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Adresse dieser Seite: http://www.AGPF.de/TM-Godbersen.htm  Zuletzt bearbeitet am 5.12.2008
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Maharishis Juristen:
 Claus Godbersen war seit den 1980ger Jahren einer von Maharishis wichtigsten Juristen. Er hat mehrfach unter Nennung seiner Amtsbezeichnung "Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht Schleswig" öffentlich für den Maharishi-Kult Stellung bezogen.
 
 
Inhalt dieser Seite: Zum Thema auch: In anderen Websites:
Von 1982 bis 1994 war Dr. Claus Godbersen Vizepräsident und Schatzmeister des Juristen-Vereins.
Er war Vorsitzender des "Bundesschiedsgerichts" in der Naturgesetz-Partei.
Er war Kläger in dem Großprozess gegen die Bundesregierung.
Nachdem er diesen verloren hat, gab er eine Stellungnahme ab, die noch 2008 von Maharishi-Anhängern als "OLG-Gutachten" bezeichnet wurde und auf die ebenfalls 2008 auch Wikipedia.de hinweist.
2001 hat mit einem Leserbrief in die Diskussion um das Fürstenberg-Projekt eingegriffen. Unterzeichnet hat er den Brief als "Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht Schleswig".
Dr. Claus Godbersen hat sich damit der Autorität des Staates und des Richteramtes bedient.
Die Bedeutung des Briefes geht deshalb weit über Fürstenberg hinaus.
 
 
 
 
Irreführung: "Gutachten des OLG"  

In der Website www.tm-konstanz.de/index.html#Startseite heisst es (geladen am 15.10.2005, Ausschnitt Abbildung rechts, auch noch vorhanden am 4.12.2008):  
"Gutachten des OLG".   
Das ist falsch.   
Das Gericht hat mit diesem Text nichts zu tun.  
Der Verfasser war lediglich Richter an diesem Gericht.  
Godbersen selbst bezeichnet seinen Text auch nicht als Gutachten, sondern als  "Informationen zum Urteil 'Transzendentale Meditation' des Bundesverwaltungsgerichts vom 23. Mai 1989". 

 
 
2001 hat Godbersen einen Leserbrief mit "Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht Schleswig" unterschrieben (>>).  
Diese Angabe war zutreffend, die wie Abbíldung rechts zeigt.  
  

Godbersen ist 2003 "Kabinettsmitglied" der "Deutschen Friedensregierung" geworden.  

Richter Godbersen täuscht die Öffentlichkeit.  
Richter Godbersen schreibt über den Prozeß der TM gegen die Bundesregierung.  
An diesem Prozeß war er als Kläger selbst beteiligt, vgl. die Liste der Kläger in  
Oberverwaltungsgericht Münster 5 A 1125/84  Urteil vom 18.12.85  

Godbersen schreibt, die Bundesregierung habe sich "unter dem Eindruck des Verfahrens ... auf minimale Warnungen zurückgezogen" (unten).  
Tatsache ist demgegenüber:  
Die Bundesregierung ist vom Oberverwaltungsgericht Münster verurteilt worden, bestimmte Äußerungen nicht mehr zu tun.  
Die Bundesregierung hat sich also nicht "zurückgezogen".  
Sie hat lediglich die Anweisung des Gerichts beachtet.  

Godbersen knüpft an diesen angeblichen Rückzug der Bundesregierung allerlei Behauptungen.  
So behauptet er, daß das Bundesverwaltungsgericht diesen Rückzug zum Anlaß genommen habe, die Klage der Maharishis letztinstanzlich abzuweisen. Denn da die Bundesregierung nichts kritisches mehr gesagt habe, habe das Bundesverwaltungsgericht darüber auch nicht mehr entscheiden müssen.  

Kern des Verfahrens war die Frage, ob die Bundesregierung vor TM warnen dürfe.  
Das Bundesverwaltungsgericht: Der Staat darf warnen.

 
 
 
 
Leserbrief Dr. Claus Godbersen in der MAZ v. 30.05.2001-06-05  

Keine Gefahr für Staat und Gesellschaft erkennbar  

In der Diskussion über Bauprojekte in Fürstenberg wird immer wieder als letzter Trumpf ins Spiel gebracht, auch die Bundesregierung warne seit Jahren vor der Transzendentalen Meditation (TM) als einer gefährlichen Sekte. Diese vor über 20 Jahren von kirchlichen Eiferern in die Welt gesetzte und von staatlichen Sektenreferenten gedankenlos übernommene negative Schlagwort zeigt leider immer noch Wirkungen. Wer sich etwas genauer mit der Sache beschäftigt, findet, dass es sich ganz anders verhält.  
 Seit 1980 haben TM-Organisationen in einem Rechtsstreit versucht, die falschen negativen Äußerungen in den stattlichen Sektenberichten zu unterbinden, und zwar mit Erfolg. In der Berufungsinstanz ist das Oberverwaltungsgericht Münster nach einer umfangreichen Vernehmung von Zeugen und Sachverständigen zu der Überzeugung gelangt, dass von der TM keine Gefahr ausgehen. Es hat der Bundesregierung deshalb mit Urteil vom 18. Dezember 1985 negative Äußerungen über die TM untersagt.  
 Auf der Revision der Bundesregierung hin hat das Bundesverwaltungsgericht in Berlin dieses Urteil allerdings geändert und die Klage im Mai 1989 abgewiesen, jedoch nicht aufgrund der Tatsachen; denn als Revisionsgericht konnte es selbst keine Zeugen und Sachverständigen anhören. Der Grund war vielmehr folgender: Unter dem Eindruck des Verfahrens hat sich die Bundesregierung auf minimale Warnungen zurückgezogen und nur noch erklärt, dass zwar in besonderen gelagerten Einzelfällen, nämlich bei labiler Persönlichkeitsstruktur, die Möglichkeit psychischer Schäden bestehen könne. Eine generelle oder signifikant häufig feststellbare Kausalbeziehung zwischen der TM und dem Auftreten psychischer Störungen hat sie nicht mehr behauptet. Nur über diese vorsichtigen und zurückhaltenden Äußerungen hatte das Bundesverwaltungsgericht noch zu befinden und nur sie sind der Bundesregierung nicht untersagt worden. Dabei ergibt sich aus dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, das nach Meinung der Sachverständigen der Meditation für labile Menschen nicht gefährlicher ist als andere „life events“ wie Heiraten oder Einberufung zur Wehrpflicht, die ebenso unter besonderen Umständen psychische Beeinträchtigungen auslösen könnten. Die Bundesregierung hat sich im Wesentlichen daran gehalten. Jedenfalls seit 1966 hat sie keine Sektenberichte, in denen die Transzendentale Meditation erwähnt wird, mehr herausgegeben, also keine negativen Äußerungen über die Transzendentale Meditation mehr gemacht. Das entsprich auch den Ergebnissen der Enquete-Kommission „So. Sekten und Psychogruppen“ de Bundestages, die in ihrem Berichten aus 19957 und 1998 zu dem Schluss gekommen ist, dass „zum gegenwärtigen Zeitpunkt die neuen religiösen und weltanschaulichen Gemeinschaften insgesamt keine Gefahr für Staat und Gesellschaft darstellen“.  
 Es ist also falsch, zu behaupten, dass die Bundesregierung seit Jahren vor der TM als gefährliche Sekte warnt. Richtig ist, dass sie sich aufgrund eines langen Prozesses und der Arbeit der Enquete-Kommission offenbar eines Besseren hat belehren lassen.  
Dr. Claus Godbersen,  
Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht Schleswig  
 

 



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