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Adresse dieser Seite: http://www.AGPF.de/TM-Fuerstenberg.htm  Zuletzt bearbeitet am 10.3.2006 
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Der Maharishi-Kult und das Projekt in Fürstenberg:
Wieder einmal wurde eine Gemeinde durcheinandergewirbelt. Frühjahr 2001: Grosse Versprechungen, keine seriöse Planung. Eine Bürgerinitiative sammelte schliesslich Unterschriften für "Fürstenberg ohne Psycho-Sekte". Die Bürgermeisterin lehnte das Projekt im Dezember 2001 ab.
 
 
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    Seit fast 20 Jahren sind Gemeinden und Bürger immer mal wieder mit derartigen angeblichen Projekten befaßt. Immer wurden große Versprechungen gemacht. In keinem Fall war eine seriöse Planung erkennbar. Meist war weder die Träger der Planungen hinreichend identifizierbar, noch war erkennbar, woher das Geld kommen sollte. In allen Fällen aber wurden bereits in diesem Stadium trotz fehlender Entscheidungsgrundlage weitreichende Entscheidungen von den Kommunen erwartet. Dies führte zwangsläufig zu erheblichen Meinungsverschiedenheiten. Nach diesem Muster scheint auch das Projekt in Fürstenberg abzulaufen.

    Dabei kann die genaue Bezeichnung und damit die Identifizierbarkeit von großer Bedeutung sein und nicht nur, wenn es um Geld geht. Das mußte die heutige Justizministerin Däubler-Gmelin erfahren. Sie hatte sich in den 80ger Jahren gegen Immmobilienkäufe in Starzach-Wachdendorf gewandt. Das dortige Projekt ist mit dem in Fürstenberg fast identisch.
    Zu Verdeutlichung, daß TM bundesweit aktiv ist, erwähnte sie  die GTM Gesellschaft für Transzendentale Meditation. Daraufhin der Projekt-Verein: GTM ist dem Kuratorium nicht bekannt. Einzig erkennbarer Zweck: Die Abgeordnete sollte unglaubwürdig gemacht werden. Denn natürlich gab es den Verein. Einzelheiten: http://www.AGPF.de/TM-GTM.htm
    Aber auch wenn es um Geld geht, versucht ein Maharishi-Verein schon mal, sich der Ortung zu entziehen:
    Landgericht Düsseldorf 14 0 137/81 Urteil vom 4.11.82 Prozess gewonnen, Zwangsvollstreckung erfolglos
     



    Die Vorgeschichte

    Sofort nach der Vereinigung hat der Maharishi-Kult das "Pilotprojekt Brandenburg" in Angriff genommen. Wieder einmal sollte eine "Ideale Stadt" gegründet werden. Von 7000 Einwohner war die Rede und Milliarden-Investitionen. In Beeskow und Rheinsberg sind die Projekte gescheitert. Ob die Marina Wolfsbruch bei Kleinzerlang in das Konzept gehört, ist vorerst unklar. Einzelheiten:

    Fürstenberg

    Jetzt die "Wasserstadt" Fürstenberg an der Havel. Es geht das Gerücht, das Fürstenberg-Projekt sollte lediglich von der Marina Wolfsbruch ablenken, wegen der offenbar mit dem Wirtschaftsministerium in Potsdam um weitere Subventionen verhandelt wird.

    Fürstenberg, 5000 Einwohner, liegt etwa 100 Kilometer nördlich von Berlin, etwa 30 km entfernt von Rheinsberg und Kleinzerlang mit der Marina Wolfsbruch. Zu DDR-Zeiten waren hier 30.000 sowjetische Soldaten stationiert. Jetzt ist die Verwertung des früheren Kasernengeländes vordringliche Aufgabe. Da kam das Interesse der Maharishis offenbar gerade recht. Die Maharishis wiederum spekulierten schon seit Beginn ihres Pilotprojektes Brandenburg, schon beim Milliardenprojekt beim Scharmützelsee auf solches frühere Militärgelände.

    Bis heute gibt es allerdings die üblichen Unklarheiten.

    Dies sind nur einige der offenen Fragen.

    In Fürstenberg wird das auch erkannt.
    Leserbriefschreiber Harald Federau im GZ vom 14.3.2001 zu den vorgezeigten Plänen: "Naiv bearbeitete Wanderkarte".
     
     
     

    Klar ist immerhin:

    Politiker der Naturgesetz-Partei mischen mit

    Die Personen, die sich bisher namentlich in Fürstenberg exponiert haben, sind oder waren Funktionsträger der Naturgesetz-Partei, die Teil des Maharishi-Kultes ist.

    Kurz nachdem sich eine Bürgerinitiative gegen das Projekt gegründet hatte, meldete sich eine Bürgerinitiative für das Projekt zu Worte: "Ayurverda in Fürstenberg".

    Als Ansprecherin benannt: Katrin Davis, Neuroofen 6, 16775 Menz
     
     
     

    Katrin Davis gehört dem Bundesvorstand der Naturgesetzpartei an.
    Sie ist eine Aktivistin des Maharishi-Kultes.
    Es kommt in diesem Zusammenhang nicht darauf an, ob das Gerücht zutrifft, wonach Maharishi die Partei kurzerhand aufgelöst hat. Das würde allenfalls die Annahme bestätigen, daß die Naturgesetzpartei nie eine selbständige Organisation im Sinne des Parteiengesetzes war. Das wäre somit ein Beleg für die Identität der totalitären Maharishi-Ideologie und der Naturgesetz-Partei.


    Noch im vorigen Jahr hat sie von Skelmersdale aus Kampagnen geführt. Zum Beispiel gegen den angeblich gentechnisch hergestellten Süßstoff Aspartam mit Musterbriefen an ALDI, Edeka und andere. Der TM-Hintergrund wird dabei verschwiegen.
    Etwa gleichzeitig ging in Rheinsberg das Empfehlungschreiben eines Lokalpolitikers aus der Skelmersdaler Gegend ein, welches jetzt offenbar auch in Fürstenberg verbreitet wird.

    In Skelmersdale wie auch im holländischen Lelystad war es der Naturgesetzpartei gelungen, Maharishi-Anhänger in kommunale Parlamente zu bringen.In beiden Orten befinden sich seit den 80ger Jahren Wohngebiete mit TM-Anhängern, als "Ideales Dorf" oder "Ideale Stadt" bezeichnet.
    In Lelystad, so meldet die Naturgesetz Partei, hat ihr Kandidat Rob van der Sloot von 778 Stimmen 250 aus dem dortigen Maharishi-Dorf bekommen.
    Bei der Wahl zum europäischen Parlament 1999 hat das Ehepaar Davis sich für die West Midlands um einen Sitz bemüht, dazu die Abbildung rechts.

    Ein ähnliches Empfehlungschreiben ging auch aus Lelystad ein.
    Beide enthalten eine Einladung zur Besichtigung.
    Deshalb gewinnen beide hier erneut Bedeutung.
    Deshalb sind die Empfehlungschreiben auf einer gesonderten Seite in Bild und Text wiedergegeben:

     

    Der Kandidat Joachim Zegke

    In einem Leserbrief (Märkische Allgemeine 4.5.2001) hat der bislang in Fürstenberg unbekannte Joachim Zegke sich als Vertreter der

    "Vastu Bau- und Entwicklungsgesellschaft Fürstenberg, die für die Maharishi Uni für Vedische Wissenschaften das Projekt in Fürstenberg umsetzen soll"
    vorgestellt und die Gegner des Projekts massiv angegriffen.

    Auch Joachim Zegke hatte 1999 für die Europawahl kandidiert.
    Ebenfalls für die Naturgesetz-Partei.
    Rechts eine Abbildung aus der Kandatenliste der Naturgesetzpartei aus der Website des Bundeswahlleiters

    Eintrag dort: Zegke, Joachim, Designer, geboren 1951, Adresse: 14057 Berlin Lietzenseeufer 8
     
     

    Der Kandidat Horst-Rainer Witt

    Auch Horst-Rainer Witt steht auf dieser Liste.
    Eintrag: Witt, Horst-Rainer, Steuerberater, geboren 1941, Adresse: 14057 Berlin Lietzenseeufer 8
    Witt ist Miteigentümer und Geschäftsführer der Universitäts-GmbH, die das Fürstenberg-Projekt betreibt.
    Über Witt hat die AGPF bereits vor vielen Jahren berichtet in

    Auf einer Anfrage von Horst-Rainer Witt beruhte auch das Empfehlungsschreiben des Bürgermeisters von Lelystad.
     
     
     

    Die Adresse

    Die gemeinsame Adresse beider Kanditaten der Naturgesetz-Partei:
    Lietzenseeufer 8 - 14057 Berlin

    Diese Adresse wurde von Horst-Rainer Witt auch in einem "Offenen Brief an die Bürgerinnen und Bürger von Rheinsberg" (unten) vom 22.10.1999 als eigene benutzt. Er bezeichnete sich darin als "Dipl.-Finanzwirt Projekt-Initiator".

    Um den Sitz der Naturgesetzpartei in Berlin handelt es sich nicht.
    Dieser ist Tempelhofer Ufer 23.
    Warum also hatte Zegke die Witt-Adresse als seine angegeben?
    Ein Festnetz-Telefon war damals jedenfalls nicht unter seinem Namen in den Verzeichnissen registriert.

    Belanglos?
    Keineswegs. Denn es handelt sich um ein Geheimprojekt, an dem maßgeblich drei Politiker beteiligt sind.
     
     
     

    Das Geheimprojekt

    Das Fürstenberg bzw. Röblinsee-Projekt wird nach wie vor als Geheimprojekt betrieben.
    Niemand kennt die Pläne, niemand weiß, wer die angeblichen Investoren sind und ob es diese überhaupt gibt.

    Träger des Projekts soll angeblich eine GmbH sein, die zwar im Handelsregister Potsdam unter HRB 3708 registriert ist, dort aber offenbar weder Büroräume noch Telefon noch Angestellte hat. Potsdam ist die Hauptstadt Brandenburgs und auch Fürstenberg liegt in Brandenburg.

    Man will in Fürstenberg "in der ersten Bauphase" ein "20-Hektar-Areal" bebauen (vgl. Zegke-Leserbrief). 20 Hektar, das sind 20 mal 10.000 Quadratmeter, also 200.000 Quadratmeter. Legt man einen Quaratmeterpreis von nur 50.- DM zu Grunde, sind allein das schon 10 Millionen DM.

    Dieses Projekt wäre deshalb selbst dann dubios, wenn
    - es sich weder um eine Sekte, noch um eine Sekten-Partei handeln würde
    und
    - wenn nicht demnächst eine Bürgermeisterwahl bevorstünde.
     
     
     
     

    Umgang mit Kritikern

    Leserbriefschreiber Patrick Streit fragt (GZ 14.3.01):
    "Wieviele 'Info-Veranstaltungen" gab es in internen Kreisen der Transzendentalen Meditation im Vorfeld"?

    Diskutiert wird dort auf jeden Fall die Abwehr der Kritiker. Dazu hat mir ein TM-Anhänger interne Briefwechsel aus der ersten Hälfte 2000 geschickt. Die Namen der Verfasser und der Adressaten sind mir bekannt. Hier einige Kostproben:
     
     
    Betreff: (Straf-)Klage gegen Sektenbeauftragte  

    Hallo xxxxxxxxx, warum sollen wir uns die Finger dreckig machen? Jeder das seine.  
    Wir sollten uns mal an die eigene Nase packen, warum es noch keine großen Kohärenzgruppen gibt; denn dann hätten wir das Problem mit den unterbemittelten Diffarmieren nicht mehr. Nie mehr!  



    Lieber xxxxxxx, ich weiß nicht, wie lange Du Dich mit der Thematik befaßt, aber ich tue es seit 22 Jahren - und ich habe in ca. 10 Fällen gesehen, daß jedes mal, wenn Leute von uns hunderte von Arbeitsstunden aufgewendet hatten um ein entsprechendes Objekt zu finden, irgendsoein geisteskranker Lügenpfaffe gekommen ist und das Projekt torpediert hat. 1000 oder besser 10.000 Leute bekommst Du niemals dauerhaft auf einen Fleck, wenn die räumlichen Voraussetzungen nicht gegeben sind - das ist eine ganze Stadt mit kompletter Infrastruktur. Ohne die kirchliche Volksverhetzung hätten wir ein solches Objekt seit mindestens 15 Jahren.  

    Daß es natürlich auch an unserer eigenen mangelnden Kohärenz liegt, ist keine Frage - aber die äußert sich eben auch darin, daß es Leute gibt, die immer wieder meinen, man solle sich solche Fälle wie in Wachendorf, Wendisch Rietz, Rheinsberg etc. nochmal und nochmal und nochmal bieten lassen. Wenn Du dazu bereit bist, dann schlafe weiter, dann wird die Sache noch weitere 20 Jahre dauern. Ich jedenfalls bin nicht bereit dazu. Wenn beispielsweise die Kirche wieder eine Woche vor den Landtagswahl einen Hetzbericht gegen uns lanciert, werde ich die Verantwortlichen vor den Staatsanwalt zerren, und ich hoffe, daß dann einige Leute von euch dabei sind, um die Folgen klerikaler Volksverhetzung als Zeuge zu dokumentieren.  
    Herzliche Gruesse: xxxxxxxx  



    Lieber xxxxxxxx, das ist eine hervorragende Lektion in Sachen Recht, im Telegrammstil. Das ist es was die Aktiven für ihre Öffentlichkeitsarbeit brauchen. Kannst Du uns nicht eine etwas erweiterte Sammlung solcher "Gummiformulierungen“ zur Verfügung stellen. Das muß jedem in Fleisch und Blut übergehen, wenn wir im "Kampf‘ gegen Gandow &Co. bestehen wollen. Gruß xxxxx  


    Lieber xxxxxxxx, ich bin ja auch kein Rechtsexperte, aber ich habe mir einfach mal angesehen, was so Leute wie Gandow oder Ingo Heinemann oder auch die Gerichte für Formulierungen benutzen. Das isr schon wirklich perfide.  
    Da sagt Gandow z.B. in den Ayur-Veda-Präparaten könnten möglicherweise Fäkalien enthalten sein.  
    [hier hat der Übersender handschriftlich daneben geschrieben: stimmt doch]  
    (Damit spielt der darauf an, daß in Indien manche Leute Kuh-Harn trinken.) Natürlich sind da keine Fäkalien drin, aber die Leute, die das eklig finden, werden dann sofort zurückhaltend. Noch gemeiner sind Formulierungen wie z.B. "NICHT alle Sektenmitglieder sind Kinderfressende Bösewichte“.  
    Wenn man nicht dabei sagt, wer gemeint ist und wer nicht, bekommen dann natürlich doch ALLE den Jauchekübel ab - und das ist genau das was beabsichtigt ist. Der Unterschied ist, daß man als Kläger sofort aus dem Rennen ist. Deswegen werden solche invertierten Pauschalierungen immer an den Anfang von Sektenberichten und staatlichen und kirchlichen Hetzseiten gestellt. Wenn also im Text irgendwo die TM auftaucht, und Du würdest jetzt einklagen wollen, daß TM nicht in diesen Zusammenhang gehört, würden die Leute natürlich sofort sagen, daß die TM ja gar nicht gemeint war.  

    Wenn Dich diese Thematik interessiert, dann schau Dir doch einfach an, was diese Leute für Formulierungen benutzen. Am gemeinsten ist m.E. der Ingo Heinemann von der AGPF (Dachverband der "Elterninitiativen“).  
    Der weiß als Jurist genau, wie weit er gerade noch gehen kann, ohne hinter Gittern zu landen. Aber auch der wird irgendwann einen Fehler machen. (Zitat: Jahrelang durfte man ja noch nicht einmal vor der TM warnen...)  
    Herzliche Gruesse: xxxxxxxxx  
     

     

     
     
     
     



    Der Gewerbeverein von Fürstenberg

    Der Gewerbeverein behauptet, Thomas Gandow habe "von bis zu 7.000 Neubürgern fabuliert, einer Zahl außerhalb jeder Realität". Vermutlich hat Gandow über das Beeskow-Projekt berichtet, in dem genau diese Zahl genannt wurde, vgl.

    Es ist eine Selbstverständlichkeit, daß bei derartigen Projekten über Erfahrungen mit früheren ähnlichen Projekten berichtet wird.

    Der Begriff "Vorverurteilung" wird üblicherweise bei der Berichterstattung über strafrechtliche Vorgänge benutzt. Dort hat er seine Berechtigung. Denn das Strafrecht stellt die Schuld oder Unschuld einzelner Personen in Bezug auf bestimmte Straftaten fest.
    Es ist absurd, einen solchen Begriff auf einem Gebiet anzuwenden, über das der Gemeinderat zu entscheiden hat und deshalb eine Meinungsbildung erfolgen muß.
     
    Vorstand des Gewerbevereins 
    Fürstenberg gegen pauschale 
    Vorverurteilung des Ayurveda-Projekts

    Wie die meisten Fürstenberger befaßt sich auch der Gewerbeverein mit dem Ayurveda-Projekt. Die Tatsache, dass durch Investoren am Standort Röblinseesiedlung ein Hotel mit Akademie entstehen soll, ist aus Sicht der Gewerbetreibenden vor Ort zu begrüßen. Dies bedeutet jedoch keineswegs, dass wir nun kopflos allem vorbehaltlos zustimmen und die möglichen negativen Auswirkungen nicht sehen. Der Vorstand des Gewerbevereins Fürstenberg sieht das geplante Hotelprojekt mit Akademie und Wohnbebauung zunächst aufgeschlossen und vorurteilslos als Chance für Fürstenberg.  

    Die emotional geführte und oft unsachliche Diskussion um die angebliche "Psychosekte" führt nach unserer Auffassung jedoch nicht weiter. Wenn durch Flugblätter, deren Autoren sich nicht zu ihrer Autorenschaft bekennen, gegen die Ansiedlung massiv Stimmung gemacht wird, so kann dieses Vorgehen nur als feige bezeichnet werden. Im übrigen widerspricht es auch dem § 8 des Landespressegesetzes, der den Urheber einer Druckschrift zur namentlichen Kennzeichnung verpflichtet.  

    Wie die Bürgerinitiative zu der falschen Überzeugung gelangen konnte, dass bei Umsetzung der Pläne die Einwohnerschaft Fürstenbergs auf über 10.000 Menschen anwachsen würde und die Neubürger darin handstreichartig hier die politische Macht übernehmen werden (vgl. MAZ und Gransee-Zeitung v. 6.3.01), weiß wohl nur der liebe Gott und der Herr Pfarrer Gandow.  

    Dieser hat in der Info-Veranstaltung tatsächlich ohne Kenntnis des Projekts von bis zu 7.000 Neubürgern fabuliert, einer Zahl außerhalb jeder Realität. Selbst die optimistischen Planungen der Investoren sehen nur 40 bis 50 Häuser vor. Die Planer haben aber auf der Veranstaltung im Templiner Hof auch deutlich gemacht, daß zunächst das Hotel und die Akademie gebaut werden soll. Die Ängste der Mitbürger so zu schüren ist verantwortungslos und zeugt vor allem von einer dumpfen Ablehnung von allem Neuen, Anderem und Fremden. Kein Fürstenberger wird gezwungen, transzendental zu meditieren oder im Hotel eine Ayurveda-Wellnesskur zu machen.  

    Zur angeblichen Gefährlichkeit wurde in der MAZ am 2.3.01 berichtet, dass der für Kirchen. und Religionsgemeinschaften zuständige Referent im Kultusministerium, Clemens Neumann, festgestellt hat, dass:  

      keine Zwangssysteme aufgebaut werden, 
      niemand gegen seinen Willen dort festgehalten wird, 
      nicht mit Hypnose gearbeitet wird, 
      die Organisation nicht bedenklich oder gefährlich ist.
    Es gibt also überhaupt keinen Grund, hier Ängste zu schüren. Herrn Pfarrer Gandow muß in diesem Zusammenhang vorgeworfen werden, aus naheliegenden Kircheninteressen die Debatte einseitig zu führen, Dabei spielt übrigens aus unserer Sicht keine Rolle, welches Gericht wann entschieden hat, ob man TM nun als "Sekte", "Psychosekte" oder"Jugendsekte" bezeichnen darf oder nicht. Schon allein der Begriff Sekte ist mit Vorsicht zu betrachten, da er nicht eindeutig definiert ist. Wenn man es genau nimmt, unterscheidet sich eine Sekte von einer Kirche im wesentlichen nur durch die Zahl ihrer Anhänger. Historisch gesehen war auch das Christentum zu Zeiten Jesu eine von vielen jüdischen "Sekten".  

    Man mag begründete Zweifel haben, ob durch"fliegende Yogis" der Weltfrieden herbeimeditiert werden kann, aber in einem freien Land sollte jeder nach seiner Fasson selig werden dürfen. Und wenn der Weltfrieden nun durch die kollektive Meditation wieder alle Erwartungen von Fürstenberg ausgeht - na um so besser! Die Stadtverordneten und auch interessierte Bürger und Gewerbeverein werden sich in den Niederlanden ein ähnliches Projekt anschauen, mit Bürgern der Stadt und Politikern sprechen und kritisch auch die Finanzierung des Projekts betrachten. Erst wenn diese Prüfungen abgeschlossen sind, werden die Stadtverordneten eine Entscheidung zu fällen haben. Bis dahin ist aus Sicht des Gewerbevereins das Projekt wohlwollend und ernotionslos zu betrachten.  

    Im Namen des Vorstandes des Gewerbevereins Fürstenberg  
    Rechtanwalt Wolfgang Waldorf  
     

    Dazu:

     
    Berliner Morgenpost 14.03.2001  
    Bürgerinitiative gegen TM gegründet 
    lui Fürstenberg/Havel - In der nordbrandenburgischen Havelstadt Fürstenberg (Oberhavel) gründeten knapp 40 Fürstenberger die Bürgerinitiative «Fürstenberg ohne Psychosekte», die gegen den geplanten Bau eines Zentrums der religiösen Bewegung Transzendentale Meditation (TM) vorgehen will.  

    «Wir fürchten, dass die Entscheidung für das Zentrum in der Stadtverordnetenversammmlung gefällt wird, wenn die entsprechenden Gegenstimmen fehlen», warnt Norbert Günther von der BI.  

    Der Sektenbeauftragte der evangelischen Kirche in Berlin und Brandenburg, Pfarrer Thomas Gandow, warnt vor TM, die ihre europäische Zentrale in der Nähe von Berlin errichten will. TM bedrohe die Demokratie und den Oppositionsgedanken. Die Meditationsgemeinschaft will für etwa 60 Millionen Mark ein Ayurveda-Hotel, Wohnungen und eine Universität in Fürstenberg bauen. Ein ähnliches Projekt der Sekte ist in Rheinsberg 1999 nach langen Debatten abgelehnt worden.

    Berliner Morgenpost, vom: 14.03.2001  
    URL: http://www.berliner-morgenpost.de/archiv2001/010314/brandenburg/story402517.html
     
     
     
     
     
     
    Berliner Morgenpost 3.3.2001  
    Geld oder Glaube:  
    Darf TM nach Fürstenberg? 
    Von Luise Wagner  
     
    Fürstenberg - An der kahlen Wand tragen von einem Kunstschmied in Eisen gegossene Männer mit gebeugten Schultern schwer am christlichen Kreuz. Ein Leidensweg, symbolisch für die Fürstenberger, die sich anschicken, eine folgenschwere Entscheidung zu treffen. Der katholische Kirchensaal in der Bahnhofstraße in Fürstenberg an der Havel (Oberhavel) ist besucht wie sonst nur zu Weihnachten. TM - die weltweit verbreitete Transzendentale Meditationsgemeinschaft, eine Bewegung, die unter anderem glaubt, mit Meditation Verbrechen bekämpfen zu können, ist angekommen.  

    Im Gepäck haben die Verfechter der Lehren des indischen Gurus Maharishi Mahesh Yogi eine Hand voll Präsente für eine Stadt, der bislang nicht viel geschenkt wurde. Eine Maharishi-Ayurveda-Klinik, eine Wohnsiedlung im indischem Architekturstil und eine Universität für vedische Wissenschaften will TM bauen. Etwa 50 bis 60 Mio. Mark sollen investiert werden, schätzt Amtsdirektor Raimund Aymanns. Einigen Stadtverordneten sind die Meditativen daher willkommen, doch Bürger fürchten sich. «Wir wollen hier keine Sekte» und «Was soll aus unseren Kinder werden», zischelt es. Auch Angst vorm Fremden schwingt mit. Eine grauhaarige Dame ruft: «Gehen sie hin, wo sie hergekommen sind.»  

    Pfarrer Thomas Gandow, Sektenbeauftragter für Berlin-Brandenburg, wurde geladen, um aufzuklären. Er hat es sich zum Programm gemacht, den Transzendentalen keinen Millimeter Brandenburg zu gönnen: «Ich halte das für Kokolores und eine Gefahr für die Demokratie.» Die Bewegung sei mit Scientology zu vergleichen, ihre Pläne unseriös und mit Ayurveda im eigentliche Sinne hätte das Ganze nichts zu tun. Im Jahr zuvor hatte TM versucht, Rheinsberg für 200 Mio. Mark das Projekt anzubieten. Die Stadt verweigerte nach langer Debatte die Zustimmung.  

    Die mitgereiste Religionswissenschaftlerin Daniela Weber aus Berlin glaubt indes, dass TM nicht mehr aus Fürstenberg zu vertreiben sei. Zu weit hätten einige Stadtverordnete die Tür geöffnet. Um Grundstücke in der Röblinsee-Siedlung wurde bereits geworben, so Aymanns, der zusichert, dass von der Stadt noch kein Grundstück verkauft worden sei.  

    Der in Finanznot befindlichen Stadt hat TM den Himmel versprochen. Allein im Hotel, in dem ayurvedische Kurse angeboten würden, könnten 100 Arbeitsplätze geschaffen werden. Aymanns beschwichtigt: «Wir lassen uns nicht nur mit Arbeitsplätzen locken.» Dem Mann im Rathaus ist vielmehr recht, dass Firmen und Finanzen an die Havel strömen könnten. Die Ayurveda-Kurse der Gemeinschaft in Städten wie Traben-Trabach und Bad Ems weit im Westen sind gut besucht.  

    Ende März müssen die Stadtverordneten entscheiden. Aymanns geht davon aus, dass dann die Unterschriftliste von 90 Gegnern wieder in der Schublade verschwindet

     
     
    Ruppiner Anzeiger 27.1.2001  
    Maharishis wieder da 
    Yogis wollen jetzt in Fürstenberg fliegen 
    Von Daniel Hübner  
    RHEINSBERG/FÜRSTENBERG  
    Nachdem die Maharishi-Bewegung im November 1999 mit ihren Plänen eines Kulturzentrums in Rheinsberg scheiterte, stellte sie nun ihre Pläne erneut in der Region vor. Zum benachbarten Fürstenberg hat die Maharishi Universität GmbH Kontakt aufgenommen.  

    Ein Fünf-Sterne-Hotel mit Kurklinik, eine Universität, eine Wohnsiedlung: Diese Schwerpunkte setzt Horst-Rainer Witt, Geschäftsführer der Gesellschaft, wenn er in Fürstenberg investieren wird. Auf der Pressekonferenz am Donnerstag stellten Witt und Fürstenbergs Amtsdirektor Raimund Aymanns das geplante Projekt vor. Demnach sollen am Röblinsee besagte Schwerpunkte verwirklicht werden. "Es wäre die erste Universität in Deutschland, die die Transzendentale Meditation lehrt“, sagte der Geschäftsführer. In der Kurklinik werde die ayurvedische Heilkunst, eine altindische Gesundheitslehre, praktiziert. Zudem soll die erste Sthapatya-Siedlung in ganz Europa entstehen. Sthapatya-Gebäude sind so konstruiert, dass sie "im Einklang mit der Natur gebaut werden“, sagte der Architekt Alberto Castano am Donnerstag.  

    Bis zur ersten Grundstein-Legung werden einige Tage vergehen. "So schnell werden sich die Bewohner nicht mitreißen lassen“, sagte Raimund Aymanns. Die Stadtverordneten, die bereits eingeweiht wurden, sollen "vielleicht bei der übernächsten Sitzung“, so der Amtsdirektor, entscheiden, ob das Projekt verwirklicht wird. Laut Horst-Rainer Witt sind "die Gespräche bisher positiv verlaufen“. Aber er betonte auch: "Wenn die Mehrheit der Bewohner dem nicht zustimmt, werden wir auch nicht investieren.“  

    Vom Maharishi-Vorhaben in Rheinsberg nahmen Witt und seine Mitstreiter Abstand, da ihnen der Betreiber absprang. Zuvor gab es zahlreiche Proteste der Rheinsberger.

     
    Ruppiner Anzeiger 29.1.2001  
    "Verfolgen einen anderen Ansatz“ 
    Maharishi-Zentrum auch für die Fürstenberger 
    Von Daniel Hübner  
    FÜRSTENBERG  
    "Das ganzheitliche Programm für Ihr Wohlbefinden“ könnte es in Fürstenberg geben, wenn ein Fünf-Sterne-Hotel mit Kurklinik gebaut wird (RA berichtete). Anders: Ayurveda, eine altindische Heilkunst, soll kranke Menschen glücklich machen. Aber nicht nur diese Gesundheitslehre soll zur Heilung angewandt werden, wenn sich Horst-Rainer Witt, Geschäftsführer der Maharashi-Universität GmbH, für den Bau einer Klinik in der Röblinsee-Siedlung entscheidet.  

    Mahrishis zufrieden 

    Auch die Tranzendentale Meditation werde praktiziert. "Es gibt hier kaum Fünf-Sterne-Hotels“, stellte Witt fest. Ein solches anzusiedeln, wäre "die nächste Aufgabe“. Und: "Mit dem Fortschritt sind wir sehr zufrieden“ - mit dem Fortschritt bei den Gesprächen mit den Stadtverordneten. Das Projekt sieht zudem den Bau der ersten deutschen Maharishi-Universität und eine Wohnsiedlung mit 30 bis 50 Häusern vor - vollökologisch, weil im Einklang mit der Natur errichtet. So könne es nicht passieren, dass der Student in der Bibliothek Hunger bekäme. Nicht nur Außenstehende könnten sich dort ansiedeln. Auch Einheimische könnten ein neues Zuhause finden, ob mit Miet- oder Kaufvertrag.  

    Allein sollen die Stadtverordneten die Verwirklichung des Projektes nicht entscheiden. Die Resonanz der Fürstenberger soll abgewartet werden, meinte Amtsdirektor Raimund Aymanns. "Sie werden sich nicht so schnell mitreißen lassen.“ Zu oft seien die Havelstädter von vermeintlich potenziellen Investoren enttäuscht worden, deshalb werde nicht voreilig gehandelt.  

    Sektentum vorgeworfen 

    Horst-Rainer Witt betonte, dass auch andere Standorte in Brandenburg geprüft werden. Aymanns: "Fürstenberg muss sich noch profilieren." Profiliert hatte sich im Jahr 1999 bereits Rheinsberg. Doch dort stieß der Plan auf Skepsis und letztlich Gegenwehr. Die Mehrheit der Bevölkerung hatte das Projekt abgelehnt. Unter anderem war es der Vorwurf, dass bei den Maharishis Sektentum herrsche, der zur Ablehnung der Rheinsberger Bewohner führte. Außerdem drohte das damalige Dorint-Hotel-Projekt sich von der Region zu verabschieden.  

    Von diesen Erfahrung der Rheinsberger wollen auch die Fürstenberger zehren und werden sich Vertreter der Stadt einladen, berichtete Raimund Aymanns. Er meinte: "Wir verfolgen auch einen ganz anderen Ansatz als Rheinsberg“ - nur welchen, das verriet er nicht.  

    Bedingungen wie in Rheinsberg 

    "Wir werden prüfen, ob sich die Rahmenbedingungen für das Projekt erfüllen lassen“, sagte Witt. "Herrliche Landschaft, schöne Wälder" gibt es in Fürstenberg, stellte er fest. "Und die besten Luftwerte", ergänzte Raimund Aymanns - ähnliche Bedingungen also, wie die Maharishis sie in Rheinsberg gehabt hätten.

    Der "Offene Brief" des Horst-Rainer Witt an die Bürgerinnen und Bürger von Rheinsberg
     
     
    Horst-Rainer Witt  
    Dipl.-Finanzwirt  
    Projekt-Initiator  
    Lietzensee-Ufer 8 - 14057 Berlin  
    Tel. 030-326 908 76 Fax: 030-326 087 57  

    Offener Brief an die  
    Bürgerinnen und Bürger von Rheinsberg  

    Berlin, den 22. Oktober 1999  

    Projekt Kurklinik für "Maharishi Ayur-Veda" in Rheinsberg  

    Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger von Rheinsberg,  

    als Initiator des Projektes "Maharishi Ayur-Veda-Kurzentrum Rheinsberg“ wende ich mich mit diesem offenen Brief direkt an Sie, da eine sachliche Auseinandersetzung über die Presse nicht mehr möglich zu sein scheint.  

    Ich möchte Ihnen deshalb u. a. kurz schildern, wie die Idee entstand.  

    Bei einer Kur in der Maharishi Ayur-Veda Klinik in Traben-Trarbach an der Mosel kam von anderen Berliner Gästen die Frage auf: "Warum gibt es so etwas eigentlich nicht im Umland von Berlin?“ Warum eigentlich nicht, dachte ich. Bei der Durchsicht mehrerer Grundstücksangebote kam ich schnell auf die Stadt Rheinsberg. Und ich bin nach wie vor vom Charme der Stadt und der gesunden Umgebung fasziniert: Total geeignet für eine solche Klinik für streßgeplagte Großstädter!  

    Also habe ich mich an Bürgermeister Richter gewandt, der dieser Idee nicht abgeneigt war. Ich habe dann mit unserem Architekten die folgende Projektidee entwickelt und der Stadtverordneten-Versammlung vorgestellt:  

    Gedacht ist an ein integriertes Gesundheits- und Seminarzentrum mit folgenden Einheiten:  

    ? Maharishi Ayur-Veda-Klinik mit Thermalbad und Hotel  
    ? Seniorenresidenz  
    ? Wohnpark mit Dienstleistungsgewerbe (wohnen am Arbeitsplatz)  
    ? Bildungszentrum für Vedische Wissenschaft  

    Die architektonische Durchführung wurde in Anlehnung an die Erkenntnisse des gesunden und biologischen Bauens sowie der natürlichen Prinzipien der alten Vedischen Baukunst ge-plant, was allein schon ein zukunftsweisendes Architekturprojekt im europäischen Maßstab bedeuten würde.  
      Alle Komponenten des Vorhabens wurden bereits an verschiedenen Orten in Deutschland und in vielen Ländern der Welt mit außerordentlichem Erfolg und positiver Resonanz in der Bevölkerung durchgeführt. Was hier entstehen soll, ist nicht weniger als die Verwirklichung eines innovativen Konzeptes, was dem guten Ruf von Rheinsberg einen weiteren positiven Aspekt hinzufügen würde.  

    So war ich sehr erstaunt über die heftigen Reaktionen, die nun dazu führten, daß dieses Projekt wieder in Frage gestellt werden soll.  

    In der Anlage gebe ich Ihnen deshalb einige Fakten zu den Themen "Transzendentale Meditation“ und "Maharishi Ayur-Veda“, die in der Presse leider sehr verzerrt dargestellt werden.  

    Alle mir bekannten Gemeinden und Städte im In- und Ausland, in denen ähnliche Projekte verwirklicht wurden, haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht (z. B. Bad Ems und Traben-Trarbach).  

    Ich fände es sehr bedauerlich, wenn die Stadt Rheinsberg aufgrund unsachlicher und persönlich gefärbter Meinungsmache ein Projekt in den Wind schlägt, das immerhin bis zu 200 Dauerarbeitsplätze bringen würde - nicht zu reden von den Arbeitsplätzen während der Bauphase sowie der zusätzlichen wirtschaftlichen Belebung durch einen florierenden Ganzjahres-Betrieb.  

    Wie Sie sicher wissen, wird Ihre Stadtverordneten-Versammlung am 26. Oktober nochmals über das Projekt beraten und abstimmen. Ich bitte Sie deshalb, dem Herrn Bürgermeister und den Stadtverordneten unbedingt Ihre Meinung zu dem Vorhaben mitzuteilen (Tel. 033931 55 100, Fax 033931 2089). Auch für uns als Initiatoren ist die Bestätigung sei-tens der Bevölkerung sehr entscheidend, wenn wir daran denken, dieses Projekt zu ver-wirklichen. Es darf daher nicht angehen, daß ein paar eindeutig weltanschaulich geprägte Meinungsmacher die gesamte Bevölkerung beeinflussen und sich als deren Repräsentan-ten aufspielen.  

    In diesem Sinne lege ich die weitere Zukunft dieses Projektes auch in Ihre Hände. Mit freundlichen Grüßen  

    PS: Zu einer Informationsversammlung zum Thema:  
    "Maharishi Ayur-Veda in Rheinsberg?“ sind Sie alle herzlich eingeladen.  
    Termin: Montag, den 25. Oktober 1999 um 19.00 Uhr  
    Ort: Pension am Rheinsberger Schloßpark, Fontaneplatz 2  
      Anha(ig zum offenen Brief  
     

    Was ist Maharishi Ayur-Veda?  

    Ayur-Veda bedeutet "Wissen oder Wissenschaft vom langen Leben“. Dieses älteste ganzheitliche Heilsystem stammt aus Indien. Der Maharishi Ayur-Veda umfaßt 20 klassische Heilmethoden (zu denen auch die Trans-zendentale Meditation gehört), die alle Aspekte des menschlichen Lebens ins Gleichgewicht bringen: Be-wußtsein, Körper, Verhalten und Umgebung. Ziel des Maharishi Ayur-Veda ist die Wiederherstellung von Ge-sundheit sowie die umfassende Vorbeugung gegen Krankheiten. In den letzten Jahren fand diese ganzheitli-che Naturheilkunde auch in den westlichen Ländern immer mehr Befürworter.  

    Zum großen Teil ist dies das Verdienst des indischen Gelehrten Maharishi Mahesh Yogi. Zu Beginn der achtzi-ger Jahre schlossen sich viele der berühmtesten und erfahrensten Ayur-Veda-Ärzte Indiens unter seiner Lei-tung zusammen, um den Ayur-Veda auch für den Westen verfügbar zu machen und in seiner ursprünglichen Reinheit und Vollständigkeit anzubieten. Westliche Wissenschaftler setzten außerdem das so gewonnene, um-fassende Wissen in Beziehung zu unseren modernen, wissenschaftlichen Erkenntnissen. Der so wiederbelebte ganzheitliche Ayur-Veda wurde dann als "Maharishi Ayur-Veda“ bekannt. Der "All India Ayurvedic Congress“, die Standesorganisation und höchste Instanz des Ayur-Veda in Indien mit über 300.000 ayur-vedischen Ärzten bestätigte nach jahrelanger Prüfung in offiziellen Stellungnahmen dem Maharishi Ayur-Veda höchste Qualität und authentische Anwendung. "Maharishi Ayur-Veda“ ist somit (was in der lokalen bzw. regionalen Berichter-stauung bi~her leider nicht dargestellt wird) ein Qualitätsmerkmal.  

    Rheinsberg will nach eigener Darstellung Kurstadt sein und einen weltoffenen multikulturellen Charakter zei-gen. Das Maharishi Ayur-Veda-Kurzentrum entspricht genau dem, was Rheinsberg braucht: Ein Naturheilver-fahren, das sich über Jahrtausende bewährt hat, als "Maharishi“-Ayurveda höchsten Qualitätsansprüchen genügt und, nachdem in den letzten Jahren über 40.000 Personen erfolgreich behandelt worden sind, in Deutschland voll etabliert und anerkannt ist. Ein gleichzeitig angedachtes Kurzentrum nach chinesischer Na-turmedizin betont die multikulturellen Pläne der Stadt im Gesundheitsbereich.  

    Genau dieses Gesundheitskonzept greift unser Projektvorhaben mit dem integrierten Gesundheitsansatz auf. Die angegliederte Bildungsakademie stellt mit Kursen über Ayurveda, gesunde Ernährung und vedischem Wis-sen eine notwendige Ergänzung dar.  
     
     

    Was ist Transzendentale Meditation (TM)?  

    Transzendentale Meditation (kurz TM) nach Maharishi Mahesh Yogi ist eine einfache, natürliche und für jeder-mann erlernbare Entspannungstechnik. Sie erzeugt auf einfache Weise einen Zustand großer Entspannung und Ruhe. Kurse in Transzendentaler Meditation gehören in vielen Ländern der Welt zum Standardprogramm in Bil-dungs- und Gesundheitsinstitutionen sowie großen Wirtschaftsunternehmen.  

    ? TM ist die wissenschaftlich mit Abstand am gründlichsten dokumentierte Meditationstechnik. Rund 50% der etwa 1200 publizierten Untersuchungen über meditative Verfahren beziehen sich auf TM.  
    ? Die wissenschaftlichen Veröffentlichungen zeigen, daß das TM-Verfahren zu nachhaltigen Heilerfolgen be-sonders bei psychosomatischen Erkrankungen (wie Schlafstörungen, Migräne, Herz-Kreislauf-Erkrankun-gen, Bronchialasthma, Bluthochdruck und Angstzuständen) führt, sowie das Gedächtnis, die Kreativität, das Konzentrationsvermögen und die Streßtoleranz verbessert.  
    ? IM ist besonders einfach und mühelos zu erlernen und auszuüben, ohne Umwege über schwierige Kör-perhaltungen, Konzentration, Autosuggestion und Kontrolle.  
    ? Aufsehen erregte in diesem Zusammenhang in den USA eine Langzeituntersuchung an 2000 TM-Ausü-benden Mitgliedern einer großen Krankenversicherung. Sie ergab über 7 Jahre, daß die Meditierenden im Durchschnitt ca. 50% weniger ärztliche Hilfe benötigten äls die übrigen Versicherten. Krankenhausaufent-halte waren 50% seltener und dauerten nur halb so lang. Die Kostenersparnis pro 1000 Versicherte betrug im Untersuchungszeitraum 1,5 Mio. US-Dollar.  
      ? Verschiedene ausländische Krankenversicherungen gewähren aufgrund dieser Ergebnisse Beitragsnach-lässe von 25 bis 30%, wenn die Versicherten die TM-Technik ausüben.  
    ? In verschiedenen Teilen der Welt wurde TM bei der Rehabilitation von Strafgefangenen eingesetzt. Es zeigte sich eine Senkung der Rückfallquoten von bis zu 80%.  
    ? Uber 30 wissenschaftliche Untersuchungen weisen TM als hochwirksames Verfahren für die Therapie und Prävention von Drogen-, Alkohol- und Nikotinmißbrauch aus.  
    ? Die Ausübung der TM erfordert weder eine Änderung der religiösen oder weltanschaulichen Uberzeugun-gen noch des Lebensstils oder der Ernährung etc.  
     

    Der Sektenvorwurf  

    Es gibt in Deutschland nur eine Handvoll fanatischer Sektenpfarrer, deren missionarischer Ubereifer, der von bewußten Verzerrungen geprägt ist, selbst von ihren Amtskollegen mit Unbehagen gesehen wird, da die eige-nen christlichen Grundwerte mit Füßen getreten werden. Das Beispiel Rheinsberg entwickelt sich inzwischen zu einem Paradebeispiel, wie dieser kleine Personenkreis agiert.  

    Besonders oft verwendet wird die Zweckbehauptung, TM sei gesundheitsschädlich und könne zu psychischen Schäden führen.  

    De facto gibt es keine einzige wissenschaftlich stichhaltige Untersuchung, die diese schwerwiegende Aussage belegt. Es gibt weder eine haltbare Theorie, die einen Kausalzusammenhang zwischen TM und Psychose nahe-legt, noch empirische Befunde, die eine solche Annahme stützen. Vielmehr verweisen alle empirischen Be-funde auf das Gegenteil: TM fördert die psychische Gesundheit.  

    Nach einer Untersuchung der schwedischen Regierung an mehreren hunderttausend Personen ist die Wahr-scheinlichkeit, daß in der Gruppe der TM-Ausübenden schwere psychische Störungen auftreten, 150-mal sel-tener als beim Rest der Bevölkerung.  

    Ein weiteres Beispiel für häufig eingesetzte falsche Behauptungen betrifft nicht die Gesundheit sondern das Seelenheil: TM sei eine hinduistisch-religiöse Praktik und daher für Christen nicht zu empfehlen.  

    TM selbst ist jedoch an keine Philosophie oder ~ar Religion gebunden, sondern hat, wie jede Technologie, ihre Grundlage in den Naturgesetzen. Daß ihr (Wieder-)Entdecker Mahari‘shi aus dem indischen Kulturkreis stammt, tut dabei nichts zur Sache. (Es wäre genauso absurd, das Wissen über die Schwerkraft als typisch christlich zu bezeichnen, weil ihr Entdecker Newton dieser Tradition entstammt.)  

    WerTM lernt, erlernt Theorieund Praxis einer meritalen Technik und wendet sie anschließend nach seinem Be-lieben an. Seine religiösen überzeugungen - seien sie positiv oder negativ - werden davon nicht berührt. Daß TM nichts mit dem Hinduismus zu tun hat, ergibt sich auch daraus, daß die Technik für das heutige Indien ge-nauso neu (und hilfreich) ist, wie für die westlichen Länder.  

    Die stets wiederholte Behauptung einiger Sektenbeauftragten, daß eine Warnung vor TM durch die Bundesre-gierung abgesegnet sei, hat durch den Bericht der Enqu~te-Kommission des deutschen Bundestages von 1998 endgültig seine Berechtigung verloren. Nach jahrelanger Prüfung kam die Kommission zu dem Schluß, daß nach vorliegenden Kenntnissen von der Ausübung der TM keine Gefährdung ausgeht. Auch der Sektenbegriff wird hier als diffamierend und unpassend abgelehnt.  
     

    Buchempfehlungen und Internet:  
    Transzendentale Meditation, Heilung aus dem Selbst, Dr. Ernst Schrott, Kamphausen Verlag  
    Die neue Inquisition, Mentalität, Motivation, Methoden kirchlicher und staatlicher Sektenbeauftragter, Hubertus Mynorek, Verlag Das Weisse Pferd, ISBN 3-00-004299-7  
    Aufbruch zur Stille, Maharishi Ayur-Veda — Eine leise Medizin für eine laute Welt, Dr. Ulrich Bauhofer, Lubbe-Verlag  
    www.Ayurveda-Gesellschaft.de, www.Transzendentale-Meditation.de  
     

    Steuerberater Witt und die Spendenwaschanlage
     
    Aus: AGPF Aktuell II/88 vom 29.6.88 http://www.AGPF.de/akt88-2.htm 
    MAHARISHI-KULT : FIRMENNEUGRÜNDUNGEN 

    Zwei neue Firmen sind zum Maharishi-Konzern hinzugekommen: Die Firma ANRITA NATURPRODUKTE GMBH mit Sitz in 5144 Wegberg. Eingetragen ist die Firma unter der Nummer HRB 0683 beim Amtsgericht 5140 Erkelenz. Gegenstand des Unternehmens sind "Herstellung und die Verarbeitung von sowie der Handel mit Naturprodukten aller Art, insbesondere Kosmetika, Körperpflegemittel, Gewürze, Nahrungsmittel, Edelsteinen, Naturfasern, Stoffen und Produkten technischer Herkunft". Die Firma wurde am 28.4.88 ins Handelsregister eingetragen. Ihre Werbung scheint sich vorerst nur an TM-Anhänger zu richten.  

    Ganz anders die Firma TM-MEDIA-SERVICE GMBH, Hamburg, eingetragen beim AG Hamburg unter HRB 38991 am 14.12.87. Diese wandte sich bereits über ein Anzeigenblatt an eine breite Öffentlichkeit: "50 % WENIGER KRANK Neuer Durchbruch im Gesundheitswesen durch Transzendentale Meditation".  

    Einer der Teilhaber ist der Berliner Steuerberater Horst Rainer Witt. Über diesen berichtete die "Akademie Marienberg" im Mai 1984  
     

     "In Berlin ist nun von Herrn Steuerberater Witt und anderen der Verein "Entwickungshilfe e.V." gegründet worden, dessen gemeinnützige Zwecke vom Finanzamt anerkannt wurde und der daher berechtigt ist, Spendenbescheinigungen auszustellen". 
    Damit nicht auffällt, daß die von diesem Verein betriebene Entwicklungshilfe nicht Bewohnern der Dritten Welt zu Gute kommt, sondern den Anhängern des Maharishi, folgt eine Warnung:  
     
     "Da Spenden an diesen Verein keine Zweckbindung für bestimmte Personen entalten dürfen, darf auf der Überweisung kein Name eines Stipendiaten angegeben werden. Bitte verwenden Sie dieses Konto nur dann,  wenn  Sie unbedingt eine Spendenbescheinigung brauchen". 
    Steuerberater Witt hatte  damals also eine Spendenwaschanlage für den Maharishi-Kult installiert. Der Verein "Entwicklungshilfe e.V." ist beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg unter der Nummer VR 7471.registriert. In einem Verfahren gegen die Bundesrepublik hat der Maharishi-Kult in einem Schriftsatz an das OVG Münster vom 1.10.85 den Steuerbetrug praktisch Dort heißt es, der Verein trage "teilweise die Lebenshaltungskosten von Teilnehmern dieses speziellen Sidhi-Kurses".  
     
     

    Aus: Der Maharishi-Konzern http://www.AGPF.de/TM-Konzern.htm 

    I.9 TM-Media-SERVICE GMBH HAMBURG  

     Handelsregister AG Hamburg HRB 38991 Ersteintrag 14.12.87  
     Werbung in einem Anzeigenblatt:  
      "50% WENIGER KRANK  
      NEUER DURCHBRUCH IM GESUNDHEITSWESEN  
      DURCH TRANSZENDENTALE MEDITATION  

     TEILHABER: DER STEUERBERATER HORST RAINER WITT, BERLIN  
     vgl. unten "Entwicklunghilfe e.V."  

     Witt hatte mit diesem Verein praktisch eine Spendenwaschanlage für den Maharishi-Kult installiert. In einem Schriftsatz an das OVG Münster vom 1.10.85 hat der Kult den Steuerbetrug praktisch zugegeben. Dort heißt es, der Verein trage "teilweise die Lebenshaltungskosten von Teilnehmern dieses speziellen Sidhi-Kurses" (vgl. auch AGPF AKTUELL II/88 Seite 4).  

    II.7 ENTWICKLUNGSHILFE e.V.  

     Mit Rundschreiben v. Mai 84 ("Erster Tausendköpfiger Puja") werden Spenden auf ein Konto dieses Vereins erbeten, die steuerlich abzugsfähig sein sollen.    (Anlage 74)  

     Bei diesem Verein handelt es sich offensichtlich um eine Spendenwaschanlage zur Beschaffung von Spendenquittungen.  

     Hierzu der Anhang "mutmaßliche Erschleichung ..."  
     

     
     



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