Falun Gong, Falun Dafa und Li Hongzhi:
Presseberichte
Unterschriften gegen und Demonstrationen
für Falun Gong
| Genf - Falun-Gon-Anhänger dürfen anlässlich der Eröffnung
der Jahreskonferenz der UNO-Menschenrechtskommission morgen in Genf nicht
auf der Place des Nations demonstrieren. Die Kundgebung bleibt bewilligt,
muss aber anderswo stattfinden. Nach Ansicht der Stadt Genf ist die Place
des Nations ein unangebrachter Ort um die Demonstranten zu empfangen. Die
Aktion, die mehrere Tage dauern soll, würde das öffentliche Leben
beinträchtigen, sagte die Direktorin des Departements für Sicherheit
der Stadt Genf. sda 19.3.01
Wer verletzt die Menschenrechte in China?
Wer verletzt die Menschenrechte in China?
sus. Genf, 19. März
Doch nicht nur Falun Gong nutzte die Aufmerksamkeit im Windschatten
der Uno-Gespräche über China. Gleichzeitig ist eine Delegation
der Antisektenorganisation «China Anti-Cult Association» nach
Genf gereist, um ihrerseits die Menschenrechtsverletzungen von Falun Gong
anzuprangern und der Uno-Kommission 1,5 Millionen Unterschriften gegen
Falun Gong zu übergeben. Die erst vor einem halben Jahr gegründeteNichtregierungsorganisation
setzt sich vorwiegend aus Vertretern der Religionen (Buddhismus wie Christentum),
der Wissenschaften, aus Ärzten und Juristen zusammen. Wang Yusheng,
der Generalsekretär der Organisation, betonte, dass die Proteste gegen
Falun Gong nicht etwa zuerst von der Regierung, sondern von den grossen
Religionsgemeinschaften und von Wissenschaftern ausgegangen seien, weil
sich die Bewegunggegen die herrschenden Religionen und die Wissenschaft
gewendet habe. Indem sich die Mitglieder von Falun Gong ihrem Meister bedingungslos
unterwürfen, gäben sie jede Selbstverantwortung auf und seien
total manipulierbar. Wang Yusheng verwies auf die Selbstverbrennungsaktion
von sieben Praktizierenden im Januar dieses Jahres aufdem Tiananmen-Platz
in Peking und auf die gefährliche Ideologie der «Sekte»,
dass Krankheiten nicht durch Medikamente, sondern nur durch die von Falun
Gong praktizierte Meditation geheilt werden könnten. Die «China
Anti-Cult Association» bekämpft auch andere Sekten in China,
doch Falun Gong hält sie für die weitaus schlimmste, weil diese
mit ihrem totalitären Anspruch die Gesellschaft, die Familie und die
Würde des Menschen gefährde.
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Zu den Selbstverbrennungen im Januar 2001 in Peking:
"Der ehemalige Trompeter und selbst ernannte Weltenretter Li Hongzhi wird immer mehr zur Gefahr für seine ihm blind folgenden Anhänger." (Unten)
| Netzeitung 9.2.2001
Zwei CNN-Reportern droht Mordanklage in China Als sich auf dem Platz des himmlischen Friedens Mitglieder der verbotenen Falun Gong-Sekte selbst in Brand setzten, waren westliche Journalisten zur Stelle. Nun plant China eine Mordanklage wegen unterlassener Hilfeleistung. NEW YORK. Aus Protest gegen die brutale Unterdrückung von Anhängern der Falun Gong-Gruppe zündeten sich fünf Mitglieder in der Nacht des chinesischen Neujahrsfest am 23. Januar an. «Die Journalisten sahen zu, wie sich eine Mutter und ein Kind selbst in Brand setzten, und unternahmen nichts. Was genau war die Rolle westlicher Journalisten?» fragte die Yangcheng Evening News am Mittwoch. Im nachfolgenden Bericht heißt es, die Journalisten hätten vorab von den geplanten Selbstmordversuchen gewußt. Unterlassene Hilfeleistung
CNN bestreitet, vorab etwas über die Selbstmordversuche gewußt zu haben. Ausländische Reporter seien häufig am Platz des himmlischen Friedens, weil sich dort die Falun Gong-Mitglieder regelmäßig zu Demonstrationen treffen, besonders an Feiertagen. Vor zwei Jahren verbot China die Sekte als «teuflischen Kult». Journalisten würden bei Falun Gong-Demonstrationen auf dem Platz des himmlischen Friedens oft festgenommen, ihre Filme und Kameras beschlagnahmt. «Unsere Crew hat den Platz routinemäßig beobachtet», sagte CNN-Chef Eason Jordan am Donnerstag. China: die Verbrannten sind Opfer
CNN reagierte noch am selben Tag mit einer Erklärung. «CNN wußte nicht, was an dem Tag auf dem Platz des himmlischen Friedens passieren würde. Unsere Journalisten berichten seit vielen Jahren verantwortlich und fair über die Ereignisse in China und der ganzen Welt. Sie verfolgen keine politischen Ziele» heißt es in der Erklärung. |
| Die Welt 31.1.2001
Peking beschuldigt den Westen, Falun Gong zu unterstützen Nahaufnahmen von Selbstverbrennungen im TV VON JOHNNY ERLING PeIdng - China hat eine Woche nach den versuchten Selbstverbrennungen von Falun-Gong-Anhängern auf dem Tiananmen-Platz die Namen von sieben Beteiligten genannt und erstmals den Ablauf ihrer kollektiv verabredeten Selbstmordaktion geschildert. Mit der detaillierten Veröffentlichung in den Abendnachrichten des Fernsehens und einer 20-minütigen Sondersendung wurden scharfe Angriffe auf den Westen und auf den im USA-Exil lebenden Falun-Gong-Gründer Li Hongzhi verbunden. Ein Sprecher der neuen US-Regierung Bush hatte China nach den Ereignissen aufgefordert, die Verfolgung der Meditationsgruppe einzustellen. Peking wies dies als Einmischung in seine inneren Angelegenheiten scharf zurück. In einem Kommentar der Nachrichtenagentur Xinhua hieß es gestern Abend: "Wir warnen in ernster Weise antichinesische Kräfte im Westen, die Lage falsch einzuschätzen und sich der Illusion hinzugeben, sie könnten den Kult nutzen, um Chaos in China anzurichten und die Regierung zu stürzen. Das wird sich nur gegen sie selbst richten.“ Nach der Darstellung des Fernsehens, das Filmaufnahmen der sich an drei Stellen anzündenden Menschen auf dem Platz, darunter Nahaufnahmen ihrer Verbrennung und ihre medizinische Behandlung zeigte, seien die sieben Personen am vergangenen Dienstag aus der Stadt Kaifeng nach Peking gekommen, mit ihrer zuvor eingeübten Absicht, sich auf dem Tiananmen-Platz zu verbrennen. Sie wollten so "in das Himmelreich kommen“. Jeder brachte dazu zwei unauffällige Sprite-Limonadenflaschen voll Benzin und zwei Feuerzeuge mit. Organisator sei der 50-jährige Falun-Gong-Anhänger Wang Jingdong gewesen, der mit seiner Familie schon einmal am vergangenen 19. Dezember auf dem Platz mit einem Banner demonstriert hatte. Wang setzte sich im Lotossitz nieder und überschüttete sich mit Benzin. Er steckte sich unter Rufen an, dass die gesamte Welt von Falun Dafa lernen sollte. Minuten später folgten seinem Beispiel vier Frauen an zwei verschiedenen Plätzen, zwei Mütter mit ihren Töchtern, darunter auch die zwölfjährige Liu Siying, die erblindete und mit schweren Verbrennungen ins Hospital kam. Ihre Mutter Liu Chunling starb. Zwei weitere Personen, ein Mann und eine Frau, wurden daran gehindert, das Benzin anzustecken. Die mit großem Aufwand zusammengestellte Dokumentation der Selbstverbrennungen, zu denen die vier mit bis zu 80-prozentigen Verbrennungen schwer verletzten Opfer sowie Familienmitglieder und Arbeitskollegen befragt wurden, zeigt nach Ansicht von Beobachtern, dass China ein Beispiel gefunden hat, mit dem es wieder propagandistisch in die Offensive gehen will. Die Selbstmordversuche seien der letzte Beweis für die kriminelle Struktur der Sekte. "Die Welt kann durch diesen Vorfall auf dem Tiananmen das wahre Gesicht von Li Hongzhi und der Falun Gong sehen“, hieß es im Fernsehkommentar, der die Selbstmordversuche in Zusammenhang mit anderen weltweiten Kultbewegungen stellte, die ihre Mitglieder in den Tod getrieben hätten. Zuletzt hatte die seit 18 Monaten andauernde, in der Öffentlichkeit unpopuläre staatliche Kampagne zur Kriminalisierung der Meditationsgruppe groteske Formen angenommen. So waren noch diese Woche drei Soldaten mit Orden ausgezeichnet worden, nur weil sie einen Flugblattverteiler festgenommen hatten. "Wir warnen in ernster Weise antichinesische Kräfte im Westen,
sich der Illusion hinzugeben, sie könnten den Kult nutzen, um Chaos
in China anzurichten.“
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