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Infos über Sekten, Kulte und den Psychomarkt AGPF - Aktion für Geistige und Psychische Freiheit Bundesverband Sekten- und Psychomarktberatung e.V. Adresse dieser Seite: http://www.AGPF.de/Rath.htm Zuletzt bearbeitet am 29.7.2008 Impressum | Zur Homepage | Zur Inhaltsseite | Zum Begriff Sekte | AGPF-Spendenkonto |
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Vitamin-Guru Matthias Rath dichtet Vitaminen Wunderwirkung an und wirbt damit für Versandhandel.
Rath ist ein typischer Propagandist
des Psychomarktes: Der Glaube an den Guru ersetzt den Nachweis der Wirksamkeit
des Angebots.
Da Rath keine Wirksamkeit nachweisen
kann, täuscht er die Öffentlichkeit mit Propaganda-Kampagnen.
Wichtigster Bestandteil der Propaganda
sind Verschwörungstheorien.
| Ist Rath ein Vitaminhändler
und Wunderheiler?
Beide Begriffe enthalten eine pauschalierte Zusammenfassung von Sachverhalten.
Selbstverständlich verkauft Rath die Vitamine nicht persönlich.
Er betreibt auch keine Heiler-Praxis.Mit der Betreuung von Dominik (>>)
bzw. der Beratung der Eltern hat er sich allerdings in einen Grenzbereich
des Zulässigen begeben. Die Bezeichnung als Wunderheiler erscheint
deshalb angebracht. Es ist typisch, dass Wunderheiler eben nicht heilen,
sondern nur Einfluss zu nehmen versuchen. Insbesondere durch Warnung vor
der "Schulmedizin" oder
durch Wegdefinieren
der Krankheit, meist verbunden mit vermeintlich wissenschaftlich fundierten
Ratschlägen zu Lebensweise und Ernährung.
Rath hat sich mit einer Gruppe von Unternehmen und Organisationen umgeben. Das Handelsgericht Wien (19 Cq 36/04x Urteil vom 2.2.2006, PDF 1,7 MB unter www.Verbraucherrecht.at und www.AGPF.de/Handelsgericht-Wien-19Cg36-04x-vom-2.2.2006-Rath.pdf, nicht rechtskräftig) spricht in einem Verfahren wegen unlauteren Wettbewerbs von der "Unternehmensgruppe Dr. Rath". Zu beachten ist, dass das Gericht die vorherige Zeit beurteilt hat. Inzwischen können Änderungen eingetreten sein. Verkäufer in dieser Gruppe ist die Firma Dr. Rath Health Programs B.V., vormals Matthias Rath B.V. in Holland. Gegen diese Firma richtete sich auch der Prozess vor dem Handelsgericht Berlin, nicht etwa gegen Rath persönlich. Rath gibt an, dass er diese Firma gegründet hat, jedoch weder Anteile daran besitze, noch Geschäftsführer sei. Die Website der Firma ist www.Dr-Rath.com. Dort finden sich keine Angaben darüber, wem die Anteile gehören und wer Geschäftsführer ist. In der Website der Firma heisst es: "Das von Dr. Rath gegründete Gesundheitsunternehmen ist weltweit einzigartig: Alle Gewinne fliessen in eine gemeinnützige Stiftung.Angaben darüber, wer letztlich Empfänger des Geldes für angebliche Forschung und Aufklärungsarbeit ist, sind - zumindest an dieser Stelle - nicht zu finden. In dem Wiener Urteil kommt der Begriff Aufklärungsarbeit im Übrigen nicht vor. Die beklagte Firma trägt vor, dass "diese Foundation ... sich ... ausschliesslich im wissenschaftlichen und gesundheitspolitischen Bereich betätige". In Raths Biographie findet sch die Angabe: "Heute leitet Dr. Rath ein internationales Forschungs- und Entwicklungsinstitut". Der Name dieses Instituts ist in diesem Text nicht zu finden. In der der Website www.dr-rath-gesundheitsallianz.org befindet sich die Beschreibung von "Dr. Raths Forschungsinstitut" mit Dr. Aleksandra Niedzwiecki als Leiterin. In deren Biographie heisst es, "Dr. Aleksandra Niedzwiecki, Vorstandsmitglied der Dr. Rath Health Foundation, ist auch Executive Vice President und Vice President des Forschungsbereichs der Matthias Rath, Inc.". "Dr. Raths Forschungsinstitut" ist demnach Teil der "Matthias Rath, Inc." Hier soll im Übrigen nicht der Versuch gemacht werden, die zahlreichen Firmen von Raths Unternehmensgruppe identifizierbar zu bezeichnen, ebensowenig die dazugehörigenn Websites, nach Angabe des Urteil HG Wien zumindest zeitweilig "über 350". Im Urteil des HG Wien wird die Unternehmensgruppe Dr. Rath folgendermassen zusammengefasst:
Das Urteil hat der Verein für Konsumenteninformation VKI erwirkt. In dessen Bericht vom 16.3.2006 (geladen am 29.12.2007) schreibt der VKI über das Urteil, durch Ausstattung und Markengebrauch schaffe die beklagte Firma den Eindruck, ihre Erzeugnisse könnten schwerste Erkrankungen verhindern bzw bekämpfen. Die formale Distanzierung von Aussagen auf verlinkten Homepages ... im nur mäßig interessierenden Impressum, schafften keine inhaltliche Ablehnung oder klare Distanz zwischen den Heilungsversprechen und den Produkten und beseitigten damit nicht den vermittelten Zusammenhang zwischen heilender Wirkung und dem Produkt. Der Druchschnittsnutzer könne auch nicht erkennen, dass die einzelnen Websites von verschiedenen Unternehmen betrieben würden, er achte wohl primär auf die Porträtfotos des Dr Rath und die ähnliche inhaltliche Gestaltung und käme zur Auffassung, die Websites stammten von einem Unternehmen. |
Sekten, Gurus und Wunderheiler handeln oft mit Patentrezepten und Wundermedizin
| Rath stellt Kritiker und Ärzte
als rückständig dar.
Rückständig wie jemand, der noch glaubt, dass die Erde eine Scheibe ist, will Rath glauben machen und projiziert ein Riesen-Schaubild an die Wand seiner Bühne (Abbildung rechts, aus FocusTV 8.2.04): "Ein wissenschaftlicher Durchbruch verändert die Welt ... Die Erde ist keine Scheibe und Krebs ist kein Todesurteil".Als würde jemand behaupten, Krebs sei ein Todesurteil. Rath dreht die Verhältnisse um. Aus Aberglaube wird Fortschritt, aus der Realität wird Rückständigkeit. All das wird nicht als Glaubensfrage dargestellt, sondern als wissenschaftlich bewiesen. Auch die Scientology-Organisation propagiert Vitamine als Wundermittel, http://www.Ingo-Heinemann.de/Medikamente.htm. Es ist jedoch kein Anhaltspunkt dafür ersichtlich, dass Rath Scientology-Anhänger ist. Der ehemalige Scientologe Wilfried Handl berichtet allerdings in seinem Buch "Scientology - Wahn und Wirklichkeit", dass die Rath-Filiale in Wien von zwei Scientologen geleitet wird. |
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Krebs-Wunderheilung
per Versandhandel?
| Matthias Rath scheint Marktführer
zu sein. Seine Holding (>>) betreibt einen Versandhandel
und macht vermutlich Umsätze in zweistelliger Millionenhöhe,
so das TV-Magazin Report am 9.2.04, aus dem auch die Abbildungen rechts
stammen. Rath macht Werbung mit Vorträgen, für die er wiederum
mit riesigen Plakaten wirbt.
Raths eigene Angaben zum Umsatz und Einkommen >> Text des Plakates Abbildung rechts: "Krebs ist heilbar! Natürlich! Jetzt kommt Dr. Rath". |
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| Briefkastenwerbung
Ein Bestellzettel wurde im Dezember
2006 in einen Briefkasten eingeworfen. In einem unfrankierten Briefumschlag
ohne jede Aufschrift.
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In den zahlreichen Rath-Websites ist kaum etwas über ein solches Beraternetz zu finden.
Das Deutsche
Ärzteblatt schreibt von einem "Beraternetz".
Der Medizinjournalist Klaus Koch in www.netdoktor.de
von einem "abgeschotteten Beraternetz".
Stimmen aus dem Beraternetz:
In der Website www.ep-beratung.de/krebs.htm (24.12.2007, EP steht für "Esotersche Psychologie") heisst es:
Stimmen über das Beraternetz:"Gerne beraten wir von Esothera Sie auch weiter, als ausgebildete Dr.Rath-Berater. Wir dürfen dies aber aus gesetzlichen Gründen in Deutschland nicht öffentlich tun ...In der Website www.spiritualitaet-eichfuss.de/dr_rath.htm (25.12.2007):
Ich persönlich probiere alles, weil es als „Nahrungsergänzung“ doch niemals schaden kann! – und weil ich nicht weiß, was meinem Körper wirklich fehlt, damit „ER“, der „Innere Arzt“ - und niemals die Ärzte oder deren Medizin – die Reparaturarbeiten durchführen kann. Als guten Ratgeber habe ich dabei immer das Pendel in Aktion gesetzt, auch damit ich nicht unnötig viel Geld für unnötige viele Nahrungs-ergänzungsmittel ausgebe, wie sie von den Herstellern empfohlen werden.""Ich bin Berater im Beraternetzwerk der Matthias Rath B.V. Wenn Sie etwas über die Produkte der Mathias Rath B.V. oder weitere Informationen wünschen, bitte ..."In der Webite www.zellularmedizin-beratung.de stellt Beate Stockmayer sich vor als "Berater-Nr. 00106026" und behandelt "Fragen und Antworten zur Zellular Medizin nach Dr. Rath"
Der Deutsche Verein für Gesundheitspflege e.V.:www.dvg-online.de/NewsletterAG/DVG_informiert-1.pdf
"Eine Fortbildungsakademie in Wittenberg (Sachsen-Anhalt) bildet für 1400 Euro zum "Berater für Zellular-Medizin" aus. Diese Berater sollen dann die Produkte aus dem Haus Rath vermarkten."Klaus Koch über "Die Patente des Dr. Matthias Rath" unter http://www.evibase.de/texte/sz/texte/die_patente_des_dr_rath.htm"Rath hat deshalb von Holland aus ein Netz privater Berater aufgebaut, die er auf seinen Vortragsreisen auf den neuesten Stand bringt. Gleichzeitig versucht er, neue Kunden zu werben."
Die "Akademie" in Wittenberg
dr-rath-academy-wittenberg.de
Domaininhaber: Gesundheits- und Tagungszentrum 06886 Wittenberg Coswigerstrasse
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Administrative Ansprechpartner: Christa Rath - Technischer Ansprechparter:
Markus Haeckl, bei unter derselben Adresse
Impressum:Gesundheits- und Tagungszentrum Wittenberg GmbH & Co.
KG, 06886 Lutherstadt-Wittenberg, Schlossplatz 3 - 5
Vertretungsberechtigter der GmbH Co. KG Christa Rath
Adresse:Gesundheits- Akademie Wittenberg 06886 Lutherstadt-Wittenberg
Schlossplatz 3 - 5
Tel: 03491-429 200
Fax: 03491-429 299
"Die 'Gesundheits-Akademie Wittenberg' soll insbesondere dem nachhaltigen
Informationsaustausch und der konsequenten Ausbreitung des Wissens über
die Prävention und Chancen der Zellular-Medizin und anderer naturwissenschaftlich
begründeter Naturheilverfahren dienen."
| Rath, seine Firmen, seine Gesundheits-Allianz, seine
Akademie, seine Partei:
Alles hängt zusammen In
der Website der "Gesundheits-Allianz" zu finden:
Die Abbildung rechts als vollständige Version:
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Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft vom 19.1.06
Die nachfolgende Pressemitteilung betrifft
nicht etwa ein Ermittlungsverfahren gegen Rath.
Es geht vielmehr um die öffentlich
verbreitete Behauptung amgebicher ärztlicher Behandlungsfehler durch
die "Schulmedizin".
Solche Fehler wurden nicht ermittelt.
Jetzt wird gegen die Eltern ermittelt,
weil sie ihrem Kind durch den Abbruch der Behandlung unnötige Schmerzen
zugefügt haben sollen.
| Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft
Koblenz vom 19.1.2006
http://cms.justiz.rlp.de/justiz/nav/634/634b8376-d698-11d4-a73d-0050045687ab,,,,2be70a9f-3079-06fd-35a3-11bb63b81ce4.htm Pressemeldung vom 19.01.2006 Todesermittlungsverfahren Dominik F. - Ermittlungen abgeschlossen - keine Hinweise auf fremdes Verschulden am Tod des Kindes - 1. In dem Todesermittlungsverfahren betreffend des am 01.11.2004 verstorbenen Kindes Domink F. liegen der Staatsanwaltschaft Koblenz nunmehr alle Ergebnisse der angeordneten und durchgeführten umfangreichen Ermittlungen vor. Die Auswertung zwei ergänzender Gutachten des Leiters des Institutes für Rechtsmedizin, der Aussagen behandelnder Ärzte und des Pflegepersonals sowie der beigezogenen Krankenakten aus neun deutschen Krankenhäusern, in denen das Kind behandelt wurde, hat das bereits in der Presseerklärung 01/05 – Anlage – mitgeteilte Ergebnis der Todesursache bestätigt. Danach ist Dominik F. an einem Herz-Kreislaufversagen als typische Folge der Tumorerkrankung mit Metastasierung in zahlreiche Organe, insbesondere die linke Lunge, verstorben. Anhaltspunkte für die auch öffentlich verbreitete Behauptung ärztlicher Behandlungsfehler haben die Ermittlungen dagegen nicht ergeben. Die Staatsanwaltschaft Koblenz sieht daher keinen Anlass, gegen einen oder mehrere der behandelnden Ärzte ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung oder Körperverletzung einzuleiten. 2. Im Übrigen ist aufgrund des Ermittlungsergebnisses davon auszugehen, dass auf Wunsch der Eltern im Juni 2003 eine eingeleitete Chemotherapie des Kindes abgebrochen und ein empfohlener operativer Eingriff nicht mehr durchgeführt wurde, obwohl nach den gutachterlichen Feststellungen des Sachverständigen diese Maßnahmen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zumindest zu einer Lebensverlängerung geführt hätten. Da allerdings bei 15 – 20 % der Patienten mit einem entsprechenden Krankheitsbild selbst eine optimale schulmedizinische Behandlung ohne Einfluss auf den Todeszeitpunkt bleibt, kam wegen des im Strafrecht geltenden Grundsatzes „im Zweifel für den Angeklagten“ auch insoweit die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens nicht in Betracht. 3. Allerdings besteht der Verdacht, dass
die Eltern des Kindes entgegen der dringenden Empfehlung der zuletzt behandelnden
Ärzte eine adäquate Schmerztherapie ablehnten. Die Staatsanwaltschaft
Koblenz hat deshalb gegen die Eltern des Kindes ein Ermittlungsverfahren
wegen Körperverletzung eingeleitet.
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Am 2.11.2005 wurde von
de ARD ein 45-Minuten-Film des SWR von Beate Klein gesendet:
"Der Fall Dominik - Vom Geschäft mit der Krebsangst" . |
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Dominik hatte Krebs. Die Ärzte gaben ihm eine Heilungschance von 50 %. Rath machte den Eltern Hoffnung. Die brachen daraufhin die Chemotherapie ab und setzten nur noch auf die Vitamine. Rath führte das Kind auf der Bühne als Beweis für die Wirksamkeit seiner Medikamente vor. Die Ärzte versuchten, den Eltern das Sorgerecht entziehen zu lassen. Das Gericht lehnte ab. Rath triumphierte und behauptete, das Kind sei geheilt - mit seinen Vitaminen. Tatsächlich war das Gericht davon ausgegangen, dass kaum noch Heilungschancen bestanden. Dominik starb (>>), während Raths Propagandamaschine noch behaupetet, er sei geheilt. Dominik starb in Mexiko, nicht im Kreis der Familie. |
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| Rath ist jetzt auch in Süd-Afrika
aktiv. Mehr dazu unten >>.
Dort verkauft er seine Vitamine als Heilmittel gegen AIDS. Auch dort hat Rath eine Kranke vorgeführt. Rechts ein Bild der jungen Frau. Eingeblendeter Text: "Die von Rath in Südakrika präsentierte junge Frau ist Anfang Oktober 2005 verstorben". |
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Auf einen Zuschauerbrief antwortete
SWR-Intendant Peter Voss am 11.1.2006:
"Die Redaktion erreichten nach der Ausstrahlung des Films ungewöhnlich viele Zuschauerreaktionen, darunter sehr viele zustimmende. Die kritischen Zuschriften wie Ihre verwendeten auffallend häufig gleichlautende Textbausteine - ein Umstand, den wir hier nicht weiter kommentieren wollen. Auf ehrenrührige und beleidigende Formulierungen reagieren wir an dieser Stelle ohnehin nicht, sie fallen auf den Urheber zurück." |
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| Dominik
gestorben
Der Spiegel berichtete am 15.11.2004
(Abbildung rechts) in der Rubrik "Scharlatane": "Im Mittelalter führten
die Quacksalber ihre Patienten auf Jahrmärkten vor. Heute tun sie
es im Internet."
Dazu auch GWUP mit Links zu weiteren Artikeln: |
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Das Urteil: Kein Sieg für Rath
Monatelang benutzte Rath eine Gerichtsentscheidung
als Bestätigung seiner Behauptung, dass Dominik auf Grund seiner Behandlung
gesund geworden sei.
Am 4.10.2004 enthüllt Report Mainz:
Es hatte einen traurigen Grund, dass
das Gericht keine reguläre Behandlung angeordnet hat.
Der Text des Berichtes ist zu lesen
unter
http://www.swr.de/report/archiv/sendungen/041004/04/frames.html
Ein Video des Berichtes ist anzusehen
unter
http://www.swr.de/report/archiv/sendungen/041004/04/04100404.ram
Report Mainz vom 4. Oktober 2004
Vitamine gegen Krebs - Wie ein "Wunderdoktor"
ein trauriges Schicksal vermarktet
"Nach Anhörung von vier Gutachtern
kommt das Gericht zum Schluss, der Krebs sei bei Dominik so weit fortgeschritten,
dass ihm kein Arzt mehr helfen kann.
In ihrem Beschluss sprechen die Richter
von der Unwahrscheinlichkeit des Heilerfolges. Dominik soll die Chance
haben, seine letzten Monate im Kreise der Familie zu verbringen. Doch was
macht Matthias Rath daraus? Fünf Wochen später in einer Zeitungsanzeige
feiert er das Urteil als Sieg seiner Pillenmedizin. Kein Wort über
die Gutachten.
Statt dessen der Satz: »Dominik
lebt und ist nachweislich gesund.«
Rath setzt offenbar darauf, dass der
nichtöffentliche Gerichtsbeschluss nie im Detail bekannt wird.
....
Dominik ist für Matthias Rath
noch immer ein willkommener Werbeträger. Wäre er weiter schulmedizinisch
behandelt worden, hätte er noch eine statistische Heilungschance von
50 Prozent gehabt. Als seine Eltern nur noch auf Raths Pillen setzten,
nahm der Krebs seinen vorhersehbaren schrecklichen Verlauf. Wir wollen
von Rath wissen, was er zu Dominiks Krankheitszustand sagt. Auf unsere
Fragen kein Interview, sondern eine Erklärung, in der Rath daran festhält:
Es gebe keinerlei Hinweise auf Lungenmetastasen.
Wir wissen nicht, wie es Dominik heute
geht. Rath sagt, er sei an einem geheimen Ort im Ausland. Und es gehe ihm
den Umständen entsprechend."
Report Mainz am 9.2.2004
http://www.swr.de/report/archiv/sendungen/040209/01/frames.html
Matthias Rath:
»Wir haben es hier mit einem völlig neuen Verständnis der Krebsbehandlung... Die Botschaft: Knochenkrebs ist natürlich heilbar. Und so gilt ab jetzt, dass Krebs kein Todesurteil mehr ist.«Dr. Christian Steffen, Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte:
»Dieses Epican Forte enthält eine Reihe von Inhaltsstoffen, die ganz normale Nahrungsbestandteile sind: Lysin, Prolin, Arginin, Aminosäuren, Askorbinsäure, Calcium, Polyphenole.
Wenn ich mir das ansehe, können sie diese Wirkstoffe alle mit einem Frühstück bestehend aus einem Ei, einer Apfelsine und zwei Tassen Tee zu sich nehmen.«
| Die Vorträge von Rath sind Massenveranstaltungen und die Säle so gross, dass er kaum noch zu sehen ist. Deshalb befindet sich hinter ihm ein Riesen- Bildschirm. Rechts auf dem Schirm neben Rath der Text "Knochenkrebs ist natürlich heilbar! Dominik wird leben!". Gemeint ist das Kind Dominik, welches kurz darauf auf der Bühne vorgeführt wird. | ![]() |
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| Dominik auch in Rath-Prospekten: "Dominik nach der Chemotherapie": Ein trauriges Kind. "Dominik nach der Zell-Vitaltherapie" reckt optimistisch den Daumen nach oben. | ![]() |
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| Die Eltern wollen das Kind nur noch mit Rath-Vitaminen behandeln lassen. Darüber müssen die Gerichte entscheiden. Die Mutter führt ihren Medizinschrank vor. Rath blickt heraus. | ![]() |
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Der
Wolf im Schafspelz:
Rath kritisiert das "Pharma-Geschäft
mit dem Krebs" und betreibt es selbst
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Der Spiegel (45/2005) berichtete über die "Tragödie am Kap". Bereits in der Überschrift die Einschätzung als "Scharlatan" und "Vitaminhändler". Jeden Tag sterben tausend von den 6,5 Millionen HIV-infizierten Südafrikanern. Die dortige Gesundheitsministerin toleriert oder uterstützt Rath. Erst wenn man ihr nachweise, dass die Rath-Vitamine "giftig" seien, wolle sie sich distanzieren. Sie selbst empfiehlt "Knoblauch, Olivenöl und Zitronenschalen" gegen die Aids-Seuche, die allein schon wegen fehlender Einsicht der Regierenden eine Tragödie ist. |
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Fachkreise warnen übereinstimmend
Dazu inbesondere auch ein GWUP-Bericht über eine Studie des Berliner Kinderarztes Professor Dr. Gerhard Gaedicke, Direktor der Klinik für Allgemeine Pädiatrie der Charité. Deren Ergebnis: Keine nachweisbaren Wirkungen:
| ddp 13.2.04
Schulmediziner warnen: Krebs heilt man nicht mit Vitaminen Berlin (ddp). Schulmediziner warnen vor Scharlatanen, die Krebs bei Kindern mit Vitaminen heilen wollen. «Immer wieder», beklagt Professor Günter Henze von der Berliner Charite,«wenden sich verzweifelte Eltern in ihrer großen Not an vermeintliche Wunderheiler, die mit pseudowissenschaftlichen Begründungen das sprichwörtliche 'Blaue vom Himmel' versprechen, es aber nie halten können». Henze, Sprecher des Kompetenznetzes Pädiatrische Onkologie und Hämatologie, bezieht sich auf einen konkreten Fall, der bundesweit derzeit für Aufsehen sorgt. Ein Mediziner behauptet in Flugblättern, ein 14-jähriges, an Knochenkrebs erkranktes Kind durch Vitamine geheilt zu haben und wirbt so für die von seinem Unternehmen aus Holland vertriebenen Vitaminpillen. Nach Darstellung von Henze besteht unter zahlreichen Experten Einigkeit darüber, dass dieses Kind kaum Überlebenschancen hat, sollte ihm weiter eine schulmedizinische Behandlung verweigert werden. Der Experte appelliert nachdrücklich an die Eltern von krebskranken Kindern, sich der Schulmedizin anzuvertrauen, die in den letzten Jahren überragende Erfolge erzielt habe. Schulmedizin sei «mehr als Pillen geben und Spritzen setzen». Der Klinikdirektor an der Charité verweist unter anderem auf die psychosoziale Betreuung und das altersgerechte Umfeld in den etwa 40 auf Krebs bei Kindern spezialisierten Kliniken in Deutschland. Die Behandlung dort erfolge in engem Kontakt zwischen Ärzten und Eltern. Der Professor verweist darauf, dass die Schulmedizin mit soliden Statistiken und nicht mit Einzelschicksalen arbeitet. Diese zeigten, dass heute bei 75 Prozent der krebskranken Kinder die Aussichten auf Heilung sehr gut sind. Den Heilungskonzepten liegt, wie Henze betont, eine kombinierte Behandlungsstrategie zugrunde. Mit der Chemotherapie werde die Vernichtung der so genannten Mikrometastasen angestrebt. Die lokale Behandlung des Tumors erfolgt durch Operation und/oder Strahlentherapie. Das Kompetenznetz Pädiatrische Onkologie und Hämatologie vernetzt das Wissen von rund 250 Experten an 12 Krebszentren und 12 kinderkrebsheilkundlichen Zentren. Maßgeblich unterstützt wird es von der Deutschen Krebshilfe, der Kinderkrebsstiftung und vom Bundesforschungsministerium. ALLE KOMPETENZNETZE DER MEDIZIN
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Unlautere Werbung für Wirksamkeit gegen Krebs verboten
Der Verein für Konsumenteninformation
VKI in Wien berichtet unter
http://www.verbraucherrecht.at/development/typo/test/index.php?id=49&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=1296&cHash=cb0e87d174
über ein (noch nicht rechtskräftiges)
Urteil vom 2.2.2006 des Handelsgerichts Wien Aktenzeichen 19 Cg 36/04x
Verein für Konsumenteninformation
gegen Dr. Rath Health Programs BV mit Sitz in den Niederlanden
http://www.verbraucherrecht.at/development/typo/test/uploads/media/HG_Wien_2.2.06_19_Cg36_04x.pdf
(PDF-Datei, 4,5 MB)
Der Rath-Firma wurde verboten:
"in ihrer Werbung ... den unrichtigen Eindruck zu erwecken, die von ihr vertriebenen Präparate, etwa "Dr. Raths Zellular-Medizin-formulars" könnten schwerste Erkrankungen wie insbesondere Krebs heilen und/oder ihnen vorbeugen, wenn diese Behauptungen wissenschaftlich nicht erwiesen sind und darauf nicht in eindeutiger und unmissverständlicher Weise hingewiesen wird.Zur angeblich krebsheilenden Wirkung der Produkte schreibt der VKI in seinem Bericht über den Prozess, diese sei wissenschaftlich nicht bewiesen und auch im Prozess "wurde der Beweis nicht angetreten". Die Rath-Firma hat es also garnicht erst versucht, den wissenschaftlichen Beweis anzutreten.
In der Website http://www4ger.dr-rath-foundation.org/DIE_FOUNDATION/dr_rath_prozess_hamburg.htm wird berichtet, dass ein Verfahren vor dem Amtsgericht Hamburg am 21.9.2006 gem. § 153 a Strafprozessordung eingestellt wurde, nachdem Rath sich mit der Zahlung von 33.000 Euro an eine gemeinnützge Einrichtung einverstanden erklärt hatte.
Auszug aus § 153 a Strafprozessordnung StPO:Hamburger Abendblatt 10.10.2006: "Mit einem blauen Auge ist der Doktor nun strafrechtlich davongekommen. Da Rath gegen einen früher verhängten Strafbefehl von 75.000 Euro Geldstrafe Einspruch eingelegt hatte, war es zum Prozess gekommen."
(1) Mit Zustimmung des für die Eröffnung des Hauptverfahrens zuständigen Gerichts und des Beschuldigten kann die Staatsanwaltschaft bei einem Vergehen vorläufig von der Erhebung der öffentlichen Klage absehen und zugleich dem Beschuldigten Auflagen und Weisungen erteilen, wenn diese geeignet sind, das öffentliche Interesse an der Strafverfolgung zu beseitigen, und die Schwere der Schuld nicht entgegensteht.
Die WELT vom 21.9.2006 berichtete unter dem Titel "Vitamin-Arzt Rath vor Gericht": "Er teilte mit, dass er mit den von ihm vertriebenen Präparaten einen Jahresumsatz von 60 Millionen Euro macht. Er selbst beziehe aber nur ein Gehalt von netto 6.700 Euro."
Die WELT vom 10.10.2006 fasste zusammen: "Dem umstrittenen Arzt war
von der Hamburger Staatsanwaltschaft vorgeworfen worden, über seine
Firma in den Niederlanden ohne arzneimittelrechtliche Zulassung Vitaminprodukte
zur direkten Online-Bestellung angeboten zu haben. Auch habe er diesen
Mitteln therapeutische Wirkungen zugeschrieben, die sie gar nicht hätten.
Ein weiterer Vorwurf betraf eine Internet-Seite mit einem Link zu der Seite
"Informationen über natürliche Krebstherapie". Rath, meinte die
Anklagevertreterin, habe wider besseres Wissen vorgegaukelt, dass diese
Produkte akute Krebserkrankungen heilen könnten. Rath hatte dazu mit
einer schriftlich vorbereiteten Erklärung Stellung genommen.
"
"Einlassung von Dr. Matthias Rath im Rahmen der Gerichtsverhandlung
am 21. September 2006 beim
Amtsgericht in Hamburg" unter http://www4ger.dr-rath-foundation.org/DIE_FOUNDATION/dr_rath_einlassung_hamburg.htm
Rath
verurteilt: Warnung vor Schulmedizin
und Werbung mit Krebsheilung und Krankengeschichten verboten
| Die Präsidentin des Kammergerichts
- Pressestelle - Pressemitteilung 2/2005
Kammergericht: Urteil zur Werbung mit Vitaminprodukten (auch) zur Heilung akuter Krebserkrankungen Das Kammergericht untersagte dem Mediziner Dr. med. R. eine Werbung für Vortragsveranstaltungen über seine besonderen Naturheilverfahren mit solchen Anzeigen wie im Februar 2004 in einer Berliner Programmzeitschrift. Im Berufungsurteil wurde er verurteilt, bei Vermeidung eines Ordnungsgeldes von bis zu 250.000,00 € diese Werbung mit Angaben, wonach die von ihm gehandelten Produkte, Vitamine und Mineralien auch Krankheiten wie Krebs erfolgreich bekämpfen können, und mit Krankheitsgeschichten zu unterlassen. Dr. R. forderte in der Anzeige u.a. auf, sich bei einer Krebserkrankung von der schulmedizinischen Behandlung abzuwenden und zur alleinigen Behandlung auf Naturpräparate des Dr. R. zu vertrauen. Die Krankheitsgeschichte betraf hier den krebskranken Jungen Dominik, der später verstarb. Der 5. Zivilsenat des Kammergerichts stellte fest, dass diese Werbung des Dr. R. unlauter sei im Sinne des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb und ein Verstoß gegen das Heilmittelwerbegesetz. Das Heilmittelwerbegesetz schränkt die Möglichkeit der allgemeinen Werbung außerhalb von Fachkreisen ein. Damit soll verhindert werden, dass jemand glaubt, er könne ein auch bei ihm vorliegendes Leiden durch die Einnahme des beworbenen Präparates heilen, und daher von einem Arztbesuch absehen, den er ohne die Werbung gemacht hätte und der noch zum rechtzeitigen Erkennen ernster Leiden geführt hätte. Die Richter führten aus, dass Dr. R. sich nicht auf den Schutz des Grundgesetzes berufen könne, weil der Schutz der Krebspatienten, die aufgrund der Werbung schulmedizinisch gebotene Heilbehandlungen eigenmächtig abbrechen und auf Dr. R.- Produkte vertrauen, im Vordergrund stehe. Auch sein gesundheitspolitisches Anliegen überzeugte die Richter nicht. Dr. R. habe sich selbst nicht ernsthaft darum bemüht, seine Produkte als Arzneimittel im Sinn des Arzneimittelgesetzes zuzulassen bzw. deren Wirksamkeit durch klinische Studien zu belegen. 1. Instanz: Landgericht Berlin –102 O 59/04
– vom 20. Februar 2004;
Ilona Wiese, Pressesprecherin |
Verurteilung wegen irreführender Werbung für Lebensmittel
Das Gericht hat festgestellt,
dass Rath sich wegen irreführender Werbung strafbar gemacht hat.
Rath hat "Lebensmitteln
heilende Wirkungen beigelegt, die wissenschaftlich nicht ausreichend gesichert"
sind.
Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten (Aktenzeichen 333 Cs 45/02) hat Rath am 16.10.2003 zu einer
Geldstrafe von 45.000 Euroverurteilt:
"Der Angeklagte [Dr. Matthias Willfried Rath] wird wegen eines vorsätzlichen Verstosses gegen das Verbot irreführender Werbung gem. § 17 Abs. 1 Ziff. 5 LMBG zu einer Geldstrafe von 90 (neunzig) Tagessätzen zu je 500 (fünfhundert) Euro verurteilt.""LMBG" oder auch nur "LMG" ist das Gesetz über den Verkehr mit Lebensmitteln, Tabakerzeugnissen, kosmetischen Mitteln und sonstigen Bedarfsgegenständen, kurz Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz.
Vermutlich wurde mit dem Begriff "Nahrungsergänzungsmittel" absichtlich eine Grauzone zwischen Lebensmitteln und Arneimitteln geschaffen. Zu deren Abgrenzung nennt Rechtsanwalt Christoph Glökler in http://www.gesundheitsrecht.de/arzneimittel2.html die Kurzformel: "Ein Präparat kann nicht gleichzeitig Arznei- und Lebensmittel sein". Nahrungsergänzungsmittel sind Lebensmittel, sehen aber oft aus wie Arzneimittel.
| § 17 Abs. 1 Ziff. 5 LMBG lautet:
LMBG § 17 Verbote zum Schutz vor Täuschung (1) Es ist verboten, 5. Lebensmittel unter irreführender Bezeichnung, Angabe oder Aufmachung gewerbsmäßig in den Verkehr zu bringen oder für Lebensmittel allgemein oder im Einzelfall mit irreführenden Darstellungen oder sonstigen Aussagen zu werben. Eine Irreführung liegt insbesondere dann vor,Das Gesetz ist zu finden unter http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/GESAMT_index.htmla) wenn Lebensmitteln Wirkungen beigelegt werden, die ihnen nach den Erkenntnissen der Wissenschaft nicht zukommen oder die wissenschaftlich nicht hinreichend gesichert sind, |
Das Gericht hat festgestellt, dass
Rath sich wegen irreführender Werbung strafbar gemacht hat.
Rath hat "Lebensmitteln heilende Wirkungen
beigelegt, die wissenschaftlich nicht ausreichend gesichert, nämlich
mindestens fachlich umstritten sind" und damit den Lebensmitteln
den "Anschein eines Arzneimittels gegeben" (>>).
Urteil wegen unlauterer Werbung
Das Landgericht Berlin 102 O 20/01 hat
Dr. Rath persönlich verurteilt, es zu unterlassen, mit den Angaben
"Der renommierte Arzt ..." und "Der renommierte Wissenschaftler ..." zu
werben.
Es handele sich um Handeln im geschäftlichen
Verkehr zu Zwecken des Wettbewerbs in Form einer Aufmerksamkeitswerbung,
und nicht etwa um politische Äusserungen. Denn "die Produkte der Mathias
Rath B.V. (seien) untrennbar mit dem Beklagrten verbunden".
Das nicht rechtskräftige Urteil als
Volltext unter:
Rath
wird verboten, Medizin-Professor als "Handlanger der Pharmakartells" zu
bezeichnen
| Aus: "Zentrum für Wissenschaft und
kritisches Denken" der "Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung
von Parawissenschaften e.V." (GWUP)
http://gwup.org/aktuell/news.php?aktion=detail&id=186 Vitamin-Papst verliert vor Gericht Matthias Rath darf Münsteraner Professor
nicht mehr verunglimpfen
29.03.2004 - Der umstrittene Mediziner Matthias Rath ist wieder in den Schlagzeilen. Der Arzt und seine "Dr. Rath Gesundheitsstiftung" empfehlen hochdosierte Vitaminpräparate zur Behandlung einer Vielzahl von Krankheiten. Die Präparate, die er selbst vertreibt, sollten beispielsweise im letzten Jahr gegen die Lungenkrankheit SARS helfen. Ferner unterstellt er der Weltgesundheitsorganisation WHO, absichtlich Informationen über sinnvolle Alternativtherapien zu unterdrücken und damit die Geschäfte der Pharmaindustrie zu schützen. Seine Behandlungsmethoden werden von vielen Medizinern jedoch heftig kritisiert. Rath reagiert auf eigenwillige Weise. So hatte er den Münsteraner Professor Heribert Jürgens, Dekan der Fakultät und Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinderhämatologie und Krebsheilkunde, als "Handlanger des Pharmakartells" bezeichnet, weil dieser sich kritisch zu Raths Methoden geäußert hatte. Werbung für Vortragsreisen hatte Rath wie Steckbriefe gestalten lassen, auf denen er Jürgens angegriffen hatte. Gleichzeitig hatte er lt. "Ärzteblatt" vom 13.02.2004 Strafanzeige gegen den Professor erstattet, wegen versuchten Totschlags und Körperverletzung. Jürgens hatte u. a. davor gewarnt, einem krebskranken Jungen die konventionellen Behandlungsmethoden zu verweigern und ihn durch eine von Rath propagierte "Zellular-Therapie" zu behandeln. Um das Leben des Jungen nicht zu gefährden, ließ er den Eltern das Sorgerecht entziehen. Ferner zeigte er Rath an - wegen Verdachts der falschen Verdächtigung und der qualifizierenden Verleumdung. Das Landgericht Münster bestätigte nun eine Verfügung des Amtsgerichts, wonach der streitbare Vitaminverfechter seinen Kontrahenten Prof. Jürgens nicht mehr als Handlanger der Pharmakartells bezeichnen darf. Aus gutem Grund: So kommt die "Krebsliga Schweiz" in einer Analyse vom letzten Jahr zu dem Schluss, dass keinen Beweis dafür gebe, dass die von Matthias Rath verkauften, teilweise hoch dosierten und teuren Präparate der Krebsvorbeugung dienten, geschweige eine Heilung bei Krebs bewirkten. Auch die Österreichische Krebshilfe warnt vor dessen Methoden. Deren Vorstandsmitglied Prof. Dr. Michael Micksche betont, Raths angeblich bahnbrechende Forschungsergebnisse bezögen sich lediglich auf Untersuchungen mit Krebszellen im Labor und gäben keinen gültigen Hinweis, eine Methode direkt auf den Patienten / Gesunden zu übetragen. Die Erkrankung des Jungen in den Vordergrund seiner Geschäftskampagne zu stellen, hält er für unverzeihlich. Auch der österreichische "Verein für Konsumenteninformation" warnt ausdrücklich vor den irreführenden Werbeversprechen des lt. Eigenwerbung, "weltbekannten Wissenschaftlers". Weder die wissenschaftliche noch die juristische Auseinandersetzung um die Mega-Vitamin-Therapie sind damit zuende: Rath war im Februar 2004 in vielen europäischen Städten auf Vortragstour. Außerdem hat er angekündigt, gegen Professor Jürgens weiter gerichtlich vorzugehen - nun in höheren Instanzen. Außerdem kündigte Rath an, "diese Anzeige auf alle Personen auszudehnen, die sich entgegen aller wissenschaftlichen und medizinischen Erkenntnisse jetzt noch an die Seite von Jürgens stellen." Und den kranken Dominik benutzt er weiterhin für seine Werbung. Quellen:
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Patente sagen nichts über die Wirksamkeit
oder Funktionsfähigkeit des patentierten Produkts aus.
Klaus Koch über "Die Patente des
Dr. Matthias Rath" unter http://www.evibase.de/texte/sz/texte/die_patente_des_dr_rath.htm
| Süddeutsche Zeitung vom 11.02.1004
http://www.sueddeutsche.de/sz/wissenschaft/red-artikel1486/
Die Patente des Dr. Matthias Rath
Zitat: "Nach Recherchen der SZ sind allein in den USA bereits vier Patente auf seinen Namen erteilt, mindestens neun weitere Anträge hat er dort eingereicht. Hinzu kommen laut Europäischem Patentregister 17 Anmeldungen, in denen Rath weltweit Schutzrechte unter anderem für pharmazeutische Erfindungen beansprucht. Einige Anträge sind bereits abgelehnt; falls aber die übrigen Patente erteilt werden, könnte der von Holland aus agierende Mediziner seinen Konkurrenten im Vitamingeschäft den Verkauf ähnlicher Produkte untersagen und ein Monopol aufbauen, das dem einer Pharmafirma gleicht - samt enormer Gewinne." |
Schweiz:
Volksbegehren für unkontrollierten Handel mit Medikamenten
| Tages-Anzeiger Zürich 13.02.2004
Vitamin-Guru spannt Stöhlker ein Der umstrittene deutsche Arzt Matthias Rath rief dazu auf, in der Schweiz eine Vitamin- Initiative zu lancieren. Jetzt steht das Begehren - auch dank Klaus J. Stöhlker. Von Hugo Stamm Riesige Plakate, grosse Inserate und unzählige Handzettel künden es an: «Jetzt kommt Dr. Rath». Und wie er kommt! Als Robin Hood der Krebspatienten, der den Kampf mit dem übermächtigen Pharmakartell aufnimmt - heute Abend im Zürcher Kongresshaus. Die vielen Schweizer Fans und Verbündeten befolgten seinen früheren Rat, gründeten den Verein Pro Gesundheit Schweiz und lancierten die Vitamin-Initiative. Ins Boot holten sie den Zürcher PR-Berater Klaus J. Stöhlker. Das Volksbegehren verlangt, dass Nahrungsergänzungen, etwa Raths teure Vitamin-Präparate, frei hergestellt, eingeführt und verkauft werden können. Vereinspräsident Frank Thrier erklärte, dass im Initiativkomitee hochrangige Vertreter aus FDP, SVP, CVP und SP Einsitz nähmen. Namen wollte er keine nennen, da die Namenliste noch nicht bereinigt sei. Konsumentenschützerin und SP-Ständerätin Simonetta Sommaruga winkte jedenfalls entschieden ab. Stöhlker wollte sie ins Komitee holen. Die Initiative sei im Widerspruch zur Lebensmittel- und Heilmittelgesetzgebung, antwortete Sommaruga. Es gehe offensichtlich darum, die aufwändige Prüfung der Heilmittel zu umgehen. «Kriterien wie Sicherheit, Bioverfügbarkeit und Reinheit werden damit ausser Acht gelassen», schrieb Sommaruga in ihrer Absage an Stöhlker. «Persönliches Interesse» Stöhlkers Der PR-Berater betont, er habe das Mandat vom Verein und nicht von Rath bekommen. Auch Präsident Thrier erklärt, Rath sei nur ein Partner auf der internationalen Ebene. Beide wollen sich aber nicht vom umstrittenen deutschen Arzt distanzieren. Auf die Frage, woher der Verein das Geld habe, um Stöhlkers Tageshonorare von 5000 Franken zu zahlen, sagt Thrier: «Stöhlker hat auch ein persönliches Interesse, uns zu unterstützen.» Zur Auseinandersetzung um Rath sagte Stöhlker vieldeutig: «Die Meinungen gehen weit auseinander.» Eindeutig ist aber, dass die Unterlagen für die Initiative demnächst zur Prüfung nach Bern geschickt werden und die Unterschriftensammlung spätestens im Mai starten soll. Keine Zurückhaltung wird sich Rath beim heutigen Auftritt in Zürich auferlegen. Er wird in einer showartigen Präsentation erklären, dass seine Vitaminpräparate Krebs, Aids, Herzinfarkte, Schlaganfälle, Osteoporose und viele andere Krankheiten heilen können. Und dass «die Pharmaindustrie mehr Tote produziert als alle Kriege zusammen». Der 58-jährige Rath kennt keine leisen Töne. Sein wirksamster Werbeträger ist der achtjährige Dominik. Inserate und Plakate zeigen den jungen Krebspatienten in Siegerpose. Die Krankengeschichte des Knaben geht ans Herz. Dominik erkrankte im September 2002 an Knochenkrebs. Zuerst wurde er in Münster therapiert. Als die Amputation des rechten Beins zur Diskussion stand, suchten die Eltern einen Ausweg. Ein Chirurg in München operierte den Tumor heraus und ersetzte den fehlenden Knochen mit einer Prothese. Metastasen in der Lunge Dann kam die nächste Hiobsbotschaft. In der Lunge hatten sich Ableger gebildet. Professor Heribert Jürgens setzte die Chemotherapie in Münster fort und wollte die Metastasen operativ entfernen. Inzwischen hatten die Eltern bei Matthias Rath Hilfe gesucht. Ihr Entscheid: Abbruch der Chemotherapie. Der kleine Krebspatient wird seither mit Raths Vitaminen «behandelt». Der Arzt lässt sich als Lebensretter von Dominik feiern. Für die Ärzte ist der Abbruch der Behandlung gefährlicher Leichtsinn. Sie beantragten vor Gericht, den Eltern sei das Gesundheitssorgerecht für Dominik zu entziehen. Ein Gutachter wies anhand von Langzeitstudien nach, dass bei einer chemotherapeutischen Behandlung die Heilungschancen bei 30 bis 40 Prozent liegen. Ohne Behandlung sterbe Dominik innerhalb von vier bis fünf Jahren zu 99 Prozent. Die Richterin entzog den Eltern das begrenzte Sorgerecht. Es begann ein Kesseltreiben gegen Jürgens. Rath reichte Strafanzeige wegen versuchten Totschlages gegen den Arzt ein und pflasterte Münster mit Plakaten und Flugblättern zu, in denen Jürgens angegriffen wird. An Präsentationen führt Rath Dominik auf der Bühne vor. Der Staatsanwalt wies Raths Strafanzeige am 6. Januar ab. Wann und wie die Therapie von Dominik fortgesetzt werden kann, ist angesichts des aufgeheizten Klimas unsicher. Auszug aus einem Drohbrief an Jürgens: «Solchen Ärzten müssten ohne Betäubung sämtliche Eingeweide entfernt werden.» Die Lungenbilder des kleinen Dominik dienen nun Rath als Beweis für die heilende Kraft seiner Präparate. Übergross prangen sie auf Plakatwänden. Darauf sind keine Metastasen mehr zu sehen. Fachliche Unkenntnis oder Betrug, sagt Jürgens. Rath zeige nicht den richtigen Lungenausschnitt. Es seien durchaus noch Tumore vorhanden, wenn auch kleine. Doch Rath schreibt: «Dominik ist geheilt.» Inzwischen hat sich auch das deutsche Bundesinstitut für Arzneimittel eingeschaltet und bezeichnete am Dienstag das Vorgehen Raths als Scharlatanerie. Und die Berliner Universitätsklinik Charité erklärte, mit Vitaminen lasse sich kein Krebs heilen. Hingegen zeigten Studien, dass sich 75 Prozent aller krebskranken Kinder mit Hilfe der Medizin heilen liessen. George W. Bush eingeklagt Solche Urteile fechten Rath nicht an. Mit seinen Kampagnen und Verschwörungstheorien schafft er es, eine riesige Fangemeinde und Kundschaft hinter sich zu scharen. Er spielt sich als Held im Kampf gegen böse Mächte aller Art auf. So hat er kürzlich eine Klage wegen Völkermords und anderer Verbrechen gegen die Menschlichkeit beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag eingereicht. Neben den Präsidenten der grossen Pharmamultis sind auch hochrangige Politiker wie George W. Bush angeklagt. Rath selbst scheut sich nicht, seine Kunden tüchtig zu rupfen, sind doch die Präparate überteuert. Sein Jahresumsatz wird auf 100 bis 200 Millionen Franken geschätzt, der Gewinn auf 25 Prozent. Berater vertreiben die Präparate, die bereits von Zehntausenden geschluckt werden. Der Trick: Nicht nur Patienten müssen sie einnehmen, sondern auch Gesunde - zur Vorsorge gegen schwere Krankheiten. |
Links
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Öko-Test über Rath und seine
Partei
http://oekotest.de/cgi/nm/nm.cgi?doc=akt-140905-rath
"Aggressives Marketing Werbung per Steckbrief
- Wie Dr. Matthias Rath seine fragwürdigen Vitaminpräparate als
Heilmittel gegen Krebserkrankungen anpreist" von Klaus Koch Deutsches Ärzteblatt,
Jg. 101, Heft 7, 13. Februar 2004, Rubrik Medizinreport
http://www.aerzteblatt.de/pdf/101/7/a398.pdf
"Heilpraktiker in der Krebstherapie: Einige
(selbst-)kritische Gedanken zur Rolle der Naturheilkunde in der Onkologie"
von Manfred D. Kuno, Heilpraktiker, Berlin
http://www.krebs-kompass.de/heilpraktiker_krebstherapie.html
Freitag, 13.02.2004, 21:15 - 22:00 Uhr,
NDR, "Aktuelle Schaubude": "Mogelpackung - Wunderdoktor Rath will mit Vitaminen
Krebs heilen"
http://www.ndr.de/tv/schaubude/archiv/20040213_wunderdoktor.html
Ärztliche Praxis Online, 13.02.2004:
"Warnung vor Krebs-Therapie mit Vitaminen.
Experten: Wirkung der Präparate ist in keiner Weise belegt"
http://www.aerztlichepraxis.de/db/shownews/1076676540/9/1/news.html
Berliner Morgenpost, 13.02.2004
"Ein-Mann-Show des Krebsheilers. Charité-Mediziner
kritisiert Raths Vortrag zur Vitamintherapie" von Rémy Kappeler
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story659258.html
TAZ 10.2.2004: Die seltsamen Geschäfte
des Dr. Rath
http://www.taz.de/pt/2004/02/10/a0048.nf/text.ges,1
Österreichische
Krebshilfe warnt vor Dr. Rath" (05.02.2004) Krebs-Kompass 22.02.2004
Arbeitskammer Wien warnt vor Vitamin-Cocktails" (06.02.2004) Krebs-Kompass 22.02.2004
| Datum: Wed, 10 Nov 2004 10:57:38 +0100
(MET)
Von: nico1509@gmx.de An: ingo.heinemann@t-online.de Hallo Herr Heinemenn! Sind sie Arzt? Haben Sie Mediezin Studiert? Wissen Sie wieviel Menschen geholfen wurde mit den Vitaminen? Eine menge, und was glauben Sie was los ist mit denen die das nie wieder nehmen dürfen, die weden alle wieder an den selben schmerzen leiden. Sie selber solten sich mal icn den Büchern von DR. Rath durchlesen. Sie wollen mir dochzählen das sie immer 100% zufrieden waren, wenn sie beim Arzt gewesen sind! Ich selber weiss iwe das ist wenn man einen Menschen verliert der an Krebs erkrankt war, jemanden so leiden zu sehen ist für manche mit sicherheit was schönes, aber es gibt noch menschen die das nicht ertragen können.Wenn man in einer Klinik für blöde verkauft wird und dem Kranken geht es schlechter, oder die Schwestern habe vergessen dem Patienten die wichtigen Mittel zu geben dammit bei einer Lungenbestrahlung nicht die Speiseröhre verband wird, das alles sind Menschenunwürdig.Alle reden immer davon was Dr. Rath im Jahr verdient, aber was die Phrama im Jahr hat und wofür die das rauswefen das wird nicht gesagt, wieso auch das ist ja die Macht und der Dr. Rath ein kleiner den man mal schnell an die Wäsche kann.Ich wünsche keinem was schlechtes,aber ich hoffe das alle die, die am meisen darüber gschimpft haben, das die irgendwann auf DIESE Vitamine zurück greifen müssen. |