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Der Maharishi-Konzern
  Wohl keine Sekte hat mehr Firmen, Vereine und angebliche Stiftungen gegründet, als der Maharishi-Kult.
Inzwischen wurden die meisten davon wieder gelöscht.
 
 
 
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    Firmen und Vereine

    Unter www.Handelsregister.de befindet sich ein gemeinsames Registerportal der Bundesländer.
    Die Suche nach Firmen und Vereinen ist dort kostenlos und ergibt die genauen Namen, die Registernummer und die Angabe, ob "aktuell" oder "gelöscht".

    Noch nicht alle Länder sind angeschlossen. Einsicht ins Register kostet 4,50 Euro (Stand Mai 2009) und erfordert vorherige Registrierung.

    Firmendaten sind zu finden unter www.Unternehmensregister.de
    Ein bundesweites Stiftungsregister gibt es bisher nicht.
    Bei den Maharishi-Stiftungen handelt es sich keineswegs immer um echte Stiftungen.
     
     
     

    Liste von Firmen und Vereinen aus dem Umfeld des Maharishi-Kultes (nicht vollständig):

     
     
     
     

    Der Maharishi-Konzern, 1989

    Aktualisierung 2002
    In der Internet-Seite http://www.nadir.org/nadir/archiv/Antifaschismus/Organisationen/Diverse/AInatg.html
    wird unter dem Titel "Naturgesetz Partei" genannt:
    "in Hamburg: Maharishi Ayur Veda GmbH, Rothenbaumchausee 26, und Maharishi Institut für Unternehmensführung GmbH, Schröderstiftstr. 30) ".
    Ausserdem: Neue Firma gegründet 2002: Maharishi Veda GmbH
     

    Aktualisierung 1996
    Inzwischen hat TM die Prozeßserie gegen die Bundesregierung verloren. Die höchsten deutschen Gerichte (Bundesverwaltungsgericht 7 C 2.87 vom 23.5.89 BVerwGE 82,76 = NJW 1989, 2272; Bundesverfassungsgericht 1 BvR 881/89 v. 15.8.89 = NJW 1989, 3269) stellten fest: der Staat darf warnen, muß es sogar, wenn Anlaß besteht. Und der bestehe hier.

    TM hat dann die "Transzendentale Meditation" in den Hintergrund und die "Ayurveda-Medizin" in den Vordergrund gestellt (vgl. AGPF Aktuell II/1989 "Maharishi-Ayurveda": Etikettenschwindel?"). Dazu das Sozialgericht Berlin (S 72 Kr 833/89 v. 12.1.90): "Es fehlt jeder vernünftige Hinweis darauf, daß die Ayurveda-Therapie grundsätzlich und im Fall des Klägers geeignet ist, Krankheiten zu heilen oder den Gesundheitszustand wenigstens positiv zu beeinflussen". Das Urteil zeigt, daß versucht wird, die Kosten den Krankenkassen aufzuladen (vgl. unten: "Der Staat als Kunde" und AGPF Aktuell I\91: "Irreführung mit angeblichen Rabatten bei Krankenversicherung" und "Üble Geschäfts mit AIDS").

    Die Naturgesetzpartei ist an die Stelle der "Goldenen Partei" getreten. Während zeitweilig das "Fliegen" eher heruntergespielt wurde, wurde dies 1994\95 von der Partei als Wahlschlager vorgeführt.

    Wahrscheinlich existiert ein Teil der nachfolgend geschilderten Firmen nicht mehr. Aber darauf kommt es hier nicht an. Der Schönau-Komplex (unten II) wurde inzwischen verlassen, die Deutsche Kulturstiftung verlegt.

    Tatsächlich sind inzwischen zahlreiche neue Firmen, Vereine und Stiftungen gegründet worden
    (vgl. auch AGPF Aktuell II\89: "TM, Ayurveda, UNH, BEP, Optimisten-Club, New Age").

    Zentrale Adresse war die Hohenzollernstraße 31 in Hannover.

    Dort waren zwischenzeitlich folgende Organisationen und Firmen ansässig:

     SFB Stiftung für Bewusstseinsforschung Projektbüro Hannover
     SIB Stiftung für Interkulturelle Bildungsforschung
     Förderverein Bildungs Initiative e.V.
     Hochschule für Vedische Wissenschaft
     Vedisches Bildungswerk
     Vedische Maharishi Therapiepraxen
     GEF Gesellschaft für Energieforschung GmbH
     HVW Grundstücks GmbH

    Es handelt sich allerdings nicht um eine Bürokomplex, sondern um ein Villa.  



     
     
     

    Inhalt dieses Artikels:

    Einleitung
    Die Sekte in Kürze (aktualisiert im AGPF-Kurzinfo)

    I.      Juristische Personen
    II.     Einzelfirmen, Vereine, Einrichtungen, Unternehmen
    III.    Märkte, Werbung, Preise, Umsätze
    IV.   Die angeblichen Beweise für die Wirksamkeit der TM
    V.    Mutmaßliche Erschleichungen von steuerabzugsfähigen Spendenquittungen
    VI:   Der Maharishi-Kult und die Politik
    VII.  Der Staat als Kunde

    VII.1   WKI - WISSENSCHAFT DER KREATIVEN INTELLIGENZ
    VII.2   Universitäten und Professoren
    VII.3 Direktwerbung bei Regierung
    VIII. Maharishi-Kult: Weltanschauung?

    Die Anlagen sind in zwei Beweisordnern zusammengefaßt. Diese dienen lediglich Beweiszwecken und können nicht versandt oder kopiert werden.

    Stand: 1.11.89


    EINLEITUNG

    Diese Arbeit zählt vorwiegend Fakten auf, die sonst nie veröffentlicht worden wären. Dadurch sollen andere Darstellungen über den Maharishi-Kult ergänzt werden. Diese Arbeiten befassen sich mit den Inhalten, die von Maharishi verbreitet werden, aber auch dem Druck und den Problemen, die eine Mitgliedschaft bewirken können.

    Die AGPF definiert den Maharishi-Kult als einen Destruktiven Kult, weil seine Praktiken persönliche und familiäre Bindungen und letzlich die Persönlichkeit selbst zerstören können, und seine Anhänger ihren Guru gottähnlich oder als Gott kultisch verehren.

    Von den möglicherweise zerstörerischen Praktiken soll hier nicht die Rede sein. Erwähnt sei, daß diese auch dazu führen, daß manche der Anhänger praktisch ohne Gehalt arbeiten und so auch die Lohnnebenkosten und Sozialabgaben wegfallen. Davon wird hier im Ansatz die Rede sein.

    Denn hier geht es im ersten Teil um die wirtschaftlichen Aktivitäten eines solchen Kultes, die zum einen eben auf der erwähnten Kostensituation -Traum jedes Unternehmers- beruhen und andererseits auf dem Glauben der Anhänger, daß ihre "Lehre" praktisch alles zu bewirken mag.

    So besehen, ist diese Arbeit auch nur ein Beispiel für andere Sekten, die ähnliche Aktivitäten  entwickeln.

    Dieser Arbeit erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit oder Aktualität, weil dies schlicht unmöglich wäre.  Viele der hier vorgestellten Firmen gibt es nicht mehr. Aber sie belegen einen Teil der zeitweiligen Aktivitäten und Träume der Anhänger.
     
     



    I.   Juristische Personen


    I.1. AEM Production Holding GmbH

     Handelsregister Düsseldorf HRB 15034  (Anlage 1)
     Stammkapital: 100.000.-- DM
     Anteilseigner mit je 14.300.-- DM u.a.:
     Hanspeter Ritterstaedt
     Dr. Heinrich Röder
     Anand Shirivastava, Indien, ein Neffe des Maharishi Mahesh Yogi alias Mahesh Prasad Warma

     Sämtliche Anteilseigner sind Funktionäre des Kultes.

     Gegenstand des Unternehmens:
     Der Erwerb und das Halten von Beteiligungen aller Art, insbesondere Fertigungsbetrieben.
     Gewinnberechtigtsind nur die Anteile der zwei Inder und des Schweizers Marco Stiefel.
     Büroanschrift: unbekannt
     

    I.2 AMRITA NATURPRODUKTE GMBH

     Handelsregister 5140 Erkelenz HRB 0683 Ersteintrag 28.4.88
     Sitz in 5144 Wegberg

     Gegenstand des Unternehmens:
     "Herstellung und die Verarbeitung sowie der Handel mit Naturprodukten aller Art, insbesondere Kosmetika, Körperpflegemittel, Gewürze, Nahrungsmittel, Edelsteinen, Naturfasern, Stoffenund Produkten technischer Herkunft".

    I.3 SIDHA Gesellschaft für Entwicklung, Produktion und Handel mbH

     Handelsregister Osnabrück HRB 0769 -  (Anlage 2)
     Stammkapital: 100.000.-- DM
     Gesellschafter u.a.:
     Hanspeter Ritterstaedt
     Dr. Heinrich Röder
     Anand Shirivastava, Indien
     Marco Stiefel, Schweiz

     Gegenstand des Unternehmens laut Handelsregister:

     Entwicklung neuer Produkte und Verfahrenstechniken, Fertigung von Produkten, Erbringung von Dienstleistungen, sowie Handel mit Produkten, insbesondere in folgenden Bereichen:
     Maschinenbau, Elektrotechnik, Keramik, Kunststoffverarbeitung, Landwirtschaft, Textilwirtschaft, Bauwirtschaft, Kunsthandwerk sowie elektronische Datenverarbeitung und Unternehmensberatung.
     Beispiele dieser Tätigkeit:
     SIDHA UNTERNEHMENSBERATUNG - Datentechnik-Software-Managementseminare
     Vertreten in: Paris, London, Köln, München, Zürich, Rom, Freetown, Johannesburg, Delhi, Singapur, Jacarta, Tokyo, Hong Kong, Manila, Sydney, Wellington, Vancouver, Montreal, New York, San Fransisco, Los Angeles, Caracas, Bogota, Rio de Janeiro.
     Anzeige in der Zeitung Computer-Woche 8/83 - (Anlage 3)
     Angebot von Computer-Programmen durch Schreiben v. 3.3.84 -
         (Anlage 4)
     mit Produktbeschreibung -   (Anlage 5)
     und Bestellkarte    (Anlage 6)
     SIDHA - Sorbilite-Verfahren: Einschweißen von Papieren und Gegenständen in Klarsicht-Kunststoff -  (Anlage 7)
     
     

    I.4.  SIDHA Corporation International

     Ort der Eintragung und Rechtsform sowie Kapital unbekannt.
     In der Bundesrepublik vertreten durch:
     Sidha Couture, Am Berg 2 - D 4516 Bissendorf Tel. 05402-8023
     Laut Prospekt für die "Kollektion 1981" -  (Anlage 8)
     dort auch Ausstellungsräume.
     Firmensitz identisch mit Akademie Schledehausen.
     

    I.5 SIDHA Corporation International Deutschland

     Ort der Eintragung, Rechtsform und Kapital unbekannt.
     Hat ihre "Kollektion aus feinsten Seidenkleidern" laut Prospekt
         (Anlage 9)
     auf folgenden Textilmessen angeboten:
      Münchner Modetage
      IGEDO, Düsseldorf
      Berliner Interchic

     Ein Unternehmensbereich der ALPHA - Fertigungs-GmbH Metall-Elektronik-Holz-Textilien"
     Anschrift: Residenz Rheingold, Uferstr. 29 - 5000 Köln 50
     
     

    I.6 ALPHA Fertigungs GmbH Metall-Elektronik-Holz

     Ort der Eintragung: Unbekannt
     Laut Gesellschaftsvertrag -   (Anlage 10)
     beträgt das Gesellschaftskapital 1 Million DM
     Gesellschafter:Hanspeter Ritterstaedt mit 1.000.-- DM
     AEM Produktion Holding 999.000.-- DM
     Geschäftsführer u.a.:
      Hanspeter Ritterstaedt
      Dr. Heinrich Röder
      Anand Shirivastava
      Marco Stiefel
     Laut Gesellschaftsvertrag soll Düsseldorf Sitz der Gesellschaft sein. Bis Mai 1985 war diese im dortigen Handelsregister jedoch nicht eingetragen     (Anlage 11)

    I.7 MERU PRESS Druckerei GmbH

     Handelsregister Lörrach HRB 687   (Anlage 12)
     Stammkapital 20.000.-- DM
     Anteilseigner:
     a)  Internationaler Verein für die Förderung der Wissenschaft der Kreativen Intelligenz,     Schweiz
     b)  IMS - Internationale Meditationsgesellschaft Deutscher Verband, Düsseldorf
     c)  Students International Meditations Society, Deutscher Verband e.V. Köln
     d)  Stiftungsfonds für die Wissenschaft der Kreativen Intelligenz Deutscher Verband    e.V. Hamburg
     Erster Gesamtprokurist: Hanspeter Ritterstaedt
     Gegenstand des Unternehmens:
     Die Förderung der Wissenschaft der kreativen Intelligenz nach ihrem Begründer Maharishi Mahesh Yogi sowie ihres praktischen Aspektes, der Technik der Transzendentalen Meditation.
     Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch die Herstellung und Verbreitung von Druckschriften als Informations- und Werbematerial...
     Die Gesellschaft ist selbstlos tätig, sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
     Nach vorliegenden Informationen stellt die Firma sämtliche Drucksachen für den gesamten Maharishi-Kult in der Bundesrepublik her.
     Unter Verstoß gegen das Landesgesetz wird auf diesen Drucksachen niemals die Druckerei angegeben.
     Im März 1983 waren 31 Personen unter der Firmenanschrift auch melderechtlich gemeldet   (Anlage 13).
     Nach einer Information der AOK  (Anlage 14)
     von 1982 beschäftigte die Firma "nacheinander einige 100 jüngere, männliche Mitarbeiter".
     Nach derselben Mitteilung weigert sich die Firma seit 1979, Sozialabgaben abzuführen. Dort werde nicht Arbeit geleistet, sondern Meditation.
     Laut Mitteilung des Sozialgerichts Freiburg vom 17.3.85 und des Landessozialgerichts Stuttgart vom 23.5.85 ist das Verfahren bis heute nicht abgeschlossen    (Anlage 15).
     
     

    I.8 Verlag des Zeitalters der Erleuchtung GmbH

     Handelsregister Lörrach HRB 843   (Anlage 16)
     Stammkapital: 20.000.-- DM
     Gesellschafter mit 19.000.-- DM:
     IMS - Internationale Meditationsgesellschaft Deutscher Verband, Düsseldorf
     Geschäftsführer: Hanspeter Ritterstaedt
     Gegenstand des Unternehmens:
     Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.
     Zweck der Gesellschaft ist die Förderung der Wissenschaft der kreativen Intelligenz nach ihrem Begründer...
     Laut Gewerbeanmeldung   (Anlage 17)
     kein Gewerbebetrieb, sondern Organisation ohne Erwerbscharakter.
     Durch die Förderung (Herstellung und Verbreitung von Lehr-, Unterrichts-, Informations- und Werbematerial) der Wissenschaft der Kreativen Intelligenz (WKI) und deren praktische Aspekte, die Technik der Transzendentalen Meditation (TM) und das Sidhi-Programm, wird ermöglicht, daß mindestens 1% ("Maharishi-Effekt") der Bevölkerung am Programm der Transzendentalen Meditation teilnimmt. Dadurch ist die Verwirklichung der idealen Gesellschaft sichergestellt.
     Ebenfalls laut Gewerbeanmeldung sind "alle Mitarbeiter ehrenamtlich tätig".
     Es sind keine Verlagsprodukte bekannt, welche des presserechtlich erforderlichen Hinweis auf den VERLAG FÜR DAS ZEITALTER DER ERLEUCHTUNG enthalten.

    I.9 TM-Media-SERVICE GMBH HAMBURG

     Handelsregister AG Hamburg HRB 38991 Ersteintrag 14.12.87
     Werbung in einem Anzeigenblatt:
      "50% WENIGER KRANK
      NEUER DURCHBRUCH IM GESUNDHEITSWESEN
      DURCH TRANSZENDENTALE MEDITATION

     TEILHABER: DER STEUERBERATER HORST RAINER WITT, BERLIN
     vgl. unten "Entwicklunghilfe e.V."

     Witt hatte mit diesem Verein praktisch eine Spendenwaschanlage für den Maharishi-Kult installiert. In einem Schriftsatz an das OVG Münster vom 1.10.85 hat der Kult den Steuerbetrug praktisch zugegeben. Dort heißt es, der Verein trage "teilweise die Lebenshaltungskosten von Teilnehmern dieses speziellen Sidhi-Kurses" (vgl. auch AGPF AKTUELL II/88 Seite 4).
     

    I.10 IMS Internationale Meditationsgesellschaft Deutscher Verband e.V.

     früher: SRM Internationale Meditationsgesellschaft Deutscher Verband e.V.
     Vereinsregister
     1.  Vorsitzender: Hanspeter Ritterstaedt   (Lt. § 9 "Präsident")

     Der Verein "vollzieht ... die Richtlinien der übergeordneten internationalen Organisation der SRM" - § 3 Abs. 1 der Satzung

     Der Verein "erläßt ... Richtlinien für alle nachgeordneten Organisationen und ihm angeschlossenen Vereinigungen..."

     Der Verein "übernimmt die Durchführung von Aufgaben informativer und publizistischer Art, soweit sie von übergeordneter Bedeutung sind".

     1. Vorsitzender des Vereins kann nur sein, wessen Eignung vor der Wahl vom jeweiligen Präsidenten der übergeordneten Internationalen SRM-Organisation oder dessen Nachfolger oder Beauftragtem festgestellt wurde (§ 10 Abs. 3 der Satzung).

     Der Präsidialrat (§ 12 der Satzung) "besteht aus den Ehrenmitgliedern und den in der BRD tätigen Lehrern der TM, deren Lehrereigenschaft durch die Assocatiation internationale pour le Mouvement de regenartion spirituelle in Genf oder ihrer Nachfolgeorganisation schriftlich bescheinigt sein muß".

     In der Mitgliederversammlung 1979 wurden die Vorsitzenden folgender Vereine zu Ehrenmitgliedern der IMS gewählt:
      SRM
      SIMS
      SWKI   (Anlage 17 )
       (Protokollauszug S. 174 der Registerakten)

    I.11 S. R. M.

     SRM ist die Abkürzung für SPIRITUAL REGENERATION MOUVEMENT.
     Sie wird von verschiedenen Organisationen bzw. Firmen verwendet:

     1.  SRM Internationale Meditationsgesellschaft Deutscher Verband e.V.
      Gegründet am 6.7.63 im Autobahnrasthaus Kassel.
      1. Name: Deutscher Verband Geistiger Erneuerungsbewegung.
      Gründungsmitglied u.a.: Graf Nikolaus Blücher
      Stellv. Vorsitzender: Hanspeter Ritterstaedt  (Anlage 19)
      Sitz: München
      Namensänderung 1967
      Vereinsregister München 389 N2 und 6571  (Anlage 20)
      1972 Sitzverlegung nach Frankfurt VR 6214
     2. International SRM Publications
      Verleger des Buches
      "Die Wissenschaft vom Sein und die Kunst des Lebens"
      Übersetzung 1967 von Nikolaus Graf Blüchner  (Anlage 21)
     3. SRM Internationale Meditationsgesellschaft
      Landesverband Bremen e.V.
      Vereinsregister Bremen VR 2811  (Anlage 22)
     
     

    I.12 S.I.M.S. - STUDENTS INTERNATIONAL MEDITATION SOCIETY
     DEUTSCHER VERBAND e.V.

     Vereinsregister Düsseldorf VR 5426  (Anlage 23)
     Beansprucht Gemeinnützigkeit. Gründung 1968.
     Satzungsauszug:
     § 3 Tätigkeit des Vereins
     1. Um seine Aufgaben zu erfüllen, vollzieht der Verein die Richtlinien der internationalen SIMS-Organisation ...
     2. errichtet und unterhält der Verein in allen größeren deutschen Städten Lehr- und Forschungsinstitute für die WKI - im folgenden "Weltplancenter" (WPC) genannt, die für die Durchführung der Vereinsaufgaben in einem Gebiet mit ca. 1 Million Einwohner regional zuständig sind;
     § 8 Die SIMS als Universitäts- oder Hochschulgruppe
     1. Innerhalb der WPC können sich SIMS-Mitglieder, die Studenten der selben Universität oder Hochschule sind, zu einer studentischen Verbindung zusammenschließen und an der Universität oder Hochschule eintragen lassen.

     Wie bei einer solchen Eintragung vorzugehen ist, erläutert das Ministerium für Erziehung und Erleuchtung   (Anlage 24)

     Vorläufer der SIMS waren die AMS-ACADEMIC MEDITATION SOCIETY  - Akademische Meditations Gemeinschaft. Die AMS in Köln wurde am 15.5.68 gegründet.
      1. Vorsitzender: Gerd Hegendörfer
      2. Vorsitzender: Peter Hübner (Anlage 25)

     Gerd Hegendörfer war auch "Direktor" des Vereins
     AMS - Akademische Meditationsgemeinschaft Deutscher Verband e.V.
     mit unbekanntem Sitz, aus dem am 27.12.68 die SIMS hervorging.
         (Anlage 26)
     Gerd Hegendörfer ist seither Vorsitzender der SIMS.
     1973 wurde in der Mitgliederversammlung der Antrag gestellt, "Die SIMS möge eventuelle finanzielle Überschüsse der neugegründeten WYMS zur Verfügung stellen. Der Antrag wurde einstimmig abgelehnt.

     1976 verfügte der Verein über ein Vermögen von über 822.000.- DM.
     Darunter:
     Gewinnanteil IMS e.V.  84.415,67
     Verrech. Konto IMS e.V.  70.415,67
     Darlehen MIU-Press 357.978,80
     Rückstellungen  146.114,00

     1976 erzielte der Verein außerdem folgendes Ergebnis:
     Einnahmen  665.262,35
     Ausgaben   580.846,69
     Gewinn    84.415,69 DM

     Üblicherweise weisen Vereine, welche die Gemeinnützigkeit beanspruchen, keinerlei Gewinn aus. Noch ungewöhnlicher ist es, daß außer dem Gewinn auch noch Rücklagen und Kredite vorhanden sind.
     Unter den Einnahmen nehmen die Aufnahmegebühren einen besonderen Rang ein: 558.428,85 DM.
     Mitgliedsbeiträge hingegen erbrachten nur 5.470.-- DM. Bei einem Mitgliedsbeitrag von 20.-- DM errechnen sich daraus 273 Mitglieder. Die Höhe der Aufnahmegebühren steht dazu in einem auffälligen Mißverhältnis. Besonders, weil der Verein "STUDENTS INTERNATIONAL" heißt.
     (Protokoll der Rechnungsprüfung 1976) 48<
     

    I.13 S.W.K.I.   -  Stiftungsfond für die Wissenschaft der kreativen Intelligenz e.V.

     Vereinsregister Hamburg VR 8173   (Anlage 28)
     Der Verein beansprucht die Gemeinnützigkeit.
     "Präsident": Hans Grossfuss
     Ursprünglicher Name des Vereins:
     "Stiftungsfond Schöpferische Intelligenz e.V."
     Mit Vorstandsrundschreiben v. 3.2.75  (Anlage 29)
     wird mitgeteilt:  "Wie Ihnen sicher schon bekannt, hat Maharishi entschieden, daß der Ausdruck 'schöpferisch' durch 'kreativ' ersetzt werden soll. Dies hat für uns eine Namensänderung und damit auch eine Satzungsänderung zur Folge.
     Unsere Organisation soll künftig folgenden Namen tragen:
     SWKI Stiftungsfonds für die Wissenschaft der kreativen      Intelligenz.
     Zur Satzungsänderung muß dem Amtsgericht ein Beschluß des Vorstandes vorgelegt werden. Wir bitten daher, Ihr Einverständnis oder gegebenenfalls auch einen anderen Vorschlag auf diesem Rundschreiben zu vermerken und es uns zurückzureichen.
        unleserlich
        JAI GURU DEV"
     Das Rundschreiben trägt bereits den neuen Vereinsnamen mit einem neuen SWKI-Signet.
     Mit Schreiben vom 21.5.75 - ebenfalls bereits auf neuem Briefpapier - werden schließlich auch die "Gründungsmitglieder und aktiven Mitarbeiter" zu einer Mitgliederversammlung eingeladen, in welcher die längst vollzogene Änderung legitimiert werden soll.  (Anlage 30)

     Die Satzung kennt lediglich ordentliche und fördernde Mitglieder sowie Ehrenmitglieder.

     Mit Schreiben vom 31.7.77 teil SWKI-Deutsche Zentrale mit:
     "Der Weltplanverwaltungsrat hat das Recht, durch schriftliche Mitteilung an den Vorstand des SWKI solche Beschlüsse mit sofortiger Wirkung abzuändern, die nach seiner Auffassung den Zielen der Satzung des Vereins zuwiderlaufen oder sie verzögen." (Anlage 31)

    I.14 MAHARISHI UNIVERSITY OF NATURAL LAW

     Vereinsregister Koblenz VR 2235   (Anlage 32)
     Gründungsmitglied: Hanspeter Ritterstaedt
     Der Verein beansprucht Gemeinnützigkeit.
     Abweichend vom Namen des Vereins  ("Universität für natürliches Recht") werden auch andere Bereiche einbezogen:
     Erziehung
     Gesundheit
     Rechtswesen und Ordnung
     Industrie und Wirtschaft
     Kultur
     Regierung
     Verteidigung: Erhebung der Nation in den Zustand der Unbesiegbarkeit durch Erzeugung von Kohärenz im nationalen Bewußtsein.
     
     

    I.15 MAHARISHI-KOLLEG FÜR NATURGESETZ

     Vereinsregister Stuttgart VR 4008  (Anlage 33)
     Der Verein beansprucht Gemeinnützigkeit.
     Vereinszweck:
     Förderung
     -internationaler Gesinnung, der Toleranz auf allen   Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens
     -der Jugendpflege und der Jugendfürsorge
     -der Bildung, Erziehung und Entfaltung aller latenten   Fähigkeiten jedes Menschen
     -toleranten sozialen Verhaltens
     -der Wissenschaft
     -der Entwicklungshilfe
     -der Kunst
     -des Weltfriedens
     
     

    I.16 INSTITUT FÜR NATÜRLICHES RECHT UND ORDNUNG Vereinigung meditierender Juristen in Deutschland e.V.

    Vereinsregister Montabaur VR 986   (Anlage 34)
    Der Verein beansprucht Gemeinnützigkeit
    Der Verein koordiniert, fördert und veranstaltet ... Forschungsprojekte sowie Ausbildungs- und Fortbildungsprogramme, in denen das TM- und TM-Sidhi-Programm als technologie des Bewußtseins eingesetzt wird, insbesondere in folgenden Bereichen:

     1. Rehabilitation und Ausbildung von Strafgefangenen sowie Betreuung entlassener Strafgefangener;
     2. Ausbildung und Fortbildung des Gefängnispersonals;
     3. Zusatzausbildung und Fortbildung der an den rechtswissenschaftlichen Fakultäten lehrenden und lernenden Personen.
     4. Zusatzausbildung von Richtern, Anwälten, Notaren und sonstigen im Bereich der Justiz tätigen Personen;
     5. Zusatzausbildung und Fortbildung für Mitglieder der gesetzgebenden Körperschaften;
     6. Zusatzausbildung und Fortbildung der Polizei
     7. Verbrechensvorbeugung in kriminalitätsanfälligen Bevölkerungsgruppen;
     8. Generelles Programm zur Verbrechensverhütung;
     9. Rehabilitation und Vorbeugung in Fällen von Alkoholmißbrauch, Drogensucht und ähnlichem schädlichen     Verhalten;
     10. Vorbeugung gegen kollektive Verbrechen wie Krieg, Bürgerkrieg, Völkermord u.ä. Erscheinungen ...
     
     

    I.17 MERU - MAHARISHI EUROPEAN RESEARCH UNIVERSITY e.V.

     Vereinsregister Koblenz VR 2198   (Anlage 35)
     Der Verein beansprucht Gemeinnützigkeit

     § 2 Zweck und Ziele
      2.4 Die Forschungsgebiete der Maharishi European Research     University:
      a).  Altern und Unsterblichkeit: Erforschung von Ursachen von Alterungsprozessen.
       Einsatz verschiedener Verfahren, die dem Alterungsprozess entgegenwirken ...
      f) Agrarwirtschaft: Aufdecken von Ursachen landwirtschaftlicher Krisen wie z.B. Versteppung, Hungersnöte etc. Deren Vorbeugung durch Verfahren zur Wiederherstellung und Erhaltung des Gleichgewichts in der Natur.

    I.18 Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft der kreativen Intelligenz

     Vereinsregister Stuttgart VR 3699   (Anlage 36)
     Der Verein beansprucht Gemeinnützigkeit

     Zweck des Vereins:

     Förderung
     -internationaler Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens;
     -der öffentlichen Gesundheitspflege
     -der Jugendpflege und Jugendfürsorge ...

     § 15 Center-Rat
     1. Die Präsidenten bzw. die Vorsitzenden der örtlichen Organisationen von IMS, MIU/FRSI, SFWKI, SRM, die TM-Lehrer sind, bilden den Center-Rat des Centers Stuttgart ...
     3. Der Center-Rat kann mit einfacher Mehrheit verlangen, daß Beschlüsse der Mitgliederversammlung, die mit den Vereinszielen, der Würde und der Tradition der TM sowie der Lehre und dem Gedankengut der WKI nicht in vollem Einklang stehen, vorläufig suspendiert werden und von der Mitgliederversammlung neu zu beschließen sind.
     § 3 Abs. 2: Der Verein ist an die Weisung der Maharishi University of Natural Law, Mentmore, gebunden
      Abs. 3: In seiner Tätigkeit orientiert sich der Verein an dem in Boppard eingetragenen Verein Maharishi University of Natural Law e.V.
     

    I.19 VEREINIGUNG DEUTSCHER ÄRZTE ZUR FÖRDERUNG DER GESUNDHEIT DURCH TRANSZENDENTALE MEDITATION

     Vereinsregister Düsseldorf VR 5774  (Anlage 37)
     Beansprucht Gemeinnützigkeit

     Signet: Äskulab-Stab mit Schlange zwischen den Buchstaben T und M

     Dieser Verein ist ein wesentliches Instrument der Öffentlichkeitsarbeit und der Verkaufsförderung. Die Erstwerbung durch Plakate enthält in der Regel unten im Plakat den Hinweis:

     "Empfohlen durch die Deutsche Ärztegesellschaft zur Förderung der Gesundheit durch Transzendentale Meditation e.V. 4516 Bissendorf"
         (Anlage 38)
     (Bissendorf und Schledehausen sind ein Ort. Alle Adressen in diesem Zusammenhang gehören zum Komplex Akademie Schledehausen.)

     Der Verein betreibt auch PR-Kampagnen, wie etwa den

     Offener Brief an den Kanzler der Regierung der Bundesrepublik Deutschland, Herrn Helmut Schmid 30. August 1978

     Darin wird daß Mißfallen darüber zum Ausdruck gebracht, daß das Bundesministerium für Jugend, Familie und Gesundheit Forderungen des Maharishi-Kultes ignoriert hat. Folgerung:

     "Diese Situation erfordert unseres Erachtens:
     -ein baldiges persönliches Gespräch mit Ihnen, hochverehrter Herr Bundeskanzler, da Sie uns für Ihre unbürokratische Aufgeschlossenheit bekannt sind;
     -Beauftragung eines kompetenten Gremiums, das unsere Vorschläge prüft und praktische Schritte einleitet;
     -sofortige Unterstützung des in Hamburg angelaufenen Forschunsprojektes zur Verwirklichung einer idealen Gesellschaft durch das Programm der Transzendentalen Meditation ..."
         (Anlage 39)
     Im Protokoll der Vorstandssitzung vom 29.9.80  (Anlage 40)
     wurde ein Beschluß notiert, nach dem die "5 Regeln für gute Gesundheit" aus der Zeitschrift "Weltregierung aktuell Nr. 2" zu übernehmen. Darin ist u.a. das

     "Memorandum an die Bundesregierung
     Dem Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit Frau Antje Huber, MdB überreicht am 23.8.78"

     abgedruckt.

     Vollständige Fassung der mit viel Gold bedruckten Zeitschrift
         (Anlage 41)
     Dieses Memorandum mit Zusatzerklärung ist auch noch in anderer Fassung verbreitet worden, wohl weil die "Weltregierung" nicht für alle Empfänger als seriös galt ...    (Anlage 42)
     
     

    I.20 IMS INTERNATIONALE MEDITATIONSGESELLSCHAFT e. V.

     Registergericht Osnabrück 9 VR 1696  (Anlage 43)
     Nicht zu verwechseln mit der IMS - Deutscher Verband in Düsseldorf.
     Der Verein beansprucht Gemeinnützigkeit.

     Die Funktion des Vereins besteht überwiegend in der Trägerschaft für die Akademie Schledehausen-Bissingen. Laut Grundbuch Band 22 Blatt 676 handelt es sich dabei um insgesamt rund 45.000 Quadratmeter Grundstücke. Grundbuchauszug in Photokopie vom 23.11.83  (Anlage 44)

     Die darin erwähnte Anordung der Zwangsversteigerung ging mutmaßlich auf rückständige Steuerschulden zurück. Das Verfahren ist inzwischen anderweitig erledigt.
     

    I.21 MIU - FRSI Forschungsring für Schöpferische Intelligenz

     Sitz angeblich in Hannover, dort im Vereinsregister nicht eingetragen. Lediglich Briefpapier vorhanden   (Anlage 45)
     

    I.22 DEUTSCHE MERU GESELLSCHAFT

     Ebenfalls nur Briefkopf vorhanden   (Anlage 45)

     möglicherweise identisch mit der Maharishi European Research University
     

    I.23 VEREIN ZUR FÖRDERUNG DER PERSÖNLICHKEIT e.V.

     Vereinsregister Köln VR 8344   (Anlage 46)

     Einziger Zweck scheint die "Unterstützung" der Einzelfirma "Kölner Lehrinstitut für Persönlichkeitsentfaltung" zu sein. In dessen Prospekt heißt es

     Förderkreis: Spenden an den Verein zur Förderung der Persönlichkeit sind steuerlich absetzbar. Unseren Förderern sei an dieser Stelle ganz herzlich gedankt"    (Anlage 47)
     
     

    I.24 KURATORIUM FÜR EINE IDEALE KULTUR UND GESELLSCHAFT

     Vereinsregister Königstein VR 680   (Anlage 48)
     Präsident: Hanspeter Ritterstaedt
     Vize-    : Hans Grossfuss
     Schriftführer: Dr. Malte Hozzel

     Der Verein beansprucht Gemeinnützigkeit.
     Gründung: 12.5.83
     Eigentlicher Zweck des Vereins:
     Erwerb und Betrieb des Ferienhotel Neckarhöhe in Starzach-Wachendorf. Neben dem Hotel für ca. 10 Mio DM sollten kommunale Grundstücke für weiter ca. 10 Mio DM sowie ein angrenzendes Feriendorf für ca. 10 Mio DM gekauft werden. Dort sollte ein "Ideales Dorf" mit bis zu 2.000 Bewohnern betrieben werden.
     Nachdem die Stadt den Verkauf verhinderte, kam ein Mietvertrag zustande mit einer Monatsmiete von 30.500.-- DM.  (Anlage 49)
     
     

    I.25 WYMS - WORLD YOUTH MOVEMENT FOR THR SCIENCE OF CREATIVE INTELLIGENCE
     Vereinsregister Kassel VR 1223   (Anlage 50)
     Beansprucht Gemeinnützigkeit
     Präsident seit Gründung:
     Peter Hübner alias Peter Hitler (vgl. Krumbholz S. 72)

     Laut § 5 der Satzung ist WYMS eine internationale Jugendvereinigung.
     Heutiger Sitz ist eine Villa in der Adam-Remmele-Str.3 - 6901 Schönau. Am Haus befindet sich keinerlei Hinweis darauf, wer dieses benutzt. An der Klingel steht lediglich "Adam-Remmele-Str. 3". Erst eine Auskunft der Post über den Mieter des Postfachs 11 74 gibt Aufschluß  (Anlage 51)
     Jugendliche sind dort noch nicht gesichtet worden. Stattdessen erscheinen täglich um die 15 Vertreter von Firmen aller Branchen, i.d.R. auf Geschäftsführer-Ebene und verhandeln über Aufträge in teilweise zigfacher Millionenhöhe.

     Soweit dabei die WYMS auftritt, wird ein Briefpapier mit einem Adler im Kopf und Funktionsbeschreibungen unten verwendet. In normaler Maschinenschrift füllt diese eine ganze Seite.
         (Anlage 52)
     Der Komplex Schönau ist aber auch Zentrale für zahlreiche Einzelfirmen und wird deshalb dort abgehandelt.



    II. Einzelfirmen, Einrichtungen, Unternehmen


    II.1 Villa in Altneudorf-Schönau bei Heidelberg  In dieser Villa schienen sich zeitweilig die wirtschaftlichen und politischen Aktivitäten des Maharishi-Kultes zu konzentrieren. Deshalb vorab eine Objektbeschreibung:

     Die Villa liegt am Ortsrand, ist äußerlich unscheinbar und im Sommer fast völlig zugewachsen. Besucher melden sich an einer Sprechanlage, ein elektrisches Schiebetor öffnet sich und schließt sich sofort nach passieren des Fahrzeuges. Die eigentliche Eingangstür ist zugewachsen, auch Personen müssen das Tor passieren.

     Vor der Haustür parkt unter Dach regelmäßig ein roter Rolls-Royce. Daneben weitere schwere Wagen der gehobenen Klasse. Am 9.7.85 landete erstmals ein Hubschrauber neben dem Haus.

     (Hubschrauber gehörten seit jeher zur Ausrüstung von Sellisberg in der Schweiz. Neuerdings ist eine Boeing 727 hinzugekommen. Kennzeichen der Boeing: 9 V - WGA)

     Entgegen dem äußeren Anschein weist eine von einem Architekten gefertigte Objektbeschreibung als äußerst anspruchsvoll, geräumig und hoch gesichert.    (Anlage 53)

     Das Gebäude ist in jeder Hinsicht autark und kann bei entsprechender Bevorratung monatelang ohne Außenkontakt existieren. Dafür sind vorhanden:

     Eigene Quelle
     eigene Kläranlage
     absolut sicherer Atombunker, nicht unter dem Haus, sondern im Berg, mit 18 Räumen und div. Einbauregalen, Duschen, WC, Liegen.
     2 Kühlräume mit 2 Kühlaggregaten
     Stromversorgung
     Luftfilterungs-, Reinigungs- und Entgiftungsanlage
     automatische Pressluftanlage
     20.000 Liter Wasservorräte
     diverse Heizöltanks von 15.000 bis 65.000 Liter
     1 Schießkeller

     1984 wurde eine Groß-Computeranlage installiert.
     Es bestand mindestens ein Telex-Anschluß - 461469 wyms d
         (Anlage 54)

     Es wird kolportiert, daß kofferweise Bargeld für das WYMS-Konto und für das Konto Peter Hübner bei der Sparkasse Schönau eingeliefert wird.

     Es sollen ständig etwa 15 Personen im Gebäude gelebt haben. Das Gebäude faßt ohne weiteres 80 Personen.

     Im Haus befand sich eine Druckerei. Da die Maschinen nicht zu hören sind, ist zu vermuten, daß diese im Bunker installiert ist.

     Das Anwesen wurde inzwischen fluchtartig verlassen, möglicherweise im Zusammenhang mit einer zweiten Hausdurchsuchung, welche die Staatsanwaltschaft dort durchführen ließ.
     
     

    II.2 Deutsche Kulturstiftung

     Die "Verfassung" dieser Organisation ist überaus aufwendig produziert. Der Adler - wie bei WYMS - in Gold gedruckt, die Linie darunter rot und gold, der Text blau auf hellblau   (Anlage 55)

     Auf der letzten Seite heißt es:

     Deutsche Kulturstiftung
     als Gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt.

     Es fehlen nicht nur die presserechtlich erforderlichen Angaben, sondern auch die Anschrift. Lediglich der Sitz wird in § 1 der Satzung mit Heidelberg angegeben. Dort ist aber lediglich das Postfach 10 20 40 angemietet. Erst eine Anfrage bei der Post ergab den tatsächlichen Sitz.  (Anlage 56)

     Die angebliche Stiftung ist kein eingetragener Verein.  (Anlage 57)

     Sie ist auch keine gem § 80 BGB genehmigt Stiftung. Das zuständige Regierungspräsidium Karlsruhe teilt vielmehr mit Schreiben v. 7.5.84 mit, daß "Ein Antrag auf Genehmigung bei uns zu keiner Zeit gestellt worden ist",
         (Anlage 58).

     Die "Stiftung" ist also ein juristisches Nullum. Namen sind auch keine in Erfahrung zu bringen und so wird in Gang gesetzt, was es nach deutschem Recht eigentlich nicht geben sollte: Ein juristisches Nullum, gut getarnt und verbarrikadiert und mit offensichtlich großen Mitteln versehen, wird massiv wirtschaftlich und politisch tätig.

     Beispiel für diese Tätigkeit:

     Offener Brief der Deutschen Kulturstiftung an die Prädidenten von Bundestag und Bundesrat ...  (Anlage 59)

     Neben absurden Anschuldigungen wird "Klage bei den zuständigen deutschen und internationalen Gerichten offiziell und öffentlich" angekündigt. Kläger sollen sein:

     -Freier Deutscher Bürgerverein
     -Deutsche Staatsbürgerliche Vereinigung
     -European Foundation of the Free an Independent Citizens
     -World Asoviation of the Free an Independent Citizens
     -Deutscher Verband der freien und unabhängigen Politiker
     -European Council of the Free an Independent Politicians
     -World Association of the Free an Independent Politicians.

     Das Ganze in erstklassigem Druck auf Glanzpapier, oberer Rand gelb, rot, blau, Adler und "Offener Brief" in Gold, dann zwei Zeilen rot, zwei schwarz. Aber keine Anschrift, kein Name, kein Verantwortlicher.

     Da die "Stiftung" weder eine Stiftung noch ein eingetragener Verein ist, kann sie auch nicht als gemeinnützig anerkannt werden. Die entsprechende Behauptung auf der letzten Seite der "Verfassung" ist somit falsch.

     Weitere Beispiele für die Tätigkeit der "Stiftung":

     Schreiben an den Minister für Soziales, Gesundheit und Umwelt des Landes Rheinland-Pfalz vom 1.6.84:

     Deutsches Forschungszentrum
     Fachinstitut für Grundlagenforschung

     Eine freie unabhängige Einrichtung zur kritischen Förderung der Freien Gewissensbildung in allen Bereichen der Gesellschaft.

     Unter der Schirmherrschaft der Deutschen Kulturstiftung und ihrer Förderergesellschaften.

     Unterschrift unleserlich
     Fachbereich 10
     Grundlagenforschung im Bereich Jugend     (Anlage 60)
     Die Aufzählung der 17 "Fachbereiche" ist in nicht mehr lesbarer Kleinstschrift gedruckt, die "Hauptfunktionseinheiten" entsprechen in etwa denen der WYMS.

     Entsprechende Schreiben sind auch an andere Ministerien gegangen.

     Der auf dem Briefpapier angegebene Telex-Anschluß ist identisch mit dem WYMS-Anschluß.

     Mit der Zeitschrift Deutsches Politisches Forum 6/84 wendet die "Stiftung" sich
     An die CDU-CSU-Fraktion im Deutschen  Bundestag
     Bezug: Deutsches Kultur-Forum

     Auf derselben Seite heißt es wiederum:

     "Eine freie unabhängige Körperschaft zur Förderung von Tradition und Fortschritt als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt".

     Angeblich "kooperative Herausgeber" dieser Zeitschrift:

     -Deutscher Wählerring
     -Deutscher Wählerverband
     -Deutsche Wählervereinigung
     -European Foundation of Electors
     -World Association of the Promotots of Free Elections

     Auf S. 10 der Zeitschrift heiß es:

     Die Deutsche Wählergemeinschaft bereitet gegen die katholische Kirche, gegen die Parteien CDU und CSU sowie gegen die einzelnen Abgeordneten dieser beiden Parteien eine Klage bei den Verfassungsgerichten vor wegen verfassungsfeindlicher Gesittung, verfassungsfeindlicher Umtriebe sowie wegen Untergrabung und Aushöhlung unserer demokratischen Rechtsordnung.

     Auf S. 16 wird eine neue Partei vorgestellt:

     Vertreter des Volkes
     Die goldene Partei Deutschlands

     Eine "goldene Partei" meldet sich auch unter der Telephonnummer 1881, welche auch das "Deutsche Forschungszentrum" in seinem Briefpapier führt.

     Aus der Rückseite der Zeitschrift behauptet diese "Goldene Partei":

     "Die Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland schuf durch ihre finanzelle Förderung die Voraussetzung für die Praktische Erforschung der menschlich-kosmischen Ausbildungsprogramme unserer deutschen Vorfahren.

     Darüber ist der Bundesadler abgedruckt.

     Auf den letzten beiden Innenseiten der Zeitschrift werden in Anzeigen unter der Titelzeile

      Aar Edition Präsentiert

     Bücher angeboten. Autor: Peter Hübner, WYMS-Präsident und im Maharishi-Kult als "Peter Hitler" tituliert (vgl. Krumbholz S. 72).

     Der abgebildete Prospekt der Buchreihe "Arbeit, Gott der Deutschen" wird in zwei verschiedenen, aufwendig gedruckten Versionen  (Anlage 62) versandt, mit Bestellkarte   2) ve

     Auch diese Prospekte enthalten auf der Rückseite wiederum den täuschenden Hinweis auf die angebliche Förderung durch die Bundesregierung.

     Am Ende der Prospekte eine Anzeige:

     "Sichern Sie sich einen Studienplatz an der
     Fakultät der Arbeit
     Fakultät für das Kosmische Gesetz"

     Daneben ein Rundstempel (solche Rundstempel dienen häufig der Vortäuschung eines Amtsstempels):

      Modell der freien Volksuniversität Deutscher Kultur

     Angeboten wird

      Vollstudium * Teilzeitstudium * Fernstudium *
      Unterbringung in eigenen Häusern

     (Das Angebot des Fernstudiums ist zweifellos ein Verstoß gegen des Fernunterrichtsschutzgesetz - FernUSG).

     Als Herausgeber der Buchreihe ist angegeben:

      Modell der freien Volksuniversität Deutscher Kultur
      Fakultät der Arbeit

     Als Verlag:

      Deutscher Verlag
      Mitglied der Aar Edition International Gruppe
      Produktion: Deutsche Produktionsgesellschaft
      Mitglied der United Produktions International Gruppe
      Vertrieb: Europäische Buch- und
      Schallplatenvertriebs-Gesellschaft
      Mitglied der International Distibutors Gruppe

     Dieselben Angaben sind in den sechs Bänden enthalten, wie immer ohne jede Anschrift.

     Am Schluß der Bücher jeweils Werbung für Bücher Peter Hübners und das bereits erwähnte Studienplatz-Angebot.  (Anlage 64)

     Bevor der Kunde beliefert wird, bekommt er zunächst eine "Computer-Message"   (Anlage 65)
     die ebensowenig eine Anschrift enthält, wie die Rechnung
         (Anlage 66).

     Der Interessent für einen Studienplatz erhält einen Prospekt:

      Unter der Schirmherrschaft der Deutschen Kulturstiftung
      Modell einer freien Volksuniversität Deutscher Kultur
      * Ein realistischer Plan
      * Eine notwendige Aufgabe
      *Eine phantastische Idee
      Ein Traum der deutschen Jugend wird Wirklichkeit

     Die Rückseite enthält wiederum die Behauptung von der angeblichen Förderung durch die Bundesregierung der Bundesrepublik  (Anlage 67)
     Auch die Behauptung "als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt" findet sich erneut.

     Zum Preis von 25.-- DM einschließlich Mehrwertsteuer
         (Anlage 68)
      vertreibt die Europäische Buch- und Schallplattenvertriebsgesellschaft in Buchform ein

      Manifest der Fakultät für Arbeit

     mit denselben Negativ-Merkmalen   (Anlage 69)
     Dort werden weitere Fakultäten "Freien Volksuniversität" vorgestellt. In Anzeigen wird "Gelegenheit zur Mitwirkung" angeboten und zwar sowohl in der Aar-Edition, als auch von der Firma

      Enjoy Records
      Für die Einspielung der Werke unserer großen Klassiker

     sowie der Firma

      United Productions
      Für Film- und Fernsehproduktion

     Interessenten aus 28 beruflichen Richtungen werden gebeten, Bewerbungsunterlagen beim Postfach der "Stiftung" anzufordern.

     Wie bereits erwähnt, geben ständig Firmenvertreter dort ihre Angebote ab.
     

     Die bisher bekannt gewordenen Planungen summieren sich auf Investitionen von ca. 1,5 Milliarden DM, also 1.500 Millionen DM allein für die Bundesrepublik.

     So soll im Frankfurter Raum ein Schulungszentrum mit über 100 Gästezimmern für insgesamt 200 bis 250 Teilnehmern gebaut werden, ein Firmenvertreter - es ging um Investitionen von fast 150 Millionen DM - berichtete:

     "Im Oktober ... wurden wir zusammen mit diversen namhaften Firmen eingeladen, auf eigene Kosten (DM 600,-- für zwei halbe Tage) an einem Kongreß teilzunehmen ...
      Bereits bei meinem letzten Besuch hatte man mit zwei Exemplare der "Verfassung" der Deutschen Kulturstiftung überreicht. Diese Deutsche Kulturstiftung scheint - zumindest in der Bundesrepublik - gegenüber der vorher benutzten Bezeichnung der Gruppe - WYMS - in den Vordergrund zu treten. Vorstand und Mitarbeiter beider Vereine sind jedoch identisch.
      Die Mitglieder der Deutschen Kulturstiftung bzw. der WYMS treten nach wie vor sehr dezent auf und versuchen, einen seriösen Eindruck zu machen.
      Die wirklichen Ziele der Gesellschaft sind schwer durchschaubar. Es steht lediglich fest, daß die Gruppe offensichtlich in der Lage ist, erhebliche Mittel für ihre eigenen Zwecke zusammenzubekommen. Die Einrichtung des Hauses in Schönau macht einen durchaus gediegenen Eindruck. Die Herren pflegen nur in Mercedes-Limousinen der S-Klasse und - neuerdings - Audi 100 CD-Modellen vorzufahren. Alle Herren treten stets im Dunkelblauen Anzug und passender Clubkrawatte auf.
      Herr Tils hielt mir einen ca. 2-stündigen Vortrag über die Ziele der Deutschen Kulturstiftung ...
      Die Stiftung ist sich voll der Tatsache bewußt, daß hier teilweise Gedanken aus der Zeit des 3. Reiches hervorgeholt werden, die mit Sicherheit auf Widerstand oder bestenfalls Mißtrauen stoßen werden ...
      Es besteht die Möglichkeit, Mitglied der Stiftung zu werden, wobei für Einzelpersonen ein Jahresbeitrag von 108,-- DM aufzubringen ist. Firmen sollen 108,-- DM pro Monat bezahlen (Die Zahl 108 bedeutet irgendwelche Symbolik, die mir entfallen ist). Es wurde betont, daß die Zusammenarbeit zwischen deutschen Firmen und der Stiftung keinesfalls von der Mitgliedschaft abhängig sei. Dies ist aber letztendlich zu bezweifeln.
      Im übrigen besteht nach wie vor von Seiten der Stiftung bzw. der WYMS der Wunsch, die Geschäftsleitung kennenzulernen. Man möchte innerhalb der nächsten ca. 2 Wochen Bescheid darüber haben, ob Herr NN. bereit ist, persönlich ein Gespräch mit Herren der Kulturstiftung zu führen ( mir ist bekannt, daß die WYMS mit diesem Prinzip bisher recht guten Erfolg gehabt hat. Ich erfuhr bei einem Besuch einer anderen Firma, daß von diesem Unternehmen sogar ein Vorstand extra in die Schweiz gereist war, um sich dort beim Ober-Guru vorzustellen)".
     

    II.3 DEUTSCHE WELTPLANZENTRALE

     Frühere Anschrift: Lützowstr. 6   (Anlage 70)
     Diese Anschrift wurde auch von der IMS benutzt.
     Nicht im Vereinsregister eingetragen.  (Anlage 71)
     

    II.4 Weltplancenter

     Es gibt - oder gab - ca. 80 Weltplancenter in der Bundesrepublik.

     Zumindest zeitweilig erzielten diese bis über 10.000 "Einführungen" im Jahr. Bei einem Preis von 400,-- DM entspricht dies einem Umsatz von 4 Mio DM. die meisten Zentren wurden inzwischen umbenannt. An ihrer Funktion für die Erstwerbung hat sich dadurch nichts geändert.

     Die Zentren werden als Einzelfirmen geführt.
     

    II.5 INTERNATIONAL SRM PUBLICATION

     Verleger des Maharishi-Buches "Die Wissenschaft vom Sein und die Kunst des Lebens". Nicht eingetragen, nicht auffindbar.
          (Anlage 72)
     

    II.6 INTERNATIONALE MEDITATIONSGESELLSCHAFT Stuttgart

     Der erste Verein, heute nicht mehr auffindbar.  (Anlage 73)
     
     

    II.7 ENTWICKLUNGSHILFE e.V.

     Mit Rundschreiben v. Mai 84 ("Erster Tausendköpfiger Puja") werden Spenden auf ein Konto dieses Vereins erbeten, die steuerlich abzugsfähig sein sollen.    (Anlage 74)

     Bei diesem Verein handelt es sich offensichtlich um eine Spendenwaschanlage zur Beschaffung von Spendenquittungen.

     Hierzu der Anhang "mutmaßliche Erschleichung ..."  (Anlage 75)
     

    II.8 INSTITUT FÜR VEDISCHE WISSENSCHAFT

     Einzelfirma in Bad Soden, wendet sich an Kurgäste.  (Anlage 76)
     

    II.9 AKADEMIE FÜR VEDISCHE WISSENSCHAFT

     Stuttgart, kein e.V., wirbt mit Zeitungsanzeigen. (Anlage 77)
     

    II.10 BÜRGERINITIATIVE ZUR LÖSUNG DER PROBLEME IN DEUTSCHLAND
     Handschriftlich und so den einfachen Bürger ohne Schreibmaschine vortäuschend - selbst der Briefkopf ist handgeschrieben - schreibt diese Politiker an, so auch den damaligen Vorsitzenden der AGPF, den Bundestagsabgeordneten Friedrich Vogel.
     Zitat: "In unserem Gespräch wollen wir uns im wesentlichen auf die neuesten Erkenntnisse der modernen Physik und deren Anwendung auf kollektive Problemlösung beziehen.
      Unsere Bürgerinitiative hat keine bestimmte politische, weltanschauliche oder religiöse Ausrichtung.
      Ich selber bin von Hause aus Gymnasiallehrer für Chemie und Mathematik und arbeite z.Zt. an einem wissenschaftlichen Forschungsprojekt."

     Sprecher für den Raum Osnabrück:
     Wolfgang Kaiser
     Am Berg 2 - 4516 Bissendorf 2

     Nur an der Adresse kann man erkennen, daß es sich dabei um die technisch hoch gerüstete Akademie Schledehausen handelt.

     Eine Telephonnummer ist vorsichtshalber nicht angegeben.

    II.11 INITIATIVE ZUR FÖRDERUNG DER FRIEDENSFÄHIGKEIT

     Diese bot am 5.5.88 einen "Informationsabend für Bundestagsabgeordnete" an. Tagungsort: Restaurant Tulpenfeld im Schatten des Bundestages. Hier wurde erstmals die "Ayurveda-Ganzheitsheilmethode" als Verfahren gegen AIDS angedient.



    III. MÄRKTE, WERBUNG, PREISE, UMSÄTZE

     Hier sollen nur die Psycho-Dienstleistungen behandelt werden, nicht der Industrie- und Handelsbereich.



    III.1  ERSTWERBUNG   

     Die sog. Erstwerbung richtet sich an Interessenten, die noch nie mit TM etwas zu tun gehabt haben.

     Plakatwerbung:nicht selten werden ganze Straßenzüge plakatiert. Meist erlauben Geschäftsinhaber, die unverfänglichen Plakate in die Schaufenster zu hängen. Typischer Text:

     "Ruhe und Tiefenentspannung durch die Technik der Transzendentalen Meditation Natürlicher Abbau von Nervosität und Streßfolgen, psychosomtischen Störungen, Schlaflosigkeit"
         (Anlage 78)

     Hier liegt meist ein Verstoß gegen das HWG-Heilmittelwerbegesetz vor, da psychosomatische Störungen und Schlaflosigkeit krankhaft sein können. TM wird als "Verfahren" i.S.d. § 3 HWG angeboten.

     Handzettelwerbung: Typischer Text:

     "Transzendentale Meditation ist eine einfache natürliche und mühelose Technik, die alle vorhandenen geistigen und körperlichen Fähigkeiten voll zur Entfaltung bringt.    (Anlage 79)

     Zeitungsanzeigen: Typischer Text:

     "Über 5000 Jahre Tradition - die moderne Wissenschaft bestätigt die ganzheitlichen Auswirkungen einer natürlichen Entspannungstechnik".
         (Anlage 80)

     oder

     "Der Schlüssel zu guter Gesundheit"  (Anlage 81)



    III.2.  FOLGEWWERBUNG


     Die Erstwerbung hat nur das Ziel, zum Einführungsvortrag hinzuführen. Bereits der erste Einführungsvortrag dauert über eine Stunde. Er ist ein reiner Werbevortrag, auch wenn von Geld keinerlei Rede ist.

     Wer danach den Einführungskurs absolviert, der wird meist Adressat einer Werbung, die sich nur an solche Initiierten wendet. Zunächst wird meist versucht, ihn in wöchentlichen Centerabenden mit Gruppenmeditation an die Gruppe zu binden.

     Die Kunden werden jetzt als

      Liebe Meditierende, Sidhas und Gouverneure

     angesprochen und damit zugleich die Stufenleiter klargestellt, oder aber einfach mit

      Liebe Freunde.

     Zahlreiche Veranstaltungen werden angeboten, eine wahre Werbeflut erreicht den "Meditierenden".   (Anlage 82)

     Die Kursgebühren halten sich im allgemeinen in Grenzen und steigen kaum einmal über 1.000.-- DM. Aber die Neugierde wächst, was es denn mit dem Fliegen auf sich hat.

     Das aber wird schon etwas teurer: 6.000.-- DM.  (Anlage 83)
     Um "Blitzgiro" wird gebeten.
     



    III.3  UMSÄTZE

     1983 gab es bereits 5.000 "Sidhas" in Deutschland.  (Anlage 84)

     Diese haben somit allein für diese Kurse 30 Millionen DM ausgegeben. Das macht allein für die Kursart einen Jahresumsatz von 10 Millionen DM.

     Wer TM-Lehrer werden will, wird rund 10.000.-- DM los und wer es zum Gouverneur bringen will, zahlt ebenfalls 10.000.-- DM (vgl. Krumbholz S. 85)

     Teuer war auch der Aufenthalt beim Maharishi in Seeligsberg: Wer für Maharishi arbeitete, ohne dafür zu bezahlen, durfte sich Direktor nennen. Wer arbeitete und noch 50 DM am Tag bezahlte, wurde zum Minister befördert (vgl. Krumbholz S. 84).

     Krumbholz schildert (S. 68) "illegale Zusatzeinnahmen in Höhe von rund 100.000.-- DM": Von den 1000 Kursteilnehmern wurde eine Kaution verlangt, für den Fall, daß als Folge der Meditation die Einrichtung demoliert würde. Die Kaution wurde nie zurückgezahlt. Nach deutschem Recht: Unterschlagung.

     Ob die Kurspreise kostendeckend sind oder Gewinn abwerfen, läßt sich nur sehr selten nachprüfen.

     Das Ferienhotel Wachdorf bietet eine solche Möglichkeit.

     Es handelt sich um ein komfortables Hotel auf der Wiese, welches der Maharishi-Kult komplett angemietet hatte.

     Dort wurde für die Zeit vom 30.7.83 bis 29.8.85 ein WKI-Kurs angeboten, zum Preis von 1.950.-- DM einschließlich Vollpension  (Anlage 85)

     Das erscheint billig, aber nur, wenn man nicht weiß, was der Maharishi-Kult für die Zimmer bezahlt:

     5.-- DM pro Zimmer und Tag   (Anlage 86)

     für die 30 Tage also gerade 150.-- DM. Noch einmal 300.-- DM für die Großküchenverpflegung, bleiben rund 1.500.-- DM pro Teilnehmer übrig. Bei angenommenen 150 Teilnehmern - es passen mindestens 500 in das Hotel - sind das bereits

     225.000.-- DM Überschuß in einem Monat.

     Noch interessanter wird es für den Maharishi-Kult nach dem 1.10.: Dann kostet ihn das Zimmer nur noch 2.-- DM pro Tag
         (Anlage 87)

     Im Prospekt heiße es;

      "Bitte Bettwäsche mitbringen."

     Dazu trägt der Maharishi-Kult vor Gericht (OVG Münster IMS ./. BRD 5 A 1125/84 Schriftsatz v. 1.10.85 S. 44):

     "Grund hierfür war, daß das im Ferienhotel Wachendorf bei im übrigen sehr komfortablen Appartements keine Bettwäsche vorhanden war und ... das Kuratorium kein Geld hatte, welche zu kaufen."

     Es ist zu fragen - und das wird sicher auch das Finanzamt interessieren - wo das viele Geld geblieben ist.

     Immerhin wohl mehrere Millionen pro Jahr.
     



    IV. DIE ANGEBLICHEN BEWEISE FÜR DIE WIRKSAMKEIT DER TM


     "Wäre diese Zeit von Philosophie und Religion bestimmt, so würden wir TM mit den Begriffen von Philosophie und Religion verbreiten. Da diese Zeit aber stattdessen von der Wissenschaft bestimmt wird, verbreiten wir TM in der Ausdrucksweise der Wissenschaft." (Mahesh Prasad Warma alias Maharishi Mahesh Yogi)

     Der Maharishi-Konzern legt großen Wert darauf, keine Religion zu verbreiten. Es spricht vielmehr von der Wissenschaft der kreativen Intelligenz (WKI).

     Der Begriff der Wissenschaft ist doppeldeutig. Man kann ihn auch als um etwas Wissen verstehen. Es mag durchaus sein, daß dies auch so gemeint ist. Nach außen wird jedoch Wissenschaft mit beweisbar gleichgesetzt.

     Der Maharishi-Konzern verfügt über zahlreiche Gutachten, mit denen angeblich die segensreiche Wirkung der Mantra-Meditation bewiesen werden soll. Da soll eine Christa Kniffki die Überlegenheit der TM über das autogene Training nachgewiesen haben. Dazu der Professor, in dessen Institut diese Arbeit begonnen wurde:

     "Für einen Wissenschaftler ist so ein Vorgehen schiere Hochstapelei ... Die naiven graphischen Darstellungen, die eine Überlebenheit der TM beweisen sollen, müssen als Fälschungen enttarnt werden."

     So manches andere dieser "Gutachten" dürfte von ähnlicher Qualität sein.

     Schwer tut sich der Kult beim Beweis des "Fliegens", welches vor Gericht gelegentlich auch als Hüpfen relativiert wird. Dennoch verweist der Kult zum Beweis für die angebliche "Levitation" - also die Überwindung der Schwerkraft durch Geisteskraft, nämlich Meditation - auf "zukünftige, ausgreifte Theorien der Quantenphysik".

     Dabei wäre der Beweis der Levitation ganz einfach zu erbringen: Man setze den "Meditanten" auf eine Waage, die mit einem Aufzeichnungsgerät verbunden ist, sei es mechanisch oder elektronisch. Wenn das aufgezeichnete Gewicht auf Null sinkt, ohne daß zuvor eine entsprechende Gegenkraft aufgezeichnet wurde, ist die "Levitation" bewiesen (korrekte Versuchsbedingungen mit neutralen Beobachtern vorausgesetzt).
     



    V.  MUTMAßLICHE ERSCHLEICHUNG VON STEUERABZUGFÄHIGEN SPENDENQUITTUNGEN


     Soweit bekannt, sind heute keine Vereine mehr als gemeinnützig anerkannt, die sich offen als zum Maharishi-Kult gehörig ausweisen. Zwei Vorgänge beweisen, daß jetzt scheinbar unverfängliche Vereine als "Spendenwaschanlage" eingeschaltet werden:

     1. Verein zur Förderung der Persönlichkeit, Köln

     Einziger Hinweis auf die Existenz dieses Vereins fand sich in einem Prospekt des Kölner Lehrinstitutes für Transzendentale Meditation Center für Persönlichkeitsentfaltung.

     Am Ende dieses Pospektes   (Anlage 88)
     heißt es:
     "Förderkreis: Spenden an den Verein zur Förderung der Persönlichkeit sind steuerlich absetzbar. Unseren Förderern sei an dieser Stelle ganz herzlich gedankt."

     Der "Verein zur Förderung der Persönlichkeit" ist unter VR 8244 im Kölner Vereinsregister eingetragen und beansprucht Gemeinnützigkeit.

     2. Entwicklungshilfe e.V. Berlin

     Einziger Hinweis auf die Existenz dieses Vereins findet sich in einem Prospekt mit der Überschrift "Erster Tausendköpfiger Purusha Akademie Marienburg 5407 Boppard" mit dem Betreff: "Neue Purusha-Konten und Spendenbescheinigung": Darin heißt es:
     "In Berlin ist nun von Herrn Steuerberater Witt und anderen der Verein "Entwicklungshilfe e.V." gegründet worden, dessen gemeinnützige Zwecke vom Finanzamt anerkannt wurden und der daher berechtigt ist, Spendenbescheinigungen auszustellen...
      Bitte verwenden Sie dieses Konto nur dann, wenn Sie unbedingt eine Spendenbescheinigung benötigen."

     Dazu teilt der Maharishi-Kult in seinem Verfahren vor dem OVG Münster gegen die Bundesrepublik mit Schriftsatz v. 1.10.85 mit:

     "Der Verein Entwicklungshilfe e.V. ist zur Unterstützung dieses Purusha-Kurses als Privatinitiative gegründet und beim Vereinsregister Berlin unter der Register-Nummer 7471 am 1.Nov. 1983 eingetragen worden ... Er verfolgt u.a. mildtätige Zwecke und trägt in diesem Rahmen teilweise die Lebenshaltungskosten von Teilnehmern dieses speziellen Sidhi-Kurses."

     Das Tragen der Lebenshaltungskosten von Kursteilnehmern kann wohl kaum als "mildtätige Zwecke" angesehen werden.

     Das war den Verfassern des bereits zitierten Prospektes auch durchaus bewußt, denn dort heißt es:

     "Da Spenden an diesen Verein keine Zweckbindung für bestimmte Personen enthalten dürfen, darf auf der Überweisung kein Name eines Stipendiaten angegeben werden."

     Mit anderen Worten: Die Verwendung der Spenden für Lebenshaltungskosten von "Stipendiaten" ist zweckwidrig und beinhaltet eine Steuerhinterziehung.

     Der Verein wurde am 8.9.83 im Büro des Steuerberaters Horst-Rainer Witt in Berlin gegründet. Er beansprucht Gemeinnützigkeit.

     Der Verein ist beim Amtsgericht Charlottenburg unter der Nr. VR 7471 eingetragen. Die Satzung enthält keinerlei direkten Hinweis darauf, daß mit "Entwicklungshilfe" nicht Hilfe für Bewohner der Dritten Welt gemeint sein könnte, sondern Hilfe für deutsche Anhänger des Maharishi bei der Entwicklung ihrer Persönlichkeit. Indirekt ist dies aber einem Passus der Präambel der Satzung zu entnehmen.

     "So kann u.a. aus der Not der nicht nur in den sog. Entwicklungsländern sondern in zunehmendem Maße auch in den westlichen Industrienationen anzutreffende Arbeitslosigkeit eine Tugend gemacht werden, indem unterstützungsbedürftige Personen ohne Arbeitsplatz, Unterkunft, Verpflegung, eine Aus- bzw. Weiterbildung erhalten und dabei gleichzeitig ein Bestes für die Gesellschaft und die einzelnen Teilnehmer bewirkt.

     Die Gründungsmitglieder sind überzeugt, daß solchermaßen zusammenlebende Gruppen, so sie eine gewissen Kohärenz in sich zu schaffen vermögen, gewaltige Veränderungen in der Gesamtgesellschaft bewirken können und damit allen Bereichen einer Nation zu höchster Blüte verhelfen werden."

     Das verräterische Wort "Kohärenz" wurde handschriftlich mit der Erläuterung "Zusammenhänge" versehen.

     Im Klartext: Die Dauer-Meditation zusammenlebender Maharishi-Anhänger soll mit Spenden finanziert und damit vom Steuerzahler subventioniert werden.

     "Arbeitslos" ist in diesem Zusammenhang wohl auch jeder Mitarbeiter des Maharishi-Konzerns. Denn für die Mitarbeiter der Druckerei  Meru Press will er keine Sozialabgaben bezahlen. Begründung: Dort werde nicht gearbeitet, sondern meditiert.

     Es wird zu überprüfen sein, ob sich auch die Arbeitsämter an der Finanzierung des Lebensunterhaltes dieser "Arbeitslosen" beteiligen.
     
     


    VI:  DER MAHARISHI-KULT UND DIE POLITIK


     1978 startete der Maharishi-Kult seine poltitischen Ambitionen mit der Zeitschrift

     WELTREGIERUNG AKTUELL.

     Jeweiliger Titelheld: "Seine Heiligkeit" Mahash Prasad Warma alias Maharishi Mahesh Yogi. Vorherrschende Farbe der auch über Kioske vertriebenen Schrift: Gold, das an den Fingern kleben blieb. Angebliche Auflage der Nr. 1 (später wurden keine Zahlen mehr genannt): 120.000 Stück. Bei einem Stückpreis von 4.-- DM hatte man also pro Ausgabe fast eine halbe Million DM Umsatz, übers Jahr 6 Millionen erwartet. Es ging diesem Maharishi-Projekt wie so vielen davor und danach: Nach Nummer 4 wurde es eingestellt. Vorsorglich wurden die Hefte ohne Datum gelassen: Sie sind noch heute erhältlich.

     In der Nr. 1 wird zunächst die Weltregierung des Zeitalters der Erleuchtung vorgestellt, ansässig in der Intrnationalen Residenz des Zeitalters der Erleuchtung in Seelisberg, Schweiz.

     Sieben Ministerien werden vorgestellt, darunter ein Ministerium für Gesundheit und unsterblichkeit. Das Ministerium für Festlichkeiten und Erfüllung ist gleich mit zwei Ministern besetzt.

     Als Titelstory wird Unbesiegbarkeit für jede Nation angeboten: "Unbesiegbarkeit ist eine zwingende Notwendigkeit unserer Zeit." Hergestellt werden soll diese nicht durch Waffen, sondern durch den Maharishi Effekt: Wenn nur 1 % der Bevölkerung meditiere, so genüge das, die Unbesiegbarkeit herzustellen, aber auch, widrige Winde zu drehen und so Los Angeles Smog zu vertreiben.

     Die zweite Story stellt das TM-Sidhi-Programm vor und zeigt in fünf Bildern einen Meditanten, der scheinbar schwerelos dem Photographen entgegen schwebt. Der Preis (6.000.-- DM) wird nicht genannt.

     Unter dem Titel Hamburg verwirklicht die ideale Gesellschaft wird ein "Modell für ganz Deutschland".

     Unter dem Titel " Eine neue Strategie der Verteidigung" wird Meditation für alle Militärs angedient, was sicher nicht schaden kann, was Meditation nach neuesten Erkenntnissen ist: Auch nicht besser als dösen.

     Schließlich wird ein Offener Brief an den Bundeskanzler abgedruckt, verfaßt von der Vereinigung Deutscher Ärzte zur Förderung der Gesundheit durch Transzendentale Meditation. Inhalt: Eine Beschwerde über den Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit. Dieser hatte ein TM-"Memorandum" schlicht ignoriert.
     

     Nachdem offenbar auch der Bundeskanzler nicht reagierte und ein Staatssekretär es gar gewagt hatte, den Maharishi-Kult als Jugendsekte zu bezeichnen, veröffentlichte der Kult eine Gegenschrift:

     "Transzendentale Meditation: Entgegnung auf eine Diffamierungskampagne."

     Verfasser: Jochen Uebel, Herausgeber der Zeitschrift Trendwende. Dieser fragt: "In wessen Interesse könnte es liegen, die Entwicklung einer gesünderen und mündigeren Gesellschaft in Deutschland zu verhindern?" Die Antwort soll sich jeder selbst geben: Die Regierung.

     Uebel weiter: "Man muß sich fragen, ob die personelle Besetzung dieses Ministeriums nicht geändert und Einflüsse von Interessengruppen, wie z.B. der Kirchen, nicht eingedämmt werden sollten."

     Nachdem auch Uebels Papier nichts fruchtete, ging der Kult zum Angriff über.

     Am 28.4.1980 erhob Rechtsanwalt Dr. Hess aus Koblenz im Namen der IMS, der angeblichen Ärztevereinigung und 10 Weiterer TM-Anhänger Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch den Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit und verlangte außerdem, daß das Gericht in einer einstweiligen Anordnung dem Ministerium untersagen solle,

     -die Transzendentale Meditation als Jugendsekte bzw. Jugendreligion zu bezeichnen,
     -zu behaupten, TM könne zu psychischen Schäden oder einer Persönlichkeitszerstörung führen,
     -Informationsmaterial zu versenden, im dem TM als Jugendsekte oder Jugendreligion bezeichnet wird.
    Tatsächlich verbot das Oberverwaltungsgericht Münster (5 B 1382/80) dem Ministerium weiterhin von Persönlichkeitszerfall zu reden. Als Jugendsekte darf der Kult weiterhin bezeichnet werden. (Diese Entscheidung betrifft nur das Ministerium. Die AGPF darf selbstverständlich weiterhin behaupten, daß TM Persönlichkeitsveränderungen und Persönlichkeitszerfall bewirken kann und daß dies einer Gehirnwäsche vergleichbar ist.)

     Inzwischen hat der Kult den Prozeß in letzter Instanz auf der ganzen Linie verloren. Vgl. IDK II/89.



    VI.1  MAHARISHI WILL DEMOKRATIE ABSCHAFFEN


     Maharishi will Regierungen dazu bringen, die Bürger dazu zu zwingen, zu meditieren, sei es als Schüler, Lehrer, Patient, Soldat. In einem demokratisch verfaßten Staat ist dies selbstverständlich nicht möglich.

     Ob Demokratie oder nicht, ist Maharishi ohnehin gleich. In einer späteren, millionenteuren und weltweiten Kampagne von Großanzeigen

      "Regierungen eingeladen Ihre Probleme zu lösen"

     richtet sich Maharishi ausdrücklich an

     "Kapitalismus, Kommunismus, Sozialismus, Demokratie oder Diktatur".

     Angenommen hat dieses Angebot bisher nur der Diktator Marcos, Präsident der Philippinen. Seither geht es mit dem bergab (vgl. IDK I/85).



    VII:  DER STAAT ALS KUNDE


     Der Maharishi-Kult erwartet vom Staat die Einführung der Transzendentalen Meditation auf zahlreichen Gebieten, so unter anderem:

     -Heilbehandlung
     -Gesundheitsvorsorge
     -Drogenprophylaxe
     -Rehabilitation von Strafgefangenen
     -Verteidigung

     Zur Durchsetzung dieses Verlangens bedient der Maharishi-Kult sich verschiedener Kanäle:

     Wissenschaft:

     "Wäre diese Zeit von Philosophie und Religion bestimmt, so würden wir TM mit den Begriffen von Philosophie und Religion verbreiten. Da diese Zeit aber statt dessen von der Wissenschaft bestimmt wird, verbreiten wir TM in der Ausdrucksweise der Wissenschaft." (zitiert nach Krumbholz, Zerstörte Illusionen, S. 33)

     Der Begriff Wissenschaft wird von Maharishi zunächst in eher philosophischem Sinne verwendet, so beispielsweise in dem Buch "Die Wissenschaft vom Sein und die Kunst des Lebens", welches neben einigen Ausführungen zur Transzendentalen Meditation vorwiegend vermeintliche Lebenshilfe enthält." (Copyright 1966)



    VII.1   WKI - WISSENSCHAFT DER KREATIVEN INTELLIGENZ:


     Mit der Einführung dieses Begriffes begann der Maharishi-Kult massiv in den herkömmlichen Wissenschaftsbetrieb einzudringen, zunächst in den USA, dann auch in der Bundesrepublik.


    VII.2   UNIVERSITÄTEN UND PROFESSOREN


     In der Schweiz gründete Maharishi die MERU European Research University, Sellisberg. Später wurde auch in Deutschland eine MERU Universität mit Sitz in Boppard gegründet uns als Verein eingetragen. (Vereinsregister Koblenz 2198)

     Die Lehrer, der nur aus wenigen Zimmern bestehenden MERU-Universität in der Schweiz, wurden zu Professoren ernannt. Ob dies auch in Deutschland der Fall war, ist unbekannt.

     Inzwischen war es gelungen, den herkömmlichen Wissenschaftsbetrieb zu infiltrieren:

     1972 gelang es, den Bostoner Kardiologen Herbert Benson für die Transzendentale Meditation zu erwärmen. Bensons Studien brachten zahlreiche Ärzte auf den selben Weg und werden noch heute als Beleg gern zitiert, obwohl Benson längst eine Kehrtwendung vollzogen und eine eigene Entspannungsmethode propagiert hat, in der das Mantra durch das Wort "Eins" oder jedes beliebige selbstgewählte Wort ersetzt wurde. ( Nachweis bei: Rolf Degen: Schein-Heil im Lotussitz? Psychologie heute 6/85, S. 24 ff.)

     Lange Zeit blieben diese Arbeiten unwidersprochen und unüberprüft. In der Bundesrepublik gelang es einer gewissen Christa Kniffki an der Universität in Kiel, eine Diplomarbeit unterzubringen, dessen Thema sich auf die Frage beschränkte, ob sich mit Hilfe geläufiger Testuntersuchungen überhaupt irgendwelche Effekte bei gesunden Probanden feststellen lassen, die, lediglich um Eigenerfahrungen zu gewinnen, verschiedene Entspannungsmethoden kennenlernen. Aus der daraus entstandenen Diplomarbeit fertigte Kniffki später eine Publikaion, über die der für die Diplomarbeit zuständige Arzt mit Schreiben vom 20.2.79 schrieb:    (Anlage 89)

     "Für einen Wissenschaftler ist so ein Vorgehen schlicht Hochstapelei... Die naiven graphischen Darstellungen, die eine Überlegenheit der TM belegen sollen, müssen als Fälschung enttarnt werden."

     Die anderen in der Bundesrepublik gefertigten, angeblich wissenschaftlichen Abhandlungen wurden bisher soweit ersichtlich von keiner Seite auf ihren wissenschaftlichen Gehalt untersucht.
     

     In der Zwischenzeit wurden allerdings im englischsprachigen Ausland Untersuchungen angestellt, deren Ergebnis der deutsche Wissenschaftsautor Rolf Degen (Psychologie heute, 6/85) folgendermaßen zusammenfaßt:

     "Meditation dem Nichtstun und Dösen um keinen Deut überlegen."

     Aus den ausgewerteten Arbeiten zieht der Autor aber durchaus einen weitergehenden Schluß:
     "Für ein Verfahren, das seinen strengen Wirkungsbeweis bislang noch schuldig geblieben ist, zieht die Meditation aber bisweilen beachtliche Nebenwirkungen nach sich. Gelegentliche Schwindelgefühle, Entfremdungszustände oder sonstige negative Empfindungen sind wahrscheinlich jedem Meditierenden schon einmal untergekommen. Entsprechend vorbelastete Personen können aber sogar psychotische 'ausflippen', einer tiefen Depression oder Angstanfällen erliegen, wenn nicht sogar Selbstmord begehen."

     Schlußfolgerung:

     Wenn bisher kein schlüssiger Beweis für die Wirksamkeit der angeblichen Entspannungstechnik erbracht wurde, fehlt es selbstverständlich erst recht an Beweisen für die sich angeblich aus diesen Entspannungszuständen ergebenden weiteren Wirkungen und positiven Zustände auf den einzelnen und die Gesellschaft.

     Man könnte somit die gesamte Transzendentale Meditation getrost als Freizeitbeschäftigung ansehen, wenn nicht folgende Aspekte wären:

     a) Es sind tatsächlich Fälle von Gesundheitsschädigung und Selbstmord bekannt (wobei selbstverständlich nicht nachweisbar, ob die Beschäftigung mit der TM die eigentliche Wirkung der Schädigung war oder nur der Auslösefaktor für eine latent vorhandene).

     b) Der Realitätssinn fortgeschrittener Meditierender wird zweifellos geschädigt. So werden autosuggestive Zustände für wirklich gehalten und vermeintlich wissenschaftlich bewiesen (z.B. das Fliegen).

     c) In vielen Fällen werden persönliche und familiäre Bindungen zerstört.

     d) Es bestehen weitere Gefahren durch die Auslieferung an eine totalitären Guru.

     "Selbst die Lüge eines Erleuchteten bedeutet für die Unwissenden eine Erleuchtung."
     (zitiert nach Krumbholz, S. 16)

     Die wissenschaftliche Beweisführung für die angebliche Wirksamkeit der TM ist für Maharishi die Grundlage der Forderung, diese TM umfassend auch in Bereichen einzuführen, in denen die öffentlichen Kassen zu bezahlen hätten. Deshalb wendet sich Maharishi in zahllosen Aktionen an deren Repräsentanten:
     


    VII.3 Direktwerbung bei Regierung


     Die Vereinigung deutscher Ärzte zur Förderung der Gesundheit durch Transzendentale Meditation wandte sich am 23.8.78 mit einem "Memorandum" an die Bundesregierung. Aus dem Inhalt:

     "Die Unterzeichneten... teilen der Deutschen Bundesregierung hiermit ihre ernste Besorgnis über die Lage des Gesundheitswesens in Deutschland mit und empfehlen ihr dringend, sich über neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu unterrichten ... Neueste Verlautbarungen lassen jedoch erkennen, daß Regierung und Behörden dieses Programm noch immer nicht in gebührenem Maße entsprechend ihrer Verantwortung für das Wohl der Nation in Jugendförderung, Erziehung und Bildung, Wirtschaft, Verteidigung und weiteren Bereichen öffentlichen Interesses beachten und einsetzen. In unserer Eigenschaft als Angehörige des Arztberufes bitten wir Sie hiermit, die nachstehenden Punkte zu überprüfen und alle verfügbaren Mittel einzusetzen, sie so schnell wie möglich praktisch zu verwerten."

     Dieses Schreiben war an den Minister für Jugend, Familie und Gesundheit gerichtet.

     Eine Woche später wandte dieselbe Vereinigung sich mit einem "offenen Brief" vom 30.8.78 an den "hochverehrten Herrn Bundeskanzler". Darin beklagte sich die vermeintliche Ärztevertretung über

     "die ausdrückliche Ablehnung des Bundesministeriums für Jugend, Familie und Gesundheit, eine Delegation von Ärzten zur persönlichen Übergabe des Memorandums (vom 23.8.78) zu empfangen ... und ... die Weigerung, einen Verteter des Bundesministeriums zu einer dringlich einberufenen Sondersitzung der Ärztevereinigung zu entsenden."

     Zu diesem Zeitpunkt war die vermeintliche Ärztevereinigung als juristische Person noch gar nicht exisent. Laut Gründungsprotokoll wurde sie erst am 22.4.79 gegründet und laut Vereinsregister Düsseldorf (VR 5774) am 28.6.79 ins Vereinsregister eingetragen. Dennoch fordert die vermeintliche Ärztevertretung vom Bundeskanzler:

     "Ein baldiges persönliches Gespräch mit Ihnen, hochverehrter Herr Bundeskanzler, da Sie uns für Ihre unbürokratische Aufgeschlossenheit bekannt sind."

     Es muß wohl davon ausgegangen werden, daß die kleinste positive Reaktion, und sei es eine Empfangsbestätigung seitens des Bundeskanzlers, weltweit zu Werbezwecken ausgeschlachtet worden wäre.

     Der offene Brief an den Bundeskanzler wurde später in der Zeitschrift "Weltregierung aktuell nr. 1" veröffentlicht, die zunächst über Kioske vertrieben wird und die noch heute vom Maharishi-Kult verkauft wird.

     In der "Weltregierung Nr. 2" wird das gesamte "Memorandum deutscher Ärzte der Deutschen Bundesregierung überreicht in Bonn am 23.8.78" abgedruckt.

     Zu beachten: Während es also zunächst nur ein Memorandum der nicht existenten Vereinigung deutscher Ärzte zur Förderung der Gesundheit durch Transzendentale Meditation war, wurde daraus inzwischen ein "Memorandum deutscher Ärzte". Es wird also ein Memorandum der gesamten deutschen Ärzteschaft vorgetäuscht.

     Bereits in der Zeitschrift "Weltregierung Nr. 3" (Herausgeber: Weltregierung des Zeitalters der Erleutung; Ministerium für Information und Inspiration, Seelisberg, Schweiz) wandte sich Maharishi mit einem "zeitgemäßen Rat an die Staatsoberhäupter und Regierungsmitglieder aller Länder". Zunächst solle einmal jede Regierung ein "Ministerium für Bewußtseinsentwicklung" Einrichten und Kontakt mit der Weltregierung des Zeitalters der Erleuchtung aufnehmen.

     Nach einigen Jahren Pause wandte sich Maharishi in einer weltweiten Anzeigenkampagne (so beispielsweise eine ganzseitige Anzeige im Stern vom 13.10.83) mit einer "Einladung an alle Regierungen, ihre Probleme zu lösen":

     "Jede Regierung ist eingeladen, zur Lösung ihrer Probleme mit der Weltregierung des Zeitalters der Erleuchtung einen Vertrag abzuschließen, wobei die entstehenden Kosten erst zu erstatten sind, wenn das gesetzte Ziel erreicht ist."  (Anlage 90)

     Ein Regierungschef hat dieses Angebot tatsächlich angenommen: Ferdinand Marcos, Präsident der Philippinen, war soeben in Verdacht geraten, die Ermordung des Oppositionsführers Benigno Aquino veranlaßt zu haben.

     Im August 1984 reisten zahlreiche TM-Anhänger auch aus Deutschland nach Manila, um dem bedrängten Präsidenten durch Meditation zu helfen. Zum Dank lud Marcos "800 Experten der Maharishi-Technologie aus 48 Ländern" in seinen Palast Malacanano ein. Dort wurde er als der "Gründervater des Zeitalters der Erleuchtung" gefeiert und es wurde ihm die "Maharishiglocke der Unbesiegbarkeit" überreicht.

     Je enthusiastischer die Presseinformationen des Maharishi-Kultes wurden, umso schlechter ging es dem Land und seinem Präsidenten.

     Parallel zu diesen erfolglosen Bemühungen installierte der Maharishi-Kult ein Deutsches Kulturinstitut
     in einer konspirativen Villa in 6901 Schönau bei Heidelberg (ohne jedes Türschild). Diese angegliedert wurde eine

      Freie Volksuniversität deutscher Kultur

     die ihren Schriften folgenden Hinweis aufdrucken läßt:

     "Die Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland schuf durch ihre finanzielle Förderung die Voraussetzung für die praktische Erforschung der menschlich-kosmischen Ausbildungsprogramme unserer Vorfahren."

     Hierzu kam eine Partei:

      Vertreter des Volkes
      Die goldene Partei Deutschlands

     und zahllose Firmen, die ein riesiges Investitionsprogramm von mindestens einer Milliarde Umfang projektieren.

     Daß all dies durchaus auch politisch wirken soll, zeigt ein "offener Brief der Deutschen Kulturstiftung an die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag"    (Anlage 91)
     in dem von Transzendentaler Meditation keine Rede ist, wohl aber:

     "Etwa 120.000 Bürger unserer Bundesrepublik praktizieren bereits seit längerem unsere alte deutsche Technologie der freien Persönlichkeitsentfaltung. Die natürliche Folge davon ist ein selbständigeres Denken des Bürgers, ein allmähliches Anwachsen des sittlichen Bewußtseins im Volke sowie eine Stärkung der natürlichen Menschenwürde bei den Bürgern."

     Auch an "die Präsidenten von Bundestag und Bundesrat" richtet die Deutsche Kulturstiftung einen offenen Brief und beschuldigt den Bundespräsidenten der Verknüpfung seines Amtes mit Völkermord, Plünerung, Verelendung, Leibeigenschaft, Beseitigung der Demokratie usw.

     Es wäre wohl verfehlt, in derartigen Hochglanzdrucken vorwiegend Akte der Selbsbestätigung zu sehen. Es ist durchaus anzunehmen, daß all dies ernst gemeint ist, wie auch ein Schreiben vom ebenfalls in der konspirativen Villa ansässigen

     Deutsches Forschungszentrum Fachinstitut für Grundlagenforschung

     an den Sozialminister eines Bundeslandes und vermutlich an alle Sozialminister    (Anlage 92):

     "Welches sind die Ziele in der Jugendentwicklung, auf die Sie die Tätigkeit Ihres Ministeriums richten?"

     Daß nicht unbedingt sofort erkennbar ist, wer die Urheber dieses Schreibens waren, zeigen zwei Vermerke der Sachbearbeiter im Ministerium:

      1. Vermerk: Weltplancenter des Maharishi-Yogi?
      2. Vermerk: Ich glaube eher, dahinter ist Moon.

     Drei Wochen später erhielt das Ministerium ein Fernschreiben:

     "Wir bitten um Beantwortung unseres Schreibens ... Für eine zügige Erledigung wären wir Ihnen dankbar."

     Zehn Tage später ein weiteres Fernschreiben:

     "Wir bitten Sie nochmals um Beantwortung unserer Schreiben."

     Vierzehn Tage später ein weiteres Fernschreiben:

     "Hiermit bitten wir Sie zum dritten Mal um Beantwortung unserer Schreiben."

     Vermerk des Ministeriums: "keine Antwort!"

     Zusammenfassung:

     Es unterliegt keinem Zweifel, daß Maharishi den Begriff "Weltregierung" durchaus sendungsbewußt ernst nimmt, wenn auch nicht in dem Sinne, daß er den Regierungen dieser Welt die Verwaltungsarbeit abnehmen will. Er scheint jedoch durchaus ernsthaft der Meinung zu sein, daß die Regierungen dieser Welt die sogenannte Transzendentale Meditation auf alle Bereiche des öffentlichen Lebens übertragen und dafür letztlich an ihn bezahlen sollen. Wobei er in der bereits zitierten Anzeige im Stern immerhin zugesteht, daß

     "die entstehenden Kosten erst zu erstatten sind, wenn das gesetzte Ziel erreicht ist."

     Das dürfte allerdings im Falle Manalia Probleme ergeben haben. Denn den Presseinformationen ist zu entnehmen, daß  der dortigen Aktion durchaus Erfolg beschieden gewesen sei, während die Öffentlichkeit genau das Gegenteil bemerkt hat.

     Auf oberster Regierungsebene ist kaum zu erwarten, daß Maharishi weiterhin Zulauf finden wird.

     Auf unterer Verwaltungsebene ist hingegen sehr wohl zu erwarten, daß es dem Maharishi-Kult mit seinen unterschiedlichsten Bezeichnungen gelingen wird, insbesondere Einrichtungen der Heilbehandlung, der Gesundheitsvorsorge, der sozialen Dienste und der Erwachsenenbildung zu unterwandern. Für all dies gibt es Beispiele, ohne daß etwas über die Dunkelziffer gesagt werden kann. Den Leitern oder Abteilungsleitern der Volkshochschulen beispielsweise dürfte weitgehend unbekannt sein, was sich hinter dem Begriff der Transzendentalen Meditation verbirgt und eine systematische Aufklärung des in Frage kommenden Fachpersonals hat noch nicht begonnen.

     Sehr viel weiter ist die Infiltration bereits in Wirtschaftsunternehmen gediehen.



    VIII  MAHARISHI-KULT: WELTANSCHAUUNG?


     Der Maharishi-Kult behauptet:

     (im Prozeß IMS ./. BMJFG OVG Münster Schriftsatz v. 1.10.85 10)
     

     "Die Kläger haben sich entgegen dem Vorbringen der Beklagten auch niemals gegen die Klassifizierung als Weltanschauung gewehrt."
     Diese Behauptung ist falsch.

     Richtig ist, das der Maharishi-Kult in zahlreichen Veröffentlichungen bereits vorbeugend Wert auf die Feststellung gelegt hat, keine Weltanschauung zu sein.

     So zum Beispiel:
     

     "Die Transzendentale Meditation ... ist keine Religion oder Weltanschauung, noch ist sie vom Glauben oder dem Lebensstil des Einzelnen abhängig."
     So Pressesprecher Dr. M. Hozzel in einem Gerichtsverfahren, in dem es um die Nutzung eines Hotels ging, 1983.  (Anlage 93 )
     Oder:
     
     "Die Transzendentale Meditation ... ist keine Religion oder Weltanschauung."
     Als "Wissenswertes zum Programm der TM" vom "Kurtorium für eine ideale Kultur und Gesellschaft e.V. in Gründung" am 18.5.85 dem Gemeinderat von Starzach in derselben Angelegenheit vorgelegt.
         (Anlage 93)
     
     



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