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Dabei kann die genaue Bezeichnung und damit
die Identifizierbarkeit von großer Bedeutung sein und nicht nur,
wenn es um Geld geht. Das mußte die heutige Justizministerin Däubler-Gmelin
erfahren. Sie hatte sich in den 80ger Jahren gegen Immmobilienkäufe
in Starzach-Wachdendorf gewandt. Das dortige Projekt ist mit dem
in Fürstenberg fast identisch.
Zu Verdeutlichung, daß TM bundesweit
aktiv ist, erwähnte sie die GTM Gesellschaft für Transzendentale
Meditation. Daraufhin der Projekt-Verein: GTM ist dem Kuratorium nicht
bekannt. Einzig erkennbarer Zweck: Die Abgeordnete sollte unglaubwürdig
gemacht werden. Denn natürlich gab es den Verein. Einzelheiten: http://www.AGPF.de/TM-GTM.htm
Aber auch wenn es um Geld geht, versucht
ein Maharishi-Verein schon mal, sich der Ortung zu entziehen:
Landgericht
Düsseldorf 14 0 137/81 Urteil vom 4.11.82 Prozess gewonnen, Zwangsvollstreckung
erfolglos
Sofort nach der Vereinigung hat der Maharishi-Kult das "Pilotprojekt Brandenburg" in Angriff genommen. Wieder einmal sollte eine "Ideale Stadt" gegründet werden. Von 7000 Einwohner war die Rede und Milliarden-Investitionen. In Beeskow und Rheinsberg sind die Projekte gescheitert. Ob die Marina Wolfsbruch bei Kleinzerlang in das Konzept gehört, ist vorerst unklar. Einzelheiten:
Jetzt die "Wasserstadt" Fürstenberg an der Havel. Es geht das Gerücht, das Fürstenberg-Projekt sollte lediglich von der Marina Wolfsbruch ablenken, wegen der offenbar mit dem Wirtschaftsministerium in Potsdam um weitere Subventionen verhandelt wird.
Fürstenberg, 5000 Einwohner, liegt etwa 100 Kilometer nördlich von Berlin, etwa 30 km entfernt von Rheinsberg und Kleinzerlang mit der Marina Wolfsbruch. Zu DDR-Zeiten waren hier 30.000 sowjetische Soldaten stationiert. Jetzt ist die Verwertung des früheren Kasernengeländes vordringliche Aufgabe. Da kam das Interesse der Maharishis offenbar gerade recht. Die Maharishis wiederum spekulierten schon seit Beginn ihres Pilotprojektes Brandenburg, schon beim Milliardenprojekt beim Scharmützelsee auf solches frühere Militärgelände.
Bis heute gibt es allerdings die üblichen Unklarheiten.
In Fürstenberg wird das auch erkannt.
Leserbriefschreiber Harald Federau im
GZ vom 14.3.2001 zu den vorgezeigten Plänen: "Naiv bearbeitete Wanderkarte".
Klar ist immerhin:
Politiker der Naturgesetz-Partei mischen mit
Die Personen, die sich bisher namentlich in Fürstenberg exponiert haben, sind oder waren Funktionsträger der Naturgesetz-Partei, die Teil des Maharishi-Kultes ist.
Kurz nachdem sich eine Bürgerinitiative gegen das Projekt gegründet hatte, meldete sich eine Bürgerinitiative für das Projekt zu Worte: "Ayurverda in Fürstenberg".
Als Ansprecherin benannt:
Katrin Davis, Neuroofen 6, 16775 Menz
Katrin Davis gehört
dem Bundesvorstand der Naturgesetzpartei
an.
Sie ist eine Aktivistin des Maharishi-Kultes.
Es kommt in diesem Zusammenhang nicht
darauf an, ob das Gerücht zutrifft, wonach Maharishi die Partei kurzerhand
aufgelöst hat. Das würde allenfalls die Annahme bestätigen,
daß die Naturgesetzpartei nie eine selbständige Organisation
im Sinne des Parteiengesetzes war. Das wäre somit ein Beleg für
die Identität der totalitären Maharishi-Ideologie und der Naturgesetz-Partei.
Noch im vorigen Jahr hat sie von Skelmersdale
aus Kampagnen geführt. Zum Beispiel gegen den angeblich gentechnisch
hergestellten Süßstoff Aspartam
mit Musterbriefen an ALDI, Edeka und andere. Der TM-Hintergrund wird dabei
verschwiegen.
Etwa gleichzeitig ging in Rheinsberg das
Empfehlungschreiben eines Lokalpolitikers aus der Skelmersdaler Gegend
ein, welches jetzt offenbar auch in Fürstenberg verbreitet wird.
In Skelmersdale wie auch im holländischen
Lelystad war es der Naturgesetzpartei gelungen, Maharishi-Anhänger
in kommunale Parlamente zu bringen.In beiden Orten befinden sich seit den
80ger Jahren Wohngebiete mit TM-Anhängern, als "Ideales Dorf" oder
"Ideale Stadt" bezeichnet.
In Lelystad, so meldet die Naturgesetz
Partei, hat ihr Kandidat Rob van der Sloot von 778 Stimmen 250 aus dem
dortigen Maharishi-Dorf bekommen.
Bei der Wahl zum europäischen Parlament
1999 hat das Ehepaar Davis sich für die West Midlands um einen Sitz
bemüht, dazu die Abbildung rechts.
Ein ähnliches Empfehlungschreiben
ging auch aus Lelystad ein.
Beide enthalten eine Einladung zur Besichtigung.
Deshalb gewinnen beide hier erneut Bedeutung.
Deshalb sind die Empfehlungschreiben auf
einer gesonderten Seite in Bild und Text wiedergegeben:
In einem Leserbrief (Märkische Allgemeine 4.5.2001) hat der bislang in Fürstenberg unbekannte Joachim Zegke sich als Vertreter der
"Vastu Bau- und Entwicklungsgesellschaft Fürstenberg, die für die Maharishi Uni für Vedische Wissenschaften das Projekt in Fürstenberg umsetzen soll"vorgestellt und die Gegner des Projekts massiv angegriffen.
Auch Joachim Zegke hatte 1999 für
die Europawahl kandidiert.
Ebenfalls für die Naturgesetz-Partei.
Rechts eine Abbildung aus der Kandatenliste
der Naturgesetzpartei aus der Website des Bundeswahlleiters
Eintrag dort: Zegke, Joachim, Designer,
geboren 1951, Adresse: 14057 Berlin Lietzenseeufer 8
Der Kandidat Horst-Rainer Witt
Auch Horst-Rainer Witt steht auf dieser
Liste.
Eintrag: Witt, Horst-Rainer, Steuerberater,
geboren 1941, Adresse: 14057 Berlin Lietzenseeufer 8
Witt ist Miteigentümer und Geschäftsführer
der Universitäts-GmbH,
die das Fürstenberg-Projekt betreibt.
Über Witt hat die AGPF bereits vor
vielen Jahren berichtet in
Die gemeinsame Adresse beider Kanditaten
der Naturgesetz-Partei:
Lietzenseeufer 8 - 14057 Berlin
Diese Adresse wurde von Horst-Rainer Witt auch in einem "Offenen Brief an die Bürgerinnen und Bürger von Rheinsberg" (unten) vom 22.10.1999 als eigene benutzt. Er bezeichnete sich darin als "Dipl.-Finanzwirt Projekt-Initiator".
Um den Sitz der Naturgesetzpartei in Berlin
handelt es sich nicht.
Dieser ist Tempelhofer Ufer 23.
Warum also hatte Zegke die Witt-Adresse
als seine angegeben?
Ein Festnetz-Telefon war damals jedenfalls
nicht unter seinem Namen in den Verzeichnissen registriert.
Belanglos?
Keineswegs. Denn es handelt sich um
ein Geheimprojekt, an dem maßgeblich drei Politiker beteiligt sind.
Das Fürstenberg bzw. Röblinsee-Projekt
wird nach wie vor als Geheimprojekt betrieben.
Niemand kennt die Pläne, niemand
weiß, wer die angeblichen Investoren sind und ob es diese überhaupt
gibt.
Träger des Projekts soll angeblich eine GmbH sein, die zwar im Handelsregister Potsdam unter HRB 3708 registriert ist, dort aber offenbar weder Büroräume noch Telefon noch Angestellte hat. Potsdam ist die Hauptstadt Brandenburgs und auch Fürstenberg liegt in Brandenburg.
Man will in Fürstenberg "in der ersten Bauphase" ein "20-Hektar-Areal" bebauen (vgl. Zegke-Leserbrief). 20 Hektar, das sind 20 mal 10.000 Quadratmeter, also 200.000 Quadratmeter. Legt man einen Quaratmeterpreis von nur 50.- DM zu Grunde, sind allein das schon 10 Millionen DM.
Dieses Projekt wäre deshalb selbst
dann dubios, wenn
- es sich weder um eine Sekte, noch um
eine Sekten-Partei handeln würde
und
- wenn nicht demnächst eine Bürgermeisterwahl
bevorstünde.
Leserbriefschreiber Patrick Streit fragt
(GZ 14.3.01):
"Wieviele 'Info-Veranstaltungen" gab es
in internen Kreisen der Transzendentalen Meditation im Vorfeld"?
Diskutiert wird dort auf jeden Fall die
Abwehr der Kritiker. Dazu hat mir ein TM-Anhänger interne Briefwechsel
aus der ersten Hälfte 2000 geschickt. Die Namen der Verfasser und
der Adressaten sind mir bekannt. Hier einige Kostproben:
| Betreff: (Straf-)Klage gegen Sektenbeauftragte
Hallo xxxxxxxxx, warum sollen wir uns die
Finger dreckig machen? Jeder das seine.
Lieber xxxxxxx, ich weiß nicht, wie lange Du Dich mit der Thematik befaßt, aber ich tue es seit 22 Jahren - und ich habe in ca. 10 Fällen gesehen, daß jedes mal, wenn Leute von uns hunderte von Arbeitsstunden aufgewendet hatten um ein entsprechendes Objekt zu finden, irgendsoein geisteskranker Lügenpfaffe gekommen ist und das Projekt torpediert hat. 1000 oder besser 10.000 Leute bekommst Du niemals dauerhaft auf einen Fleck, wenn die räumlichen Voraussetzungen nicht gegeben sind - das ist eine ganze Stadt mit kompletter Infrastruktur. Ohne die kirchliche Volksverhetzung hätten wir ein solches Objekt seit mindestens 15 Jahren. Daß es natürlich auch an unserer
eigenen mangelnden Kohärenz liegt, ist keine Frage - aber die äußert
sich eben auch darin, daß es Leute gibt, die immer wieder meinen,
man solle sich solche Fälle wie in Wachendorf, Wendisch Rietz, Rheinsberg
etc. nochmal und nochmal und nochmal bieten lassen. Wenn Du dazu bereit
bist, dann schlafe weiter, dann wird die Sache noch weitere 20 Jahre dauern.
Ich jedenfalls bin nicht bereit dazu. Wenn beispielsweise die Kirche wieder
eine Woche vor den Landtagswahl einen Hetzbericht gegen uns lanciert, werde
ich die Verantwortlichen vor den Staatsanwalt zerren, und ich hoffe, daß
dann einige Leute von euch dabei sind, um die Folgen klerikaler Volksverhetzung
als Zeuge zu dokumentieren.
Lieber xxxxxxxx, das ist eine hervorragende Lektion in Sachen Recht, im Telegrammstil. Das ist es was die Aktiven für ihre Öffentlichkeitsarbeit brauchen. Kannst Du uns nicht eine etwas erweiterte Sammlung solcher "Gummiformulierungen“ zur Verfügung stellen. Das muß jedem in Fleisch und Blut übergehen, wenn wir im "Kampf‘ gegen Gandow &Co. bestehen wollen. Gruß xxxxx Lieber xxxxxxxx, ich bin ja auch kein Rechtsexperte, aber ich habe mir einfach mal angesehen, was so Leute wie Gandow oder Ingo Heinemann oder auch die Gerichte für Formulierungen benutzen. Das isr schon wirklich perfide. Da sagt Gandow z.B. in den Ayur-Veda-Präparaten könnten möglicherweise Fäkalien enthalten sein. [hier hat der Übersender handschriftlich daneben geschrieben: stimmt doch] (Damit spielt der darauf an, daß in Indien manche Leute Kuh-Harn trinken.) Natürlich sind da keine Fäkalien drin, aber die Leute, die das eklig finden, werden dann sofort zurückhaltend. Noch gemeiner sind Formulierungen wie z.B. "NICHT alle Sektenmitglieder sind Kinderfressende Bösewichte“. Wenn man nicht dabei sagt, wer gemeint ist und wer nicht, bekommen dann natürlich doch ALLE den Jauchekübel ab - und das ist genau das was beabsichtigt ist. Der Unterschied ist, daß man als Kläger sofort aus dem Rennen ist. Deswegen werden solche invertierten Pauschalierungen immer an den Anfang von Sektenberichten und staatlichen und kirchlichen Hetzseiten gestellt. Wenn also im Text irgendwo die TM auftaucht, und Du würdest jetzt einklagen wollen, daß TM nicht in diesen Zusammenhang gehört, würden die Leute natürlich sofort sagen, daß die TM ja gar nicht gemeint war. Wenn Dich diese Thematik interessiert,
dann schau Dir doch einfach an, was diese Leute für Formulierungen
benutzen. Am gemeinsten ist m.E. der Ingo Heinemann von der AGPF (Dachverband
der "Elterninitiativen“).
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Der Gewerbeverein behauptet, Thomas Gandow habe "von bis zu 7.000 Neubürgern fabuliert, einer Zahl außerhalb jeder Realität". Vermutlich hat Gandow über das Beeskow-Projekt berichtet, in dem genau diese Zahl genannt wurde, vgl.
Der Begriff "Vorverurteilung" wird üblicherweise
bei der Berichterstattung über strafrechtliche Vorgänge benutzt.
Dort hat er seine Berechtigung. Denn das Strafrecht stellt die Schuld oder
Unschuld einzelner Personen in Bezug auf bestimmte Straftaten fest.
Es ist absurd, einen solchen Begriff auf
einem Gebiet anzuwenden, über das der Gemeinderat zu entscheiden hat
und deshalb eine Meinungsbildung erfolgen muß.
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Wie die meisten Fürstenberger befaßt sich auch der Gewerbeverein mit dem Ayurveda-Projekt. Die Tatsache, dass durch Investoren am Standort Röblinseesiedlung ein Hotel mit Akademie entstehen soll, ist aus Sicht der Gewerbetreibenden vor Ort zu begrüßen. Dies bedeutet jedoch keineswegs, dass wir nun kopflos allem vorbehaltlos zustimmen und die möglichen negativen Auswirkungen nicht sehen. Der Vorstand des Gewerbevereins Fürstenberg sieht das geplante Hotelprojekt mit Akademie und Wohnbebauung zunächst aufgeschlossen und vorurteilslos als Chance für Fürstenberg. Die emotional geführte und oft unsachliche Diskussion um die angebliche "Psychosekte" führt nach unserer Auffassung jedoch nicht weiter. Wenn durch Flugblätter, deren Autoren sich nicht zu ihrer Autorenschaft bekennen, gegen die Ansiedlung massiv Stimmung gemacht wird, so kann dieses Vorgehen nur als feige bezeichnet werden. Im übrigen widerspricht es auch dem § 8 des Landespressegesetzes, der den Urheber einer Druckschrift zur namentlichen Kennzeichnung verpflichtet. Wie die Bürgerinitiative zu der falschen Überzeugung gelangen konnte, dass bei Umsetzung der Pläne die Einwohnerschaft Fürstenbergs auf über 10.000 Menschen anwachsen würde und die Neubürger darin handstreichartig hier die politische Macht übernehmen werden (vgl. MAZ und Gransee-Zeitung v. 6.3.01), weiß wohl nur der liebe Gott und der Herr Pfarrer Gandow. Dieser hat in der Info-Veranstaltung tatsächlich ohne Kenntnis des Projekts von bis zu 7.000 Neubürgern fabuliert, einer Zahl außerhalb jeder Realität. Selbst die optimistischen Planungen der Investoren sehen nur 40 bis 50 Häuser vor. Die Planer haben aber auf der Veranstaltung im Templiner Hof auch deutlich gemacht, daß zunächst das Hotel und die Akademie gebaut werden soll. Die Ängste der Mitbürger so zu schüren ist verantwortungslos und zeugt vor allem von einer dumpfen Ablehnung von allem Neuen, Anderem und Fremden. Kein Fürstenberger wird gezwungen, transzendental zu meditieren oder im Hotel eine Ayurveda-Wellnesskur zu machen. Zur angeblichen Gefährlichkeit wurde in der MAZ am 2.3.01 berichtet, dass der für Kirchen. und Religionsgemeinschaften zuständige Referent im Kultusministerium, Clemens Neumann, festgestellt hat, dass:
niemand gegen seinen Willen dort festgehalten wird, nicht mit Hypnose gearbeitet wird, die Organisation nicht bedenklich oder gefährlich ist. Man mag begründete Zweifel haben, ob durch"fliegende Yogis" der Weltfrieden herbeimeditiert werden kann, aber in einem freien Land sollte jeder nach seiner Fasson selig werden dürfen. Und wenn der Weltfrieden nun durch die kollektive Meditation wieder alle Erwartungen von Fürstenberg ausgeht - na um so besser! Die Stadtverordneten und auch interessierte Bürger und Gewerbeverein werden sich in den Niederlanden ein ähnliches Projekt anschauen, mit Bürgern der Stadt und Politikern sprechen und kritisch auch die Finanzierung des Projekts betrachten. Erst wenn diese Prüfungen abgeschlossen sind, werden die Stadtverordneten eine Entscheidung zu fällen haben. Bis dahin ist aus Sicht des Gewerbevereins das Projekt wohlwollend und ernotionslos zu betrachten. Im Namen des Vorstandes des Gewerbevereins
Fürstenberg
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Horst-Rainer Witt Dipl.-Finanzwirt Projekt-Initiator Lietzensee-Ufer 8 - 14057 Berlin Tel. 030-326 908 76 Fax: 030-326 087 57 Offener Brief an die
Berlin, den 22. Oktober 1999 Projekt Kurklinik für "Maharishi Ayur-Veda" in Rheinsberg Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger von Rheinsberg, als Initiator des Projektes "Maharishi Ayur-Veda-Kurzentrum Rheinsberg“ wende ich mich mit diesem offenen Brief direkt an Sie, da eine sachliche Auseinandersetzung über die Presse nicht mehr möglich zu sein scheint. Ich möchte Ihnen deshalb u. a. kurz schildern, wie die Idee entstand. Bei einer Kur in der Maharishi Ayur-Veda Klinik in Traben-Trarbach an der Mosel kam von anderen Berliner Gästen die Frage auf: "Warum gibt es so etwas eigentlich nicht im Umland von Berlin?“ Warum eigentlich nicht, dachte ich. Bei der Durchsicht mehrerer Grundstücksangebote kam ich schnell auf die Stadt Rheinsberg. Und ich bin nach wie vor vom Charme der Stadt und der gesunden Umgebung fasziniert: Total geeignet für eine solche Klinik für streßgeplagte Großstädter! Also habe ich mich an Bürgermeister Richter gewandt, der dieser Idee nicht abgeneigt war. Ich habe dann mit unserem Architekten die folgende Projektidee entwickelt und der Stadtverordneten-Versammlung vorgestellt: Gedacht ist an ein integriertes Gesundheits- und Seminarzentrum mit folgenden Einheiten: ? Maharishi Ayur-Veda-Klinik mit Thermalbad
und Hotel
Die architektonische Durchführung
wurde in Anlehnung an die Erkenntnisse des gesunden und biologischen Bauens
sowie der natürlichen Prinzipien der alten Vedischen Baukunst ge-plant,
was allein schon ein zukunftsweisendes Architekturprojekt im europäischen
Maßstab bedeuten würde.
So war ich sehr erstaunt über die heftigen Reaktionen, die nun dazu führten, daß dieses Projekt wieder in Frage gestellt werden soll. In der Anlage gebe ich Ihnen deshalb einige Fakten zu den Themen "Transzendentale Meditation“ und "Maharishi Ayur-Veda“, die in der Presse leider sehr verzerrt dargestellt werden. Alle mir bekannten Gemeinden und Städte im In- und Ausland, in denen ähnliche Projekte verwirklicht wurden, haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht (z. B. Bad Ems und Traben-Trarbach). Ich fände es sehr bedauerlich, wenn die Stadt Rheinsberg aufgrund unsachlicher und persönlich gefärbter Meinungsmache ein Projekt in den Wind schlägt, das immerhin bis zu 200 Dauerarbeitsplätze bringen würde - nicht zu reden von den Arbeitsplätzen während der Bauphase sowie der zusätzlichen wirtschaftlichen Belebung durch einen florierenden Ganzjahres-Betrieb. Wie Sie sicher wissen, wird Ihre Stadtverordneten-Versammlung am 26. Oktober nochmals über das Projekt beraten und abstimmen. Ich bitte Sie deshalb, dem Herrn Bürgermeister und den Stadtverordneten unbedingt Ihre Meinung zu dem Vorhaben mitzuteilen (Tel. 033931 55 100, Fax 033931 2089). Auch für uns als Initiatoren ist die Bestätigung sei-tens der Bevölkerung sehr entscheidend, wenn wir daran denken, dieses Projekt zu ver-wirklichen. Es darf daher nicht angehen, daß ein paar eindeutig weltanschaulich geprägte Meinungsmacher die gesamte Bevölkerung beeinflussen und sich als deren Repräsentan-ten aufspielen. In diesem Sinne lege ich die weitere Zukunft dieses Projektes auch in Ihre Hände. Mit freundlichen Grüßen PS: Zu einer Informationsversammlung zum
Thema:
Was ist Maharishi Ayur-Veda? Ayur-Veda bedeutet "Wissen oder Wissenschaft vom langen Leben“. Dieses älteste ganzheitliche Heilsystem stammt aus Indien. Der Maharishi Ayur-Veda umfaßt 20 klassische Heilmethoden (zu denen auch die Trans-zendentale Meditation gehört), die alle Aspekte des menschlichen Lebens ins Gleichgewicht bringen: Be-wußtsein, Körper, Verhalten und Umgebung. Ziel des Maharishi Ayur-Veda ist die Wiederherstellung von Ge-sundheit sowie die umfassende Vorbeugung gegen Krankheiten. In den letzten Jahren fand diese ganzheitli-che Naturheilkunde auch in den westlichen Ländern immer mehr Befürworter. Zum großen Teil ist dies das Verdienst des indischen Gelehrten Maharishi Mahesh Yogi. Zu Beginn der achtzi-ger Jahre schlossen sich viele der berühmtesten und erfahrensten Ayur-Veda-Ärzte Indiens unter seiner Lei-tung zusammen, um den Ayur-Veda auch für den Westen verfügbar zu machen und in seiner ursprünglichen Reinheit und Vollständigkeit anzubieten. Westliche Wissenschaftler setzten außerdem das so gewonnene, um-fassende Wissen in Beziehung zu unseren modernen, wissenschaftlichen Erkenntnissen. Der so wiederbelebte ganzheitliche Ayur-Veda wurde dann als "Maharishi Ayur-Veda“ bekannt. Der "All India Ayurvedic Congress“, die Standesorganisation und höchste Instanz des Ayur-Veda in Indien mit über 300.000 ayur-vedischen Ärzten bestätigte nach jahrelanger Prüfung in offiziellen Stellungnahmen dem Maharishi Ayur-Veda höchste Qualität und authentische Anwendung. "Maharishi Ayur-Veda“ ist somit (was in der lokalen bzw. regionalen Berichter-stauung bi~her leider nicht dargestellt wird) ein Qualitätsmerkmal. Rheinsberg will nach eigener Darstellung Kurstadt sein und einen weltoffenen multikulturellen Charakter zei-gen. Das Maharishi Ayur-Veda-Kurzentrum entspricht genau dem, was Rheinsberg braucht: Ein Naturheilver-fahren, das sich über Jahrtausende bewährt hat, als "Maharishi“-Ayurveda höchsten Qualitätsansprüchen genügt und, nachdem in den letzten Jahren über 40.000 Personen erfolgreich behandelt worden sind, in Deutschland voll etabliert und anerkannt ist. Ein gleichzeitig angedachtes Kurzentrum nach chinesischer Na-turmedizin betont die multikulturellen Pläne der Stadt im Gesundheitsbereich. Genau dieses Gesundheitskonzept greift
unser Projektvorhaben mit dem integrierten Gesundheitsansatz auf. Die angegliederte
Bildungsakademie stellt mit Kursen über Ayurveda, gesunde Ernährung
und vedischem Wis-sen eine notwendige Ergänzung dar.
Was ist Transzendentale Meditation (TM)? Transzendentale Meditation (kurz TM) nach Maharishi Mahesh Yogi ist eine einfache, natürliche und für jeder-mann erlernbare Entspannungstechnik. Sie erzeugt auf einfache Weise einen Zustand großer Entspannung und Ruhe. Kurse in Transzendentaler Meditation gehören in vielen Ländern der Welt zum Standardprogramm in Bil-dungs- und Gesundheitsinstitutionen sowie großen Wirtschaftsunternehmen. ? TM ist die wissenschaftlich mit Abstand
am gründlichsten dokumentierte Meditationstechnik. Rund 50% der etwa
1200 publizierten Untersuchungen über meditative Verfahren beziehen
sich auf TM.
Der Sektenvorwurf Es gibt in Deutschland nur eine Handvoll fanatischer Sektenpfarrer, deren missionarischer Ubereifer, der von bewußten Verzerrungen geprägt ist, selbst von ihren Amtskollegen mit Unbehagen gesehen wird, da die eige-nen christlichen Grundwerte mit Füßen getreten werden. Das Beispiel Rheinsberg entwickelt sich inzwischen zu einem Paradebeispiel, wie dieser kleine Personenkreis agiert. Besonders oft verwendet wird die Zweckbehauptung, TM sei gesundheitsschädlich und könne zu psychischen Schäden führen. De facto gibt es keine einzige wissenschaftlich stichhaltige Untersuchung, die diese schwerwiegende Aussage belegt. Es gibt weder eine haltbare Theorie, die einen Kausalzusammenhang zwischen TM und Psychose nahe-legt, noch empirische Befunde, die eine solche Annahme stützen. Vielmehr verweisen alle empirischen Be-funde auf das Gegenteil: TM fördert die psychische Gesundheit. Nach einer Untersuchung der schwedischen Regierung an mehreren hunderttausend Personen ist die Wahr-scheinlichkeit, daß in der Gruppe der TM-Ausübenden schwere psychische Störungen auftreten, 150-mal sel-tener als beim Rest der Bevölkerung. Ein weiteres Beispiel für häufig eingesetzte falsche Behauptungen betrifft nicht die Gesundheit sondern das Seelenheil: TM sei eine hinduistisch-religiöse Praktik und daher für Christen nicht zu empfehlen. TM selbst ist jedoch an keine Philosophie oder ~ar Religion gebunden, sondern hat, wie jede Technologie, ihre Grundlage in den Naturgesetzen. Daß ihr (Wieder-)Entdecker Mahari‘shi aus dem indischen Kulturkreis stammt, tut dabei nichts zur Sache. (Es wäre genauso absurd, das Wissen über die Schwerkraft als typisch christlich zu bezeichnen, weil ihr Entdecker Newton dieser Tradition entstammt.) WerTM lernt, erlernt Theorieund Praxis einer meritalen Technik und wendet sie anschließend nach seinem Be-lieben an. Seine religiösen überzeugungen - seien sie positiv oder negativ - werden davon nicht berührt. Daß TM nichts mit dem Hinduismus zu tun hat, ergibt sich auch daraus, daß die Technik für das heutige Indien ge-nauso neu (und hilfreich) ist, wie für die westlichen Länder. Die stets wiederholte Behauptung einiger
Sektenbeauftragten, daß eine Warnung vor TM durch die Bundesre-gierung
abgesegnet sei, hat durch den Bericht der Enqu~te-Kommission des deutschen
Bundestages von 1998 endgültig seine Berechtigung verloren. Nach jahrelanger
Prüfung kam die Kommission zu dem Schluß, daß nach vorliegenden
Kenntnissen von der Ausübung der TM keine Gefährdung ausgeht.
Auch der Sektenbegriff wird hier als diffamierend und unpassend abgelehnt.
Buchempfehlungen und Internet:
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| Aus: AGPF Aktuell II/88 vom 29.6.88 http://www.AGPF.de/akt88-2.htm
MAHARISHI-KULT : FIRMENNEUGRÜNDUNGEN Zwei neue Firmen sind zum Maharishi-Konzern hinzugekommen: Die Firma ANRITA NATURPRODUKTE GMBH mit Sitz in 5144 Wegberg. Eingetragen ist die Firma unter der Nummer HRB 0683 beim Amtsgericht 5140 Erkelenz. Gegenstand des Unternehmens sind "Herstellung und die Verarbeitung von sowie der Handel mit Naturprodukten aller Art, insbesondere Kosmetika, Körperpflegemittel, Gewürze, Nahrungsmittel, Edelsteinen, Naturfasern, Stoffen und Produkten technischer Herkunft". Die Firma wurde am 28.4.88 ins Handelsregister eingetragen. Ihre Werbung scheint sich vorerst nur an TM-Anhänger zu richten. Ganz anders die Firma TM-MEDIA-SERVICE GMBH, Hamburg, eingetragen beim AG Hamburg unter HRB 38991 am 14.12.87. Diese wandte sich bereits über ein Anzeigenblatt an eine breite Öffentlichkeit: "50 % WENIGER KRANK Neuer Durchbruch im Gesundheitswesen durch Transzendentale Meditation". Einer der Teilhaber ist der Berliner Steuerberater
Horst Rainer Witt. Über diesen berichtete die "Akademie Marienberg"
im Mai 1984
"In Berlin ist nun von Herrn Steuerberater Witt und anderen der Verein "Entwickungshilfe e.V." gegründet worden, dessen gemeinnützige Zwecke vom Finanzamt anerkannt wurde und der daher berechtigt ist, Spendenbescheinigungen auszustellen".Damit nicht auffällt, daß die von diesem Verein betriebene Entwicklungshilfe nicht Bewohnern der Dritten Welt zu Gute kommt, sondern den Anhängern des Maharishi, folgt eine Warnung: "Da Spenden an diesen Verein keine Zweckbindung für bestimmte Personen entalten dürfen, darf auf der Überweisung kein Name eines Stipendiaten angegeben werden. Bitte verwenden Sie dieses Konto nur dann, wenn Sie unbedingt eine Spendenbescheinigung brauchen".Steuerberater Witt hatte damals also eine Spendenwaschanlage für den Maharishi-Kult installiert. Der Verein "Entwicklungshilfe e.V." ist beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg unter der Nummer VR 7471.registriert. In einem Verfahren gegen die Bundesrepublik hat der Maharishi-Kult in einem Schriftsatz an das OVG Münster vom 1.10.85 den Steuerbetrug praktisch Dort heißt es, der Verein trage "teilweise die Lebenshaltungskosten von Teilnehmern dieses speziellen Sidhi-Kurses". Aus: Der Maharishi-Konzern http://www.AGPF.de/TM-Konzern.htm I.9 TM-Media-SERVICE GMBH HAMBURG Handelsregister AG Hamburg HRB 38991
Ersteintrag 14.12.87
TEILHABER: DER STEUERBERATER HORST
RAINER WITT, BERLIN
Witt hatte mit diesem Verein praktisch eine Spendenwaschanlage für den Maharishi-Kult installiert. In einem Schriftsatz an das OVG Münster vom 1.10.85 hat der Kult den Steuerbetrug praktisch zugegeben. Dort heißt es, der Verein trage "teilweise die Lebenshaltungskosten von Teilnehmern dieses speziellen Sidhi-Kurses" (vgl. auch AGPF AKTUELL II/88 Seite 4). II.7 ENTWICKLUNGSHILFE e.V. Mit Rundschreiben v. Mai 84 ("Erster Tausendköpfiger Puja") werden Spenden auf ein Konto dieses Vereins erbeten, die steuerlich abzugsfähig sein sollen. (Anlage 74) Bei diesem Verein handelt es sich offensichtlich um eine Spendenwaschanlage zur Beschaffung von Spendenquittungen. Hierzu der Anhang "mutmaßliche
Erschleichung ..."
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