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Infos über Sekten, Kulte und den Psychomarkt AGPF - Aktion für Geistige und Psychische Freiheit Bundesverband Sekten- und Psychomarktberatung e.V., Bonn Adresse dieser Seite: http://www.AGPF.de/Magie.htm Zuletzt bearbeitet am 14.11.2006 Zur Homepage | Zur Inhaltsseite | Zum Begriff Sekte | AGPF-Spendenkonto |
Schwarze Magie, weisse Magie: alles Humbug oder Betrug
| Wegen zahlreicher telephonischer
Anfragen insbesondere nach "empfehlenswerten Magiern" hier mein Standpunkt
in aller Deutlichkeit: Ich halte solche Angebote für Betrug oder Scharlatanerie
und bin deshalb selbstverständlich nicht bereit, an der Vermittlung
von Anbietern mitzuwirken.
Ingo Heinemann |
Der Begriff Magie lässt
sich nicht klar eingrenzen. Er überschneidet sich mit den Begriffen
Esoterik, Okkultismus, Hexerei und Aberglaube.
Auf dieser Seite geht
es jedoch weder um eine Begriffsbestimmung, noch theoretische Abgrenzungen
oder um Bühnenmagie.
Hier geht es um den Psychomarkt.
Also um die Magie, die
gegen Bezahlung angeboten wird.
Die Verkäufer behaupten
meist, übersinnliche Fähigkeiten zu haben.
Die Käufer glauben
das, entweder aus Dummheit oder aus seelischer Not.
Bei dem Begriff "Magie"
als bezahlte Dienstleistung geht es praktisch nur (noch) um die angebliche
Beeinflussung ganz bestimmter anderer Personen ohne deren Zustimmung, also
ohne deren Wissen und Wollen.
Vermutlich das einzig
noch übriggeblienene Angebot ist die angebliche Partnerzusammenführung
(>>)
. Gemeint
ist:
Magie ist allerdings nur
dann verkäuflich, wenn der Kunde glaubt, dass Magie "funktioniert".
Die Frage ist also:
Hilft
nichts, schadet aber auch nicht?
Das eigene Schicksal beeinflussen
zu wollen, mag gutgäubig, dumm oder abergläubisch sein.
Wenn aber andere beeinflusst
werden sollen, ohne dass die davon wissen, dann sieht das schon anders
aus.
Denn auch wenn die Magie
nichts bewirkt:
Das Verhältnis zwischen
dieses Personen verändert sich.
Und wohl kaum zum Besseren.
Wer glaubt, dass er er
Zuneigung oder Liebe mit magischen Ritualen zurück gewinnen kann,
der beweist lediglich, dass es nicht um Gefühle geht sondern um Ausübung
von Macht über andere.
Die angeblichen Magier
sind einfach nur geschickte Telefon-Verkäufer.
Sie behaupten, sie könnten
etwas bewirken.
Sie behaupten, sie würden
Rituale durchführen.
Nur ein Ritual findet
offenbar immer statt:
Das Ritual der Geldübergabe.
Schwarze Magie, weisse Magie, schwarzweisser Unsinn
Die Magie-Verkäufer bieten oft
auch eine vermeintlich besondere Art der Magie an: Weisse Magie, im angeblichen
Gegensatz zur schwarzen Magie.
Weisse Magie soll nützen, schwarze
Magie soll schädigen.
Schwarze Magie wird weitgehend gleichbedeutend
mit Hexerei benutzt, vor allem aber mit dem angeblichen Voodoo-Zauber.
Zu Voodoo: www.relinfo.ch/voodoo/voodoo.html
Dort heisst es:
"Die "Erste Internationale Kirche des Voodoo“ machte vor einigen Jahren Reklame mit der "Hilfe für Verbrechensopfer“.Dazu ein Werbeschreiben des Peter Lazarov alias Loa Mo Yoruba, der sich als Voodoo-Priester vorstellt, als PDF (ca. 450 KB) unter http://www.AGPF.de/Voodoo-Angebot-Lazarov-96.pdf
Vermeintlich übersinnliche Fähigkeiten beruhen oft auf Beobachtung und Täuschung
Magie und Esoterik behaupten, es gebe Menschen
mit übersinnlichen Fähigkeiten.
Solche angeblichen Fähigkeiten werden
unter den verschiedensten Bezeichnungen verkauft. Meist gibt es keine feststellbaren
Unterschiede zwischen diesen Begriffen. Vielleicht kann man sagen, dass
Esoterik der Sammelbegriff ist und Magie eine der zahllosen Spezialitäten
der Esoterik.
All das ist frei erfunden. Bestenfalls ist Magie nutzlos. Oft handelt es sich schlicht um Betrug. Meist stecken Beobachtung und Täuschung hinter den vermeintlich magischen Fähigkeiten.
Was heute als Wissenschaft bezeichnet wird,
beruhte ursprünglich auf Beobachtung der Natur.
Selbstverständlich gibt es Menschen,
die eine besondere Beobachtungsgabe haben und die in der Lage sind, Schlüsse
aus ihren Beobachtungen zu ziehen.
Auch die Medizin ist so entstanden.
Jemand war krank, ass irgendwelche Kräuter
und wurde gesund.
Seine Vermutung war, dass ein Zusammenhang
besteht.
So ähnlich arbeitet bis heute ein
grosser Teil der Wissenschaft.
Grundlage ist immer eine Beobachtung,
hier die Beobachtung eines zeitlichen Zusammenhanges zwischen dem Verspeisen
von Kräutern und dem Gesundwerden.
Vermutlich war schon immer die Mehrzahl der Beobachtungen und insbesondere der Schlussfolgerungen falsch. Das wurde natürlich meist nicht aufgeschrieben. Zu Wissenschaft gehört heute die Wiederholbarkeit. Das Kraut gilt also nur dann als wirksam, wenn die Mehrheit der Kranken vom Verspeisen gesund wird. Das muss statistisch bewiesen werden. Also müssen auch die Fehlversuche festgehalten werden.Es gibt Menschen mit besonderen Talenten, welche diese Talente als Magie verkaufen.
Dass jemand vermeintlich gesund wird, nachdem er irgend etwas zu sich genommen hat, beweist garnichts.
Wer wird schon behaupten, dass die Gesundung eines Rauchers auf seinen heftigen Nikotinkonsum zurückgeführt wurde.
Selbst wenn jemand den zeitlichen Zusammenhang zwischen Rauchen und Gesundung beobachtet, hält er diese Beobachtung völlig zu Recht für belanglos.
Dass jemand eine Beobachtung macht, ist für sich allein weder eine Grosstat, noch eine Besonderheit.
Der Spiegel Nr. 6/2003
berichtete (Bild rechts):
KRIMINOLOGIE |
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Ein Computer kann bekanntlich nur das,
was man programmiert. Also müssen die Wissenschaftler Mimik-Anzeichen
für Lügen gefunden und programmiert haben. Warum soll nicht jemand
diese auch ohne Computer beobachten können?
Die Behauptung von übersinnlichen
Kräften wird seit langem immer wieder von einer Gruppe von Wissenschaftlern
geprüft, die sich "Skeptiker" nennen.
Deren Verein in Deutschland:
GWUP Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V.
http://www.skeptiker.de
http://www.gwup.org
Deren Zeitschrift:
SKEPTIKER - Zeitschrift für Wissenschaft und kritisches DenkenSeit vielen Jahren wird dort immer wieder berichtet, dass die James Randi Educational Foundation (JREF) eine Million Dollar für denjenigen ausgelobt hat, der paranormale Fähigkeiten unter kontrollierten und doppelblinden Bedingungen unter Beweis stellt. Auch 2004 haben das in Deutschland wieder einige vergeblich versucht: |
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http://www.gwup.org/skeptiker/archiv/2003/3/aberglauben.html
| Stamm, Hugo: Achtung Esoterik.
Zwischen Spiritualität und Verführung. Pendo-Verlag 2000. ISBN: 3-85842-388-2, 29.80 DM - 218.00 öS - 29.80 sfr |
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Vyse, Stuart A.: Die Psychologie des
Aberglaubens
Schwarze Kater und Maskottchen Birkhäuser-Verlag 1999, 278 Seiten, ISBN 3-7643-6082-8 |
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Die meisten lesen Horoskope vermutlich
zum Vergnügen. Manche benutzen sie als echte Entscheidungshilfe. Meist
handelt es sich um Konfektionsware, die anderen Waren kostenlos beigegeben
wird, nämlich in Presseorganen, die durchaus Seriosität beanspruchen.
Oft handelt es sich aber auch um teure Einzelanfertigungen.
In vielen Fällen führt Leidensdruck
zum Magier. Eine Betroffene schreibt in einem Leserbrief:
"Sie locken jeden Tag verzweifelten Menschen die nervlich so am Ende sind das Geld aus der Tasche." (Brief unten)In manchen Fällen bestellt der Kunde magische Angriffe auf Dritte.
Der Begriff Magie scheint sich bei Kunden
und Anbietern als Sammelbegriff durchgesetzt zu haben. Wenn von Esoterik
gesprochen wird, ist vielfach dasselbe gemeint.
In der Themenliste der GWUP
taucht der Begriff Magie nicht auf.
In den einschlägigen Inseraten hingegen
um so häufiger.
Kaum jemand ist bisher mit schlechten Erfahrungen über Magie-Angebote an die Öffentlichkeit getreten und hat bekannt, von einem Magier oder einer Hexe betrogen worden zu sein. Deshalb ist weitgehend unbekannt, daß es sich um einen Markt mit zahllosen Anbietern und beträchtlichen Umsätzen handelt.
Die Geschädigten befürchten wohl,
man werde sie fragen,
"ja glauben Sie denn etwa an so etwas?".
"So etwas", das ist zum Beispiel eine
Partnerzusammenführung
oder Partnerschaftszusammenführung.
Der Anbieter verspricht, den Partner,
der die Beziehung und vielleicht die Wohnung verlassen hat, durch geistige
Einwirkung zu veranlassen, zurückzukehren. Das sei eine Sache von
wenigen Wochen. Kostenpunkt: ein paar tausend Mark.
Es geht garnicht darum, daß die Kunden
wirklich glauben, daß das wirklich klappt.
Kaum einer glaubt aber auch, daß
Betrüger in Zeitungen werben.
Und im übrigen: Sind nicht die Zeitungen
voll von solchen Dingen?
Sagt man nicht, daß es Dinge gibt,
von denen die Schulweisheit sich nichts träumen läßt?
Man hält es immerhin für möglich.
Oder man kann es zumindest nicht ganz ausschließen.
Das ist der ideale Ausgangspunkt für
Scharlatane und Betrüger.
Im übrigen: Betrüger
sind immer überzeugend.
Sonst könnten sie niemanden täuschen
und wären keine Betrüger.
Der Unterschied zu manchen Sekten als Anbieter
auf dem Psychomarkt ist nur gering.
Auch die Scientology-Organisationen behauptet,
"Ein Thetan kann tatsächlich
die Zukunft voraussagen" und bietet an, diese Fähigkeit zu lehren.
Die Kunden befinden sich oft in einer psychischen
Ausnahmesituation, wie auch die Kunden vieler Sekten. In einer solchen
Situation läßt die Kritikfähigkeit nach.
| Aus: Kölner Stadt-Anzeiger vom 2.8.05
- http://www.ksta.de/html/artikel/1122960186681.shtml
Hellseher in Haft Freiburg - Wegen Betruges ist in Freiburg ein selbst ernannter Hellseher festgenommen worden. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, steht der aus Guinea stammende 40-Jährige im Verdacht, ein Ehepaar aus dem Raum Freiburg um über 100 000 Euro geprellt zu haben. Er soll vorgetäuscht haben, den schwer kranken Sohn des Paares durch eine Fluchbeseitigung heilen zu können. Das Ehepaar hatte den Angaben zufolge den
40-Jährigen aus dem französischen Mulhouse in der Hoffnung aufgesucht,
dem Sohn helfen zu können. Der Mann soll einen "Fluch auf Haus und
Sohn" festgestellt und bei mehreren Gesprächen insgesamt weit mehr
als 100 000 Euro kassiert haben, um den angeblichen Fluch zu entfernen
und damit die Krankheit des Sohnes zu überwinden. Die Polizei erfuhr
von dem Geschäft, als der Afrikaner den Eltern riet, ihr Haus zu verkaufen,
um ihm weitere 100 000 Euro aushändigen zu können.
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Angebliche Magier bieten ihre Dienste meist
in Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften an, keineswegs nur in Kleinanzeigen:
Sehr beliebt als Angebote sind auch Prognosen und Analysen.Partnerzusammenführung und/oder Partnertrennung
Partnerrückführung und Partnerschaftsauflösung
Ablösung
Soforthilfe gegen schwarze Magie
Befreiung von allen negativen Einflüssen
Kartenlegen sofort am Telefon
Zukunftsdeutung
Schutzmagie
Glücksmagie
Geschäftsmagie
Liebesmagie
Heilmagie
Magie für Reichtum und Wohlstand
Kraftübertragung
Energieübertragung
Telepathie
Diese Angebote werden durch unterschiedliche Versprechen angepriesen:
Derartige Anspreisungen verstoßen in der Regel gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG). Dagegen können die Konkurrenten und die Verbraucherorganisationen vorgehen."hilft rasch und wirkungsvoll"
"hochwirksam"
"schnelle Hilfe"
"Hilfe auch in allerschwersten und aussichtslosen Fällen"
"auch in schwierigsten Fällen"
"Erfolgreiche Soforthilfe"
"Sofortauskunft"
"sofort"
"100% seriös und erfolgreich"
"nachweisbare Erfolge"
"Dankschreiben ..."
Manche Inserenten nennen schon am Telefon
Preise. Für eine Partnerzusammenführung werden mal 600.- DM verlangt,
mal 1.500.-. Es spricht jedoch viel dafür, daß dies nur
Lockvogelangebote sind, daß anschließend weitere Forderungen
nachgeschoben werden.
Denn verkauft werden letztlich Versprechungen
und Hoffnungen.
Es dürfte nicht allzu schwer sein,
diese laufend zu erneuern.
Ob diese Anbieter Betrüger sind, kann
hier nicht entschieden werden.
Zu einer Straftat gehört neben dem
objektiven Tatbestand (der Begehung einer strafbaren Handlung) auch das
subjektive Moment der Schuld. Darüber läßt sich ohne genaue
Kenntnis des Einzelfalles nichts sagen.
Dazu auch: Psycho-Verträge oft unwirksam - http://www.AGPF.de/Vertrag.htm#nichtig
Wenns um Geld geht, werden Verträge
abgeschlossen, auch wenn davon keine Rede ist.
Solche Verträge sind oft unwirksam.
Urteile Amtsgericht München (212 C
25151/05), bestätigt vom Landgericht München I (30 S 10495/06).
Die Klägerin wollte ihren Partner
zurückholen, der sich von ihr getrennt hatte. Sie beauftragte eine
"Hexe" mit der Durchführung eines Liebeszaubers zwecks Rückführung
und bezahlte mehr als 1.000 Euro. Die "Hexe" hatte mit ihrem angeblichen
Vollmond-Ritual keinen Erfolg.
Sie weigerte sich, das Geld zurückzuzahlen,
weil sie keinen Erfolg garantiert habe.
Das Landgericht verurteilte die "Hexe"
zur Rückzahlung.
Die Vereinbarung sei auf eine Leistung
gerichtet, die objektiv unmöglich sei.
Es sei deshalb unerheblich, ob die Beklagte
einen Erfolg versprochen habe.
Da die geschuldete Leistung nicht erbracht
werden könne, werde auch die Auftraggeberin von ihrer Zahlungsverpflichtung
frei. Sie könne deshalb das schon gezahlte Geld zurückverlangen.
| Amtsgericht München - Pressesprecherin
- 30.10.2006
(Verfasserin der Pressemitteilung: Richterin am Amtsgericht als weitere aufsichtführende Richterin Ingrid Kaps - Pressesprecherin -) Entnommen aus http://www.ag-m.bayern.de/Pressemitteilungen/061030%20-%20Hexenzauber/061030%20-%20Hexenzauber.pdf Pressemitteilung Hexenzauber - nicht nur vergeblich, auch umsonst Ein Liebeszauber ist auf eine objektiv unmögliche Leistung gerichtet. Die dafür ge-leistete Bezahlung muss zurückerstattet werden. So urteilte kürzlich das Amtsgericht München. Was war geschehen? Im Herbst 2003 trennte sich der Lebensgefährte der späteren Klägerin von dieser. Da die Klägerin sich damit nicht abfinden wollte, wandte sie sich an die Beklagte, die sich selbst als Hexe bezeichnete. Sie vereinbarte mit dieser die Durchführung eines Liebeszaubers, mit dessen Hilfe der ehemali-ge Lebensgefährte der Klägerin zu dieser zurückkehren sollte und bezahlte dafür über 1.000,-- EURO. Die Beklagte führte über mehrere Monate, jeweils vor Vollmond, das ent-sprechende Ritual durch, dass allerdings ohne Erfolg blieb. Darauf hin wollte die Klägerin ihr Geld zurück, schließlich sei ihr der Erfolg garantiert wor-den. Die Beklagte weigerte sich, schließlich habe sie keinen Erfolg versprochen. Ein solches Ritual sei nicht stets wirksam, auch wenn es grundsätzlich geeignet sei, Paare wieder zusammenzuführen. Das Amtsgericht München verurteilte die Beklagte zur Rückzahlung der geleisteten Vergü-tung. Dabei spiele es keine Rolle, ob die Beklagte einen Erfolg versprochen habe. Sie habe zumindest einen aus ihrer Sicht potentiell wirksamen Zauber vereinbart. Diese Vereinba-rung sei jedoch tatsächlich auf eine Leistung gerichtet, die objektiv völlig unmöglich sei. Ein Liebesritual sei nicht geeignet, einen Menschen aus der Ferne zu beeinflussen. Da die geschuldete Leistung der Beklagten von dieser nicht erbracht werden könne, werde auch die Klägerin von ihrer Zahlungsverpflichtung frei. Sie könne auch das schon gezahlte Geld zurückverlangen. Dabei spiele auch keine Rolle, dass die Klägerin mit dem Vertrag einverstanden war, da sich in diesem Fall der Rückforderungsanspruch direkt aus dem Gesetz ergebe. Die dagegen eingelegte Berufung blieb erfolglos. |
Anmerkung: Bei solchen Verträgen handelt es sich keineswegs um eine Seltenheit. Neben dem Horoskop und der Hellseherei handelt es sich vermutlich um die häufigste Vereinbarung auf dem Magie-Markt. Zahlungen von weit über 10.000 Euro scheinen keine Seltenheit zu sein.
Urteil
Amtsgericht Nürnberg 18 C 3560/99 Vertrag über "magische Hilfe"
nichtig
Zu Beweisfragen gibt ein Richter Argumente:
Wolf
Wimmer: Parapsychologie, Wissenschaft und Rechtsordnung
Dazu auch: LG Mannheim, Betrügerische Teufelsaustreibung, NJW 1993,
1488
Ein Erfahrungsbericht
als Rundschreiben
| Liebe/r
Wie angekündigt, melde ich mich nun wieder bei Ihnen! bei Dir, um einige Neuigkeiten zum Thema Magier weiterzugeben. Zuerst einmal will ich von meinen eigenen Erfahrungen zum Thema Partnerzusammenführung berichten, denn bei meinem letzten Rundbrief war der Ausgang dieser Sache noch offen. Also, im September 98 hatte ich verschiedene Magier angerufen um eine Partnerzusammenführung machen zu lassen, die meisten waren mir jedoch zu teuer, oder nicht sympathisch. So blieb ich bei einer Dame aus Remscheid hängen, deren Anzeige ich in der Astrovenus entdeckt hatte. Dort war von Liebeszauber die Rede und von Erfolg auch in schwierigsten Fällen. Ihrer honigsüßen Stimme und entgegenkommenden Art bin ich letztendlich auf den Leim gegangen. Nach dem ersten Telefonat machte sie eine kostenlose Analyse, ob die Zusammenführung überhaupt machbar sei. Sie wäre machbar, meinte die Magierin. Zwar sei es nicht ganz einfach, aber möglich. Als Preis nannte Sie auf meine Anfrage hin 300 DM. Beim zweiten Anruf waren es plötzlich 600 DM. Als ich daraufhin ziemlich erstaunt und irritiert war, meinte sie, die 300 DM wären pro Person gerechnet! An dieser Stelle hätte ich eigentlich schon mißtrauisch werden müssen. Aber ich wollte partont diese Zusammenführung und übersah also dieses merkwürdige Gebaren. Dann hieß es auch, in dem Preis wäre regelmäßiges Kartenlegen und eine Beratung einmal pro Monat inbegriffen. Ich ließ mir also gleich zu mehreren Fragen die Karten legen. Als ich das zu einem späteren Zeitpunkt nochmals machen wollte, hieß es plötzlich, das müsste extra bezahlt werden. Nur das Kartenlegen zum Thema Partnerzusammenführung sei inclusive. Da kam dann heraus, wir wären dem Ziel schon deutlich näher gekommen, aber ein bißchen würde es noch dauern. Etwas anderes war da wohl auch nicht zu erwarten. Mal war es der März, dann der Mai, wo es klappen würde. Inzwischen war die Dame auch schon deutlich kürzer angebunden als am Anfang. Immer wenn ich bei ihr anrief, erreichte ich nur den Anrufbeantworter, oder Sie war tatsächlich mal am Telefon, hatte aber absolut keine Zeit und gab mir einen Termin in drei Wochen. Ich rief nun gewiß nicht oft an, noch nicht mal monatlich, was mir ja eigentlich zugestanden hätte. Inzwischen hatte sie sich noch eine 190er Service-Nummer zugelegt, bei der jede Minute Gespräch gleich um die 3 DM kostet. Im Oktober, also 1 Jahr nach Beginn der Zusammenführung, ist mein Auserwählter dann nach Amerika geflogen, um dort für ungewisse Zeit zu bleiben. Ich hatte der Magierin das schon frühzeitig erzählt und sie meinte, das müssten "wir" verhindern. Nichts von alledem, was sie mir versprach ist eingetroffen und ich ärgere mich, daß ich so ein dummes Schaf war. Natürlich war ich auch ziemlich sauer auf sie und fühlte mich ziemlich auf den Arm genommen. Irgendwann erwischte ich sie mal persönlich, nachdem ich dreimal auf ihrem AB um Rückruf gebeten hatte, natürlich vergeblich. Sie war ziemlich pampig und meinte, so etwas Unfreundliches wie ich sei ihr noch nicht untergekommen. Kann ich mir allerdings kaum vorstellen, wenn sie bei anderen ähnlich "erfolgreich“ arbeitet wie bei mir. Von schlechtem Gewissen keine Spur, im Gegenteil. Sie versuchte mir noch zu vermitteln, daß mein Verhalten wohl unmöglich sei, obwohl ich noch relativ sachlich blieb und wohl einwandfrei im Recht war. Ich brach die Zusammenführung ab, nachdem sie mir angeboten hatte, mir das Geld zurückzuzahlen. Auf meinen Brief, in dem ich das Geld dann schriftlich zurückforderte, hat sie bis heute nicht geantwortet. Selbstverständlich steht diese Magierin inzwischen auf der Negativliste. Ich hatte damals, um mich abzusichern, einen Vertrag mit ihr abgeschlossen. Sie war jedoch juristisch gewieft und schrieb nichts von Partnerzusammenführung hinein, sondern nannte das Ganze esoterische Partnerberatung. Ich fand das ziemlich merkwürdig, doch sie meinte, das müsste so formuliert werden, sonst hätte es keine Gültigkeit. Womit sie durchaus recht hat. Ein Vertrag über eine magische Partnerzusammenführung hätte tatsächlich keine Gültigkeit in unserer Rechtssprechung. Ein Beratungsvertrag ist rechtlich gesehen,dagegen schwer angreifbar. Ich überlege noch, ob ich trotzdem rechtliche Schritte gegen sie unternehmen werde. Wobei wir gleich beim nächsten Thema wären. Inzwischen haben nämlich schon ein paar Leute rechtliche Schritte gegen sogenannte Magier unternommen, von denen sie hereingelegt wurden. Die Kläger bekamen vor Gericht Recht und die Angeklagten mussten, soweit sie finanziell dazu in der Lage waren, das Geld zurückerstatten. Ein Magier, der eine Klientin gleich um 130.000 DM betrog, muß sogar für zwei Jahre ins Gefängnis. Eine Magierin, bzw. Hexe, die einen Prozeß verloren hat, ist in Berufung gegangen, mit dem Argument, sie betreibe keine Partnerzusammenführung, sondern eine Partnervermittlung. Damit wird sie wohl hoffentlich nicht durchkommen. Der Termin für die Berufungsverhandlung ist im Juni vor dem OberlandesgerichlFrankfurt. Das Urteil in diesem Prozeß wird höchstwahrscheinlich Modellcharakter haben. Mit anderen Worten, man hat durchaus gute Chancen sein Geld wieder zu bekommen, wenn man ein paar Dinge nachweisen kann, z.B. daß man Aufgrund einer Zeitungsanzeige (die man dann ausschneiden sollte, oder bereits ausgeschnitten hat) den Magier mit einer Partnerzusammenführung etc. beauftragt hat. Man braucht auf jeden Fall den Nachweis, daß man dafür Geld bezahlt hat, z.B. Beleg bei einer Postanweisung, Banknachweis bei Scheckbezahlung, und am besten eine Rechtsschutzversicherung die evt. anfallende Prozeßkosten übernimmt. Es gibt im BGB einen Paragraphen (Par.306 BGB), der deutlich sagt, daß Verträge, die auf eine Sache gerichtet sind, die von vorneherein unmöglich ist (dazu zählen auch solche Dinge wie magische Partnerzusammenführung), sittenwidrig sind und keine Gültigkeit haben. Es bedarf noch nicht mal eines schriftlichen Vertrages, auch ein mündlich abgeschlossener Vertrag fällt darunter. Es müssen dann aber natürlich Beweise erbracht werden, daß es sich um einen solchen Vertrag handelt,z.B. auch durch Zeugen, die davon wissen. Eine andere Möglichkeit, den selbsternannten Magiern ein wenig Feuer unter dem Hintern zu machen, wäre, ihre Namen mal den zuständigen Finanzämtern mitzuteilen. Denn wenn man gewerblich tätig ist und inseriert, muß man dort auch gemeldet sein. Am besten, man schickt gleich eine Zeitungsanzeige mit hin und, falls man bar etwas bezahlt hat, die Angabe darüber wieviel und zu welchem Zeitpunkt. Man kann mit Sicherheit davon ausgehen, daß die meisten dieser Damen und Herren ihre Einkünfte dem Finanzamt glattweg verschweigen. Wenn es sich hier nicht um so eine gnadenlose und unverschämte Geldabzockerei handeln würde, wäre es mir vielleicht egal. Aber in diesem Fall, finde ich, sollte man ruhig alle Mittel ausschöpfen, die dazu angetan sind, es diesen Leuten nicht ganz so leicht zu machen. Wenn man bedenkt, mit welcher Schamlosigkeit die meisten davon, die Not oder Gutgläubigkeit ihrer Mitmenschen ausnutzen, finde ich solche Mittel, wie das oben aufgeführte durchaus legitim. Es gibt unter all den Scharlatanen allerdings auch solche Leute, die offensichtlich wirklich magische Fähigkeiten haben und dadurch sogar gefährlich werden können. Ich will an dieser Stelle kurz die Geschichte einer Bekannten erzählen, die mit solch einem Magier zu tun hatte. Er steht selbstverständlich auch auf der Negativliste. Sie wollte eine Partnerzusammenführung machen lassen und beauftragte damit besagten Magier. Dieser arbeitete allerdings nicht für sondern gegen sie. Anstatt daß sie mit dem Mann zusammenkam, wurde der Kontakt immer weniger, bis er ohne erkennbaren Grund plötzlich völlig versiegte. Sie ist darüber ziemlich verzweifelt. Es ereigneten sich auch noch andere seltsame Dinge, z.B., daß ein guter Freund von ihr von der Bildfläche verschwand und einfach nicht mehr zu erreichen war, trotz aller Bemühungen. Vorher hatte dieser Magier ihr sogar gesagt, sie solle sich darauf einstellen, daß dieser Freund aus ihrem Leben verschwinden würde. Dieser Magier hat, anders als die meisten, wie bereits erwähnt, scheinbar tatsächlich magische Fähigkeiten und man muß ihn wohl als Schwarzmagier einstufen. Meine Bekannte hatte das Pech, daß er sie, eine attraktive Frau, für sich selbst haben wollte. So etwas passiert übrigens gar nicht mal so selten. Ich kann daher nur zur allergrößten Vorsicht im Umgang mit diesen Leuten mahnen. Am besten, man läßt die Finger davon, denn man weiß nie, mit wem man es da zu tun hat. Glücklicherweise gibt es auch etwas Positives zu berichten. Über Bekannte habe ich Kontakt zu einer Frau aufgenommen, die offensichtlich auch magische Fähigkeiten hat, diese aber ausschließlich positiv einsetzt. Sie ist schon etwas älter, sogar schon Großmutter, und hat eine sehr ehrliche und menschliche Art. Sie inseriert überhaupt nicht in Zeitungen. Die Leute kommen ausschließlich durch Mundpropaganda zu ihr. Sie macht auch Seminare und gibt eine esoterische Zeitung namens Isis heraus. Nach ihren Angaben stammt sie von einer irischen Heiler- und Magierfamilie ab, die seit Generationen dieser Aufgabe nachging. Sie ist auf jeden Fall völlig anders, als die sogenannten Magier auf der Negativliste. Sie verlangt längst nicht soviel Geld wie andere und beginnt mit der Arbeit auch dann schon, wenn man noch nicht bezahlt hat. Außerdem sagt sie einem offen und ehrlich, wenn sie nichts für einen tun kann. Das sind auf jeden Fall Punkte, die man positiv bewerten kann, auch wenn ich z.Zt. noch nicht mit konkreten Ergebnissen aufwarten kann. Diese Frau heißt [Name, Adresse, Tel.]. Vielleicht können Sie/kannst Du ihren Namen plus Telefonnummer selbst unten auf die Positivliste setzen. An dieser Stelle möchte ich Sie/Dich darum bitten, evt. Erfahrungen mit Personen von der Positivliste, an mich weiterzugeben. So kann ich überprüfen, ob sie auf dieser Liste auch bleiben können. Zuletzt habe ich noch einen Vorschlag zu machen, den ich schon seit einiger Zeit mit mir herumtrage. Ich würde gerne einen Interessensverband gründen, der es sich als Ziel setzt, über unseriöse Machenschaften im Bereich Magie/ Hellseherei auzuklären, sowie sich mit dem Thema Magie insgesamt zu befassen. Als eine Aktion käme z.B. infrage in den Zeitungen Astrowoche und Astrovenus jeweils mal ein richtiges Inserat zu setzen. Das müsste natürlich ziemlich neutral gehalten werden, um überhaupt eine Chance zu haben abgedruckt zu werden. Der Text einer solchen Anzeige könnte in etwa so lauten: Haben Sie Probleme und wollen sich an einen Magier wenden? Wir beraten Sie kostenlos und helfen Ihnen. Weiße Rose IG, Postfach Der Name Weiße Rose ist nur eine Idee. Vielleicht kennt jemand noch einen besseren. Wichtig ist nur, der Name muß unverfänglich sein, damit die Zeitungsmacher nicht gleich merken was gespielt wird. Denn sie wollen es sich ganz sicher nicht mit ihrer Klientel verscherzen. Wer bereit ist, solche Anzeigen finanziell zu unterstützen, setze sich bitte mit mir in Verbindung. Zuletzt noch eine kurze Information. Im Internet gibt es unter www.AGPF.de Stichwort Magie, auch Informationen zu unserem Thema. Viele Grüße von
|
Leserbrief:
Eine Kartenlegerin über ihr Selbstverständnis
| Betreff:
Esoterischer Betrug
Datum: Mon, 15 Apr 2002 22:15:47 +0200 Von: xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx An: <Ingo.Heinemann@t-online.de> Sehr geehrter Herr Heinemann, ich bin durch Zufall auf diese Seiten gestoßen und möchte Ihnen folgendes Mitteilen: Wer sich an Kartenleger, Hellseher und Astrologen wendet, müßte eigentlich wissen, daß es sich bei dieser Art der Beratung um eine Zukunftsdeutung handelt, deren Richtigkeit niemals 100 prozentig garantiert werden kann. Besonders beim Kartenlegen handelt es sich um eine Orakeldeutung, die durchaus Zukunftstendenzen aufzeigt und eine wertvolle Hilfe sein kann. Menschen die sich jedoch erwarten, daß eine Kartenlegung wie die Auskunft der Telekom funktioniert und diese Aussagen garantiert 100 % sind, sollte es wirklich besser lassen und diese Dienste nicht in Anspruch nehmen. Menschen die versuchen die Verantwortung für das eigene Leben an die Karten oder an eine Kartendeuterin abzugeben, werden wohl früher oder später bemerken, daß die Orakeldeutung nicht dazu bestimmt ist jemandem zu sagen was unwiderruflich kommen wird, sondern eher dazu dient, momentane Probleme des Lebens in den Griff zu bekommen, damit es positiv weiter geht. Wer nicht offen ist für diese Dinge, sollte aber zumindest fair sein und akzeptieren, daß es Menschen gibt die halt an diese geistigen Dinge glauben, obwohl man sie nicht sehen kann. Wer gibt Ihnen das recht zu behaupten alle
wären Scharlatane und Abzocker?
Jetzt wird ständig von Aberglauben
und Sittenwidrigkeit in diesem Bereich gesprochen und jeder der sich mit
der Esoterik beruflich selbständig gemacht hat, als Scharlatan diskriminiert.
Komisch übrigens: Die Kirche vermittelt uns, das wir eine schöne Belohnung bekommen, später wenn wir in das Jenseits abtrifften. Aber nur, wenn wir auch tun was der liebe Gott sagt. Wenn wir das nicht tun, sieht es angeblich sehr schlecht für uns aus. Für diese Darstellung des Glaubens
bezahlen (müssen wir) wir Kirchensteuer. Ob das jedoch stimmt, kann
ja wohl keiner Beweisen. Vielleicht auch nur Aberglaube ? Wer kann das
schon sagen !
Sie sind auf der Suche die Menschen und ich denke dass eine Kartenberatung wertvoller und ehrlicher ist als das Geschwafel der Kirchemänner und anderer Organisationen die sehr wohl als seriös bezeichnet werden und es bei weitem nicht sind. Vielleicht sollten Sie für die Hexenverbrennung plädieren, das war ja schon mal und da fällt mir gerade ein, wer hat übrigens wen verbrannt ? Ist es nicht so, das die Kirchen und viele andere versagt haben ? Ist es nicht so, das der Mensch den Glauben und den Wunsch an etwas zu glauben in seinem Herzen hat ? Und ist es nicht so, daß jeder der auf der Suche ist auch das Recht haben sollte, zu glauben was er will ? Und sollte man nicht so fair sein und zugeben daß eine Kartenlegerin zwar nicht der liebe Gott ist, aber daß es durchaus auch viele darunter gibt die den Menschen mit einer einfühlsamen Lebensberatung zu vernünftigen Tarifen helfen und diese manchmal sehr frustrierten Menschen motivieren, positiver zu denken und vielleicht ein wenig umzugestalten, im eigenen Leben ? Ich rede oft bis zu 2 Stunden in so einer Beratung und verlange dafür 35.- Euro, bin nachher selber fix und fertig und Sie wollen hier den Leuten vermitteln, daß wir alle Abzocker sind. Jeder Terapheut kostet heute seine 50- 60 Euro für 45 Minuten und die Hilfe oder Heilung bei allen möglichen Problemen der Menschen ist nicht garantiert. Seit 20 Jahren lege ich Karten, habe eine Menge an Lebenserfahrung und bin im Moment in einem Lehrgang für Lebensberatung und Phsycho - Therapie, weil mir sehr wohl daran liegt meine Sache auch gut zu machen und auszubauen. Leider leben wir in einer Gesellschaft
in der man Geld zum Leben braucht und deshalb verlange ich auch Geld dafür,
denn als ich meine Dienste noch aus purer Nächstenliebe anbot, klingelte
man mich sogar täglich Nachts aus dem Bett und die Leute rannten mir
förmlich die Türe ein. Sehr unverschämt waren manche.....Als
ich begann Geld zu verlangen waren sogar einige sauer....
Und ist es nicht auch so, daß jemand der die Karten gelegt haben will, sich darüber im klaren sein sollte das es sich um geistige Dinge handelt und daß man dafür genausowenig wie beim christlichen Glauben eine Garantie erhalten kann. Jetzt auf alle die Kartenlegen zu schießen finde ich absolut daneben. Wer nicht daran glaubt, soll es lassen und wer daran glaubt wird bestimmt wissen, das es etwas kostet. Man ist ja nicht blöd, oder ? Meine Großmutter und meine Mutter legten schon Karten nur waren die Leute damals denk ich nicht so komisch drauf. Da ging man halt mal zur Kartenlegerin und ließ sich sagen was noch so kommen könnte und das war's dann. Man hat da nicht weiter drüber nachgedacht. Wenn dann was eintraf, erinnerte man sich daran, so nach dem Motto: Ach schau mal, das hat die Kartentante damals auch gesagt. Niemand jedoch hat sich so an diese Aussagen geklammert und nur mehr an die Aussagen der Kartenlegerin gedacht und sein ganzes weiteres Leben nur nach den Karten ausgerichtet und wie verrückt gehofft und geklammert.... Heute sieht es ja so aus. "Das hat die Kartenlegerin gesagt und das muß auch so kommen und am besten schon in 2 Wochen". Warten kann nämlich auch keiner. Und sich selber ein wenig anstrengen, um vielleicht mal einen Menschen der einfach nicht zu haben ist, (darum geht es nämlich meistens - verheirateter Mann mit Kindern, den eine Anrufern auf biegen und brechen haben will) zu vergessen, schon gar nicht. Da wird man als Kartenlegerin (ich bin keine Person die Magie anpreist) bombardiert mit "könnten Sie denn nicht helfen ich bezahle ihnen alles und ich will ihn haben..." und wenn man ablehnt sind die Leute auch noch sauer. So sieht das aus. Und würde man annehmen und der geliebte ist in 3 Wochen nicht zur Stelle, reagieren diese Menschen wie trotzige Kinder die aus Wut weil sie nicht bekommen was sie wollen dann zu Drohen beginnen und Telefonterror betreiben und eine Erklärung wollen warum das dauert usw... Ich bin mal neugierig ob Sie auch meinen Leserbrief veröffentlichen werden. Das wäre zumindest fair. Aber das würde Ihr Vorhaben uns weiterhin zu diskriminieren wahrscheinlich sehr stören. Mit freundlichen Grüßen Elisabeth |