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Infos über Sekten, Kulte und den Psychomarkt
AGPF - Aktion für Geistige und Psychische Freiheit
Bundesverband Sekten- und Psychomarktberatung e.V., Bonn
Adresse dieser Seite: http://www.AGPF.de/Kuster.htm  Zuletzt bearbeitet am 22.4.2003
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Das "Institut Kurt und Philomena Kuster": Fern-Wunder nach Katalog.


Inhalt dieser Seite: Zum Thema auch: In anderen Websites:
Impressum

 

Die Firma Kuster hat als erster Psychomarkt-Anbieter die sonst alltägliche Massenwerbung benutzt: Bunte Prospekte als Postwurfsendungen oder Beilagen zu Anzeigenblättern, die kostenlos in alle Briefkästen geworfen werden. Sie wendet sich also an Jedermann. Dennoch gehört die Firma zum Psychomarkt. Auf dem Psychomarkt werden Dienstleistungen für Gesundheit, Befindlichkeit und Leistungsfähigkeit angeboten. Dazu: Psychomarkt - was ist das?  Der Psychomarkt beschränkt sich keineswegs auf Esoteriker oder Ärzte- und Medikamentenhasser. Auch der Psychomarkt wendet sich an Jedermann. Üblicherweise wirbt der Anbieter auf dem Psychomarkt jedoch gezielt, weil breit gestreute Erstwerbung zur Beschaffung von Adressen von Interessenten für die meisten Firmen schlicht zu teuer ist. Die Rücklaufquote beträgt bei breit gestreuter Werbung üblicherweise nur wenige Prozent, der weitaus grösste Teil der Prospekte wandert sofort zum Altpapier.

Noch bis Mitte 2002 hat die Firma Kuster in ihren Verträgen für monatlich 90 Euro "Behandlung" angeboten. Die Firma Kuster hat Konsequenzen aus der Kritik der AGPF und einer Abmahnung des VZBV - Verbraucherzentrale Bundesverband gezogen und diesen Begriff aus Werbung und Verträgen nach und nach entfernt.

Die AGPF kritisiert Werbung und Vertrag allerdings nach wie vor.
Nach wie vor enthält der Prospekt zu einem erheblichen Teil Hinweise auf angebliche Heilungen.
"Es ist für uns wie ein Wunder" wird ein namenloser Kunde zitiert: "Unser Sohn hat bis jetzt das Spielen mit Geld gut überstanden".
Nach wie vor bleibt unklar, was eigentlich verkauft wird.
Nach wie vor besteht der Verdacht, dass ein auffälliges Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung besteht.
 
 

Was leistet Kuster für 90 Euro monatlich?
 

Klar ist nur, was der Kunde zu bezahlen hat: 90 Euro monatlich.
Unklar bleibt nach wie vor, was der Kunde dafür bekommt.
Noch im März 2002 hiess es im Vertrag, es werde "täglich gewirkt". Wirkstoff: "Geistige Kräfte" und "positive Gedanken". Im Vertrag vom Dezember 2002 ist nur noch von Hilfe oder Fernhilfe die Rede, als "Normalhilfe = 1 mal täglich" für 90 Euro oder als "Intensivhilfe = 3 mal täglich". Die "Intensivhilfe" kostet monatlich stolze 170 Euro, im Sonderangebot "3 für 2 Monate" 340 Euro. Da sollte man schon wissen, was eigentlich getan wird. Noch dazu, wenn Vorauszahlung erwartet wird.
 

Mit einiger Mühe kann man aus den Prospekten herauslesen, was Kuster vermutlich für das Geld tut:

Er betrachtet täglich das Bild des Kunden für vielleicht eine Minute oder eine Sekunde auf dem Bildschirm.

 
 
 
Nur an einer Stelle im umfangreichen Text des Prospektes findet sich ein Hinweis darauf, was eigentlich konkret getan wird (zitiert aus einem Prospekt im Zeitungsformat, der im Dezember 2002 verschickt wurde): 
"Wie wird denn nun die tägliche Fernhilfe genau durchgeführt?
Je nach Klientenwunsch, ein- bzw. dreimal täglich, werden die entsprechenden Fotos und Daten für die geistige Fernhilfe auf einem Bildschirm aufgerufen. Durch Konzentration und geistige Fürbitte wird nun 
wunschgemäss die effektive Fernhilfe durchgeführt 
Haben Sie genug Zeit allen optimal zu helfen und wie machen Sie das?
Aber sicher! - Primär durch die sekundenschnelle Bild- und Datenpräsentation aus der Kundendatei und natürlich wegen der internen Aufgabenverteilung, die es mir ermöglicht, den einzelnen Fürbitte-Sitzungen besonders viel Zeit zu widmen. Denn nur so können optimale Erfolge erreicht werden. - Da wir nur echte Hilfe leisten, nehmen wir natürlich nur so viele Aufträge an, wie wir auch seriös verarbeiten können."
Also durch "sekundenschnelle Bild- und Datenpräsentation aus der Kundendatei", also indem das Bild mit dem Kunden auf dem Computer-Bildschirm gezeigt wird. 
 

In einem früheren Prospekt (aus dem auch das Bild rechts stammt, D 08-00, Seite 10) heisst es dazu: 

"Wie wird denn nun die tägliche Fernhilfe genau durchgeführt?
Je nach Klientenwunsch, ein- bzw. dreimal täglich, werden die entsprechenden Kundenfotos für die geistige Fernhilfe auf einem Bildschirm aufgerufen. Durch Konzentration und gedankliche Fürbitte wird nun wunschgemäss die Fernhilfe durchgeführt. 
Reicht Ihre Zeit, um allen optimal zu helfen und wie tun Sie das?
Auf jeden Fall! - Erstens, durch die natürliche Begabung, mich auf mehrere Personen gleichzeitig konzentrieren zu können. Zweitens, durch die erwähnte blitzschnelle Bild/Daten Präsentation. ..."
Unterschrift unter dem Bild rechts: "Kurt Kuster in einer Fernhilfesitzung". Gezeigt wird Kurt Kuster vor einem Bildschirm. 

Festzuhalten bleibt demnach: Kuster leistet Hilfe, indem er die Bilder der Kunden auf einem Bildschirm betrachtet. Der erwähnte "sekundenschnelle Bild- und Datenpräsentation" macht natürlich nur dann Sinn, wenn er das Bild genauso schnell betrachtet und wenn dieses dann genauso schnell durch das nächste ersetzt wird. Dass er die Bilder wirklich aufruft und betrachtet, muss man ihm glauben. Ebenso, dass er "Konzentration und geistige Fürbitte" bzw. "gedankliche Fürbitte" aufwendet.
 
 

Kusters Telepathie

Allerdings bezahlen die Kunden nicht dafür, dass Kuster täglich ihr Bild betrachtet, sondern dafür, dass ihre unterschiedlichsten Wünsche erfüllt werden.

Das bewirkt Kuster angeblich durch Telepathie:
 
 
Aus: Prospekt-Zeitung Dezember 2002, Seite 1 


Wie wirkt die geistige Fernhilfe?
Natureigene mentale Kräfte werden auf telepathischen Wege auf eine entsprechende Person oder Sache gerichtet. 
Durch tägliche Wiederholungen dieser geistigen Kraftimpulse über längere Zeit kann man so auf andere Individuen positiv auf deren Verhalten einwirken oder innerlich stärken. 
Eine starke Lebensbatterie bedeutet: mehr Abwehr und Lebenskraft für Geist, Körper und die angeborenen heilenden regulierenden Mechanismen, die oftmals wunderbare Resultate erwirken können. 
Kontakthilfe
Bei der Kontakthilfe in der Praxis sind die Hände des geistigen Helfers physische Werkzeuge - Hilfsmittel für die psychische Einstimmung in die geistige Zuwendung und Kraftübertragung. 
Die Natur kann heilen
Menschen mit der nötigen Begabung (Geisthelfer) können wohl positive Gedanken und Kraft übertragen, die andere Individuen stärken. Doch nur die Selbstheilungskräfte können wirklich heilen.
Aus: Prospekt-Broschüre D 08-00 


So wirkt die geistige Fernhilfekraft

Des «Schöpfers Kräfte» werden von Geisthelfer Küster durch eine weiterentwickelte natürliche Begabung gewissermassen «angezapft» und auf telepathischem Wege auf die entsprechende Person oder Sache gerichtet 

Durch tägliche Wiederholungen dieser geistigen Kraftimpulse über einen längeren Zeitraum können andere Individuen in deren Verhalten positiv beeinflusst und innerlich gestärkt werden. 

Eine starke Lebensbatterie bedeutet für uns alle mehr Abwehrkraft, viel Lebensenergie für Geist und Körper Vor allem für die angeborenen, heilenden beziehungsweise regulierenden Mechanismen, der in uns allen steckt - Der schöpferischen Natur sei Dank!


 

Mit Telepathie wird Gedanken- und Gefühlsübertragung bezeichnet, das direkte, nicht auf Sinneswahrnehmung beruhende Erfassen der Gedanken und Gefühle anderer, auch selbst gar nicht anwesender Personen.
Soviel vorweg:
Es gibt keinerlei wissenschaftlichen Beweis für die Existenz von Telepathie.
Also noch viel weniger einen Beweis dafür, dass mittels Telepathie etwas bewirkt wird.

An dieser Stelle muss daran erinnert werden:
Es geht hier nicht um Glaube oder Aberglaube, Okkultismus oder Esoterik:
Es geht hier um 90 Euro im Monat.
Die meisten Haushalte bezahlen für Heizung auch nicht mehr.
Für einen solchen Betrag erwartet man eine Gegenleistung.
 
 

Denkbar ist aber immerhin, dass der Glaube an die Wirksamkeit von Kusters übernatürlichen Kräften allein schon etwas bewirkt.
 

Aktivierung der Selbstheilungskräfte?


An verschiedenen Stellen der Prospekte wird der Eindruck erweckt, als gehe es um die Aktivierung der Selbstheilungskräfte.
"Selbstheilungskräfte" sind in den Organismus eingebaut.
Deshalb heilen kleinere Wunden meist auch problemlos von selbst.
Der Begriff "Kräfte" ist allerdings irreführend, da die Ursache dafür in der Biologie eines jeden Menschen liegt.

Allerdings erscheint es immerhin möglich, dass ein gewisser Placeboeffekt auch durch Beeinflussung aller Art ausgelöst werden kann.
Dazu zunächst: 

Der Placeboeffekt
Aus: Microsoft ® Encarta ® Enzyklopädie 2002. © 1993-2001 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.


Placebo, in der Medizin verwendeter, unwirksamer Stoff wie Zucker, der anstelle eines aktiven Arzneimittels eingesetzt wird. Bei der Wirkungsprüfung eines neuen Medikaments werden Placebos im Blindversuch verwendet, um Voreingenommenheit auszuschließen. Beim einfachen Blindversuch wissen die Patienten nicht, ob sie ein wirkstoffhaltiges Medikament erhalten oder ein Placebo. Beim Doppelblindversuch wissen auch die Ärzte, welche die Testergebnisse aufzeichnen, dies nicht. Placebos werden zudem manchen Patienten verabreicht, um den so genannten Placeboeffekt hervorzurufen: eine zumindest zeitweise Zustandsbesserung. In einer Studie, die der amerikanische Anästhesist Henry Knowles Beecher 1955 durchführte, konnte bei 35 Prozent der über 1 000 Versuchspatienten nach Verabreichung von Placebos eine Besserung ihres Gesundheitszustands festgestellt werden. Bisher ist wenig darüber bekannt, auf welche Mechanismen diese Wirkung zurückzuführen ist. Einer Theorie zufolge löst der Glaube des Patienten, geheilt zu werden, die Ausschüttung bestimmter chemischer Stoffe im Gehirn aus, nämlich der Endorphine, körpereigener Opiate. Die Placebowirkung kann aber auch ins Negative umschlagen, wenn zu hohe Hoffnungen geweckt wurden. Die Wirkung ist nicht abhängig von besonderen Persönlichkeitsmerkmalen oder seelischen Eigenschaften der Patienten.
Es erscheint zumindest nicht völlig ausgeschlossen, dass allein schon die Hoffnung auf Hilfe einen gewissen Placeboeffekt auslöst.
Das bedeutet allerdings keineswegs, dass auch tatsächlich eine Heilung bewirkt wird.

Im übrigen kann es hier nur um Gesundheitsfragen gehen.
Auf keinen Fall kann ein Placeboeffekt bei Personen eintreten, die nichts davon wissen, dass sie beeinflusst werden sollen.
Ebensowenig bei Tieren.
Noch viel weniger lässt sich das Glück beeinflussen.
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Prospekte

Das "Naturinstitut Kurt & Philomena Kuster"
Belvédèrestrasse 66, CH-8965 Berikon 1

Rechts eine 50-seitige Werbebroschüre mit dem Titel "Glücklich und Gesund", die in Deutschland, Österreich und der Schweiz verteilt wurde, auch als Beilage zu Anzeigenblättern, die angeblich nicht mehr verbreitet wird.

Links ein 6-seitiger Prospekt im Zeitungsformat, der offenbar jetzt an die Stelle der Broschüre getreten ist. Zusatz-Titel: "Die alternative Gesundheitspost".


 
 
 
 
"Keine Schmerzen mehr ... im Rücken  ... in Hüften, Beinen und Füssen. Es ist für uns wie ein Wunder" lauten die Überschriften einer Seite aus obigem Prospekt. "Keine Schmerzen mehr" und "Die Schmerzen sind weg" lautet denn auch die immer wiederkehrende angebliche Aussage der abgebildeten Personen. Diese werden allerdings nur mit ihren Initialen vorgestellt, etwa 
"Frau C.K. aus A.": "Die Schmerzen sind weg. Vielen Dank für Ihre Hilfe".
Nachprüfbar ist weder, wer das ist, noch ob die Initialen stimmen oder ob die Aussage wirklich von der abgebildeten Person stammt. 
Auch im Dezember 2002 wurde diese Werbung noch verbreitet.

Noch im Dezember 2002 wurde also in Deutschland mit Erfolgen bei der Beseitigung von Krankheiten oder deren Symptomen geworben.

Vielleicht wird die Kuster-Firma aber auch dies noch ändern.
 
 
 
 
 
 
Die Firma
Abbildung rechts zum Vergrössern anklicken.

Die Firma bezeichnet sich als "Naturinstitut"

Bei diesem "Institut" handelt es sich allerdings nicht etwa um eine akademische Einrichtung, wie dieser Nem vermuten lassen könnte. 

Es handelt sich vielmehr um eine Kollektivgesellschaft nach Artikel 552 OR (Bundesgesetz betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, Fünfter Teil: Obligationenrecht, vom 30. März 1911, Stand am 25. Juni 2002): 

"Die Kollektivgesellschaft (ist) eine Gesellschaft, in der zwei oder mehrere natürliche Personen, ohne Beschränkung ihrer Haftung gegenüber den Gesellschaftsgläubigern, sich zum Zwecke vereinigen, unter einer gemeinsamen Firma ein Handels-, ein Fabrikations- oder ein anderes nach kaufmännischer Art geführtes Gewerbe zu betreiben."
Im Handelsregister des Kantons Aargau ist die Firma seit dem 24.08.1988 unter der Firmennummer CH-400.2.009.323-9/ als Kollektivgesellschaft eingetragen. 

Geschäftszweck: 

"Beratung, Schulung und Durchführung von Kursen in allen Lebensfragen sowie Handel mit entsprechenden, vorwiegend Naturprodukten."
Alleinige Gesellschafter sind Kurt Kuster und Philomena Kuster. 

 
 
 

Internet-Adressen stehen zum Verkauf

Als diese Internet-Seite in Jahr 2000 begonnen wurde, präsentierte Kuster sich noch als Fernheiler.
Noch im November 2002 waren folgende Internet-Seiten funktionsfähig, von denen etliche Heilung bereits in Namen haben:

www.fernhilfe.ch
www.fernheilung.ch
www.fernheiler.ch
www.geistheilung.ch
www.gratis-hilfe.ch
www.gratishilfe.ch
www.healing.ch
www.heilerpraxis.ch
www.heilerzentrum.ch
www.heilpraxis.ch
www.heilung.ch
www.heilzentrum.ch
www.lebensberater.ch
www.naturheilung.ch
www.naturpraxis.ch
Im Januar 2003 heisst es in einigen oder allen dieser Websites:
"Folgende Domain-Namen stehen zum Verkauf:"
www.fernheiler.ch
www.fernheiler.com
www.fernheiler.net
www.fernheiler.org
www.fernheilung.ch
www.fernheilung.com
www.fernheilung.net
www.fernheilung.org
www.geistheiler.com
www.geistheiler.net
www.geistheiler.org
www.geistheilung.ch
www.geistheilung.com
www.geistheilung.net
www.geistheilung.org
www.healing.ch
www.heiler.org
www.heilerpraxis.ch
www.heilerpraxis.com
www.heilerpraxis.net
www.heilerpraxis.org
www.heilerzentrum.ch
www.heilerzentrum.com
www.heilerzentrum.net
www.heilerzentrum.org
www.heilpraxis.ch
www.heilpraxis.net
www.heilpraxis.org
www.heilung.ch
www.heilung.net
www.heilung.org
www.heilzentrum.ch
www.heilzentrum.com
www.heilzentrum.net
www.heilzentrum.org
www.naturheiler.net
www.naturheiler.org
www.naturheilpraktiker.com
www.naturheilpraktiker.net
www.naturheilpraktiker.org
www.naturheilpraxis.net
www.naturheilpraxis.org
www.naturheilung.ch
www.naturheilung.com
www.naturheilung.net
www.naturheilung.org
www.naturpraxis.ch
www.naturpraxis.com
www.naturpraxis.net
www.naturpraxis.org
www.suchdienst.ch
www.suchdienst.com
www.suchdienst.net
www.suchdienst.org
www.suchdienst.li
www.suchhilfe.ch
www.suchhilfe.com
www.suchhilfe.li
www.suchhilfe.net
www.suchhilfe.org

Unter der Liste:

"Angebote senden Sie bitte an folgende E-mailadresse: mail@variona.com"
Nicht nur dies deutet darauf hin, dass die Kuster-Firma den Geschäftsbereich "Heilbehandlung" und "Fernheilung" zurückfährt.
Allerdings sehr langsam und Schrittweise, so dass es nicht möglich sein wird, diesen Internet-Text stets aktuell zu halten.
Denn die Kuster-Firma hat bisher die AGPF nicht über Änderungen informiert.
Deshalb war es bisher Zufall, ob und wann wir einen Prospekt erhalten haben.
Vorläufig jedenfalls wird noch mit Erfolgen bei der Beseitigung von Krankheiten geworben.

Die Beseitigung von Schmerzen ist Heilbehandlung. Entscheidend ist nicht, was der Anbieter sich dabei denkt, wenn er diese anpreist. Entscheidend ist vielmehr, welchen Eindruck der Leser von diesem Angebot hat, vgl.

Allerdings wird nicht nur über die Beseitigung von Schmerzen berichtet. Die angeblichen Dankschreiben enthalten Schilderungen zahlreicher körperlicher und seelischer Krankheiten und Symptome. Der Prospekt enthält Fotos von 132 Personen. Zu manchen Abbildungen gehören Beschreibungen diverser Symptome, Krankheiten und angeblicher Heilungen. Nur etwa ein Viertel der angeblichen Berichte betreffen nicht gesundheitlichen Fragen.

Dem Kunden wird mit dieser Werbung vorgetäuscht, dass die Anbieter etwas für seine Gesundheit tun. Es besteht demgegenüber der Verdacht, dass die Anbieter in Wahrheit nichts tun, was gesundheitswirksam sein könnte. Dies wurde sogar in den allgemeinen Geschäftsbedingungen und in einer "Anmerkung zur Fernhilfe" (beides unten) angedeutet.



 
 

Werbung mit umfangreichen Prospekten, die in Briefkästen oder durch Anzeigenblätter massenhaft verteilt werden,  rechnet sich nur bei großem Rücklauf. Im Grunde muß die Firma weit mehr Kunden haben, als sie betreuen könnte. Andernfalls würde sich die Werbung kaum lohnen.

Der Züricher Tages-Anzeiger schrieb am 13.11.2000:
"Zahlen wollte er nicht verraten".
 
 
 

Der  Vertrag
(vergrössern: Bild anklicken):
 

Vertragsüberschrift:

"Anmeldung zur Fernbehandlung. Hilfe auch ohne Wissen der zu behandelnden Person. Für alle Probleme. Auch Tiere".


So hieß es noch in dem im Frühjahr 2000 verbreiteten Heft.
In späteren Ausgaben und  heißt es nicht mehr "Fernbehandlung", sondern "Fernhilfe".
Allerdings wurde nur die Überschrift geändert.
Im Vertrag selbst hiess es auch Mitte 2002 noch "Fernbehandlung".
Ende 2002 war der Begriff "Behandlung" zur Beschreibung des Angebots verschwunden.

Unklar ist nach wie vor, was eigentlich angeboten und bezahlt wird. Denn "Fernhilfe" ist kein Produkt, dessen Inhalt allgemein bekannt ist. Deshalb besteht nach wie vor die Möglichkeit, dass der Vertrag nach deutschem Recht schon deshalb unwirksam ist, weil er keine Vereinbarung über Leistung und Gegenleistung enthält.

Angegeben wird nur, was der Kunde zu bezahlen hat.
Im Dezember 2002 hiess es dazu im vertrag:

1 Monat Euro 90.-    (Normalhilfe = 1mal täglich)
1 Monat Euro 170.-  (Intensivhilfe = 3mal täglich)
Nicht angegeben wird unverändert, worin diese angebliche Fernhilfe besteht.

Noch in einem vorherigen Vertrag hiess es: "Ich möchte, dass 3mal täglich gewirkt wird".
Worin die Wirkung besteht, sagt der Vertrag nicht.
Das reicht nicht für eine auch nur halbwegs bestimmbare Beschreibung der Leistung.
Also ist der Vertrag möglicherweise unwirksam.

"Dank dem Computer gingen keine Klienten vergessen, erklärt Kuster", schreibt Hugo Stamm im Tages-Anzeiger (unten)
Kusters Wirken könnte also auch darin bestehen, daß ein Computer-Programm laufend in Sekunden-Abständen Bilder der Kunden bzw. der Personen oder Tiere zeigt, auf die der Kunde einwirken möchte.
 



Allgemeine Geschäftsbedingungen

Nach wie vor befindet sich ein Text im Prospekt, der als Kleingedrucktes verstanden werden kann und der fragwürdige Klauseln enthält.

 
 
Aus einem Prospekt im Zeitungsformat vom Dezember 2002




Anmerkung zur Fernhilfe 
Mit der Anmeldung nehmen Sie zur Kenntnis, dass die Fernhilfe keine Heilbehandlung im medizinischen Sinne ist sondern natürliche Lebenshilfe und geistige Gedankenkraft. Bei Krankheiten trotzdem zum Arzt gehen. Die Erfolgsberichte sind keine Erfolgs Garantie, sondern zeigen was angeborene, innere Kräfte bewirken können wenn positives inneres Gleichgewicht vorherrscht. Die Fernhilfe hat den Zweck zu harmonisieren und zu stärken. Das Naturinstitut Kuster bestätigt, dass keine negativen Wirkungen durch diese Lebenshilfe entstehen können und garantiert absolute Diskretion. Das Daten- und Bildmaterial wird nicht veröffentlicht und nicht an Dritte weitergegeben. Die Anmeldung ist verpflichtungsfrei und unverbindlich.
Info – AGB (Allgemeine Geschäfts-Bedingungen) 
[entnommen aus www.healing.ch/Seiten/AGB.html am 13.11.2000


Ich nehme zur Kenntnis, dass keine Heilbehandlung im medizinischen Sinne durchgeführt wird, sondern rein geistige Fürbitte sowie kostenlose, telefonische und schriftliche Lebensberatung. Mir ist bewusst, dass diese geistig-seelische Unterstützung weder eine direkte Heilwirkungen noch andere Reaktionen auf den Körper der behandelten Personen oder Tiere bewirken kann. Ich weiss, dass mögliche positive Veränderungen nur durch die körpereigenen Selbstheilungs- und Regenerierungskräfte an mir oder anderen zustande kommen können. 

Ich bin weder bevormundet noch stehe ich momentan unter Drogeneinfluss und bin Vollbesitz meiner geistigen Fähigkeiten. Auch habe ich die Dankesberichte auf diesen oder anderen Veröffentlichungen so verstanden, dass das Institut Kuster nur in der hier genannten Weise, dazu beigetragen hat. Ich bestätige mit meiner Anmeldung dass diese Erfolgsmeldungen nicht als Erfolgsgarantie für mich oder für andere Klienten gelten, sondern mir einzig aufzeigen sollen, was angeborene, eigene Kräfte bei Menschen und Tieren bewirken können, wenn Menschen mit Einfühlungsvermögen, Verständnis, Rat und Tat oder geistiger Fürbitte für andere da sind. 

Das Naturinstitut Kuster bestätigt mir, dass weder negative Wirkungen noch Abhängigkeit durch diese Lebenshilfe entstehen können und garantiert mir absolute Diskretion. Mein Daten- und Bildmaterial wird nicht veröffentlicht und nicht an Dritte weitergegeben. Die Anmeldung ist völlig verpflichtungsfrei.

Aus einem Prospekt im Zeitungsformat vom Februar 2002




Anmerkung zur Fernhilfe
Mit meiner Anmeldung nehme ich zur Kenntnis, dass es hier nicht um eine Heilbehandlung im medizinischen Sinne geht, sondern natürliche Lebenshilfe und geistige Gedankenkraft. Die Erfolgsberichte betrachte ich nicht als Garantie, sondern sie zeigen mir, was angeborene, innere Kräfte bewirken können, wenn ein positives inneres Gleichgewicht vorherrscht. Die Fernhilfe hat den Zweck zu harmonisieren und zu stärken. Das Natur-Institut Küster bestätigt mir, dass keine negativen Wirkungen durch diese Lebenshilfe entstehen können und garantiert mir absolute Diskretion. Das Daten- und Bildmaterial wird nicht veröffentlicht und auch nicht an Dritte weitergegeben. Die Anmeldung ist verpflichtungsfrei, unverbindlich und ein ganzer Monat Hilfe ist für jede/n Auftraggeberln kostenlos.

Nach § 309 Nr. 12 BGB ist unwirksam

"eine Bestimmung, durch die der Verwender die Beweislast zum Nachteil des anderen Vertragsteils ändert, insbesondere indem er
a) diesem die Beweislast für Umstände auferlegt, die im Verantwortungsbereich des Verwenders liegen;
b) den anderen Vertragsteil bestimmte Tatsachen bestätigen läßt."


Darum handelt es sich hier.
Denn nach den obigen Klauseln hat der Kunde angeblich etwas zur Kenntnis genommen oder bestätigt gar sein angebliches Wissen.
Derartige Klauseln sind nach dem Gesetz unwirksam.
 
 
 
 
 
Die angebliche Reportage

Die Prospekte der Kuster-Familienfirma bestehen weitgehend aus Referenzen, aus angeblichen (allerdings anonymen) Zuschriften und aus einer angeblichen Reportage.

Links der ältere Prospekt D 11-99, recht der neuere D 08-00. 
Zunächst wurde noch behauptet: "Erschienen in der Zeitschrift "Glückspost" Nr. 18/98". 
Daneben: "Nicht objektive Wortwahlen wurden richtiggestellt". 
Das ist ein Freibrief für Änderungen aller Art. 
Wettbewerbsrechtlich handelt es sich ohnehin um eine eigene Äußerung der Firma Kuster. 

"Kurt Kuster ist ein Geist- und Fernheiler der besonderen Art" hiess es noch 2000. 
Im Juni 2002 war aus dem "Fernheiler" ein "Fernhelfer" geworden. 
Die Firma Kuster hatte den Begriff des Fernheilers offenbar als "nicht objektiv" erkannt. 
Links war es das "Gebet aus der Ferne", das angeblich half. Rechts war es dann die "Positive Kraft aus der Ferne".


 
 
Tages-Anzeiger Zürich 13.11.2000 

Die wundersamen Heilkräfte der Kusters 

Sie versprechen seit zwanzig Jahren Glück, Gesundheit, Erfolg und Schönheit. Die Fernhelfer Kurt und Philomena Kuster lehnen sich weit aus dem Fenster. 

Von Hugo Stamm 

Nimmt man die vielen Inserate und den aufwändigen 50-seitigen Farbprospekt als Gradmesser, so muss die Familie Kuster aus Berikon am Mutschellen gewaltig Umsatz machen. Und mit den telepathisch vermittelten Heilkräften wahre Wunder bewirken. Kurt und Philomena Kuster sowie ihr Sohn Frank verstehen sich als Fern- und Geisthelfer. Eine ungewöhnliche Bezeichnung, aber mit Bedacht gewählt: Um nicht mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen, meiden die Kusters den Begriff "Heiler". Denn heilen dürfen nur Ärzte. 

Wenn man aber den dicken Prospekt durchblättert, stösst man fast auf jeder Seite auf Hinweise, die an wundersame "Heilungen" erinnern. Das Ehepaar Kuster verspricht nicht nur Hilfe bei Krankheiten, ihre angeblich universale Kraft soll bei fast allen Problemen helfen. Das Titelblatt der Broschüre verkündet, man könne erfolgreich, sicher, frei, schön, schlank und rauchfrei werden. 

Auch Tiere werden behandelt 

Die Helferfamilie Kuster hat zudem ein Herz für Tiere, denen sie ebenfalls durch Fernbehandlung hilft. Das jedenfalls glaubte eine Frau aus Dietikon, deren Katze ein chronisches Leiden hatte. Sie zahlte 120 Franken, damit das Tier einen Monat lang täglich einmal von Kurt Kuster fernbehandelt wurde. Der Katze ging es danach zwar nicht besser, dafür aber meldete sich Kuster schriftlich, um - in holpriger Sprache - eine Weiterbehandlung schmackhaft zu machen: "Bitte beachten Sie das Spezial-Angebot 3 für 2. Profitieren Sie! Sie geniessen bei diesem Hilfeangebot einen ganzen Monat Gratishilfe." Dabei haben die Kunden die Wahl zwischen einer Normalbehandlung (täglich einmal, 120 Franken pro Monat) und einer Intensivbehandlung (täglich dreimal, 230 Franken pro Monat). 

Wie funktioniert die Behandlung? "Bei der Fernhilfe erreichen die positiven Gedanken die betreffenden Individuen unmittelbar", heisst es in esoterischer Manier in der Broschüre. Kuster behauptet, er könne des Schöpfers Kräfte gewissermassen anzapfen und auf telepathischem Weg auf die Hilfe suchenden Personen und Tiere richten. So verspricht er Hilfe beim Abnehmen, bei der Rauchentwöhnung, bei Bettnässen, Prüfungsangst, familiären Problemen, bei der Partnersuche, bei Stress, Unsicherheit und Angst. 

Bei den hohen Werbekosten muss die Kundenkartei der Heilerfamilie überquellen. Lässt sich da noch eine seriöse Fernbehandlung durchführen? Dank dem Computer gingen keine Klienten vergessen, erklärt Kuster. Ausserdem reiche die Zeit dank seiner natürlichen Begabung, sich gleichzeitig auf mehrere Klienten konzentrieren zu können. 

Am Laufmeter "Wunder" 

Der Prospekt zeigt wie ein Versandkatalog lauter glückliche und strahlende Gesichter. Er ist - nach dem Muster unseriöser Unternehmen - voll gestopft mit Referenzschreiben. Über 300 Personen loben die Fernhelfer und beschreiben ihre Genesungen. Da ist viel von Wundern die Rede. Eine Kundin berichtet etwa, sie habe unter schrecklicher Atemnot und extremen Kniebeschwerden gelitten. Ausserdem sei sie allergisch auf Hausstaub und Abgase gewesen. Innerhalb von sechs Wochen sei sie von allen Leiden befreit worden. "Familie Kusters Hilfe war meine letzte Rettung", erklärte sie in einem Dankesschreiben. 

Grenzenlose Hilfe 

Andere Beispiele gefällig? Krampfadern sind plötzlich weg, die Drogensucht überwunden, die Alkoholabhängigkeit verschwunden, die Magersucht besiegt. "Alles hat wunderbar gebessert: Die Allergie gebessert, die Schmerzen im Knie sind ganz weg, vom Augenleiden und Kopfweh merke ich gar nichts mehr", schreibt eine andere Frau. Und eine dritte - die Schreiben stammen überwiegend von Frauen - ist der Familie Kuster sogar "sehr dankbar für Ihre göttliche Kraft". 

Die Heilkräfte des Ehepaars Kusters kennen offenbar auch keine Distanzen. Eine Kundin aus Australien behauptet, sie sei nach 30-jähriger Leidenszeit durch die Fernhilfe von den Schmerzen befreit worden. Eine andere Kundin hat angeblich keine Depressionen mehr. Auch bei anderen als gesundheitlichen Problemen soll die Fernbehandlung helfen. Die Umsätze steigen, die Noten der Kinder werden besser, die Kunden bekommen den lang ersehnten Traumjob. Und bei Beziehungs- und Potenzproblemen passieren angeblich ebenfalls viele Wunder. Partner finden sich wieder, Scheidungen werden rückgängig gemacht. Und die Pfunde schmelzen wie Schnee. Kusters Kunden verlieren 16, 30, 36, ja sogar 41 Kilogramm an Körpergewicht. 

Auffällig ist, dass es keine Dankesschreiben zu lebensgefährlichen Krankheiten wie schweren organischen Leiden, Krebs, Aids usw. gibt. Weshalb dies so ist, wollte Kurt Kuster nicht beantworten. Auf Anfrage erklärte er, er würde den Klienten zum Arztbesuch raten. Seine Hilfe fördere die Selbstheilungkräfte, was bei allen Krankheiten sinnvoll sei. Erfolgsgarantien würden aber keine abgegeben. 

Nachfrage etwas gesunken

Laut Kuster erleben 70 bis 80 Prozent der Klienten durch ihre Hilfe eine Verbesserung des Wohlbefindens oder der Lebenssituation. Die Nachfrage sei in letzter Zeit etwas gesunken, weil die Konkurrenz enorm gewachsen sei und unobjektive Medienberichte die Kunden verunsichert hätten. Zahlen wollte er nicht verraten. 


 
 
 
Gegendarstellung der Familie Kuster

1. Selbstdarstellung gem. e-mail vom 09.11.2001

Sehr geehrter Herr Heinemann

Grundsätzlich finden wir es sehr gut, dass Sie sich für die «Geistige und Psychische Freiheit» einsetzen. Je objektiver – umso besser.  Es gibt wirklich unschöne Auswüchse vor allem in der Esoterikbranche, von der auch wir nicht begeistert sind. Unsere Lebenshilfe hat auch wenig mit der Esoterik (Geheimwissen) gemein, weil wir ganz offen und klar darlegen, wie wir arbeiten, welche Leistungen wir erbringen können und welche nicht.

Aber genauso wie Herr Stamm, der uns überhaupt nicht kennt und die Sachlage vor Ort – trotz Einladung – nicht überprüfen wollte, richten Sie ebenfalls über uns – ohne gründlich recherchiert zu haben. Es würde ja nicht in seine Thesen passen, wenn er Tausende von Dankschreiben vor sich hätte, die ganz klar beweisen, was alles mit seelsorgerischer Zuwendung, geistiger Unterstützung und den angeborenen Selbstheilungskräften möglich sein kann . – In seinem Artikel lügt Herr Stamm gleich mehrfach und dichtet uns zudem noch etwas an, z.B. die von ihm erwähnte Dame mit der Katze, welche in unserer Datei gar nicht existiert. Auch versprechen wir keine Hilfe bei Krankheiten. Wir machen überhaupt keine Versprechungen, können keine Garantien abgeben. 

Herr Stamm, der durch seine Publikationen sehr umstritten ist, macht es sich sehr leicht, in dem er das ganze Korn in den Abfalltopf schüttet, um sich nicht die Mühe nehmen zu müssen, die Gerste vom Weizen und das Korn von der Spreu trennen zu müssen. – Wie schon in anderen Medien werden wir von Herrn Stamm – und nun auch von Ihnen als Heiler dargestellt, was wir leider nicht sind und nie sein werden. – Der Mensch denkt – Gott (Natur, Schöpfung) lenkt!

Auch Sie sind herzlich eingeladen, sich vor Ort davon zu überzeugen, dass wir unsere Arbeit ernst nehmen und dementsprechend bemüht sind, gesetzeskonform für diese zu werben.

Der Abdruck der «Originalreportage» aus der Zeitschrift «Glückspost» des Ringier-Verlags, Schweiz, die von einem sachverständigen, unabhängigen Journalisten geschrieben wurde, der im Auftrag der Redaktion vor Ort die Sachlage überprüft und dazu Klienten befragt hat, geschah unüberlegt. Dies wurde auch beanstandet. Die Reportage wurde anschliessend gesetzeskonform angepasst, aber nicht mehr als Originalreportage des Journalisten bzw. der Glückspost veröffentlicht. Die Erlaubnis zu dieser Eigenreportage haben wir vom Journalisten eingeholt ebenso die Rechte für die damals gemachten Fotos. Ausserdem wurden bei allen unzutreffenden Bezeichnungen des Journalisten sowie den Berichten (Worte wie z.B. Heilung, Fernheiler, Sie haben mich geheilt usw.) gesetzeskonform korrigiert, um wirklich keine Missverständnisse aufkommen zu lassen. Sie werfen uns nun sogar diese Korrektur noch vor. Stellen uns in ein falsches Licht. Wir setzen wirklich alles daran, dass wir wirklich als das verstanden werden, was wir sind, seelischer Beistand und geistige Helfer. Der unvoreingenommene Leser versteht das erfahrungsgemäss richtig.

Herr Heinemann, obwohl wir in der aktuellen Werbung unmissverständlich auf unsere tatsächlichen Leistungen hinweisen, nehmen Sie uns mehr oder weniger folgendes übel bzw. ignorieren einfach, dass wir…

– uns ganz klar nicht als Heiler, Fern- oder Geistheiler ausgeben, dies auch nicht subjektiv vermitteln wollen, im Gegenteil und uns strikte abgrenzen von Esoterikbesessenen und andere Menschen die behaupten, dass sie heilen oder in die Zukunft schauen könnten.

–  keine Heilbehandlungen durchführen, sondern mit positiven Gedanken, Gebeten und Lebensberatung bzw. seelisch harmonisierend einwirken, um damit womöglich die Lebensbatterien von Individuen zu stärken bzw. deren eigenen Lebenswillen aktivieren zu können.

–  klar und offen sagen, mögliche positive Reaktionen nicht unmittelbar auf unsere Einwirkungen beziehen zu wollen, sondern diese als positives Resultat der eigenen körperlichen und seelischen Selbstregulierungskräfte anzusehen sind. Wir dabei in jedem Falle nur als Berater, Mittler und Mithelfer mit kraftvollen Gedanken agieren können.

–  keine Diagnosen, Prognosen machen oder Erfolgsgarantien abgeben. Dafür aber die Menschen dazu ermutigen, an das Gute und die grossartigen, angeborenen Kräfte zu glauben und diese dadurch folglich zu aktivieren.

–  uns optimal darum bemühen, von allen Menschen in der hier genannten Form verstanden zu werden und keine falschen Hoffnungen erwecken wollen. Niemanden ausnutzen, zwingen, abhängig machen oder religiös beeinflussen oder sogar bekehren wollen.

–  Menschen mit Krankheiten in jeden Falle zum Arzt schicken – oft müssen uns die Klienten der Arztbesuch sogar versprechen – und uns nur als Mithelfer und Begleiter anbieten.

–  auf Wunsch jedem Menschen grundsätzlich einen Monat lang kostenlos Lebenshilfe bieten.

– wenn nötig, bis zu drei weiteren Monaten kostenlose weitere Zusatzunterstützung leisten.

–  den Menschen Hoffnung geben und diese motivieren an die uns allen geschenkten, inneren Kräfte zu glauben. Diese aber auch nicht zu überschätzen oder Erfolgsberichte der einen nicht als zwingende Resultate für andere zu interpretieren, sondern als Möglichkeit der allen Lebewesen zueignen (göttlichen) Natur zu betrachten.

–  bemüht sind unsere Arbeit gut zu machen, uns dazu für jeden Fall genügend Zeit nehmen, um mit Verständnis, Rat und kraftvollen Gedanken Lebenshilfe zu leisten.

–  mithelfen konnten, nicht alle, aber viele Menschen glücklich zu machen.

Bitte überprüfen Sie die in der «Glückspost» erschienene Reportage in der Ausgabe 18/98 (Verlag Ringier, Schweiz) auf Ihre Echtheit und entfernen Sie alles, was Ihrer Meinung nach von Ihnen ungerecht über uns publiziert wurde. Falls Sie Fehler unsererseits beanstanden möchten, teilen Sie uns diese mit und wir werden jene – soweit möglich – gerne korrigieren. Ein objektiver Berichterstatter sieht ja auch das Gute und schreibt auch darüber. Ein Kritiker sollte das Gute zumindest nicht in den Schmutz ziehen.

Sie persönlich haben sich übrigens vor keinem anderen Gericht zu verantworten als Ihrem eigenen Gewissen. Es liegt also nur an Ihnen, was Sie über uns veröffentlichen, es ist Ihre eigene «Geistige und Psychische Freiheit» ungerecht zu richten oder fair zu berichten.

Wir persönlich glauben an das was wir tun und an das Naturgesetz, dass alles was wir tun, in irgendeiner Weise wieder auf uns zurückkommt. Das Böse wie das Gute, z.B. in Form von Selbstbestrafung, -heilung oder -regulierung, in negativen oder guten Lebensgefühlen usw.! – Es ist uns allen angeboren, genauso wie das Denken. Die reaktiven Kräfte der Gedanken auf sich selber und andere Individuen kann wohl niemand bestreiten – die Realität zeigt uns nämlich täglich mehrmals, welche erstaunliche und wunderbare Phänomene durch diese und durch seelischen Beistand und der Natur der Individuen möglich sind. 

Kommen Sie vorbei und überzeugen Sie sich persönlich davon!

Für Ihre weitere Arbeit, Bemühungen und Ihr Wohlwollen danken wir Ihnen herzlich.

Viel Glück und Gesundheit!

Mit freundlichen Grüssen

Kurt Kuster

2. Diese Selbstdarstellung war von der AGPF in der Homepage, Stand 13.03.2002 unter einer Rubrik "Selbstlob, Selbstkritik und Presseschelte" veröffentlicht worden, u.E. ein deutliches Beispiel dafür, dass keinerlei inhaltliche Auseinandersetzung mit unserer Tätigkeit erfolgte, sondern pauschal unsere Tätigkeit in einen Topf mit unseriösen Machern aus der Esotherik- (Geheimwissen-) Branche und Geistheilern u.a. geworfen wurde. Dass wir trotz dieser Selbstdarstellung auf dieser Homepage unter www.agpf.de/psychomarkt.htm im gleichen Atemzug mit der "Scientology" erwähnt wurden, bestätigt diesen Eindruck.

  In der Homepage, Stand 13.10.2002, wurde diese Selbstdarstellung, mit der wir unsere Auffassung wenigstens ein wenig öffentlich machen konnten, gestrichen und durch einen diffamierenden und inhaltlich falschen Artikel aus den Stuttgarter Nachrichten ersetzt. In beiden Fassungen der Homepage wurde darüberhinaus der als Verdacht dargestellte Vorwurf des Betrugs gegen uns erhoben. Unsere Selbstdarstellung wurde sogar als Kenntnis dieses Vorwurfs ausgelegt, was das Ziel der Selbstdarstellung, nämlich ein objektive und gerechte Berichterstattung, ins Gegenteil verkehrte. 

  Dies alles erfolgte, ohne dass uns die für die Gestaltung der Homepage der AGPF verantwortlichen Personen auf unsere Einladung hin besuchten und sich ein Bild von unserer Tätigkeit machten. 

Um es noch einmal klarzustellen:

Wir versuchen, durch Gebete, positive Gedanken und natürliche und praktische Lebensberatung als ergänzende Hilfe zur ärztlich-medizinischen Versorgung Menschen zu motivieren, an sich zu glauben und die angeborenen körperlichen und seelischen Selbstregulierungskräfte zu aktivieren, um diesen Menschen dadurch zu helfen. Im Kern entspricht diese Tätigkeit der von den Kirchen angebotenen Telefonseelsorge, eben aber privat betrieben.

3. Da wir uns nach der gegen uns verwendeten Selbstdarstellung nicht mehr zu helfen wussten und keine Chancen sahen, eine objektive, der Sache gerecht werdende Berichterstattung zu erreichen, haben wir uns an einen Rechtsanwalt gewandt. Erst nach Erhebung einer Klage 

gegen die Berichterstattung wurde der Vorwurf des Betrugs ausdrücklich fallengelassen und die Homepage ganz wesentlich zum Positiven umgestaltet. 

  Allerdings sind wir nach wie vor noch nicht ganz mit dem Inhalt der Homepage einverstanden. 
 

Die mittlerweile zwar objektiv gehaltene Darstellung der historischen Entwicklung ist u.E. überflüssig. Genauso ist die Darstellung in Bezug auf den Verkauf der Domains überflüssig. 

Mit unserer Werbebroschüre haben wir uns im Rahmen der schweizerischen Gesetze gehalten, dass in Deutschland schärfere Anforderungen gelten, war uns unbekannt. Wegen eines Verstoßes gegen diese Anforderungen erhielten wir von einem Gericht eine Geldbuße, die unverzüglich bezahlt wurde. Werbematerial wird ausserdem mittlerweile überhaupt nicht mehr in Deutschland verteilt. Um einen Verstoß gegen die deutschen Gesetze zu vermeiden, werden wir zukünftiges Werbematerial vor einem Verteilen von den zuständigen Gremien überprüfen lassen. 

  Der Verkauf der Domains soll darüberhinaus ebenfalls nach außen demonstrieren, dass wir uns ausschließlich als Helfer ergänzend zur ärztlich-medizinischen Versorgung verstehen und nicht selber Heilbehandlung durchführen. 

  Die Reservierung der Domains mit einem Bezug zu Heilung, die in der Homepage kritisiert wird, war von uns dafür gedacht, auch solche Leute zu erreichen, die in Internet surfen und die sicherlich bekannten Begriffe "Fernheilung" oder "Geistheilung" o.ä. als Suchbegriff eingeben. Abgesehen davon, dass es natürlich für uns positiv ist, wenn Personen, die diese Begriffe eingeben, auf unserer Homepage "Fernhilfe.ch" landen, haben wir mit der Reservierung dieser Domains auch einen Zweck verfolgt, der dem Interesse der AGPF eigentlich entspricht. Auf unserer Homepage "Fernhilfe.ch" wird deutlich gesagt, dass es uns eben nicht um Heilung, sondern um Hilfe in og. Sinne geht. Möglicherweise konnten einige Personen durch das Lesen unserer Homepage davon abgehalten werden, sich an unseriöse Fernheiler oder Geistheiler zu wenden. Es ist schade, dass dies von uns nicht richtig nach außen kommuniziert werden konnte. In keinem Fall aber haben wir die Absicht gehabt, mit diesen Domains irgendeine Menschenfängerei zum Schaden dieser Menschen zu betreiben, im Gegenteil.

4. Wir distanzieren uns nochmals ausdrücklich von unseriösen Fernheilern, Geistheilern o.ä. und unterstützen im Ergebnis die Arbeit der AGPF, die gem. § 2 ihrer Satzung folgendermaßen definiert ist:

"Der Verein will durch Aufklärung und Beratung Hilfe bei der Beurteilung von Angeboten geben, welche die Entscheidungsfähigkeit des Menschen so beeinflussen könnten, dass dieser in geistige und psychische Abhängigkeit geraten kann."

  Allerdings sollte sich dann eine Berichterstattung auch in diesem Rahmen halten und Angebote, die einen "Menschen so beeinflussen könnten, dass dieser in geistige und psychische Abhängigkeit geraten kann" von solchen Angeboten, bei denen dies nicht der Fall ist - wie nämlich unseres - strikt zu trennen. 

  Wenn es die AGPF für erforderlich hält, uns zu erwähnen, dann wäre es schön, wenn sie dies beherzigen und die Homepage noch weiter abändern würde. Der immer noch anhängige Rechtsstreit würde sich dann auch erledigen.
 


 
 



 

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