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AGPF - Aktion für Geistige und Psychische Freiheit 
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Adresse dieser Seite: http://www.AGPF.de/Falun.htm  Zuletzt bearbeitet am 9.12.2008 
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Der Falun-Gong-Kult
Falun Gong, Falun Dafa und Li Hongzhi:
Mehr Politik als Meditation
Der Falun-Kult fordert die chinesische Regierung heraus.
Hat der Falun-Kult unter dem Deckmantel von Spiritualität ein weltweites Netzwerk von Unterstützern aufgezogen?
Dienten provozierte Menschenrechtsverletzungen als Schutzschild?
  Neu: Der Falun-Kult gegen Professor Thomas Heberer
Neu:   Die Kampagne gegen die Deutsche Welle
 
 
 
Inhalt dieser Seite: Zum Thema auch: In anderen Websites:
  Die Websites der Falun Gong in Deutschland:   
Medienmanipulation und Umgang mit Kritik
 
"Die in China verfolgte Falun Gong-Bewegung versucht, die Medien zu manipulieren. Durch die ständigen Aktionen und provozierten Festnahmen wird der Kult in den Medien ausschließlich als Opfer dargestellt. Hintergründe über Meister Li, die Organisationsstruktur und die psychischen Folgen der Heilslehre auf die Anhänger tauchen in der westlichen Berichterstattung kaum auf"   
(Harald Maass, Peking, Frankfurter Rundschau 18.11.2000 >>).
Der Falun-Kult hat weltweit eine gewaltige Medienkampagne entfacht.
Die Frankfurter Rundschau hat bereits 2000 dargelegt, dass dabei auch Medien manipuliert werden.
Seit Ende 2004 wird deutlich: Der Falun-Kult greift die kommunistische Partei Chinas an und damit chinesische Regierung an. Mit welchem politischen Ziel?
Unklar ist, ob diese politischen Ziele bereits bestanden, bevor Falun Gong in China 1999 verboten wurde.
Geheimdienste pflegen ihre Erkenntnisse nicht zu veröffentlichen.
Sicher ist aber, dass nach diesem Verbot jeder ein Risiko einging, der nach China reiste, um dort für Falun Gong zu demonstrieren.
 
 
 

Der Falun-Kult gegen Professor Thomas Heberer

Zu der Medienkampagne gehört auch eine Flut von Briefen. Auch die AGPF erreichen zahlreiche Leserbriefe (>>).
Am 30.9.2008 erreichte uns eine E-Mail:
 
Aus: E-Mail vom 30.9.2208 von Eva-Marie Schiffer, "Falun Gong-Arbeitsgruppe für Menschenrechte", ohne deutsche Adresse, Sitz: Falun Gong Human Rights Working Group 9974 Scripps Ranch Blvd. #228 San Diego, California, 92131 United States. 


Unserer Meinung nach kann der Artikel von Heberer zur Duldung der Verfolgung von Falun Gong führen. Aus Verantwortlichkeit den Menschen gegenüber, die durch den Artikel in der Meinungsbildung über Falun Gong beeinflusst wurden ist es notwendig diese ausführliche Richtigstellung zu veröffentlichen. Die wahren Zusammenhänge über Falun Gong und die Verfolgung zu erfahren schützt davor, in die gesetzwidrigen Handlungen gegen Falun Gong mit hineingezogen zu werden. 
Ohne auf den Sinnzusammenhang zu achten, einzelne Textstellen herausziehen und beliebig mit anderen zusammenfassen: dadurch werden Kernaussagen verfälscht und es wird ein irreführendes und schlechtes Bild über Falun Gong vermittelt. Solche Veröffentlichungen können zur Duldung bis hin zur aktiven Haltung an der Verfolgung von Falun Gong führen. Prüfen Sie auch bitte dahingehend die Veröffentlichungen auf der Web-Seite der AGPF. 
Gemeint war der unten zitierte Artikel.
Beigefügt war eine "Richtigstellung zu Thomas Heberers Artikel 'Falun Gong - Religion, Sekte oder Kult'. "
Sie beginnt mit der Behauptung, dass Heberer "versucht, die Verfolgung von Falun Gong durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) zu rechtfertigen."
Tatsache ist: Wer in Deutschland Falun Gong kritisiert, den erklärt die Sekte zum Handlanger Pekings (>>).
Wir haben diese E-Mail an Professor Heberer weitergeleitet. Seine Antwort:

Heberers Artikel befindet sich im Internet unter http://www.religio.de/dialog/400/23_16-24.htm
 

Warum "Falun-Kult"?
 
Aus: Thomas Heberer: Falungong - Religion, Sekte oder Kult? - http://www.religio.de/dialog/400/23_16-24.htm  


Darüber hinaus läßt sich Falungong mit dem soziologischen Begriff des "Kultes" fassen, denn beim Kult handelt es sich um eine lose strukturierte religiöse oder religionsähnliche Gruppierung, der man nicht formell beitritt. Die Zugehörigkeit definiert sich primär über bestimmte Weltsichten und Praktiken. Die Glaubensinhalte sind in der Regel synkretistisch, esoterisch und individualistisch. Kulte entwickeln sich häufig um charismatische Führer und lassen auch Verbindungen zu anderen religiösen Gemeinschaften zu.(3)  
3 Vgl. etwa Anthony Giddens, ed., Sociology, 3rd edition, Cambridge, Oxford 1997, S. 448f.  
...  
Auch die vor einigen Jahren in die Schlagzeilen geratene japanische Aum-Sekte vertrat eine ähnliche Ideologie wie Li Hongzhi: Befreiung von Karma durch magisch-rituelle Praktiken, Umwandlung von Geist und Körper, die Entwicklung physischer und psychischer Kräfte, verbunden mit buddhistischen Praktiken.  
...  
6. Gründe für die Verfolgung  
Das Ideengebäude von Falungong, das die Kultivierung durch permanentes Praktizieren von Meditationsübungen vorsieht, um die gesetzten Kultivierungs- oder Idealziele zu erreichen, führt zu einem weitgehenden Rückzug der Anhänger aus Staat, Gesellschaft und Arbeitstätigkeit. Das erste Mal, daß ich von Falungong hörte, war im Jahre 1996 durch einen chinesischen Gastwissenschaftler, der täglich sechs bis acht Stunden Falungong praktizierte und sich für seine wissenschaftliche Arbeit kaum noch interessierte. Sein Leben, so erklärte er, habe er vollkommen in den Dienst Falungongs gestellt. Und hier wird Falungong politisch im Sinne der Systembedrohung. Denn die chinesische Führung begreift durchaus die gesellschaftliche Problematik, wenn Millionen von Menschen sich aus dem gesellschaftlichen Alltag ausklinken und sich innerlich der Zusammenarbeit mit der Partei verweigern. Der Rückzug in die Kontemplation oder das Eremitentum waren, historisch gesehen, immer Ausdruck einer gesellschaftlichen Krise, zumal wenn sie gehäuft, d.h. als Kollektivphänomen, auftraten. Das ist auch heute nicht anders.
 
 
Ein 2005 erschienenes Buch über "Die Verfolgung von Falun Gong" beginnt:

"Als Anfang der 90-er Jahre der Ostblock zusammenbrach, blieb China mit über einer Milliarde parteitreuen Bürgern als das letzte große Kommunistische Regime übrig".
Als Grund für die Verfolgung der Falun-Anhänger zitiert der Autor eine angebliche Prophezeiung von Nostradamus:
"Jahr 1999, siebenter Monat: Vom Himmel kommt ein großer Schreckenskönig! Wiedererweckt der große König von Angoulrnois, zuvor; danach Mars Regieren zu guter Zeit.‘ (10,72)"
"Viele Menschen haben gerätselt was denn im Juli 1999 schon für ein großer Schrecken aufgetaucht sei... der Irak Krieg war später, und der 11. September war auch später. Keiner ist darauf gekommen, dass damit vielleicht die Verfolgung von 100.000.000 Menschen gemeint sein könnte, die zufällig am 22.07.1999 begann."
 
 
 

Falun - der Google-Riese

Die Suche nach "Falun" im Internet http://www.google.de/search?hl=de&q=Falun&btnG=Suche&meta=  hat am 21.1.2005 fast 4 Millionen Fundstellen gebracht.
Zum Vergleich: Die Suche nach "Scientology" erbrachte knapp 3 Millionen.
Das deutet auf eine sehr grosse Zahl von Websites hin.
Dazu ein Artikel in der Zeitschrift "China aktuell" Nr. 1/2005 des Instituts für Asienkunde IFA, finanziert vom Aussenministerium der Bundesrepublik und der Stadt Hamburg: "Mediale Attacke der Falungong-Bewegung gegen die KPCh".
Demnach verfügt Falun Gong über "mehrere hundert, wenn nicht mehrere tausend national bzw. regional basierte Websites in den verschiedenen Landessprachen, ...  eine eigene Fernsehstation sowie ... einen eigenen Zeitungsverlag, der eine chinesisch- und englischsprachige Tageszeitung mit zahlreichen multilingualen Ablegern (chinesischer Titel Dajiyn, englisch Epoch Times, deutsch Die Neue Epoche) herausgibt."

"Die Neue Epoche" gibt es seit Januar 2005.
2007 wurde "Die Neue Epoche" umbenannt in "The Epoch Times Deutschland".

Die NetZeitung: "Eine der am schnellsten wachsenden Sekten dieser Welt".
Fakten über die Organisation und ihren Guru sind gleichwohl Mangelware.
Konspiratives Verhalten scheint wesentliches Kennzeichen dieser Organisation zu sein.

Die Organisation bezeichnet sich als "Meditationsbewegung", als "lockere Organisation ohne namentliche Registrierung", sie sei "weder eine Religion noch eine Sekte" (>>). Gegen die Bezeichnung als Sekte wurde Klage erhoben - vergeblich (>>).
 
 
 

Geldquellen zweifelhaft

Zuletzt ist also ein Zeitungskonzern entstanden. Nach der englischen und chinesischen Zeitung wurde Ende 2004 und Anfang 2005 auch eine deutsche und eine französische Zeitung gegründet, die französische mit dem beziehungsreichen Namen „La Grande Époque“. Zur Finanzierung heisst es, die deutsche Ausgabe sei "aus Eigenmitteln finanziert" (www.DieNeueEpoche.com, "Wir über uns"). Gleichzeitig wurden neue Websites aufgebaut.

Spätestens jetzt stellt sich die Frage, woher diese "Eigenmittel" stammen.
Es wird der Eindruck erweckt, als beruhe das konspirative Verhalten auf der Verfolgung durch die chinesische Regierung.
Andere Erklärungen sind durchaus denkbar.
 
 
 

Falun-Kult gegen KP China
 

"Politik hat die neuere Geschichte der Falun Gong eher gekennzeichnet, als Religion"
Dallas Morning News, Friday, October 1, 2004, Falun Gong takes on politics, By Jeffrey Weiss: "Politics rather than religion has marked the recent history of Falun Gong".
Dagegen wäre nichts einzuwenden, wenn nicht stets behauptet würde, man habe "keine politischen Ziele" (>>). Ebenso wird stets der Eindruck erweckt, als  sei man lediglich "locker organisiert" (>>): "Falun Gong ist weder eine Religion noch eine Sekte, eher eine Meditationsbewegung". Die meisten Anhänger scheinen dies zu akzeptieren.

Der bereits erwähnte Artikel in der Zeitschrift "China aktuell" Nr. 1/2005 "Mediale Attacke der Falungong-Bewegung gegen die KPCh" wird deutlicher:

Die angebliche Meditationsbewegung fordert die Regierungspartei der Weltmacht China heraus.

Im November 2004 hat die Zeitschrift "Epoch Times" eine "gross angelegte mediale Attacke gegen die Kommunistische Partei Chinas gestartet", so die erwähnte Zeitschrift China aktuell. In "Neun Kommentaren" im Umfang von 183 Seiten wird "die kommunistische Partei als Verkörperung alles Üblen und Bösen" dargestellt. Damit verbunden die Aufforderung an die KP-Mitglieder zum Austritt aus der Partei.

Auch der deutsche Falun-Zweig ist mit dabei.
In der Zeitung "Die neue Epoche" (2007 umbenannt in "The Epoch Times Deutschland") sind die "Neun Kommentare" zu finden unter http://www.dieneueepoche.com/Meinungen.37.0.html

Auf der Website www.DieNeueEpoche.com hat man einen Austrittszähler installiert.
Eintragung am 7.5.2005: "KPC-Austrittswelle bereits bei 1.219.971":
 
 
Die Zeitung "Die neue Epoche":  
Bundesstraße 20 D – 20146 Hamburg  
Amtsgericht Hamburg  
HRB 80404  

Chefredateurin:  
Renate Lilge-Stodieck (>>)  

Abbildung rechts aus www.DieNeueEpoche.com  
Die linke Abbildung enthält eine Vergösserung aus der Abbildung daneben.

Drei Monate später (geladen am 7.8.2005) lautet die Zahl 3.482.699
 
Mit Datum vom 21.05.2006 (geladen am 24.7.2006) wird gemeldet:  
"Auf der Website der Epoch Times haben bislang 11.979.576 Chinesen ihre Mitgliedschaft in der Kommunistischen Partei Chinas und ihrer Organisationen für nichtig erklärt."
 
 
 

Repressalien in China

Die deutsche Presse berichtet seit dem Frühjahr 1999 über Demonstrationen der Falun Gong in China und über Verhaftungen. Diese Berichte haben Falun Gong auch in Deutschland bekannt gemacht.
Zu diesen Vorgängen haben wir keine eigenen Erkenntnisse und können die Berichte auch nicht nachprüfen. Wir haben deshalb einige Presseberichte zusammengestellt: Presseberichte
Wir bezweifeln nicht, daß es Repressalien und Todesfälle gegeben hat.
Allerdings bleibt vieles unklar.
Einerseits dürfte es sich bei den Falun-Aktionen in China wohl kaum um spontane Aktionen handeln.
Andererseits ist das Ziel dieser Aktionen unklar, da von Falun Gong immer wieder behauptet wird, man habe keine politischen Ziele.
Sicher ist aber richtig, was Kai Strittmatter am 25.1.2001 in der Süddeutschen Zeitung geschrieben hat:

"Der ehemalige Trompeter und selbst ernannte Weltenretter Li Hongzhi wird immer mehr zur Gefahr für seine ihm blind folgenden Anhänger."
Über die Berichterstattung:
"Die in China verfolgte Falun Gong-Bewegung versucht, die Medien zu manipulieren. ... Durch die ständigen Aktionen und provozierten Festnahmen wird der Kult in den Medien ausschließlich als Opfer dargestellt. Hintergründe über Meister Li, die Organisationsstruktur und die psychischen Folgen der Heilslehre auf die Anhänger tauchen in der westlichen Berichterstattung kaum auf"
(Harald Maass, Peking, Artikel auf der Seite Presseberichte)

Aber auch solche Artikel, die vermeintlich ausschließlich über die Repressalien in China berichten, enthalten zunehmend kritische Töne. Das gilt zum Beispiel für einen ganzseitigen Artikel von Georg Blume in der ZEIT vom 11.4.2001: "Endststion Bambus-Gulag". Dazu www.zeit.de/2001/16/china oder http://www.zeit.de/archiv/2001/16/200116_falun.xml. Der Autor bezweifelt die Menschenrechtsverletzungen nicht. Er weist jedoch ausdrücklich darauf hin, daß keine Möglichkeit besteht, die Berichte unabhängig zu prüfen. Er merkt an, daß der Falun Gong-Erfinder sich "vorgeblich zum Schutz seiner Anhänger 1998 in die Vereinigten Staaten absetzte". Blume zitiert einen Sekten-Chef in China: "So wie die Kuomingtang einst mit den Kommunisten umging, gehen die Kommunisten heute mit uns um". Derartige Aussagen widersprechen der stets wiederholten Behauptung, Falun Gong sei unpolitisch. Der besagte Sekten-Chef, so der ZEIT-Autor, lasse sich selbst nicht auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking erwischen: "Dorthin schickt er die duldsamen Sekten-Soldaten - direkt in die Hände der Polizei": "auf das ihr Märtyrertum die Botschaft des Meisters noch eindringlicher mache".
Am Ende seines Artikels schreibt Georg Blume:

"Aber auch Falun Gong ist nicht unschuldig. Die chinesische Regierung führt eine Totenliste: 1660 Menschen soll die Sekte in den Tod getrieben haben. 239 Selbstmorde von Sektenanhängern soll es gegeben haben; die anderen sollen krank gewesen sein, wegen der Theorien ihres Meisters hätten sie keine Medikamente genommen und seien gestorben. Nichts deutet darauf hin, dass die Anschuldigungen erfunden sind. Verfolgung und Folter aber sind eine barbarische Antwort. Wenn die Pekinger Führung jenen neuen Religionen, die überall aufblühen, nichts entgegenzusetzen hat als brutale Unterdrückung, dann drohten dem Land bürgerkriegsähnliche Zustände" (Georg Blume in der ZEIT vom 11.4.2001: "Endststion Bambus-Gulag").
Die TAZ hat in ihrer Ausgabe vom 11.4.2001 gleich mehrere Artikel zum Thema veröffentlicht, nachzulesen  in www.TAZ.de
In die dortige Suchfunktion "Falun Gong" eingeben.
Mit der Situation in Deutschland bzw. im deutschsprachigen Raum befaßt sich insbesondere der Artikel von Sven Hansen Dazu auch der Leserbrief unten (>>).
 
 
 

Colin Goldner über Falun Gong
 
Aus: Colin Goldner: Die Psycho-Szene S.  - vgl. http://www.AGPF.de/Goldner.htm  


Seit Mitte der 1990er macht eine Abart des Qi-Gong auf politischer Ebene Furore. In der Volksrepublik China wurde das sogenannte Falun Gong (chin. = Rad des Gesetzes) zu einer Art Massenkult, dem sich mittlerweile Zig-Millionen Menschen zugehörig fühlen. Das Attraktive dieses Kults liegt gewiß nicht in den (äußerst trivialen) Körper- und Atemübungen an sich, die Li Hongzhi (* 1952), Gründer und Führer der Bewegung, andient, auch nicht in den taoistisch oder buddhistisch angehauchten Spruchweisheiten, die er absondert; vielmehr stellt Falun Gong eine Art Heilserwartungsbewegung dar, wie sie quer durch sämtliche Kulturen beim Niedergang einer historischen Epoche zu beobachten ist. Insbesondere da, wo sich noch keine Vision einer neuen Zukunft herausgebildet hat, ziehen die Menschen sich auf und in ihre Leiblichkeit zurück, entwickeln sich körperliche Reinigungs- und Läuterungskulte. Ebendies zeigte sich auch nach dem offiziellen Ende der Kulturrevolution, als die alten Gesundheitsübungen des Qi-Gong, die jahrzehntelang als "Aberglaube und falsche Wissenschaft“ verboten gewesen waren, urplötzlich wieder auftauchten und sich nachgerade fieberhaft über das Land verbreiteten. Die zahllosen Qi-Gong-Gesellschaften, die sich allenthalben etablierten, wurden zur am schnellsten anwachsenden gesellschaftlichen Kraft im postkulturrevolutionären China. Von der Partei wurde die Qi-Gong-Bewegung mit wachsender Skepsis beobachtet; als gegen Ende der 1980er zunehmend religiöse Motive in den Vordergund traten, schritt man rigoros ein: In großangelegten Kampagnen suchte man gegenzusteuern, die Ideologie des Dialektischen Materialismus hochzuhalten; darüber hinaus wurden Qi-Gong Lehrer unter Überwachung gestellt, Veranstaltungen mit mehr als tausend Teilnehmern untersagt.  
..........  
Mittlerweile regt sich indes auch Insiderkritik, das Szenemagazin DAO beispielsweise distanziert sich ausdrücklich von Li und seiner Organisation: "Die Heilslehre der Falun Gong- Sekte besteht (...) aus einigen banalen Übungen, die der selbsternannte Großmeister in goldglänzendem Pyjama (>>) in schlechter Haltung demonstriert und einer irren Mischung aus pseudobuddhistischer Moral, esoterischem Geschwafel und größenwahnsinnigen Behauptungen“ (Anm. 2142).. Der Grund für die unerwartet scharf formulierte Kritik an Li liegt freilich nicht in dessen indiskutabler Lehre an sich - in DAO findet ansonsten selbst der größte Esoterikunfug (sofern er irgendwie „asiatisch“ daherkommt) eine gänzlich kritikfreie Bühne der Selbstdarstellung -‚ vielmehr geht es um Abgrenzung gegen unliebsame Konkurrenz.  
Anm. 2142: Singer, M.: Selbsternannte Großmeister, in: Krause, C.:Erlösung leicht gemacht, in: DAO 6/1999, S. 32
 
 
 

Prozesse weltweit

Der Falun-Kult bzw. einzelne Anhänger führen weltweit zahllose Prozesse, vorwiegend gegen amtierende und ehemalige Regierungsmitglieder. Die Bedeutung dieser angeblichen Prozesse ist schwer abzuschätzen. Kurze Agenturmeldungen über solche Prozesse werden weltweit verbreitet. Es besteht der Verdacht, dass die Presseagenturen nicht nur in Einzelfällen getäuscht werden. Möglicherweise werden auch zumindest gelegentlich Strafanzeigen als Prozesse bezeichnet.
Oder private Klagen werden als "Anklagen" bezeichnet, wie zum Beispiel die angebliche "Anklage" wegen Völkermordes gegen den ehemaligen Staatspräsidenten und Parteivorsitzenden Chinas, Jiang Zemin (>>).
 
 

 
Prozess in Tansania frei erfunden?

Der Falun-Kult berichtete im Internet unter http://www.minghui.de/articles/200501/18844.html (geladem am 21.1.2005):

"Gericht in Tansania führt den Prozess gegen Chen Zhili fort, die angeklagt ist wegen Folter und Tötung von Falun Gong Praktizierenden in China".
Die Zeitung Guardian  berichtete daraufhin :
  
Aus: "The Guardian" via IPP Media, 13. Dezember 2004 (Privatübersetzung, geladen am 21.1.2005)  http://www.ippmedia.com/ipp/guardian/2004/12/13/27273.html  


Regierung widerlegt Falun Gong Bericht  

Die tansanische Regierung hat als aus der Luft gegriffene Behauptungen der chinesischen Sekte Falun Gong widerlegt, dass in Tansania ein Prozess gegen die chinesische Staatsrätin Chen Zhili erhoben wurde. Behauptungen nach sei sie verantwortlich für Folter und außergerichtliche Tötungen, die in China begangen wurden.  
Die Sekte behauptete in einem Bericht, der auf ihrer Website veröffentlicht wurde, dass Zhiti während eines viertägigen dienstlichen Besuches bei Dar es Salaam im letzten Juli von einem Gericht herbeizitiert wurde, angeblich nachdem eine Gruppe internationaler Rechtsanwälte, die Falun Gong praktizierende Personen vertreten, Anklage gegen sie erhoben haben.  
Das Ministerium für außerwirtschaftliche Beziehungen und internationale Zusammenarbeit erklärte, dass in dem Bericht, der am 31. Juli auf der Website erschien, nicht erwähnt wurde welches Gericht Zhili, die außerdem frühere Bildungsministerin war, herbeigerufen hatte.  
Aus der Stellungnahme geht hervor, dass die Regierung keinerlei Aufzeichnungen rechtmäßiger Anklagen gegen Zhili während ihres Besuches in Tansania besitze.  
Diese Geschichte sei eine bloße Erfindung, mit dem Ziel die guten freundschaftlichen Beziehungen zwischen Tansania und China zu zerstören.  
Die Regierung betrachte den Besuch als einen Meilenstein der Zusammenarbeit zwischen China und Tansania und sehe das Vertrauen Falun Gongs an „Unwahrheiten" als einen Verlust der Führung der Sekte, „welche behaupte, für die Wahrheit einzutreten".  
Die Staatsrätin sei an konstruktiven Gesprächen mit tansanischen Regierungsbeamten beteiligt gewesen, um die Kooperation beider Staaten zu vertiefen und auszuweiten, besondern im Bildungs- und Kuttursektor.  
Die Regierung teilte weiterhin mit, dass sie „kleinen Personengruppen wie der Falun Gong Sekte" nicht erlaube, die lang bestehende Freundschaft und Brüderlichkeit, die zwischen den „aufrechten Leuten" Chinas und Tansanias bestand, zu zerstören.

       

 
 

Prozesse in Deutschland

In Deutschland wurden zwei Prozesse geführt, in denen es um Massnahmen gegen Falun Gong-Anhänger während des chinesichen Staatsbesuches im April 2004 ging. Überblick: http://www.faluninfo.de/fileadmin/media/PDF/InfomappeStaatsbesuch.pdf
Damals hatten sich einige Falun-Anhänger im Hotel Adlon in Berlin eingemietet. Beamte des Bundeskriminalamtes hatten Zimmer betreten. Dagegen wandte sich die Klage vor dem Verwaltungsgericht Berlin (VG 1 A 92/03). Diese wurde durch Vergleich erledigt, das Protokoll findet sich unter http://www.faluninfo.de/fileadmin/media/PDF/GerichtsprotokollBerlin.pdf
Das BKA hat das Betreten als rechtswidrig anerkannt. Der oder die namentlich unbekannte Kläger(in) wiederum hat anerkannt, dass die Bundesrepublik für den Schutz von Staatsgästen verantwortlich ist und zur Kenntnis genommen, dass "aussenpolitische Interessen der Bundesrepublik Deutschland es den zuständigen Behörden unter den Voraussetzungen des § 37 AuslG erlauben, die politische Betätigung von Ausländern zu beschränken oder zu untersagen". Die Kosten des Verfahrens wurden "gegeneinander aufgehoben".
Während desselben Staatsbesuche hat die Polizeit in Potsdam ein Transparent mit chineischen Schriftzeichen sichergestellt und ein Buch beschlagnahmt, auf dem der Polizeibeamte ein Hakenkreuz zu erkennen glaubte (siehe >>).
Vor dem Verwaltungsgericht Potsdam (3 K 1065/03, Protokoll: http://www.faluninfo.de/fileadmin/media/PDF/GerichtsprotokollPotsdam.pdf ) hat die Behörde Beschwichtigungserklärungen abgegeben und die Sache wurde beiderseits für erledigt erklärt. Die Gerichtskosten aus einem Streitwert von 4000 Euro tragen der namentlich unbekannte Kläger und die Stadt Potsdam je zur Hälfte.
 
 
 

Prozess gegen Kritik

Die erste Klage der Falun Gong in Deutschland gegen einen Pressebericht wurde vom Landgericht Leipzig  am 20.1.2005 abgewiesen (Aktenzeichen 10 O 3919/04). Kläger sind der Deutsche Falun Dafa e.V. (>>) und Klaus Müller, ein Aktivist des Falun-Kults aus Kronach. Der Deutsche Falun Dafa e.V. hat gegen das Urteil Berufung eingelegt.

Im Berufungsverfahren vor dem OLG Dresden (14 U 265/05) wurde am 2.5.2005 verhandelt. Der Verfasser des fraglichen Artikels liess sich davon überzeugen, dass ein Begriff überzogen sei. Er gab insoweit eine Unterlassungserklärung ab. Der Deutsche Falun Dafa e.V. zog daraufhin die Berufung zurück. Da der Verfasser den Begriff nicht wiederholen will, haben wir ihn auch aus den nachfolgenden Texten entfernt.

FOCUS berichtete am 7.5.2005 (http://focus.msn.de/magazin/magazin/kurzfassungen/meldung?page=9):

"Die chinesische Meditationsbewegung Falun Gong (auch Falun Dafa genannt) darf als „Psychosekte“ bezeichnet werden. Wie das Nachrichtenmagazin FOCUS meldet, akzeptierte der Deutsche Falun Dafa Verein eine entsprechende Rechtsauffassung des Oberlandesgerichts (OLG) Dresden (Az.: 14 U 265/05). Mangels Erfolgsaussicht zog der 30 Mitglieder zählende Verein mit Sitz im hessischen Gorxheimertal vergangene Woche seine Berufung gegen ein Urteil des Landgerichts Leipzig vom 20. Januar zurück. Darin hatte es geheißen, Falun Gong habe „den Charakter einer neureligiösen Sekte mit sehr hierarchischen Anhängerstrukturen“. Zudem entwickle die Organisation „ein elitäres und sektiererisches Gruppenbewusstsein“.
Bislang hatte der Verein solche Einschätzungen als Diffamierung zurückgewiesen. Nun sagte Vereinschef Manyan Ng zu FOCUS: „Wenn wir schon eine Sekte sein sollen, dann mit Sicherheit eine harmlose und gute.“
 
 
 

Das Urteil

Die Kläger (Deutscher Falun Dafan Verein e.V. und Klaus Müller) haben beantragt, den Verfasser des Artikels, den Beklagten, zur Unterlassung zu verurteilen.
Das Landgericht Leipzig  (Aktenzeichen 10 O 3919/04) hat die Klage mit Urteil vom 20.1.2005 abgewiesen (>>).
Zum Abschluss des Verfahrens meldete FOCUS m 9.5.2005 unter dem Titel "Offizielle Sekte":

 
Aus dem Tatbestand des Urteils Landgericht Leipzig 10 O 3919/04  


"Die Kläger beantragen,  
den Beklagten zu verurteilen, es ... zu unterlassen, wörtlich  oder sinngemäß   
die Behauptung aufzustellen und/oder zu verbreiten  
  • Falun Gong ist eine Psycho-Sekte;
  • Falun Gong hat durchaus den Charakter einer neureligiösen Psycho-Sekte mit sehr hierarischen Anhängerstrukturen ;
  • xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
  • Falun  Gong entwickelt  ein elitäres und sektiererisches Gruppenbewusstsein.
  • der Kläger zu 2) ist Kopf einer Psycho-Sekte 
und/oder die Formulierung zu verbreiten  
  • Klaus Müller und die Gefolgsleute seiner Falun-Gong-Sekte.
Aus den Entscheidungsgründen:  
....  
b) Im hier streitgegenständlichen Fall ist die Behauptung, es  handle sich  bei Falun  Gong um eine "Psychosekte", nicht unrichtig, sondern - bereits nach dem Vortrag der Kläger - wahr.  
....  
Diese Beschreibung  der Kläger von Falun Gong zugrundegelegt, ist  Falun Gong  ohne Weiteres  eine "Sekte" in dem unter a) beschriebenen Sinn.  

Die  "Falun-Gong-Bewegung" ist  auch eine "Psychosekte" in  dem oben beschriebenen Sinn, denn sie bietet - wie dem  klägerischen Vortrag  eindeutig zu entnehmen ist - Meditationskurse,  wie zum Beispiel im  Januar 2002 in der Kronacher  Frankenwald Klinik  (Seite 6 der  Klageschrift),  Seminare zum Erlernen der Meditationstechnik und Übungsgruppen an. Dies gehört nach Vortrag der Kläger sogar zu den Hauptaufgaben des Klägers zu l).  

Da mithin  die Behauptung,  Falun Gong sei eine Psychosekte,  wahr ist,  ist die  beanstandete Äußerung nicht rechtswidrig.  Die Kläger können das Unterlassen dieser Äußerung nicht verlangen.  

Dass einige Experten, die sich mit den Lehren von Falun Gong beschäftigt haben,  die Verwendung  des  Begriffs "Sekte"  kritisieren,   ist  nicht   entscheidend.  Dem Beklagten kann nicht untersagt werden, die Bezeichnung in dem umgangssprachlich geläufigen Sinne zu verwenden. Entgegen der Auffassung der Kläger wird die Bezeichnung nicht ausschließlich  für straff  organisierte  Gruppen verwendet, deren Mitglieder finanziell ausgebeutet werden und die eine Trennung von der Umwelt fordern. Zweifellos handelt  es sich  dabei um Merkmale, die häufig auf Sekten zutreffen. Ob sie aber so entscheidend sind, dass bei  ihrem Fehlen von einer Sekte überhaupt nicht gesprochen werden kann, ist eine Wertungsfrage.  

c) Auch bei  Einordnung der  Äußerung, Falun Gong sei eine Psychosekte,  als Werturteil ergibt sich kein Unterlassungsanspruch.  
Bei  Werturteilen, die  eine die Öffentlichkeit wesentlich berührende Frage betreffen, spricht eine Vermutung für die Freiheit der Rede (vgl. BGH NJW 2003, 1308 ff).  
Die  Meinungsfreiheit muss  nur dann zurücktreten, wenn die Äußerung  herabsetzend ist  und  eine  Schmähkritik darstellt.  Zwar ist  den Klägern in ihrer Einschätzung Recht  zu geben, dass der Begriff "Psychosekte" negativ konnotiert ist. In der Öffentlichkeit weckt der Begriff ein  Bündel negativ besetzter Assoziationen. Jedoch ist eine Schmähkritik oder gar die Verletzung der Menschenwürde der  Mitglieder der Kläger zu l) bzw. des Klägers zu 2)  mit der  Bezeichnung von Falun Gong als "Psychosekte" nicht  verbunden. Wegen seines die Meinungsfreiheit  verdrängenden Effekts ist der Begriff der Schmähkritik eng auszulegen. Allein eine negativer Konnotation macht  eine Äußerung noch nicht zur Schmähung. Hinzu treten muss vielmehr, dass bei der Äußerung nicht mehr die Auseinandersetzung  in der Sache, sondern Diffamierung  im Vordergrund  steht, die  jenseits polemischer, überspitzter Kritik  in erster  Linie herabsetzen  soll (BGH,  NJW 2000, 3421 ff,  3429 m.w.N., NJW 2002, 1192, 1193).  Verfolgt der  Äußernde -  wie hier der Beklagte - keine eigennützigen Ziele, sondern dient sein Beitrag dem geistigen Meinungskampf in einer die Öffentlichkeit wesentlich berührenden Frage,  dann überwiegt  bei der Abwägung zwischen  den Belangen  des Ehrenschutzes  und der Meinungsfreiheit die Meinungsfreiheit.  

Dass  der Beklagte  eigennützige Ziele  mit der Diskussion über die  Falun-Gong-Bewegung verfolgt, ist nicht ersichtlich. Gleichzeitig ist aber offensichtlich, dass die Frage,  ob die  in China  verfolgte Bewegung  Falun Gong  als Sekte einzustufen ist, breit diskutiert wurde und wird (vgl. auch die Wochenzeitschrift "Wirtschaftswoche" vom  4.11.2004, in  der auf  Seite 146 folgendes Zitat abgedruckt ist: " 'Wer nicht für uns ist, wird in die  Hölle verbannt.l Li Hongzhi Führer der Falun-Gong-Sekte").  

In  Kronach war  die Diskussion  um das Wesen von Falun Gong  nach dem  Festumzug vom 09.06.2003 von besonderem Interesse, was insbesondere die Leserbriefdiskussion in der Tageszeitung "Neue Presse" zeigt.  

Anders als  in dem vom BGH am 20.02.2003  (NJW 2003, 1308 ff.)  entschiedenen Fall  hat  sich  der  Beklagte als  Privatperson  an dieser  öffentlichen  Diskussion beteiligt (und nicht in amtlicher Eigenschaft als Sektenbeauftragter einer öffentlich-rechtlich korporierten Religionsgemeinschaft). Für  den Beklagten gelten daher nicht  dieselben  Beschränkungen,  die  für  den  Staat gelten, wenn dieser Informationen über weltanschauliche Gruppierungen  gibt. Die  von den Klägern zitierte Entscheidung  des BGH vom 20.02.2003 passt hier auch deshalb nicht, weil dort keine öffentliche Diskussion über eine Sekte  bzw. Psychosekte  im Zusammenhang  mit  dem dortigen Kläger  den beanstandeten Äußerungen vorausgegangen waren bzw. stattfanden.  

Auch als Meinungsäußerung ist daher die Bezeichnung der Falun-Gong-Bewegung als Psychosekte durch den Beklagten zulässig.  
Ein Unterlassungsanspruch besteht unter keinem rechtlichen Gesichtspunkt.

In einem Artikel war kritisch über die Teilnahme von Falun-Anhängern an einem Umzug zum 1000-Jahres-Jubiläum der Stadt Kronach berichtet worden. Bei dieser Teilnahme an dem Umzug ging es offenbar in erster Linie um die Beeinflussung eines Prozesses in den USA gegen einen führenden chinesichen Politiker durch öffentlichkeitswirksame Übergabe eines Briefes an den  bayerischen Ministerpräsidenten Stoiber.
  
Die Neue Presse Coburg hatte am 18.6.2003 über einen Umzug zum 1000-Jahres-Jubiläum der Stadt Kronach berichtet (Abbildung rechts).  Bei diesem Umzug wurde die Stadtgeschichte dargestellt, unter Beteiligung der Vereine und Organisationen der Stadt und der Nachbar- und Partnerstädte. Falun Gong hatte diesen Umzug zu massiver Selbstdarstellung benutzt, ohne jeden Bezug zum Grund der Veranstaltung. Eine grosse Gruppe, überwiegend Chines(inn)en vollführte während des Umzugs Tänze und auf dem anschließenden Fest ihre "Meditationsübungen". Ein TV-Team aus den USA filmte das.  
Initiator war vermutlich der ortsansässige Falun-Anhänger Klaus Müller.  
Über Umzug und den Artikel wurde in etlichen Falun-Websites berichtet, teil als Eigenwerbung, teils als Reaktion auf die Kritik.
       Einer Falun-Website (http://de.clearharmony.net/articles/200306/9936.html) lässt sich der mutmassliche Grund für die Teilnahme an dem Umzug entnehmen:
"Als ein örtlicher Falun Dafa-Praktizierender auf die Bühne ging und dem Ministerpräsidenten einen Brief übergab, lächelte dieser und schüttelte ihm die Hand".
Es ging also zumindest auch um die Gelegenheit, einem führenden Politiker öffentlichkeitswirksam einen Brief übergeben zu können.
Auch der mutmassliche Grund für den Prozess lässt sich erkennen: Die Chinesischen Botschaft in Berlin habe sich bei der Zeitung gemeldet und behauptet, "dass die Falun Gong-Praktizierenden betrügerische Absichten hatten, als sie an der Parade teilnahmen". Gegen solche "Lügen der Botschaft" sei man vorgegangen:
"Herr Müller sagte der Presse, dass der Hauptverbrecher, der für die Verfolgung von Falun Gong verantwortlich ist, Jiang Zemin, in der USA wegen Völkermord angeklagt ist."
 
 

Eine "Anklage" wegen Völkermordes gegen den ehemaligen Staatspräsidenten und Parteivorsitzenden Chinas, Jiang Zemin?
Das ist eine grobe Irreführung der deutschen Öffentlichkeit.

Denn nach deutschem Sprachgebrauch wird eine "Anklage" von der Staatsanwaltschaft erhoben.
Bei einer "Anklage" handelt sich also um eine staatliche Strafverfolgung.
Hier sieht die Sache  ganz anders aus.
In Wahrheit handelt es sich lediglich um eine private Klage von Falun-Anhängern.
Das wissen natürlich auch die Falun-Anhänger, denn sie berichten darüber in ihren eigenen Websites, z.B.  in einem Bericht vom 03.06.2003 (http://www.faluninfo.de/79.0.html). Dort wird ordnungsgemäss über eine "Klage" berichtet und darüber, dass diese von Privatleuten eingereicht wurde:

"Klage in den USA gegen Jiang Zemin wegen Völkermord
Während eines Staatsbesuches in den USA im Oktober 2002 erhielt Jiang Zemin, seinerzeit noch Staatschef der VR China, eine Vorladung vor das Bezirksgericht von Illinois, um sich für die Menschenrechtsverbrechen am chinesischen Volk zu verantworten. In Kürze wird das Gericht über eine Eröffnung des Prozesses gegen Jiang Zemin entscheiden. Kläger sind amerikanische und chinesische Falun Gong-Praktizierende, die persönlich von der Verfolgung von Falun Gong in China betroffen und geschädigt sind."
 

Presseberichte über den Prozess in Leipzig 

Aus: MDR 21.1.2005 - http://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/1781953.html  
Klage  
Falun Gong darf Sekte genannt werden  
Die chinesische Bewegung Falun Gong darf als Sekte bezeichnet werden. Das hat das Landgericht Leipzig entschieden. Die Richter sehen die Gleichsetzung der Organisation mit einer Sekte durch das Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt. ...  
.........  
Anlass für den Prozess war ein Bericht von Mitte Juni 2003 in einer Coburger Zeitung. Dort war die 1992 gegründete Bewegung als "neu religiöse Psycho-Sekte mit sehr hierarchischen Anhängerstrukturen" bezeichnet worden. Gegen diese und ähnliche Äußerungen in dem Beitrag, der auch im Internet erschien, wehrt sich der Deutsche Falun Dafa Verein mit Sitz in Hessen.  
Falun Gong, auch Falun Dafa genannt, ist eine aus China stammende Meditationspraxis und Bewegung. Sie wurde 1992 erstmals öffentlich vorgestellt und gewann rasch neue Anhänger. ...
       

Über die erste mündliche Verhandlung hatte die Presse berichtet: 

"Sektenvorwurf: Falun Gong klagt in Leipzig  
Leipziger Volkszeitung vom 9.10.2004  
"Falun Gong ist keine Sekte, sondern eine buddhistische Kultivierungsschule." Für einen Moment verliert Xiong Wei ihr fernöstliches Lächeln. Mit Hilfe des Landgerichts Leipzig wollte die aus China stammende Bewegung gestern einen Wissenschaftler stoppen, der Falun Gong nicht nur als Sekte bezeichnet, sondern ihr auch noch die Titel xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx verleiht. Doch der Gütetermin vor Gericht ist geplatzt, die in einer hessischen Zeitung verbreitete Behauptung wurde nicht zurückgenommen - jetzt klagt Falun Gong, das Landgericht hat das Verfahren eröffnet. Es wird der erste Prozess in Deutschland, in dem sich die Bewegung gegen den Sektenvorwurf wehrt. Dass der Rechtsstreit ausgerechnet in Leipzig ausgefochten wird, liegt an Frank Selbmann: Der Anwalt ist hier niedergelassen und hat die Klage für Falun Gong eingereicht.  
Bislang habe man zu den Anschuldigungen geschwiegen, doch diesmal seien die Unterstellungen "besonders übel", erklärt Renate Lilge-Stodieck vom deutschen Falun-Gong-Informationsdienst faluninfo. "Es gibt keine Mitgliedslisten oder Beiträge, wir haben keine politischen Ziele oder Interessen und man braucht Falun Gong auch nicht abschwören, wie von der chinesischen Regierung behauptet, sondern kann einfach damit aufhören." Bestes Beispiel sei einer ihrer beiden Söhne: Der habe die Meditation eine Weile ausprobiert - und eben nicht für sich entdeckt. "Denken Sie, dass ich ihn deswegen verstoßen habe?"  
http://www.lvz-online.de/aktuell/content/142349.html  
http://www.lvz-online.de/aktuell/content/142355.html
       Dem Artikel ist nicht zu entnehmen, wer der Kläger und wer der Beklagte ist. Auch nicht, von wem die angebliche Äusserung eigentlich stammen soll.

Renate Lilge-Stodieck "vom deutschen Falun-Gong-Informationsdienst faluninfo" behauptet also (wobei unklar ist, ob das im Prozess behauptet wurde oder nur der Presse gegenüber):

 
 

"Keine politischen Ziele": Massive Irreführung der Öffentlichkeit.
 
Aus: Thomas Heberer: Falungong - Religion, Sekte oder Kult? - http://www.religio.de/dialog/400/23_16-24.htm  


Zwar erklärt Falungong immer wieder, es handele sich um eine unpolitische Bewegung. Die Mobilisierung von Anhängern zu organisierten Protesten ist allerdings ebenso als Ausdruck politischen Handelns zu begreifen wie die aktive Mobilisierung für eine Nominierung Li Hongzhis für den Friedensnobelpreis oder Demonstrationen für eine Verurteilung Chinas wegen Menschenrechtsverletzungen vor der Sitzung der UN-Menschenrechtskommission in Genf.
 

Es ist selbstverständlich nichts dagegen einzuwenden, dass Falun Gong politische Ziele verfolgt.
Bedenklich ist vielmehr die Behauptung, dass man keine politischen Ziele verfolgt, obwohl es für den aufmerksamen Leser leicht erkennbar ist, dass diese Behauptung falsch ist.

So hat Falun beispielsweise am 8.12.2002 einen Appell veröffentlicht, mit dem mit Hilfe von Briefen auf die Gesetzgebung in Hongkong Einfluss genommen werden soll ( http://de.clearharmony.net/articles/200212/5675.html geladen am 9.10.2004, "V.i.S.d.P.: Deutscher Falun Dafa Verein e.V., Schmitthennerstr. 61, 69124 Heidelberg").

"Stopp für die Aushöhlung der Bürgerrechte in Hongkong!
Stopp für die Gesetzgebung zu „Artikel 23“ in Hongkong!"
Renate Lilge-Stodieck selbst ist nicht gerade zimperlich im Umgang mit anderen Gruppen.
Am 5.5.2004 berichtet die Berliner Zeitung - http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2004/0505/lokales/0022/
"Jubel-Chinesen verdecken die Regimekritiker
Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao besucht Berlin / Austauschstudenten aus Leipzig begrüßen ihn
Eine halbe Stunde bevor der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao am Dienstag von seinem Besuch bei Bundespräsident Johannes Rau im Schloss Bellevue zurück ins Hotel Adlon kommt, werden dort zwei Busladungen junger Chinesen angekarrt. Manche tragen die rote chinesische Flagge am Revers, andere haben sie sich auf die Backe geklebt und alle schwenken chinesische Fähnchen.

"Das sind die Jubel-Chinesen, die dürfen hinter die Sicherheitsabsperrung", sagt Renate Lilge-Stodieck, Berliner Falun-Gong-Praktizierende. Sie steht mit rund 20 anderen Falun-Gong-Anhängern seit halb neun gegenüber dem Hotel, in dem Wen Jiabao mit seiner Delegation übernachtet. Bis 22 Uhr halten sie vor dem Hotel Mahnwache, außerdem stehen sie vor dem Bundesministerium für Wirtschaft und gegenüber der chinesischen Botschaft an der Jannowitzbrücke.
....
Die Fahnen schwenkenden Chinesen, die erst für das chinesische Fernsehen posieren und dann den Ministerpräsidenten mit Fahnen begrüßen, sind Austauschstudenten, die in Leipzig studieren. Einer sagt, dass sie vom Ministerpräsidenten eingeladen wurden und sich mit ihm im Hotel treffen."

"Jubel-Chinesen": der Begriff stammt offenbar von der Falun-Gong-Sprecherin Renate Lilge-Stodieck.
"Jubel-Perser" wurde 1967 eine Gruppe von Persern genannt, die anlässlich des Besuches des Schahs von Persien demonstrierende Studenten an der Sicherheitsabsperrung mit Knüppeln verprügelte. Die Demonstration galt der diktatorischen Machtausübung des Schahs im Iran. Die Jubelperser waren angeblich Mitarbeiter des iranischen Geheimdienstes.

Falun Gong betont seine Friedfertigkeit. Umso unverständlicher ist es, wenn friedliche chinesische Studenten in Deutschland mit einem Begriff belegt werden, der gewalttätigen persischen Geheimdienstlern nachempfunden ist.
 
 
 

Der Gründer Li Hongzhi
 
Gelegentlich findet man auch die Schreibweise Li Hongzi, also ohne h nach dem z, bei Google ergibt das 250 Fundstellen (10.10.2004). Intern wird er offenbar auch als Master Li oder Master Lee bezeichnet.  

Rechts offenbar ein Foto aus früherer Zeit.  
Ganz rechts dürfte demnach auch Hongzhi zu sehen sein, wenn das dort auch nicht erwähnt wird.  

Heute findet man praktisch nur noch Fotos nach Art eines Passbildes, jedenfalls aber in weissem Hemd und mit Krawatte.

 
 
 

Geburtsdatum des Li Hongzhi
 
In der NetZeitung heisst es zum Gebutsdatum:   


"Li Hongzhi hält sich für den neuen Buddha. Als Beleg führt er auch seine Geburt an: Er behauptet, am 13. Mai 1951 in Gongzhuling in der chinesischen Provinz Jilin geboren worden zu sein. Am gleichen Tag, an dem auch der Buddha Shakyamuni geboren worden sein soll.  
Die chinesischen Behörden geben an, Li Hongzhi sei am 7. Juli 1952 geboren. Von 1982 bis 1991 soll er als Beamter im Getreideamt von Changchun, der Provinzhauptstadt Jilins, gearbeitet haben."
Aus: "Das Lebensgeheimnis nach Falun Gong" von Xing Shu (Ludwig-Verlag 2000) 


"Meister Li Hongzhi wurde in den 50er-Jahren (das genaue Geburtsdatum ist aufgrund einer falschen Eintragung während der so genannten Kulturrevolution in China nicht bekannt) in Gongzhuling, einer Kleinstadt in Jilin Sheng, einer Provinz im Nordosten Chinas, die im Norden an Russland und im Süden an Nordkorea grenzt, geboren".
 
 
 
NetZeitung.de: Li Hongzhi – Der Führer 30.3.2001   BBC: Who is Li Hongzhi? vom 8.5.2001:   Time Asia: Interview with Li Hongzhi 10.5.1999   Die Abbildung rechts stammt aus der Website www.falungong.de
 
 
 

Die Organisation in Deutschland
 
Aus: www.falundafa.de/einfuer1.html  


Als eine Meditationspraxis hat Falun Dafa keine religiösen Formen, keine Rituale oder Anbetung. Falun Dafa ist unpolitisch und locker organisiert.  
Seit der Veröffentlichung im Jahr 1992 hat sich Falun Dafa in über 40 Ländern überwiegend durch Mund zu Mund Propaganda verbreitet.
 
Aus: www.falundafa.de/german/verein210799.htm  
Pressemitteilung vom "Deutscher Falun Dafa Verein e.V." den 21.07.1999  

Pressemitteilung vom   
"Deutscher Falun Dafa Verein e.V." den 21.07.1999  
Frankfurt, 21.07.99  
Betrifft: Berichte über Falun Gong in den Medien  
Sehr geehrte Damen und Herrn,   
seit der Kundgebung von über 10.000 Falun-Gong-Praktizierenden vom 25. April in Peking haben die Medien über eine Reihe von Ereignissen in China berichtet. Zu unserer Meditationsbewegung - Falun Gong können wir Ihnen folgendes mitteilen:   
Falun Gong ist eine uralte Form des Qi-Gong für die Gesundheit und Entwicklung von Herz, Körper und Geist. Sie besteht aus 5 körperlichen Qi-Gong-Übungen und einer theoretischen Anleitung.   
Falun Gong Praktizierende richten sich nach dem buddhistischen Gebot: Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht.   
Die Übenden führen weiterhin ihr ganz normales Arbeits- und Familienleben. Es ist nicht erlaubt, sich in die Politik einzumischen. Der Weg beinhaltet Gewaltlosigkeit.   
Wir haben eine lockere Organisation ohne namentliche Registrierung. Es gibt keine Mitgliedschaft und keine Beiträge.   
Jeder ist für sein Praktizieren und seine innere Entwicklung nur sich selbst gegenüber verantwortlich. Es kann im Selbststudium oder in einer Gruppe geübt werden. Falun Gong besteht auf freiwilliger Teilnahme. Die gemeinsamen Treffen dienen lediglich dem Erfahrungsaustausch und dem Praktizieren der Übungen.   
Falun Gong ist weder eine Religion noch eine Sekte, eher eine Meditationsbewegung.   
In einigen Zeitungen des Westens wurde dem Falun Gong Rassismus vorgeworfen. Tatsache ist, daß Falun Gong weltweit und quer durch alle sozialen Schichten und Nationalitäten, ausgeübt wird. Aufgrund der großen Zahl von Ausübenden (knapp 100 Mio., d.h. ca. jeder 12. Chinese) geht die chinesische Regierung mit immer drastischeren Maßnahmen gegen die Praktizierenden vor.   
Weitere Informationen über Falun Gong erhalten Sie von unserer Homepage unter der Adresse: http://www.falundafa.de oder http://www.falundafa.ca   
Wenn wir bei weiteren Informationsbeschaffungen behilflich sein können, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.   
Wir bedanken uns für Ihre Aufmerksamkeit.   
Deutscher Falun Dafa Verein e.V.   
Kontaktpersonen:   
Frau Lei Zhou   
Tel.: 06181-47336   
Email: zhoulei620@aol.com   
Herr Peter Recknagel   
Tel.: 06171-982516   
Email: recknage@wiwi.uni-frankfurt.de   
 Anlage: "Einige Gedanken von mir" von Meister Li Hongzhi 
 
 
 

Die Vereine

Deutscher Falun Dafa Verein e.V.

Die Website www.falundafa.de wird laut Impressum (http://www.falundafa.de/kontaktDe.html, 09.12.2008) betrieben von Deutscher Falun Dafa Verein e.V. Lärchenweg 18a, 69517 Gorxheimertal Tel.: +49-6201-15672
Informationen über den Verein enthielt die Website am 9.12.2008 nicht.
Die Website www.falungong.de enthält kein Impressum. Als Kontaktadresse wird ebenfalls der Verein angegeben.
Die Website www.clearharmony.net wird laut Impressum (http://de.clearharmony.net/articles/200508/25697.html, 09.12.2008) betrieben von ManYan Ng, Vorsitzender des Europäischen Falun Dafa Vereines, Lärchenweg 18A, 69517 Gorxheimertal. Diese Adresse wird auch für den Deutschen Falun Dafa Verein angegeben.
 
Amtsgericht Weinheim  Vereinsregister VR 816  
a) [Name] Deutscher Falun Dafa Verein b) [Sitz]  Weinheim  
a) [Vorstand] Vorstand im Sinne von § 26 BGB: mindestens 3, höchstens 9 (Vorstands-) Mitglieder jeweils mit der Maßgabe, daß der 1.Vorsitzende einzelvertretungsbefugt ist und ansonsten 2 Vorstandsmitglieder jeweils den Verein gemeinschaftlich vertreten.  
b) 1.Vorsitzender: Man-Yan Ng, geb.8.3.48, Ingenieur in Weinheim  
Vorstandsmitglied: Dr. John Zhou, geb. 16.2.56, Arzt in Bad Pyrmont  
Vorstandsmitglied: Edith Körper, geb. 18.5.57, Erzieherin in Heidelberg  
Vorstandsmitglied: Waltraud Ng, geb. 12.6.46, Hausfrau in Weinheim  
Vorstandsmitglied: Markus Schirner, geb. 16.4.57, Verleger in Roßdorf  
Vorstandsmitglied: Yibing Shi, geb. 3.7.65, Architekt in Frankfurt/Main  
Vorstandsmitglied: Lei Zhou, geb. 20.6.66, Kauffrau in Maintal  
Vorstandsmitglied: Jian Zhou, 25.9.66, Hausfrau in Berlin  
Vorstandsmitglied: Peter Recknagel, geb. 25.10.71, Student in Nidderau  
a) [Rechtsverhältnisse] Satzungserrichtung am 16.8.1998.  
a) [Tag der Eintragung und Unterschrift] 25.3.99 
 
Welche Bedeutung der Verein in Deutschland unter den Falun-Anhängern hat, ist unklar.
Die Website www.falundafa.de gibt darüber keine Auskunft, sie enthält nicht einmal eine Satzung.
Geschweige denn Angaben über die Zahl der Mitglieder, die FOCUS (>>) 2005 mit 30 angegeben hat.

Im Rahmen einer öffentlichen Diskussion um eine Kampagne gegen die Chinaberichterstattung der Deutschen Welle hat auch der Deutsche Falun Dafa Verein mit einem offenen Brief Stellung bezogen.
Der Brief des Falun-Vereins bezog sich auf einen Brief zahlreicher Personen des öffentlichen Lebens (http://www.boell.de/internationalepolitik/internationale-politik-5156.html), der an den Intendanten, den Rundfunkrat und den Bundestag gerichtet war. Die Unterzeichner befürchten Zensur und "die Unterbindung jeder um Differenzierung bemühten öffentlichen Kommunikation über die Entwicklung Chinas in Journalismus und Wissenschaft":

Im offenen Brief des Falun Dafa Vereins vom 16.10.2008 an den Bundestag und dessen Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe schreiben Man-Yan Ng als Vorstandsvorsitzender und Waltraud Ng als Vorstandsmitglied: Das hat allerdings auch niemand behauptet.
Behauptet wurde vielmehr, dass Falun-Aktivisten tätig waren.
Das wiederum bestreitet der Verein nicht.

Der Verein an den Bundestag:

 
 
 

WOIPFG Europe

 
 
 

Der europäische Verein
 
Aus:  http://www.clearharmony.net/de/articles/1068.html  


Europäischer Verein zur Unterstützung der Glaubensfreiheit von Falun Gong Praktizierenden in China  
(Freunde von Falun Gong in Europa)  
Mitgliedschaft im Verein  
Der Verein ist für Menschen, die selbst kein Falun Gong praktizieren, aber ihre Hilfe anbieten möchten. Die Mitgliedschaft ist kostenlos. Jede Form der Hilfe ist willkommen.  
Für mehr Informationen kontaktieren Sie uns bitte unter: fofgeurope@yahoo.com
 
 

Der österreichische Verein
 
Aus:  http://www.clearharmony.net/de/articles/1646.html  


Deutscher Falun Dafa Verein gratuliert dem Österreichischen Falun Dafa Verein zu seiner Gründung  
Monday, November 19, 2001[Clearwisdom.net] Die Errichtung des Österreichischen Falun Dafa Vereins wird die Beziehungen zwischen den Praktizierenden der europäischen Länder weiter verstärken und dazu dienen, dass die Wahrheit gründlicher erklärt wird und die bösen Kräfte umfassender vernichtet werden. Der Deutsche Falun Dafa Verein gratuliert dem Österreichischen Falun Dafa Verein zu seiner Gründung.
 
 

Der Verlag
 
Aus: http://www.falundafa.org/book/ger/zfl.htm  


Li Hongzhi  
Zhuan Falun  
Falun Fo Fa Publishing Co., Kowloon, Hong Kong.  
Deutsche Version  
Übersetzung: Übersetzunsgruppe der chinesischen  
Forschungsgesellschaft für Falung Gong.  
1. Auflage - Bad Pyrmont: Ost-West-Verlag 1998 - 368 Seiten.  
Herstellung: Druckerei Lichthard  
ISBN: 3-9804737-2-4  
Alle Rechte vorbehalten. Vertrieb und Information:  
Ost-West-Verlag, Vogelreichsweg 38  
31812 Bad Pyrmont  
Telefon: 05281/17656  
Telefax: 05281/961008  
eMail: ost-west-verlag@t-online.de
 
 
 

Die Websites

Die Eintragungen bei www.DENIC.de:

www.falungong.de

Domaininhaber:   Roland Gottschalg 35094 Lahntal, Ketzerbach 27, früher: Sukanya Saengsawad 63450 Hanau Steinheimer Str. 41
www.falundafa.de
Domaininhaber: Manyan Ng 69469 Weinheim Ladenburger Str. 10
www.Reines-Herz.de
Domaininhaber: Peter Recknagel 61449 Steinbach Obergasse 3
www.minghui.de www.clearharmony.de

www.clearharmony.net/de

http://de.yuanming.info/

Außerdem gibt es zahlreiche weitere Websites, hauptsächlich in englischer Sprache.
Beispiele:
 

 
 

Wie viele Mitglieder?

Über die Zahl der Mitglieder oder Anhänger der Falun Gong in Deutschland wird wenig berichtet.
Im Hamburger Abendblatt vom 19.5.2000 heisst es, in Deutschland mögen es 1000 Menschen sein, die "Falun Gong praktizieren".
In Focus 31/2000 ("Furcht vor dem Chaos"): "In Deutschland praktizieren rund 2000 Anhänger die Übungen".
 
 
 

Sektenbericht Baden-Württemberg 2000

 
Landtag von Baden-Württemberg 12. Wahlperiode Drucksache 12 / 5841 15. 12. 2000  
Mitteilung der Landesregierung  
5. Bericht der „Interministeriellen Arbeitsgruppe für Fragen sogenannter Sekten und Psychogruppen“  

Mit „Falun Gong“ trat im Berichtszeitrum eine neue Gruppe mit ostasiatisch geprägtem Gedankengut in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Die neue Gruppierung hat zu zahlreichen Bürgeranfragen bei der Interministeriellen Arbeitsgruppe geführt.   

Auf chinesischen oder taoistischen Traditionen beruhende Meditationstechniken hatten in den letzten Jahren vor allem im Zuge der „Esoterik-Welle“ in vielfältiger Weise in esoterischen Zirkeln, New Age-Gruppen, medizinischen Alternativ-Angeboten sowie in einzelnen chinesischen Kampfsportgruppen Verbreitung gefunden. Insbesondere verschiedene Qi-Gong-Gruppen, die auch in Baden-Württemberg überregional vertreten sind, konnten viele Jahre als Repräsentanten dieser Meditations- und Heilungsrichtung angesehen werden.  

„Falun Gong“ ist 1992 von dem selbst ernannten „Meister“ Li Hongzhi (47) gegründet worden. Sein „Buch des Himmels“ (Zhoan Falun) verbindet die traditionellen Lehren des Buddhismus und Taoismus mit Formen der chinesischen Volksfrömmigkeit, Gymnastik (Atemübungstechnik, Entspannungs- Meditations-techniken) verbunden mit einer entsprechenden Gesundheitslehre und Anleitungen zu persönlichem Wohlstand. Gerade die beiden letztgenannten Aspekte sind in China traditionell politisch besetzt, sodass ihnen ein entsprechendes politisches Potenzial zukommt.  

Insgesamt vertritt „Falun Gong“ eine Art holistisches Weltbild („Die Welt wird in sich geschlossen verstanden. Das Universum ist ein Ganzes.“); ferner bezieht man sich bei „Falun Gong“ auf die Inkarnationslehre. „Falun“ ist ein rotierendes, intelligentes „Rad des Gesetzes“ („Gebotsrad“, das den Kosmos widerspiegeln soll), das der Meister in den Unterleib seiner Anhänger spirituell „einpflanzt“. Das Rad schaufelt dann 24 Stunden am Tag „Kosmische Energie“ in den Körper. „Falun Gong“ ist Heilslehre und Heil-Lehre zugleich. Die Anhänger von „Falun Gong“ üben sich in „Selbstkultivierung“. Durch Konzentrationsübungen sollen sie „Bedürfnissen, Hass oder ablenkenden Gedanken entsagen und sich ganz auf „Xin-xing“, die menschliche Natur, rückbesinnen.  

Die baden-württembergische Presse erwähnte „Falun Gong“ im April 1999 im Zusammenhang mit politischen Demonstrationen der Anhänger von „Falun Gong“ („Stuttgarter Zeitung“ vom 27. April 1999). Die Gruppierung spielt in der US-Außenpolitik gegenüber China eine gewisse Rolle (z. B. Stellungnahme von US-Außenministerin Albright bei der Außenministerkonferenz der Asean-Staaten am 25. Juli 1999 zur Menschenrechtsproblematik in China), dabei stützt sie sich vor allem auf das (private) „Informationszentrum für Menschenrechte und Demokratie in China“.  

Der „Falun Gong“-Begründer „Meister“ Li Hongzhi lebt seit 1998 offensichtlich in den USA. Dort dürften auch außerhalb Chinas die meisten Gruppenmitglieder zu finden sein. „Falun Gong“ verfügt in mehreren Staaten Europas über internationale Verbindungsbüros.  

In Deutschland sind rund 20 Kontaktstellen von „Falun Gong“ bekannt sowie weitere örtliche Kontaktpersonen. In Selbstdarstellungen der Gruppe, deren Mitglieder teilweise den Charakter von „Falun Gong“ als „Religionsbewegung“ bestreiten, finden sich in Baden-Württemberg Niederlassungen u. a. in Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim, Stuttgart und Weinheim. In Weinheim ist auch der Sitz des Deutschen Falun Dafa Vereins e.V. Kritik an „Falun Gong“ oder Klagen von ehemaligen Mitgliedern sind im Berichtszeitraum nicht bekannt geworden.

 
 
 

"Der Gründer" stellt "seine Lehre" vor
 
"Als Herr Li Hongzhi, der Gründer von Falun Dafa, seine Lehre im Jahre 1992 erstmals in China vorstellte, wurde er von der chinesischen Regierung willkommen geheißen und unterstützt. Falun Dafa war für seine erhebliche Wirkung auf die Gesundheit und die Erhöhung der gesellschaftlichen Moral bekannt. In den Jahren 1992 und 1993 wurde es als eine "hervorragende Qigong-Schule" ausgezeichnet." (aus: "Was passierte mit Falun Dafa in China?")
Zu Beginn der Website www.reines-Herz.de heißt es:
"Falun Gong - eine traditionelle wirkungsvolle Meditationspraxis aus China für Körper und Geist"

Es spricht viel dafür, daß es sich keineswegs um eine "traditionelle" Praxis handelt.
"Traditionell" mag das "Falun" sein, das aus gespiegelten Hakenkreuzen bestehende Logo.

An anderen Stellen heißt es zur Erklärung:

Für die Bedeutung des Begriffes "Falun" gibt es auch andere Erklärungen.
 
 
 

Kampf gegen Abtrünnige

Unter diesem Titel berichtet die NetZeitung: "Seine Schüler ... machen Propaganda gegen jeden, der Li Hongzhi und Falun Gong nicht in ihrem Sinne darstellt. Aus einer Mitteilung der deutschen Falun Dafa-Gesellschaft: «Wir möchten sie darauf hinweisen, dass im Buchhandel ein Buch mit dem Titel »Das Lebensgeheimnis nach Falun Gong« erschienen ist. In diesem Buch wurden die Lehre und die Übungen des Falun Gong verändert. [...] Dadurch ist nicht auszuschließen, dass das Ausüben nach der Beschreibung in diesem Buch zu gesundheitlichen Schäden führen kann.»

Hier diese "Wichtige Mitteilung" aus einer Falun-Gong-Website:
 
http://www.falundafa.de/german/mitteilung.htm  
geladen am 16.10.2000   
Wichtige Mitteilung  
Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass im Buchhandel ein Buch mit  
dem Titel  
"Das Lebensgeheimnis nach Falun Gong" von Xing, Shu  
erschienen ist.  
In diesem Buch wurden die Lehre und die Übungen des Falun Gong verändert.  
Sie stimmen nicht mehr mit dem Original von Herrn Li Hongzhi überein.  
Dadurch ist nicht auszuschließen, dass das Ausüben nach der Beschreibung in diesem Buch zu gesundheitlichen Schäden führen kann.  
Helfen Sie uns bitte dabei, diese Nachricht weiter zu verbreiten, um mögliche Folgen zu vermeiden.  
Der richtige Titel lautet:  
<<Falun Gong Der Weg zur Vollendung >>  
Li Hongzhi  
Droemersche Verlagsanstalt Th., München  
ISBN 3-426-29042-1
Kein weiteres Wort in diesem Dokument. Kein Wort über die Art der Übungen, über die Art der möglichen Schäden. Kein Hinweis darauf, was an dem Text falsch ist.
Also eine Warnung vor Gefahren ohne Hinweis auf deren mögliche Ursache.
Es bleibt nur ein Blick in das Buch selbst.
Erstaunlich genug: Es wird im Internet über Amazon zum Preis von 1,40 Euro verschleudert.
 
 
 
Xing Shu:  
Das Lebensgeheimnis nach Falun Gong  

Ludwig-Verlag 2000, ISBN 3-7787-3881-X  
97 Seiten, mit zahlreichen Abbildungen  
 

Der Autor beschreibt "das Falun" als "einen besonderen Energiemeachnismus". Dieser sei Li Hongzhi von dessen Meister übergeben worden. Das sei auch der übliche Weg. Der sei jedoch nicht ungefährlich, weil er zu Realitätsverlust führen könne: "Dieser schnelle Aufstieg auf eine hohe Ebene birgt einige Gefahren. Wenn der Schüler nicht äußerst diszipliniert und entwickelt ist, kann die Einsicht in höhere Ebenen zu Illusionen und Trugbildern, insbesondere der Illusion unbegrenzter Macht und vollkommener Einsicht führen ...".

Xing Shu (vermutlich ein Pseudonym) lobt den Falun-Guru Li Hongzhi seitenlang über den grünen Klee.
Dann allerdings stellt er dessen Urheberschaft in Frage, indem er behauptet, "Diese Methode wurde seit Generationen in meiner Familie überliefert."
Und erbietet eine Alternative an, ohne Guru.
Er nennt diese "Xiao-fo - einen Falun-»Keim« setzen":

"Da das traditionell geheim gehaltene Wissen über das Falun heute weit verbreitet ist, habe ich mich entschlossen, eine weitere Möglichkeit, einen Falun-»Keim« zu erhalten, hier weiterzugeben. Diese Methode wurde seit Generationen in meiner Familie überliefert. Sie stellt in gewisser Weise einen Mittelweg zwischen der langjährigen Selbstkultivierung des Falun und der unmittelbaren Übergabe durch einen Meister dar.
Die Methode des Xiao-fo, der »kleinen Erleuchtung«, bedarf keines Meisters und keiner langjährigen Übung; sie verlangt jedoch ein gewisses Bemühen seitens des Schülers. Der Unterschied zu der Übergabe eines Falun wie durch Meister Li besteht weiterhin in der Intensität: Das Falun, das mit Xiao-fo erreicht werden kann, ist ein starker Keim, der durch die Selbstkultivierung schnell zu einem starken Falun wächst, aber noch kein fertiges Falun. Der Vorteil dieses Weges liegt darin, dass
der Schüler in keinem Fall in seiner Entwicklung überfordert werden kann, da er es stets selbst ist, der seine Fortschritte bewirkt."
Damit erklärt sich die Feindschaft der Guru-Anhänger.
 
 
 

Eine Qui-Gong-Richtung?

Martin Scheidegger (www.Sektenberatung.ch) sieht Falun Gong als eine der zahlreichen Qi-Gong-Richtungen an und zitiert Prof. Lin Zhong Peng:

"Fachlich gesehen, hat Falun Gong dieselbe Qualität wie andere Qi-Gong-Arten. Allerdings behaupten in China die offiziellen Vertreter des Falun Gong, dass ihr Qi-Gong das einzig richtige sei. Sie erlauben den Übenden von Falun Gong nicht, anderes Qi-Gong zu praktizieren und empfehlen ihnen, ausser dem Buch ihres Meisters Li Hongzhi alle andern Bücher – nicht nur die über Qi-Gong – zu vernichten. Ferner sollen sie Falun Gong als Geheimnis für sich behalten. Sie dürfen mit Familienangehörigen, die Falun Gong nicht annehmen, nicht darüber sprechen. Das erinnert mich an die Bücherverbrennung durch den ersten Kaiser Chinas in der Qin-Dynastie und an Praktiken von Sekten. Wie können seriöse Menschen mit gesundem Menschenverstand so etwas Unglaubliches behaupten und von ihren Anhängern verlangen? Ich empfinde es als menschenunwürdig, dass sie ihren Anhängern nicht die geringste geistige Klarheit und Entscheidungsfreiheit zugestehen."  
 

Demos und Werbung

Demonstrationen gegen die Repressalien in China finden auch in Deutschland statt, so am 7.10.2000 auf dem Gänsemarkt in Hamburg.
Demonstration und Werbung für eine Meditationsmetode gehen zwanglos ineinander über.
Die Bild-Zeitung vom 9.10.2000 berichtet:
"... vollführten die Anhänger chinesische Meditationsübungen  ... verteilten Handzettel ...".
Nicht nur Handzettel, sondern auch Broschüren, eine deutschsprachige mit Internet-Adresse auf dem Umschlag.
Darin werden Presseberichte und Politiker-Äußerungen über die Repressalien in China zitiert und erscheinen so als Werbung für die Methode.
 
 
 

"Anerkennung"?

Immer wieder wird über "Neue Anerkennung" berichtet. Ähnlich auch die Überschrift:
"Deutscher Außenminister Joschka Fischer hat sich für Falun Gong ausgesprochen".
Der Text von Fischers Rede gibt dazu nichts her
(entnommen der Seite www.falundafa.de/german/bericht56.htm):
 
Umso bedauerlicher ist es, dass sich die Menschenrechtssituation in China im vergangenen Jahr keineswegs positiv entwickelt hat. Die Verfolgung und Drangsalierung Andersdenkender - politischer Dissidenten, Mitglieder von Falun Gong und christlicher Kirchen, von ethnischen Minderheiten,  ....* , hat im vergangenen Jahr wieder erheblich zugenommen. Die Unterdrückung der Meinungs-, Versammlungs- und Religionsfreiheit sowie schwere rechtsstaatliche Defizite wie Schauprozesse, Folter und Inhaftierungen ohne richterliche Beteiligung bleiben an der Tagesordnung. Besonders schockierend ist, dass in China nach wie vor mehr Menschen staatlich exekutiert werden als in allen anderen Ländern der Welt zusammen. Allein 1998 waren es nach Angaben von Amnesty International 1769 Menschen.  
Wir fordern von China:  
  • ein Ende der Verfolgung politischer Dissidenten und die Freilassung der aufgrund ihrer politischen oder religiösen Überzeugungen Inhaftierten, 
  • die Abschaffung der Todesstrafe und der rechtsstaatlichen Defizite sowie die baldige Ratifizierung und Umsetzung der beiden VN-Menschenrechtspakete, 
  • die Gewährung religiöser Freiheiten,  ....* 
    ....* "  
....* irrelevant für Falun Gong
 
 

Sektentypische Merkmale?

Für den deutschen Sprachraum stellt sich die Frage, ob die Falun Gong Bewegung nicht längst sektentypische Merkmale zeigt, insbesondere Abhängigkeit von einem Guru und dessen Anweisungen erzeugt. Berichte von Angehörigen von Falun-Gong-Anhängern deuten ebenso darauf hin, wie schriftliche Äußerungen des Gründers.
 
 
 

Selbstdarstellung: Falun und Politik

"Falun Dafa ist keine Religion, wird aber in der Zukunft von Menschen als Religion betrachtet. Der Zweck seiner Verbreitung ist nicht eine Religion zu gründen, sondern die Kultivierung."
...
Religionen dürfen nicht mit Politik vereinigt werden, sonst werden deren Führer ganz sicher mit dem Herzen bei den irdischen Angelegenheiten sein.
...
In der zukünftigen Geschichte darf das Dafa niemals für irgendeine Politik benutzt werden. ... Alle Schüler sollen sich merken, daß das Dafa nicht von politischer Macht benutzt werden darf, egal wie stark der Druck von Politik und Macht in der Zukunft auch sein mag. ... Niemals an der Politik teilnehmen. Niemals in die staatlichen Angelegenheiten einmischen."
(Aus: Li Hongzhi: Falun Fofa - Essentielles für weitere Fortschritte - Dafa bleibt ewig rein wie Jingang, 07.09.1996)
 
 

Alles kostenlos?

Auf der Homepage der Website www.falungong.de heißt es unter dem Bild des Gründers Li Hongzhi:
"Alle Falun Dafa Aktivitäten sind kostenlos."

Demgegenüber heißt es in einem Buch:
"Weil wir Bücher und Materialien drucken und überall den Weg verbreiten müssen, brauchen wir Geld. Die Gebühren, die wir kassieren, sind die niedrigsten im Lande." (Li Hongzhi: Zhuan Falun, Kapitel 3 Nr. 10, Wie verbreitet ein Falun-Xiulian-Dafa-Schüler den Kultivierungsweg?, Buchausgabe Seite 125).

Die Kursteilnehmern wird jedoch unter Androhung von Strafe verboten, Gebühren zu kassieren:

"Wenn du als Kursteilnehmer des Falun-Kultivierungswegs in Zukunft den Weg
verbreitest, haben wir zwei Forderungen an dich:

Die erste Forderung ist, keine Gebühren zu kassieren. Wir haben dir so viele Dinge gegeben nicht zu dem Zweck, daß du dich bereicherst und bekannt wirst, sondern zu dem Zweck, dich zu erlösen und zur Kultivierung zu veranlassen. Wenn du dabei Gebühren kassierst, wird mein Gebotskörper alles zurücknehmen, was dir gegeben wurde. Dann bist du nicht mehr Anhänger unseres Falun-Xiulian-Dafa. ...
Die zweite Forderung ist, nichts von deinen eigenen Dingen in den Kultivierungsweg zu mischen."

Es bleibt zu prüfen, ob der Neuling gegen Gebühren das Recht erwerben kann, Gebühren zu kassieren.
 
 
 

Anweisungen über den Umgang mit den Erkenntnissen des Gurus

Unmittelbar darauf folgen Guru-typische Anweisungen über den Umgang mit den Erkenntnissen des Gurus:
 

"Es ist auch nicht erlaubt, auf meine Weise den Weg zu verbreiten und in Form des Vortrages, wie ich ihn halte, das Gebot zu erklären. Du bist nicht in der Lage, das Gebot zu erklären. Weil das, was ich erkläre, eine tiefschürfende Bedeutung hat. Ich habe das, zusammen mit den Dingen auf der hohen Ebene, erklärt. Wenn du dich auf verschiedenen Ebenen kultivierst, kannst du dich auch heben, indem du diese Tonbandaufnahme hörst. Wenn du sie ständig hörst, kannst du immer neue Eindrücke bekommen und neue Erfolge erreichen. Das gleiche gilt noch mehr für das Lesen. Ich sage solche Worte in Verbindung mit profunden Kenntnissen. Deshalb bist du nicht in der Lage, dieses Gebot zu erklären. Es ist dir auch nicht erlaubt, meine eigenen Worte als deine Worte zu verwenden. Sonst ist das eine Art Diebstahl des Gebots. Du darfst nur meine Worte zitieren, außerdem mußt du dazu sagen: „Der Meister hat gesagt", „In seinem Buch steht geschrieben". Du darfst das Gebot nur so erklären. "
...
Die Methode zur Verbreitung des Gebots, die ihr anwenden dürft, ist, auf dem Platz zum Praktizieren oder in der Aula für die Kursteilnehmer die Tonband- oder Videoaufnahmen zur Verbreitung des Wegs abzuspielen. Dann bringt ihnen der Instrukteur die Kultivierungsbewegungen bei.
...
Ich sage dir, daß du all das bekommen kannst, was du bekommen sollst, wenn du meine Bücher liest, dir meine Videofilme ansiehst oder mein Tonband hörst und dich als Anhänger betrachtest."
(Li Hongzhi: Zhuan Falun, Kapitel 10, Wie verbreitet ein Falun-Xiulian-Dafa-Schüler den Kultivierungsweg?)
Demnach ist also nicht einmal die Interpretation der Worte des Gründers zulässig.
Er darf lediglich per Tonband und Video vorgeführt werden.
 
 
 

Todesdrohung für Copyrightverletzung
 
Dafa darf nicht gestohlen werden.  
Schüler! Ich habe immer wiederholt, daß die Verbreitung vom Dafa schon die größtmögliche Barmherzigkeit gegenüber dem Menschen ist. Das hat es in Milliarden von Jahren noch nie gegeben! Manche Leute wissen es trotzdem nicht zu schätzen. Manche Leute wollen sogar das Fa oder die Übungsbewegungen ändern, um es als ihr Eigenes oder als Eigenes ihres Volkes, ihres Landes zu erklären. ... Auch die kleinste Veränderung gehört zu den größten Sünden. Ihr sollt auf keinen Fall wegen irgend etwas aus der menschlichen Gesellschaft anhaften und euch diese häretischen Gedanken in den Kopf setzen! Äußerst gefährlich!  
Wißt ihr: In diesen Jahren sind manche Schüler plötzlich gestorben. Einige darunter sind deshalb gestorben, weil sie eben so etwas gemacht haben. ...  

Li Hongzhi 22.09.96 in Bangkok  

(Aus: Falun Fofa - Essentielles für weitere Fortschritte,  Dafa darf nicht gestohlen werden - von Li Hongzhi)

Auf ein gewisses Gewaltpotential deutet auch das folgende Zitat hin:
 
Auf der Orient-Gesundheitsmesse 93 störte er mich wieder. Weil er immer Schlechtes tat und meine Verbreitung des Dafa sabotierte, habe ich ihn vollständig vernichtet. Danach wollten seine älteren und jüngeren Mitschülerinnen und Mitschüler etwas unternehmen. Da habe ich ein paar Worte gesagt und dadurch waren sie erschrocken, vor Angst wagten sie nichts mehr zu machen und es war ihnen auch klar, was eigentlich los war.   
(Aus: Li Hongzhi: Zhuan Falun, Seite 103)
 
 

"Sektentendenz tatsächlich vorhanden"

Martin Scheidegger von der ökumenischen Beratungsstelle "Religiöse Sondergruppen & Sekten", Luzern, berichtet aus der Schweiz:

"Dass die Sektentendenz tatsächlich vorhanden ist, zeigt die Entwicklung in der Schweiz deutlich auf. ...Dass die Vorwürfe nicht aus der Luft gegriffen sind, zeigt ein Blick ins Originalwerk von Meister Li Hongzhi, "Zhuan Falun".

Auch Martin Scheidegger zitiert wörtlich, vgl.

Martin Scheidegger macht insbesondere darauf aufmerksam, daß Falun Gong vom derzeitigen Boom der chinesischen Heilmethoden profitiert, zu denen manche auch Qi-Gong rechnen.
Falun Gong-Gründer Li Hongzhi habe
"seine Methode als die wahre und einzige gegenüber allen andern Qi-Gong-Wegen hingestellt und Falun-Gong genannt".
 

Nostradamus und die Politik
 
[geladen am 16.10.2000 aus: www.falundafa.de/jw/jw280600_1.htm]  

Eine Prophezeiung zur Kenntnisnahme  

Schüler: was sich zur Zeit in China ereignet, ist bereits in der Vergangenheit arrangiert worden. Viele Menschen haben das schon in der Vergangenheit vorausgesagt. Da sie eine indirekte Methode benutzt haben, die einerseits den Rätseln der Menschenwelt entspricht und andererseits den Menschen auf der Welt einen warnenden Hinweis gibt, können es die gewöhnlichen Menschen erst erkennen, nachdem es geschehen ist.  

Zu den derzeitigen Ereignissen in China hat zum Beispiel der Franzose Nostradamus vor einigen hundert Jahren in seiner Prophezeiung "Prophetische Weltgeschichte" folgendes gesagt:  

"Im siebenten Monat des Jahres 1999  
Um den König von Angolmois auferstehen zu lassen  
Wird der grosse Schreckenskönig vom Himmel herabkommen  
Um diese Zeit herum wird Mars die Welt beherrschen  
Es wird gesagt, dass das die Menschen ein glückliches Leben haben lässt"  
(Centurie X, Vers 72)  

Er sagt, dass der Schrecken im siebten Monat des Jahres 1999 vom Himmel herabkommt, damit der König aufersteht. Das bezieht sich gerade darauf, dass einige Persönlichkeiten im Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Chinas, die schlechte Hintergedanken haben, damit begannen, unter Einsatz ihrer Machtbefugnisse den Dafa und die Dafa-Schüler in jeder Hinsicht böswillig zu unterdrücken, nämlich durch Verhaftungen, Misshandlungen, Arbeitslager, Gefängnisstrafen, Büchervernichtung. Sie haben Armee, Polizei, Geheimagenten, Diplomatie sowie alle Rundfunk- und Fernsehstationen und alle Zeitungen eingesetzt und alle möglichen schurkischen Methoden angewendet, um die Verleumdungen und Verfolgungen flächendeckend zu betreiben. Es scheint, als ob der Himmel einstürzt. Es ist so häretisch und böse, dass die ganze Welt davon überflutet ist. Das Ziel dessen, was die alten Mächte mit ihren verdorbenen Anschauungen arrangiert haben, ist, den Dafa auf eine sabotierende Weise einer sogenannten Prüfung zu unterziehen. Der Prozess, in dem der Meister das Fa unter den Menschen berichtigt, ist mit den Augen der Gottheiten gesehen wie ein Prozess der Auferstehung nach dem Tod.  

Was diesen Satz anbelangt: "Um diese Zeit herum wird Mars die Welt beherrschen", das heisst, dass im Zeitraum vor und nach 1999 Marx die Welt beherrschen wird. In Wirklichkeit wird zur Zeit nicht nur in den kommunistischen Gesellschaften nach den Ideen von Marx gehandelt, auch die soziale Fürsorge usw., die in den entwickelten Ländern der Welt betrieben wird, gehört zu den Dingen des Kommunismus innerhalb des kapitalistischen Systems. Äusserlich ist es eine freie Gesellschaft, vom Wesen her scheint die ganze Welt den Kommunismus zu betreiben. Die Menschen, die aus kommunistischen Ländern in die westlichen, entwickelten Länder kommen, haben alle den gleichen Eindruck: sie finden, dass es hier wie im Kommunismus ist. Nur ist nicht von so etwas wie gewaltsamer Revolution die Rede.  

Der letzte Satz: "Es wird gesagt, dass das die Menschen ein glückliches Leben haben lässt", entspricht auch der Aussage der Kommunistischen Partei, die gesamte Menschheit zu befreien, und er bezieht sich auch darauf, dass in den westlichen Gesellschaften eine hohe Besteuerung stattfindet und soziale Fürsorge usw. betrieben wird.  

Weil sich diese Angelegenheit noch im Stadium der Beendigung befindet, wurden nur diese wenigen Sätze entschlüsselt. In Wirklichkeit werden in vielen Ländern Prophezeiungen für die jetzige Zeit überliefert und weiterhin verbreitet. Einige, wenige Sätze, nur zur Kenntnisnahme.  

Li Hongzhi  
28.06.2000

 
Li Hongzhi über Homosexualität  

Jetzt sind manche Leute nicht nur profitsüchtig, sondern sie schrecken vor keinen Verbrechen zurück. Für Geld können sie jede erdenkliche Untat verüben: Morden und Töten,  Menschenleben mit Geld erkaufen, Homosexualität und Drogeneinnahme usw.   
(Aus: ZHUAN FALUN von Li Hongzhi 1.6. Warum entwickelt sich die Kultivierungsenergie trotz Qigong nicht? www.falundafa.de/zhuan_falun/zfl_16.htm)  

Wie schrecklich sich die menschliche Gesellschaft .doch geändert hat! Der Mensch verübt jede erdenkliche Untat. Es gibt viele Leute, die Schlechtes wie Drogeneinnahme und Rauschgiftschmuggel tun; es gibt Unterwelten, Homosexualität und Blutschande, die den Normen eines Menschen als Menschen. nicht entsprechen.  
(Aus: http://faluncanada.net/library/others/german/sydney/xini.htm Falun-Buddhagebot (Erklärung des Gebots in Sydney) Li Hongzhi )

 
Li Hongzhi über Krankheit  

"Bei den neuen Schülern, die gerade angefangen haben zu praktizieren, und bei den erfahrenen Schülern, deren Körper schon gereinigt sind, können während der Kultivierung Symptome auftreten, als wären sie schwer krank. Warum passiert es und wiederholt sich immer wieder in Intervallen? Als ich das Fa erklärte, habe ich euch gesagt, das ist Karmabeseitigung. Dadurch wird dein Karma, das du Leben für Leben verschuldet hast, beseitigt. Gleichzeitig wird dein Erleuchtungsvermögen erhöht und du wirst auch geprüft, ob du fest von dem Dafa überzeugt bist. Es wird sich immer wiederholen, bis du aus dem weltlichen Gebot herausgekommen bist. Das ist in Kürze gesagt.  
...  
jedesmal wenn man krank ist, nimmt man Medikamente oder läßt sich mit verschiedenen Methoden behandeln. So hat man eigentlich die Krankheiten wieder in den Körper zurückgedrängt, und das Krankheitskarma, was man in seinem Vorleben durch die Übeltaten geschaffen hat, kann nicht beglichen werden. In diesem Leben tut man wieder etwas Schlechtes, und fügt jemand anderem Schaden zu, somit baut man wieder neues Krankheitskarma auf, so daß man sich verschiedene Krankheiten zuzieht. Jedoch der Mensch nimmt wieder Medikamente oder läßt sich wieder mit verschiedenen Methoden behandeln. Die Krankheiten werden wieder in den Körper zurückgedrängt.   
...  
Nachdem der Meister ein Teil unseres Karmas beseitigt hat, müssen wir als Kultivierende selbst auch noch einen Teil des Karmas begleichen, deswegen können körperliche Unannehmlichkeiten auftreten, als ob man krank wäre. Die Kultivierung bedeutet, daß dein Körper vom Ursprung her gereinigt wird. Wie die Jahresringe eines Baumstamms enthält jede Schicht deines Körpers Krankheitskarma. Deshalb muß es von der Mitte deines Körpers aus gereinigt werden. Aber wenn das Karma auf einmal nach außen geschoben wird, kann man es nicht durchstehen. Es kann lebensgefährlich sein.   

(Aus: Falun Fofa - Essentielles für weitere Fortschritte,  Krankheitskarma- von Li Hongzhi)

 
Li Hongzhi über Geisteskrankheit und Kultivierungswahnsinn  

Ein anderer Fall ist, daß mancher geisteskrank wird. Dann spricht es sich herum, daß er kultivierungswahnsinnig geworden ist. Es gibt auch manchen, der wartet, daß ich seine Geisteskrankheit behandle! Ich meine aber, daß die Geisteskrankheit keine Krankheit ist. Ich habe auch keine Zeit, mich darum zu kümmern. Weil bei den Geisteskranken keine Viren, keine pathologischen Veränderungen und auch kein Geschwür zu finden sind, ist die Geisteskrankheit meiner Meinung nach keine Krankheit. Das Zhuyishi (Hauptbewußtsein) eines Geisteskranken ist zu schwach. Wie schwach ist denn sein Zhuyishi? Es ist so schwach wie ein Mann, der nicht Herr seiner Sinne sein kann. So ist die Hauptseele eines Geisteskranken. Er will sich nicht mehr um seinen Körper kümmern. Er selbst ist immer sehr konfus und kann nicht munter werden. Und er läßt sich von dem Fuyishi (Nebenbewußtsein) und den Informationen von außen beeinflussen. In verschiedenen Räumen gibt es wieder verschiedene Ebenen. Und er wird von verschiedenen Informationen beeinflußt. Geschweige denn, daß die Hauptseele des Menschen im Vorleben etwas Schlechtes getan haben kann. Viele Gläubiger wollen an ihm Rache nehmen. So kann ihm Verschiedenes passieren. Meiner Meinung nach bekommt einer auf diese Weise die Geisteskrankheit. Was ist für ihn zu tun? Auf diese Weise bekommt einer meiner Meinung nach seine Geisteskrankheit. Was ist dann zu machen? Man muß ihn erziehen und ihn ermuntern. Aber das ist auch sehr schwer zu erreichen. Sieh mal, wenn der Arzt im Irrenhaus einen Elektrostab in die Hand nimmt, redet der Irre aus Angst kein Wort mehr. Warum? Jetzt ist seine Hauptseele munter geworden. Und er hat Angst vor dem elektrischen Schlag.   

(Aus: ZHUAN FALUN von Li Hongzhi Kapitel 6.1) 

 
Li Hongzhi über dämonische Störungen  

Es gibt noch eine andere Art dämonischer Störungen. Wie allen bekannt ist, können wir durch Praktizieren das Himmelsauge öffnen. Nachdem du dein Himmelsauge geöffnet hast, kannst du beim Praktizieren zu Hause einige furchtbare Phänomene und furchtbare Gesichter sehen. Mancher davon hat ungepflegtes Haar, mancher will mit dir kämpfen, sie können sogar viele furchterregende Bewegungen machen. Wenn man manchmal Qigong praktiziert, kann man etwas sehen, das sich draußen über das Fenster beugt. Sehr furchtbar. Warum kann so etwas geschehen? Das ist auch eine dämonische Störungsweise. Aber in unserer Kultivierungsschule kommt so etwas sehr selten vor. Sagen wir ein Prozent. Die meisten können nicht darauf stoßen. Weil das unserem Praktizieren nichts nutzt, ist es nicht erlaubt, dich durch diese Störungsweise zu beeinflussen. Aber beim Praktizieren eines normalen Qigong ist das ein sehr übliches Phänomen, und zwar wird das noch sehr lange dauern. Mancher Anhänger hört deswegen mit dem Praktizieren auf, weil er dabei einen tüchtigen Schreck bekommt. Wenn man am Abend Qigong praktiziert, wählt man immer einen sehr ruhigen Ort. Man sieht plötzlich vor sich einen stehen, der weder wie ein Mensch noch wie ein Gespenst aussieht, aus Angst wagt man nicht mehr zu praktizieren. Bei unserem Falun-Xiulian-Dafa taucht normalerweise kein solches Phänomen auf. Aber es gibt auch Sonderfälle für ganz besondere Leute.  

(Aus: ZHUAN FALUN von Li Hongzhi Kapitel 6.2) 

 
Frankfurter Rundschau 18.11.2000  

Der Hinweis auf die verbotene Demo kam per E-mail   

Heilslehre per Internet oder: Wie die in China verfolgte Falun Gong-Bewegung versucht, die Medien zu manipulieren   

Von Harald Maass (Peking)  

Die Stimme am Telefon klingt konspirativ. "Es geht um die Gruppe, deren Mitglieder auf dem großen Platz in Peking verhaftet worden sind", sagt der Mann am anderen Ende der Leitung. Er sei ein Sinologiestudent aus Frankfurt, gerade zu Besuch in China und wolle sich "über die Berichterstattung der deutschen Zeitungen" unterhalten. Ähnliche Anrufe erhielten in dieser Woche eine Reihe deutscher Korrespondenten in Peking. Der junge Deutsche, der sich als Peter Recknagel vorstellte, hatte allen Grund vorsichtig zu sein. Die "Gruppe", die er am Telefon erwähnte, ist die in China verbotene Falun Gong-Bewegung. Tausende ihrer Anhänger sind festgenommen worden, in den Staatsmedien tobt ein Propagandakrieg gegen den angeblichen "Teufelskult".  

Doch was hat Peter Recknagel damit zu tun? "Lassen Sie uns einfach etwas unterhalten." Ein kleiner, muskulöser Mann betritt das Büro. Und es dauert nicht lang, bis er zum Thema kommt: "Die deutschen Medien", stöhnt Recknagel, würden zwar über die Verfolgung der Falun Gong-Bewegung in China berichten. Erst im Oktober seien ja wieder Anhänger der Bewegung auf dem Platz des Himmlischen Friedens böse verprügelt worden. Aber, sagt Recknagel und blickt ganz bekümmert: "Sie schreiben, dass wir ein Kult sind. Das finde ich nicht richtig."  

Die Argumente, die der junge Mann in einem freundlichen, aber beharrlichen Ton vorbringt, kennen Korrespondenten in Peking. Seit dem Verbot der Bewegung im Juni 1999 haben Anhänger aus dem Ausland eine mediale Gegenkampagne gestartet. Journalisten, die sie in ihren Berichten als "Kult" oder "Sekte" bezeichnen, erhalten umgehend Briefe, E-mails oder Telefonanrufe von Falun Gong-Jüngern. Die von dem mittlerweile im Exil lebenden "Meister" Li Hongzhi gegründete Bewegung sei weder eine Religion noch ein Kult oder eine Sekte, heißt es in nahezu gleich lautenden Formulierungen. "Wir sind eine harmlose Meditationsbewegung", erklärt Peter Recknagel.   

Ganz so harmlos ist Falun Gong wohl nicht. Die Bewegung, die nach eigenen Angaben seit 1992 weltweit mehrere Dutzend Millionen Anhänger gewonnen hat und auf Elemente des Qi-Gong, Buddhismus und Taoismus zurückgreift, ist in einem bizarren Personenkult auf den Gründer Li Hongzhi fixiert. Zwar zielen seine Meditationsübungen grundsätzlich auf eine "moralische Verbesserung" der Praktizierenden. In seinen Lehren tauchen aber auch rassistische und diskriminierende Elemente auf. Mischlinge bezeichnet der Meister als "defekte Personen". Homosexualität ist für ihn ein mit Rauschgiftkonsum und Mord vergleichbares Übel.   

"Falun Gong kann als eine Sekte beschrieben werden - es ist eine Bewegung mit gemeinsamen Glauben, Ritualen und Versammlungen", sagt Sebastian Heilmann, Sinologie-Professor an der Universität Trier. Allerdings handele es sich nicht um eine "chinesische Scientology". Die Anhänger seien weder einem finanziellen noch einem emotionalen Zwang ausgesetzt. William Liu von der Nationaluniversität in Singapur spricht von einem "quasi-religiösen" Kult .  

Doch solche Begriffe wollen die Falun Gong-Jünger in den Zeitungen nicht lesen. Von der Provinzzeitung in Frankreich über die Washington Post bis zur Frankfurter Rundschau erhalten Journalisten regelmäßig Propagandabriefe. Die Absender sind Mitglieder in den mittlerweile überall auf der Welt gegründeten Falun Dafa-Vereinen. Die deutsche Sektion hat mehrere Dutzend aktive Mitglieder, die für ihre Überzeugungsarbeit offensichtlich geschult sind. Angesprochen auf die Diskriminierungen gegen Homosexuelle und Mischlinge weicht Peter Recknagel aus: "In Li Hongzhis Buch steht davon nichts."   

Wichtigstes Hilfsmittel in der unermüdlichen Überzeugungsarbeit der Jünger ist das Internet. In Europa und den USA wurden Dutzende Falun Gong-Webseiten aufgebaut. Interessierte können sich Bücher und Videos bestellen und lesen nebenbei Propagandatexte, die Vorwürfe der Kritiker entkräften sollen. "Falun Gong ist weder eine Religion noch eine Sekte. (...) Es gibt keine Mitgliedschaften, keine Beiträge und kein Profitdenken", erklärt eine Anhängerin den Zweiflern. "Wir sind eine lockere Gruppe."   

Allerdings gibt es eine Reihe von Hinweisen darauf, dass im Hintergrund sehr wohl eine schlagkräftige Organisation die Jünger steuert. Das Zentrum der Bewegung, die durch Buchrechte und Videos beträchtliche Einnahmen haben dürfte, ist New York, der Exilwohnsitz Li Hongzhis. Ein Falun Gong-Informationsbüro verschickt von dort regelmäßig einen E-mail-Informationsdienst an Journalisten mit Berichten über die Verfolgung in China. Von New York werden offensichtlich auch die regelmäßigen Demonstrationen von Falun Gong-Anhängern auf dem Platz des Himmlischen Friedens koordiniert.   

"Let's party" stand über einer E-mail, die Pekinger Korrespondenten Ende Oktober von dem New Yorker Falun Gong-Büro erhielten. In der elektronisch kodierten Nachricht wurden im Voraus genaue Angaben zu einer Demonstration chinesischer Falun Gong-Anhänger auf dem Platz des Himmlischen Friedens mitgeteilt. Die 200 Protestierenden waren vor allem Bauern aus der Provinz. Noch bevor einige ihre Flugblätter ausbreiten konnten, wurden sie von der chinesischen Polizei abgeführt und verprügelt.   

Informationen wie diese sind wichtig, um das brutale Vorgehen der Pekinger Behörden gegen einen bislang friedlichen Kult zu dokumentieren. Hinter der Medienarbeit der Falun Gong-Jünger scheint aber auch Kalkül zu stecken. Durch die ständigen Aktionen und provozierten Festnahmen wird der Kult in den Medien ausschließlich als Opfer dargestellt. Hintergründe über Meister Li, die Organisationsstruktur und die psychischen Folgen der Heilslehre auf die Anhänger tauchen in der westlichen Berichterstattung kaum auf.  

Peter Recknagel, Chef der Frankfurter Sektion des deutschen Falun Gong-Vereins, hält sich ebenfalls bedeckt. Darüber, wie der Meister von New York aus seine weltweite Gemeinde führt, will oder kann er nicht berichten. Auch über seinen einwöchigen Besuch in Peking, bei dem er ein Dutzend deutscher Korrespondenten und Diplomaten kontaktierte, sagt er nichts. Statt dessen berichtet er von schwer kranken Freunden, die durch Falun Gong angeblich gesundet seien. Begeistert erzählt er von dem plötzlichen Druck, den er nach langem Meditieren eines Tages auf der Stirn gespürt habe. Da habe sich sein "Himmelsauge" geöffnet, so wie es der Meister in seinen Büchern beschreibt, sagt er. Sein Gesicht strahlt. "Aber ich habe leider nichts gesehen."  

Copyright © Frankfurter Rundschau 2000   
Dokument erstellt am 17.11.2000 um 21:12:19 Uhr  
Erscheinungsdatum 18.11.2000 

 
 
 
 
 

Leserbriefe
Weitere Leserbriefe unter http://www.AGPF.de/Falun-Leserbriefe.htm
 
Betreff:  Der Spiegel Ausgabe Nr. 40  
Datum:  Thu, 13 Oct 2005 21:00:31 +0200  
Von:  a.manieri@tiscali.ch  
An:  Ingo.Heinemann@t-online.de  

Guten Abend  
Kennnen Sie die Neuste Ausgabe, sie trägt den Titel : MAO  Anatomie eines Massenmörders  
Auch wenn sie weiterhin schlecht über Falungong und den Praktizierenden schreiben, Sie können nur sich selber täuschen und betrügen wie Ihre Brüder die KP in China, denn die Menschen auf der Strasse wird immer klarer über wer hier der Uebeltäter ist.  
In der CH gab es einen einseitigen Artikel im Tages-Anzeiger : China Reich der Fälscher und Simulanten Mittwoch, 14.April 2004  
Hunderttausende von Menschen haben es gelesen, aber das ist nur einer von vielen Beispielen.  
Ein guter Rat hören Sie auf sich weiterhin lächerlich zu machen, denn die Menschen kann man nicht für Ewig mit Unsinn vergiften.  
In China gibt es so eine Weisheit:   
Wer gutes macht, bekommt Gutes   
Wer schlechtes macht, bekommt Schlechtes  
Wenn ich ein guter Mensch bin und ich bin in einer Situation wo ich helfen kann, dann frage ich nicht ob er schwarz, gelb oder Politiker ist sondern ich helfe einfach.  
Danke  
A. Manieri

Ein Leser dieser Internet-Seite benutzt die Vorgänge in China, um Kritiker abzuwehren:
"Auf welche Seite sind Sie in dieser Frage? ...  Sie haben sich auf die falsche Seite gestellt".
Der vollständige Brief unter: http://www.AGPF.de/falun5.htm
 
Betreff: sektenberichte über falun gong   
Datum: Fri, 5 Jan 2001 10:29:10 +0100  
Sehr geehrter Herr Heinemann,  
heute habe ich die Beiträge gelesen über den Verdacht, Falun Gong sei eine Sekte oder sektenänhliche Gruppe.  
Seit über drei Jahren kenne ich Falun Gong und deren Inhalt und Praktiken.  
Ich praktiziere die Übungen und lese die Bücher von Li Hongzhi.  
Es ist verständlich, daß man vor Sekten und dubiosen Gruppierungen warnen möchte, so daß die Menschen die freie Wahl haben, zu entscheiden, was sie glauben oder nicht, oder worauf sie sich orientieren.  
Aus meiner Erfahrung kann ich den Sektenverdacht  nicht bestätigen. Gesundheitlich geht es mir gut, in meinem Umfeld beschwert sich keiner darüber, daß ich Falun Gong praktiziere. (Es sind viele, die Falun Gong nicht praktizieren). Meine Leistungen als Berufstätiger haben sich gebessert, meine Konzentration ist gut, usw. Außerdem, keiner hat mich gezwungen zu Falun Gong, noch übt niemand Druck auf mich, daß ich es weiter mache. Das Thema mit Geld: bisher habe ich nur mal Bücher gekauft, auch freiwillig. Die Anleitungsprinzipien von Falun Gong sind "Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht". Kann man etwas negatives in diesem Ideal sehen?  

Bitte, überlegen Sie Ihre Bewegungsgründe für diese Gegenaktion. Aus meiner Sicht gibt es keinen Grund, Falun Gong als Sekte zu bezeichnen. Daß tausende von Menschen wegen Falun Gong in China verfolgt, getötet und inhaftiert werden, das ist eine massive Menschenrechtsverletzung. Die Menschen in Deutschland sollen davon erfahren und ihre Solidarität zeigen. Auf welche Seite sind Sie in dieser Frage? Wenn Falun Gong und seinen Gründer verleumdet werden, wenn gesagt wird, daß Falun Gong etwas negatives darstellt, und es stellt sich heraus, daß es nicht stimmt, dann ... geschieht großes Unrecht in China und Sie haben sich auf die falsche Seite gestellt.  
Mit freundlichen Grüßen

 
  



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