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Adresse dieser Seite: http://www.AGPF.de/Hamer.htm  Zuletzt bearbeitet am 23.1.2010 
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Der Antisemit Ryke Geerd Hamer
und  seine "Germanische Neue Medizin"
 
 
 
 
Inhalt dieser Seite: Zum Thema auch: In anderen Websites:
 
 

Hamer gehört zu den zahllosen Heilern, die Krankheiten nicht heilen, sondern wegdefinieren.
 
Aus: REPORT München am 18.1.2010: 


"Hamer saß in Deutschland und in Frankreich im Gefängnis wegen Betruges, unterlassener Hilfeleistung und der illegalen Ausübung medizinischer Tätigkeit. Europaweites Aufsehen erregte der Fall Olivia Pilhar. Hamer flüchtete mit dem krebskranken Kind und den Eltern quer durch Europa. Das Mädchen wurde auf Veranlassung der österreichischen Behörden operiert und ist heute vollkommen gesund. Auch im Allgäu im Fall Susanne wurden Jugendamt, Landratsamt und Familiengericht tätig. Doch für Susanne kam diese Hilfe zu spät. 
... 
Hamer hat nach eigenen Angaben über 100 000 Anhänger. Allein in Bayern gibt es ständig Vorträge, Seminare und Stammtische. Scharenweise strömen vor allem Krebskranke zu diesen Veranstaltungen. Am Freitag kamen knapp 70 Menschen nach Oberhaching, um einen Vortrag der Germanischen Neuen Medizin zu hören. Unsere Kamera ist im Vortragssaal nicht erwünscht. 
... 
Unverständlich bleibt für uns, wieso so viele Menschen ausgerechnet diesem Mann und seiner Medizinsekte im Augenblick ihrer größten Not vertrauen."
Auf dem Psychomarkt werden zahllose angebliche alternative Heilmethoden propagiert.
Manche beruhen auf Gegenständen oder Material, die angeblich heilsame Wirkung entfalten.
Die meisten aber beinhalten eine Pseudo-Psychotherapie.
Auch  bei schwersten körperlichen Krankheiten wird behauptet, die Veränderung der Psyche könne Heilung bewirken.

Hamer behauptet, Krebs werde durch ein psychisches Schockerlebnis und einen dadurch erzeugten "biologischen Konflikt" ausgelöst. Die Heilung erfolge durch Lösung des zugrundeliegenden Konfliktes.
Eine Behandlung durch die Schulmedizin hält Hamer für oft unnötig und schädlich.
Das Schockerlebnis bezeichnet Hamer als DHS, "Dirk-Hamer-Syndrom", benannt nach seinem Sohn Dirk.
Dieser starb 1978 nach einer Schussverletzung bei einem Badeurlaub auf Korsika.
Vater Hamer erkrankte kurz darauf an Hodenkrebs und führte das auf den Schock durch den Tod seines Sohnes zurück. Inzwischen behauptet Hamer, alle Krankheiten würden so entstehen.

Hamer: "Für mich ist die ärztliche Behandlung eines kranken Menschen oder Tieres eine Art heilige Handlung. Bei unseren Vorfahren vor 2000 Jahren waren Ärzte gleichzeitig Priester, erfahrene, kluge Menschen, die das Vertrauen ihrer Mitmenschen verdienten."  (Aus: Vermächtnis einer neuen Medizin, S. 294).
 
 
In der ARD-Sendung Kontraste vom 10.11.2005 wurde über Hamer berichtet. Titel:   
Falsche Versprechen – die tödliche Gefahr der „Germanischen Neuen Medizin“
Der Test der Sendung ist in der Website von Kontraste zu finden.  
Dort wid auch ein Video angeboten
 
 
 

Für Hamer werden Spenden gesammelt und Demonstrationen veranstaltet
 
Abbildung rechts: Aus der Hamer-Newsgroup, geladen am 12.7.2005. Dort findet sich in einer E-Mail vom 16.8.2004 auch eine Erklärung für die Umbenennung. Andere "Autoren" hatten angeblich Hamers Ideen abgekupfert:  

"Es geht um die vielen Verfälschungen anderer Autoren! ... Deshalb nannte Dr. Hamer seine Neue Medizin nun um in die "Germanische Neue Medizin" und ließ sich diesen Begriff rechtlich schützen. Der Begriff "Neue Medizin" konnte nicht geschützt werden. ...  
Bisher gibt es die Schulmedizin, es gibt die Indische Medizin, es gibt die Chinesische Medizin usw. Ab heute gibt es nun auch die "Germanische NEUE MEDIZIN"

 
 

Gutachten von Dr. med. M. Sökler
veröffentlicht am 05.07.2005 von der Deutschen Krebsgesellschaft
zu finden unter

 
 

Hamer verhaftet
 
http://de.news.yahoo.com/041015/286/490uf.html  
Freitag 15. Oktober 2004, 13:02 Uhr  
"Wunderheiler" Hamer wird von Spanien an Frankreich ausgeliefert  
Chambéry (AFP) - Der selbst ernannte deutsche "Wunderheiler" Ryke Geerd Hamer soll noch in diesem Monat von Spanien an Frankreich ausgeliefert werden, um dort eine dreijährige Haftstrafe zu verbüßen. Daran werde auch Hamers Beschwerde vor dem spanischen Revisionsgericht nichts mehr ändern, sagte Staatsanwältin Jacqueline Dufournet am Freitag im ostfranzösischen Alpenort Chambéry. Sie rechne damit, dass Hamer spätestens in zehn Tagen ausgeliefert werde. "Dank des Europäischen Haftbefehls geht es jetzt sehr schnell."
http://de.news.yahoo.com/040910/286/4790i.html  
Freitag 10. September 2004, 13:04 Uhr  
Zeitung: Deutscher "Wunderheiler" Hamer in Malaga festgenommen  
Grenoble (AFP) - Der selbsternannte deutsche "Wunderheiler" Ryke Geerd Hamer ist nach Informationen der ostfranzösischen Tageszeitung "Le Dauphiné Libéré" im südspanischen Malaga festgenommen worden. Der Zugriff sei auf Grundlage eines europäischen Haftbefehls erfolgt, berichtete das Blatt am Freitag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft des Alpenortes Chambéry. Die spanischen Behörden boten demnach an, den 69-Jährigen demnächst an Frankreich auszuliefern. Das Berufungsgericht Chambéry hatte Hamer am 1. Juli wegen Betrugs und der Komplizenschaft bei der illegalen Ausübung einer medizinischen Tätigkeit in Abwesenheit zu drei Jahren Gefängnis verurteilt.
 
AFP Agence France-Presse GmbH 1.7.2004  
Deutscher "Wunderheiler" in Frankreich zu drei Jahren verurteilt  
- Hamer bei Prozess abwesend - Europäischer Haftbefehl droht  
Der selbst ernannte deutsche "Wunderheiler" Ryke Geerd Hamer ist in Frankreich in Abwesenheit zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Berufungsgericht im ostfranzösischen Chambéry befand den 68-Jährigen am Donnerstag des Betrugs und der Komplizenschaft bei der illegalen Ausübung medizinischer Tätigkeit für schuldig. In erster Instanz war Hamer vor vier Jahren zu 18 Monaten Gefängnis und einer Geldstrafe von rund 7000 Euro verurteilt worden.  
Die Staatsanwaltschaft hatte eine hinreichend lange Haftstrafe gefordert, um einen europäischen Haftbefehl erwirken zu können. Dafür reichte das Strafmaß aus der ersten Instanz nicht aus, weil von den 18 Monaten neun zur Bewährung ausgesetzt worden waren. Für den europäischen Haftbefehl ist eine Gefängnisstrafe von mindestens zwölf Monaten ohne Bewährung erforderlich. Zwei Anhängerinnen der Theorien Hamers hatten 1985 in Chambéry den Verein "Stoppt den Krebs" gegründet. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft starben mehrere Patienten, nachdem sie dem Rat der beiden Frauen gefolgt waren und ihre Therapie abgebrochen hatten. Hamer war in Deutschland bereits 1986 die Zulassung als Arzt entzogen worden. Vor neun Jahren sorgte er durch den Fall des krebskranken Mädchens Olivia europaweit für Aufsehen. Auf seinen Rat hin hatten die Eltern der Achtjährigen deren Behandlung im Krankenhaus verweigert und waren mit ihr nach Spanien geflohen. Erst ein richterlicher Beschluss ermöglichte die Heilung des Mädchens.
 
 

Olivia
 
1995 erkrankte die damals 6-Jährige Olivia an Krebs. Ihre Eltern verhinderten reguläre medizinische Hilfe. Sie wandten sich an einen Wunderheiler namens Hamer. Erst eine europaweite Fahndung nach Olivia und eine Zwangsoperation konnten das Leben des Mädchens retten. Hamer aber propagiert von Spanien aus weiter seine "Neue Medizin“. Hamer behauptet, Krebs könne man nicht behandeln, er müsse sich selber heilen. Heute ist Olivias Vater Helmut Pilhar einer der rührigsten Propagandisten für Hamer.

Eine der wichtigsten Methoden des Psychomarktes ist das Umdefinieren von Begriffen.
Die Begriffe  "Heilung" werden mit eigener Definition benutzt und damit auch die Begriffe Krankheit und Gesundheit neu definiert.
Das ist ein Trick, der heute von zahllosen Heilern und Psyhomarkt-Anbietern in unterschiedlichsten Versionen angewandt wird und kaum zu durchschauen ist. Dazu auch:

 
 

Hamer der Antisemit
 
Aus: REPORT München am 18.1.2010: 


"Über eine Stunde diskutieren wir mit Hamer. Er erklärt, es gebe keinen HI-Virus, Aids sei nur eine Allergie und immer wieder kommt er auf sein Lieblingsthema: Die Juden wollten mit der Chemotherapie die Nichtjuden vernichten. 
    Ryke Geerd Hamer, Arzt ohne Approbation: "Übrigens in Deutschland kriegt kein Jude Chemo. Kein Jude kriegt Chemo. Das wollen wir auch festhalten. Und die allermeisten Onkologen gehören dieser Glaubensgemeinschaft an. Sie behandeln ihre jüdischen Patienten ohne Chemo und die nicht-jüdischen mit Chemo."
Hamer hat das Kind nie gesehen nur zweimal mit Susanne telefoniert, trotzdem stellte er folgende Ferndiagnose: "Nie würde jemand wagen, ein jüdisches Kind zur Chemo zwingen. Es besteht zur Zeit überhaupt kein aktueller Handlungsbedarf."

Wirre antisemitische Äußerungen sind typisch für Hamer. Wegen Volksverhetzung ermittelt die Staatsanwaltschaft Göttingen gegen ihn. Wir stöbern den Begründer der Germanischen Neuen Medizin in Norwegen auf. Er erklärt sich zu einem Treffen in einem Hotel bereit. Seine Bedingung: Das Interview wird von seiner Mitarbeiterin gefilmt. Wir wollen wissen: Warum musste Susanne sterben.
 

    Ryke Geerd Hamer, Arzt ohne Approbation: "Alle, die ganze Familie vermutet, dass sie einen Chip gekriegt hat."

Frage report MÜNCHEN: "Was meinen Sie mit einem Chip gekriegt?"

    Antwort Ryke Geerd Hamer: "Diese Chips, die werden in die Kanüle vorne eingesetzt. Die Kanüle hat einen Durchmesser von 0,3 Millimeter und da können sie so einen Chip einsetzen, beliebig lang einen Millimeter oder zwei je nach dem. Und der hat dann also Giftkammern und da ist ja ein Patent angemeldet sogar und die können sie dann beliebig, per Satellit auslösen. Und denn ist er tot."
......
report MÜNCHEN: "Das Mädchen abgeschaltet?"
    Ryke Geerd Hamer: "Man könnte das vermuten."
 
 
"Die jüdische Religion teilt bekanntlich alles ein in gutartig u. bösartig, so auch in der jüdischen sog. Schulmedizin. Wir Nichtjuden werden gezwungen, weiterhin die jüdische Schulmedizin zu praktizieren ... Ich bin jedenfalls stolz darauf, aus dem germanischen Volk der Dichter u. Denker, der Musiker, Erfinder u.Entdecker zu stammen".
http://cgi04.puretec.de/cgi-bin/fo?clsid=ae55b015edee6059854aa46b22a1d898&id=1787  
Datum: 18.09.2003 um 10:01:49  
E-Mail: amicididirk@hotmail.com  
Betreff: Germanische Neue Medizin-Teil 1  
Name: Dr. med. Ryke Geerd Hamer  
Inhalt der Mitteilung: Warum Germanische Neue Medizin? Ich verstehe die Aufregung nicht. Neuerdings findet man überall die Begriffe neue oder Neue Medizin, die aber mit der eigentlichen NEUEN MEDIZIN überhaupt nichts zu tun haben, im Gegenteil, offenbar gerade davon ablenken sollen. Um daher die NEUE MEDIZIN vor weiteren Verwechslungen, Verunglimpfungen oder Verfälschungen zu schützen, nenne ich sie nunmehr die Germanische NEUE MEDIZIN, auch wenn in meinen Büchern und Schriften bisher noch von der Neuen Medizin die Rede ist. Glaubt mir, mir liegt jeder primitive Nationalismus fern. Meine Medizin ist für alle Patienten dieser Welt. Aber meine Gegner sind dabei, haben schon 200 Sorten Neue Medizin kreiert, stehlen wie die Raben und - am Ende soll dieses wunderbare Göttergeschenk dann vielleicht jüdische Neue Medizin heissen. Dann nennen wir sie doch vorher lieber Germanische NEUE MEDIZIN. Ausserdem darf doch jeder stolz auf sein Volk sein. Ich bin jedenfalls stolz darauf, aus dem germanischen Volk der Dichter u. Denker, der Musiker, Erfinder u.Entdecker zu stammen. Warum sollten unsere lieben Welt-Mitmenschen nicht aus Germanien das schönste Göttergeschenk dieser Welt empfangen dürfen?  

http://cgi04.puretec.de/cgi-bin/fo?clsid=ae55b015edee6059854aa46b22a1d898&id=1788  
Datum: 18.09.2003 um 10:06:10  
E-Mail: amicididirk@hotmail.com  
Betreff: Germanische Neue Medizin-Teil 2  
Name: Dr.med. Hamer  
Inhalt der Mitteilung: Teil 2: Es ist doch so: Die jüdische Religion teilt bekanntlich alles ein in gutartig u. bösartig, so auch in der jüdischen sog. Schulmedizin. Wir Nichtjuden werden gezwungen, weiterhin die jüdische Schulmedizin zu praktizieren mit Chemo Morphium, die Prof. Niemitz lapidar einen "einen unwissenschaftlichen amorphen Brei eines Sammelsuriums von Hypothesen" nennt (siehe Gutachten)- die die Juden selbst aber seit 20 Jahren nicht mehr praktizieren. Jeden Abend gehe ich damit zu Bett, dass an diesem Tag wieder 1000-1500 Patienten (allein in Deutschland)"umgebracht" worden sind - ohne Notwendigkeit. Ihr steht alle nur dabei und seht zu, wie vor euren Augen diese armen Menschen gefoltert werden. Entschuldigung, ALLE KÄLBER PLÄDIEREN FÜR WOHLVERHALTEN VOR DEN METZGERN. Was muss eigentlich noch passieren? 15 Millionen Eurer Mitbürger aus Eurem Volke sind in den letzten 20 Jahren "umgebracht worden" und Ihr meint, Wohlverhalten sei doch das Beste. Übermorgen seid ihr selbst oder Eure Kinder dran, und dann oh weh - ja, das hatten wir ja nicht gewusst.  

http://cgi04.puretec.de/cgi-bin/fo?clsid=ae55b015edee6059854aa46b22a1d898&id=1789  
Datum: 18.09.2003 um 10:07:58  
E-Mail: amicididirk@hotmail.com  
Betreff: Germanische Neue Medizin -Teil 3  
Name: Dr.med. Hamer  
Inhalt der Mitteilung: Teil 3: Ihr habt immer nur Angst. Warum, vor der Wahrheit braucht man keine Angst zu haben. Ich habe keine Angst vor nichts und niemand - ausser vor meinem Volk nicht Vorbild zu sein. Ich würde auch ein 2. Mal ins Gefängnis gehen, wenn es unseren Patienten helfen würde. Ich werde nur deshalb seit 22 Jahren mit unvorstellbarer Brutalität mit Erkenntnisunterdrückung, Rufmord, Berufsverbot (wörtlich: wegen "Nicht-Abschwörens der Neuen Medizin" und "Mich nicht Bekehrens" zur Schulmedizin) u. Gefängnis etc. gejagt, weil ich der einzige bin, der beim Raub u. bei der Einverleibung des Geraubten stört - damit alles beim alten bleiben kann. Aber warum meint ihr nicht helfen zu brauchen und nur ungefährliche schlaue Sprüche machen zu müssen? Glaubt ihr im Ernst, der Terror gegen die Germanische Neue Medizin könnte noch grösser sein als er gegen die Neue Medizin 22 Jahre lang war? Alhaurin el Grande, 17. September 2003 Dr.med.Mag.theol. Ryke Geerd Hamer  

Datum: 19.09.2003 um 10:35:51  
E-Mail: amicididirk@hotmail.com  
Betreff: Ausbildung von Ärzten in der Neuen Medizin  
Name: Dr.med. Hamer  
Inhalt der Mitteilung: Warum bildet Dr. Hamer keine Ärzte aus? Gegenfrage: Warum kritisiert man mich, und nicht diejenigen, die verhindern, dass ich überhaupt die Möglichkeit bekomme Ärzte auszubilden, bzw. die Patienten endlich die Chance erhalten,nach der Germanischen Neuen Medizin behandelt zu werden? Viele der schulmedizinischen Ärzte oder Heilpraktiker, die in meine Seminare kommen meinen, sie können einen kleinen Crash-Kurs machen und dann kann es gleich losgehen. So funktioniert das aber nicht. Das ist viel zu gefährlich. Um Ärzte optimal ausbilden zu können, bräuchte ich offiziell eine Art Universität mit einer angeschlossenen Klinik. Bisher haben die Ärzte, die ich intensiver ausgebildet habe, fast alle samt und sonders wieder abgeschworen, wenn der mahnende Finger der Ärztekammer erhoben wurde. In Frankreich z.B. praktizierten 1991 schon rund 1000 Ärzte die „Neue Medizin“ mit Erfolg. Dann wurden diese Ärzte am selben Tag, dem 13. Todestag meines ermordeten Sohnes, überall im Land zu ihren jeweiligen Ärztekammern bestellt und wurden gezwungen, sich schriftlich zu verpflichten, keine „Neue Medizin“ mehr zu praktizieren, andernfalls würde man ihnen die Approbation aberkennen. Ähnliches passierte auch in Deutschland, Belgien und Österreich. Ein Arzt berichtete: „Sie fielen über mich her wie die Wölfe und zerfleischten mich!“ Warum – könnte man ebenso fragen, schreit hier denn niemand? 
Dr.med.Mag.theol. Ryke Geerd Hamer 

 
 
Tages-Anzeiger Zürich 22.4.2003  


Obskurer Krebstherapie vertraut  
Eine 47-jährige Frau stirbt unter Qualen an Brustkrebs. Sie vertraut bis zum  
letzten Tag den sonderbaren Methoden der «Neuen Medizin».  
Von Hugo Stamm   

Seit Jahren kriechen immer wieder Krebspatienten in ihrer Verzweiflung den umstrittenen Therapeuten der «Neuen Medizin» auf den Leim, die regelmässig Vorträge im Kanton Zürich organisieren. Und immer wieder sterben Patienten auf tragische Weise. So auch die 47-jährige Karin Roth (Name geändert) aus dem Mutschellengebiet. Obwohl sie bis auf die Knochen abgemagert und entkräftet war, glaubte sie noch kurz vor dem Tod, die unmenschlichen Qualen seien Ausdruck der Genesung. So machten es ihr die beiden «Therapeutinnen» weis.  

Seelischer Konflikt als Ursache  

Die dramatische Geschichte begann am 4. August 2000. Bei einer gynäkologischen Untersuchung entdeckte der Arzt ein Knötchen in der linken Brust. Die Punktion ergab, dass es sich um eine bösartige Geschwulst handelte. Über Bekannte erfuhr die Patientin von der «Neuen Medizin» des deutschen Arztes Geerd Hamer. Dieser behauptet, Krebs sei lediglich die Folge eines seelischen Konflikts und lasse sich mit therapeutischen Massnahmen leicht heilen. Strikt verboten sind die Einnahme von Medikamenten und Bestrahlungen. Karin Roth gab den Ärzten, die sie behandeln wollten, einen Korb und vertraute sich der «Neuen Medizin» an. Sie werde bald genesen, versprachen ihr ihre beiden «Therapeutinnen».  

Fast ein Jahr lang regte sich der Knoten nicht, dann brach er unerwartet auf, die Blutung war kaum zu stillen. Dies sei eine Folge der damaligen Punktierung durch den Arzt, behaupteten die beiden Hamer-Frauen. Der Ehemann telefonierte einem Arzt, der die sofortige Einweisung in ein Zürcher Spital veranlasste. Die ganze Brust war vereitert, die Operation gestaltete sich schwierig. Trotz der ungünstigen Prognose verweigerte Karin Roth sowohl Chemotherapie als auch Bestrahlung. Sie würde daran sterben, redeten ihr die beiden Vertreterinnen der «Neuen Medizin» ein. Die Wunde wollte nicht mehr heilen und produzierte viel Eiter. Ausserdem wurde Karin Roth immer schwächer. Bald zerfiel sie körperlich, konnte sich nicht mehr auf den Beinen halten und benötigte einen Rollstuhl. Die Schmerzen brachten sie fast um den Verstand. Trotzdem nahm sie keine Schmerzmittel. Die beiden «Therapeutinnen» behaupteten weiterhin, sie sei auf dem Weg zur Genesung. «Sie haben zwar oft nach ihr geschaut», erzählt der Ehemann, «doch sie haben nichts unternommen, um meiner Frau zu helfen.»  

In seiner Verzweiflung flog das Ehepaar zu Geerd Hamer nach Spanien. Dem Begründer der «Neuen Medizin» war in Deutschland die Zulassung als Arzt entzogen worden, ausserdem wurde er schon zweimal zu Gefängnisstrafen verurteilt. Doch auch Hamer war am Ende seines Lateins: «Er hat meine Frau in der Hotelhalle untersucht, aber auch nichts unternommen», erklärt der Ehemann. «Die Beschwerden seien Ausdruck des Heilungsprozesses, hat er meiner Frau gesagt.» Die Ursache des Brustkrebs liege in einem Partnerschafts- und Vaterkonflikt. «Wir haben eine gute Ehe geführt», beteuert der Ehemann, «und Konflikte mit ihrem Vater hatte meine Frau auch nicht.» Obwohl ihm der Zustand seiner Frau immer mehr Angst machte, respektierte er ihren Wunsch, der «Neuen Medizin» zu vertrauen und ärztliche Hilfe abzulehnen.  

«Es kommt schon gut»  

In den nächsten Monaten verschlimmerte sich der Zustand zusehends. Die Schmerzen griffen auf Arme und Schultern über. Es komme schon gut, wiederholten die beiden Exponentinnen der «Neuen Medizin» immer wieder. Der Ehemann zog eine Physiotherapeutin bei, doch sie weigerte sich, Karin Roth ohne Röntgenuntersuchung zu behandeln. «Das Resultat war niederschmetternd», erinnert sich ihr Mann. «Am rechten Oberarm fehlte ein grosser Teil des Knochens, das Schulterblatt war durchlöchert.» Trotzdem gaben die beiden Vertreterinnen der «Neuen Medizin» unbeirrt die Durchhalteparole aus: Sie sei in der Heilungsphase, die Knochen würden sich wieder aufbauen, sagten sie. Karin Roth glaubte ihnen weiterhin.  

Schuld auf Ehemann abgeschoben  

Da seine Frau keine Hilfe von konventionellen Ärzten annehmen wollte, bestellte er eine Ärztin der traditionellen chinesischen Medizin. Ihr Urteil: «Es gibt keine Hoffnung mehr, Ihre Frau lebt nur noch ein bis zwei Monate.» Karin Roth starb eine Woche später unter Qualen. Wenige Tage vor ihrem Ableben war sie noch überzeugt, bald zu genesen. Ihr Ehemann sagte der einen «Therapeutin» nach dem Tod, er habe ein schlechtes Gewissen, weil er tatenlos zugeschaut habe. Ihre Antwort: «Aha, der Konflikt war also nicht gelöst. Deshalb ist deine Frau gestorben.» Kurze Zeit später starb seine Schwägerin ebenfalls an Brustkrebs. Auch sie hatte sich nach den Methoden der «Neuen Medizin» «behandeln» lassen.  

Auf Anfrage erklärte eine der beiden «Therapeutinnen», Karin Roth habe gegen Schluss Medikamente zu sich genommen, weshalb der Genesungsprozess gestoppt worden sei. Zudem habe sie auch andere Erfordernisse der «Neuen Medizin» missachtet. Nähere Angaben machte sie nicht.  
 

Tages-Anzeiger vom 23.11.2000  


Obskurer Krebstherapie vertraut  

Eine Frau stirbt unter Qualen an Krebs. Sie glaubte an die seltsamen Methoden der "Neuen Medizin".  

Von Hugo Stamm  

Zürich. - Immer wieder vertrauen sich Krebspatienten in ihrer Verzweiflung den umstrittenen Therapeuten der "Neuen Medizin" an. Und immer wieder sterben Patienten auf menschenunwürdige Weise. Nachgerade typisch ist das tragische Beispiel einer 45-jährigen Krankenschwester, die im Mai 1997 einen kleinen Knoten in der Brust entdeckte. Mit einem operativen Eingriff wollten die Ärzte klären, ob die Geschwulst bösartig sei. Nach mehreren Stunden erwachte die Frau in der Intensivstation - ohne linke Brust. Die Chirurgen mussten nicht nur die Brust amputieren, sondern auch eine befallene Lymphdrüse entfernen. Aus Angst vor dem Haarverlust verweigerte die Krankenschwester sowohl Chemotherapie als auch Bestrahlung. Angst vor Medikamenten  

Von einem auf Naturheilmittel spezialisierten Arzt liess sie sich immerhin das Krebsmittel Iscador verschreiben, doch sie setzte es nach kurzer Zeit ab. Auch Iscador sei Gift, sagte sie ihrer Mutter. Heute weiss diese, dass sie damals hätte hellhörig werden müssen. Denn ihre Tochter hatte inzwischen Kontakt zu Verkündern der "Neuen Medizin" und vertraute ihnen. Ein paar Monate später zeigte die Krankenschwester ihrer Mutter einen kleinen Knoten unter der linken Achsel. Nichts Gefährliches, beruhigte die Tochter ihre Mutter. Nur eine Stauung, habe ihr Therapeut gesagt. Die Ärzte rieten zu einer sofortigen Untersuchung, doch die Tochter sagte, sie brauche keine medizinische Hilfe, sie wende die Methode der "Neuen Medizin" an. Als sich die Tochter zurückzog, um sich auf die Heilung zu konzentrieren, wie sie sagte, wurde die Mutter zwar stutzig. Da sie die "Neue Medizin" nicht kannte, akzeptierte sie aber den Entscheid der Tochter und hoffte auf eine baldige Erholung.  

Am Telefon bestätigte die Tochter stets, sie sei auf dem Weg zur Besserung. Fünf Monate später kam ein versteckter Hilferuf. Die Mutter fuhr sofort zu ihr - und erschrak zu Tode, als sie die Tochter schlafend auf dem Sofa sah. "Um nicht laut loszuschreien, musste ich noch einmal aus der Wohnung", sagte sie. "Da lag ein mit Haut überzogenes Skelett, eine alte Frau von 90 Jahren. Das Dickste an ihr war der Arm. Sie hatte unsägliche Schmerzen. Als ich sie wusch, sah ich, dass die linke Seite von der Brust bis zum Rücken eine einzige schwärende, eiternde, stinkende faule Wunde mit tiefen Kratern war." Sie schrie pausenlos  

Die Tochter verweigerte die Einlieferung ins Spital, weil sie Angst hatte, man gebe ihr gegen ihren Willen Medikamente. Für die Verfechter der "Neuen Medizin" schwächt das die Selbstheilungskräfte. Die Mutter übernahm nun die Pflege ihrer Tochter. Als die Schmerzen nach wenigen Tagen unerträglich wurden und die Tochter pausenlos schrie, willigte die Patientin in die notfallmässige Einlieferung ins Spital ein. Nach drei Tagen starb sie. Sie glaubte bis zuletzt an die Versprechen der "Neuen Medizin" und sprach noch am Tag vor dem Tod von der baldigen Genesung.  

Arlette Büchel aus Herisau, die Repräsentantin der "Neuen Medizin" in der Schweiz, weist alle Verantwortung von sich. Sie bestätigte, dass die Krebspatientin auch einmal ihre Praxis aufgesucht und mehrmals mit ihr telefoniert hatte. "Ich wusste, dass sie keine Überlebenschance hatte. Wenn die Brust bereits amputiert ist, können wir nichts mehr machen", erklärte sie. Aber den Rat, ins Spital zu gehen, um menschenwürdig zu sterben, hat sie ihr nicht gegeben. Denn für die Vertreter der "Neuen Medizin" sind Ärzte Verbrecher.  

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Schock soll Krebs bewirken  

Die "Neue Medizin" ist vom umstrittenen deutschen "Wunderheiler" Geerd Hamer "erfunden" worden. Hamer behauptet, Krankheiten wie Krebs würden durch schockartige Konflikte ausgelöst. Die Patienten müssten nur die psychischen Ursachen beseitigen, um rasch zu genesen. Die Ärzte hingegen würden die Krebspatienten mit Chemotherapie und Bestrahlung umbringen, behauptet Hamer. Für die Anhänger der "Neuen Medizin" sind Schmerzen Ausdruck des Heilungsprozesses. Hamer wurde die Zulassung als Arzt entzogen. Ausserdem ist er bereits zweimal zu Gefängnisstrafen verurteilt worden. (sta.)

 
 
 
 

Report Mainz vom 18.11.2002:
Krebs heilen durch Nichtstun? -  Die gefährlichen Thesen der „Neuen Medizin“

Bericht über den Tod des Sören Wechselbaum, gestorben im Alter von 25 Jahren an Hodenkrebs. Dieser gilt als gut behandelbar. Aber Sören Wechselbaum liess sich nicht behandeln. er vertraute Hamer.

Seine Mutter Christa Wechselbaum:

"Wir demonstrieren heute, weil ich der Meinung bin, dass der Dr. Hamer und seine Konsorten meinen Sohn umgebracht haben."
 
Leserbrief St. Galler Tagblatt 21.10.2000  

Kürzlich kam meine Freundin aus dem Jura zu Besuch. Anlass dazu war der Tod ihrer Tochter, die vor vier Monaten an den Folgen einer unbehandelten Brustkrebs-Erkrankung gestorben war.  

Gemeinsam mit meiner Freundin wohnte ich einem Vortrag in der Nähe von Romanshorn bei. Der Referent war ein Vertreter der "Amici di Dirk"(Schweiz)-Bewegung, die sich der Heilung von Krebserkrankungen verschrieben hat. Die Theorien basieren auf den Erkenntnissen des deutschen Arztes Hamer, dessen Sohn Dirk 1978 an den Folgen eines Mordanschlages starb und durch diesen Schock beim Vater einen Hodenkrebs verursachte. Aus diesem Erlebnis heraus definierte Hamer das so genannte "Dirk Hamer Syndrom" (DHS). Dieses besagt, dass jeder Erkrankung ein Schock zugrunde liege, der zu einem Konflikt führe und sich in der rechten oder linken Hirnhälfte als Hamerscher Herd manifestiere. Ziel der DHS-Methode sei es, an Hand eines Computer-Tomogramms den Herd zu lokalisieren und damit den vom Krebs befallenen Körperteil zu diagnostizieren. Danach komme der Patient in die Erholungsphase, die Konfliktlösung. Eine Chemotherapie sei zu diesem Zeitpunkt geradezu schwachsinnig. Lungenkrebs etwa entstehe keineswegs durch Rauchen oder Luftschadstoffe. Vielmehr sei er Ausdruck eines unbewältigten Todesangst-Konfliktes.  

DHS sei ein Keulenschlag für die Schulmedizin, deshalb würden Hamer und seine Anhänger als Sekte diffamiert, verfolgt und verurteilt. In der Tat wurde Hamer in Deutschland rechtskräftig verurteilt; die Approbation wurde ihm entzogen - seither ist er flüchtig.  

Ein halbes Jahr vor ihrem Tod erklärte die Tochter meiner Freundin ihrer Mutter, sie wolle sich etwas zurückziehen. Ohne den Grund dafür zu wissen, respektierte sie diesen Wunsch. Eine Woche vor ihrem Tod rief die Tochter sie an und schrie um Hilfe. Unverzüglich reiste meine Freundin zu ihrer Tochter, die sie kaum mehr erkannte. Sie hatte geplatzte Geschwüre an der Brust, die bestialisch stanken, und schrie unter unerträglichen Schmerzen. Dennoch brauchte es die ganze Überzeugungskraft meiner Freundin, um einen Arzt herbeirufen zu dürfen. Die letzten Tage im Spital waren geprägt von steigenden Dosen Morphium, bis die Tochter Erlösung fand, aber bis zu ihrem Tod glaubte sie an das DHS.  

Sensibilisieren in der Thematik ist der Herzenswunsch meiner Freundin. Meiner auch. Umso mehr, als der Referent im November zwei weitere Vorträge hält - in der Nähe von Romanshorn.  

[Name im Leserbrief genannt]

 
 
 
Prozess gegen Anhängerinnen des „Wunderheilers“ Hamer in Frankreich Chambery 
(AFP)  

Vor einem Strafgericht im französischen Chambery hat am Montag der Prozess gegen zwei Anhängerinnen des selbsternannten deutschen „Wunderheilers“ Ryke Geerd Hamer begonnen. Die beiden Französinnen Andree S. und Marie-Therese G. sind angeklagt, ohne ärztliche Zulassung Krebs-Patienten behandelt zu haben. Nach Über-zeugung der Staatsanwaltschaft starben in Frankreich mehrere Menschen, nachdem sie dem Rat der beiden Frauen gefolgt waren und ihre Krebsbehandlung abgebrochen hatten.  
Der 64-jährige Hamer ist wegen Betrugs und Beihilfe zu unterlassener Hilfeleistung mitangeklagt, war aber bei Prozessbeginn nicht anwesend. Er hatte vor fünf Jahren international Aufsehen erregt, weil er die Behandlung des krebskranken österreichi-schen Mädchens Olivia lange Zeit verhinderte.  
Die heute 52-jährige Krankenschwester Andree S. und die inzwischen pensionierte 70-jährige Lehrerin Marie-Therese G. hatten 1985 im ostfranzösischen Chambery eine Organisation mit dem Namen „Stoppt den Krebs“ gegründet, die Hamers Theorien verbreitet. Der „Wunderheiler“ behauptet, dass Krebs von einem psychischen Schock herrühre und nicht durch die Schulmedizin zu heilen sei. Die Ermittlungen gegen die beiden Französinnen waren im September 1996 ins Rollen gekommen, nachdem ein Witwer die beiden Frauen angezeigt hatte. Seine Ehefrau war an Brustkrebs gestorben, nachdem sie laut Anklage auf Anraten der beiden Frauen ihre Krebstherapie abge-brochen hatte. In einem Brief an das Gericht in Chambery, der am ersten Prozesstag verlesen wurde, schrieb Hamer, er habe sich nichts vorzuwerfen, seine Heilmethode sei erwiesenermaßen richtig.  
Hamer war bereits 1986 die Approbation als Arzt entzogen worden. 1997 verurteilte ihn ein Kölner Gericht wegen Verstoßes gegen das Heilpraktikergesetz zu 19 Monaten Haft. Zwei Jahre zuvor hatte in Europa der Fall der kleinen Olivia für Aufsehen gesorgt, deren Eltern auf Anraten Hamers die Behandlung ihrer Tochter in der Klinik verwei-gerten und zeitweise mit ihr sogar nach Spanien geflohen waren. Erst nach einem richterlichen Beschluss konnte das krebskranke Mädchen behandelt und geheilt werden. Im Dezember 1998 erhob die Kölner Staatsanwaltschaft erneut Anklage gegen Hamer, ohne dass es bisher zu einem weiteren Prozess kam.  

AFP 31.1.2000  

Französischer Staatsanwalt fordert Haft für deutschen „Wunderheiler“  
Chambery (AFP)  
Im Prozess vor einem französischen Gericht gegen den selbst ernannten deutschen „Wunderheiler“ Ryke Geerd Hamer hat die Staatsanwaltschaft eine 18-monatige Haftstrafe gefordert. Staatsanwalt Jacques Pin beantragte vor dem Strafgericht im ostfranzösischen Chambery in der Nacht zum Dienstag zudem die Ausstellung eines internationalen Haftbefehls gegen den Deutschen, der wegen Betrugs und Beihilfe zur unterlassenen Hilfeleistung angeklagt ist. Für die beiden ebenfalls angeklagten französischen Anhängerinnen von Hamers Theorien forderte er Bewährungsstrafen zwischen acht und zwölf Monaten Haft.  

Die 52-jährige Krankenschwester Andree S. und die 69-jährige pensionierte Lehrerin Marie-Therese G. werden beschuldigt, in Frankreich ohne ärztliche Zulassung krebs-kranke Patienten behandelt zu haben. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft starben mehrere Patienten, nachdem sie dem Rat der beiden gefolgt waren und ihre Therapie abgebrochen hatten. Die beiden Französinnen bestritten, Patienten zum Abbruch einer schulmedizinischen Therapie veranlasst zu haben. Vor Gericht gaben sie an, sie hätten durch Vorträge und Mundpropaganda von Hamer gehört. Daraufhin gründeten sie 1985 in Chambery einen Verein namens „Stoppt den Krebs“, der Hamers Theorien verbreitet. Hamer, dem in Deutschland bereits 1986 die Zulassung als Arzt entzogen worden war, hatte vor fünf Jahren durch den Fall der kleinen Olivia europa-weit für Aufsehen gesorgt. Auf seinen Rat hin hatten die österreichischen Eltern des achtjährigen krebskranken Mädchens ihre Behandlung im Krankenhaus verweigert und waren mit ihr nach Spanien geflohen. Erst ein richterlicher Beschluss ermöglichte die Behandlung und Heilung des Mädchens.  
Im Zusammenhang mit dem Fall Olivia droht Hamer ein weiterer Prozess in Deutschland, wo er bereits 1997 von einem Kölner Gericht zu einer 19-monatigen Haftstrafe wegen Verstoßes gegen das Heilpraktikergesetz verurteilt worden war.  

AFP 1.2.2000  

Deutscher „Wunderheiler“ in Frankreich zu Haftstrafe verurteilt  
Chambery (AFP)  
Der selbst ernannte deutsche „Wunderheiler“ Ryke Geerd Hamer ist in Frankreich in Abwesenheit zu einer neunmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Das Strafge-richt im ostfranzösischen Chambery befand den 64-Jährigen am Freitag des Betrugs und der Komplizenschaft bei der illegalen Ausübung medizinischer Tätigkeit für schuldig. Hamer, der während des gesamten Verfahrens nicht vor Gericht erschienen war, wurde überdies zu einer Geldstrafe von 50.000 Franc (15.000 Mark) verurteilt. Zwei mitangeklagte Französinnen wurden wegen illegaler medizinischer Tätigkeit und unterlassener Hilfeleistung zu Bewährungs- und Geldstrafen verurteilt.  
Die beiden Frauen, eine 52-jährige Krankenschwester und eine 69-jährige pensionierte Lehrerin, hatten 1985 in Chambery den Verein „Stoppt den Krebs“ gegründet, der Hamers Theorien verbreitet. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft starben mehrere Patienten, nachdem sie dem Rat der beiden Frauen gefolgt waren und ihre Therapie abgebrochen hatten.  
Hamer war in Deutschland bereits 1986 die Zulassung als Arzt entzogen worden. Vor fünf Jahren sorgte er durch den Fall des krebskranken Mädchens Olivia europaweit für Aufsehen. Auf seinen Rat hin hatten die Eltern der Achtjährigen deren Behandlung im Krankenhaus verweigert und waren mit ihr nach Spanien geflohen. Erst ein richter-licher Beschluss ermöglichte die Heilung des Mädchens. Im Zusammenhang mit dem Fall Olivia droht Hamer ein weiterer Prozess in Deutschland, wo er bereits 1997 von einem Kölner Gericht zu einer 19-monatigen Haftstrafe wegen Verstoßes gegen das Heilpraktikergesetz verurteilt worden war.  

AFP 17.3.2000  

Deutscher Krebs-Heilpraktiker in Frankreich verurteilt  
Chambery (dpa)  
Der umstrittene deutsche Krebs-Heilpraktiker Ryke Geerd Hamer (64) ist am Freitag im ostfranzösischen Chambery wegen Betrugs und Beihilfe zur illegalen Ausübung des Arztberufes zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Neun Monate davon wurden zur Bewährung ausgesetzt. Die Strafkammer von Chambery erlegte dem nicht anwesen-den Hamer außerdem eine Geldstrafe von 50.000 Franc (15.000 Mark) auf. Zwei 52 und 69 Jahre als Französinnen, die nach Hamers Anweisungen Patienten behandeln hatten, wurden zu geringeren Freiheitsstrafen auf Bewährung sowie zu Geldstrafen verurteilt.  

Nach mehreren Todesfällen durch diese Behandlungen hatten Familienangehörige gegen die beiden Frauen geklagt. Der Staatsanwalt hatte für Hamer, der in Deutsch-land und Österreich den Arztberuf nicht mehr ausüben darf, 18 Monate Haft ohne Bewährung und die Ausschreibung eines internationalen Haftbefehls gefordert. Hamer ist in Deutschland bereits wegen Verstoßes gegen das Heilpraktikergesetz verurteilt worden.  

dpa 17.3.00

 
 
 

Leserbriefe zu dieser Seite
 
Betreff: Aufgepasst kleiner Geist!  
Datum: Thu, 28 Oct 2004 14:49:41 +0200  
Von: "Rahel Voser" <r.voser@web.de>  
Firma: http://freemail.web.de/  
An: Ingo.Heinemann@t-online.de  

He Kleiner   
Was hast du denn für Probleme? Hat dir der liebe Gott etwa einen zu kleinen Lümmel mit auf den Weg gegeben?   

Wie sonst ist es zu erklären, dass du Dr. med. Mag. theol. Ryke Geerd Hamer als Antisemiten bezeichnest? Hast du Theologie studiert?  Also was willst du mit deiner Aktion bezwecken? Dem grössten Genie, das die Medizin je hervorgebracht hat, einen Stein in den Weg legen? Die neue Medizin ist jedoch nicht aufzuhalten du kleiner Geist. Schau doch mal auf www.faktuell.de !!  

Gute Besserung wünscht dir  
Rahel Voser 

 
 
 
 



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