| Flügelschlag e.V.
Gegen Kindesmissbrauch durch Sekten
23843 Bad Oldesloe
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| Colonia Dignidad
Die Geschichte der berüchtigten Deutschensiedlung "Colonia Dignidad"- zu deutsch "Kolonie der Würde"-, die sich heute "Villa Baviera" nennt, begann 1961. Damals wanderte der in Deutschland wegen Kindesmißbrauchs von der Polizei gesuchte Laienprediger Paul Schäfer unter dem Falschnamen Schneider nach Südchile aus. Mit ihm 260 Anhänger - Mitglieder der 1956 in Heide bei Siegburg gegründeten "Privaten Socialen Mission". Rund 400 Kilometer südlich von Santiago in der Nähe der Kleinstadt Parral am Fuß der Anden gelang es der Sekte, unbehelligt ein privates Schreckensimperium aufzubauen, einen Staat im Staate, in dem Zucht und Unzucht herrschen. Die Gunst der Mächtigen war ihr sicher. Die Kolonie genoß
30 Jahre lang Zoll- und Steuerfreiheit, und auch sonst mangelte es nicht
an Vergünstigungen: Vor allem nach dem Putsch 1973 stand der Sektenführer
unter dem besonderen Schutz des Militärregimes. Der Pakt mit dem Teufel
führte dazu, daß der berüchtigte Geheimdienst DINA in den
unterirdischen Zellen der Colonia Dignidad ungehindert Oppositionelle als
Gefangene halten und zu Tode quälen lassen konnte.
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Kolonie der Qualen
Seine Abartigkeit lebt der geistige Führer der Colonia Dignidad auf widerwärtigste Weise aus. Im Laufe der Jahrzehnte ließ sich Paul Schäfer unzählige Kinder zur Befriedigung seiner pädophilen Neigungen beschaffen, u.a. aus den sozialen Randgebieten von San Carlos. Vor allem kleine Jungen aus armen, von Schäfer abhängigen Familien, die sich keinen Anwalt leisten können, die aus Sorge um ihren Arbeitsplatz auf den Ländereien der Kolonie nicht vor Gericht ziehen, ließ der homosexuelle Despot in Bussen zu sich locken -und wählte in aller Ruhe aus, wen er in sein sogenanntes Intensiv-Intemat aufnehmen lassen wollte. Für die meisten von ihnen wurde die Colonia Dignidad zur Kolonie der Qualen. Wer die Siedlung verlassen wollte, wurde stets mit Gewalt an der Flucht gehindert. Einer der engagiertesten Gegner der Sekte ist Wolfgang Kneese. Als Ernst Wolfgang Müller war er, damals zwölfjährig, von Schäfer vergewaltigt und später nach Chile verschleppt worden. Nach einem gescheiterten Fluchtversuch wurde er geschlagen, mihandelt, unter Drogen gesetzt, blutüberströmt in einen für ihn gebauten kleinen Holzkäfig gepfercht. 1967 schaffte es der damals 20jährige endlich, seinen Peinigern zu entkommen: Er gelangte mit Hilfe eines Bergführers über die Anden nach Argentinien und von dort nach Deutschland, wo er heute unter dem Namen seiner Frau Heike Kneese lebt. Seitdem kämpft er gegen Schäfer und die Colonia Dignidad. Er ist sicher, daß die "Kolonie der Würde" seit ihrer Gründung eine Hauptfunktion hat: Paul Schäfer kleine Jungen für seine perversen Gelüste zu beschaffen. "Und das muß aufhören!" |
Spendenkonto: 8283004 Commerzbank BLZ 200 400 00
Dieser Text als Faltblatt zum Ausdrucken unter
http://www.AGPF.de/Fluegelschlag.pdf
| Wer sind wir?
Der Verein FLÜGELSCHLAG wurde auf Initiative von Wolfgang Kneese gegründet, am 20. Mai 1997 unter der Nummer 15245 ins Hamburger Vereinsregister eingetragen und ist seit Februar 1998 Mitglied des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Der Verein versteht sich als Weiterentwicklung der Not-und Interessengemeinschaft für die Geschädigten der Colonia Dignidad - einer Gruppe ehemaliger Mitglieder und Familienangehöriger der in der Colonia Dignidad lebenden Menschen. Um unsere Ziele durchsetzen zu können, brauchen wir Freunde und Mitstreiter. Was wollen wir? "Der Verein FLÜGELSCHLAG will religiösem, ideologischem, sexuellem,
körperlichem und seelischem Mißbrauch durch Sekten, bei dem
vor allem junge Menschen geistig, körperlich und seelisch Schaden
erleiden, entgegentreten — insbesondere im Zusammenhang mit der Colonia
Dignidad in Chile." (Auszug aus der Satzung)
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Bitte helfen Sie uns...
... damit Kindern und jugendlichen Sektenaussteigem geholfen werden
kann - jungen, unschuldigen Menschen, denen durch skrupellose Machenschaften
von Sekten geistiger, körperlicher und seelischer Schaden zugefügt
wurde. Was Paul Schäfer und andere ihnen angetan haben, wird sie ihr
Leben lang verfolgen. Das können wir ihnen nicht abnehmen. Aber wir
können helfen, ihr Leiden zu mildern - mit Hilfe von Ärzten,
Psychologen und Sozialpädagogen vor Ort.
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