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| "Colani-Therme"
hat die Stadt Friedrichshafen das Projekt von Anfang an genannt. Rechts
Ausschnitte aus dem Prospekt der Stadt von 1999 (zum Vergrössern
anklicken).
Ein verblüffender Vorgang: Auch in der jüngsten Verlautbarung der Stadt Friedrichshafen vom November 2004 (>>) wird wiederum der Zeichenkünstler Colani namentlich genannt, aber kein Architekt. Dabei ist leicht erkennbar: Die Planung enthält jede Menge architektonischer Probleme. Das macht die Planung und vor allem die Kalkulation besonders schwierig. |
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Architektonisch unproblematisch
dürften die beiden Wurstscheiben-Gebäude sein. Anders die Zwiebel-Gebäude.
Die sind von einiger Grösse und sollen ja auch genutzt werden
und nicht nur zur Zierde herumstehen. Das geht wohl nur als Beton-Konstruktion.
Machbar, aber sehr anspruchsvoll. Deshalb ist der Architekt von grosser
Bedeutung und nicht der Zeichner des Prospektes. Bisher scheint es noch
nicht einmal ein Modell zu geben.
Es bleibt das Geheimnis
des Gemeinderates, weshalb dieser ein derartig anspruchvolles Projekt
auf Grund von Prospekt-Zeichnungen beschlossen hat.
Die Stuttgarter Zeitung vom
15.03.2005 - http://www.pro-buergerbad.de/inhalt13.htm
- schrieb über "Eine esoterische Groteske am Bodensee".
Eine Groteske ist nicht
nur der esoterische Hintergrund. Auch die Planung kann man als solche bezeichnen.
Die STZ nennt das Ganze deshalb auch eine "kommunale Groteske". Inszeniert
hat diese zunächst ein CDU-Bürgermeister mit Hilfe des "Investors"
Eicher aus Zürich, im Hauptberuf angeblich Bauunternehmer. Über
Eicher schreibt die STZ, er habe "noch nie ein Bad, nur Häuser, Brücken
und eine Sternwarte gebaut". Inzwischen hat SPD-Mann Josef Büchelmeier
den CDU-Bürgermeister abgelöst. Die STZ: "Wiedmann war zwar weg,
aber sein Baubürgermeister Dieter Hornung (CDU) ... den Eingeweihte
als heimlichen Oberbürgermeister sehen ... zog weiter
die Strippen, unterstützt von der schwarzen Mehrheit im Rat."
Der STZ-Artikel schliesst
mit einer verspäteten Kampfansage des jetzigen Oberbürgermeisters:
"Büchelmeier ... ruft sich noch einmal die absurde Situation in Erinnerung: Es ist seine Stadt, die ein Millionenprojekt mit einem Elfenfreund plant, der nicht offen legt, was er bauen will, was er damit vorhat und womit er es bezahlt. Jetzt hat er genug. "Wenn etwas so unseriös ist", sagt der frühere Religionslehrer Büchelmeier und holt tief Luft, "dann will ich den Ausstieg". Er ahnt, welche Kämpfe dieser Satz mit sich bringen wird."
Der 1928 geborene Berliner
Lutz Colani nennt sich seit 1957 Luigi.
Im Prospekt der Stadt Friedrichshafen
von 1999 wird er als "Prof. Luigi Colani" bezeichnet.
1988: Ernennung zum Professor
h.c. an der Bremer Universität.
1995: Professur an
der Tongji Universität in Shanghai.
2005: Die Ausstellung 'Colani
– Das Gesamtwerk' bleibt in der Karlsruhe Nancyhalle, der Vertrag zwischen
der Stadt Karlsruhe und der Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH sowie Colani
Design Germany wird verlängert.
Nach Durchsicht seiner Vita
drängt sich der Eindruck auf: Sein Ruf ist grösser, als sein
Werk.
Über Colanis Qualitäten
als Zeichenkünstler mag man im Übrigen unterschiedlicher Meinung
sein.
So viel ist jedenfalls sicher:
Colanis ist kein Architekt.
Colanis antisemitische Äusserungen
Dazu auch: Esoterik:
Oft Extremismus und Antisemitismus enthalten
| Luigi Colani:
"Juden sind eben doch nicht so gut, wie wir annehmen. Wenn die doof sind, dann sind sie pyramidal doof". Aus: Rassistische Vorfälle
in der Schweiz eine Chronologie.
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Am 3.2.2007 berichtete der
Suedkurier "Eicher ist 'spiritueller Heiler' ".
http://www.suedkurier.de/region/friedrichshafen/art1063,2435942.html
Damit hätten die "Befürchtungen
von Thermalbad-Gegnern, der Schweizer Investor Kurt Eicher möchte
im Gesundheitshotel in Fischbach eine Art Esoterikzentrum etablieren, neue
Nahrung erhalten".
Eicher sei Mitglied im Schweizerischen
Verband für Natürliches Heilen SVNH.
Über dessen interne
Auseinandersetzungen hatte am 19.1.2007 bereits der Esoterik-Experte Hugo
Stamm http://www.AGPF.de/Stamm-Esoterik.htm
im Tagesanzeiger Zürich berichtet unter http://tages-anzeiger.ch/dyn/news/schweiz/709860.html
berichtet: "Da wird sehr
grobstofflich und mit harten Bandagen gekämpft. Die Mitglieder werfen
sich gegenseitig Betrug, Mobbing, Manipulation und autoritäres Verhalten
vor". Das habe zur Gründung der Oppositionsbewegung Pro SVNH geführt.
In deren Website http://www.bewegung-pro-svnh.ch/comment01.html heisst es (Stand 3.2.2007):
"Wer steht hinter der Bewegung Pro SVNH?"Spiritueller Heiler" ist eine andere Bezeichnung für Geistheiler.
wir sind eine Gruppe von SVNH Mitgliedern, die den SVNH immer noch wichtig genug finden, um sich dafür einzusetzen, dass der Verband und seine Strukturen erneuert werden.( weiteres siehe unter "unsere Ziele") . Wir stellen uns vor:
...
Kurt Eicher, Brünigstr. 66, 8105 Watt, Bauunternehmer, spiritueller Heiler, ehemals Präsident des Vereins "wise crystal" - des Vereins zur weiteren Untersuchung der Wasserkristalle und -qualitäten mit, nach und im Sinne von Masaru Emoto."
Laut Südkurier wird die Stadt Friedrichhafen Eicher "bis zur Sommerpause" 2007 einen vorläufigen Bauvorbescheid ausstellen, so der Oberbürgermeister Josef Büchelmeier: "Er hat uns zugesagt, fünf Monate nach Erteilung des Bauvorbescheids die Finanzierung nachzuweisen". Spätestens bis Jahresende müsste Eicher demnach eine Bankbürgschaft über 35 Millionen Euro vorlegen. Es bestehen weiter Zweifel, dass Eicher das schafft, nachdem kürzlich das Parallelprojekt in Blankenburg offenbar geplatzt ist (>>).
OB Büchelmeier äussert jedoch weitere Bedenken:
"Ich möchte wissen, wer dahinter steht, um auszuschließen, dass es Gelder aus dubiosen Quellen sind. Und wir brauchen die Sicherheit, dass das Ganze wirtschaftlich zu betreiben ist."
Das Finanzierungskonzept fehlt noch immer
Am 6.11.2004 hat die Tageszeitung Südkurier berichtet:
"Die Stadt zwischenzeitlich das Bebauungsplanverfahren abgeschlossen. Der Bebauungsplan wurde mit seiner Bekanntmachung am 1. Oktober 2004 rechtskräftig."Weiter aus dem Südkurier vom 6.11.2004:
"Herr Eicher wird in den nächsten Wochen zusammen mit einem Architektekturbüro, dem Star-Desig Luigi Colani und weiteren Fachingenieuren die Bauantragsunterlagen erarbeiten und zur Genehmigung vorlegen", teilt die städtische Pressestelle weiter mit.
"ln einem nächsten Schritt will Eicher die Kostenermittlung verfeinern, die Wirtschaftlichkeitsberechnung aktualisieren und prüfen und letztendlich ein Finanzierungskonzept erstellen. Wie bereits mehrfach berichtet, muss vor Baubeginn eine selbstschuldnerische Bankbürgschaft einer der Stadt genehmen Großbank oder eines Versicherungsunternehmens in Höhe der anfallenden Baukosten zur Absicherung der vollständigen Herstellung des Bauvorhabens vorgelegt werden".
Die "momentane Sprachlosigkeit der Verwaltung" Das Flugblatt rechts der Bürgerinitiative Pro Bürgerbad kann durch Anklicken vergrössert und dann auch ausgedruckt werden. Es fordert: "Lassen Sie nicht zu, dass Gras darüber wächst". Was die dort angesprochene "momentane Sprachlosigkeit der Verwaltung" angeht: Der Oberbürgermeister lehnt das Projekt ab (dazu mehr unten). Das muss er derzeit nicht dauernd wiederholen. Die Verwaltung wiederum hat die Beschlüsse des Gemeinderates auszuführen, der sich mehrheitlich für das Projekt entschieden hat. Gegen den OB kann ein solches Projekt auf Dauer wohl kaum durchgezogen werden. 2004 sind Wahlen. Also werden die Befürworter des Projekts die Wahl eines anderen OB propagieren. Der Projektbetreiber Eicher kann inzwischen Bankbürgschaften zwecks Finanzierung des Projekts beibringen. Kommen diese Bürgschaften oder ähnlich sichere Zusagen nicht, ist das Projekt ohnehin erledigt. Denn Zweck des Projektes ist es aus Sicht der Kommune, der Stadt ein kostenloses Thermalbad ohne finanzielle Risiken zu verschaffen. Es muss also verlangt werden, dass rechtzeitig vor der Wahl gesicherte Finanzierungszusagen vorgelegt werden. Da geht es Eicher nicht anders, wie jedem Häuslebauer. Endgültige Entscheidungen können erst getroffen werden, wenn man weiss, ob überhaupt eine Finanzierung möglich ist. |
Der Bebauungsplan: Ufer versperrt?
Die Presse berichtet über
Kritik der Initiative "Pro Bürgerbad" den Bebauuungsplan. Demnach
wird der Zugang zum Bodensee behindert. Daneben ein Artikel aus dem
35 Kilometer entfernten Lindau: "Spenden für den Seezugang".
Die Stadt akzepriert die Bedeutung des Zuganges zum See für die Bürger,
hat aber kein Geld. Also wird gesammelt. Anders offenbar in Friedrichshafen:
Dort wird verrammelt.
| Aus: Wochenblatt Friedrichshafen
vom 22.1.2004
Verschwiegen Der Bebauungsplan zum Fischbacher Seeufer, den der Häfler Gemeinderat im November abgesegnet hat, sorgt weiterhin für Zündstoff. Der Plan entspreche nicht früheren Zusagen der Stadt, kritisieren die beiden Sprecher der Initiative „Pro Bürgerbad", Walter Sohn und Dr. Jochen Wiesener, in einem offenen Brief. So sei etwa der Uferweg nicht mehr als öffentlicher Weg eingetragen. Ein schwer wiegender Vorwurf: Denn damit hätte die Stadt in der öffentlichen Diskussion verschwiegen, ein über 100 Jahre altes Naherholungsgebiet für die Bürger unzugänglich zu machen. Auch seien in dem Plan keine Freiluft-Schwimmbecken mehr vorgesehen. Jugendliche und Familien, so folgern die Sprecher, seien als Sommerbadegäste also unerwünscht. Darauf deute auch die drastische Reduzierung der Fahrradparkplätze hin. |
Eicher
muss Bankbürgschaft über 35 Millionen Euro erbringen.
| Südkurier vom 1.12.03
Therme nimmt nächste Hürde Gemeinderat segnet Bebauungsplan-Entwurf ab Das Thermalbad-Projekt in Fischbach hat die nächste formale Hürde genommen: In seiner gestrigen Sitzung stimmte der Gemeinderat mehrheitlich mit 24 Ja und 12 Nein-Stimmen dem Entwurf des Bebauungsplans sowie dem Satzungsentwurf zu. Der Abstimmung ging die Präsentation etlicher Gutachten voraus. An den grundsätzlichen Positionen der Fraktionen zu dem Projekt änderte sich nichts. Das Plan- und Zahlenwerk soll zwischen Dezember und Januar 2004 öffentlich ausgelegt werden. Die Verwaltung geht davon aus, dass im Frühjahr 2004 der endgültige Satzungsbeschluss gefasst werden kann. Die notwendige Entscheidung zur Änderung des Landschaftsschutzgebiets durch das Landratsamt steht noch aus. (asa) Der Kommentar:
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Das Verbraucherschutz-Interesse
Es spricht einiges dafür,
dass ein Esoterik-Zentrum von bisher nicht vorhandenen Ausmassen geplant
wird.
Es besteht der Verdacht,
dass sich hier ein Psychomarkt-Grossanbieter etablieren will, der von vornherein
die Werbewirksamkeit der Kooperation mit einer öffentlichen Einrichtung
und Zuschüsse aus Steuermitteln einkalkuliert.
Wenn das so ist und wenn
das Projekt ausgeführt wird, dann wird das erhebliche Auswirkungen
auf den Psychomarkt haben.
Die AGPF befasst sich satzungsgemäss
mit Verbraucherschutz auf dem Psychomarkt. Zum Verbraucherschutz gehört
insbesondere Markttransparenz. Die Angebote des Psychomarktes sind meist
eher undurchsichtig. Preis und Leistung sind oft kaum erkennbar. Der Kunde
muss sich letztlich auf die Werbung verlassen können. Diese ist allerdings
meist ebenso undurchsichtig. Deshalb spielt die Seriosität der Anbieter
eine erhebliche Rolle. Viele Anbieter versuchen, diese Seriosität
durch Anbindung an oder Berufung auf öffentliche Stellen zu verbessern.
Das funktioniert am Besten, wenn ein Anbieter mit einer öffentlichen
Einrichtung kooperiert. Bei der Eicher-Therme ist die Kooperation einer
öffentlichen Einrichtung mit Esoterik-Anbietern vorgesehen. Konkrete
Informationen über Angebote, Anbieter und Methoden wurden der Öffentlichkeit
bisher vorenthalten.
Schon einmal gab es ein Esoterikzentrum moderner Bauart: Das Etora-Therapie- und Seminarzentrum auf Lanzarote. Seit dessen Schliessung 1997 müssen die Esoterik-Propagandisten mit Altbauten oder Hotels vorlieb nehmen. Etora hatte wohl nicht zuletzt wegen seiner modernen Architektur grossen Erfolg insbesondere bei der zahlungskräftigen Klientel. Die Architektur war zudem symbolisch: Ein "Betonklotz in Pyramidenform" (Goldner, siehe unten). Pyramiden spielen in der Esoterik eine besondere Rolle. Auch Eichers Firmensitz wird durch "dreistöckige Pyramiden" (>>) überragt.
Der Psychologe Colin Goldner
beschreibt die Aktivitäten des Esoterik-Marktes in einem Buch:
Colin Goldner: Die Psychoszene,
vgl. http://www.AGPF.de/Goldner.htm
Goldner beschreibt ausführlich
die Rolle des Rüdiger Dahlke als Promotor der "Friedensuniversität"
(S. 35 ff.): "Megaaufgebot des Abstrusen".
Auch Eicher erwähnt dieses Projekt in seiner Stellungnahme, weil er "seit 1996 im Vorstand der 'Fördergemeinschaft zur Gründung einer Friedensuniversität"" ist. Eicher behauptet: "Zur geistigen Schirmherrschaft der FGF gehören 18 Friedensnobelpreisträger ...". Was Eicher nicht erwähnt: Das Projekt ist längst gescheitert.Goldner beschreibt im Zusammenhang mit der "Friedenuniversität" das Netzwerk der Esoteriker und deren Schaffensorte. Wichtigster Ort war bis 1997 Etora, der "Vatikan des New Age". Geistiger Vater des Personals war der Psycho-Astrologe Thorwald Dethlefsen ("Schicksal als Chance - Esoterische Psychologie, das Urwissen zur Vollkommenheit des Menschen", 1979). Goldner bezeichnet Dahlke als Dethlefsens "medizinischen Adlatus" (S. 127).
Das Etora-Seminarzentrum
steht heute zum Verkauf: http://www.scheurer.de/lanzarote/immo/immoge/etora.htm
In seiner Stellungnahme (>>)
zu den Artikeln im Wochenblatt Friedrichshafen vom 13.03.2003 (>>)
bekennt Eicher sich zur Esoterik.
Die Artikel bezeichnet er
als "Schmähschrift", fühlt sich "an den Pranger gestellt".
Eicher übersieht dabei
geflissentlich: In den Artikeln geht es nicht um Eichers "Lebenseinstellung",
sondern darum, was in einer mindestens halbstaatlichen Einrichtung praktiziert
werden soll.
Dazu schreibt Eicher nichts.
Nichts darüber, welche
Art von Gesundheitsfürsorge in dem Gesundheitszentrum betrieben werden
soll.
Also muss man davon ausgehen,
dass es tatsächlich um Esoterik geht.
Vermutlich zwecks Verteidigung
seines Rufes gegen etwaige weitere "Schmähschriften" erwähnt
Eicher einige seiner früheren Bauprojekte und dass er schon jetzt
reich sei.
Soweit ersichtlich, hat
niemand Eicher als Bauprojektor angegriffen.
Die Kritik richtet sich
Eicher bestätigt, dass
er Vizepräsident des Vereins "Wise Crystal" ist. In dessen
Beirat sitzt auch Rüdiger Dahlke.
Zunächst: "Wise" ist
eine Abkürzung und hat vermutlich nichts zu tun mit der Scientology-Einrichtung
gleichen Namens.
Laut Webseite http://www.menetekel.de/seminare/kristall/kristall.htm
bedeutet es "World Institute for Subtile Energies".
Dort kommunizieren angebliche
oder tatsächliche Wissenschaftler mit Wasser. Ergebnis:
"Das Wasser, aus dem bekanntlich alle Lebewesen zu überwiegenden Teilen bestehen, reagierte in allen Fällen heftig. Bedankten sich die Forscher, entstanden klare, gut ausgeformte Eiskristalle, wie sich beim Einfrieren der Proben und anschließender Untersuchung unter dem Mikroskop herausstellte. Beschimpften sie das Wasser, entwickelten sich dunkle Löcher in der Mitte der Kristalle. Sie wirkten zerstört. Diese überraschenden Ergebnisse waren ein Grund dafür, daß sich Masaru Emoto und sein Forschungsteam entschlossen hatte, in der Schweiz ein Forschungslabor einzurichten und den Verein "World Institute for Subtile Energies" kurz "WISE Crystal" zu gründen. Zweck von WISE Crystal ist die empirisch-wissenschaftliche Erforschung von subtilen ENERGIEN, bezogen auf das Wasser, sowie die Veröffentlichung von Informationen über diese Forschung und ihre Ergebnisse".
Eicher und die "Friedensuniversität"
Eicher gibt an, seit 1996 im Vorstand der "Fördergemeinschaft zur Gründung einer Friedensuniversität" zu sein (>>). Dabei handelte es sich nicht etwa um eine Einrichtung, wie der Name glauben macht, sondern um eine überwiegend esoterische Veranstaltung. Die hauptsächliche Leistung des Gründers Uwe Morawetz bestand im "name dropping", im Einsammeln und Erwähnen von Namen bekannter Personen. Die Bedeutung dieses name droppings lässt sich leicht an der Tatsache erkennen, dass Eicher einige dieser Namen noch heute benutzt, zum Beispiel den des Dalai Lama.
Der Stern (36/1995: Falsche Freunde für den Frieden) berichtete über die geplante Veranstaltung und zeigte den Dalai Lama neben Ashara, dem Führer der japanischen Giftgas-Sekte Aum. Der Dalai Lama war offenbar schon damals auf name dropping hereingefallen.
"Friedensuniversität"
darf der Verein sich laut TAZ vom 02.10.1995 nicht mehr nennen.
Merkt aber niemand, weil
nichts mehr darüber zu lesen ist.
Eicher erwähnt weiter Marko Pogacnik als seinen Berater für "Geomantie" und definiert "die moderne Geomantie" als "die Fähigkeit zur integralen Wahrnehmung der materiellen und energetischen Qualität eines Ortes". Dieses Wissenschafts-Kauderwelsch soll offenbar davon ablenken, dass es sich bei der "modernen Geomantie" um eine der zahlreichen Erfindungen der Esoterik handelt. Jörg Purner schreibt in einem Artikel, der dem eher wohlwollend gegenüber steht, dass "es nicht verwundert, wenn uneingeweihte Kritiker bereits von einer Art geomantischer Glaubensbewegung sprechen, welche die Auffassung vertritt, 'alles ist Geomantie'". Geomantie wird meist zusammen mit Feng Shui genannt, man kann also wohl die "Feng-Shui-Berater" auch als Geomanten bezeichnen. All das sind ohnehin Begriffe und Bezeichnungen, die jeder nach Belieben benutzen kann. Es geht letztlich um die "Vorstellung, der Mensch müsse, um gesund und glücklich zu sein, sich und sein Lebensumfeld in Einklang bringen mit der alldurchdringenden Vitalkraft des Kosmos ... wodurch sich 'gutes' respektive 'schlechtes' Feng-Shui mit entsprechendem Gesundheits- und Glücksbefinden des einzelnen einstelle", so Colin Goldner, Die Psychoszene, Seite 397. Harald Lamprecht berichtet (EZW-Materialdienst 1/2003 "Im Gespräch mit der Flussgöttin", Bestellung über www.EZW-Berlin.de), Pogacnik habe in während des Elbe-Hochwassers 2002 in Dresden mit der Flussgöttin gesprochen und diese gefragt, was er den Dresdnern als ihre Botschaft verkünden solle. Die angebliche Antwort: Die Flussgöttin möchte mit uns zusammen die neue Zivilisation schaffen. Zum Hochwasser hatte sie offenbar nichts zu sagen.
Eicher bezeichnet Prof. Dr.
Jes Lim als "Mein Feng Shui- Spezialist". Über die Herkunft
der Titel war bisher nichts in Erfahrung zu bringen. Als Berufsangabe wird
meist Unternehmensberater genannt. Ein Teilnehmer an einer Veranstaltung
des Jes Lim in Hamburg berichtet ("Gesund
mit kosmischer Energie"): "Jes Lim rät auch davon ab in
der Nähe von Friedhöfen zu wohnen, da wandernde Geister und eine
übermäßig starke Yin-Energie (sie steht unter anderem für
Dunkelheit, Passivität, Kälte) nicht für menschliche Siedlungen
geeignet sind. Das Gleiche gilt für Kirchen, Tempel oder andere Andachtsorte.
In der Nachbarschaft von Schlachthöfen herrschen Tod, Angst und Verzweiflung;
diese Orte sind ebenso zu meiden wie die Nähe von militärischen
Einrichtungen, Atomkraftwerken und ehemaligen Müllhalden".
| Das Friedrichshafener Wochenblatt
hat am 20.3.2003 auf Seite 1 eine Gegendarstelllung des Kurt Fülle
abgedruckt. Hier ein Ausschnitt.
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Die Landtagsdrucksache
13/1111 vom 18. 07. 2002 enthält diverse Beschlussempfehlungen
und Berichte des Petitionsausschusses, so auch zu drei Petitionen zum Thema
Thermalbad Fischbach. Es geht in erster Linie um Bauplanungsrecht, Naturschutz
und Vogelschutz. Nach dem Bericht geht es um ein Thermal- und Erlebnisbad
und ein Hotel mit 180 Betten. Von Gesundheit ist keine Rede, noch viel
weniger von einem "Gesundheitszentrum".
In der Drucksache ist die
Rede von der "Neuordnung und Abgrenzung der überbaubaren Flächen
einschließlich der Höhenentwicklung entsprechend einem von dem
Investor Eicher vorgelegten Planungskonzept".
Kurz darauf heisst es: "Das
städtebauliche und architektonische Konzept geht im Wesentlichen auf
einen Gestaltungsentwurf zurück, den der von der Stadt nach Ausschreibung
ausgewählte Investor, die Firma E. Generalunternehmung AG,
zusammen mit dem Designer Prof. Luigi Colani erarbeitet hat."
Da stellt sich natürlich die Frage, wer nun eigentlich der Investor ist, Kurt Eicher oder eine AG. Diese Frage wird umso drängender, als weder Kurt Eicher noch die AG mit einer normalen Recherche im Internet zu finden ist. Fündig wird man erst im Handelsregister des Kantons Zürich (www.powernet.de). Dort finden sich unter der Adresse Eichwatt 1 in 8105 Regensdorf gleich diverse Eicher-Aktiengesellschaften. Das besagt allerdings wenig. Barbara Fülle vom Friedrichshafener Wochenblatt wollte sich deshalb die Firma Aedis Immobilien Management AG ansehen, "die mit der Stadt Friedrichshafen unter Vertrag steht". Sie staunt: Die Firma "scheint aus Luft zu bestehen. An Ort und Stelle befinden sich weder Firmenschild noch Klingel" (20.3.03, "Nervöse Reaktionen").
Auf Seite 18 der Drucksache
heisst es dann: "Man müsse das Vorhaben aber auch auf seine Akzeptanz
hin prüfen, die einen guten Standort (direkt am See) bedinge. Unter
den 20 angeschriebenen Anbietern seien nur zwei gewesen, die ohne Zuzahlung
der Stadt zu investieren bereit gewesen seien."
Diese Bereitschaft kann
allerdings sehr unterschiedliche Gründe haben.
Auf Seite 20 berichtet der "Bürgermeister H." (also nicht der jetzige OB, sondern vermutlich der Baubürgermeister), "es gebe in Bezug auf die vertraglichen Verpflichtungen gegenüber dem Investor Grundsatzbeschlüsse des Gemeinderats für den Investor und für das Projekt sowie einen notariellen Vertrag auf Grund der Entwürfe (Verpflichtungsvertrag) mit einer generellen Klausel, die in gewissem Umfang (der Höhe nach begrenzt) zum gegenseitigen Schadensersatz verpflichte, falls das angestrebte Ergebnis nicht zu Stande kommt. Es sei jedoch nicht so, dass eine Regresspflicht entsteht, wenn das Rechtsschutzverfahren negativ ausgeht. Das Planungsrecht sichere ab, wie letztlich gebaut werden kann. Das Grundstück bleibe in öffentlicher Hand (Erbbaurecht). Die Stadt beabsichtige, im Frühjahr nächsten Jahres wenn das Landratsamt über die Herausnahme der Fläche aus dem Landschaftsschutzgebiet entschieden hat den Satzungsbeschluss auf den Weg zu bringen".
Natürlich stellt sich die Frage, ob das Gesundheitszentrum bereits in den Verträgen stand und wenn ja, warum dies nicht im Bericht des Petitionsausschusses steht.
Es bedeutet wenig, dass das
Grundstück in öffentlicher Hand bleibe. Denn im Ernstfall bliebe
der Gemeinde kaum etwas anderes übrig, als den Komplex an fast jeden
Interessenten zu vergeben, der halbwegs glaubhaft verspricht, dessen Kosten
zu tragen.
In diesem Zusammenhang liest
man dann doch sehr genau die scheinbar humorige Bemerkung des Kurt Eicher
(>>): "Und falls noch irgendjemand auf die Idee
kommen sollte, ich mache das alles lediglich, um mir eine goldene Nase
zu verdienen: Die habe ich schon". Und: "Von den Wohn-Geschäfts- und
Hotelbauten, die ich realisiert habe, sind einige im Volumen von 55 Millionen
Euro in meinem Besitz."
Im Zusammenhang mit dem Naturschutz hat man sich offenbar durchaus Gedanken über die mögliche Zukunft gemacht:
Eicher ist nicht Investor, sondern Projektor
Eicher äusserte sich in seiner Gegendarstellung mehrfach über seine Finanzen:
Wolfgang Boller schrieb im Südkurier vom 13.5.2003 nach einer weiteren Gemeinderatssitzung. "Klar ist seit dem letzten Thermalbadbeschluss nur, was längst klar war: Die einen wollen ein Bad, das nichts kostet, den anderen ist's zu groß, und der Sache mit den Gratis-Bad trauen sie nicht."
Die Finanzierungsfrage spielt also sehr wohl eine Rolle beim Bürgerentscheid vom 23.03.2003. Allerdings nicht ausdrücklich. Die den Bürgern vorgelegte Frage lautete: "Sind Sie gegen den Bau des Thermal- und Erlebnisbades mit Gesundheitszentrum in Friedrichshafen - Fischbach in der vom Gemeinderat der Stadt Friedrichshafen am 15.11.1999 beschlossenen Konzeption?"
Es konnte also auf keinen Fall schaden, wenn Eicher etwaige Zweifel an der Finanzierung unter Hinweis auf seinen angeblichen Reichtum zerstreuen würde. Es ist auch keineswegs ausgeschlossen, daß Eichers diesbezügliche Behauptungen zum Ausgang des Bürgerentscheides beigetragen haben. Denn 62 % haben sich gegen das Eicher-Projekt ausgesprochen und gescheitert ist der Bürgerentscheid nur an zu geringer Beteiligung.
Einzelheiten über den
tatsächlichen Stand der Finanzierung konnte man später der Tagespresse
entnehmen.
Wolfgang Boller im
Südkurier vom 13.5.03 über die Gemeinderatssitzung vom 12.5.03
und die Stellungnahme des Fraktionschefs der Freien Wähler: "Zweifeln
an der Finanzierung trat er so entgegen: 'Sie müssen dem Investor
doch die Chance gegebn, mit einem konkreten Plan
zur Bank zu gehen' ".
Das muss man wohl so interpretieren,
dass Eicher nicht oder nicht überwiegend mit eigenem Geld finanzieren
will.
Der Begriff "Investor" wird
im allgemeinen auf Leute angewandt, die überwiegend eigenes Geld investieren.
In demselben Artikel heisst
es über eine Stellungnahme des Oberbürgermeisters (>>)
von Friedrichshafen, der sich in dieser Sitzung erstmals gegen das Eicher-Projekt
ausgesprochen hat: "Banken hätten ihm zur Finanzierung über Immobilienfonds
eher ernüchternde Auskünfte erteilt ...".
Diese Auskunft erklärt
auch, warum Eicher nicht wenigstens schon längst eine Finanzierungszusage
einer Bank vorgelegt hat.
Das bedeutet, dass man bisher
auf Eicher Zusagen über seine Finanzierungsmöglichkeiten vertraut
hat.
Und daraus ergibt sich letztlich
die Bedeutung von Eichers Behauptungen über seinen angeblichen Reichtum.
Wolfgang Boller zog das Fazit
in seinem Kommentar: "Der Beschluss brachte das Projekt nur einen kleinen
Schritt weiter: Das Bebauungsplanverfahren geht voran. Dann muss Eicher
mit Bau-, Geschäfts- und Finanzierungsplänen zeigen, ob ers packen
kann".
Das Konkurrenzprojekt in Blankenburg im Harz: Finanzierung gescheitert
Die Harzer Volksstimme
berichtete am 3.3.2007:
"Stadtrat beschliesst.
Keine Verhandlungen mehr mit Solebad-Investor. Ausgeträumt - endgültig
Schluss mit Kurt Eicher".
Hintergrund: Die Presse
habe "widersprüchliche Aussagen" des Bürgermeisters wiedergegeben,
so ein Stadtrat. Deshalb sei ein Beschluss nötig.
Ein anderer Stadtrat: "Für
unsere Fraktion steht fest, dass im Dezember mit Eicher Schluss war. Dafür
brauchen wir keinen Beschluss. Wir sollten keine Leichen aus dem Keller
holen." Der Antrag erhielt dennoch eine grosse Mehrheit.
Der Beschluss:
"Der Stadtrat stellt fest,dass nach Ablauf der für Herrn Kurt Eicher bzw. der für seine Firmen bis zum 31.12.06 mehrfach verlängerten Option zur wirtschaftlichen Nutzung der Flächen am Thiepark durch die Stadt keine weiteren Aktivitäten ausgelöst werden, ihn bzw. seine Firmen in die Stadtentwicklung einzubeziehen."Artikel in der Harzer Volksstimme vom 10.1.2007:
Gestern, am 25.2.2004, galt
der Titel "Kommunal-Groteske" vorwiegend der Idee, den Gemeinderat eine
Petition beschliessen zu lassen.
Einen Tag später sieht
das schon anders aus.
Bürgermeister Frank
Schade: Kurt Eicher habe seinen Anteil am 50-Millionen-Euro-Vorhaben zusammen,
so die"Harzer Volksstimme" (>>).
Demgegenüber der Sprecher
des Magdeburger Wirtschaftsministeriums: „Kein Investor, keine finanziell
gesicherte Eigenbeteiligung, kein ausreichend aufgebrachtes Privatkapital
- demnach kann es keine Fördermittel geben".
Und: „Selbst wenn es einen
privaten Investor gäbe, auch dann wäre genau zu prüfen,
ob das Thermenprojekt nicht unabsehbare Folgekosten für Stadt und
Land nach sich ziehen könnte."
Zusätzlicher Hintergrund
der Ablehnung: Das Land Sachsen-Anhalt hatte bereits im Oktober 2003 die
Förderrichtlinien geändert. "Gewerbliche Tourismusprojekte" dieser
Art würden - wenn überhaupt - nur noch mit 25 % gefördert.
Wirtschaftsminister Rehberg laut "Volksstimme" vom 5.3.04: Es sei "nicht
mehr verantwortbar, dass erst zig Millionen Euro öffentliche Mittel
beispielsweise in Spaßbäder gesteckt werden und dann nach zwei,
drei Jahren nur Investruinen übrig bleiben". Voraussetzung sei im
übrigen, so die Zeitung, dass "der Investor seinen Eigenanteil überzeugend
darstellen könne". Der Investor muss also beweisen, dass ihm das Geld
im richtigen Moment auch zur Verfügung stehen wird. Die Kurzformel
"Eigenanteil überzeugend darstellen" nimmt darauf Rücksicht,
dass niemand Millionenbeträge einfach herumliegen hat und niemand
seine Finanzierungsgeheimnisse offenlegen muss. Üblicherweise wird
deshalb eine Bankbürgschaft (>>) erbracht.
Die Bank kennt die Finanzierungsgeheimnisse und unterliegt dem Bankgeheimniss.
Die Bank gibt nur dann eine Bürgschaft, wenn sie entsprechende Sicherheiten
hat. Wenn also eine Bankbürgschaft vorgelegt wird, gilt der Eigenanteil
als überzeugend dargestellt. Dies und die Änderung der Förderungsrichtlinien
war dem Bürgermeister entweder bekannt. Dann hat er die Gemeinde falsch
informiert. Oder es war ihm nicht bekannt. Dann liegt offensichtliche Unfähigkeit
vor.
| Eicher plant ein weitgehend
identisches Projekt auch in Blankenburg im Harz: "Sole-Therme mit Gesundheitszentrum
in Blankenburg".
Auch dort stammt der Entwurf von Colani und scheint fast identisch mit dem von Friedrichshafen zu sein. Nach einem Bericht in der "Seewoche" vom 7.5.2003 geht es auch dort um "ganzheitliche Erholungs- und Gesundheitsangebote". Ob der Esoteriker Eicher allerdings auch dort weitere Esoteriker als Berater hinzuziehen will, ist unklar. Dennoch stellt sich die Frage, ob Eicher Friedrichshafen schon aufgegeben hat und Blankenburg der Ersatz sein soll. Oder ob er glaubt, dass der Markt mehrere Standorte diese Grösse und Art verträgt. Auch dort tritt Eicher offenbar als Investor auf. Wenn Eicher aber in Wahrheit kaum eigenes Geld investiert, sondern überwiegend auf Geldbeschaffung angewiesen ist, wird das neue Projekt ein zusätzliches Risiko für die Finanzierung des Friedrichhafener Projektes. Vielleicht will Eicher aber auch nur die Gemeinde Friedrichshafen unter Druck setzen. |
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| Für das Blankenburg-Projekt
wurden 50 Millionen Euro an Fördermittel beantragt.
Der Antrag wurde abgelehnt. Für den 1.3.2004 hat der Stadtrat deshalb eine Sondersitzung anberaumt, in der es nach der veröffentlichten Tagesordnung um lauter "wichtige Angelegenheiten geht. Einziger konkreter Tagesordnungpunkt: "Petition des Stadtrates Blankenburg (Harz) gegen die Ablehnung von Fördermittelbescheiden zu wichtigen Investitionen in Blankenburg (Harz)".Es scheint sich wohl eher um eine Kommunal-Groteske zu handeln, deren Gegenstand man schamhaft verschweigen möchte und dabei sogar riskiert, dass die Einladung in Ermangelung des konkreten Verhandlungsgegenstandes unwirksam ist und dass in der Folge auch die Beschlüsse angreifbar wären. Vielleicht denkt man ja, man köne nicht viel falsch machen, weil nach den Grundgesetz die Volksvertretung nicht als Absender von Petitionen vorgesehen ist, sondern als Adressat. Artikel 17 Grundgesetz lautet nämlich: "Jedermann hat das Recht, sich einzeln oder in Gemeinschaft mit anderen schriftlich mit Bitten oder Beschwerden an die zuständigen Stellen und an die Volksvertretung zu wenden". Vielleicht wollen die Volksvertreter als Jedermann auftreten und einen etwaigen Beschluss privat ausführen. Oder man beschliesst dann etwas ganz anderes. Denn die Tagesordnung enthält ja schliesslich auch die Punkte "Feststellung der Ordnungsgemässheit der Einberufung" und "Änderungsanträge zur Tagesordnung und Feststellung der Tagesordnung". Dabei geht es nicht einmal
nur um den Bau.
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PROJEKT-TEAM
A. Promotion, Konzepte und Realisierung AEDIS Immobilien Management AG Eichwatt 1, CH-8105 Regensdorf-Zürich Tel: 0041-433 886 113, Fax. 0041-433 886 130 Projektverantwortung: Kurt Eicher, Dipl. Bauingenieur/ Dipl Baumeister Präsident des Verwaltungsrates Partnerunternehmungen sind: - Eicher Generalunternehmung AG CH-8105 Regensdorf-Zürich - Eicher Immobilien AG CH-8105 Regensdorf-Zürich - K Eicher Bauunternehmung AG CH-8105 Regensdorf-Zürich B. Künstlerische
Gestaltung
C. Architekt
D. Grundlagenentwicklung
und Marketing
Vital life Projects Babette
Reitz
E. Finanzierungs-Beratung
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Harzer Volksstimme 26.2.2004 Blankenburgs Sole-Thermenprojekt droht das Aus Sondersitzung des Stadtrats einberufen Von altem Kaffee und neuen Sorgen Bildunterschrift: Bürgermeister Frank Schade (links) und der Züricher Kurt Eicher präsentierten Blankenburgs Stadträten im vorigen April das Thermen-Pro|ekt. Während der Präsentation wurde auch diese Computeransicht vorgestellt. Erneut droht ein für Blankenburg wichtiges Projekt zu scheitern. Das Vorhaben, eine Sole-Therme, ein Kurgastzentrum, dazu Hotel- sowie Beauty- und Wellnessangebote zu errichten, wird am Montag zum Thema einer Sonder-Ratssitzung. In einer Resolution wollen die Abgeordneten das Wirtschaftsministerium aufrufen, die für eine Kurstadt wichtigen Pläne weiter zu unterstützen. Von Tom Koch und Ulrich Baxmann Blankenburg. Man glaubt,
alles schon erlebt zu haben. Erst wird ein gigantisches Projekt vorgestellt,
dann folgt eine Iange Weile nichts, dem schließen
sich bange Wochen und Monate des Hoffens und Vertröstens an, und dann
platzen all die angekündigten Vorhaben wie eine Seifenblase.
Doch das ist alter Kaffee, Blankenburgs Bürgermeister Frank Schade plagen derzeit neue Sorgen. Obwohl das aktuelle Vorhaben nur ein Fünftel des „Planeten" kosten soll, sind die Probleme praktisch genauso groß wie seinerzeit: Es fehlt am Geld. Während im April 2000 der fünf Jahre lang geträumte Plantentraum wegen fehlenden eigenen Geldes von Projektmacher Wilfried Hampe zerstieb heißt es jetzt, das fehlende Eigenkapital wäre nicht das Problem. Problem mit dem Land Der aus Zürich stammende Kurt Eicher habe seinen Anteil am 50-Millionen-Euro-Vorhaben für die von Stardesigner Luigi Colani entworfene Sole-Therme, Kurgastzentrum, Hotel sowie Schönheits- und Gesundheitsangebote zusammen. Das erklärt zumindest Frank Schade auf Volksstimme-Nachfrage. Im aktuellen Fall seien vielmehr die Projektfinanzierung das Problem und die Landesregierung. Mit der Entscheidung des Wirtschaftsministeriums, künftig mit dem Geld der Steuerzahler nicht mehr touristische Vorhaben, nur noch Projekte im produzierenden Bereich zu fördern, werde nicht nur Blankenburg geschadet meint der Bürgermeister. Projekte etwa in Hasselfelde oder in Thale stünden nun ebenso auf der Kippe. Dazu erklart Rainer Lampe: „Kein Investor, keine finanziell gesicherte Eigenbeteiligung, kein ausreichend aufgebrachtes Privatkapital - demnach kann es keine Fördermittel geben". Der Sprecher des Magdeburger Wirtschaftsministeriums sagt gegenüber der Harzer Volksstimme aber auch: „Selbst wenn es einen privaten Investor gäbe, auch dann wäre genau zu prüfen, ob das Thermenprojekt nicht unabsehbare Folgekosten für Stadt und Land nach sich ziehen könnte." Kein Investor, kein Geld Die Pleite der Staßfurter
Salzlandtherme nach kurzer Betriebszeit belaste den städtischen Haushalt
enorm. Auch das Magdeburger Spaßbad habe die erste Insolvenz hinter
sich, und der wirtschaftliche Betrieb bereite den Investoren derzeit auch
nur wenig Spaß... Davon will sich Bürgermeister Frank Schade
nicht beirren lassen sondern "mit ganzer Kraft" ein Scheitern des Thermen-Kurgastzentrum-Projektes
verhindern. Unterstützung erhofft sich das Stadtoberhaupt dabei von
den Abgeordneten. Diese kommen am Montagabend zur Sondersitzung zusammen,
um eine Resolution zu verabschieden, in der sie sich gegen die Ablehnung
von Fördergeldern für die Vorhaben "Harz-Zeit" und "Sole-Therme
mit Gesundheitszentrum" aussprechen werden.
Vor der Sondersitzung, am Wochenende, wird der Bürgermeister wieder unterwegs sein, um für das Projekt zu werben. Vergleiche mit dem verglühten "Planeten" weist Schade von sich. Genausowenig, so der Blankenburger, könne das aktuelle Vorhaben in Einzelprojekte "zerstückelt" werden. Die Bestandteile würden einander bedingen, was nütze ein Beautyhotel, wenn man keinen Whirlpool vorweisen könne. Optimismus bis zuletzt Der Bürgermeister gibt
sich optimistisch, das Thermenprojekt trotz Zeitverzugs und akuter Finanzprobleme
noch auf den Weg zu bringen. "Wir bekommen das hin." Schon einmal hatte
ein Stadtoberhaupt immer und immer wieder erklärt, das Vorhaben werde
gelingen. Bürgermeister Heinz Behrens verknüpfte seine Zukunft
im Blankenburger Rathaus mit dem "Planet Harz". Er wurde abgewählt.
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In der Südwest Presse vom 24.3.03 (>>) heisst es:
"Der Widerstand gegen die Pläne ist groß. Bei der Wahl 2001 wurde Oberbürgermeister Bernd Wiedmann (CDU), der sich für den Bau einsetzte, abgewählt. Sieger war Josef Büchelmeier, dessen SPD das Projekt ablehnt. ...In der Gemeinderatssitzung vom 12.5.2003 hat OB Büchelmeier seine selbstgewählte Neutralität aufgegeben und sich gegen das Projekt ausgesprochen.
Büchelmeier hat sich früher für eine kleinere Lösung ausgesprochen, inzwischen hat er sich als OB Neutralität verordnet. Er setzte sich aber dafür ein, dass die Bürger über den Plan entscheiden."
Über die Erklärung des OB heisst es im Südkurier vom 13.5.2003:
"Büchelmeier ... hatte erklärt, er werde gegen das Bad in der vorgesehenen Form zu stimmen. Es sei sein Recht, Sorge zu haben um den Gemeindefrieden, die Natur, die Finanzierung und die Nutzung. Banken hätten ihm zur Finanzierung über Immobilienfonds eher ernüchternde Auskünfte erteilt, das eine oder andere Bekenntnis Eichers zu Heilmethoden habe bei ihm gemischte Gefühle ausgelöst und die Einzigartigkeit sei nicht mehr gegeben, weil Eicher Ähnliches im Harz plant. Der Wille der Bürger müsse ernster genommen werden, so Büchelmeier."Was der OB genau gesagt hat, kann nur das Protokoll ergeben. Dass er vorsichtig sein musste, ergibt sich schon daraus, dass bereits im Notarvertrag mögliche Schadensersatzansprüche geregelt wurden (>>). Diese Verträge hat der OB bei Amtsantritt vorgefunden. Er muss also gute Gründe haben, wenn er später gegen das Propjekt stimmt. Er hat dies laut Zeitungsbericht damit begründet, "es sei sein Recht, Sorge zu haben um den Gemeindefrieden, die Natur, die Finanzierung und die Nutzung". Er wird nach fast zwei Jahren Amtserfahrung wissen, dass er im Streitfall dem Gericht seinen Sorgenkatalog vorlegen muss. Dass OB Büchelmeier sich vorsichtig äussert, kann durchaus auch auf den Verpflichtungen beruhen, die ein solcher Vetrag nun einmal mit sich bringt.
Im Kommentar zu dem Bericht vom Südkurier vom 13.5.2003 heisst es:
"Nicht absehbar sind die politischen Konsequenzen: Ob die Bürger, die gegen das Bad gestimmt haben, mittragen, dass ihr Votum von CDU und FW ignoriert wurde? Nächstes Jahr sind Wahlen."Das werden auch diejenigen zu berücksichtigen wissen, die jetzt noch Eichers "Chance, mit einem konkreten Plan zur Bank zu gehen" (>>) höher einschätzen, als den Gemeindefrieden.
Die Schwäbische Zeitung vom 3.3.06 hat über einen offenen Brief der Gruppe "Bürger Aktiv" an den Baden-Würrtembergischen Ministerpräsidenten Oettinger berichtet und auch den Bürgermeister von Friedrichshafen dazu gefragt. Die Zeitung:
"Oberbürgermeister Josef Büchelmeier verweist auf den Gemeinderatsbeschluss für das von Eicher geplante Thermalbad, an den man gebunden sei. Er selbst habe bereits öffentlich gegen das Thermalbad in der momentan geplanten Form gestimmt und wolle die Bitte von Bürger Aktiv, sich gegen ein Esoterikzentrum zu engagieren, in die Gremien bringen. "Tatsache" sei laut OB, dass "der Esoterikvorwurf in dem Prozess damals weder bestätigt noch widerlegt worden ist, da das Verfahren eingestellt wurde."Mit dem Verfahren ist vermutlich der Prozess Eicher gegen das "Wochenblatt" gemeint (>>), mit dem Eicher vermutlich die kritische Berichterstattung unterbinden wollte. Das Verfahren ist allerdings nicht "eingestellt" worden. Vielmehr wurde ein Vergleich geschlossen. Eicher hat also seine ursprünglichen Forderungen offenbar nicht für durchsetzbar gehalten.
Eicher hatte gegen den Bericht im Wochenblatt eine einstweilige Verfügung erwirkt. Das ist meist recht einfach und geht schnell. Der Kläger geht kein besonderes finanzielles Risiko ein, weil der Schaden, der einer Zeitung dadurch entsteht, dass sie bestimmte Formulierungen nicht mehr benutzen darf, finanziell nicht bezifferbar ist. Der Vorteil hingegen kann gross sein, weil darüber berichtet wird. Tatsache ist ausserdem, dass dem "Wochenblatt" und der Journalistin Fülle zeitweilig ein Mauklkorb umgehängt war. Zumindest zeitweilig bestand also der Verdacht, die Journalistin hätte nicht sorgfältig genug recherchiert.
Die Zeitung hat Widerspruch
gegen die einstweilige Verfügung erhoben.
Der Ausgang des Verfahrens
veranlasste den Journalisten Andreas Ambrosius zu der Formulierung
"Vorhang zu, alle Fragen offen" (>>).
In der Verhandlung meinte
der Richter, nach dem Ausgang des Bürgerentscheides und der erneuten
Gemeinderatsentscheidung sei sehr viel Druck aus der Sache gewichen. Also
wurde ein Vergleich geschlossen.
Der Wochenblatt-Anwalt zu
diesem Vergleich: Im Prinzip könne jedes Wort erneut so abgedruckt
werden. Der Gründer seines Stuttgarter Büros war Martin Löffler,
jahrzehntelang der wichtigste Kommentator des Presserechts. Partner war
dann Karl-Egbert Wenzel, Erfinder des Begriffs "Äusserungsrecht" und
Autor des jahrzehntelang wichtigsten Kommentars zu diesem Thema. Wer in
einem solchen Büro arbeitet, hat einen Ruf und kann ihn verlieren.
Es ist kein Grund ersichtlich, an seinen Worten zu zweifeln.
Der Richter meinte, es gehe
in diesem Verfahren nicht darum, ob eicher einer Sekte angehöre oder
nicht.
Gegenstand des Verfahrens
sei die Frage, ob Verbindungen oder Kontakte zu Personen aus diesen Kreisen
bestünden.
Die einstweilige Verfügung des Landgerichts Ravensburg (Aktenzeichen 4 O 104/03) vom 19.3.2003 enthielt einen ganzen Katalog von untersagten Äusserungen. Die Verfügung war ohne mündliche Verhandlung ergangen. Das Gericht hatte also die Klage nur "summarisch" geprüft. Demnach durfte die Zeitung u.a. die Äusserungen aus dem Wochenblatt Friedrichshafen vom 13.03.2003 (>>)nicht mehr wiederholen, Eichers Berater
Die Verbraucherschutz-Erklärung
Am 6.5.2003 hat Eicher in einem Schreiben an den Oberbürgermeister die folgende Erklärung abgegeben:
"Regensdorf, 06. Mai 2003Ausserdem wurde offenbar zwischen den Beteiligten eine Zusatzvereinbarung abgeschlossen.
Thermal- und Erlebnisbad mit Gesundheitszentrum
Sehr geehrter Herr Büchelmeier
.....
Um letzte auch unberechtigte Zweifel in der Öffentlichkeit auszuräumen, das Projekt unbelastet von Sektenvorwürfen durchzuführen und die ordnungsgemässe Betriebsführung des Projekts in Zukunft zu sichern geben wir, Eicher Generalunternehmung AG Regensdorf, Aedis Immobilien Management AG Regensdorf sowie Kurt Eicher Regensdorf, folgende persönliche Erklärung ab.
Erklärung des Investors
Der Investor versichert, dass er weder in der Vergangenheit noch gegenwärtig Mitglied oder Anhänger der Church of Scientology oder einer anderen Sekte war, von der nach Einschätzung einer staatlichen Stelle Gefahren für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung ausgehen.
Eine Zusatzvereinbarung über die inhaltliche Philosophie wird In den Hauptverträgen ergänzt und notariell beurkundet
Mit freundlichen Grüssen Eicher Generalunternehmung AG
Kurt Eicher"
| Zusatzvereinbarung
zwischen 1. der Fa. Eicher Generalunternehmung AG Eichwatt 1, CH-8105 Watt-Regensdorf und 2. der Fa. Aedis Immobilien Management AG, Mellingerstrasse 107, CH-5405 Baden-Dättwil und der 3. Stadt Friedrichshafen, Adenauerplatz 1 DE- 88045 Friedrichshafen 1. Vorbemerkungen
2. Zusatzvereinbarung Inhaltliche Philosophie
§2 § 6 des Erbbaurechtsvertrages wird dahingehend geändert, dass eine Vermietung und/oder Verpachtung und Untervermietung, jeweils auch in Teilen, gestattet ist, wenn sichergestellt ist, dass der Untermieter/-pächter die Verpflichtung aus § 1 dieser Vereinbarung gegenüber der Stadt …. |
Was der Vertrag für
diesen konkreten Einzelfall bedeutet, ist derzeit aber noch nicht abzuschätzen.
Insbesondere bleibt abzuwarten,
ob Sanktionen vereinbart wurden und wenn ja, welche.
Fraglich ist auch, ob der
Begriff "Heilmethoden" sinnvoll ist.
Denn daraus könnte
man schliessen, dass gesundheitsschädliche, manipulative und verbotene
Methoden dann erlaubt seinsollen, wenn es sich nicht um Heilmehtoden handelt.
Hinzu kommt, dass der Begriff
"Heilmehtoden keineswegs gägngi ist und deshalb ausgelegt und ausgefüllt
werden muss.
Das kann im einzelfall schwierig
werden.
Als wichtigstes Problem könnte
sich erweisen, dass der Betreiber stets behaupten kann, ohne das jeweilige
Angebot würde die Einrichtung pleite gehen. Dann würde möglicherweise
die Kommune auf dem Schaden sitzen bleiben. Deshalb lässt sich die
Bedeutung dieser Vereinbarung nicht ohne Kenntnis der weiteren Veträge
abschätzen.
Das Friedrichshafener Wochenblatt berichtete am 20.3.2003:
"Mit einer Bankrotterklärung trat die ... Stadtspitze nach unseren Veröffentlichungen an die Presse: "Weder die Stadt Friedrichhafen noch irgend jemand sonst wird in der Lage sein", schreiben OB Josef Büchelmeier und Baubürgermeister Dieter Hornung, "über den medizinischen Nutzwert dieser Methoden abschliessend und objekiv zu urteilen". Gemeint sind die Angebote in Eichers Gesundheitszentrum."Welche Methoden auch immer gemeint sind: Es gibt nichts, worüber ein Gutachter nicht ein abschliessendes und objektives Urteil abgeben kann.
Das Problem scheint aber
zu sein, dass ein ganz normales Thermalbad für einen erheblichen Teil
der Bevölkerung hinreichend Wellness vermitteln würde. Deshalb
fordern die ja gerade das "Bürgerbad", also ein Bad ohne Gesundheitszentrum.
| Aus:
http://www.wochenblatt-aktiv.de/nachrichten.phtml?verlagid=104
Wochenblatt Friedrichshafen 13.03.2003 Ein Gesundheitskoloss für Licht- und Liebesjünger Per Bürgerentscheid bestimmen am 23. März die Friedrichshafener, ob Kurt Eicher am Bodenseeufer in Fischbach ein gigantisches Gesundheitszentrum erstellen darf. Der Schweizer Bauunternehmer soll in ein Netzwerk von Psychosekten verstrickt sein, die mit okkultem Wirrsinn Kasse machen. VON BARBARA FÜLLE SYLVIA FLOETEMEYER Hochhäuser, Tankstellen, Supermärkte: Regensdorf, südwestlich von Zürich gelegen, ist eine Betonwüste. Gleich nach der Autobahnausfahrt erhebt sich ein Firmenkomplex, der durch drei dreistöckige Pyramiden wie eine tempelartige Festung aussieht. Zwei der Pyramiden stehen fast gespenstisch leer. In der ersten residiert die "Eicher Bauunternehmung". Kein Wunder, dass deren Chef Kurt Eicher in landschaftlich reizvollerer Umgebung gern "Orte der Kraft" erspäht. Ein solcher bot sich ihm auch am Bodenseeufer in Fischbach, als die Stadt Friedrichshafen 1998 auf Investorensuche ging: Ein Thermalbad soll dort entstehen. Eicher brachte Pläne für ein paar Becken. Auf dem größten Teil der Fläche mitten im Landschaftsschutzgebiet will er jedoch ein Gesundheitszentrum errichten. Eine Art wirtschaftliche Entwicklungshilfe an die Stadt, wie er betont: "In ganz Europa wird davon geredet werden." Kostspielige Gutachten, Gerichtsentscheide, Petitionen im Landtag wurden eingeholt. Seit sieben Jahren ist das Projekt umstritten. Und trotz Hochglanzbroschüre der Stadt und mehrerer Bürgerinformationen sind ein paar lapidare Fragen noch immer ungeklärt: Wozu ein Hotelkomplex mit 96 Zimmern benötigt wird, was in den Seminarräumen gelehrt und welche Behandlung den Gästen in den Therapieräumen angedient werden soll. Nachfragen bremste Baubürgermeister Dieter Hornung mit der stereotypen Antwort aus, es handle sich bei den Plänen um "Visionen". Der Gemeinderat von Friedrichshafen, geübt in Lethargie, segnete das Projekt am 15. Nobember 1999 ab. Dabei hätte es keiner seherischen Fähigkeiten bedurft, die fragwürdige Schlagseite des Projekts zu erkennen. In der Sitzungsvorlage des Gemeinderats vom 15. November 1999 gibt Eicher einige seiner "therapeutischen" Berater preis: Sektierer der Psycho-Szene, die mitunter geeignet sein dürften, staatsanwaltschaftliche Aufmerksamkeit zu erwecken und die mit okkultem Wirrsinn Kasse machen. Allen voran Rüdiger Dahlke, Eichers Kompagnon in Sachen "Medizin/natürliche Heilmethoden". Im österreichischen Johanniskirchen bietet er dreiwöchige Ausbildungskurse zum "Reinkarnationstherapeuten" an. Sicher, meint die freundliche Dame im dortigen Rathaus, man kenne Dahlke, auch sein "Heilkunde-Zentrum". Auf touristische Werbung damit verzichtet man aber. Tod durch Vertrocknen
"Auserwähle Lichtrasse"
Entscheidung am 23. März
Tief
geschlafen
Thermalbad
oder Pilgerort einer Sekten-Klientel?
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