaltung
Kaiser-Wilhelm-Ring 6 - 8, 5000 Köln 1, Tel 0221/124633
HERBSTRUNDSCHREIBEN 1983
[Am Ende der 2. Seite des Prospektes]:
Wir wünschen Ihnen einen beschaulichen Herbst mit vielen Grüßen
Ihr Kölner TM-Lehrer-Team
FÖRDERKREIS: Spenden an den Verein zur Förderung der Persönlichkeit
sind steuerlich absetzbar. Unseren Förderer sei an dieser Stelle ganz
herzlich gedankt.
AGPF e.V.
Graurheindorfer Str. 15
5300 Bonn 1
22.11.1983
Sehr geehrte Damen und Herren!
Zu Ihrem Schreiben vom 17.11.1983 teilen wir Ihnen mit, daß die Vereine
1) Kölner Lehrinstitut für Transzendentale Meditation
2) Center für Persönlichkeitsentfalung
hier nicht eingetragen sind.
Dafür war aber der Förderverein eingetragen:
Registernummer VR 8344
Ersteintrag 5.7.82
In der Satzung eines Fördervereines muß natürlich der
zu fördernde Verein namentlich benannt werden.
Dabei wurde im vorliegenden Fall der Name
Kölner Lehrinstitut für Transzendentale Meditationverkürzt zu
Center für Persönlichkeitsentfaltung
Kölner Lehrinstitut für PersönlichkeitsentfaltungDamit wurde jeder Bezug zum Markenzeichen des Maharishi-Konzerns ("Transzendentale Meditation") getilgt. Auch in der weiteren Satzung ist davon keine Rede.
SATZUNG des
"Vereins zur Förderung der Persönlichkeitsentfaltung"
Paragraph 1: Name, Sitz und Geschäftsjahr
1. Der Verein führt den Namen "Verein zur Förderung
der Perönlichkeitsentfaltung", und führt nach der Eintragung
denZusatz 'e.V.'.
2. Sitz des Vereins ist Köln.
3. Der Verein soll in das Vereinsregister Köln eingetragen werden.
4. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
Paragraph 2: Zweck und Aufgaben
1. Zweck und Aufgabe des Vereins ist es, das Kölner Lehrinstitut
für Persönlichkeitsentfaltung in der Erfüllung seiner Aufgaben
und Ziele zu unterstützen. Die Ziele im einzelnen sind:
Die ganzheitliche Entfaltung der Persönlichkeit durch
a) Verbesserung der geistigen und körperlichen Gesundhei des Individuums.
b) Förderung von Programmen in gesellschaftlichen Krisenbereichen
(Drogen- und Alkoholmißbrauch).
c) Förderung der Erwachsenenbildung.
d) Entwicklung harmonischer zwischenmenschlicher Beziehungen.
e) Förderung der Toleranz, des Friedens und der internationalen
Gesinnung im Sinne einer echten Völkerverständigung.
2. Insbesondere fördert der Verein die Schaffung der materiellen, räumlichen und personellen Voraussetzungen für die Durchführung der in Abs. 1 genannten Programme bzw. für die Intensivierung der dafür erforderlichen Aktivitäten. Er ist bestrebt, die Verbundenhei der Bevölkerung aus Köln und Umgebung mit dem Kölner Lehrinstitut für Persönlichkeitsentfaltung zu pflegen.
Im Rahmen dieser Aufgaben setzt er die ihm zur Verfügung stehenden
Mittel ein.
—2—
§ 7 Beitrag
5. Sämtliche Einkünfte sind ausschließlich zur Erhaltung und Förderung des Kölner Instituts für Persönlichkeitsentfaltung zu verwenden.
§ 13 Gemeinnützigkeit
Rechts der Kopf und die ersten Zeilen eines Rundschreiben vom 9.9.79.
Das Rundschreiben hat folgenden Wortlaut:
Frankfurter GeselIschaft zur Förderung der Transzendentalen Meditation
Stettenstr. 39
6000 Frankfurt/Main 1
Telefon 554199
9.9.79
Liebe Meditierende, wir alle haben im letzten Jahr miterleben mssen, wie systematisch ein entstelltes Bild unserer TM in der Öffentlichkeit verbreitet worden ist. Das ist sehr schmerzlich ... und führte zu ganz unterschiedlichen Reaktionen: hat es die einen verunsichert, so hat es anderen plötzlich zum Bewußtsein gebracht, daß sie für die kostbaren Erfahrungen, die TM und Sidhis in ihr Leben gebracht haben, auch bereit sind ganz persönlich etwas einzusetzen. Hunderte von Ärzten und Lehrern setzten ihren Namen unter Memoranden an die Regierung; hunderte von Sidhas schrieben an Staatssekretär Wolters; Juristen und Professoren erstellten Gutachten zur Richtigstellung ...- und schließlich, das Wichtigste, haben wir auf den Sidhikursen unvorstellbar viel zur Klärung der Atmosphäre beigetragen.
Ob das alles schon ausreicht, wird die Zukunft zeigen.
Liebe Meditierende, ich habe das so ausführlich dargestellt, um Ihnen das Thema "Frankfurter Center" recht nahe bringen zu können. Sie wissen,bisher zahlten wir die Mieten von einführungen, Sidhi-Centerkursen und den Spenden der 81 Mitglieder der Frankfurter Gesellschaft zur Förderung der TM. Als wir damals die Gesellschaft gründeten, gingen wir von den 2000 Meditierenden in und um Frankfurt aus und dachten, wenn vielleicht 1000 davon monatlich 5 DM zahlen würden, dann könnten wir nicht nur fehlende Mieten überbrücken, sondern auch endlich mal eine Zeitungswerbung nachunseren VorsteIlungen machen. Damals lagen wir mit unserer annahme falsch: nur 81 Leute beteiligtensich; d.d., nur 405 DM kommen fest herein monatlich, dazu 2 größere Beträge und einige unregelmäßige Spenden.
Inzwischen hat sich durch die oben beschriebene Situation alles drastisch geändert: es gibt kaum Einführungen momentan und nur selten einen Sidhi-Centerkurs. Das schöne Center in der Stettenstraße mußten wir verlassen, weil es "zweckentfremdeter Wohnraum“ war. Und nun haben wir kein Center in Frankfurt. Es ist wohl jedem klar, daß das kein Zustand ist für eine Stadt wie Frankfurt. Ich habe miterlebt, wie unsere derzeitige Centerleiterin Suzanne Bommersheim unter Zurückstellung aller persönIichen Dinge wochenlang in ganz Frankfurt nach angemessenen Centerräumen gesucht hat, aber bis jetzt hatte alles einen Schönheitsfehler: zu weit weg vom Zentrum oder zu laut oder nur als Wohnung zu benutzen oder nur als Büro (wir brauchen ein Wohnbüro, in dem auch 2 bis 4 Sidhas wohnen und ihr Progranm machen können; sie würden für ihre Räume selbstverständlich MIete zahlen).
Meine Frage an Sie alle: wenn wir jetzt ein Center finden, sollten wir Meditierenden das nicht alle zusammen finanzieren? Mit 5 DM für jeden wird das wohl leider nicht zu lösen sein; dazu sind wir zu wenige, seit sich Königstein und Dreieich selbständig gemacht haben (wenn es gar nicht anders geht, sind aber auch 5 DM besser als nichts!)
Damit Sie in die finanzielle Verwaltung auch das notwendige Vertrauen haben können, gewissermaßen "notarieller Ernst“ in die Sache kommt, hat sich Rechtsanwalt Dr. Alt aus Bad Homburg bereit erklärt, den Vorsitz mit zu übernehmen, (wir werden ihn bei unserer nächsten Versammlung noch offiziell wählen), sodaß Sie jetzt Dr. Alt und mich als Vorsitzende hätten. Wir suchen auch noch dringend eInen "Kassierer“, der die Buchführung macht, da Frau Andreas beruflich zu überlastet ist.
Bitte gehen Sie doch meinen Vorschlag in aller Ruhe durch. Auf die vielgestellte Frage, warum die Zentrale denn die Centertermine nicht übernimmt, ist die Antwort: Maharishi hat sich sehr viel vorngenommen für die ganze Erde, auf der viele Länder sehr arm sind und er sagt, daß Meditierende stark genug sind, für ihr Center selbst zu sorgen. Und die andere wichtige Frage: was geschieht, wenn man mal nicht mehr zahlen kann aus irgendwelchen Gründen? Dann kündigt man für den nächsten Monat schriftlich (aber bitte nIcht einfach allmählich vergessen; es gibt jetzt einige, die lange nicht gezahlt haben. Dagegen hilft ein Dauerauftrag). Und dann noch die Sache mIt der Spendenbescheinigung. Ich habe mich sehr bemüht um die Gemeinnützigkeit unserer Gesellschaft. Die Akte liegt jetzt beim Finanzministerium in Bonn. Wie es damit steht, können Sie vielleicht ermessen, wenn Sie hören, daß die Finanzbehörde um Gutachten über TM beim Familienministerium und bei Prof. Lange (Spezialist für Autogenes Training) gebeten hat. D.h., wir könnten Ihnen momentan keine Spendenbescheinigungen geben. Ihr Betrag wäre also Ihr persönlicher Einsatz für die TM - solange, bis sich die Wolken von der Morgendämmerung zurückziehen und sich wieder mehr Menschen einführen lassen.
Den anhängenden Antrag schicken Sie bitte an mich nachhause:
Schenkendorfstr. 24, 6FFM 50, Tel. 524921
Mit allen guten Wünschen für Sie
Ihre Heide Joram-Nikel