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Adresse dieser Seite: http://www.AGPF.de/Sieber.htm  Zuletzt bearbeitet am 17.5.2004
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Die Gutachten des Georg Sieber



 
 
Inhalt dieser Seite: Zum Thema auch: In anderen Websites:
Impressum

 

Dipl. Psych Georg Sieber, für Scientology "ein berühmter deutscher Psychologe und Professor, Dr. Georg Sieber"

2004 ist die Nummer Heft 2/2003 der Zeitschrift "Religion, Staat, Gesellschaft“ erschienen.

Einer der Autoren: Georg Sieber. Der Titel seines Beitrages im Umfang von 38 Seiten:

Georg Sieber: Gutachterliche Stellungnahme zu der Publikation: Heinrich Küfner Norbert Nedopil Heinz Schöch (eds.), Gesundheitliche und rechtliche Risiken bei Scientology. Eine Untersuchung psychlogischer Beeinflussungstechniken bei Scientology, Landmark und bei der Behnadlung von Drogenabhängigen, Lengerich u.a. 2002, (Seiten 47 - 168)".


Zu Siebers Untersuchungthema siehe


Als Adresse des Autors ist angegeben:

"Dipl. Psych. Georg Sieber, Renatastr. 69 , 80639 München"
Das ist auch die Adresse  der Siebel-Firma
Intelligenz System Transfer Renatastraße 69 D-80639 München Telefon: 089 / 16 88 0 11 Telefax: 089 / 16 55 47
Was qualifiziert Sieber, gegen beispielsweise Prof. Dr. Nedopil anzutreten, den der Spiegel (43/2003 vom 20.10.03: "Die meisten Täter sind frei") als den "Papst der forensischen Psychiatrie" bezeichnet hat?

In der Website seiner Firma - www.ist-muenchen.de - findet sich nichts über eine solche Qualifikation.
In Scientology-Websites wird Sieber allerdings als "ein berühmter deutscher Psychologe und Professor, Dr. Georg Sieber" tituliert:
 
www.scientology.org/scnnews/hatewach/issues/eng/risehv/media.htm   geladen am 17.5.2004
derselbe Text unter www.freedommag.org/english/vol27I5/page07.htm  geladen 17.5.2004



HOW MEDIA ARE USED TO CREATE HATRED
One of the first authoritative expertises on new religions in Germany was published in March 1980 by a renowned German psychologist and professor, Dr. Georg Sieber. After reading numerous articles that reported the government’s and clerical sect experts’ warnings about the alleged “dangerousness” of new religions, Sieber wanted to know the truth. 
 

WIE MEDIEN BENUTZT WERDEN, UM HASS ZU ERZEUGEN
Einer der ersten zuverlässigen Expertisen über neue Religionen in Deutschland wurde veröffentlicht im März 1980 von einem berühmten deutschen Psychologen und Professor, Dr. Georg Sieber.
 

Gemeint war Siebers "wissenschaftlicher Flohzirkus", wie der damals führende Sektenexperte Friedrich-Wilhelm Haack das Werk nannte (>>).

Ich habe damals darüber geschrieben: "Die von Sieber benutzten Methoden muten an wie Taschenspieler-Tricks, denn während Sieber die ehemaligen Sektenangehörigen verschwinden läßt, zaubert er Beratungskapazitäten herbei".
 

Sieber wird weiteren Scientology-Websites genannt:


 
 
 
AGPF-Info 8/98 vom 13.3.98  Zum Ausdrucken: http://www.AGPF.de/Inf98-08.pdf

Scientology:
Sieber-Gutachten erneut
"wissenschaftlicher Flohzirkus"?
Die Scientology-Zentrale in München schickte Anfang Februar 1998 Bonner Politikern ein Gutachten des Diplompsychologen Georg Sieber aus München. Thema: "Gutachterliche Stellungnahme zum Jaschke-Gutachten". 
     Der Politologe Dr. Hans-Gerd Jaschke hatte im Auftrag des Innenministeriums NRW ein Gutachten erarbeitet, welches vom Ministerium als Broschüre veröffentlicht wurde: "Scientology - eine Gefahr für die Demokratie" (Innenministerium 40021 Düsseldorf Tel. 0211-871-2821 Fax 0211-871- 2980). 
     Die Scientology-Sprecherin Weber beklagt sich in ihrem Schreiben an die Politiker, dieses Gutachten sei ausschlaggebend für die Entscheidung über die Beobachtung der Scientology-Organisation durch den Verfassungsschutz gewesen. 
     Umso erstaunlicher, daß die Scientology- Organisation dem Gutachten eines Politologen ein Gutachten eines Psychologen entgegensetzt. 
     Sieber hat sich bereits mehrfach mit dem Thema Sekten befaßt. 1978 bot sein POKO-Institut Hilfe an und suchte per Zeitungsanzeige Geldgeber für eine Modelleinrichtung. Offenbar vergeblich. Die WAZ berichtet am 9.1.79, Sieber sehe auch "die Sektenideologen selbst als Ansprechpartner". 1980 führte er eine Studie durch, mit der er Beratungskapazitäten und Beratungsbedarf für ehemalige Sektenangehörige ermitteln wollte. Sieber kam zu dem Ergebnis, daß angeblich sehr großen Beratungskapazitäten kein wahrnehmbarer Beratungsbedarf gegenüberstand. 
     Friedrich-Wilhelm Haack (Autor des Standardwerkes "Scientology - Magie des 20. Jahrhunderts", 1982) 1981: "Papiertiger kam aus wissenschaftlichem Flohzirkus - Sektenumfrage ... unbrauchbar". Haack bezeichnete Sieber schon damals als "ehemaligen Polizeipsychologen". 1998 bezeichnet die Scientology- Organisation Sieber in ihrem Schreiben an Politiker als "renommierten Gutachter" und "früheren Münchner Polizeipsychologen". 
     Ingo Heinemann (Autor von "Die Scientology- Sekte und ihre Tarnorganisationen", 1979) ebenfalls 1981 zu Siebers Methode der Umfrage: "Erkennbar unseriös und unqualifiziert". Deshalb sei auch nicht geantwortet worden. Angefragt habe eine angebliche Studentin. Heinemann: "Deren Fragebogen war leicht erkennbar dilettantisch und ohne wissenschaftlichen Wert, weil nicht danach gefragt wurde, welchen prozentualen Anteil die Arbeit mit Sektenproblemen ausmacht. Dadurch mußte aus jeder Stelle, die gelegentlich einen Zettel verteilt, eine volle Beratungskapazität werden". Ein Nachdruck der beiden Stellungnahmen befindet sich in AGPF Aktuell IV/89 (kann bei der AGPF angefordert werden). 
Sieber in seinem jetzigen Gutachten zu seiner eigenen Qualifikation zur Überprüfung des Gutachtens eines Politologen: 
 
"Die Darlegungen des Autors wurden nun daraufhin geprüft, wie er zu seinen Erkenntnissen gelangt sein könnte. Da er seine Erkenntnisse aber ganz überwiegend durch die Koppelung von Zitaten und durch die Interpretation solcher Zitate zu gewinnen schien, war es methodisch angezeigt, den Inhalt der Zitate mit den jeweils daraus gezogenen Schlußfolgerungen und Kombinationen von Schlußfolgerungen zu vergleichen und auf Schlüssigkeit und Plausibilität zu prüfen. 
 Dieses Verfahren ist dem Berichterstatter aufgrund langjähriger Erfahrung mit Glaubwürdigkeitsgutachten vertraut, bei denen es stets darum geht, ob angegebene Wahrnehmungsgegenstände insoweit wahrgenommen werden konnten, sowie, ob das real Wahrgenommene auch real wiedergegeben wurde bzw. warum es gegebenenfalls nicht real wiedergegeben werden konnte. 
     Wahrnehmungsgegenstand war im vorliegenden Fall der jeweilige Zitattext. Zu prüfen war also der Zusammenhang zwischen Zitattext, Interpretation und Schlußfolgerung. Dieser Zusammenhang war zu beschreiben und zu bewerten". 


Glaubwürdigkeitsgutachten sind in Strafverfahren bei der Vernehmung von Kindern und Jugendlichen als Zeugen vorgesehen, zu erstatten von einem Sachverständigen, "der über besondere Kenntnisse und Erfahrungen auf dem Gebiet der Kinderpsychologie verfügt" (RiStBV Richtlinien für das Straf- und Bußgeldverfahren Nr. 19). 

Warum hat Sieber sich mit dem Jaschke-Gutachten befaßt? Sieber schreibt in einem Vorwort, daß er sich "gelegentlich mit Gutachten, etwa zu Folgen der Scientology -Mitgliedschaft oder zur Resozialisierung von Scientology-Mitgliedern befaßt". Er erhoffte sich deshalb aus dem Jaschke-Gutachten "aktuelle Aufschlüsse über die Scientology selber wie auch über mögliche nachteilige Folgen einer Mitgliedschaft". Das erklärt allerdings nur die Lektüre des Gutachtens, nicht den erheblich Aufwand für die Erstellung eines 58seitigen Gegengutachtens. Auf dem Deckblatt heißt es: "Vorgelegt ... für die Kanzlei Rechtsanwalt W. Blümel, München". Blümel vertritt die Scientology- Organisation und viele von deren Anhängern und Mitgliedern seit vielen Jahren. 
    Deutlicher wird die TZ München vom 28.2.98: "Ex-Polizeipsychologe wurde von der Organisation bezahlt".


 
 
 

AGPF AKTUELL IV/89 vom 27.12.89 Seite 12


NACHDRUCK VON ZWEI STELLUNGNAHMEN ZUR "SIEBERSTUDIE" AUS 1981

Friedrich-Wilhelm Haack:

Papiertiger kam aus wissenschaftlichem Flohzirkus
- Sektenumfrage des Instituts POKO unbrauchbar -

Die von dem Institut des ehemaligen Münchner Polizeipsychologen Sieber für Parlamentarier erstellte Studie, in der das Problem der Jugendreligionen (und Sekten!) als Papiertiger bezeichnet wird, ist ohne jeden wissenschaftlichen Wert. Sieber, der aus 80 Fragebögen an von ihm ausgewählte Institutionen nach offensichtlich eigener Maßstabsetzung 19 Einrichtungen als "Beratungsstellen im engeren Sinn eingestuft" hat, stellt für 1979 nur insgesamt 448 Beratungsfälle fest.

Tatsächlich ist, daß die Fragebogen unter dem privaten Namen einer Praktikantin verschickt wurden, die erst nach deutlicher Rückfrage ihre Verbindung zu Siebers Institut aufzeigte. Die Praktikantin hatte sich den Befragten wie folgt vorgestellt: "Ich bin Studentin der Fachhochschule für Sozialpädagogik... Im Rahmen des Praktikums beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe mit der immer aktueller werdenden Sektenproblematik, speziell mit den Beratungs- und Rehabilitationsmöglichkeiten... Bitte unterstützen Sie unsere Aufgabe, indem Sie den Bogen vollständig ausgefüllt rasch an uns zurücksenden".

Nach Feststellung, daß diese Umfrage sozusagen unter falscher Flagge durchgeführt wurde, haben vor allem die Sektenbeauftragten der Kirchen nur zurückhaltend reagiert.

Ich selbst habe allein für die Monate November/Dezember etwa 150 Beratungen durchgeführt. Daß die Sektenbeauftragten sich auch nach dem Hinweis auf das Institut des Dr. Sieber nicht zu einer Antwort entschlossen, hat u.a. zwei Gründe.

Im Dezember 1978 hatte das Institut POKO einen umfassenden Beratungs- und Rehabilitierungsplan vorgelegt. POKO: "Die Entwicklung der in der Bundesrepublik Deutschland sogenannten Jugendreligionen hat einen Standart erreicht, der eine systematische Hilfe für die davon Betroffenen wünschenswert erscheinen läßt... Deswegen möchten wir Sie auffordern, Ihr Interesse an der Lösung des Problems und Ihre Trägerschaft für dieses Projekt wirksam werden zu lassen".

Vorgeschlagen und gefordert wurden in dem Projekt u.a. Literaturrecherchen, Aufbau einer Fallkartei, Aufbau von Informations- und Argumentationshilfen, Entwicklung von Strategiekonzepten usw".
 

Eine Dokumentierung der Fälle hätte z.B. schon dem Seelsorgegeheimnis widersprochen, dem die Geistlichen in der Beratungsarbeit verpflichtet sind.

Als das Modell nicht angenommen wurde, äußerte sich Sieber im Januar 1979 laut einer Meldung der WAZ vom 9.1.1979:

"Sieber sieht aber noch andere Ansprechpartner: die Sektenideologen selbst. Sie hätten sich zwar bisher weisungsgemäß gegen alle Kontakte nach außen gestemmt, aber bei gutem Willen und Objektivität werde man wohl auch mit ihnen reden können".

Der zweite Anlaß für die Zurückhaltung war ein Brief der Scientology-Tarnorganisation "Gesellschaft zur Förderung der religiösen Toleranz" an einen Theologieprofessor, in dem dieser aufgefordert wird, seine Unterstützung für die Herausgabe eines üblen Machwerkes zu geben, in welchem Aussprüche von Bundestagsabgeordneten, von Staatssekretär Professor Wolters sowie den kirchlichen Sektenbeauftragten denen Hitlers kommentarlos gegenübergestellt werden. Der Theologieprofessor lehnte es ab, für die Presseveranstaltung der Scientology-Tarnorganisation, auf der das Pamphlet vorgestellt werden sollte, Zustimmung zu geben.

In dem Brief der Scientologin heißt es jedoch u.a.: "Wir haben die Zustimmung auch anderer namhafter Experten und Verfechter grund-gesetzlicher Rechte, zur Problematik Stellung zu nehmen (z.B. Prof. Röhr, Dekan der Evangelischen Fakultät Frankfurt und G. Sieber, Vorsitzender des deutschen Psychologenverbandes)".

Die nun von Sieber vorgelegte Arbeit mutet nun an wie die Trickkiste eines wissenschaftlichen Flohzirkus, wenn man nicht auf den Verdacht kommen will, daß andere Überlegungen dahinterstehen.

Sie zeigt nicht den tatsächlichen Stand in Fragen Rehabilitation von Opfern der Jugendreligionen, sondern allein Begrenztheit der Sieber zugegangenen oder von ihm verwerteten Informationen.

Friedrich-W. Haack
Abdruck und Verwertung honorarfrei

Friedrich-W. Haack, Pfarrer
Beauftragter f. Sekten- und
Weltanschauungsfragen



AGPF AKTUELL IV/89 vom 27.12.89 Seite 14

Ingo Heinemann:

Sogenannte POKO-Studie des Dipl.Psych. Georg Sieber zur angeblichen Ermittlung der Beratungskapazitäten und des Beratungsbedarfs für ehemalige Sektenangehörige.

Sieber kommt zu dem Ergebnis, daß sehr großen Beratungskapazitäten kein wahrnehmbarer Beratungsbedarf gegenübersteht.

Dieses Ergebnis ist vollkommen falsch. Nach diesseitiger  Auffassung beruht es nicht etwa auf simplen Fehlern. Vielmehr muß davon ausgegangen werden, daß das Ergebnis geplant und die Methode nach diesem Planspiel ausgerichtet wurde.

Die von Sieber benutzten Methoden muten an wie Taschenspieler-Tricks, denn während Sieber die ehemaligen Sektenangehörigen verschwinden läßt, zaubert er Beratungskapazitäten herbei:

 1. Er bezeichnet jede von ihm angeschriebene Stelle als Beratungskapazität;
 2. Er ignoriert  bei der Ermittlung des  Bedarfs die einzigen wichtigen Erkenntnisquellen.

Bei der ABI ging am ging am 21.1.1980 ein Fragebogen einer Annie Hofmann ("Ich bin Studentin...") ein. Ziel war es angeblich, "die bestehenden Beratungsmöglichkeiten" zu dokumentieren. Der Fragebogen war leicht erkennbar dilettantisch und ohne wissenschaftlichen Wert, weil nicht danach gefragt wurde, welchen prozentualen  Anteil die Arbeit mit Sektenproblemen ausmacht. Dadurch mußte aus jeder Stelle, die gelegentlich einen Zettel verteilt, eine volle Beratungskapazi-tät werden.

Die ABI hat Frau Hofmann deshalb um eine Legitimation ihrer Hochschule gebeten, da der Verdacht bestand, daß es sich um den Versuch  der Ausforschung durch eine Sekte bestand. Diese Anfrage wurde nie beantwortet.In der POKO-Studie erscheint eine Anna Hofmann als verantwortlich für "Kontakt und Dokumentation".

Noch kurioser ist Sieber bei der Ermittlung des Beratungsbedarfs vorgegangen: Er hat angeblich versucht, die "Bedarfsanmelder" über "Anzeigen, Presseberichte oder Funkbeiträge" zu finden. Nachprüfbare Daten fehlen. Aber: "Insgesamt  wurden zwischen 6.1. und 23.3. 1979 ca. 20.000.000 Bundesbürger angesprochen". Also zwanzig Millionen, das ist ein Drittel der gesamten Bevölkerung der Bundsrepublik. Da Kinder und Rentner nur bedingt als Sekten-Kunden in Betracht kommen, behauptet Sieber damit, praktisch alle als Kunden in Frage kommenden Personen in der Bundesrepublik "angesprochen" zu haben.

Gemeldet hat sich niemand. Sieber hält dies für "erklärungsbedürftig".

Die Erklärung ist einfach: Siebers Angebote - sofern es überhaupt solche waren - waren erkennbar unseriös. Während die allerseits bekannten Anlaufstellen für ehemalige Sektenmitglieder um wenigstens eine Minimalfinanzierung rangen, suchte Sieber per Zeitungsanzeige einen Träger für eine Modelleinrichtung: "Gründungsbudget DM 200.000.-".

Sieber hätte sich zweifellos nicht darauf verlassen dürfen, allein auf dem beschriebenen Weg "Bedarfsanmelder" zu finden. Er hätte sich vielmehr unbedingt auch an die allseits bekannten Anlaufstellen wenden müssen: die Pfarrer Haack und Löffelmann in München und an die ABI. Die Adressen waren damals allseits bekannt.

Haack und Löffelmann erscheinen bei Sieber unter der Rubrik "profilierte Sektengegner". Sieber behauptet, er habe bereits im Oktober 1978 begonnen, mit beiden einen "qualifizierten Kontakt" herzustellen, "beide Adressaten waren in der Zeit von Oktober 1978 bis Januar 1980 nicht erreichbar".

Spätestens hier wird die Toleranzschwelle weit überschritten: Sieber schiebt die Mängel an seiner Studie Haack und Löffelmann zu.

Tatsächlich habe ich im fraglichen Zeitraum - immerhin 15 Monate - mit beiden zahlreiche Kontakte aller Art gehabt und insbesondere nie Schwierigkeiten gehabt, den Kontakt herzustellen.

Es kann allerdings durchaus sein, daß dieser "qualifizierte Kontakt" von ähnlicher Art war, wie der, den die Studentin Annie Hofmann mit der ABI herzustellen versucht hat: etwa, daß Sieber wieder jemanden vorgeschoben hat, oder daß der Kontaktversuch erkennbar unqualifiziert war.

Wie oberflächlich Sieber's Beschäftigung mit Sektenproblemen gewesen sein muß, zeigt der folgende Vorgang: durch Schreiben vom 22.5.1981 habe ich bei Herrn Sieber u.a. angefragt, ob er an einer Presse-konferenz teilgenommen habe, die von einer "Gesellschaft zur Förderung religiöser Toleranz und zwischenmenschlicher Beziehungen"  veranstaltet wurde. Siebers Antwort ging an den ABI-Vorsitzenden Kleinmann: "Ich möchte Sie bitten, den Verfasser zu identifizieren, da ich befürchten muß, daß sich hier jemand Ihres Briefbogens bedient".

Damals war die von mir verfaßte Broschüre "Die Scientology-Sekte und ihre Tarnorganisationen" schon sechs Monate auf dem Markt (Anm.1).

Ingo Heinemann   10.8.1981
Geschäftsführer (Anm. 2)

1 Über 20.000 Exemplare waren bereits verbreitet.
2 Damals und bis Mitte 82 der ABI - AKTION BILDUNGSINFORMATION e.V.  Stuttgart


 
 
 



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1. Version dieser Seite installiert am 8.12.1998




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