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AGPF - Aktion für Geistige und Psychische Freiheit
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Adresse dieser Seite: http://www.AGPF.de/Geistchirurgen.htm  Zuletzt bearbeitet am 31.5.2005
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Philippinische Geistchirurgen, Geistheiler, Psychochirurgen:
Betrug und Scharlatanerie?


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Impressum

Die angeblichen philippinische Geistchirurgen sind Teil des Psychomarktes und des Esoterikmarktes.

Es werden

Es wird behauptet, diese Heiler hätten die Fähigkeit des spirituellen Heilens.
 
 
 

Vorgetäuschte Operationen

Tatsächlich geht es bei den angeblichen philippinischen Heilern um vorgetäuschte Operationen ohne Geräte, also nur mit der Hand.
Meist werden dann angeblich herausoperierte Innereien und blutige Hände  vorgewiesen.
Es werden die üblichen Taschenspieler-Tricks angewandt.
Von der Teilnahme ist dringend abzuraten.
Strafanzeige ist anzuraten, dazu: http://www.AGPF.de/Strafanzeigen.htm
 
 
 
 
 

Heilerforum am Bodensee
 
Rechts eine Zeitungsanzeige vom 24.2.2005 der Dr. Ingeborg Gebert-Heiss-Stiftung

Angekündigt wird für den 9.4.2005 ein "Heilerforum" als "Benefizveranstaltung", also als Wohltätigkeitsveranstaltung.

Angeboten wird ein "Seminar mit William Nonog, dem bekannten Psychochirurgen von den Philippinen".

Auch im Programm: "50 Heiler ... führen Heilbehandlung durch".

Dazu das St. Galler Tagblatt vom  10.04.2005: "Eine Konkurrenz für die Basler Psi-Tage bahnt sich an: An diesem Wochenende findet in Radolfzell am Bodensee das grösste Heilerforum im deutschsprachigen Raum statt. ... Über 80 Geistheiler aus aller Welt stellen heute und morgen in Radolfzell ihre Fähigkeiten unter Beweis".

 


 
 
 

Prozessbericht aus der Schweiz

Was vorgetäuscht wird und wie, ist einer kurzen Nachricht über einen Prozess zu entnehmen:
 
Aus: http://www.skeptiker.de/aktuell/news/20010810.html


Urteil gegen Geistchirurgen in der Schweiz
Das Schweizerische Bundesgericht bestätigte im Mai ein Urteil gegen zwei philippinische Geistchirurgen und deren Schweizer Helfer.

10. August 2001 - Im März diesen Jahres waren sie vom Strafgericht des Kantons Wallis wegen gewerbsmäßigen Betruges zu bedingten Freiheitsstrafen zwischen 45 Tagen und sechs Monaten verurteilt worden. Die beiden heute 50- und 61-jährigen Philippiner hatten zwischen 1985 bis 1989 in Wallis zahlreiche Patienten auf angeblich übernatürliche Weise mit bloßen Händen operiert, ohne Narben oder andere Spuren zu hinterlassen. Zur überzeugenden Gestaltung der jeweils etwa zehnminütigen taschenspielerischen „Eingriffe“ hatten sie Tierblut und tierische Fleischstücke verwendet. Die Einnahmen der „Heiler“ beliefen sich auf 120 000 bzw. 11 000 Franken. Rund 100 000 Franken flossen in die Taschen ihres 69-jähriger Helfers, der die Veranstaltungen in verschiedenen Hotels organisiert hatte. Während dieser zu einer bedingten Gefängnisstrafe von sechs Monaten verurteilt wurde, betrugen die Strafen der beiden Heiler fünf Monate bzw. 45 Tage bedingt.
Unerheblich für die Entscheidung des Bundesgerichtes war, dass sich keiner der Behandelten betrogen fühlte.
Das anonymisierte Originalurteil in französischer Sprache kann auf der Website des Bundesgerichts unter dem Aktenzeichen 6S.269/2001 abgerufen werden. -ih- Quelle: Basler Zeitung, 16.06.2001

Link zum Urteil dazu in französisch:
http://www.polyreg.ch/bgeunpubliziert/Jahr_2001/Entscheide_6S_2001/6S.269__2001.html

Die Angeklagten behaupten, dass ihre Methode mit Homöopathie oder Placebos zu vergleichen seien. Das Gericht verwarf dies, weil die Täuschung des Patienten der Kern der Aktivität ist.
 
 
 

Österreich

Laut Kleine Zeitung vom 10.5.05 wurden die Angeklagten nicht wegen Betrug verurteilt, sondern wegen "Kurpfuscherei" zu geringfügigen Geldstrafen. Der Prozess geht weiter.
 
Neue Kärntner Tageszeitung vom 1.3.05 - http://www.ktz.at/_content_detail.php?detail_id=24247


Verfahren: "Exotische" Heilung: Trio muss vor Gericht

Zwei Philippinos und eine deutsche Staatsbürgerin boten Heilung durch Handauflegen an. Auch in Kärnten fanden die "Wundertätigen" ihre Opfer. Schaden rund 40.000 Euro. In Kürze findet der Prozess statt.
KLAGENFURT. "Tourneemäßig" tingelten die selbst ernannten Wunderheiler - zwei Philippinos und eine deutsche Staatsangehörige - durch ganz Österreich. Sie waren unter anderem auch in Klagenfurt stationiert.
Mittels einfachem Handauflegen diagnostizierte das Trio diverse Krankheiten ihrer Patienten. Die Heilpraktikerin (58) und ihre Helfer (36 und 50 Jahre alt) "operierten" mit der bloßen Hand, ohne jegliche Instrumente und zauberten "bösartige" Teile aus den kranken Körpern."
Honorar bis zu 3500 Euro
Ihre meist verzweifelten Patienten entließen die "Wunderärzte" als geheilt, kassierten jedoch - je nach Behandlungsintensität und Behandlungsdauer - zwischen 55 und 3500 Euro. Eine Weiterbehandlung mittels Telepathie wurde den "Geheilten" versichert, ein Heilerfolg stellte sich zumeist nur im Kopf ein.
Wegen gewerbsmäßigen Betrugs in zumindest 14 vollendeten und acht versuchten Fällen muss sich das medizinische Wunderteam nächste Woche vor Gericht verantworten. Im Fall einer Verurteilung drohen bis zu fünf Jahre Haft. Derzeit weilt das Trio noch im Ausland. Fraglich ist, ob es der Ladung Folge leisten wird. Ihnen wird freies Geleit zugesichert.
P.Wilfinger


 
 
 
 
 

Veranstalter

Zwei Varianten sind üblich:
 


Eine Prüfung durch die Verbraucherzentrale oder sonstige Experten des Reiserechts ist zu empfehlen.
Vermutlich handelt es sich um eine Pauschalreise, für welche der Anbieter voll zu haften hat.
Möglicherweise ist dem das nicht bewusst.
Oder er glaubt, die Haftung mit Geschwafel umgehen zu können.
Möglicherweise lässt er die Finger davon, wenn ihm das Haftungsrisiko dargelegt wird.
In der Regel verstösst auch der Anbieter der Reise gegen das Heilmittelwerbegesetz - http://www.AGPF.de/Heilmittelwerbegesetz.htm
 
 
 
 

Beispiele für Reiseveranstalter
 
 
Der Heilpraktiker Jens Rosenberger aus Bad Doberan bei Rostock und der "Dipl.-Sprachmittler, Kommunikationsberater und -trainer" Hartmut Voigt  bieten solche Reisen an - ausdrücklich als Veranstalter.
Gezeigt werden Fotos vermeintlicher Operationen und Bilder der Hotelanlage.

Abbildung aus:
http://www.jens-rosenberger.de/Philippinen_2005/body_philippinen_2005.html

Die "Reiki-Meisterin" und Inhaberin der Pension "Altes Hafenhaus Rostock“ Karin Arens bietet offenbar dasselbe an.

Abbildung aus:
http://www.boldt-reuter.de/hafenhaus/doc/index.html


 
 
 



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1. Version dieser Seite installiert am 26.2.2005





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