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AGPF - Aktion für Geistige und Psychische Freiheit e.V., Bonn

Menschenrechte und Grundrechte
Vielen Sekten wird die Verletzung von Menschenrechten vorgeworfen.
Manche Sekten wiederum werfen dem Staat und Kritikern die Verletzung von Menschenrechten vor.



 
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Adresse dieser Seite: http://www.AGPF.de/Menschenrechte.htm Zuletzt bearbeitet am 23.10.2001

 
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Zunächst zum Sprachgebrauch:

"Grundrechte" ist der Sprachgebrauch des deutschen Grundgesetzes, der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland.
"Menschenrechte" ist der internationale Sprachgebrauch.
Inhaltlich ist vieles weitgehend identisch.

In erster Linie sind das Rechte des Bürgers gegen den Staat.
Längst hat sich aber auch durchgesetzt, daß sich auch Privatpersonen und private juristische Personen an die Grundrechte zu halten haben. Die Ausgestaltung in den einzelnen Ländern ist allerdings sehr vielfältig. Im deutschen Recht ist das die sog. Drittwirkung der Grundrechte. Vgl. dazu zum Beispiel der Vortrag von Norbert Blüm von 1981:


Neben seriösen Menschenrechtsorganisationen gibt es auch unseriöse.
Unseriös ist es, hinter dem Etikett Menschenrechte andere Interessen zu verbergen.
Oder gar den Begriff Menschenrechte zu benutzen, um von eigenen Menschenrechtsverletzungen abzulenken.

Beispiele für seriöse Menschenrechtsorganisationen


 

Die Quellen der Menschenrechte

In den einzelnen Ländern befinden sich die Menschenrechte in den Verfassungen, erlassen vom Parlament.
In Deutschland also das Grundgesetz.
Auf internationaler Ebene handelt es sich um Verträge zwischen Staaten, um internationale Abkommen.

Für Europa ist die Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten von 1951 von besonderer Bedeutung.
Artikel 2 bis 17 enthalten die "Menschenrecht und Grundfreiheiten".
Durch Artikel 19 wird zur Sicherstellung der Einhaltung dieser Rechte und Freiheiten eingerichtet

Das Gründungsdokument der UNO, der Vereinten Nationen, die Charta der Vereinten Nationen vom 26.6.1945 enthält in Artikel 1 als eines der Ziele der UNO
"die Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten für alle ohne Unterschied der Rasse, des Geschlechts, der Sprache oder der Religion zu fördern und zu festigen".

Die von der UNO verabschiedete Allgemeine Erklärung der Menschenrechte vom 10.12.1948 enthält in den Artikeln 1 bis 28 die Menschenrechte und in Artikel 29 die Grundpflichten des Bürgers gegenüber der Gemeinschaft und den Rechten der Mitbürger. Die Abwägung kollidierender Grundrechte der Bürger ist immer eines der schwierigsten Probleme.

Beispiel Religionsfreiheit

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der UNO

Artikel 2 Verbot der Diskriminierung:
Jeder Mensch hat Anspruch auf die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten ohne irgendeine Unterscheidung, wie etwa nach Rasse, Farbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, nach Eigentum, Geburt oder sonstigen Umständen. Weiter darf keine Unterscheidung gemacht werden auf Grund der politischen, rechtlichen oder internationalen Stellung des Landes oder Gebietes, dem eine Person angehört, ohne Rücksicht darauf, ob es unabhängig ist, unter Treuhandschaft steht, keine Selbstregierung besitzt oder irgendeiner anderen Beschränkung seiner Souveränität unterworfen ist.
Artikel 18 Gewissens-., Glaubens-, Meinungsfreiheit:
Jeder Mensch hat Anspruch auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht umfaßt die Freiheit, seine Religion oder seine Überzeugung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder seine Überzeugung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, in der Öffentlichkeit oder privat, durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Vollziehung von Riten zu bekunden.
Europäische Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten
Artikel 9 [Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit]
(1) Jedermann hat Anspruch auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht umfaßt die Freiheit des einzelnen zum Wechsel der Religion oder der Weltanschauung, sowie die Freiheit, seine Religion oder Weltanschauung einzeln oder in Gemeinschaft mit anderen öffentlich oder privat, durch Gottesdienst, Unterricht, durch die Ausführung und Beachtung religiöser Gebräuche auszuüben.

(2) Die Religions- und Bekenntnisfreiheit darf nicht Gegenstand anderer als vom Gesetz vorgesehener Beschränkungen sein, die in einer demokratischen Gesellschaft notwendige Maßnahmen im Interesse der öffentlichen Sicherheit, der öffentlichen Ordnung, Gesundheit und Moral oder für den Schutz der Rechte und Freiheiten anderer sind.

Grundgesetz




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