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Ellen Greve alias Jasmuheen behauptet, die Absolventen der von ihr erfundenen Kurse ("Prozesse") könnten danach ohne Essen und Trinken leben. Es gibt keinerlei Beweis dafür, daß diese Behauptung zutrifft. Die meisten Teilnehmer sind Lügner oder Selbstbetrüger, die in Wahrheit eben doch essen und trinken.
Michael Werner, Autor des Buches "Leben durch Lichtnahrung, Erfahrungsbericht eines Wissenschaftlers", hat sich 2004 einem klinisch überwachten Experiment unterworfen. Die Auswertung wurde 2008 veröffentlicht. Ergebnis der Expertengruppe: Werner hatte sich nicht von Licht, sondern von seinen eigenen Körperreserven ernährt. Dies belegte der Stoffwechselzustand anhand der täglichen Blutwerte anhand dessen sich zeigte, dass ein Hungerzustand eingetreten war, http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.com/2008/10/studie-widerlegt-konzept-der.html und Hugo Stamm im Tages Anzeiger Zürich vom 25.10.2008 "Studie entlarvt Schweizer Lichtesser", http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Studie-entlarvt-Schweizer-Lichtesser/story/10205690
Die Zeitschrift Connection
(Nr. 9/2006) fragte Jasmuheen: "Wie stehen Sie heute zum Lichtnahrungsprozess;
die Informationen darüber haben Sie ja vor über 13 Jahren zum
ersten Mal veröffentlicht?"
Jasmuheen: "Inzwischen
distanziere ich mich davon. Denn
Tatsache ist, dass von zehn Leuten sieben die genauen Anleitungen im Buch
einfach ignorieren. Das ist ein viel zu hoher Prozentsatz, der meine Empfehlungen
einfach ignoriert. Daher bekomme ich die Schwierigkeiten, mir wird die
Schuld zugeschrieben, wenn Probleme auftreten. Das Nichtbefolgen der Anweisungen
kann für Menschen gefährlich sein. Daher distanziere ich mich
von dem 21-Tages-Prozess - nicht aber von den Inhalten, die von der
Lichtnahrung handeln."
Mit anderen Worten: Jasmuheen
will nicht verantwortlich gemacht werden, wenn ihre Adepten sterben.
| Quelle: Esotera und DAO
vom März 2001
Die Australierin Jasmuheen, die angeblich ohne feste und flüssige Nahrung auskommt und sich allein von "Lichtnahrung" ernährt, ist nicht bereit, ihre Behauptungen im Rahmen eines Experiments zu beweisen. Ende 1999 war Ellen Greve - so ihr bürgerlicher Name - von der neuseeländischen Vereinigung der Rationalisten und Humanisten zu einem Experiment eingeladen worden. Sofern sie unter Aufsicht einen Monat lang keine Nahrung zu sich nehme und anschließend noch einen Kilometer laufe, erhalte sie 50.000 Dollar. Jasmuheen hat jetzt abgelehnt. Sie habe kein Interesse an Macht, Ruhm oder Geld, ließ die 44-Jährige verlauten. Ein ähnlicher Versuch für das australische Fernsehen war zuvor nach fünfeinhalb Tagen unterbrochen worden. Begleitende Ärzte hatten ernsthafte gesundheitliche Schäden für Mrs. Greve befürchtet. |
Wer den Sprung von einer Brücke anbietet, verspricht zugleich, daß er das Verfahren beherrscht und Länge sowie Ausdehung des Gummiseils richtig berücksichtigern kann. Macht er Fehler und kommt ein Mensch zu Tode, dürfte eine Anklage kaum vermeidlich sein.
Wie jeder Anbieter auf dem Psychomarkt
bietet Greve auch Erklärungen und angeblich Erlernbares.
Man soll lernen, die "Nahrung" in Form
von "Prana" aus der Atemluft zu gewinnen.
Deshalb nennt sie ihre "Lehre" auch "Breatharianism"
(breath = Atem, Atemzug).
Wer behauptet, die Biologie (oder die Physik)
außer Kraft setzen zu können, ist dafür beweispflichtig.
Dieser Beweis wäre einfach zu erbringen.
Es ist allerdings kein Beweis, wenn andere
einfach behaupten, auch sie würden weder essen noch trinken. Derartige
Erfahrungsberichte können das Risiko unter Umständen sogar noch
vergrößern.
Da der Wahrheitsgehalt nicht nachprüfbar
ist, kommt es darauf auch nicht an.
Richtig ist, daß man unter bestimmten
Voraussetzungen unter Umständen sehr lange hungern kann. Darüber
gibt es unterschiedliche Informationen.
Sicher ist: Die Menschen sind nun einmal
sehr unterschiedlich und was für den einen noch erträglich ist,
kann für den anderen tödlich sein.
Mindestanforderung wäre deshalb ärztliche
Überwachung.
Der Verzicht auf ärztliche Überwachung
eines gesundheitsgefährdenden oder tödlichen Verfahrens führt
im Todesfall mit großer Wahrscheinlichkeit vor den Strafrichter.
Hinzu kommt, daß angeblich auch auf
das Trinken verzichtet wird.
Das macht die Sache noch gefährlicher.
Denn auf das Trinken kann man nur wenige
Tage verzichten, ohne daß man bleibende Schäden riskiert.
Damit wird die Strafbarkeitsgrenze weit
nach vorn verlagert.
Ellen Greve alias Jasmuheen will nicht
nur dem einzelnen helfen, sie will auch die Welt vom Hunger befreien.
Diese Kombination von (angeblicher) Hilfe
für den Einzelnen und (beiläufiger) Weltrettung ist sektentypisch.
| taz 2.7.01
Löffel abgeben! Der Lichtnahrungskult der Australierin Jasmuheen verspricht die Lösung des Welthungerproblems. Vor allem junge Frauen besuchen die Hungerkurse von COLIN GOLDNER Seit Ende 1990 zieht eine australische Heilskünderin unter dem spirituellen Namen Jasmuheen - "Duft der Ewigkeit" - auch in Europa und in den USA zahlreiche Menschen in ihren Bann. Vor allem junge Frauen sind es, die der früheren Sparkassenangestellten Ellen Greves, einer aufgetakelten Mittvierzigerin, zu Füßen liegen. Diese behauptet, seit Jahren keinerlei Nahrung mehr zu sich genommen zu haben; selbst auf Flüssigkeit könne sie verzichten. Seit sie keine physischen Stoffe mehr aufnehme, bedürfe sie auch keines Schlafs mehr. Laut eigenen Angaben ernährt sie sich ausschließlich von Lichtenergie, wie dies in früheren Zeiten alle höher entwickelten Menschen getan hätten. Heute gebe es nur noch wenige Yogis und Heilige, die ganz ohne Nahrung und Schlaf auskämen, die Bewegung des "Breathairianism" - frei übersetzt: des Atemluftismus - sei indes weltweit wieder im Zunehmen begriffen: Durch "bewusste Umprogrammierung" könne jeder Körper darauf eingestellt werden, sich künftig allein von Licht zu erhalten. Jasmuheen hatte bereits vor ihrem Aufstieg zur Lichtnahrungsprophetin telepathisch empfangene Botschaften verkündet. Diese drehten sich zunächst weniger um Licht als um Liebe: "Atme mit der Energie deines Atems reine Liebe in die Reiche um dich herum. Atme das Licht ein und fühle, wie es jede Zelle deines Körpers erfüllt; dann, wenn du ausatmest, gib jene göttliche Liebe, die jede Zelle erhält, frei, mit der Absicht und dem Verlangen nach Liebe und Frieden. Indem du dich auf Liebe richtest, wirst du Liebe." Nach zigtausenden Metern Tonbandmitschnitt und abertausenden transkribierten Seiten über kosmische Liebe habe sie Anfang 1992 von jenseits Anweisungen für ein Leben ohne stoffliche Nahrung erhalten. Kurz darauf gründete sie die so genannte Self Empowerment Academy, über die sie diese Anweisungen weltweit zu vermarkten begann. In einem 21-tägigen "Transformationsprozess", so die jenseitige Maßgabe, werde der Organismus molekular gänzlich umstrukturiert: Die ersten sieben Tage verbringt man, ohne irgendetwas zu essen oder zu trinken, die zweiten sieben Tage nimmt man nur schluckweise Wasser zu sich, die dritten sieben Tage trinkt man schluckweise verdünnte Säfte. Nach den drei Wochen sei der Verdauungstrakt stillgelegt, es sei hinfort nicht mehr erforderlich, irgendwelche stoffliche Nahrung aufzunehmen. Auf Wunsch könne man freilich auch zu normalen Essgewohnheiten zurückkehren, die meisten Prozessabsolventen täten dies aber nicht aus Notwendigkeit, sondern "weil sie es leid sind, anders zu sein, und unter sozialem Druck". Lichtenergie, wie Jasmuheen wortreich erläutert, sei die "Nahrungsquelle für das kommende Jahrtausend": Der Lichtnahrungsprozess sei insofern nichts weniger als die Lösung des Welthungerproblems. Im Übrigen bedeute der dreiwöchige Prozess eine Art spiritueller Einweihung, die die telepathische Kontaktnahme zu ebenjenen Sphären erlaube, aus denen der 21-Tage-Prozess übermittelt worden sei. Dort säßen "heilige Männer, die ihre Schwingung auf feinere Frequenz eingestellt haben". Um sie sehen zu können, müssten wir unser spirituelles Sehorgan aktivieren, unser drittes Auge, sowie unseren Hypothalamus. Dessen vollständige Aktivierung ermögliche uns "eine klare Verbindung mit der göttlichen Intelligenz des Universellen Geistes". Stundenlang sondert Jasmuheen bei ihren Veranstaltungen derlei Botschaften ab, und das Publikum, junge Frauen vornehmlich, hängt wie gebannt an ihren Lippen: "Das Modell, das ich kreierte, umfasst eine Realität der Universellen Gesetze, der Frequenzbereiche des Bewusstseins, der Lichtwesen und des Aufsteigens. Es ändert sich so, wie ich wachse und zu meiner eigenen Göttlichkeit wieder erwache." Im deutschsprachigen Raum erlangte Jasmuheen erstmals größere Publicity durch einen Auftritt in der RTL-Show "Schreinemakers live" vom 12. Juni 1997. In einschlägigen Kreisen genießt sie seither größte Wertschätzung. Über den rechtslastigen Peitinger Michaels Verlag vertreibt sie eine Unzahl Bücher, Videos und CDs. Ein eigenes Verlautbarungsorgan sowie breit angelegte Internetpräsenz dienen der Anwerbung neuer Kundschaft. Im oberbayerischen Apfeldorf betreibt Jasmuheen eine eigene Niederlassung, die so genannte Movement of an Awakened Positive Society Academy, über die ein gewisser Christopher Schneider, Geistheiler von Profession, regelmäßig den "21-Tage-Prozess" anbietet. Das österreichische M.A.P.S.-Lichthaus bei Eisenstadt empfiehlt zur Vorbereitung auf den Prozess die tägliche Einnahme eines Teelöffels Petroleum. Mehrfach schon tingelte Jasmuheen durch die Bundesrepublik, durch Österreich und die Schweiz. Ihre Veranstaltungen waren durch die Bank ausverkauft. Selbst nachdem drei Todesfällen bekannt geworden waren, die sich in Zusammenhang mit dem "Lichtnahrungsprozess" ereignet hatten, riss der Zustrom nicht ab. Jasmuheen selbst hielt es für angezeigt, die Risiken zumindest anzudeuten: "Die Durchführung des Prozesses kann körperliche Schäden nach sich ziehen. Das muss jedem klar sein, der erwägt, ihn trotzdem durchzuführen." Ansonsten sei in ihrem "persönlichen Kreis kein Mensch gestorben, der den 21-Tage-Prozess durchlaufen hat", sie sei in die Sache mit den drei zu Tode Gekommenen "zu keiner Zeit involviert" gewesen. M.A.P.S.-Akademie-Leiter Schneider beeilte sich zu erklären, wer nicht frei sei von karmischen Verstrickungen, werde im Prozess damit konfrontiert. Die drei Todesopfer seien insofern selbst schuld gewesen, sie hätten schlechtes Karma mitgebracht. Ansonsten sei der Prozess, so Schneider, ein "sehr schöner und gleichzeitig intensiver Weg, die eigene Göttlichkeit zu erfahren und in der Liebe zu sein. Es ist eine Reise zu deiner Kraft, zu deiner ureigenen Spiritualität, zu deiner Freiheit." Jasmuheen selbst betonte: "Der Tod eines Menschen steht von vornherein fest, ist vorgesehen"; es sei in der Tat das "Karma der Verstorbenen" gewesen, im Zuge des Prozesses zu sterben. Szenemagazin Esotera empfahl, auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr zu achten, dann könne der Prozess durchaus von Wert sein. Der menschliche Körper lasse sich "auf vieles einstellen", was nicht nur durch indische Yogis bewiesen werde, deren Nahrungslosigkeit "zweifelsfrei dokumentiert" sei, sondern auch durch die "berühmte Stigmatisierte Therese Neumann von Konnersreuth, die in den letzten 17 Jahren vor ihrem Tod im Jahre 1962 nur von einer Hostie täglich und Wasser lebte". Bis heute sollen allein im deutschsprachigen Raum mehr als fünftausend Menschen den 21-Tage-Prozess mit Erfolg absolviert haben. Über die Dunkelziffer "erfolgloser" bzw. gesundheitlich geschädigter TeilnehmerInnen wird nicht gesprochen. Ohnehin scheinen gerade solche Menschen sich von Jasmuheen angesprochen zu fühlen, die am Rand psychischer Gesundheit unterwegs sind: Auffallend viele Magersüchtige treiben sich auf ihren Veranstaltungen herum. Das Ganze bewegt sich zwischen Livesatire und offener Psychiatrie. Jasmuheen wurde unlängst eingeladen, sich einem Experiment zu unterziehen: Sofern sie unter Aufsicht einen Monat keine Nahrung zu sich nehme und anschließend noch einen Kilometer laufe, erhalte sie einen Betrag von rund 100.000 Mark. Ob sie daran teilnehmen wird, steht noch dahin; da sie nach eigenen Aussagen "kein Interesse an Macht, Ruhm oder Geld" hat, ist das nicht sehr wahrscheinlich. Wie sie ihre vorgebliche Bedürfnislosigkeit mit dem luxuriösen Lebensstil vereinbart, den sie zur Schau stellt, muss gleichfalls dahinstehen. Auch was es mit dem "gut gefüllten Kühlschrank" auf sich hat, den Reporter in ihrem Haus in Brisbane entdeckten. Anfang 2000 wurden zwei enge Mitarbeiter Jasmuheens wegen Totschlags verurteilt: Sie wurden von einem australischen Gericht für schuldig befunden, den Tod eines der drei Opfer herbeigeführt zu haben, das im Zuge eines "Lichtnahrungsprozesses" an Nierenversagen gestorben war. Dem Einwand der Beklagten, die Frau sei einer "spirituellen Blockade" erlegen, wurde kein Gewicht beigemessen. Weiter Information gibt das Forum
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ARD-Sendung „Wat is?“ vom 31.7.2000
In den Ankündigungen der Sendung des Jürgen von der Lippe hiess es:
El.An.Rea ernährt sich von Licht bzw. „kosmischer Lebensenergie“. Seit über einem Jahr nimmt die 41Jährige keine Nahrung mehr zu sich und trinkt lediglich einen Liter Flüssigkeit am Tag. Wie es sich damit lebt berichteten sie und Michael Gilly, ihr Lebensgefährte, Jürgen von der Lippe.El.An.Rea heißt nach Auskunft der Redaktion bürgerlich Rita Schneider-Krallinger.
- ca. 2 Sätze des Anfangs fehlen -
El.An.Rea: ... spirituelle Lehrerin.
Ich kann dann diesen Schutz fallen lassen, je nachdem, wer mir gegenüber
sitzt, und dann spüre ich alles, was der spürt.
v.d.Lippe: Gut. Jetzt kann ich
mir vorstellen, du bist im wesentlichen von Menschen umgeben, die Zugang
zu diesen Vorstellungen haben, und von daher bist du auch jetzt nicht ständig
in diesem Erklärungsnotstand, in dem du wärest, wenn du ... sagen
wir ... Bankangestellte oder Lehrerin oder irgend etwas wärst. Also
jetzt das in Anführungszeichen normale Umfeld. Das würde ja damit
losgehen: „Wie du ißt nichts, gar nichts, den ganzen Tag?“ Das würde
man ja dann schon auch nicht aushalten.
El.An.Rea: Oh ja. Weil die Menschen,
die um einen sind, die gewöhnen sich dran.
v.d.Lippe: Ja, ja, die gewöhnen
sich dran. Aber ihr seid dann doch so auf einer Insel für euch.
El.An.Rea: Es gibt ja Menschen,
die das machen, die sind Musiklehrer ... kenn ich einen, wenn man
so Bankangestellt nimmt, ganz normale Menschen, die auch ganz normal in
einem normalen Beruf stehen.
v.d.Lippe: Auch schwer körperlich
arbeiten?
El.An.Rea: (deutet auf ihren Begleiter)
Er arbeitet schwer körperlich, er ist Hufschmied.
Gilly: Ja, Hufschmied. Drum mach
ich ja den langsamen Prozeß, weil du natürlich nach den 7 Tagen
wieder zu Kräften kommen mußt. Der Körper muß sich
ja wieder regenerieren. Und ... ich weiß es nicht, weil ichs nicht
probiert habe, aber ich glaub, daß das in meinem Beruf nicht möglich
ist. Drum geh ich den langsamen Schritt, aber, wie gesagt, das Ziel ist
das Gleiche.
v.d.Lippe: Ja gut, du kannst es
also letztendlich jetzt noch nicht abschätzen, wie das sein wird.
Gilly: Richtig, ja.
El.An.Rea: Aber es steigt die körperliche
Energie, d.h. man wird unermüdlich. Es ist bei mir so, daß ich
eigentlich jetzt viel mehr arbeiten kann, weil überhaupt keine Müdigkeitserscheinungen
mehr da sind. Man ist eigentlich jetzt dauernd fit. Manchmal lästig,
aber ...
v.d.Lippe: Ja, und wozu auch, weil
die gesamte Nahrungssuche fällt ja flach.
Gilly: Nicht nur die Suche.
El.An.Rea: Die Zubereitung auch.
v.d.Lippe: Ich bin begeisterter
Hobbykoch, die ganze Vorstellung verursacht mir schon Pein.
Gilly: Das geht dann immer mehr
zurück, denn wir haben uns schon hin und wieder Freunde eingeladen,
für die wir kochen, nur ...
v.d.Lippe: Ihr kocht noch aktiv
für Normal-Essende?
Gilly: Hin und wieder, ja, aber
das wird weniger.
v.d.Lippe: Aber ihr probiert natürlich
nicht?
El.An.Rea: Na gut, ich muß
kochen für meine Kinder, die essen ja noch ganz normal.
Und die kosten sich das selber ab, was
ich koche, denn sonst schmeckts grauslig. Pasta nicht abgeschmeckt ...
v.d.Lippe: Kochst du aus der Erinnerung?
El.An.Rea: Ja! (lacht)
v.d.Lippe: Und das verursacht dir
... das macht dir auch nichts aus, mit Nahrungsmitteln umzugehen?
El.An.Rea: Jetzt nicht, aber am
Anfang war es eine Qual, ja. Weil ich hab ja ... gleich nach diesem Prozeß
bin ich auf einen Segeltörn gegangen, weil ich einen Segelschein gemacht
habe, und auf diesem Segelboot war u.a. Michael und noch vier andere Männer,
große starke Männer, und die haben nur gegessen, den ganzen
Tag. Die haben mich herumgeschleppt am Abend in Pizzerien, in Fischrestaurants
und haben vor mir gefuttert und gefuttert und ich hab schon nicht mehr
gewußt, was ich tun soll, weil einfach die Gerüche genauso wie
alles sich steigert, so auch der Geruch, ja. Man ist so wie schwanger,
die Schwangeren riechen auch alles extrem. Und du riechst ... du weißt
ganz genau, wie das schmeckt ... du riechst diese Pizza und weißt
ganz genau, wie das schmeckt. Es war schlimm, ja ...
v.d.Lippe: Und du möchtest
es auch?
El.An.Rea: Ja, du möchtest
es auch. Und diese Zeit ist natürlich auch die schlimmste, in der
Zeit fangen viele an zu essen, die den Prozeß gemacht haben.
v.d.Lippe: Und du würdest
jetzt sagen, der Zustand, in dem du bist, ist angenehmer als der eines
Hungrigen? Der den ganzen Tag, also morgens schon ... mir geht’s manchmal
so. Ich stehe morgens auf und weiß, ich esse abends in meiner Lieblingspizzeria
in Berlin eine hauchdünne Pizza, ganz dünn belegt, Margerita,
also nur Tomatensoße und Käse, und dann ...
El.An.Rea: Willst du mich da jetzt
verführen?
v.d.Lippe: Nein, aber diesen Zustand,
den würde ich doch nicht aufgeben wollen. Mich schon den ganzen Tag
freuen auf dieses und es dann abends essen ... ist der falsche Ausdruck
... verschlingen ...
El.An.Rea: Siehst du, das Problem
habe ich nicht mehr, überhaupt nicht. Ich kann mich nicht mehr erinnern,
wie Pizza schmeckt, es ist jetzt schon ein Jahr her. Ich kann mich nicht
mehr erinnern. Ich habe versucht, manche Sachen zu rekonstruieren, es ist
nicht mehr möglich. Aber ich muß dir sagen, Pizza war mein Lieblingsessen
und ich war ein Genußmensch. Ich hab irrsinnig gern in kleinen Restaurants
gegessen, mit schöner Atmosphäre, und Wein, und Kerzen und ...
v.d.Lippe: Und was war bittschön
der Anstoß, diese herrliche Geschichte, die man ja als jemand, der
zum Aufquellen neigt, ohnehin sehr sparsam und dosiert und bewußt
genießen muß ...
El.An.Rea: Der Anfang war ganz
anders, das hat mit Essen gar nichts zu tun gehabt, sondern ich arbeite
ja sehr stark an meiner spirituellen geistigen Entwicklung und da war einfach
ein Punkt vor einem Jahr, vor eineinhalb Jahren, wo ich mir gedacht habe,
jetzt stehe ich in meiner Entwicklung. Ich stehe. Ich habe das Gefühl
gehabt, ich stehe einfach immer auf einem Platz und entwickle mich nicht
weiter. Ich habe mir gedacht, irgendwas muß doch kommen, wo´s
weiter geht, meine eigene Entwicklung. Und dann kam eben dieses Buch, mit
Lichtnahrung ... kreuzte meinen Weg, schicksalhaft ... und da habe ich
gewußt, das ist ganz genau ... das ist mein nächster Schritt,
das muß ich unbedingt machen und das hab ich dann sofort gemacht.
v.d.Lippe:
Gut, also ... jetzt müssen wir natürlich dann mal ganz anders
rangehen. Welches Endziel, welche Vorstellung steht dahinter? Ist es etwas
religiöses, ist es ...
El.An.Rea: Nein!
v.d.Lippe: Hat es einen religiösen
Hintergrund?
El.An.Rea:
Nein, es hat einen Entwicklungshilfegrund. Es ist so, daß ja der
Körper, so wie er ist, jetzt momentan, altersbedingt altert. Und er
altert deswegen, weil wir glauben, daß wir altern. Wir glauben ja,
daß wir altern, daß wir sterblich sind, daß wir krank
sein müssen wenn wir alt sind, daß alles anfängt sich zu
verändern, alles schwach wird, anfällig wird ... und das ist
schon mal ein Programm, das in unserem Kopf, in unserem Geist läuft.
Nun und die Lichtnahrung ist jetzt so, daß man erstens das Programm
löscht im Kopf. Sicher so sagt die Zelle selbst, der Körper ist
unsterblich ... und gleichzeitig programmiert man es komplett um, so daß
man wirklich so weit kommt, daß man Meister seines Körpers wird.
Das bedeutet, man altert nicht.
v.d.Lippe: Könnte man unsterblich
sagen?
El.An.Rea: Unsterblich ist ein
Versuch ... mein Versuch ist, unsterblich zu werden.
v.d.Lippe: Ach so! Aber rein rechnerisch
funktioniert das doch nicht.
El.An.Rea: Warum nicht?
v.d.Lippe: Ja, weil wir dann noch
schneller zu viel sind auf der Erde.
El.An.Rea: Ahhh, nein, nein, nein
... z.B. ist es eine wunderbare Art, Hunger auszuklammern, weil ... wie
viele Menschen sterben jetzt an Hunger?
v.d.Lippe: Das gebe ich zu. Moment,
welcher Bedarf wäre denn da, was ist mit den Flüssigkeiten, was
muß denn sein?
El.An.Rea:
Wasser, mehr nicht. Und auch das nicht. Nicht wenn die Bedingungen um den
Körper herum ideal sind, wie z.B. hoch auf den Bergen, wo die Luft
rein ist, oder mitten am Meer ... ist nicht einmal Wasser mehr notwendig.
Das Wasser muß man ja eigentlich zu sich nehmen nur deshalb, weil
wir so viel Umweltverschmutzung haben in der Luft, daß man durch
die Haut schon mal und durch das Atmen so viel Gift einnimmt, daß
man es physich durch Flüssigkeit aus dem Körper rausbekommen
muß. Ist das nicht der Fall, muß man nicht einmal trinken.
Hier könnte ich das also nicht machen in Europa, sicher nicht.
v.d.Lippe: Ja gut, das müßte
man jetzt durchrechnen ... keiner stirbt mehr, aber man hat weiter Kinder
...
El.An.Rea: Bedingt, also ich sicher
nicht.
v.d.Lippe: Ja niemand?
El.An.Rea:
Doch, es gibt Lichternährer, die Kinder bekommen. Natürlich,
sie bekommen sogenannte Lichtkinder, und die sind eigentlich ...
v.d.Lippe: Die wollen die Brust
auch gar nicht mehr?
El.An.Rea: Na ja, man kann sie
ihnen geben, aber sie brauchen sie nicht wirklich. Sie brauchen nur Flüssigkeit,
egal in welcher Form, sie muß nicht nahrhaft sein.
v.d.Lippe: Aber darüber weiß
man noch nicht viel, weil die Bewegung noch recht jung ist, nehme ich an.
El.An.Rea: Die ist jetzt 10 Jahre
alt und es gibt 1, 2 oder ... ich weiß es nicht, weil dieses hauptsächliche
Camp der Lichternährer ist in Australien und von zwei Kindern weiß
ich, daß es die gibt. Und das ist eigentlich ein Prozeß den
wir machen, eigentlich ein menschlicher Prozeß, den wir jetzt machen
... ein evolutionärer Prozeß.
v.d.Lippe: Ja, da kann man ja eigentlich
nur ... ähhh
El.An.Rea: Du kannst es dir für
dich nicht vorstellen?
v.d.Lippe: Ich kann es mir für
mich überhaupt nicht vorstellen, ich möchte auch nicht unsterblich
sein, ich glaube auch nicht, daß es für die Menschheit gut ist,
wenn sie unsterblich ist ...
El.An.Rea: Aber warum nicht? Wenn
du einen schönen jungen Körper hast, du hast keine Probleme,
weil du sowieso nicht schlafen mußt, also du hast viel Zeit, um dich
zu entwickeln, um zu lernen, um kreativ zu sein ...
v.d.Lippe: Ich habe aber keinen
schönen jungen Körper ...
... Klatschen und Gelächter im Publikum ...
Aber ich will ihn doch nicht um den Preis.
El.An.Rea: Das ist eine andere
Sache, ja. Es ist auch nicht für jeden, ja. Also wenn du noch sehr
hängst am Essen, ja, und an dem Genuß des Essens, dann ist das
sicher noch nichts für dich ... Aber es wird vielleicht eine Zeit
kommen, wo du dir denkst ...
v.d.Lippe: Was ist mit Sex?
El.An.Rea: Also
für die meisten Menschen ... oh das ist ein heikles Thema ... für
die meisten Menschen, die das machen, die können zwar dann Sex haben,
aber nicht mehr in der alten Form, weil das einfach zu grob ist. Es ist
zu tierisch, zu grob, ja.
v.d.Lippe: Wieso?
El.An.Rea:
Na ja, man empfindet das als zu grob. D.h. sie praktizieren jetzt eine
feinere Form der Sexualität wie ... also energetisch feiner wie ...
Tantra oder Tao-Sexualität, wo man mehr mit Energiekreisläufen
arbeitet, wo man Sexualität ganzheitlich erfährt, also nicht
nur im Gehirn sondern einfach ganzheitlich, und wo das eine ganz andere
Erfahrungsebene ist. Und dann gibt es ein paar, die nach dem Lichtnahrungsprozeß
vollkommen neutral sind und androgyn und die können ... oder haben
kein Bedürfnis mehr nach Sex, weil sie einfach in sich vereinen das
Männliche und Weibliche gleichmäßig und einfach keinen
Bedarf mehr daran haben. Zwar schon sehr liebevoll sind, weil der Lichtnahrungsprozeß
produziert ... oder erschafft ... mehr Liebe, d.h. du hast den Eindruck,
du liebst jeden, der dir begegnet.
v.d.Lippe: Oh, das möchte
ich auch nicht haben.
El.An.Rea: Ja nicht körperlich,
man hat das Gefühl, daß man jeden liebt. Das ist ein sehr liebevolles
Gefühl, es geht sozusagen das Herz auf.
v.d.Lippe: Hmmm!
El.An.Rea: Möchtest du das
nicht?
v.d.Lippe: Nein, weil es eine erkleckliche
Anzahl Arschlöcher auf der Erde gibt.
... Gelächter und Klatschen im Publikum ...
Das muß ich natürlich modifizieren.
Ich liebe sie insofern, als ich versuchen würde, sie zu bessern.
Gilly: Du hast zu diesen Leuten
eine andere Einstellung dann. Du siehst sie nicht mehr als quasi Feind,
sondern du versuchst, sie zu akzeptieren und siehst sie anders.
El.An.Rea: Du siehst in jedem,
egal wie schrecklich er ist, auch das Positive. Es gibt niemanden, der
wirklich nur negativ ist.
v.d.Lippe: Ja, das ist richtig.
El.An.Rea: Und sobald sich diese
Einstellung ändert, dann siehst du auch die Menschen ganz anders.
v.d.Lippe: Also gut. Wir ernähren
uns nicht mehr, wir haben keinen Sex, nur ganzheitlich. Was ist mit anderen
Tätigkeiten, die gemeinhin als schön empfunden werden. Wovon
müssen wir ... vervollständigen wir mal jetzt die Liste, wovon
wir Abschied nehmen müssen.
El.An.Rea: Na ja, ich würde
jetzt nicht sagen, wovon du Abschied nehmen mußt, sondern was gewinnst
du dazu? Weil das, was du verabschieden mußt, hast du schon gesagt.
Also Sex, und essen ... wobei essen nicht unbedingt. Wenn ich nicht esse
... ich lade trotzdem Menschen ein in ein Restaurant. Also meine Freunde
lade ich ein in ein Restaurant, bezahle für sie, die essen vor mir,
ich trinke vielleicht etwas und das ist o.k. Allerdings haben die Menschen
ein schlechtes Gewissen dabei, weil essen ist ja eine Art Kommunikation,
und jeder, der das noch nicht gewohnt ist, der hat den Eindruck, er kann
das eigentlich nicht genießen, wenn ich dabei sitze. Aber das gibt
sich mit der Zeit. Das ist einfach eine Gewöhnungssache.
v.d.Lippe: D.h. du guckst die liebevoll
aber doch ein bißchen strafend ... ?
El.An.Rea: Nein, nein, aber ich
sag dir, was du dazu gewinnst, o.k.? Du gewinnst dazu Kommunikation ...
die Fähigkeit zu kommunizieren auf ganz anderen Ebenen. Du gewinnst
die Fähigkeit, mit Blumen zu kommunizieren, nicht jetzt mit einer
Stoffblume, mit einer lebenden ... mit Tieren, mit Engelwesen, mit Naturwesen
... also alle diese Fähigkeiten gewinnst du eigentlich.
v.d.Lippe: Also ich beginne langsam
zu spinnen?
... Gelächter und Klatschen im Publikum ...
El.An.Rea: N e i n !
v.d.Lippe: Wir hatten ja auch schon
Gäste, das waren Elfenforscher. Das sind ja alles keine ganz fremden
Vorstellungen für mich.
El.An.Rea:
Ich hab auch eine Sendung gesehen mit einer Engelfrau. Was die sagt und
was die tut, das ist mir sehr wohl bekannt. Das ist ganz genau, was ich
kenne ... also die Erfahrung, daß man immer mehr mit mehr Lebensformen,
mit mehr Dimensionen feinfühlig kommunizieren kann. Deine Feinfühligkeit
steigert sich, dein Gesichtswinkel ... du siehst die Welt ganz anders,
weil du viel mehr in die Tiefe gehen kannst. Du hast nicht nur die oberflächliche
3. Dimension, die halt faßbar ist, sondern du gehst immer tiefer
und tiefer in das, was ein normaler Mensch vielleicht als Spinnerei sehen
würde oder als undefinierbar, nicht wirklich existent. Ich will dir
eines sagen ... wenn du glaubst, daß ich das leicht gemacht habe,
ja ... es ist auch so, daß ich auch Angst hatte
davor, nicht zu essen, zu verhungern.
Denn normalerweise ... wir wissen ja von der Medizin her ... nach drei
Tagen nicht trinken versagen die Nieren, ja. Das ist aber nicht der Fall,
nicht, wenn man diesen Prozeß macht. D.h. die Nieren sind ganz normal
in Ordnung, und nichts passiert.
v.d.Lippe: Haste denn mal so´n
Check-up gemacht?
El.An.Rea: Nein, aber ich weiß,
daß ich vorher Check-ups hatte, auch Blutabnahmen, weil ich mich
überhaupt nicht wohl gefühlt hab. Ich hab viel zu hohe Cholesterinwerte
gehabt, und Fett, und was weiß ich, was alles im Blut war, was nicht
gerade erbaulich war. Und ich hab mich auch nicht wohl gefühlt. Und
jetzt brauche ich aber einfach niemanden, weil ... also keinen Arzt,
weil ich mich immer gesund fühle, ich werde auch nicht krank.
v.d.Lippe: Du sagst ja, du kochst
für deine Kinder, wie alt sind die?
El.An.Rea: 14 und 12.
v.d.Lippe: So, wie ist das Verhältnis
... was halten die davon von Mama?
El.An.Rea: Nun, der Ältere
sagt, ich hab nen Hieb, der 14-jährige ... und der 12-jährige
der hat das vollkommen akzeptiert, der hat das sogar eigentlich vermarktet.
Weil der hat seinen Mitschülern angeboten, wenn sie 10 Shilling zahlen,
dann dürfen sie anschauen, wie so was wie seine Mutter ausschaut.
Also er hat wirklich alle abkassiert, dann hat er sie aufgestellt, und
wie ich ihn von der Schule geholt habe, dann durften sie schauen, wie ich
aussehe. Also der hat das ... der bindet das in sein Leben ein.
v.d.Lippe: So, aber er zieht es
... beide ziehen es nicht für sich in Betracht?
El.An.Rea: Doch. Der Kleine sagt,
also der 12-jährige, wenn er groß wird dann wird er das auch
machen.
v.d.Lippe: Wie ist das denn überhaupt?
Du sagst, der Körper wird dann wieder jünger. D.h. dann müßte
doch ein Kinderkörper ... bis wohin geht der denn zurück?
El.An.Rea:
Das kann man mit einem Kind nicht machen. Ich würde das nicht machen,
weil denn dann hätte man schon mal das ganze Gesetz ... die ganzen
Gesetze gegen sich. Noch dazu weiß ich gar nicht, was da wäre,
wenn man es mit einem Kind macht. Wenn, dann muß das ein erwachsener
Mensch machen, also nach der ab... nach dem Aufhören des Wachsens.
Wobei ich muß sagen, ich bin um 2 ½ cm gewachsen seit der
Lichtnahrung. Ja, an den Beinen.
v.d.Lippe: Woher weißt du,
daß es an den Beinen war?
El.An.Rea: Nun, weil ich die Beine
programmiert hab, daß sie wachsen.
v.d.Lippe: Was könntest du
noch alles programmieren?
El.An.Rea: Na, das weiß ich
doch nicht, ja...
v.d.Lippe: ... sie weiß es
nicht! Wenn du sagst, du hast die Beine programmiert ...
El.An.Rea: Schau, es klingt sehr
blöd, aber an und für sich ist der Körper von meiner Sicht
aus ein Bio-Computer. Er ist ein biologischer Computer, und jede Zelle
hat ihre Informationen und sie tut das, was die Information ist. Und wenn
man sich jetzt so weit geistig entwickelt, daß man Herr oder Frau
über den Körper wird, dann ist natürlich auch die Möglichkeit,
daß man jetzt die Zelle programmiert das zu tun was man will. D.h.
ich bin mein eigenes Experiment. Aber es ist möglich, den Körper
so weit zu programmieren, daß er bestimmte Sachen tut, die du willst.
Dort abnehmen, da zunehmen, da zu wachsen, da aufzuhören. Es ist nicht
unmöglich ...
v.d.Lippe: ... in irgendeiner fernen
Zukunft und einer hohen Vollendungsstufe.
El.An.Rea: Das weiß ich nicht.
Ich bin ja selbst ein Experiment und bin erst auf dem Weg, aber es funktioniert
mit dem Wachsen z.B. sehr gut und mit dem Abnehmen und Zunehmen.
v.d.Lippe: D.h. wenn du jetzt aus
einer Laune heraus sagst: „Ich möchte morgen mit einem kleinen Hörnchen
auf der Stirn aufwachen“, das könntest du bewerkstelligen?
El.An.Rea: Nein, das will ich gar
nicht. Es geht auch nicht über Nacht, es ist harte Arbeit. Jeden Tag
programmieren, mehrmals, das ist in einer meditativen Stimmung, in tiefer
Versenkung, und in dem befiehlt man dem Körper, etwas zu tun was man
will. D.h. der Geist herrscht über den Körper ... nicht der Körper
über den Geist. Das ist eigentlich mein Ziel. Es geht hier eigentlich
im Ganzen nicht um die Nahrung, die Nahrung ist einfach nur im Weg. Weil
der Körper braucht so viel Energie, um die Nahrung zu verwerten, daß
er eigentlich unfähig ist, mit dem restlichen bißchen Energie
was er hat die Entwicklung anzugehen, die ich eigentlich von ihm
will. Und wenn man ihm jetzt die Nahrung entzieht, dann wird er stärker,
und kann die gesamte Energie dazu verwenden, sich zu entwickeln.
v.d.Lippe: Ja, ich denke mal, mehr
als dieses Gespräch anbieten können wir gar nicht. Sollten wir
vielleicht auch nicht. Jetzt gehen wir zusammen essen, da bin ich mal gespannt.
El.An.Rea: Ja, ich schau dir zu.
v.d.Lippe: Ja, ich schau dir auch
zu. Wenn ich aber einen Bissen sehe, dann werde ich das in der nächsten
Sendung erzählen. Sie hat gegessen, werde ich sagen.
El.An.Rea: Nein, das mach ich sicher
nicht, obwohl bei mir sehr viel Essen ja zu Hause ist.
Wegen den Kindern. Aber es stört
mich eigentlich nicht, daß das Essen da ist.
v.d.Lippe: Gut. Und du darfst Käse
... ?
Gilly: Das ist noch mein Handicap,
der Käse, ja, aber es ist schon nicht mehr so schlimm wie am Anfang.
v.d.Lippe: Hast du dir ein festes
zeitliches Ziel ... ?
Gilly: Nein, überhaupt nicht.
Bei mir war das ausschlaggebende ... durch die Entwicklung, die El.An.Rea
gemacht hat, haben wir uns ein bißchen entfernt voneinander. Und
dann ist eben die Möglichkeit bestanden, entweder ich wechsel den
Partner, weil das einfach zu viel ist für mich, das Ganze. Oder ich
versuche, mich mit diesem Thema auch zu beschäftigen. Jetzt nicht
hauptsächlich die Lichtnahrung, sondern allgemein Esoterik und was
alles dazu gehört. Und das geht auch nicht von heut auf morgen, daß
ich sag „ja ich machs und hör auf damit“ ... sondern da gehts mit
langsamen Schritten, du versuchst einmal, dem Ganzen näher zu kommen,
schmökerst auch in Büchern. El.An.Rea macht Seminare, da habe
ich teilgenommen dran, über Mineralien, Steinheilungen und so ...
und dann kommt man schon langsam drauf, daß das eigentlich
eh relativ sehr interessant ist, und dann wachst man schon langsam damit
rein. Und dann ist eben der nächste Schritt diese Lichtnahrung, wobei,
wie gesagt, ich das anders angehe.
El.An.Rea: Es ist relativ schwer,
so langsam es zu machen. Also ich könnte es so langsam nicht machen.
Das ist wirklich ... man muß sehr asketisch sein.
v.d.Lippe: Ja, dann machst du das
Ganze ja aus Liebe, wenn ich das richtig verstanden habe.
Gilly: Anfangs ja, anfangs hab
ich gesagt ... ja, um die Beziehung aufrecht zu erhalten und mit der Zeit
auch rein von der Einstellung her. Und man kommt dann drauf, daß
es einem auch viel besser geht ... also mir persönlich zumindestens.
El.An.Rea: Und das ist sehr langweilig
am Anfang, denn man hat plötzlich so viel Freizeit. Die anderen Frühstücken
... was mach ich? Die anderen essen Mittag ... was mach ich?
v.d.Lippe: Liegen bleiben ist auch
nicht reizvoll, weil ich nicht müde bin.
El.An.Rea: Also ich hab am Anfang
sehr gekämpft darum, was mach ich mit meiner Zeit, ja. Jetzt ist es
so, daß ich einfach wieder zu wenig Zeit habe. Aber am Anfang ...
v.d.Lippe: Ja, und dann auch noch
unsterblich.
Gut! Es war sehr, sehr interessant, ich
danke euch beiden.
Meine Damen und Herren, das ist ... da haben sie jetzt bestimmt noch einmal ein paar Minütchen drüber nachzudenken bevor sie einschlafen. Z.B. können sie darüber nachdenken, ob sie denn wirklich nur drei Stunden noch schlafen wollen jede Nacht, oder so ... und dann werden sie auch Hunger kriegen.
Bis nächste Woche. Ich hoffe, es war interessant für sie. Ich würde mich freuen, sie wiederzusehen.
Wörtliche Abschrift der Sendung –
jedoch überwiegend ohne Dialekte -
angefertigt von Aufklärungsgruppe
Krokodil
Helke Koulakiotis – 31.8.2000
http://focus.de/F/1999/29/Deutsch/licht/licht.htm
Seit zwei Jahren verbreitet die australische Guru-Frau Ellen Greve alias Jasmuheen auch in Deutschland ihre Lehren von der Ernährung mit nichts weiter als Licht, kurz Prana genannt.
Hunderte von Anhängern befolgen ihre Anweisung zum Radikalfasten. Unter ihnen offenbar Timo.
Der junge Mann dämmerte vier Wochen lang auf der Intensivstation im Wachkoma dahin. Dann überwiesen ihn die Ärzte an ein Pflegeheim nach Kiefersfelden. Er litt unter Epilepsieanfällen, sprach kein Wort, verweigerte jede Nahrung. »Sobald man sich dem Mund näherte, wehrte er ab«, erinnert sich sein Vater. Eine Magensonde versorgte Timo mit Nährstoffen.
Am 2. Juni starb Timo. Mittlerweile in einem Pflegeheim in Ebrach untergebracht, stürzte er bei einem Anfall auf den Hinterkopf, brach sich den Schädel und erlag den Hirnblutungen. Der Vater, ein Tierarzt aus Bayern, konnte sich das Dahinsiechen des Sohnes nicht erklären, begann zu forschen und wurde fündig.
Bei Timos Sachen entdeckte er eine Kopie der Fastenanleitung »Choosing God over the Illusion«. Darin beschreibt Jasmuheen, wie man sein Leben von normaler auf göttliche Lichtnahrung umstellt. Der 21-Tage-Prozeß beginnt mit einer siebentägigen Periode ohne Essen und Trinken. Und das, obwohl nach einhelliger Expertenmeinung beim Fasten mehr als zwei Liter Flüssigkeit am Tag zu trinken sind. Andernfalls bleiben die Gifte im Körper, und es droht Nierenversagen. Michael Boschmann vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung: »Der Körper trocknet regelrecht aus.
Weil
Timo nur von Licht leben wollte, starb er
Das
Ende einer Radikalkur
Timo Degen startete den Umstellungsprozeß auf Lichtnahrung Anfang März 1997. Nach wenigen Tagen wurde er, im Koma liegend, in eine Klinik eingeliefert. Diagnose: Hirnschaden. Vier Monate später starb der 31jährige im Pflegeheim.
Ohne Spur von Askese wirkt hingegen der Meisterin Konterfei auf dem Einband ihres 1997 in deutscher Sprache erschienenen Erstlingswerks »Lichtnahrung«. Seit sechs Jahren lebt die 42jährige Jasmuheen angeblich von »Licht, Luft und Liebe«. Seminare, Vorlesungen, fünf Bücher, zwei Videobänder, eine Vierteljahresschrift und neun CDs füllten derweil das Konto ihrer in Australien gegründeten Cosmic Academy. Das Geschäft läuft meisterhaft. Der Buchverlag schätzt die Anhängerschaft der Mutter zweier Töchter aus Brisbane allein im deutschsprachigen Europa auf mehr als 3500.
Unter ihnen Timo. Länger schon hatte sich der gelernte Erzieher mit Wahrnehmungsforschung und neurolinguistischem Programmieren (NLP) befaßt. Auf dem Workshop des Wahrnehmungsforschers Paul Lowe (»Du selbst sein«, Verlag Aldinger) in Finkenwerder bei Güstrow im Juli 1996, recherchierte der Vater, »muß er in Kontakt mit den Lehren Jasmuheens« gekommen sein. Anfang März 1997, bestätigt Ex-Mitbewohnerin Renate Kugelmann, habe Timo die Fastenprozedur gestartet.
Jeder kann den Körper in nur drei Wochen auf »Lichtnahrung umprogrammieren« und »die Meisterschaft über den physischen, emotionalen und mentalen Körper« erlangen, wirbt Jasmuheen. Den spirituellen Weg nennt die Blondine »Breatharianism« -- eine Art Luftholen, bei dem »Nährstoffe, Vitamine und Substanzen aus der Lebenskraft des Kosmos« absorbiert werden können. »Totaler Unsinn«, weiß Mediziner Boschmann. »Nach 40 bis 60 Tagen ist der Körper ausgezehrt.«
»Lichtenergie liefert keine Mineralien
und Vitamine. Nach 40 bis 60 Tagen ist der Körper ausgezehrt«
(Michael Boschmann, deutsches Institut
für Ernährungsforschung)
Jasmuheens Gemeinde scheint für wissenschaftliche Erklärungen kein Ohr zu haben. Zu verlockend scheinen die Einflüsterungen der Meisterin: Die »kosmische Lebensenergie« spare Zeit, da »das Schlafbedürfnis auf die Hälfte reduziert wird oder völlig entschwindet« und »man weder Lebensmittel einkaufen noch kochen oder die Küche putzen muß«. Zudem könnten »besonders Frauen« das gesparte Geld »für Kleidung ausgeben«.
Die »Nahrung für das kommende Jahrtausend« aber biete noch mehr: Prana ermögliche eine »Welt ohne Hunger, ohne Supermärkte oder Landwirtschaft«, behauptet Jasmuheen. »Blanker Hohn«, entgegnet Mediziner Ruediger Dahlke. Tatsächlich sei die »zynische« Weltverbesserin in den vom Hunger betroffenen Gebieten wenig ambitioniert. »In der dritten Welt gibt es nichts zu erben«, vermutet Dahlke, der in seinem Heil-Kunde-Zentrum in Johanniskirchen jährlich 400 Patienten zum Fasten anleitet. Von denen jedenfalls könnten »hundert von hundert nicht ohne Flüssigkeit hungern«.
Als »ethisch verantwortungslos«
bewertet Pfarrer Walter Schmidt die abstruse Licht-für-die-Welt-Vision.
Besonders gefährlich erscheint dem Weltanschauungsbeauftragten der
evangelischen Landeskirche in Baden-Württemberg die Aufforderung an
die Licht-Ernährer: »Sei dein eigener Arzt.«
»Wenn Fastenpatienten eine Woche
nichts trinken, droht Nierenversagen. Bei mir müssen die Leute zwei
Liter am Tag zu sich nehmen«
(Ruediger Dahlke, Leiter des Heil-Kunde-Zentrums
in Johanniskirchen)
Folgerichtig wollen Verlag und Autorin bei möglichen körperlichen Ausfällen nicht verantwortlich sein. Man könne »für keinerlei Schäden, die irgend jemandem direkt oder indirekt durch die in diesem Buch enthaltenen Informationen entstehen, schadenersatzpflichtig gemacht werden«, sichert sich Jasmuheen im Buch ab.
Sie weiß, warum. Ausgerechnet im australischen Cosmic Center in Brisbane startete Lani Morris am 13. Juni 1998, angeleitet von Euginia, 61, und Jim Vadim Pesnak, 59, eine Lichtnahrungskur. Nach zehn Tagen ohne Essen und Trinken verlor Lani Morris die Sprache und das Gefühl in den rechten Gliedmaßen. Am 2. Juli starb die 53jährige an einem Schlaganfall. Schuld, erklärte Jasmuheen später, habe allein das Karma der Verstorbenen. Ihr Tod habe im vorhinein festgestanden. Gemessen an der Chance, den Welthunger zu besiegen, zitiert sie die deutsche Zeitschrift »esotera« in der Aprilausgabe, sei ein Toter bei 5000 Prozessen zu verschmerzen.
Dem eigenen Durst und Hunger gibt die Meisterin wohlwissend nach -- mal eine Tasse Tee mit Milch, einen Löffel Honig, ein Stück Schokolade. Die Begründung lieferte sie kürzlich in einem Interview: »Ich liebe es zu trinken, weil ich den sozialen Aspekt schätze.«
Axel Wolfsgruber
Daily Mail vom 23.9.99 (Privatübersetzung)
"Wie eine New Age Jüngerin durch spirituelles Fasten starb!"
Eine New Age Anhängerin hungerte sich im englischen Hochland zu Tode, nachdem sie offenbar versuchte, durch ein 3-wöchiges Fasten "spirituelle Reinheit" zu erlangen.
Der Körper der 48-jährigen Verity Linn wurde von einem Urlauber gefunden, unbekleidet und 100 Yards von ihrem Zelt entfernt. Die Polizei glaubt, dass sie schon mehrere Tage dort lag. In der Nähe war ein Tagebuch, das in Details beschrieb, wie sie versuchte, die grausame Initiation (Einführung) zu ertragen. Die Polizei glaubt, daß sie an einer Kombination von Verhungern und Unterkühlung gestorben ist, als sie versuchte, sich der Bekehrung zum "breathanarianism" (Leben nur von frischer Luft allein?) zu unterziehen - eine bizarre Bewegung, geleitet von einer selbsternannten Guruin, die sich selbst Jasmuheen nennt und behauptet, nur von frischer Luft zu leben. Gerade versuchen sie, Kontakt zu ihrer Schwester in Südaustralien zu bekommen, die einzige Verwandte von Frau Linn. Die Details der Autopsie sind noch nicht bekanntgegeben worden.
Freunde von der Findhorn Organisation, einem New Age Zentrum in der Nähe von Forres an der Moray Firth - Küste außerhalb von Inverness, sprachen über ihren Schock. Sie sagten, dass sie nicht gewusst haben, dass Frau Linn dieses Ritual versuchen wollte. Einige sagten, dass sie von dem Jahr 2000 fasziniert war und einen neuen Start in ihrem Leben plante und dass sie darüber sprach, das Fasten zu versuchen.
Ihr Tagebuch hat gezeigt, dass sie am Samstag dem 4. September aufhörte zu Essen, mit dem Bus von Forres nach Inverness reiste und dann zwei Tage später weiter zum Sutherland Bezirk des Hochlandes fuhr. Obwohl sie durch einen Mangel an Essen und Trinken geschwächt war, hat sie es trotzdem geschafft, eine Meile entlang eines sumpfigen Gebietes zu laufen, bevor sie 2 1/2 Meilen entlang eines felsigen Berghanges kletterte, um ihr Zelt aufzubauen.
Ihr Treck muss ihren Widerstand weiter gemindert haben, denn anhand der Details von ihrem Ritual und dem Fasten zeichnete sie in bedrohlicher Art und Weise auf, dass sie mit zunehmender Dauer immer schwächer wurde. Frau Linn wurde letzten Donnerstag nördlich von Cam Loch gefunden, in der Nähe von Elphin in Sutherland. Es war das Ende eines Lebens, welches sie nach Australien gebracht hatte und wieder zurück. Ihre Familie wanderte nach Australien aus, als sie ein Kind war. Aber vor acht Jahren brachte sie ihr Interesse an der Findhorn Organisation wieder zurück. Sie arbeitete dort erst im vegetarisch organischen Garten, bevor sie Manager des organisationseigenen Cluny Hill College in Forres wurde, wo Gäste beherbergt sind. Man hielt sie für eine fröhliche Frau, die sich voll und ganz ihren Aufgaben widmete. Aber sie interessierte sich immer mehr für die Lernmethoden von Jasmuheen, einer 42-jährigen Australierin, früher bekannt als Ellen Greve, die behauptet, die letzten 6 Jahre beinahe völlig ohne Essen und Flüssigkeit gelebt zu haben.
Blond und glanzvoll - Jasmuheen hat in ihrer Heimat Australien die Ärzte empört mit der Behauptung, dass sie ausser zwei Tassen schwarzen Johannisbeer- oder Vanilletee pro Tag in einer Form von spiritueller Ernährung lebt, die sie "Prana" nennt. Sie behauptet, telepathische Instruktionen von außerweltlichen Kräften zu bekommen, bekannt als die "Ascended Masters" (aufgestiegene Meister/Mächte). Ihr Haus am Berghang von Brisbane, ausgestattet mit einem Fitness- und Tanzstudio sowie Schwimmbad, ist ein Zeugnis ihres finanziellen Erfolges. Aber eine Australierin, die die Bekehrung zum Fasten - "das Ritual" - versuchte, d.h. keine Flüssigkeit und kein Essen für sieben Tage, gefolgt von gelegentlichen Schlückchen Wasser und Orangensaft für die nächsten vierzehn Tage, brach zusammen und starb vor zwei Jahren.
Letzte Nacht sagte der Sprecher der Findhorn
Organisation, Robin Alfred: "Sie war ein populäres und wertvolles
Mitglied unserer Gemeinschaft. Sie ist uns vor etwa 8 Jahren beigetreten.
Sie war sehr nett und ziemlich stark. Die Neuigkeiten über ihren Tod
waren für uns ein großer Schock. Wir haben nicht gewußt,
dass sie gefastet hat, noch war uns bekannt, dass sie unter gesundheitlichen
Beschwerden litt. Ich habe noch nie von dieser Jasmuheen oder diesem "Ritual"
gehört, aber Fasten ist dieser Tage nichts ungewöhnliches in
unserer Organisation. Die Menschen in Findhorn sind frei, allen Interessen,
die sie haben, nachzugehen. Wie auch immer, wenn wir sehen würden,
dass es jemandem schadet, würden wir natürlich eingreifen und
angemessen handeln."
Steven Morris
Quelle: Daily Mail vom 23.9.99
Sekten-Irrsinn: Jünger hungern sich zu Tode
LONDON - Blond, hager, gefährlich: Ellen Greve (43) aus Australien ist die Guru-Frau einer neuen Bewegung. Ihre Lehre nennt sich "breatherianism" - frei übersetzt: die Wissenschaft des Atmens. Ihre böse Botschaft: Man brauche kein Essen mehr - nur göttliche Lichtnahrung. Fatale Folge: Ihre Jünger fasten sich zu Tode - auch in Deutschland.
Licht, Luft, Leichen - was verspricht "Jasmuheen" - Greves Name in der Sekte - eigentlich? Das Übliche: Erleuchtung, ewige Jugend, Krebs-Resistenz, eine Welt ohne Hunger und Supermärkte - und natürlich besseren Sex.
Die Geschichte begann 1993: 20 "spirituelle Krieger" verzichteten ab sofort auf Nahrung. Ellen Greve entwickelt später einen 21-Tage-Prozess, der es dem Menschen erlauben soll, sich "ausschließlich von Kristallen in der Luft zu ernähren" - irgendwie so ähnlich wie bei der Photosynthese bei Pflanzen. Essen ist tabu.
So weit, so schwachsinnig. Doch nach und nach wird es gefährlich. Um Frau Guru scharen sich immer mehr Menschen. Jasmuheen (behauptet, seit fünf Jahren ohne Nahrung zu leben; haust mittlerweile in einer Villa mit Swimmingpool) spricht von über 5000 Gefolgsleuten - Tendenz steigend. Überall auf der Welt vertreibt sie ihre Bücher. Ein Seminar-Besuch kostet bis zu 3500 Mark. Und: Ihre Lehre forderte schon Tote. Min-destens drei. Auch in Deutschland.
München, 2. Juni 1997. Kindergärtner Timo Degen (31) stirbt. Am zwölften Tag seiner Fasten-Tortur war er ins Koma gefallen: Kreislaufkollaps, Hirnschäden. Wieder bei Bewusstsein, stürzt er geschwächt, schlägt sich die Schädeldecke auf.
Melbourne, August 1998. Liane Morris (53) verliert nach sieben Tagen Dauer-Diät ihr Sprachvermögen, ihr rechter Arm ist gelähmt. Sie kollabiert, kann nicht mehr gerettet werden. Jasmuheen: "Vielleicht hatte sie nicht die richtige Motivation."
Sutherland, vor 12 Tagen. Verity Linn (49) wird halbnackt und verbogen an einem See gefunden. Ein bitterer Tod. Am 4. September hatte sie aufgehört zu essen. Verwirrt und hilflos war sie durch das Moor gestolpert und gestorben. Jasmuhee: "Über kosmische Telepathie weiß ich, dass sie auf eine schöne Weise aus dem Leben getreten ist ..."
Jasmuhees Licht-Esser - sie sind auch in Berlin organisiert. Der ELRAANIS-Verlag bietet Seminare und Vörträge zur "aktuellen Forschung der Lichtkörpertechnologie" an. Jasmuhees Hunger-Bücher werden in Berlin vertrieben. Und in einem Kreuzberger Hinterhof ist eine Tagungsstätte.
Dr. Dee Dawson ist Expertin in einer Londoner
Spezial-Klinik für Ess-Störungen. Sie urteilt über Ellen
Greve: "Diese Frau ist eine verantwortungslose Verrückte."
Schwindlerin Jasmuheen
Bern/BRISBANE - Sie proklamiert in ihrem
Bestseller «Lichtnahrung» eine Extrem-Hungerkur von 21 Tagen,
behauptet, man könne nur von Licht leben, und gibt an, seit Jahren
praktisch nichts zu essen. Nun erhärtet sich der Verdacht: Die Australierin
Ellen Greve alias Jasmuheen, 42 - im November Gast an den Basler Psi-Tagen
(die SonntagsZeitung berichtete darüber) -, ist eine Schwindlerin.
In ihrem
Haus in Brisbane sei der Kühlschrank
mit vegetarischen Nahrungsmitteln immer gut gefüllt, berichtet der
britische «Guardian», gestützt auf australische Quellen.
Sie isst vegetarische Mahlzeiten, ihr Partner ist verurteilter Betrüger
Die Lebensmittel gehörten ihrem Partner
Jeff Ferguson, wehrt sich Jasmuheen. Ferguson, so der «Guardian»,
sei ein verurteilter Betrüger. Aktenkundig ist auch ein Vorfall an
einem Check-in-Schalter in Heathrow: Vor einem Reporter wurde Jasmuheen
gebeten, ihre Bestellung für eine vegetarische Mahlzeit zu bestätigen.
Erst stritt sie die Bestellung ab, gab sie dann aber zu. Essen werde sie
das Menü nicht. Jasmuheens umstrittenes Buch «Lichtnahrung»
kostete zuletzt der 49-jährigen Verity Linn das Leben. Sie hatte sich
für die Kur ins schottische Hochland zurückgezogen. In ihrem
Zelt fand die Polizei ein Exemplar des Buches und Linns Tagebuch mit dem
Protokoll der Hungerkur.
Betreff:
betrügerin jasmuheen, dank!!
Datum:
Fri, 2 May 2003 10:22:58 +0200
Von: xxxxxxxxxxxx
An:
Ingo.Heinemann@T-Online.de
lieber herr heinemann,
gerade bin ich auf einer recherche zu
dieser betrügerin auf Ihre tolle seite gestoßen.
Danke!
ich habe diese sendung mit jürgen
von der lippe gesehen und es hat mir die schuhe ausgezogen.
mich hat gewundert, dass die frau auf
sizilien in Acireale 3 tage eine halle füllen kann. deshalb hab ich
mich wieder mal auf die suche nach betrugsbestätigung im netz gemacht.
der frau muss das handwerk gelegt werden.
Ihre seite ist ein beitrag dazu.
danke aus münchen von xxxxxxxxxx