www.AGPF.de 
Infos über Sekten, Kulte und den Psychomarkt 
AGPF - Aktion für Geistige und Psychische Freiheit 
Bundesverband Sekten- und Psychomarktberatung e.V. 
Adresse dieser Seite: http://www.AGPF.de/Chinmoy.htm  Zuletzt bearbeitet am 5.4.2012 
Beratung | Impressum | Zur Homepage | Inhaltsseite | Begriff Sekte | AGPF-Spendenkonto
 
 
 
Der Chinmoy-Kult:
Guru verlangt Enthaltsamkeit und hat selbst Sex mit Anhängerinnen praktiziert
Chinmoy Kumar Ghose nannte sich "Sri Chinmoy" und erweckte Jahrzehnte den Eindruck, als sei er der UNO-Guru (>>) und sein "Weltfriedenslauf" werde von der UNO unterstützt. In Wahrheit  sind die Dauerlauf-Veranstaltungen eines der wichtigsten Werbeinstrument des Gurus und seiner Sekte. Zielgruppen: Schulen, Schüler und Sportler. Der angebliche UNO-Guru, Hochleistungssportler und Hochleistungskünstler verlangte von seinen Anhängern sexuelle Enthaltsamkeit. Ehemalige Anhängerinnen berichten über sexuelle Aktivitäten mit Chinmoy.
Chinmoy ist am 11. Oktober 2007 im Alter von 76 Jahren in New York gestorben.

 
 
 
Inhalt dieser Seite: Zum Thema auch: In anderen Websites:
englisch:  
 
 
Morddrohung von Chinmoy?  

"Herr Ghose sagte mir (und meiner Frau) direkt ins Gesicht, dass "sie [seine Anhänger] deinen Sohn töten wollen ...". Dann hat er sofort das Thema gewechselt, ohne weitere Einschränkungen, Abschwächungen oder Kommentare. Er hat seine Todesdrohung nie zurückgenommen oder wiederholt".  

Originalwortlaut: “MR GHOSE SAID DIRECTLY TO MY FACE (and to my wife) that "…they [my disciples] want to kill your son…" after which he immediately changed subject, with no other qualifiers, denials or comments. He never retracted his death threat or addressed it again."  
Quelle: http://groups.yahoo.com/group/Sri_Chinmoy_Information/message/8106, Message 8106 vom 4.9.2006. Eine PDF-Kopie der Website mit dieser Message ist zu laden unter http://www.AGPF.de/Sri-Chinmoy-Informationmessage8106-2006-09-04.pdf
Der ehemalige Chinmoy-Anhänger schreibt, er habe vor über 3 Jahren das Centre verlassen, und dies sei die erste Nachricht auf dem Forum. Wortlaut: “It has taken me awhile to respond, this is my first posting since we left the Centre more than 3 years ago (after 22 years as disciples).“  Demnach muss diese Drohung 2002 oder 2001 erfolgt sein.   

Die Behauptung ist mit Vorsicht zu behandeln. Es handelt sich um einen Verdacht, nicht um eine Tatsache.  
Die Behauptung des Verfassers lässt sich nicht nachprüfen. Offenbar waren nur er und seine Frau dabei. Chinmoy wird vermutlich entgegnen, das habe er nicht gesagt oder nicht so gemeint. Auch das liesse sich nicht nachprüfen. Allerdings enthält die Message Nr. 8106 noch einige Angaben, die seine damalige Nähe zu Chinmoy zu bestätigen scheinen. Er schreibt:  

"Ein Jahr später, während des Jahres-Weihnachts-Retreats (in Caims in Australien) hat meine Frau Herrn Ghose mit der Todesdrohung konfrontiert, die wir von ihm erhalten haben (während der vorhergehenden Weihnachts-Reise nach Phnom Penh in Kambodscha). Er antwortete, "Es ist nicht passiert". Zu Beginn des Treffens hat er uns mitgeteilt, "euer Sohn lügt euch an, er schreibt noch immer im Internet über mein Sex-Leben ["vital life"]." Er machte keinerlei Anstrengungen, zu bestreiten, dass er tatsächlich ein Sexualleben hatte, obwohl er verlangte, dass seine unverheirateten Anhänger und Anhängerinnen enthaltsam leben, oder die Tatsache, dass tatsächlich Todesdrohungen gemacht wurden."  

Originalwortlaut: “ONE YEAR LATER, during the Annual Christmas Retreat (in Cairns Australia) my wife confronted Mr. Ghose concerning the death threat we had received from him (on the previous Christmas Trip to Phnom Penh Cambodia). He replied, "It's not going to happen." In the beginning of the meeting he had confided in us , "Your son is lying to you, he is still on the Internet writing about my sex life ["vital life"]." He made no effort to deny that he indeed did have a sex life, although he demanded that his unmarried disciples be celibate, or the fact that death threats had in fact been made.“
 
 

Die Sekte

Der Chinmoy-Kult enspricht den Anforderungen an den kulturellen Sektenbegriff, die der Bundestagsabgeordnete Dr. Hans Peter Bartels am 28.1.2000 im Bundestag vorgetragen hat. Der "kulturelle, umgangssprachliche Sektenbegriff" beziehe sich sich "auf die konfrontative Stellung der Gruppe im Verhältnis zur Gesellschaft":

"Aus dieser Perspektive sind Merkmale einer Sekte die Tatsachen, dass die Gruppe sich von ihrer Umgebung abkapselt, dass die Mitglieder der Gruppe von ihrem sozialen Umfeld isoliert werden und dass das Heilsversprechen der Gruppe mit einem Absolutheitsanspruch verbunden wird. Nicht das Heilsversprechen ist das Problem - das beinhalten jeder Glaube und auch manche Ideologie -, sondern der Absolutheitsanspruch. Elitebewusstsein, Machtanspruch, Gruppendruck, Bewusstseinskontrolle, Verschwörungsdenken, Verfolgungswahn, Psychoterror gegen Abtrünnige und Kritiker sind weitere Merkmale einer Sekte, wie wir sie verstehen. Das hat nicht mit Religion und Weltanschauung zu tun, sondern damit, wie eine Gruppe von Menschen sich gegenüber ihren Mitgliedern und gegenüber anderen verhält."
 
 
 

Zur Bezeichnung als Kult:
 
Aus: Thomas Heberer: Falungong - Religion, Sekte oder Kult? - http://www.religio.de/dialog/400/23_16-24.htm  


Darüber hinaus läßt sich Falungong mit dem soziologischen Begriff des "Kultes" fassen, denn beim Kult handelt es sich um eine lose strukturierte religiöse oder religionsähnliche Gruppierung, der man nicht formell beitritt. Die Zugehörigkeit definiert sich primär über bestimmte Weltsichten und Praktiken. Die Glaubensinhalte sind in der Regel synkretistisch, esoterisch und individualistisch. Kulte entwickeln sich häufig um charismatische Führer und lassen auch Verbindungen zu anderen religiösen Gemeinschaften zu.(3)  
3 Vgl. etwa Anthony Giddens, ed., Sociology, 3rd edition, Cambridge, Oxford 1997, S. 448f.
 
 
 

Der Uno-Guru

Seit Jahrzehnten wird der Eindruck erweckt, als sei Chinmoy so etwas wie der offizielle Guru der Uno. Tatsächlich nutzt er lediglich Räume im UNO-Gebäude, wie viele andere auch. Chinmoy lebt in New York, nach seinen Angaben arbeiten 60 seiner Anhänger bei der UNO (Kahr S. 33).  UNO-Generalsekretär Kofi Annan ist derzeit Chinmoys wichtigster Werbeträger, nachdem er einer der Veranstaltungen angeblich eine Grussbotschaft auf den Weg gegeben hat. Annan wurde 1996 gewählt, als längst bekannt war, dass Chinmoy die UNO für seine Werbung missbraucht. Folgerichtig lautet ein angebliches Grusswort von Papst Johannes Paul II: "Ihre Aktivitäten zum Wohle des Friedens auf der ganzen Welt nehmen einen wichtigen Platz ein, und dies ist von allen Ländern anerkannt worden, und es geschieht aus einem sehr guten Grund, dass Sie an den Vereinten Nationen so geschätzt werden."  (zitiert nach www.peacerun.de/texte/prbrosch.rtf ). Der Papst und Kofi Annan werden auf der Internet-Seite www.peacerun.de/momente.htm mit Chinmoys Friedensfackel in der Hand gezeigt.
Dazu mehr: >>
 
 
 
 

Der Guru-Konzern

Hinter dem Guru-Konzern steckt ein undurchsichtiges Geflecht von Firmen. Rückgrat dieses Firmenverbundes sind die SEWA-Firmen, abgekürzt von SEnsations-WArenhaus und SEensationWArehouse, zumindest teilweise unter dem Firmendach einer Madal Bal AG & Co GmbH in Wien. Chinmoys "Divine Enterprises" - göttliche Unternehmen - haben wenig mit Spirituellem zu tun und viel mit dem Verkauf von "unsäglichem Ramsch, Büchern, Kassetten und Bildern des Gurus" (El Awadalla: Kraftorte, Geldquellen, Folio-Verlag Wien 2000, S. 203; die Autorin bezeichnet die Sewa-Läden als das "wirtschaftliche Standbein der Sri-Chinmoy-Bewegung"). Einzelheiten:

 

"Money power is heart power"
 
Aus: Alexander Kahr Seite 143  


Eine von Sri Chinmoys viel zitierten Grundaussagen lautet: Money power is heart power. Mit anderen Worten: Die Kraft des Geldes, die auf einer bestimmten Ebene tatsächlich nichts anderes als eine Art von Energie ist, verhält sich direkt proportional zur Kraft des Herzens und somit auch zur Größe der Hingabe an den Guru. Einerseits wird hier indirekt auf eine indische Gepflogenheit verwiesen, die besagt, dass die dankbaren Schüler für die Lebenserhaltungskosten ihres Lehrers aufkommen. Andererseits wird dieser Ausspruch mitunter auch – sowohl von Sri Chinmoy als auch von den Disciples – als goldene Möglichkeit für einen „Liebesbeweis“ an den Guru propagiert.
 
 
 
 
"Die Macht des Geldes ist die Macht des Herzens".  

Aus einem Rundschreiben, in dem für ein Treffen am 1.8.87 in Zürich eingeladen wird (Abbildung rechts, zum Vergrössern Bild anklicken):   

"Leider fehlt es z.Z. an Finanzen. Alle Centreleiter sind aufgerufen, unbedingt die versprochenen regelmässigen Beiträge zu sammeln und am Meeting mitzunehmen! Money-power is heart-power!"
 
 
 

Zahl der Mitglieder und Anhänger

Der Chinmoy-Kult gibt offenbar keine Anhänger-Zahlen an.

Nach einem Artikel von Alex Ginsberg (New York Post 23.5.2004 http://www.rickross.com/reference/srichinmoy/srichinmoy28.html) hatte der Chinmoy-Kult weltweit 4.000 Anhänger.
Mit Anhänger sind nachfolgend die "Disciples" und die Dauerkunden gemeint.

1993: Nach Schätzung deutscher Ehemaliger gab es um 1993 im deutschsprachigen Raum 700 Anhänger. Europaweit waren es schätzungsweise 1500-1700. Weltweit ca. 6 bis 7000 Anhänger. In Russland ca. 2000 Anhänger. In Amerika und Kandada zusammen vielleicht 3000.
In Japan 100, Australien 50 und in Indien vermutlich keine.

2004: Deutschland etwa 200, europaweit ca. 500, Russland 1000. Weltweit, so lautet eine Schätzung, "aber nicht mehr als 3000. Es sei denn die ehemaligen Ostblockländer haben schwer zugelegt, denn dort gabs 1997-2000 die meisten neuen Disciples". Allein in Moskau sollen es zeitweilig 1500 gewesen sein. Nachdem Chinmoy aber radikaler wurde und auf Einhaltung aller Regeln drängte, sei die Zahl der Anhänger geschrumpft.
 
 
 
 

Chinmoys Wege zum Geld

Aus einem Artikel von Alex Ginsberg "Ex-Followers Rip 'Sleazy' SRI" (New York Post 23.5.2004 http://www.rickross.com/reference/srichinmoy/srichinmoy28.html) und http://groups.yahoo.com/group/Sri_Chinmoy_Open_Forum/message/1720
 
Rudra Tamm war Mitglied der Gruppe seit 1968 und arbeitete für diese als Rechtsanwalt bis 2002. Er sagt, die Operationen des Ghose seien fast völlig Bargeld-gesteuert, mit Anhängern aus aller Welt, die Teile ihres Einkommens direkt an den Guru weiterleiten, um seine Aktivitäten und sein Leben zu unterstützen.  
Tamm sagte, viele Anhänger hätten sich verschuldet, nur um den Guru zu unterstützen und um an der jährlichen dreimonatigen Winterreise teilnehmen zu können.  
"Für viele Anhänger", sagte Tamm, "besteht ihre ganze Existenz darin, genug Geld für den Weihnachts-Trip zu beschaffen".
Rudra Tamm, a member of the group since 1968 who served as the organization's attorney until 2002, said Ghose's operation is almost entirely cash-driven, with disciples across the world funneling parts of their incomes directly to the guru to support his life and activities.  

Tamm said many disciples went into debt just to support the guru and to attend the group's annual three-month winter trip.  
 

"For a lot of disciples," said Tamm, "their whole existence is saving enough money to go on the Christmas trip."

Zum Thema Bargeld auch http://www.AGPF.de/Chinmoy-Konzerte.htm#KonzertFinanzierung
 
 

Chinmoys wichtigste Wege der Geldbeschaffung
 

1. Von Aussenstehenden:

2. Von Anhängern:

Nach einem Artikel von Alex Ginsberg (New York Post 23.5.2004 http://www.rickross.com/reference/srichinmoy/srichinmoy28.html) hat der Chinmoy-Kult weltweit 4.000 Anhänger. Diese tragen die Hauptlast der Finanzierung. Daraus ergibt sich die ständige Notwendigkeit der Anwerbung neuer Anhänger, etwa durch Konzerte (>>). Hauptsächlich geht es um

3. Von Konzern-Firmen:

Nach Kahr (Seite 173, >>) gibt es etwa 170 "Divine Enterprices", vgl.  http://www.AGPF.de/Chinmoy-Firmen.htm. In Frage kommen insbesondere:

 
 
 
 
 
Chinmoy: Hintergrund  

Nach aussen tritt Chinmoy unverfänglich als Yoga- und Meditationslehrer, Sportler und Künstler auf. Intern wird er vertraulich "Guru" oder "CKG" (für Chinmoy Kumar Ghose) genannt. Chinmoys Anhänger sind vermutlich Sinnsucher und Interessenten spiritueller Angebote.   
Chinmoys Lehre besteht hauptsächlich aus festen Regeln.  
Wichtigste Übung ist die tägliche "Meditation" vor einem Chinmoy-Foto, von dem dieser sagte, es zeige ihn  "in meinem eigenen höchsten Bewusstsein" (Chinmoy: Meditation, 1979, siehe unten, Seite 225, das Photo ist auf Seite 226 abgedruckt mit der Unterschrift "Sri Chinmoy im transzendentalen Bewußtsein - Das transzendentale Bild" - Abbildung rechts). Es dürfte sich bei dieser Art von Meditation um eine Art Autosuggestion oder Trance handeln.  

Wichtigste Verhaltensregel ist die sexuelle Enthaltsamkeit, unten 

Wichtige Werbeinstrumente sind Konzerte (>>) und Dauerlauf-Veranstaltungen (>>), auch als Weltfriedenslauf  oder Marathon bezeichnet. Diese entfalten eine erheblich Breitenwirkung. Angesprochen werden Politiker, Sportler und insbesondere Schulen, Lehrer und Schüler. Schulen und Turnhallen sind auch die Orte der monatlichen Treffen ("Joydays", Freudentage), übernachtet wird dort meist in Schlafsäcken auf dem Boden.  

 

 
 
 

Chinmoy-Konzerte: Werbeveranstaltungen

Dazu mehr unter http://www.AGPF.de/Chinmoy-Konzerte.htm

Chinmoy pflegt mit einiger Regelmässigkeit Konzerte zu veranstalten.

Wie bei solchen Werbeveranstaltungen üblich, ist der Eintritt frei.
Musik mit freiem Eintritt dürfte Interesse wecken.
 
2005 wird in Deutschland eine "World Harmony Tour" veranstaltet.  
Angekündigt wird lediglich "Musik des Herzens".  
Der Name des Gurus wird nicht genannt.  
Rechts ein Plkat für ein Konzert in Mannheim, also unweit von Heidelberg, wo im geheimen "Tempel" eine Luxuswohnung auf Chinmoy wartet.
Hier ein Foto vom Schaufenster des SEWA-Ladens in Berlin, der zum Guru-Konzern gehört.
 
 
 
 

Biografisches: Vom Sekretär zum Gott

Für seine Anhänger ist Chinmoy de facto ein Gott. Er traktiert diese dafür mit zahllosen Regeln, die tief in deren Leben eingreifen und offenbar akzeptiert werden, weil er als Gott angesehen wird. Deshalb stellt sich die Frage, wie Chinmoy zum Gott geworden ist.

Chinmoy Kumar Ghose wurde 1931 in Bengalen geboren. Das gehörte damals zu Indien, heute zu Bangladesh. Sein Vater war Eisenbahninspektor und starb, als Chinmoy elf Jahr alt war. Ein Jahr später starb seine Mutter. Chinmoy und seine sieben älteren Geschwister kamen 1944 in den Ashram von Pondicherry, später wegen seines Leiters Aurobindo bekannt geworden. Soweit die Fakten. Alles andere sind Anekdoten. So auch die stereotyp wiederholte Behauptung, das Kind Chinmoy sei in den Ashram "eingetreten", wie auch Hüttl in seiner Dissertation schreibt. Diese Dissertation ist aus erkennbar sympathisierender Position geschrieben, enthält im übrigen aber eine Reihe verlässlicher Informationen und Angaben weiterer Quellen.  Hüttl (Seite 33 Fussnote 18) schildert, dass Chinmoy ältester Bruder bereits seit Jahren im Aurobindo-Ashram war und dass seine Mutter deshalb Kontakt dorthin hatte. Es war also nur folgerichtig, dass die Waisen ihrem ältesten Bruder folgten.

Im Aurobindo-Ashram blieb Chinmoy bis 1964, also 20 Jahre lang. Auch aus dieser Zeit und seinen Weggang sind nur Anekdoten bekannt.

Eine Kanadierin mit dem angenommenen Namen Alo Devi, geboren 1927, hat offenbar im Aurobindo-Ashram beschlossen, für und mit Chinmoy eine "göttliche Stiftung" aufzubauen (vgl. Hüttl S. 40). Chinmoy folgte ihr offenbar 1964 nach New York. Fakten darüber fehlen, was nicht verwunderlich ist, da Chinmoy bis dato ein gänzlich unbekannter Sekretär aus Indien war. Im indischen Konsulat in New York bekam er einen Job als Assistent in der Abteilung für Reisepässe.

Der Beginn seiner Laufbahn als Guru liegt im Dunkeln. Es liegt nahe, dass er dabei auf seinen Erfahrungen im Aurobindo-Ashram aufgebaut hat, der im wesentlichen von westlichen Anhängern finanziert wurde. 1965 hielt Chinmoy erstmals öffentliche Vorträge, unter wechselnden Adressen wurden in New York kleine "centres" eingerichtet. Alo Devi trug offenbar zur Finanzierung bei, indem sie zwischenzeitlich in Kanada jobbte. Sie spielt bis heute eine massgebliche und undurchsichtige Rolle in der daraus entstandenen Organisation. Hüttl (S. 39, Fussnoten) weist darauf hin, dass Chinmoys zahlreiche Bücher keinerlei Erwähnung von Alo Devi enthalten. Alle Informationen stammen aus ihren Tagebüchern, die sie offenbar in "Eigeninitiative" (Hüttl) veröffentlicht hat.

All das lässt sich zwanglos auch dahingehend interpretieren, dass Alo Devi einen unbekannten Sekretär aus einer indischen sozialen Einrichtungen in die Vereinigten Staaten importiert und aus ihm einen Gott gemacht hat, was dieser heute verständlicherweise nicht gerade an die grosse Glocke hängt.

Die Ausgangsfrage, wie Chinmoy zum Gott geworden ist, lässt sich aus den vorliegenden Informationen kaum anders beantworten. Auch die Verwendung unterschiedlichster Begriffe ändert daran nichts, etwa des "Avatar", was als menschliche Verkörperung Gottes oder göttlichen Bewußtseins verstanden wird, etwa vergleichbar Jesus Christus (Einzelheiten: Hüttl S. 90 ff).

1967 kündigte Chinmoy den Konsulats-Job. 1968 sollen Anhänger Chinmoys ihm ein Haus in New York gekauft haben, in dem er noch  heute lebt.

Chinmoy stiess damals auf wachsendes Interesse für indische Meditation. Maharishi Mahesh Yogi (vgl. http://www.AGPF.de/tm.htm ) war schon seit 1958 in den USA. In Deutschland war er erstmals 1960. 1962 gab es in Deutschland bereits 18 Filialen mit 7000 Anhängern. 1967 war Maharishi zur Stelle, als der Manager der Beatles starb und wurde weltberühmt. Das Interesse an Meditation wuchs schlagartig, deshalb auch der Bedarf an Interpreten des Begriffes und an Lehrern der Kenntnisse und Fähigkeiten.

UNO-Generalsekretär war 1961-1971 U Thant aus Birma, welches etwa dort an Indien grenzt, wo Chinmoy geboren wurde. Es ist somit nicht verwunderlich, dass an der UNO eine Meditationsgruppe für Delegierte und Angestellte eingerichtet wurde. Wann und von wem, ist unklar. Ebenso, wie Chinmoy zu deren Leiter wurde und was das bedeutete. Hüttl (S. 45):

"Die erste Meditation in dieser nun lang an andauernden Folge hielt Sri Chinmoy am Dienstag, den 14. April 1970 von 12.00 Uhr bis 1.00 Uhr im "Peace Room of the United Nations Church Centre". Diese Gelegenheit deutete Sri Chinmoy als Auftrag, für den Weltfrieden zu arbeiten und seinen Yogaweg als Beitrag zum Weltfrieden und zur Völkerverständigung zu interpretieren".
Schon damals erlaubte es Chinmoys Selbstverständnis, der Bewegung zwei Feiertage aufzugeben: den 13. April, Tag der Ankunft Chinmoys im Westen und den 27. August, sein Geburtstag. Bis heute erwartet er von jedem seiner langjährigen "Schüler", an diesen Tagen in New York zu sein. Viele hausen dann in zusammengenagelten Bretterverschlägen mit kaum mehr Platz, als zum Liegen benötigt wird, auch als Bett bezeichnet. Dafür bezahlen sie im Voraus angeblich um 5.000 Dollar für eine Art Dauer-Wohnrecht an andere Chinmoy-Anhänger, die das Haus gemietet oder gekauft haben. Wer das nicht bezahlen konnte, mußte "in angemieteten leerstehenden Häusern auf Luftmatratzen am blanken Boden schlafen, und das mitunter in Sardinendosenmanier, Schlafsack an Schlafsack" (Kahr S. 61).
 
 
 

Chinmoy, der Gewichtheber-Betrüger
 
 
In zahlreichen Websites und immer wieder in der Presse wird die Mär verbreitet, Chinmoy habe einarmig das gewaltige Gewicht von über 3000 kg gestemmt. "Stemmen" heisst, ein Gewicht mit den Armen über den Kopf heben, so wie rechts auf dem Bild aus der Zeitschrift Connection Nr. 2/2003 zu sehen. Das Bild zeigt allerdings lediglich, dass ein als Gewichtheber verkleideter Chinmoy mit offenem Mund eine über ihm befindliche Stange anfasst. In der Bildüberschrift heisst es dazu lakonisch, "der Weltrekord ist jedoch nicht anerkannt". Der echte Weltrekord liegt so etwa bei 600 Kilogramm - natürlich mit beiden Armen.  
Die Zahl 7063 auf dem Bild soll "Pound" bedeuten, Pfund. 7063,75 Pound sind 3.204,063 Kg.
Rudra Tamm (>>), ehemaliger Rechtsanwalt von Chinmoy, berichtet in einer Newsgroup über den Betrug, http://groups.yahoo.com/group/Sri_Chinmoy_Open_Forum/message/725.
Während der Aktion hatte Chinmoy seine anwesenden Anhänger angewiesen, nicht auf ihn und die Gewichte zu blicken, sondern auf den Thron des Gurus. Tamm missachtete die Anweisung und beobachtete Chinmoy Versuche.
Nichts bewegte sich.
Nach fünf Versuchen verliess Chinmoy den Raum, um die Kleidung zu wechseln.
Als Chinmoy zurück kam, behauptete er, er sei erfolgreich gewesen.

Später wurde das Video vorgeführt. Es war keinerlei Bewegung der Gewichte zu sehen. Beim dritten Versuch rief Chinmoy: "Seht, könnt ihr die Bewegung der Gewichte sehen?" Schweigen. Chinmoy liess das Video wieder und wieder vorführen. Chinmoy sprach dann einzelne Anhänger an und fragte diese, ob sie die Bewegung sehen würden. Schliesslich sagte eine Frau, sie sehe die Bewegung. Chinmoy bearbeitete die Anwesenden einzeln so lange, bis alle bis ausser Tamm riefen, ja sie sähen die Bewegung der Gewichte.

Aus einem Artikel von Alex Ginsberg "Ex-Followers Rip 'Sleazy' SRI" (New York Post 23.5.2004 http://www.rickross.com/reference/srichinmoy/srichinmoy28.html) und http://groups.yahoo.com/group/Sri_Chinmoy_Open_Forum/message/1720
 
Alex Zwarenstein arbeitete bis 1989 als einer der offiziellen Photographen für Ghose. Er erzählte The Post, er habe Photographien mir Airbrush retuschiert, um des Gurus Können als Gewichtheber zu übertreiben.  
"Er wusste, dass ich Künstler war", sagte Zwarenstein. "Er rief mich in sein Haus und sagte, "du siehst, dass ich das gehoben habe, aber das Bild ist nicht deutlich genug. Kannst du das so machen, dass es es ein wenig höher aussieht?" 
Alex Zwarenstein, who served as one of Ghose's official photographers until 1989, told The Post he airbrushed photographs to exaggerate the guru's weightlifting ability - one of the key components of his  
image.  
"He knew I was an artist," Zwarenstein said. "He called me over to his house and he said, 'You see that I've lifted this but the picture isn't clear enough. Could you make it so that it looks like it's a bit higher?' "
Ein Bericht von Zwarenstein ist zu lesen unter http://groups.yahoo.com/group/Sri_Chinmoy_Open_Forum/message/99
Dort beschreibt er detailliert, wie er zum Beispiel Schatten eingefügt hat, um den Eindruck von Höhe zu erwecken.
Schliesslich habe er aber gelernt, gleich so zu photographieren, dass der Eindruck von Höhe auf dem Bild vorhanden war.
 

Dass Gurus die Öffentlichkeit anlügen, ist nicht gerade neu.
Verblüffend ist allerdings, dass die Presse seit vielen Jahren immer wieder darüber berichtet, offenbar ohne jede Nachprüfung.
 
 
Am 13.11.2004 berichtete sogar das ZDF in seiner Boulevard-Sendung "Hallo Deutschland". Zu sehen war ein alter Mann, der dick in Winterklamotten verpackt seinen Auftritt abwartete. Dann trat er an die vorbereiteten Aufbauten, nahm zwei Handgriffe, stöhnte ein paar Töne mit dem Vokal U, zog die Griffe etwas herunter, und wieder war ein Rekord gepurzelt. 
 
Zu erkennen war wenig, eins aber ist sicher:    
Gestemmt hat der Mann nichts.    
Er hat sich offenbar als Gewicht an eine grosse Waage gehängt und somit unter Ausnutzung der Hebelkraft Gegenstände angehoben. Dabei ist es naturgemäss völlig gleichgültig, wie schwer die Gegenstände sind. Entscheidend ist die Hebelwirkung. Jeder der anwesenden Chinmoy-Anhänger oder etwa vorbeikommender Spaziergänger hätte dasselbe gekonnt.   

Das ZDf referierte artig, was man ihm sagte und liess auch Chinmoy reichlich zu Worte kommen. In der Bildunterschrift wurde Chinmoy als "Philosoph & Fitnessaktivist" bezeichnet. 

 
 
 
 

Sexuelle Enthaltsamkeit - nicht für den Guru?

Dazu auch: "Sex mit Chinmoy": Ein Bericht http://www.AGPF.de/Chinmoy-Ex.htm#SexwithGhose

Zu Chinmoys angeblicher Lehre gehört Enthaltsamkeit.
Nach aussen wird gesundheitliche Enthaltsamkeit hervorgehoben, also Verzicht auf Alkohol, Nikotin und Fleisch.
Verbunden mit sportlicher Betätigung erscheint dies wie ein Gesundheitsprogramm.
Wohl deshalb sind immer wieder Prominente bereit, ihren Namen für die Werbung herzugeben.

Intern wird aber auch sexuelle Enthaltsamkeit gefordert, selbst bei verheirateten Anhängern (Kahr S. 40).
Für viele seiner Anhänger dürfte diese Enthaltsamkeit erhebliche Probleme verursachen, zumal es dabei keineswegs nur um sexuelle Kontakte geht. Fast jeder Kontakt mit dem anderen Geschlecht ist untersagt.

Wenn neuerdings immer häufiger über Chinmoys sexuelle Aktivitäten mit seinen  Anhängerinnen berichtet wird, so dürfte dahinter auch die Enttäuschung über den Verrat an den eigenen Idealen stecken, aber auch darüber, dass Chinmoy von seinen Anhängern ein höchst unbequemes  Verhalten fordert und sich selbst nicht daran hält. Beispiel:

Bei der Beurteilung dieser Berichte wird zu berücksichtigen sein, dass seine Anhängerinnen Chinmoy als gottähnlich betrachten. Hinzu kommt, dass Chinoy verlangt, "daß ihr jede Bitte von mir als einen göttlichen Befehl auffaßt".
Andererseit ist es im Einzelfall auch nicht ausgeschlossen, dass es sich um Wunschträume handelt.

Umso wichtiger wäre eine Stellungnahme der Chinmoy-Organisationen.
Dies insbesondere auch deshalb, weil Chinmoy offenbar auch minderjährige Anhängerinnen hat (vgl. den Bericht von Andrea unter http://members.chello.at/srichinmoy/wf00009.htm,  die bereits als 14-jährige an dem ersten "gratis Meditationsvortrag" und dem nachfolgenden  "gratis-Kurs" teilnahm ) und die Anwerbung von Anhängerinnen zu einem grossen Teil über Schulen zu laufen scheint.
 
 
 

Strafen durch Ankündigung negativer Persönlichkeitsentwicklung bei Verstoss gegen Gehorsamsanforderungen

Wer gegen Chinmoys Regeln verstösst, kann ausgeschlossen werden.
Das klingt harmlos und bestätigt scheinbar sogar rechtmässiges Verhalten der Organisation.
Denn das Oberverwaltungsgericht Münster (5 B 71/94 Beschluss vom 1.8.1995) hatte geschrieben:

"Den in das Verfahren eingeführten eigenen Schriften der Sri Chinmoy-Bewegung ist zwar ein hohes Maß an Gehorsamsanforderungen zu entnehmen, ein hinreichender Gefahrenverdacht ist damit jedoch nicht belegt. Bei der Bewertung von Gehorsamsforderungen im Hinblick auf die Rechtfertigung von Warnungen ist zunächst in Rechnung zu stellen, daß ein erhebliches Maß an abverlangtem Gehorsam für Gemeinschaften, die dem religiös-weltanschaulichen Bereich zuzurechnen sind oder den Anspruch erheben, diesem Bereich anzugehören, gerade typisch ist. Die Mitgliedschaft in einer Vereinigung, die für sich in Anspruch nimmt, eine wertende Stelhungnahme zum Ganzen der Welt zu vertreten, ist regelmäßig mit entsprechend umfassenden Pflichten zur .Beachtung der maßgeblichen Lehren verbunden.
Bei denjenigen, die diesen Pflichten nicht mehr hinreichend genügen, stellt sich die Frage des Austritts oder Ausschlusses. Gefahren drohen in diesem Zusammenhang erst dann, wenn der Gehorsam nicht mehr freiwillig aufgebracht wird und das Verfahren von Austritt und Ausschluß nicht mehr funktioniert. Dafür liegen speziell für die Bewegung des Antragstellers - auch im Hinblick auf psychische Beeinflussungen durch Ankündigung negativer Persönlichkeitsentwicklung für den Fall des Austritts - jedoch keine hinreichenden Anhaltspunkte vor. Die Schrift "Everest-Strebsamkeiten" spricht den Ungehorsam als Grund für das Ausscheiden von Mitgliedern selbst an. Es muß im Rahmen des vorliegenden Verfahrens mangels greifbarer gegenteiliger Anhaltspunkte davon ausgegangen werden, daß - trotz der engen Bindungen der Mitglieder an die Bewegung - Austritte und Ausschlüsse aus diesem Grund auch praktiziert werden".
(Urteil Seite 5, http://www.AGPF.de/Chinmoy+Gerichte.htm#OVG5).
Das Oberverwaltunggericht hat also gesagt: Für eine solche psychische Beeinflussung lägen jedoch "keine hinreichenden Anhaltspunkte vor".
Die Bundesregierung hatte damals offenbar lediglich das Chinmoy-Buch "Everest-Strebsamkeit" zitiert.
Heute sieht die Beweislage anders aus.

Als Beispiel sei hier der Kahr-Artikel aus "Connection" zitiert.
 
Aus: Alexander Kahr: Totalitarismus des Lichts, Connection Nr. 2/2003 http://www.AGPF.de/Chinmoy-Kahr-Connection2003.htm#Outside  


Es brauchte also seine Zeit, bis ich mich wieder in das so lange verdrängte Outside, die „Welt da draußen“, integriert hatte, vielleicht ebenso lange, wie ich dazu benötigte, den narkotisierenden Indoktrinationsapparat zu durchbrechen. Bis zu meinem Austritt hatte ich mir nämlich eine eiserne Gedankenkontrolle angeeignet, die selbst den kleinsten kritischen Gedanken über Sri Chinmoy sofort abblockte – schließlich war der Guru für mich als Disciple über alles erhaben. An machen dunklen Tagen betete (!) ich sogar zu ihm, dass er mich trotz meines Ungehorsams – und sei dieser auch nur unbewusst – nicht mit einem Hinauswurf bestrafen möge. Ein Leben ohne Sir Chinmoy konnte ich mir damals nicht vorstellen.  

Missbrauch als "Segnung"  

Wie Eltern ihre Kinder für deren erschreckend schlechtes Verhalten bestrafen, genauso bestraft die Seele den unfolgsamen Verstand, das Vitale und den Körper. Natürlich sehen wir die Bestrafung im physischen Körper, aber der Verstand, das Vitale und der Körper sind alle gleichermaßen beteiligt, wenn sie etwas erschreckend Schlechtes tun. Die Seele besitzt und nutzt die Fähigkeit, einzelne Körperteile erheblich zu schädigen. Es können eure Augen sein, es kann euer Kopf sein, es kann eure Brust sein, es können eure Beine sein oder eure Ohren. So bestraft die Seele den Körper.  
Sri Chinmoy (aus einer unveröffentlichten Rede)
Als ich schließlich nach meinem Austritt mit anderen Exdisciples erstmals unzensiert reden konnte, wurde mir schnell bewusst, dass nicht nur ich eine Art von Massenhypnose, wenn nicht gar einer psychischen Misshandlung, erlegen war. Dabei war es mir im Vergleich zu manchen anderen Disciples noch relativ gut ergangen, wie zum Beispiel das Schicksal der 40-jährigen US-Amerikanerin Anne C. belegt.
Nicht berücksichtigt wird bei alldem, um was es bei diesen Regeln geht.
Guru mag zum Beispiel keine Katzen, keine Motorräder und keine Kinder (Kahr S. 144).
Das genügt.
 
 
 

Bisher keine Reaktion von Chinmoy oder seiner Organisation auf die Vorwürfe sexueller Aktivitäten des Gurus

Zwar hat sich eine "Chingroup" zu Worte gemeldet. Allerdings beklagt diese sich lediglich über die Verbreitung der "unbewiesenen" Berichte und meint, man solle zunächst abwarten, ob eine zuständige Behörde diese bestätige.
Aber wer soll das sein?
Dazu steht dort nichts.
Selbstverständlich gibt es keine Behörde, die sich für sexuelle Aktivitäten von Gurus interessiert, so lange es nicht um Minderjährige oder um Vergewaltigung geht.
Es handelt sich also um ein durchsichtiges Ablenkungsmanöver. Nicht einmal ein Verfasser ist angegeben.
 

Hier das E-Mail der Chinmoy-Gruppe:
 
Chingroup (chingroup@yahoo.com)  
11.11.2001   
Newsgroups:alt.meditation  


Ich denke, es ist Zeit, dass Sie aufhören, unbewiesene Behauptungen und Anschuldigungen über Sri Chinmoy zu verbreiten. Sie vermuten, dass all die negativen Geschichten wahr sind, die Sie über Sri Chinmoy hören und Sie verbreiten diese öffentlich. Eine unvoreingenomme Person würde abwarten, bis diese Geschichten durch eine zuständige Behörde bewiesen worden sind, ehe sie damit an die Öffentlichkeit geht. Da Sie dies nicht tun, sind Sie kein glaubhafter Zeuge, sondern lediglich eine jemand, der grossen Hass auf Sri Chinmoy hat. Es ist bekannt, dass Sie von Sri Chinmy vertrieben worden sind,  weil Sie etliche seiner Regeln gebrochen haben. Deshalb sind Sie kein glaubhafter Zeuge, insbesondere weil Sie darauf aus sind, grundlose und bösartige Gerüchte zu verbreiten. Niemals wurden Beschwerden über Sri Chinmoy an Behörden gerichtet. Wenn es derart ernsthafte Missetaten gäbe, wie Sie andeuten, wäre dies sicher der Fall gewesen. Aber weil Sie nicht bereit sind, den Behörden persönlich gegenüber zu treten und Ihre grundlosen Anschuldigungen zu beweisen, sollten Ihre Anklagen völlig ignoriert werden. Ich bin keine PR-Person für Sri Shinmoy und ich spreche nicht für Sri Chinmoy oder seine Organisation.   

Wenn Sie richtige Informationen über Sri Chinmoy haben wollen, schlage ich vor, dass Sie die Internet-Seite besuchen:   
http://www.srichinmoy.org

Chingroup (chingroup@yahoo.com)  
11.11.2001   
Newsgroups:alt.meditation  


I think it is time that you stopped making unsubstantiated statements and accusations about Sri Chinmoy. You assume that all the negative stories that you hear about Sri Chinmoy are true and you are circulating this information publicly. A fair-minded person would wait until these stories had been substantiated by the appropriate authorities before going public. If you don't do this, you are not a credible witness, but merely a person who has a huge grudge against Sri Chinmoy. It is well known that you were expelled from the group by Sri Chinmoy because you broke several of his rules. This means that you are not a credible witness, particularly because you are prepared to spread unfounded and vicious rumors. There have never ever been any complaints made to authorities about Sri Chinmoy. If the misdeeds were as serious as you suggest, this surely would have been done, but because you are not prepared to front up personally to the authorities and substantiate your baseless allegations, your accusations should be totally ignored. I am not a PR person for Sri Chinmoy and I do not speak for Sri Chinmoy or his organization.   

If you want to obtain proper information about Sri Chinmoy I suggest you visit the site:  
http://www.srichinmoy.org

 

Und hier der Zusammenhang, in dem es verschickt wurde
(zu finden über die Suchmaschine www.google.de, dort unter "groups" nach Chinmoy suchen):
 


 

Es handelt sich also um die Antwort auf ein E-Mail, in dem lediglich auf eine Website hingewiesen wurde.
 
 
 

Berichte nach summarischer Prüfung eher zutreffend

Im übrigen spricht nach vorerst summarischer Prüfung einiger Berichte sehr viel für die Richtigkeit der Berichte über Chinmoy sexuelle Aktivitäten mit seinen Anhängerinnen.
Die Berichte enthalten keineswegs nur pauschale Behauptungen, sondern teilweise detaillierte Schilderungen.
Bis hin zu üblicherweise durch Kleidung verdeckten körperlichen Eigenschaften Chinmoys und seiner Wortwahl beim Geschlechtsverkehr.
Beispiel:

Diese Angaben machen die Berichte überprüfbar.
Die Autorinnen sind identifizierbar, so dass Chinmoy diese auf Unterlassung verklagen könnte.
Dann allerdings käme es zu Zeugenaussagen vor Gericht.
Die Berichte sind in der Newsgroup zugänglich:  
 

"Ullas": Sex-Behauptungen sind wahr

Chinmoy hat ihm den Namen "Ullas" gegeben. Er war  23 Jahr lang Chinmoy-Anhänger, bis Januar 2000.
Am 25.7.2002 veröffentlichte er in der Chinmoy-kritischen Newsgroup unter

einen Brief, in dem er zu dem Ergebnis kommt: "Sex allegations are true…" , Sex-Behauptungen sind wahr.
Er habe mit den drei Frauen gesprochen, mit zwei von ihnen mehrfach und zahlreiche E-Mails mit ihnen und vielen anderen gewechselt. Er habe im übrigen jeden Stein umgedreht um festzustellen, ob die Berichte zutreffen.

Ullas weist ausdrücklich darauf hin, dass es keineswegs nur um Sexualität gehe, sondern um sexuelle Handlungen eines Mannes, der sich als der geistige Vater seiner Anhänger bezeichnet und der von seinen Anhängern strikte sexuelle Enthaltsamkeit verlangt.  Er weist auf die präzisen Details hin und darauf, dass nicht nur übliche sexuelle Handlungen geschildert wurden sondern auch Abtreibungen mit Chinmoy als Vater. Chinmoy habe von Frauen verlangt, vor ihm sexuelle Handlungen nach seinen genauen Anweisungen miteinander vorzunehmen, obwohl diese Frauen keine lesbische Neigung hatten

Einige dieser Vorfälle müsse man als schwerwiegenden Missbrauch von Macht und Einfluss ansehen, zumal dies offenbar seit mindestens 28 Jahren so gehe (der erste Vorgang werde von 1973 geschildert, der letzte von 2001).

"Ullas" kennt offenbar alle oder viele der Beteiligten.
Er nennt seinen bürgerlichen Namen in diesem E-Mail nicht.
Das ist in derartigen Newsgroups durchaus üblich.
Diejenigen, an die er seinen Brief richtet, wissen, wer er ist und die meisten kennen wohl auch seinen bürglichen Namen.
Er weiss also auch, dass es ein leichtes ist, seine bürgerlichen Namen in Erfahrung zu bringen.
 
 
 
 

Keine Kinder!

Ob verheiratet oder nicht: Chinmoy-Anhänger dürfen keine Kinder bekommen:
 

"Ich halte die Disciples vom Kinderkriegen ab, weil wenn Kinder in das Leben von Disciples kommen, bleibt der Gott im ersten Stock nicht mehr der einzige Gott. Sie bekommen im Erdgeschoss einen anderen Gott: ihr Kind." (Chinmoy: Solul-Education for the Family-World, Agni Press, New York, Seite 27, zitiert nach Kahr S. 144)
 
 
 

Die Organisation:

Dazu auch oben: Der Guru-Konzern
und Chinmoy-Firmen: "göttliche Unternehmen" - http://www.AGPF.de/Chinmoy-Firmen.htm

Die nachfolgende Liste ist nicht vollständig
 

Der UNO-Guru?
 
 
Hier das Chinmoy-Buch "Meditation", deutsch 1979 im Sri Chinmoy Verlag, Zürich. Auf der Rückseite des Buches heisst es unter dem Foto des Autors:  
"Sri Chinmoy, Leiter der Meditationen an den Vereinten Nationen in New York"
Auf dem Buch "Friede - innen und aussen - ", 1984, derselbe Verlag und derselbe Autor, heisst es vorn auf dem Umschlag:  
"Vorträge und Stellungnahmen des Leiters der Friedens-Meditationen am Hauptsitz der Vereinten Nationen".
Auf der Rückseite des Buches:  
"Sri Chinmoy leitet seit 1970 die Friedens-Meditation an der UNO in New York"
  Der World Harmony Run, ursprünglich Weltfriedenslauf, bezeichnet auch als Marathon, Self-Transcendence-Lauf,  und ähnlich

kritisch:
 

Ulrich Dehn im EZW-Materialdienst 7/98: Weltfriedenslauf der Sri-Chinmoy-Bewegung
pro Chinmoy:
 
Allein schon die Bilder in den Websites zeigen, an wen Chinmoy sich mit dem Dauerlauf-Spektakel in erster Linie wendet: an Schüler und junge Menschen. Das gilt insbesondere für die Seite Peace Run an Schulen www.peacerun.de/index_flashlos.htm. Demnach haben "Zehntausende von Schulen der ganzen Welt den Peace Run empfangen". Nicht nur das: die Kinder werden aktiv einbezogen. Und Lehrer.
Dazu gibt es zum downloaden einen
Leitfaden für Schulaktivitäten zum Thema Frieden
10.000 Schulen für den Frieden
- Ein Projekt des Weltfriedenslaufes (Sri Chinmoy Oneness-Home Peace Run) -
Der Text bedient sich der Sprache der Friedensbewegung in gemässigter Version und  enthält zusätzlich die für Schulen erforderlichen Zutaten. Da fällt es kaum auf, wenn eher beiläufig ein Formular enthalten ist:
Erklärungsformular
Ich gebe hiermit dem Peace Run die Erlaubnis, die Arbeit meines Kindes auszustellen und zu vervielfältigen. Ich verzichte auf das Urheberrecht für die Arbeit meines Kindes und akzeptiere, dass das Plakat/ der Aufsatz/ das Gedicht meines Kindes vom Sri Chinmoy Oneness-Home Peace Run nicht zurückgegeben werden kann.
 
 



 
 

Ehemalige im Internet:
 

Interview mit einer ehemaligen Sri Chinmoy-Anhängerin

Deutschsprachige Website einer Ehemaligen mit Bericht:  
 


Artikel und Links
 

Joachim Valentin: Stichwort: Sri Chinmoy Bewegung. in BERLINER DIALOG 18-19, 3/4-1999

 

Bücher

Das Buch von Alexander Kahr ist auch als E-Book zu erhalten unter: http://www.Adina-Online-Verlag.com
 
Alexander Kahr:  
Mein Wille geschehe!  
Ein Aussteigerbericht über den Spirituellen Weg Sri Chinmoys  
Verlag Linonis  
ISBN 3-902305-00-2  
260 Seiten Paperback 15,60 Euro  
Bestellung bei den Buchversendern oben oder notfalls per E-Mail direkt beim Autor:  
soham@lycos.at  
Dazu siehe auch: Drohbrief gegen kritischen Autor  


Dieses Buch beschreibt die Welt eines Schülers Sri Chinmoys. Es ist noch nicht viel über diesen Yoga und dessen Guru geschrieben worden. Vieles davon beruht auf Spekulationen oder Vorurteilen. Dieser Aussteigerbericht hebt somit erstmals den Vorhang zu einer von der Außenwelt recht abgeschotteten und oftmals auch mißverstandenen Gemeinschaft. Was steckt wirklich hinter Sri Chinmoy und seiner Lehre? Handelt es sich dabei tatsächlich um einen destruktiven Kult oder lediglich um einen verkannten Yoga-Weg? Was sind die Kriterien, die eine Gruppierung zur Sekte machen? Sind wir denn alle vor Manipulation, vor unscheinbarer Willensbeeinflussung gefeit?  

Dieses Buch gibt einen umfassenden Einblick in die Bewegung Sri Chinmoys. Wie ist sie organisiert? Wie interagiert sie im Inneren und mit Außenstehenden? Wie ausgeprägt ist das Regel- und Strafsystem? Wie funktioniert das Netz der allgegenwärtigen Kontrolle und die Missionierungsmaschinerie? Was spielt sich tatsächlich hinter den Kulissen, im innersten Schülerkreis, ab? Der Autor dieses Buches gibt darauf vor allem gelebte Antworten, die sich nicht zuletzt auf seine langjährige Erfahrung als Schüler Sri Chinmoys stützen. Wie war sein Leben vorher? Was waren seine Beweggründe für den Beitritt? Wie hat er persönlich diesen Weg erlebt? Was hat ihn dazu bewogen, Sri Chinmoy wieder zu verlassen? Und welche Probleme und Hindernisse stellten sich ihm vor und nach seinen Austritt entgegen?

Hüttl, Horst: Die Sri-Chinmoy-Bewegung im deutschsprachigen Raum.  
Dissertation Graz 1998. Eigenverlag.  
Bestelladresse:  
Horst Hüttl  
Hauptrstr. 128  
A-8401 Kalsdorf  
Fax +43-3135-525344  

Alexander Kahr (S. 106) über "Das Buch eines Pfarrers":  
Der Autor sei von Chinmoy-Anhängern betreut und selektiv informiert worden.  
"Die ganze Entstehungsgeschichte dieser Dissertation glich somit wohl mehr einem gelungenen Affentheater als einer ... kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema".  
Man habe das Buch auch verkauft und gehofft, dass es das negative Bild grundlegend verändern werde. Dies sei jedoch nicht der Fall gewesen.

 

Thomas Gandow: Guru Chinmoy und die Sri-Chinmoy-Bewegung.
Oneness-Home-Friedenslauf - Friedenskonzerte - UNO-Meditation
Evangelischer Presseverb. Bayern, 1993, 80 Seiten ISBN 3-583-50657-X
Inhalt: http://www.religio.de/indien/chinmoy/chinmoy.html
 
 

Friedrich-Wilhelm Haack 1982 über Chinmoy
 
 
  
Aus: Friedrich-Wilhelm Haack: Guruismus und Guru-Bewegungen, 1982, Seite 99 ff  

Sri Chinmoy und die Sri Chinmoy Centres  

Sri Chinmoy Kumar Ghose, geboren 1931 in Bengalen, hat vermutlich nie Sannyas genommen. Von seinem 13. bis zu seinem 32. Lebensjahr soll er in einem Ashram gelebt haben. Nirvikalpa Samadhi, "das höchste Transzendentale Bewußtsein", will er schon erreicht haben im Alter von zwölf Jahren!   

Heute bezeichnet er sich als "Director of the United Nations Meditation Group" (dies ist keine offizielle UNO-Institution, sondern basiert darauf, daß Sri Chinmoy seine Meditationen in der Kapelle des UNO-Gebäudes abhält, wie andere dort gastierende Geistliche anderer Religionen auch). Über den Superlativismus der Sri Chinmoy-Bewegung gibt am besten ein von der Bewegung verbreiteter Prospekt Auskunft:   

"Sri Chinmoy ist eine der außerordentlichen Persönlichkeiten unserer Zeit. Ob er Gedichte schreibt, Musik komponiert, malt oder musiziert - überall öffnen sich neue Welten harmonischer Schönheit, kristallener Reinheit und tiefster Inspiration. Die Quelle seiner schöpferischen Kraft liegt in seinem Einssein mit seinem innersten Selbst, mit seinem inneren Piloten oder - wie man auch sagen könnte - mit Gott. Es ist kein alltägliches Ereignis, daß ein Meister seines Formates, der den Rest seines Lebens ebensogut in der Ekstase der höchsten Samadhis in einsamer Abgeschiedenheit verbringen könnte, einen Wohnort wie New York wählt, um seine Erkenntnisse mit strebenden Suchern zu teilen. Sri Chinmoy leitet dort seit 1970 die wöchentlichen Meditationen an der UNO für Delegierte und Angestellte der Vereinten Nationen. Der Sri Chinmoy Verlag freut sich, Ihnen aus den 400 publizierten Büchern Sri Chinmoys eine kleine Auswahl in deutscher Sprache vorstellen zu können.   
Sri Chinmoy ist ein begnadeter Künstler mit einer einzigartigen Kreativität. In den letzten 15 Jahren hat Sri Chinmoy   
- 400 Bücher geschrieben,   
- 3000 Lieder komponiert und   
- 130000 Bilder gemalt."   
(Anm. 151: Sri Chinmoy Verlag, Verlagsprosekt, Zürich o.J.)
Werbung für Sri Chinmoy wird u. a. auf der großen Lichtschrift-Anzeigen-Tafel auf dem Time Sqare in New York gemacht oder bei den Ausstellungen seiner Jnarna-Khala (Quellen-Kunst). Bilder, von denen er innerhalb kürzester Zeit unglaubliche Mengen herstellte.   



 Friedrich-Wilhelm Haack: Guruismus und Guru-Bewegungen, 1982, Seite 100  


  
"Im Herbst 1974 begann Sri Chinmoy ein neues schöpferisches Abenteuer: Er fing an, zu malen, und innerhalb von elf Monaten hatte er über 100000 Bilder und Zeichnungen vollendet. ... Die Bilder Sri Chinmoys stellen subtile Wirklichkeiten von verschiedenen Bewußtseinsebenen dar, die er in seinen Meditationen gesehen hat und erfahren hat. Durch ihn ist eine völlig neue Kunstrichtung ins Leben gerufen worden: Die Kunst eines erleuchteten spirituellen Meisters. Wenn Sri Chinmoy malt, tritt er in ein hohes Bewußtsein ein" (Anm. 152: Sri Chinmoy Centre Zürich, Sri Chinmoy, 24seitiges Werbehaft o.J., S. 15)
100 000 Bilder in elf Monaten, das ist eine erstaunliche Leistung. Elf Monate (a 30 Tage) haben insgesamt 7920 Stunden oder 475200 Minuten. Es blieben also ohne jede andere Beschäftigung 4,75 Minuten pro Bild. In der Zwischenzeit sind aber auch noch tausende von Gedichten und unzählige Bücher entstanden, hat er Lektionen gehalten und einiges andere menschliche getan.   
  
"Häufig schreibt er eine ganze Anzahl von Gedichten in einem Atemzug, wie zum Beispiel an dem Tage, an dem er zum Spaß schauen wollte, wieviele Gedichte er in 24 Stunden schreiben konnte. Dank dem Einsatz seiner Yogischen Konzentrationskräfte brachte er es auf das erstaunliche Resultat von 843 Gedichten (in Buchform erhältlich unter dem Titel 'Transcendence-Perfection')." (Anm. 153: a.a.O., S. 13/14)
Das gäbe 1,71 Minuten pro Gedicht, wiederum unter der Vorraussetzung, daß nichts anderes geschehen wäre. Auch ist die Voraussetzung für einen solchen dichterischen Marathon etwas ungewöhnlich.   
Über seine Kunst-Bemühungen und deren Erfolge äußert sich Sri Chinmoy am 23. Januar 1982 (Rundbrief):   
  
"Mein Ziel ist es, jeden Tag zwei Songs zu komponieren, bis zum Jüngsten Tag. Nach meinem Tode werde ich weltweit als Poet, Künstler und Komponist bekannt sein. Vor meinem Tod werden mich nur meine Schüler kennen (...) Ich bin ein schöner Vogel, aber meine Flügel sind beschnitten. Befremdlich genug, andere haben keine Bewunderer, Anhänger, Schüler. Aber sie wurden bekannt. Sie wurden bekannt nur durch ihr Glück, nur durch Glück."
Dieser weinerliche Ton zeigt den Guru in keinem hinsichtlich seiner Persönlichkeit günstigen Licht. Er zeigt aber auch die dem guruistischen Denken entstammende "Der Guru kann alles "-Mentalität. 1964 ist Sri Chinmoy von Indien in die USA gegangen, die er seitdem zu seiner Heimat gemacht hat. Eine große Zahl von Auslandsreisen hat ihn inzwischen in viele Städte Amerikas, Asiens und Europas geführt. Über 50 Sri Chinmoy Centren sind entstanden.   



 Friedrich-Wilhelm Haack: Guruismus und Guru-Bewegungen, 1982, Seite 101  

Seit Frühjahr 1970 hält Sri Chinmoy Meditationsstunden in der UNO-Kapelle. Es bildete sich eine "United Nations Meditation Group". Im Chinmoy-Schrifttum heißt es, er wurde „an die Vereinten Nationen in New York berufen". (Anm. 154: a.a.O., S. 17)   

Sri Chinmoys Schüler leben vegetarisch und haben auf Alkohol und Nikotin zu verzichten. "Die Frauen tragen oft Saris, und die Männer kleiden sich weiß, zumindest für die Meditationen und zu Hause." (Anm. 155: a.a.O., S. 19)  Auch das Geschäftliche kommt nicht zu kurz.   
  

"Er hat einige seiner Schüler ermutigt, kleine Firmen zu eröffnen, die unter solchen Namen betrieben werden wie 'Blessing-Light Supreme' Buchladen, Garland of Divinity's Blumenladen und Love and Serve Restaurant. Durch diese Firmen können die Schüler der Gemeinschaft etwas von der Freude und Gelassenheit geben, die sie selbst gefunden haben. Divine Enterprises (Göttliche Firmen) genannt, sind diese Geschäfte der lebendige Beweis, daß spirituelles und materielles Leben harmonisiert werden können." (Anm. 156
Weitere „göttliche Geschäfte" sind die Gesundkostläden „Madal Bal" (Zürich), „Consciousness Wings" (Saarbrücken), die Musikschule „Blue Gold Music Bird" (Zürich), die „Perfection Glory Press" (Augsburg), die „Divine Enterprises", „The Victory Sun" (Freiburg/ Brsg.), und „The Secret of Perfection Flames" (Zürich), sowie Sportgeschäfte und andere Einrichtungen.   

„So schnell wie möglich" den Aspiranten zur Selbst-Verwirklichung zu führen, sei die Mission von Sri Chinmoy. Er lehrt, daß der Mensch und Gott eins sind. Was der Mensch sonst in unzähligen Leben nicht vollbringen könne, könne er unter der Leitung eines Gurus in Jahren oder gar Monaten erreichen.   

„Der Mensch und Gott sind ewig eins. Wie Gott ist auch der Mensch unendlich. Wie der Mensch ist auch Gott endlich. Es gibt keine gähnende Kluft zwischen dem Menschen und Gott. Der Mensch ist der Gott von morgen. Gott, der Mensch von gestern und heute." (Anm. 157
Der Yoga, den Sri Chinmoy lehrt, ist Kundalini-Yoga. Sri Chinmoy ist für seine Anhänger „Gott". In „Spiritualität - Eins-sein in der Vielfalt" sagt Chinmoy:   
„Wenn der Strebende einen spirituellen Meister hat, muß er fühlen, daß sein Meister für ihn Gott auf der Erde darstellt und alles vom und durch den Meister zu ihm kommen wird." (S. 10)
Und in „Everest Strebsamkeit Teil 2" wird eine Rede vom Morgen des 18. Juli 1977 abgedruckt, in der Sri Chinmoy sagt:   



 Friedrich-Wilhelm Haack: Guruismus und Guru-Bewegungen, 1982, Seite 103  


  
„Von jetzt an will ich, daß ihr jede Bitte von mir als einen göttlichen Befehl auffaßt. Ich habe genug traurige Erfahrungen gemacht. Ich kann euch in gelöster Stimmung um etwas bitten, und ihr tut es nicht. Auch wenn ich nur ein bloßes Verlangen zeige, tut es von jetzt an, unabhängig davon, wen es angeht. Andernfalls wird euer Ungehorsam in der inneren Welt euer eigenes Grab graben. Faßt mein Verlangen von jetzt an bitte als göttlichen Befehl auf, der bewußt vom absoluten Supreme kommt. Andernfalls werde ich sehr traurig und aufgebracht sein. Und für den gestrigen Ungehorsam mache ich euren Leiter zu hundert Prozent verantwortlich. Ich werde niemand anders tadeln, denn der Leiter ist mein Vertreter auf einem bestimmten Gebiet. Ich weiß nicht, was ich mit euch in Zukunft tun werde, wenn ich sehe, daß der Ungehorsam überhand nimmt und zur Tagesordnung wird. Darum bitte, bitte, zeigt mir gegenüber keinen Ungehorsam.   

Ihr wißt nicht, wer ich bin. Unglücklicherweise oder glücklicherweise weiß ich, wer ich bin. Wenn ich weiß, wer ich für euch bin, für Gott, für die ganze Welt, muß ich mich euch gegenüber auch entsprechend verhalten. Wenn ihr euch darauf eingestellt habt, mit mir zu singen und zu tanzen, und ich sage: , Setzt euch!' müßt ihr es tun. Diese Art Gehorsam braucht ihr.   

Das gilt für euch alle. Ich bringe euch solch immense Liebe, Zuneigung und Anteilnahme entgegen, daß es sogar euer blinder Verstand manchmal glaubt. Vor kurzem sprach ich darüber, wie ich mein Ge-rechtigkeits-Licht und nicht meine Mitleids-Höhe brauchen werde. Ich bitte euch, in diesem Leben nur ein oder zwei Dinge zu tun oder nicht zu tun. Wenn ich euch zwei-, drei-, viermal bitte, etwas nicht zu tun, dann werde ich sehr streng werden. Ich werde euch eine letzte Warnung geben, und wenn ihr mir dann immer noch nicht gehorcht, werde ich euch bitten, das Centre zu verlassen. Es ist sehr, sehr schmerzlich für mich, Leute fortzuschicken, die viele Jahre mit uns gewesen sind. Es gibt nur einen Grund, weshalb ich Leute bitte, das Centre zu verlassen: Ungehorsam. Ich werde fast alles, was ihr tut, annehmen oder tolerieren, nur Ungehorsam nicht. Dieser Ungehorsam ist wie eine Stellungnahme gegen mich." (S. 15/16)

Eine der von Chinmoy oft verwandten Methoden der Indoktrination bzw. der Belehrung seiner Anhänger ist, daß er sie ein kleines Spiel aufführen läßt, das einerseits schon die Meister-Lehren vermittelt, anderseits ihm immer wieder Gelegenheit zum „belehrenden Eingreifen" bietet.   
In der Gruppe ist übrigens das - nichtchristliche - aus der Neuzeit stammende gnostische Büchlein „Wassermann-Evangelium von Jesus   



 Friedrich-Wilhelm Haack: Guruismus und Guru-Bewegungen, 1982, Seite 104  

dem Christus" (Autor: Levi) in Gebrauch. Die dort vermittelten Ansichten haben mit dem Neuen Testament nichts zu tun. Einer der rührigsten Missionare des Sri Chinmoy ist der Züricher Diplom-Psychologe K. A. Beyer (Gruppenname: „Kailash"), Beyer weist zwar in seinen Vortragsankündigungen auf „einen indischen spirituellen Meister" hin, nennt aber den Namen des Sri Chinmoy auf seinen Werbeplakaten nicht. 

 
 
 
Kölnische Rundschau vom 19.5.01   

Weltfriedenslauf der Sri Chinmoy-Sekte  
Gruppenbild mit Prominenten  

"Jeder kann seinen Beitrag zum Frieden leisten", unter diesem Motto überreichten gestern vor dem Rathaus rund 20 Läufer des internationalen Weltfriedenslaufes "Sri Chinmoy Oneness-Home Peace Run" ihre Fackel und eine Urkunde an Bürgermeister Josef Müller.   

Sri Chinmoy ist der Führer einer Sekte, die auf den Advaita-Hinduismus zurückgeht. Der Kernsatz lautet "Alles, was existiert, ist eins mit Gott, dem Urgrund des Seienden".   

Im Jahr 1979 wurde auch in Köln ein Sektenzentrum gegründet, das sich im Laufe der 80-er Jahre zur Deutschland-Zentrale entwickelte.   

Mitte der 80-er Jahre gab Sri Chinmoy in der Kölner Sporthalle Konzerte vor rund 7000 Zuschauern. Außerdem veranstaltete die Sekte in den 90-er Jahren die deutschen Ultra-Marathon-Meisterschaften in Köln. Seit 1989 werden die Weltfriedensläufe organisiert.   

"Mir war gar nicht bewusst, dass Sri Chinmoy ein Sektenführer ist, ich habe nur gelesen, dass die UNO den Lauf unterstützt."   

So wie Bürgermeister Josef Müller geht es den meisten spontanen Teilnehmern des Weltfriedenslaufes. Auf diese Weise gelingt es der Sekte immer wieder, werbewirksame Fotos mit Prominenten zu bekommen.   

"Jeder Schritt zählt", hatte zum Beispiel UNO-Generalsekretär Kofi Annan den Läufern auf dem amerikanischen Kontinent mit auf den Weg gegeben.   

"Nichts desto trotz ist die Idee eines Weltfriedenslaufes gut und die jungen Leute waren ja friedlich", wollte Müller die ganze Sache nicht zu negativ sehen.   

Schließlich bringe der Lauf junge Menschen aus ganz Europa zusammen und trage so vielleicht zu einer besseren Völkerverständigung und dem Austausch zwischen den Kulturen bei.   

Der diesjährige Weltfriedenslauf startete am 1. März in Lissabon/Portugal und führte über Spanien, Frankreich, Großbritannien, Irland und Holland nach Deutschland.   

Von Köln geht es weiter über mehrere Stationen nach Nürnberg. Anschließend werden die Läufer noch Skandinavien und osteuropäische Staaten durchqueren. Nach etwa 24 000 Kilometern endet der europäische Weltfriedenslauf am 24. Oktober in Budapest.

 
Aus: AGPF AKTUELL II/89 vom 14.7.89  

BÜRGERMEISTER ALS SEKTEN-UNTERSTÜTZER   

SHRI-CHINMOY-KULT:  "RATTENFÄNGERSTADT WARNT VOR JUGENDSEKTE"   

So lautete die Überschrift eines Berichtes der "Welt" vom 3.6.89. Berichtsgegenstand: Ein "Weltfriedenslauf", mit dem der Kult   
"zumindest in der Bundesrepublik und Österreich politische Prominenz gleich reihenweise 'geleimt' " hat, so die WELT. Zahlreiche   
Bürger-meister hatten Grußworte abgesetzt oder einen Empfang versprochen. Weil der Lauf sich von Nord nach Süd bewegte, traf   
es als ersten gar einen Ministerpräsidenten: Björn Engholm hatte ein Grußwort gesch-rieben. Dann war der Präsident des   
Deutschen Städetages dran, der Hannoveraner OB Schmalstieg: Zeitungsphotos zeigen den OB neben den Läufern und einer   
brennenden "Fackel des Friedens". Die Nachbarstadt Hameln hingegen hat "ein aufwendiges Rahmenprogramm ersatzlos   
gestrichen" - so die WELT.   

Bereits zehn Tage zuvor hatten die Städte Nürnberg, Fürth, Erlangen und Schwabbach ihre "Zusagen kurzfristig ersatzlos   
zurückgezogen" - so eine gemeinsame Pressemitteilung der drei Städte vom 23.5.89: "Der Aufmerksamkeit einer Mitarbeiterin der   
Stadt Erlangen ist es zu verdanken, daß bekannt wurde, wer sich hinter dem Veranstalter verbirgt". Die Pressemitteilung weiter:   
"Gegen Aktionen, die dem Frieden in der Welt dienen, haben die vier Städte überhaupt nichts einzuwenden. Das Gegenteil ist der   
Fall. Sie sind allerdings nicht breit, Guru-Bewegungen oder sektiererische Vereinigungen zu unterstützen oder indirekt zu fördern,   
die den Frieden in der Welt vorschieben, um für ihre zweifelhaften Ziele zu werben".

EZW-Materialdienst 7/98
 
Aus: www.ekd.de/ezw/publ/ftexte/info0798.rtf   


“Informationen” aus dem Materialdienst 07/98   

HINDUISMUS   
Weltfriedenslauf der Sri-Chinmoy-Bewegung   

Vom 13. bis 28. Mai fand wieder einmal der deutsche Abschnitt des inzwischen alljährlichen Weltfriedenslaufs der Sri-Chinmoy-Bewegung statt, der seinen An-fang in Köln nahm und am 28. Mai im brandenburgischen Guben endete. Jedesmal führen die Anmeldung des Laufs und seine Einladung an prominente Gestalten und Kommunalpolitiker, den Lauf zu empfangen und zu begrüßen, zu Irritationen bei Behörden und anderen Stellen und zu zahl-reichen Anfragen bei Weltanschauungsbe-auftragten. Die Sri-Chinmoy-Zentren ste-hen für eine recht bekannte, aber eher mit-gliederschwache neohinduistische Meditationsbewegung, die von dem Bengalen Chinmoy Kumar Ghose (geb. 1931) ge-gründet wurde und bis heute in seinen streng führenden Händen liegt. Ghose wuchs im Ashram des neohinduistischen Pioniers Sri Aurobindo in Pondicherry auf und nahm dort auch die entscheidenden Impulse für seine eigene religiös-philosophische Ausrichtung auf. Zentral sind etwa folgende Aussagen:   

“Im Verlauf der Evolution muß jede Seele durch das pflanzliche Leben und das tieri-sche Leben gehen, bevor sie in das menschliche Leben eintreten kann... Durch Meditation wird sich die Seele ihrer Ent-wicklung auf ihrer ewigen Reise voll be-wußt.” Der religionsübergreifende An-spruch der Bewegung wird durch diese eindeutig evolutionistisch-neohindu-istischen Äußerungen, die auch mit dem Christentum nicht zu vereinbaren sind, relativiert. Einladungen zur Meditation und zu Yoga-Übungen erfolgen oft im neutra-len Stil ohne Hinweis darauf, um welche Gruppe und welchen Meister es sich han-delt. Sri Chinmoy selbst tritt als unermüdlicher Autor, Maler und Komponist auf und rief u. a. eine Reihe von Friedensaktivitäten ins Leben, darunter auch 1987 den “Sri Chinmoy Oneness-Home Peace Run”, der zunächst in zweijährlichem Rhythmus, nunmehr jährlich Aufmerksamkeit auf sich zieht.   

Zahlreiche Prominente (Mutter Teresa, Desmond Tutu, M. Gorbatschow, Kofi Annan, Königin Silvia von Schweden, Olympiasieger Carl Lewis und andere) haben sich in dieser oder jener Weise zum Weltfriedenslauf verhalten; der Umgang mit Pro-minenten ist Chinmoy Ghose aus den Zei-ten seiner Tätigkeit im indischen Konsulat in New York, das ihm auch Zugang zu UNO-Kreisen verschaffte, ein gewohntes Pflaster. Die Vorbehalte gegen den Lauf wenden ein, daß er vorwiegend zu Werbezwecken für die Meditationsbewegung diene - allerdings ein (Neben)effekt, den sich mit Sicherheit auch die Kirche von entsprechenden Gelegenheiten wünschen würde. Auch wenn die Vermutung zutref-fen mag, aufgegangen ist diese mutmaßli-che Rechnung wohl nur wenig, da von ei-nem jeweiligen Anschwellen der Sri-Chinmoy-Bewegung aufgrund von Welt-friedensläufen bisher nichts bekannt wur-de. Markenzeichen ist eine leuchtende Fa-ckel, die den gesamten Lauf begleitet.   
de 

 
 
 
 

Chinmoy über Selbstmord: " ... unendlich viel schlimmer, als lebendig in Öl gebraten zu werden"
 
 
Aus: Chinmoy: Tod und Wiedergeburt, 1977, 1982   


Seite 45:  
SELBSTMORD UND SEINE FOLGEN   
Für jene, die Selbstmord begehen, ist die Qual unendlich viel schlimmer, als lebendig in Öl gebraten zu werden. Das Leiden, durch das Selbstmörder im feinen Physischen und feinen Vitalen gehen, ist undenkbar, unerträglich. Sie werden lange, lange Zeit keine Inkarnation bekommen. Nachdem sie viele Jahre lang in der vitalen Welt gelitten haben und schliesslich eine Inkarnation erhalten, werden sie mit Defekten auf die Welt kommen: blind, gelähmt, mongoloid und mit allen Arten von Krankheiten.   


Seite 37:  
Frage: Kannst du mit deiner Willenskraft den Zeitpunkt des Todes aufschieben?  
Sri Chinmoy: Sicher.  
Frage: Kannst du ihn unbegrenzt aufschieben?  
Sri Chinmoy: Spirituelle Meister können den Tod unbegrenzt aufschieben, wenn es Gottes Wille ist. ...  
Frage: Musstest du je mit den Todeskräften kämpfen, um das Leben eines Menschen zu retten?  
Sri Chinmoy: Gerade am letzten Sonntag kam ich sehr spät zur Morgenmeditation. Die meisten von euch dachten, ich hätte geschlafen und geschnarcht. Was kann ich da tun? In Wirklichkeit kämpfte ich mit drei Todeskräften, die drei meiner engsten Schüler wegraffen wollten. Mit zweien wurde ich bald fertig, aber bei der dritten war ich ganz und gar nicht sicher, was geschehen würde. Erst am folgenden Tag erhielt ich die Versicherung, dass auch der Dritte überleben würde. Sonst hättet ihr miterlebt, dass an diesem Abend im New York Centre jemand gestorben wäre. Er stand kurz vor einem Herzschlag. Und der beste Teil der Geschichte ist, dass diese Person bei der Morgenmeditation dabei war und meditierte, während ich mit den Todeskräften kämpfte.
 
 
 
 

Bericht einer ehemaligen  Chinmoy-Anhängerin vom 18.7.2002
Report of a ex Chinmoy follower from July 18, 2002
 
 
18.7.2002  

Sehr geehrter Herr Heinemann,  

ich schreibe Ihnen, um über meine Erfahrungen im Sri Chinmoy Centre zu berichten, im Hinblick auf kürzlich erhobene Anschuldigungen, die einen hohern Grad von Schwindel und Täuschung gezeigt haben. Zahllose Leute haben wichtige #Jahres ihres Lebens verloren und maxchmal wesentlich mehr als das, als ein Ergebnis der absichtlich grausamen und unmoralischen Verhaltens des Führers der Gruppe, Sri Chinmoy.  

Als ich zu dieser Gruppe kam war ich Student im Vorphysikum, hauptsächlich in Chemie. Ich hatte die typischen politischen und sozialen Abenteuer junger amerikaner in den 1970ger Jahren erlebt. Ich trat der Gruppe bei, weil ich dem glaubte, was angeboten wurde: Dass ich mit einem Meister ernsthafter das Meditieren lernen würde. Ich habe nicht nach einem Guru oder einer Flucht Ausschau gehalten  oder nach sonst irgend etwas ausser ernsthafter Medigfttation, die ich für ein nützliches Werkzeug im Leben halte. Die Gruppe schien ein harmonisches kollektiv frei denkender Individuen zu sein, aber das erwies sich als Illusion. Es handelt sich dabei um eine straf kontrollierte Masche, mit der Leute druch falsche Versprechungen verleitet werden. Es gibt dort weniger Freiheit des Denekns oder Redens, als in jeder anderen Gruppe, die ich in den USA angetroffen habe. Zur Zeit des Beitritts lebte ich in Stony Brook, New York, wo ich die Universität besuchte, aber gegen Abschluss fühlte ich mich zum Leben im Ashram in Queens hingezogen, weil ich neugierig war, das Leben in einer spirituellen Gemeinschaft aus der Nähe kennzulernen. Ich zog als eine Art anthropologisches Abenteuer in die Nachbarschaft von Jamaica [Stadtteil von New York] (mit der Erlaubnis des Gurus, der in meinen Augen eine kühle und unsympathische Person blieb). Wegen dieses Fehlers verlor ich fast 15 Jahre meines Lebens, die Möglichkeit, Kinder zu bekommen und hatte einen sehr späten Start meiner beruflichen Laufbahn.  

Trotz ihrer Fassade aus Süsse und Licht übt diese Gruppe eine tyrannische Kontrolle über das tägliche Leben von Studenten aus. Kürzliche Behauptungen zeigen, dass viel von dem Elend in der Gemeinschaft tatsächlich von der sozialen Manipulation kommt, die der Guru an seinen Stundenten praktiziert, um sie davon abzuhalten, den Seelenfrieden oder die Selbstbeherrschung zu haben, die es ihnen erlauben würde, sich zu entwickeln oder von ihm unabhängig zu werden. Weil ich ein Marathon-Läufer wurde, kurz nachdem ich eingetreten war, war ich nicht an den Machenschaften um mich herum interessiert, sondern auf das erschöpfende Trainingsprogramm des Ultra-Laufens konzentriert. Allerdings wurde ich auch unter Druck gesetzt, eine niedrige Position bei den Vereinten Nationen anzunehmen und fand mich in einer frustierenden und unbefriedigenden beruflichen Situation, noch erheblich verschlimmert durch das straff kontrollierte Netzwerk der Sri Chinmoy-Schüler, durch welches einer den anderen bei den Vereinten Nationen beobachtet und darüber berichtet.  

Nachdem Jahre vergangen waren und ich zu sehr verletzt war, um noch Marathon zu laufen, wurde mir bewusst,  dass ich geächtet wurde, verursacht zum Teil durch boshafte Worte, die dieser Guru über mich sagte und zum Teil durch boshaftes und vermutlich neidisches Gerede der ihn umgebenden Frauen. Mir wurde bewusst, dass die Leute, mit denen ich befreundet war, sich alle gegen mich gewandt hatten und dass ich inzwischen in mittlerem Alter war - in dem Frauen üblicherweise Familien gründen und das gesellschaftliche Leben in ihrer Gemeinschaft geniessen, wenn sie nicht einen Beruf haben, der ihre volle Zeit beansprucht - und völlig allein in der Welt, plötzlich zurückgewiesen von der kleinen, abgeschlossenen Gemeinschaft, der ich mein geistiges Streben übergeben hatte. Das ergab für mich keinen Sinn und so war es besonder bitter, als meine Mutter starb und ich wegen meiner Trauer verspottet wurde. Jahrelang hatte ich   
mit etwas, was mir wie eine seltsame Ausstellung von Abnormailtäten erschien, zum Nutzen meiner geistigen Bedrüfnisse. Aber als meine Mutter starb, konnte ich diese Heuchlei nicht länger tolerieren. Ich konnte diesen merkwürdigen Zirkus nicht länger ertragen, der jüngsten Berichten zufolge das Ergebnis der Manipulation des Gurus 

July 18, 2002  

Dear Mr. Heinemann,  

I am writing you to recount my experience of the Sri Chinmoy Centre, in view of recent allegations that have exposed a high level of fraud and deceit. Countless people have lost important years of their lives and sometimes much, much more than that, as a result of the deliberately cruel and unethical behavior of the group's leader, Sri Chinmoy.  
  

When I entered the group I was a premed student, majoring in Chemistry. I had been living the typical political and social adventures of young Americans in the 1970's- I joined the group because I believed what I was offered: that I would learn to meditate more seriously if I studied with a master. I had not been looking for a guru or an escape or anything outside of a serious study of meditation, which I srifl believe is a useful tool in life. The group seemed to be a harmonious collective of free-thinking individuals, but that turned out to be an illusion. It in fact is a tightly controlled scam that operates by entrapping people with false premises- There is less freedom of thought or of speech than in any other social group I have encountered in the US. At the time I joined I lived in Stony Brook, NY where I attended university, but on graduation I felt drawn to live in the "ashram" in Queens, because I was curious to experience at closer hand me life of a spiritual community. I moved into the Jamaica neighborhood (with permission of the guru, who remained a distant and unsympathetic figure in my eyes) as a kind of anthropological adventure. Due to that mistake I lost nearly 15 years of my life, lost the opportunity to have children and got a very late start on a career.  
  
  
  

Despite its front of sweetness and light, this group exercises a tyrannical control on the daily lives of students. Recent allegation indicate that much of the unhappiness in the community actually comes from the social manipulations the guru practices on his students to keep them from having the peace of mind or self-possession that allow them to mature or become independent of him. Because I became a long-distance runner shortly after joining, I was not that interested in the machinations around me but rather concentrated on the exhausting training schedule of ultrarunning. However, I was also pressured to take a low level position at the United Nations and found myself in a frustrating and unsatisfactory job situation, much worsened by the tightly controlled network of Sri Chinmoy disciples that watch and report on each other at the United Nations.  
  
  

As the years wore on and I became too injured to run ultra-distance races, I became aware that I was also the focus of much ostracism, stemming in part from malicious words spoken about me by this guru, and in part from malicious -most likely envious -words spoken by the women who surround him. I found that the people with whom I had been friends had all turned on me, and that I was, at middle age - a time when most women are nurturing families and enjoying a full social life in their community, unless they have absorbing careers - completely alone in the world, having suddenly been rejected by the tiny enclosed community to which I had committed my spiritual strivings. This made no sense to me, but it was particularly bitter when my mother died and I was mocked for my grief. For years I had been putting up with what seemed to me as bizarre as a freak show, for the sake of my spiritual longings. But once my mother died I could no longer tolerate the hypocrisy. I could no longer stomach the strange circus that, according to recent allegations, is the result of the guru's manipulations of his practically hypnotized disciples. I rejected the constraints on my life, the life of an otherwise free American. I gradually drew away from the group till I simply stopped attending any functions at all. Meanwhile, the guru and his spiteful "harem" were spreading rumors that I was harassing and pursuing him. But the truth was I had long ago lost interest, and had simply become an object for their fantasies while my own attention had turned to more concrete and real activities. I began a Masters' degree, became a pivotal person in the Staff Council at UNDP, and began to lead a normal social life after 17 years of celibacy. Meanwhile, these disciples continued to spread rumors about me at my place of work, creating incessant and annoying problems for me professionally.  

So that you can understand how profoundly my years had been wasted, as a lackey and object of ridicule to this marginal and pointless group, I will tell you what happened to me shortly after leaving the group and the opportunities which became mine once I emerged from the control of that cult. As I mentioned, I became involved in a Master's' degree and in staff/ management politics at the UN. I then began dating a senior official at that organization and he immediately suggested that I should have a PhD •which he would finance. He also suggested that I should leave my job in order to pursue my studies full time, and that he would support me. Nine years later we are still in a wonderful, committed relationship, despite the fact that for six years he was working in Paris where I commuted regularly during my doctoral studies. I am now a professor and recently was awarded a fellowship to develop a course in human rights at my university. I have published nonacademic and academic papers, one of which has become required reading at the graduate level. I have presented at conferences, briefly performed in downtown venues in New York, have done theatre work with the homeless, and maintain a busy intellectual and cultural life. All of this was waiting for me while I was entrapped by this predatory guru. The wasted years of my life represent only a small fraction of the terrible waste resulting from the fraudulent operations of Sri Chinmoy. Every day we learn of more despicable allegations as every day students cast off their brainwashing to face the real world squarely. It would be very much in the public interest to stop this guru and his predatory behavior at once. I hope you have found my experience useful to such an end.  
Now I understand that members of the group are making threats and attempting to intimidate former members such as myself into silence. From a human rights point of view, these people have not only disrupted our lives while we remain committed to the group, but continue to attempt to disrupt our lives even after we have left. In my case, I have been the butt of many false rumors including at the United Nations where I continue to do consultancies. It is clear that the ethics of the group are far below normal social ethics that belong to a civilized society.  
Sincerely ... 

 



1. Version dieser Seite installiert am 14.5.2001


Impressum:



Die Website www.AGPF.de wurde eröffnet im September 1998