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Esoterik-Lehren in Schulen
 
 
Inhalt dieser Seite: Zum Thema auch: In anderen Websites:
 

Immer wieder gelingt es Anhängern von Sekten oder Esoterik-Gruppen, deren Lehren Schülern zu vermitteln, meist versteckt und unter einem Vorwand.

Aufgabe der Schulen ist es, Schülern ein realitätsnahes und der Objektivität verpflichtetes Bild der Welt zu vermitteln.
Sekten oder Esoterik-Gruppen vertreten oft ein Weltbild, welches von Realität und Objektivität weit entfernt ist.
Gesondert behandelt werden Versuche der Umgehung der Schulpflicht: http://www.AGPF.de/Schulpflicht.htm
 
 
 

Zentrum des Lichtes

 
 

Waldorf-Schulen

Die Waldorf-Schulen beruhen auf der Anthoposophie. Diese wurde von Rudolf Steiner gegründet, einem der historisch wichtigsten Esoterik-Vertreter.
Dazu: Esoterik und Anthroposophie http://www.AGPF.de/Esoterik.htm#Anthro
Colin Goldner bezeichnet diese Schulen deshalb auch schlicht als "Sektenschulen":
  

Aus: Colin Goldner im Gespräch mit der Badischen Zeitung (25.3.99)  http://www.AGPF.de/Goldner+Therapie.htm#Steiner 


BZ: Die Anthroposophie rangiert für Sie auf der Liste der esoterischen Angebote ganz oben. Wieso?  

Goldner: Rudolf Steiner, der seine esoterische Karriere als Generalsekretär der Theosophischen Gesellschaft in Deutschland begann, ist Wegbereiter des heutigen New Age. 1913 gründete er die „Anthroposophische Gesellschaft“, die die Lehre der Theosophen mit ein paar sozialen und humanen Untertönen versah. An der rassistischen Ideologie germanisch-nordischer Vorrangstellung hielt Steiner jedoch unbeirrbar fest. 

Die Anthroposophen stellen heute die mit Abstand einflußreichste esoterische Gruppierung des deutschsprachigen Raumes dar. Allein in Deutschland besuchen über 60000 Kinder eine von 163 Waldorfschulen (die, obgleich reine Sektenschulen, zu größten Teilen vom Steuerzahler finanziert werden). Es ist ein Skandal, daß eine autoritär strukturierte Sekte, die an Reinkarnation und Karma, an „Äther“-, „Astral“- und andere Leiber glaubt, öffentlich anerkannte Schulen betreiben darf.

 

Von der Herkunft her ist diese Bezeichnung gerechtfertigt.
Die tägliche Schulpraxis scheint jedoch sehr unterschiedlich auszusehen.
Es ist deshalb Vorsicht bei der Übertragung solcher Begriffe auf einzelne Schulen und deren Lehrer und Schüler geboten.
 
 
 

Waldorf-Pädagogik = Waldorfpädagogik

Grundlage der Schulen ist die Waldorf-Pädagogik, benannt nach dem Sponsor der ersten Waldorf-Schule, einer Zigaretten-Firma.
  

Aus: Microsoft® Encarta® Professional 2002. © 1993-2001 Microsoft Corporation. 


Waldorf-Pädagogik, Form der Pädagogik, die in Waldorf-Schulen auf der Basis des Werkes von Rudolf Steiner (1861-1925) ausgeübt wird. Die Waldorf-Schulen sind Gesamtschulen, die in zwölf Schuljahren zum staatlich anerkannten Abitur führen und einen Ausgleich zwischen wissenschaftlichen und praktisch-künstlerischen Ausbildungsinhalten suchen. Die erste Waldorf-Schule wurde 1919 in Stuttgart von dem Direktor der Waldorf-Astoria-Cigarettenfabriken, Emil Molt, gegründet. Ihr erster Leiter war Rudolf Steiner. Die Leitideen, die er für die Waldorf-Pädagogik erarbeitete, beruhen auf der Anthroposophie. Die Waldorf-Schulen waren zwischen 1938 und 1945 von den Nationalsozialisten verboten. Heute existieren über 140 Waldorf-Schulen in Deutschland.
 

Pädagogik ist die Wissenschaft von der Erziehung.
"Waldorf-Pädagogik" wird hauptsächlich als "Waldorfpädagogik" geschrieben und ist in dieser Schreibweise in zahllosen Websites zu finden.
In der Regel handelt es sich um befürwortende und werbende Websites.
Die wissenschaftliche Pädagogik an den Hochschulen scheint sich bisher kaum mit der "Waldorfpädagogik" auseinanderzusetzen.

Am 21.07.2006 hat an der Humboldt-Universität Berlin eine Tagung zum Thema Anthroposophie und Waldorfpädagogik stattgefunden.
Tagungsbericht und Vortragstexte unter http://www2.hu-berlin.de/gkgeschlecht/anthro.php
Dort auch ein Artikel der Süddeutschen Zeitung "Arier, Atlantis und Akasha - Eine Tagung sucht nach Rudolf Steiners Rassismus".

Kritische Stellungnahmen gibt es nur wenige, etwa:

 
Bücher
 
Irene Wagner: 
Rudolf Steiners langer Schatten 
Die okkulten Hintergründe von Waldorf und Co. 
Alibri-Verlag 2012, 405 Seiten
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Schwerpunkt des Buches ist das "Praxisfeld Waldorfschule". Mit den Begriffen "Karma", "Reinkarnation" und "Wesensglieder" erläutert die Autorin den ideologischen Hintergrund der "Waldorf-Pädagogik". Leider enthält das Buch kein Stichwortverzeichnis. Zusammenfassend: "Auch höhere Wesensglieder (physischer Leib, Ätherleib, Astralleib, Ich) sind für Waldorfschüler etwas Vertrautes. Sie stoßen aber mehr auf Ablehnung als auf Zustimmung, selbst bei den älteren Jahrgängen. Wenngleich diese drei Bereiche über Reinkarnation, Karma und Wesensglieder typisch anthroposophisch sind, scheinen sie doch den Waldorfschülern nicht unbekannt zu sein. Also muss doch auf irgendeine Weise solch Gedankengut den Schülern vermittelt worden sein." (Seite 98). 

Ausserdem behandelt werden das "Praxisfeld Medizin" und das "Praxisfeld Landwirtschaft". 

 
 
 
 



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