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Der
"Bruno Gröning Freundeskreis"
veranstaltet bundesweit
zahllose Vorträge.
Der Begriff "Freundeskreis"
soll offenbar Privatveranstaltungen vortäuschen.
Der dahinter stehende
Verein (>>) wird meist verschwiegen.
Aus gutem Grund, denn
die Werbung verstösst offenbar gegen geltendes Recht.
Das Heilmittelwerbegesetz
"findet Anwendung auf die Werbung für Arzneimittel (und) andere Mittel,
Verfahren, Behandlungen und Gegenstände, soweit sich die Werbeaussage
auf die Erkennung, Beseitigung oder Linderung von Krankheiten, Leiden,
Körperschäden oder krankhaften Beschwerden bei Mensch oder Tier
bezieht".
Werbung mit Patientengeschichten
und Erfolgsberichten ist meist unzulässig.
Jeder kann Strafanzeigen
erstatten.
Lokale Vereinsaktivitäten vorgetäuscht
Vermutlich wichtigste Werbemethode
ist ein "kostenloser Einführungsvortrag".
Werbung im Amtsblatt der
Stadt Überlingen vom 23.3.2005 in der Rubrik "Vereine berichten":
"Einführungsvortrag über Hilfe und Heilung auf dem geistigen WegAls Veranstalter genannt wird ein nicht existenter "Bruno Gröning-Freundeskreis". Dahinter verstecken sich ein zentraler Verein (>>) und vor allem eine Firma (>>), beide mit Sitz in Siegburg bei Bonn. |
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Wichtigste Werbebehauptung: "Heilung medizinisch beweisbar"
Die Behauptung, "Heilung
auf dem geistigen Weg medizinisch beweisbar!" ist in praktischen alle Werbungen
enthalten.
Diese Werbebehauptung
enthält eine grobe Täuschung.
"Medizinisch beweisbar"
ist eine Heilung nur bei Anwendung der in der wissenschaftlichen Medizin
geltenden Regeln.
Diese Regeln werden hier
nicht angewandt.
Der Gröning-Kult
beschränkt sich vielmehr auf "Erfolgsberichte".
Im Internet wird allerdings
der Eindruck erweckt, als würden diese Berichte nach eben diesen wissenschaftlichen
Regeln geprüft:
| Aus:http://www.bruno-groening.de/mwf/defaultmwf.htm
Ein wesentlicher Aspekt der Arbeit der Ärzte der Medizinisch-Wissenschaftlichen Fachgruppe (MWF) ist die systematische Erfassung und Prüfung von geistigen Heilungen. Dazu wurden Geheilte aus den Gemeinschaften des Bruno Gröning-Freundeskreises geschult, Erfolgsberichte qualifiziert aufzunehmen. So konnte inzwischen ein internationales Netzwerk zur Erfassung der Heilungen innerhalb der Gemeinschaften des Freundeskreises aufgebaut werden: Wenn in einer Gemeinschaft des Freundeskreises im In- oder Ausland eine Heilung geschieht, so verfasst der örtliche Mitarbeiter eine Kurzmeldung an den leitenden Arzt der MWF, Matthias Kamp. Gleichzeitig wird die Aufnahme eines Erfolgsberichts in die Wege geleitet. Zur Aufnahme eines Berichts existiert ein Leitfaden und ein Fragebogen, durch den ähnlich wie bei der klinischen Anamnese durch bestimmte Fragen der Zustand des Geheilten vor und nach der Heilung detailliert erfasst wird. Dieser Bericht wird auf regionaler Ebene vorgeprüft und dann an eine zentrale Stelle nach Hamburg weitergeleitet. Von dort wird er einem der knapp 40 Ärzte des Ärztekreises der MWF zur inhaltlichen Prüfung vorgelegt. Fragen der regionalen oder ärztlichen Kontrolle klärt der Mitarbeiter am Ort mit dem Geheilten ab. Falls die Fragen zur Zufriedenheit der Prüfinstanzen beantwortet wurden, folgt noch eine nichtärztliche und ärztliche Endkontrolle. Anschliessend wird der Erfolgsbericht in der EDV erfasst und nach Jahrgängen und Erkrankungen geordnet abgespeichert. Parallel zu der Aufnahme des Berichts wird vom Leiter der MWF, sowie es aus ärztlicher Sicht sinnvoll erscheint, eine Dokumentation in die Wege geleitet. Ärzte der MWF fordern sämtliche medizinischen Vorbefunde an und leiten eine Nachuntersuchung durch einen unabhängigen Kollegen vor Ort ein. Die Dokumente werden dem abgeschlossenen Bericht zugefügt und meist durch einen ausführlichen ärztlichen Kommentar ergänzt. |
Bruno Gröning wurde 1906 als Bruno Grönkowski geboren. Er hat keine der angefangenen Berufsausbildungen abgeschlossen und arbeitete als Gelegenheitsarbeiter. Bruno Gröning schreibt in seinem Lebenslauf: "Bereits als Kleinkind wurden in meinem Beisein kranke Menschen vor ihren Beschwerden frei". "Im Alter von 21 Jahren verheiratete ich mich mit Gertrud Cohn aus Danzig. Dieser Ehe sind 2 Kinder entsprossen, die zwischenzeitlich gestorben sind". Wann diese Kinder gestorben sind, in welchem Alter und warum, erwähnt er nicht. Ein Egon Arthur Schmidt teilt darüber mit: "Mit einundzwanzig Jahren heiratete er. Doch seine Frau hatte kein Verständnis für ihn. Sie wollte ihn in die Enge eines bürgerlichen Familienlebens zwängen und tat die Heilungen als "Schrullen" ab. Die 1931 und 1939 geborenen Söhne Harald und Günter starben beide im Alter von neun Jahren. Obwohl schon unzählige Menschen Heilung durch Bruno Gröning erfahren hatten, glaubte Gertrud Gröning nicht an die Heilkraft ihres Mannes. Sie vertraute die Kinder nicht ihm, sondern den Ärzten an. Doch die Schulmedizin konnte nicht helfen. Beide Jungen starben im Krankenhaus, Harald 1939 in Danzig, Günter 1949 in Dillenburg". Während sonst angeblich sein "Beisein" zur Gesundung genügte, hatte Gröning offenbar von seiner Ehefrau verlangt, die Behandlung der "Schulmedizin" abzubrechen. Offen bleibt, woran die Kinder eigentlich gestorben sind.
1953 gründete Gröning den "Bruno Gröning Bund", dessen Präsident er selbst war. Zweck des Bundes war das Einsammeln von Spenden, mit denen seine Verteidigung bezahlt werden sollte. Gleichwohl wurde 1954 ein Verbot öffentlicher Auftritte ausgesprochen. 1955 heiratete Gröning in zweiter Ehe die Französin Josette Duossé. 1958 wurde er wegen unerlaubter Heilbehandlung verurteilt. Gröning starb 1959 während einer Operation in Paris an einem Krebsleiden.
Im "Freundeskreis Bruno Gröning"
geniessen das Andenken an Bruno Gröning und seine angeblichen Heilerfolge
kultische Verehrung. Es wird behauptet, er habe eine "Lehre" geschaffen,
deren Anwendung Heilung bewirken könne. Wichtigster "Lehrsatz": Es
gibt keine unheilbaren Krankheiten. "Heilung" durch Wegdefinieren
der Krankheit ist eine bei Esoterik und Sekten weit verbreitete Methode.
Zu deren Inventar gehören üblicherweise auch nicht näher
definierte Energieströme, die Heilung bewirken sollen. Bei Bruno Gröning
ist es ein "Heilstrom".
Das Filmplakat: "Gott ist der grösste Arzt".
"Gott ist der grösste
Arzt": Wer solche Formulierungen zu Werbezwecken benutzt, macht meist auch
mit der Heilkunde verdeckte Geschäfte.
Aus guten Gründen ist
Heilbehandlung ohne staatliche Zulassung verboten.
Bruno Gröning ist deshalb
verurteilt worden.
Immer wieder versuchen Einzelpersonen
und Organisationen, dieses Verbot zu umgehen.
Deshalb erscheint es durchaus
angebracht zu sein, ein solches Plakat etwas genauer anzusehen.
| Die Website www.bruno-groening.de
enthält Texte in 25 Sprachen.
Dem entsprechend wird als Signet eine Wltkugel mit einer Gröning-Silhouette davor benutzt. Daraus ist zu schliessen, dass es sich nicht um eine kleine Organisation handelt. Dem Aufbau dieser Organisation vorausgegangen war ein Prozess um den Nachlass des Bruno Gröning (>>). |
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Die
Firma: Die Grete Häusler GmbH
Aus dem Handelsregister des Amtsgerichts Siegburg HRB 4804 Stand vom 2.2.2005, Ersteintrag 25.07.1996
Hier die unterschiedlichen
Eintragungen zum "Gegenstand des Unternehmens"
| ab 24.11.2004 | ab 11.8.2004 | ab 23.4.96 |
| Die Herstellung und der Vertrieb von Büchern, Sonderdrucken (Bilder, Poster, Kalender u.s.w.), Musikalien aller Art (bespielte Tonträger und Noten), Filmen (Produktionen auf Kinofilm, Video, DVDs u.s.w.) und Verleih an Kinos, eigene Aufführungen u.s.w. sowie sonstige wirtschaftliche Aktivitäten zugunsten des “Kreis für geistige Lebenshilfe e.V.“, Hennef (Sieg), (eingetragen im Vereinsregister des Amtsgerichtes Siegburg unter VR 1843). | Die Herstellung und der Vertrieb von Büchern, Sonderdrucken (Bilder, Poster, Kalender usw.) Musikalien aller Art (bespielte Tonträger und Noten), Filmen (Verleih an Kinos, eigene Aufführungen auf Videos, DVDs u.s.w.), sowie sonstige wirtschaftliche Aktivitäten zugunsten des “Kreis für geistige Lebenshilfe e.V.“, Hennef (Sieg) (eingetragen im Vereinsregister des Amtsgerichtes Siegburg unter VR 1843). | Die Herstellung und der Vertrieb von Büchern, Tonträgern, Videos, Musikalien aller Art, die Produktion und der Verleih von Spielfilmen sowie sonstige wirtschaftliche Aktivitäten zugunsten des “Kreis für geistige Lebenshilfe e. V., Hennef/Sieg“ (eingetragen im Vereinsregister des Amtsgerichts Siegburg unter VR 1843). |
Geschäftsführer:
Häusler, Grete, Hennef,
geb. 1922 und Fortmann, Manfred, Much, geb. 1940, ab Gründung
bis August 2004
Prömpers, Rosemarie,
Wegberg, geb. 1940 ab August 2004
Einzelprokura: Fortmann,
Christa, Much, geb. 1940, ab August 2004
Unklar ist die Bedeutung
der Formulierung "sowie sonstige wirtschaftliche Aktivitäten zugunsten
des “Kreis für geistige Lebenshilfe e. V." als Gegenstand des Unternehmens.
Man könnte das dahingehend auslegen, dass die GmbH zu Gunsten des
Vereins auch alle anderen Geschäfte tätigen darf.
Wer Eigentümer des
Stammkapitals in Höhe von 50.000 DM ist, ergibt sich daraus nicht.
Ebensowenig, ob ein Gewinnabführungsvertrag
besteht.
Ein Automatismus besteht
wohl in keinem Fall.
Der Verein muss also jeweils
seine etwaigen Ansprüche durchsetzen.
Deshalb ist von Bedeutung,
wer den Verein (>>) leitet.
Der Kreis für geistige Lebenshilfe e.V.
Aus dem Vereinsregister des Amtsgerichts Siegburg VR 1843 Stand 2.2.2005, Ersteintrag 23.08.1993
Satzung vom 18.04.1993 zuletzt
geändert am 07.07.1994
Vorstand seit Gründung:
Häusler, Grete, Hennef,
geb. 1922
Fortmann, Manfred, Much,
geb. 1940
In dem nachfolgenden Bericht ist zwar von einem Nachlass die Rede, nicht aber von der Erbin, nämlich der Ehefrau Josette Gröning, geborene Duossé.
Dr. Walter Häusler hat
offenbar den Nachlass gekauft, von wem, ist unklar.
Zum Streit von Walter und
Grete Häusler um diesen Nachlass schrieb Christopher Sauter am 17.01.2007:
| Aus: http://www.heilpraxis.cc/forum/phpBB2/bruno-groening---freundeskreis---sein-leben-t718.html
von Christopher Sauter
* Im Jahr 1979 geht Grete Häusler, die zuvor mehrere Jahre gemeinsam mit ihrem Ehemann Walter diesen Verein geleitet hatte, eigene Wege und gründet den „Bruno Gröning Freundeskreis/Kreis für geistige Lebenshilfe e.V.“ (BGF). * Im Jahr 1981 ruft ihr Ehemann Walter einen weiteren Gröning-Verein ins Leben. * 1984/85: Rechtsstreitigkeiten um den Nachlass (Tonbandkassetten, Fotografien, persönliche Gegenstände) Bruno Grönings zwischen den beiden Noch-Eheleuten Grete und Walter Häusler. |
Hier ein Zeitungsbericht
über diesen Prozess zwischen den "Noch-Eheleuten" Häusler:
Wie das "Archiv" in den Besitz
des Verkäufers gelangt ist, war vermutlich nicht Gegenstand des Prozesses.
Aber vielleicht gibt das Urteil dazu ja etwas her. Vielleicht auch zu der
Frage, weshalb keine Rede von der eigentlichen Erbin ist, der Ehefrau Josette.
Das Urteil ruht im Archiv
des Landgerichtes Bonn.
Sicher scheint zu sein, dass
der Nachlass die Grundlage für den Aufbau der jetzigen Gruppe aus
Firmen und Vereinen war.
Sicher ist auch: Grete Häusler
war die alleinige Chefin (>>).
Christopher Sauter schrieb am 17.01.2007 unter http://www.heilpraxis.cc/forum/phpBB2/bruno-groening---freundeskreis---sein-leben-t718.html
Ein fast gleichnamiger Verein wurde 1981 gegründet, der
Hier der Verein von 1981 von Gründung bis zur Löschung:
Grete
Häusler gestorben, Nachfolger ihr Sohn Dieter Häusler
Aus: http://www.bruno-groening.org/medien/pressemappe.htm
geladen am 7.9.2009
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Die Finanzen des Gröning-Kultes
Es ist keine Frage, dass
die Grete Häusler GmbH mit Verlag und Filmproduktion erhebliche Umsätze
tätigt.
Es wird der Eindruck erweckt,
dass die Gewinne der Finanzierung des Vereins zugeführt werden.
Das kann zur Zeit nicht
nachgeprüft werden.
Ebensowenig, wie viel eigene
Einnahmen der Verein hat, etwa durch Spenden.