|
|
| Morddrohung
von Chinmoy?
"Herr Ghose sagte mir (und meiner Frau) direkt ins Gesicht, dass "sie [seine Anhänger] deinen Sohn töten wollen ...". Dann hat er sofort das Thema gewechselt, ohne weitere Einschränkungen, Abschwächungen oder Kommentare. Er hat seine Todesdrohung nie zurückgenommen oder wiederholt". Originalwortlaut: “MR GHOSE SAID DIRECTLY TO MY FACE (and to my wife) that "…they [my disciples] want to kill your son…" after which he immediately changed subject, with no other qualifiers, denials or comments. He never retracted his death threat or addressed it again."Der ehemalige Chinmoy-Anhänger schreibt, er habe vor über 3 Jahren das Centre verlassen hat, und dies sei die erste Nachricht auf dem Forum. Wortlaut: “It has taken me awhile to respond, this is my first posting since we left the Centre more than 3 years ago (after 22 years as disciples).“ Demnach muss diese Drohung 2002 oder 2001 erfolgt sein. Die Behauptung ist mit Vorsicht zu behandeln.
Es handelt sich um einen Verdacht, nicht um eine Tatsache.
"Ein Jahr später, während des Jahres-Weihnachts-Retreats (in Caims in Australien) hat meine Frau Herrn Ghose mit der Todesdrohung konfrontiert, die wir von ihm erhalten haben (während der vorhergehenden Weihnachts-Reise nach Phnom Penh in Kambodscha). Er antwortete, "Es ist nicht passiert". Zu Beginn des Treffens hat er uns mitgeteilt, "euer Sohn lügt euch an, er schreibt noch immer im Internet über mein Sex-Leben ["vital life"]." Er machte keinerlei Anstrengungen, zu bestreiten, dass er tatsächlich ein Sexualleben hatte, obwohl er verlangte, dass seine unverheirateten Anhänger und Anhängerinnen enthaltsam leben, oder die Tatsache, dass tatsächlich Todesdrohungen gemacht wurden." Originalwortlaut: “ONE YEAR LATER, during the Annual Christmas Retreat (in Cairns Australia) my wife confronted Mr. Ghose concerning the death threat we had received from him (on the previous Christmas Trip to Phnom Penh Cambodia). He replied, "It's not going to happen." In the beginning of the meeting he had confided in us , "Your son is lying to you, he is still on the Internet writing about my sex life ["vital life"]." He made no effort to deny that he indeed did have a sex life, although he demanded that his unmarried disciples be celibate, or the fact that death threats had in fact been made.“ |
Der Chinmoy-Kult enspricht den Anforderungen an den kulturellen Sektenbegriff, die der Bundestagsabgeordnete Dr. Hans Peter Bartels am 28.1.2000 im Bundestag vorgetragen hat. Der "kulturelle, umgangssprachliche Sektenbegriff" beziehe sich sich "auf die konfrontative Stellung der Gruppe im Verhältnis zur Gesellschaft":
"Aus dieser Perspektive sind Merkmale einer Sekte die Tatsachen, dass die Gruppe sich von ihrer Umgebung abkapselt, dass die Mitglieder der Gruppe von ihrem sozialen Umfeld isoliert werden und dass das Heilsversprechen der Gruppe mit einem Absolutheitsanspruch verbunden wird. Nicht das Heilsversprechen ist das Problem - das beinhalten jeder Glaube und auch manche Ideologie -, sondern der Absolutheitsanspruch. Elitebewusstsein, Machtanspruch, Gruppendruck, Bewusstseinskontrolle, Verschwörungsdenken, Verfolgungswahn, Psychoterror gegen Abtrünnige und Kritiker sind weitere Merkmale einer Sekte, wie wir sie verstehen. Das hat nicht mit Religion und Weltanschauung zu tun, sondern damit, wie eine Gruppe von Menschen sich gegenüber ihren Mitgliedern und gegenüber anderen verhält."Zur Bezeichnung als Kult:
| Aus: Thomas Heberer: Falungong - Religion,
Sekte oder Kult? - http://www.religio.de/dialog/400/23_16-24.htm
Darüber hinaus läßt sich Falungong mit dem soziologischen Begriff des "Kultes" fassen, denn beim Kult handelt es sich um eine lose strukturierte religiöse oder religionsähnliche Gruppierung, der man nicht formell beitritt. Die Zugehörigkeit definiert sich primär über bestimmte Weltsichten und Praktiken. Die Glaubensinhalte sind in der Regel synkretistisch, esoterisch und individualistisch. Kulte entwickeln sich häufig um charismatische Führer und lassen auch Verbindungen zu anderen religiösen Gemeinschaften zu.(3) 3 Vgl. etwa Anthony Giddens, ed., Sociology, 3rd edition, Cambridge, Oxford 1997, S. 448f. |
Seit Jahrzehnten wird der Eindruck erweckt,
als sei Chinmoy so etwas wie der offizielle Guru der Uno. Tatsächlich
nutzt er lediglich Räume im UNO-Gebäude, wie viele andere auch.
Chinmoy lebt in New York, nach seinen Angaben arbeiten 60 seiner Anhänger
bei der UNO (Kahr S. 33). UNO-Generalsekretär
Kofi Annan ist derzeit Chinmoys wichtigster Werbeträger, nachdem er
einer der Veranstaltungen angeblich eine Grussbotschaft auf den Weg gegeben
hat. Annan wurde 1996 gewählt, als längst bekannt war, dass Chinmoy
die UNO für seine Werbung missbraucht. Folgerichtig lautet ein angebliches
Grusswort von Papst Johannes Paul II: "Ihre Aktivitäten zum Wohle
des Friedens auf der ganzen Welt nehmen einen wichtigen Platz ein, und
dies ist von allen Ländern anerkannt worden, und es geschieht aus
einem sehr guten Grund, dass Sie an den Vereinten Nationen so geschätzt
werden." (zitiert nach www.peacerun.de/texte/prbrosch.rtf
). Der Papst und Kofi Annan werden auf der Internet-Seite www.peacerun.de/momente.htm
mit Chinmoys Friedensfackel in der Hand gezeigt.
Dazu mehr: >>
Hinter dem Guru-Konzern steckt ein undurchsichtiges Geflecht von Firmen. Rückgrat dieses Firmenverbundes sind die SEWA-Firmen, abgekürzt von SEnsations-WArenhaus und SEensationWArehouse, zumindest teilweise unter dem Firmendach einer Madal Bal AG & Co GmbH in Wien. Chinmoys "Divine Enterprises" - göttliche Unternehmen - haben wenig mit Spirituellem zu tun und viel mit dem Verkauf von "unsäglichem Ramsch, Büchern, Kassetten und Bildern des Gurus" (El Awadalla: Kraftorte, Geldquellen, Folio-Verlag Wien 2000, S. 203; die Autorin bezeichnet die Sewa-Läden als das "wirtschaftliche Standbein der Sri-Chinmoy-Bewegung"). Einzelheiten:
| Aus: Alexander Kahr
Seite 143
Eine von Sri Chinmoys viel zitierten Grundaussagen lautet: Money power is heart power. Mit anderen Worten: Die Kraft des Geldes, die auf einer bestimmten Ebene tatsächlich nichts anderes als eine Art von Energie ist, verhält sich direkt proportional zur Kraft des Herzens und somit auch zur Größe der Hingabe an den Guru. Einerseits wird hier indirekt auf eine indische Gepflogenheit verwiesen, die besagt, dass die dankbaren Schüler für die Lebenserhaltungskosten ihres Lehrers aufkommen. Andererseits wird dieser Ausspruch mitunter auch – sowohl von Sri Chinmoy als auch von den Disciples – als goldene Möglichkeit für einen „Liebesbeweis“ an den Guru propagiert. |
Zahl der Mitglieder und Anhänger
Der Chinmoy-Kult gibt offenbar keine Anhänger-Zahlen an.
Nach einem Artikel von Alex Ginsberg (New
York Post 23.5.2004 http://www.rickross.com/reference/srichinmoy/srichinmoy28.html)
hatte der Chinmoy-Kult weltweit 4.000 Anhänger.
Mit Anhänger sind nachfolgend die
"Disciples" und die Dauerkunden gemeint.
1993: Nach Schätzung deutscher
Ehemaliger gab es um 1993 im deutschsprachigen Raum 700 Anhänger.
Europaweit waren es schätzungsweise 1500-1700. Weltweit ca. 6 bis
7000 Anhänger. In Russland ca. 2000 Anhänger. In Amerika und
Kandada zusammen vielleicht 3000.
In Japan 100, Australien 50 und in Indien
vermutlich keine.
2004: Deutschland etwa 200, europaweit
ca. 500, Russland 1000. Weltweit, so lautet eine Schätzung, "aber
nicht mehr als 3000. Es sei denn die ehemaligen Ostblockländer haben
schwer zugelegt, denn dort gabs 1997-2000 die meisten neuen Disciples".
Allein in Moskau sollen es zeitweilig 1500 gewesen sein. Nachdem Chinmoy
aber radikaler wurde und auf Einhaltung aller Regeln drängte, sei
die Zahl der Anhänger geschrumpft.
Aus einem Artikel von Alex Ginsberg "Ex-Followers
Rip 'Sleazy' SRI" (New York Post 23.5.2004 http://www.rickross.com/reference/srichinmoy/srichinmoy28.html)
und http://groups.yahoo.com/group/Sri_Chinmoy_Open_Forum/message/1720
| Rudra Tamm war Mitglied der Gruppe seit
1968 und arbeitete für diese als Rechtsanwalt bis 2002. Er sagt, die
Operationen des Ghose seien fast völlig Bargeld-gesteuert,
mit Anhängern aus aller Welt, die Teile ihres Einkommens direkt an
den Guru weiterleiten, um seine Aktivitäten und sein Leben zu unterstützen.
Tamm sagte, viele Anhänger hätten sich verschuldet, nur um den Guru zu unterstützen und um an der jährlichen dreimonatigen Winterreise teilnehmen zu können. "Für viele Anhänger", sagte Tamm, "besteht ihre ganze Existenz darin, genug Geld für den Weihnachts-Trip zu beschaffen". |
Rudra Tamm, a member of the group since
1968 who served as the organization's attorney until 2002, said Ghose's
operation is almost entirely cash-driven, with disciples across
the world funneling parts of their incomes directly to the guru to support
his life and activities.
Tamm said many disciples went into debt just to support the guru and to attend the group's annual three-month winter trip. "For a lot of disciples," said Tamm, "their whole existence is saving enough money to go on the Christmas trip." |
Chinmoys wichtigste Wege
der Geldbeschaffung
1. Von Aussenstehenden:
Nach einem Artikel von Alex Ginsberg (New York Post 23.5.2004 http://www.rickross.com/reference/srichinmoy/srichinmoy28.html) hat der Chinmoy-Kult weltweit 4.000 Anhänger. Diese tragen die Hauptlast der Finanzierung. Daraus ergibt sich die ständige Notwendigkeit der Anwerbung neuer Anhänger, etwa durch Konzerte (>>). Hauptsächlich geht es um
Nach Kahr (Seite 173, >>) gibt es etwa 170 "Divine Enterprices", vgl. http://www.AGPF.de/Chinmoy-Firmen.htm. In Frage kommen insbesondere:
| Chinmoy:
Hintergrund
Nach aussen tritt Chinmoy unverfänglich
als Yoga- und Meditationslehrer, Sportler und Künstler auf. Intern
wird er vertraulich "Guru" oder "CKG" (für Chinmoy Kumar Ghose)
genannt. Chinmoys Anhänger sind vermutlich Sinnsucher und Interessenten
spiritueller Angebote.
Wichtigste Verhaltensregel ist die sexuelle Enthaltsamkeit, unten. Wichtige Werbeinstrumente sind Konzerte (>>) und Dauerlauf-Veranstaltungen (>>), auch als Weltfriedenslauf oder Marathon bezeichnet. Diese entfalten eine erheblich Breitenwirkung. Angesprochen werden Politiker, Sportler und insbesondere Schulen, Lehrer und Schüler. Schulen und Turnhallen sind auch die Orte der monatlichen Treffen ("Joydays", Freudentage), übernachtet wird dort meist in Schlafsäcken auf dem Boden.
|
![]() |
Chinmoy-Konzerte: Werbeveranstaltungen
Dazu mehr unter http://www.AGPF.de/Chinmoy-Konzerte.htm
Chinmoy pflegt mit einiger Regelmässigkeit Konzerte zu veranstalten.
| 2005 wird in Deutschland eine "World
Harmony Tour" veranstaltet.
Angekündigt wird lediglich "Musik des Herzens". Der Name des Gurus wird nicht genannt. Rechts ein Plkat für ein Konzert in Mannheim, also unweit von Heidelberg, wo im geheimen "Tempel" eine Luxuswohnung auf Chinmoy wartet. |
![]() |
Hier ein Foto vom Schaufenster des SEWA-Ladens in Berlin, der zum Guru-Konzern gehört. | ![]() |
Biografisches: Vom Sekretär zum Gott
Für seine Anhänger ist Chinmoy de facto ein Gott. Er traktiert diese dafür mit zahllosen Regeln, die tief in deren Leben eingreifen und offenbar akzeptiert werden, weil er als Gott angesehen wird. Deshalb stellt sich die Frage, wie Chinmoy zum Gott geworden ist.
Chinmoy Kumar Ghose wurde 1931 in Bengalen geboren. Das gehörte damals zu Indien, heute zu Bangladesh. Sein Vater war Eisenbahninspektor und starb, als Chinmoy elf Jahr alt war. Ein Jahr später starb seine Mutter. Chinmoy und seine sieben älteren Geschwister kamen 1944 in den Ashram von Pondicherry, später wegen seines Leiters Aurobindo bekannt geworden. Soweit die Fakten. Alles andere sind Anekdoten. So auch die stereotyp wiederholte Behauptung, das Kind Chinmoy sei in den Ashram "eingetreten", wie auch Hüttl in seiner Dissertation schreibt. Diese Dissertation ist aus erkennbar sympathisierender Position geschrieben, enthält im übrigen aber eine Reihe verlässlicher Informationen und Angaben weiterer Quellen. Hüttl (Seite 33 Fussnote 18) schildert, dass Chinmoy ältester Bruder bereits seit Jahren im Aurobindo-Ashram war und dass seine Mutter deshalb Kontakt dorthin hatte. Es war also nur folgerichtig, dass die Waisen ihrem ältesten Bruder folgten.
Im Aurobindo-Ashram blieb Chinmoy bis 1964, also 20 Jahre lang. Auch aus dieser Zeit und seinen Weggang sind nur Anekdoten bekannt.
Eine Kanadierin mit dem angenommenen Namen Alo Devi, geboren 1927, hat offenbar im Aurobindo-Ashram beschlossen, für und mit Chinmoy eine "göttliche Stiftung" aufzubauen (vgl. Hüttl S. 40). Chinmoy folgte ihr offenbar 1964 nach New York. Fakten darüber fehlen, was nicht verwunderlich ist, da Chinmoy bis dato ein gänzlich unbekannter Sekretär aus Indien war. Im indischen Konsulat in New York bekam er einen Job als Assistent in der Abteilung für Reisepässe.
Der Beginn seiner Laufbahn als Guru liegt im Dunkeln. Es liegt nahe, dass er dabei auf seinen Erfahrungen im Aurobindo-Ashram aufgebaut hat, der im wesentlichen von westlichen Anhängern finanziert wurde. 1965 hielt Chinmoy erstmals öffentliche Vorträge, unter wechselnden Adressen wurden in New York kleine "centres" eingerichtet. Alo Devi trug offenbar zur Finanzierung bei, indem sie zwischenzeitlich in Kanada jobbte. Sie spielt bis heute eine massgebliche und undurchsichtige Rolle in der daraus entstandenen Organisation. Hüttl (S. 39, Fussnoten) weist darauf hin, dass Chinmoys zahlreiche Bücher keinerlei Erwähnung von Alo Devi enthalten. Alle Informationen stammen aus ihren Tagebüchern, die sie offenbar in "Eigeninitiative" (Hüttl) veröffentlicht hat.
All das lässt sich zwanglos auch dahingehend interpretieren, dass Alo Devi einen unbekannten Sekretär aus einer indischen sozialen Einrichtungen in die Vereinigten Staaten importiert und aus ihm einen Gott gemacht hat, was dieser heute verständlicherweise nicht gerade an die grosse Glocke hängt.
Die Ausgangsfrage, wie Chinmoy zum Gott geworden ist, lässt sich aus den vorliegenden Informationen kaum anders beantworten. Auch die Verwendung unterschiedlichster Begriffe ändert daran nichts, etwa des "Avatar", was als menschliche Verkörperung Gottes oder göttlichen Bewußtseins verstanden wird, etwa vergleichbar Jesus Christus (Einzelheiten: Hüttl S. 90 ff).
1967 kündigte Chinmoy den Konsulats-Job. 1968 sollen Anhänger Chinmoys ihm ein Haus in New York gekauft haben, in dem er noch heute lebt.
Chinmoy stiess damals auf wachsendes Interesse für indische Meditation. Maharishi Mahesh Yogi (vgl. http://www.AGPF.de/tm.htm ) war schon seit 1958 in den USA. In Deutschland war er erstmals 1960. 1962 gab es in Deutschland bereits 18 Filialen mit 7000 Anhängern. 1967 war Maharishi zur Stelle, als der Manager der Beatles starb und wurde weltberühmt. Das Interesse an Meditation wuchs schlagartig, deshalb auch der Bedarf an Interpreten des Begriffes und an Lehrern der Kenntnisse und Fähigkeiten.
UNO-Generalsekretär war 1961-1971 U Thant aus Birma, welches etwa dort an Indien grenzt, wo Chinmoy geboren wurde. Es ist somit nicht verwunderlich, dass an der UNO eine Meditationsgruppe für Delegierte und Angestellte eingerichtet wurde. Wann und von wem, ist unklar. Ebenso, wie Chinmoy zu deren Leiter wurde und was das bedeutete. Hüttl (S. 45):
"Die erste Meditation in dieser nun lang an andauernden Folge hielt Sri Chinmoy am Dienstag, den 14. April 1970 von 12.00 Uhr bis 1.00 Uhr im "Peace Room of the United Nations Church Centre". Diese Gelegenheit deutete Sri Chinmoy als Auftrag, für den Weltfrieden zu arbeiten und seinen Yogaweg als Beitrag zum Weltfrieden und zur Völkerverständigung zu interpretieren".Schon damals erlaubte es Chinmoys Selbstverständnis, der Bewegung zwei Feiertage aufzugeben: den 13. April, Tag der Ankunft Chinmoys im Westen und den 27. August, sein Geburtstag. Bis heute erwartet er von jedem seiner langjährigen "Schüler", an diesen Tagen in New York zu sein. Viele hausen dann in zusammengenagelten Bretterverschlägen mit kaum mehr Platz, als zum Liegen benötigt wird, auch als Bett bezeichnet. Dafür bezahlen sie im Voraus angeblich um 5.000 Dollar für eine Art Dauer-Wohnrecht an andere Chinmoy-Anhänger, die das Haus gemietet oder gekauft haben. Wer das nicht bezahlen konnte, mußte "in angemieteten leerstehenden Häusern auf Luftmatratzen am blanken Boden schlafen, und das mitunter in Sardinendosenmanier, Schlafsack an Schlafsack" (Kahr S. 61).
Chinmoy,
der Gewichtheber-Betrüger
Später wurde das Video vorgeführt. Es war keinerlei Bewegung der Gewichte zu sehen. Beim dritten Versuch rief Chinmoy: "Seht, könnt ihr die Bewegung der Gewichte sehen?" Schweigen. Chinmoy liess das Video wieder und wieder vorführen. Chinmoy sprach dann einzelne Anhänger an und fragte diese, ob sie die Bewegung sehen würden. Schliesslich sagte eine Frau, sie sehe die Bewegung. Chinmoy bearbeitete die Anwesenden einzeln so lange, bis alle bis ausser Tamm riefen, ja sie sähen die Bewegung der Gewichte.
Aus einem Artikel von Alex Ginsberg "Ex-Followers
Rip 'Sleazy' SRI" (New York Post 23.5.2004 http://www.rickross.com/reference/srichinmoy/srichinmoy28.html)
und http://groups.yahoo.com/group/Sri_Chinmoy_Open_Forum/message/1720
| Alex Zwarenstein arbeitete bis 1989 als
einer der offiziellen Photographen für Ghose. Er erzählte The
Post, er habe Photographien mir Airbrush retuschiert, um des Gurus Können
als Gewichtheber zu übertreiben.
"Er wusste, dass ich Künstler war", sagte Zwarenstein. "Er rief mich in sein Haus und sagte, "du siehst, dass ich das gehoben habe, aber das Bild ist nicht deutlich genug. Kannst du das so machen, dass es es ein wenig höher aussieht?" |
Alex Zwarenstein, who served as one of
Ghose's official photographers until 1989, told The Post he airbrushed
photographs to exaggerate the guru's weightlifting ability - one of the
key components of his
image. "He knew I was an artist," Zwarenstein said. "He called me over to his house and he said, 'You see that I've lifted this but the picture isn't clear enough. Could you make it so that it looks like it's a bit higher?' " |
Dass Gurus die Öffentlichkeit anlügen,
ist nicht gerade neu.
Verblüffend ist allerdings, dass
die Presse seit vielen Jahren immer wieder darüber berichtet, offenbar
ohne jede Nachprüfung.
Zuletzt im November 2004:
| Kölner Stadt-Anzeiger vom 14.11.04
73-Jähriger Fitness-Aktivist
stemmt Elefanten, Flugzeuge und eine Yacht
|
| Am 13.11.2004 berichtete sogar das ZDF in seiner Boulevard-Sendung "Hallo Deutschland". Zu sehen war ein alter Mann, der dick in Winterklamotten verpackt seinen Auftritt abwartete. Dann trat er an die vorbereiteten Aufbauten, nahm zwei Handgriffe, stöhnte ein paar Töne mit dem Vokal U, zog die Griffe etwas herunter, und wieder war ein Rekord gepurzelt. | ![]() |
![]() |
| Zu erkennen war wenig, eins
aber ist sicher:
Gestemmt hat der Mann nichts. Er hat sich offenbar als Gewicht an eine grosse Waage gehängt und somit unter Ausnutzung der Hebelkraft Gegenstände angehoben. Dabei ist es naturgemäss völlig gleichgültig, wie schwer die Gegenstände sind. Entscheidend ist die Hebelwirkung. Jeder der anwesenden Chinmoy-Anhänger oder etwa vorbeikommender Spaziergänger hätte dasselbe gekonnt. Das ZDf referierte artig, was man ihm sagte und liess auch Chinmoy reichlich zu Worte kommen. In der Bildunterschrift wurde Chinmoy als "Philosoph & Fitnessaktivist" bezeichnet. |
![]() |
Sexuelle Enthaltsamkeit - nicht für den Guru?
Dazu auch: "Sex mit Chinmoy": Ein Bericht http://www.AGPF.de/Chinmoy-Ex.htm#SexwithGhose
Zu Chinmoys angeblicher Lehre gehört
Enthaltsamkeit.
Nach aussen wird gesundheitliche Enthaltsamkeit
hervorgehoben, also Verzicht auf Alkohol, Nikotin und Fleisch.
Verbunden mit sportlicher Betätigung
erscheint dies wie ein Gesundheitsprogramm.
Wohl deshalb sind immer wieder Prominente
bereit, ihren Namen für die Werbung herzugeben.
Intern wird aber auch sexuelle Enthaltsamkeit
gefordert, selbst bei verheirateten Anhängern (Kahr
S. 40).
Für viele seiner Anhänger
dürfte diese Enthaltsamkeit erhebliche Probleme verursachen, zumal
es dabei keineswegs nur um sexuelle Kontakte geht. Fast jeder Kontakt mit
dem anderen Geschlecht ist untersagt.
Wenn neuerdings immer häufiger über Chinmoys sexuelle Aktivitäten mit seinen Anhängerinnen berichtet wird, so dürfte dahinter auch die Enttäuschung über den Verrat an den eigenen Idealen stecken, aber auch darüber, dass Chinmoy von seinen Anhängern ein höchst unbequemes Verhalten fordert und sich selbst nicht daran hält. Beispiel:
Bei der Beurteilung dieser Berichte wird zu berücksichtigen sein, dass seine Anhängerinnen Chinmoy als gottähnlich betrachten. Hinzu kommt, dass Chinoy verlangt, "daß ihr jede Bitte von mir als einen göttlichen Befehl auffaßt".Umso wichtiger wäre eine Stellungnahme
der Chinmoy-Organisationen.
Dies insbesondere auch deshalb, weil
Chinmoy offenbar auch minderjährige Anhängerinnen hat (vgl.
den Bericht von Andrea unter http://members.chello.at/srichinmoy/wf00009.htm,
die bereits als 14-jährige an dem ersten "gratis Meditationsvortrag"
und dem nachfolgenden "gratis-Kurs" teilnahm ) und die Anwerbung
von Anhängerinnen zu einem grossen Teil über Schulen zu laufen
scheint.
Strafen durch Ankündigung negativer Persönlichkeitsentwicklung bei Verstoss gegen Gehorsamsanforderungen
Wer gegen Chinmoys Regeln verstösst,
kann ausgeschlossen werden.
Das klingt harmlos und bestätigt
scheinbar sogar rechtmässiges Verhalten der Organisation.
Denn das Oberverwaltungsgericht Münster
(5 B 71/94 Beschluss vom 1.8.1995) hatte geschrieben:
"Den in das Verfahren eingeführten eigenen Schriften der Sri Chinmoy-Bewegung ist zwar ein hohes Maß an Gehorsamsanforderungen zu entnehmen, ein hinreichender Gefahrenverdacht ist damit jedoch nicht belegt. Bei der Bewertung von Gehorsamsforderungen im Hinblick auf die Rechtfertigung von Warnungen ist zunächst in Rechnung zu stellen, daß ein erhebliches Maß an abverlangtem Gehorsam für Gemeinschaften, die dem religiös-weltanschaulichen Bereich zuzurechnen sind oder den Anspruch erheben, diesem Bereich anzugehören, gerade typisch ist. Die Mitgliedschaft in einer Vereinigung, die für sich in Anspruch nimmt, eine wertende Stelhungnahme zum Ganzen der Welt zu vertreten, ist regelmäßig mit entsprechend umfassenden Pflichten zur .Beachtung der maßgeblichen Lehren verbunden.Das Oberverwaltunggericht hat also gesagt:
Bei denjenigen, die diesen Pflichten nicht mehr hinreichend genügen, stellt sich die Frage des Austritts oder Ausschlusses. Gefahren drohen in diesem Zusammenhang erst dann, wenn der Gehorsam nicht mehr freiwillig aufgebracht wird und das Verfahren von Austritt und Ausschluß nicht mehr funktioniert. Dafür liegen speziell für die Bewegung des Antragstellers - auch im Hinblick auf psychische Beeinflussungen durch Ankündigung negativer Persönlichkeitsentwicklung für den Fall des Austritts - jedoch keine hinreichenden Anhaltspunkte vor. Die Schrift "Everest-Strebsamkeiten" spricht den Ungehorsam als Grund für das Ausscheiden von Mitgliedern selbst an. Es muß im Rahmen des vorliegenden Verfahrens mangels greifbarer gegenteiliger Anhaltspunkte davon ausgegangen werden, daß - trotz der engen Bindungen der Mitglieder an die Bewegung - Austritte und Ausschlüsse aus diesem Grund auch praktiziert werden".
(Urteil Seite 5, http://www.AGPF.de/Chinmoy+Gerichte.htm#OVG5).
Als Beispiel sei hier der Kahr-Artikel
aus "Connection" zitiert.
| Aus: Alexander Kahr: Totalitarismus
des Lichts, Connection Nr. 2/2003 http://www.AGPF.de/Chinmoy-Kahr-Connection2003.htm#Outside
Es brauchte also seine Zeit, bis ich mich wieder in das so lange verdrängte Outside, die „Welt da draußen“, integriert hatte, vielleicht ebenso lange, wie ich dazu benötigte, den narkotisierenden Indoktrinationsapparat zu durchbrechen. Bis zu meinem Austritt hatte ich mir nämlich eine eiserne Gedankenkontrolle angeeignet, die selbst den kleinsten kritischen Gedanken über Sri Chinmoy sofort abblockte – schließlich war der Guru für mich als Disciple über alles erhaben. An machen dunklen Tagen betete (!) ich sogar zu ihm, dass er mich trotz meines Ungehorsams – und sei dieser auch nur unbewusst – nicht mit einem Hinauswurf bestrafen möge. Ein Leben ohne Sir Chinmoy konnte ich mir damals nicht vorstellen. Missbrauch als "Segnung" Wie Eltern ihre Kinder für deren erschreckend schlechtes Verhalten bestrafen, genauso bestraft die Seele den unfolgsamen Verstand, das Vitale und den Körper. Natürlich sehen wir die Bestrafung im physischen Körper, aber der Verstand, das Vitale und der Körper sind alle gleichermaßen beteiligt, wenn sie etwas erschreckend Schlechtes tun. Die Seele besitzt und nutzt die Fähigkeit, einzelne Körperteile erheblich zu schädigen. Es können eure Augen sein, es kann euer Kopf sein, es kann eure Brust sein, es können eure Beine sein oder eure Ohren. So bestraft die Seele den Körper.Als ich schließlich nach meinem Austritt mit anderen Exdisciples erstmals unzensiert reden konnte, wurde mir schnell bewusst, dass nicht nur ich eine Art von Massenhypnose, wenn nicht gar einer psychischen Misshandlung, erlegen war. Dabei war es mir im Vergleich zu manchen anderen Disciples noch relativ gut ergangen, wie zum Beispiel das Schicksal der 40-jährigen US-Amerikanerin Anne C. belegt. |
Bisher keine Reaktion von Chinmoy oder seiner Organisation auf die Vorwürfe sexueller Aktivitäten des Gurus
Zwar hat sich eine "Chingroup" zu Worte
gemeldet. Allerdings beklagt diese sich lediglich über die Verbreitung
der "unbewiesenen" Berichte und meint, man solle zunächst abwarten,
ob eine zuständige Behörde diese bestätige.
Aber wer soll das sein?
Dazu steht dort nichts.
Selbstverständlich gibt es keine
Behörde, die sich für sexuelle Aktivitäten von Gurus interessiert,
so lange es nicht um Minderjährige oder um Vergewaltigung geht.
Es handelt sich also um ein durchsichtiges
Ablenkungsmanöver. Nicht einmal ein Verfasser ist angegeben.
Hier das E-Mail der Chinmoy-Gruppe:
| Chingroup (chingroup@yahoo.com)
11.11.2001 Newsgroups:alt.meditation Ich denke, es ist Zeit, dass Sie aufhören, unbewiesene Behauptungen und Anschuldigungen über Sri Chinmoy zu verbreiten. Sie vermuten, dass all die negativen Geschichten wahr sind, die Sie über Sri Chinmoy hören und Sie verbreiten diese öffentlich. Eine unvoreingenomme Person würde abwarten, bis diese Geschichten durch eine zuständige Behörde bewiesen worden sind, ehe sie damit an die Öffentlichkeit geht. Da Sie dies nicht tun, sind Sie kein glaubhafter Zeuge, sondern lediglich eine jemand, der grossen Hass auf Sri Chinmoy hat. Es ist bekannt, dass Sie von Sri Chinmy vertrieben worden sind, weil Sie etliche seiner Regeln gebrochen haben. Deshalb sind Sie kein glaubhafter Zeuge, insbesondere weil Sie darauf aus sind, grundlose und bösartige Gerüchte zu verbreiten. Niemals wurden Beschwerden über Sri Chinmoy an Behörden gerichtet. Wenn es derart ernsthafte Missetaten gäbe, wie Sie andeuten, wäre dies sicher der Fall gewesen. Aber weil Sie nicht bereit sind, den Behörden persönlich gegenüber zu treten und Ihre grundlosen Anschuldigungen zu beweisen, sollten Ihre Anklagen völlig ignoriert werden. Ich bin keine PR-Person für Sri Shinmoy und ich spreche nicht für Sri Chinmoy oder seine Organisation. Wenn Sie richtige Informationen über
Sri Chinmoy haben wollen, schlage ich vor, dass Sie die Internet-Seite
besuchen:
|
Chingroup (chingroup@yahoo.com)
11.11.2001 Newsgroups:alt.meditation I think it is time that you stopped making unsubstantiated statements and accusations about Sri Chinmoy. You assume that all the negative stories that you hear about Sri Chinmoy are true and you are circulating this information publicly. A fair-minded person would wait until these stories had been substantiated by the appropriate authorities before going public. If you don't do this, you are not a credible witness, but merely a person who has a huge grudge against Sri Chinmoy. It is well known that you were expelled from the group by Sri Chinmoy because you broke several of his rules. This means that you are not a credible witness, particularly because you are prepared to spread unfounded and vicious rumors. There have never ever been any complaints made to authorities about Sri Chinmoy. If the misdeeds were as serious as you suggest, this surely would have been done, but because you are not prepared to front up personally to the authorities and substantiate your baseless allegations, your accusations should be totally ignored. I am not a PR person for Sri Chinmoy and I do not speak for Sri Chinmoy or his organization. If you want to obtain proper information
about Sri Chinmoy I suggest you visit the site:
|
Und hier der Zusammenhang,
in dem es verschickt wurde
(zu finden über die Suchmaschine
www.google.de, dort unter "groups" nach Chinmoy suchen):
Es handelt sich also um die Antwort auf
ein E-Mail, in dem lediglich auf eine Website hingewiesen wurde.
Berichte nach summarischer Prüfung eher zutreffend
Im übrigen spricht nach vorerst summarischer
Prüfung einiger Berichte sehr viel für die Richtigkeit der Berichte
über Chinmoy sexuelle Aktivitäten mit seinen Anhängerinnen.
Die Berichte enthalten keineswegs nur
pauschale Behauptungen, sondern teilweise detaillierte Schilderungen.
Bis hin zu üblicherweise durch Kleidung
verdeckten körperlichen Eigenschaften Chinmoys und seiner Wortwahl
beim Geschlechtsverkehr.
Beispiel:
"Ullas": Sex-Behauptungen sind wahr
Chinmoy hat ihm den Namen "Ullas" gegeben.
Er war 23 Jahr lang Chinmoy-Anhänger, bis Januar 2000.
Am 25.7.2002 veröffentlichte er in
der Chinmoy-kritischen Newsgroup unter
Ullas weist ausdrücklich darauf hin, dass es keineswegs nur um Sexualität gehe, sondern um sexuelle Handlungen eines Mannes, der sich als der geistige Vater seiner Anhänger bezeichnet und der von seinen Anhängern strikte sexuelle Enthaltsamkeit verlangt. Er weist auf die präzisen Details hin und darauf, dass nicht nur übliche sexuelle Handlungen geschildert wurden sondern auch Abtreibungen mit Chinmoy als Vater. Chinmoy habe von Frauen verlangt, vor ihm sexuelle Handlungen nach seinen genauen Anweisungen miteinander vorzunehmen, obwohl diese Frauen keine lesbische Neigung hatten
Einige dieser Vorfälle müsse man als schwerwiegenden Missbrauch von Macht und Einfluss ansehen, zumal dies offenbar seit mindestens 28 Jahren so gehe (der erste Vorgang werde von 1973 geschildert, der letzte von 2001).
"Ullas" kennt offenbar alle oder viele
der Beteiligten.
Er nennt seinen bürgerlichen Namen
in diesem E-Mail nicht.
Das ist in derartigen Newsgroups durchaus
üblich.
Diejenigen, an die er seinen Brief richtet,
wissen, wer er ist und die meisten kennen wohl auch seinen bürglichen
Namen.
Er weiss also auch, dass es ein leichtes
ist, seine bürgerlichen Namen in Erfahrung zu bringen.
Ob verheiratet oder nicht: Chinmoy-Anhänger
dürfen keine Kinder bekommen:
"Ich halte die Disciples vom Kinderkriegen ab, weil wenn Kinder in das Leben von Disciples kommen, bleibt der Gott im ersten Stock nicht mehr der einzige Gott. Sie bekommen im Erdgeschoss einen anderen Gott: ihr Kind." (Chinmoy: Solul-Education for the Family-World, Agni Press, New York, Seite 27, zitiert nach Kahr S. 144)
Dazu auch oben:
Der Guru-Konzern
und Chinmoy-Firmen:
"göttliche Unternehmen" - http://www.AGPF.de/Chinmoy-Firmen.htm
Die nachfolgende Liste ist nicht vollständig
Hier das Chinmoy-Buch "Meditation",
deutsch 1979 im Sri Chinmoy Verlag, Zürich. Auf der Rückseite
des Buches heisst es unter dem Foto des Autors:
"Sri Chinmoy, Leiter der Meditationen an den Vereinten Nationen in New York"Auf dem Buch "Friede - innen und aussen - ", 1984, derselbe Verlag und derselbe Autor, heisst es vorn auf dem Umschlag: "Vorträge und Stellungnahmen des Leiters der Friedens-Meditationen am Hauptsitz der Vereinten Nationen".Auf der Rückseite des Buches: "Sri Chinmoy leitet seit 1970 die Friedens-Meditation an der UNO in New York" |
![]() |
kritisch:
pro Chinmoy:Ulrich Dehn im EZW-Materialdienst 7/98: Weltfriedenslauf der Sri-Chinmoy-Bewegung
Allein schon die Bilder in den Websites zeigen, an wen Chinmoy sich mit dem Dauerlauf-Spektakel in erster Linie wendet: an Schüler und junge Menschen. Das gilt insbesondere für die Seite Peace Run an Schulen www.peacerun.de/index_flashlos.htm. Demnach haben "Zehntausende von Schulen der ganzen Welt den Peace Run empfangen". Nicht nur das: die Kinder werden aktiv einbezogen. Und Lehrer.Liste der Websites zum Friedenslauf: Deutsche Websites:
Der Text bedient sich der Sprache der Friedensbewegung in gemässigter Version und enthält zusätzlich die für Schulen erforderlichen Zutaten. Da fällt es kaum auf, wenn eher beiläufig ein Formular enthalten ist:Leitfaden für Schulaktivitäten zum Thema Frieden
10.000 Schulen für den Frieden
- Ein Projekt des Weltfriedenslaufes (Sri Chinmoy Oneness-Home Peace Run) -
Erklärungsformular
Ich gebe hiermit dem Peace Run die Erlaubnis, die Arbeit meines Kindes auszustellen und zu vervielfältigen. Ich verzichte auf das Urheberrecht für die Arbeit meines Kindes und akzeptiere, dass das Plakat/ der Aufsatz/ das Gedicht meines Kindes vom Sri Chinmoy Oneness-Home Peace Run nicht zurückgegeben werden kann.
Interview mit einer ehemaligen Sri Chinmoy-Anhängerin
Deutschsprachige Website einer Ehemaligen mit Bericht:
Joachim Valentin: Stichwort: Sri Chinmoy Bewegung. in BERLINER DIALOG 18-19, 3/4-1999
Das Buch von Alexander
Kahr ist auch als E-Book zu erhalten unter: http://www.Adina-Online-Verlag.com
| Alexander Kahr:
Mein Wille geschehe! Ein Aussteigerbericht über den Spirituellen Weg Sri Chinmoys Verlag Linonis ISBN 3-902305-00-2 260 Seiten Paperback 15,60 Euro Bestellung bei den Buchversendern oben oder notfalls per E-Mail direkt beim Autor: soham@lycos.at Dazu siehe auch: Drohbrief gegen kritischen Autor Dieses Buch beschreibt die Welt eines Schülers Sri Chinmoys. Es ist noch nicht viel über diesen Yoga und dessen Guru geschrieben worden. Vieles davon beruht auf Spekulationen oder Vorurteilen. Dieser Aussteigerbericht hebt somit erstmals den Vorhang zu einer von der Außenwelt recht abgeschotteten und oftmals auch mißverstandenen Gemeinschaft. Was steckt wirklich hinter Sri Chinmoy und seiner Lehre? Handelt es sich dabei tatsächlich um einen destruktiven Kult oder lediglich um einen verkannten Yoga-Weg? Was sind die Kriterien, die eine Gruppierung zur Sekte machen? Sind wir denn alle vor Manipulation, vor unscheinbarer Willensbeeinflussung gefeit? Dieses Buch gibt einen umfassenden Einblick in die Bewegung Sri Chinmoys. Wie ist sie organisiert? Wie interagiert sie im Inneren und mit Außenstehenden? Wie ausgeprägt ist das Regel- und Strafsystem? Wie funktioniert das Netz der allgegenwärtigen Kontrolle und die Missionierungsmaschinerie? Was spielt sich tatsächlich hinter den Kulissen, im innersten Schülerkreis, ab? Der Autor dieses Buches gibt darauf vor allem gelebte Antworten, die sich nicht zuletzt auf seine langjährige Erfahrung als Schüler Sri Chinmoys stützen. Wie war sein Leben vorher? Was waren seine Beweggründe für den Beitritt? Wie hat er persönlich diesen Weg erlebt? Was hat ihn dazu bewogen, Sri Chinmoy wieder zu verlassen? Und welche Probleme und Hindernisse stellten sich ihm vor und nach seinen Austritt entgegen? |
![]() |
| Hüttl, Horst:
Die Sri-Chinmoy-Bewegung im deutschsprachigen Raum.
Dissertation Graz 1998. Eigenverlag. Bestelladresse: Horst Hüttl Hauptrstr. 128 A-8401 Kalsdorf Fax +43-3135-525344 Alexander Kahr
(S. 106) über "Das Buch eines Pfarrers":
|
![]() |
Thomas Gandow: Guru Chinmoy und die
Sri-Chinmoy-Bewegung.
Oneness-Home-Friedenslauf - Friedenskonzerte
- UNO-Meditation
Evangelischer Presseverb. Bayern, 1993,
80 Seiten ISBN 3-583-50657-X
Inhalt: http://www.religio.de/indien/chinmoy/chinmoy.html
Friedrich-Wilhelm
Haack 1982 über Chinmoy
| Aus: AGPF
AKTUELL II/89 vom 14.7.89
BÜRGERMEISTER ALS SEKTEN-UNTERSTÜTZER SHRI-CHINMOY-KULT: "RATTENFÄNGERSTADT WARNT VOR JUGENDSEKTE" So lautete die Überschrift eines Berichtes
der "Welt" vom 3.6.89. Berichtsgegenstand: Ein "Weltfriedenslauf", mit
dem der Kult
Bereits zehn Tage zuvor hatten die Städte
Nürnberg, Fürth, Erlangen und Schwabbach ihre "Zusagen kurzfristig
ersatzlos
|
| Aus: www.ekd.de/ezw/publ/ftexte/info0798.rtf
“Informationen” aus dem Materialdienst 07/98 HINDUISMUS
Vom 13. bis 28. Mai fand wieder einmal der deutsche Abschnitt des inzwischen alljährlichen Weltfriedenslaufs der Sri-Chinmoy-Bewegung statt, der seinen An-fang in Köln nahm und am 28. Mai im brandenburgischen Guben endete. Jedesmal führen die Anmeldung des Laufs und seine Einladung an prominente Gestalten und Kommunalpolitiker, den Lauf zu empfangen und zu begrüßen, zu Irritationen bei Behörden und anderen Stellen und zu zahl-reichen Anfragen bei Weltanschauungsbe-auftragten. Die Sri-Chinmoy-Zentren ste-hen für eine recht bekannte, aber eher mit-gliederschwache neohinduistische Meditationsbewegung, die von dem Bengalen Chinmoy Kumar Ghose (geb. 1931) ge-gründet wurde und bis heute in seinen streng führenden Händen liegt. Ghose wuchs im Ashram des neohinduistischen Pioniers Sri Aurobindo in Pondicherry auf und nahm dort auch die entscheidenden Impulse für seine eigene religiös-philosophische Ausrichtung auf. Zentral sind etwa folgende Aussagen: “Im Verlauf der Evolution muß jede Seele durch das pflanzliche Leben und das tieri-sche Leben gehen, bevor sie in das menschliche Leben eintreten kann... Durch Meditation wird sich die Seele ihrer Ent-wicklung auf ihrer ewigen Reise voll be-wußt.” Der religionsübergreifende An-spruch der Bewegung wird durch diese eindeutig evolutionistisch-neohindu-istischen Äußerungen, die auch mit dem Christentum nicht zu vereinbaren sind, relativiert. Einladungen zur Meditation und zu Yoga-Übungen erfolgen oft im neutra-len Stil ohne Hinweis darauf, um welche Gruppe und welchen Meister es sich han-delt. Sri Chinmoy selbst tritt als unermüdlicher Autor, Maler und Komponist auf und rief u. a. eine Reihe von Friedensaktivitäten ins Leben, darunter auch 1987 den “Sri Chinmoy Oneness-Home Peace Run”, der zunächst in zweijährlichem Rhythmus, nunmehr jährlich Aufmerksamkeit auf sich zieht. Zahlreiche Prominente (Mutter Teresa, Desmond
Tutu, M. Gorbatschow, Kofi Annan, Königin Silvia von Schweden, Olympiasieger
Carl Lewis und andere) haben sich in dieser oder jener Weise zum Weltfriedenslauf
verhalten; der Umgang mit Pro-minenten ist Chinmoy Ghose aus den Zei-ten
seiner Tätigkeit im indischen Konsulat in New York, das ihm auch Zugang
zu UNO-Kreisen verschaffte, ein gewohntes Pflaster. Die Vorbehalte gegen
den Lauf wenden ein, daß er vorwiegend zu Werbezwecken für die
Meditationsbewegung diene - allerdings ein (Neben)effekt, den sich mit
Sicherheit auch die Kirche von entsprechenden Gelegenheiten wünschen
würde. Auch wenn die Vermutung zutref-fen mag, aufgegangen ist diese
mutmaßli-che Rechnung wohl nur wenig, da von ei-nem jeweiligen Anschwellen
der Sri-Chinmoy-Bewegung aufgrund von Welt-friedensläufen bisher nichts
bekannt wur-de. Markenzeichen ist eine leuchtende Fa-ckel, die den gesamten
Lauf begleitet.
|
Chinmoy
über Selbstmord: " ... unendlich viel schlimmer, als lebendig in Öl
gebraten zu werden"
Bericht
einer ehemaligen Chinmoy-Anhängerin vom 18.7.2002
Report
of a ex Chinmoy follower from July 18, 2002