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Adresse dieser Seite: http://www.AGPF.de/Chinmoy-Tempel-Heidelberg.htm  Zuletzt bearbeitet am 14.4.2008 
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Der geheime Chinmoy-"Tempel" in Heidelberg
 
 
 
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    Das geheime Zentrum des Chinmoy-Kultes in Deutschland ist eine weisse Villa am Stadtrand von Heidelberg, "Tempel" genannt. 

    Zumindest war es einmal als Zentrum geplant (>>). Heute finden dort offenbar nur geheime Aktivitäten statt. Nachbarn haben bisher nur Reinigungspersonal gesehen. 
    Ein aufwendiger Bau, zumal wegen der Hanglage direkt am Neckar, stadtauswärts Richtung Stuttgart, etwa 5 Kilometer auf dem linken Neckarufer. 

    Von aussen ist das Haus am auffälligen blauen Dach zu erkennen, von innen am weissen Marmor. 
    Für Chinmoy ist eine aufwendige Wohnung vorhanden. 
    Nachbarn hatten im Rohbau die große Halle im Erdgeschoß gesehen. Denen wurde erzählt, das werde ein Wohnhaus mit Ausstellungsraum für Kunstausstellungen. 
    Die Bauarbeiten wurden weitgehend von Chinmoy-Anhängern durchgeführt, so wird von Ehemaligen berichtet. Bezahlt wurden etwa 800 DM im Monat, für eine einfache Unterkunft wurden 300 DM abgezogen.

     
    Adresse: 69118 Heidelberg, Neuer Weg 6.  
    Auf dem Klingelschild die Namen Beyer / Moser.  
    Beyer ist vermutlich Andreas Beyer alias Kailash, der Europa-Chef der Chinmoy-Firmen 
    Im Telefonverzeichnis eingetragen ist Herr Herbert Moser, 06221-896686. 

     
    Preis des Grundstücks und Finanzierung 

    Aus einem Rundschreiben vom 17.3.1994: 

    "Guru hat jetzt wieder nach dem Tempel gefragt. Ich habe dann Guru nochmal von dem letzten Grundstück erzählt, das einen wunderschönen Blick über das Neckartal hat. 
    Guru war aber dann gar nicht so zufrieden, weil er wollte, dass wir ein Drittel mehr Geld haben, als das Grundstück kostet, damit wir gleich bauen können. (Wir haben jetzt 710.000 DM und das Grundstück würde 800.000 DM kosten). 
    Guru hat dann wieder gesagt, dass wir monatlich feste Beiträge haben sollten. 
    --- 
    Es ist Gurus erster Tempel und es ist eine grosse Ehre dass er in Deutschland sein soll. Wenn wir noch furchtbar lange brauchen, dann gibt Guru vielleicht den Russen oder den Australiern diese Chance. 
    In Heidelberg habe ich letzten Mittwoch mal wieder vom Tempel erzählt und bin dann mit einer Liste rumgegangen und auf einmal waren alle bereits, einen festen monatlichen Beitrag zu geben."

     
    Es handelte sich um ein zunächst unbebaubares Grundstück.  
    Zunächst musste mit gewaltigem Aufwand eine ebene Fläche in den Felsen gebrochen werden. 
    Felsbrocken liegen noch heute herum und sind teilweise zum Bau der Treppe benutzt worden.

     
    Aus: Alexander Kahr: Mein Wille geschehe! Seite 110, vgl. http://www.AGPF.de/Chinmoy.htm#Kahr 


    Seite 110: Auch mein "Arbeitsurlaub" in Heidelberg, bei dem ich mir durch selbstlosen Dienst mit Pickel und Preßlufthammer neue Inspiration erhoffte, konnte meine Entwicklung nicht mehr aufhalten. Auf Wunsch Sri Chinmoys bauten damals seine Schüler an einer richtigen Tempelanlage (einem zweistöckigen luxuriösen Gebäude mit Privatzimmern für Sri Chinmoy und Gartenanlage), an einem Denkmal für die Ewigkeit sozusagen, für ihren Guru. Zwar hatte ich dort eine wunderschöne Zeit, die bezog sich jedoch ausschließlich auf meine inspirierenden ausgedehnten Waldläufe, bei denen ich mit mir selbst alleine in der prächtigen Natur war und so manche unvergeßliche Erfahrung machte. 

    Spätestens auf der Baustelle wurde ich aber wieder vom ernüchternden Disciple-Alltag eingeholt. Die gemeinsamen Morgenmeditationen in den äußerst spartanisch eingerichteten Massenunterkünften und mit dem vorgeschriebenen Programm an unzähligen Gedichten, Liedern und Gebeten, das man ohnehin um sechs Uhr morgens nach einem harten Arbeitstag am Bau und einer unbequemen Nacht auf einer Luftmatratze mehr im Schlaf als bei vollem Bewußtsein herunterspulte, erschien mir ohnehin mehr als grotesk. 

    Seite 152: Eines Tages besuchte mich ein Disciple in meiner Sewa-Filiale. Er hatte bis dato am Tempelbau in Heidelberg für einen Hungerlohn gearbeitet. Dort hatte er sich auch mit dem Presslufthammer eine schmerzhafte Prellung am Rücken zugezogen ... 

    Seite 181: Ein andermal äußerte Sri Chinmoy den Wunsch, einen Tempel zu haben. Die Disciples bauten ihm daraufhin in New York am sogenannten Aspiration Ground ein komfortables Haus. In Heidelberg hingegen wurde gleich eine viel größere Anlage, die Millionenbeträge an freiwilligen Spenden verschlang, durch die alleinige billige Arbeitskraft der Disciples aus dem Boden gestampft. Bei den gut in Szene gesetzten Spendenaktionen, die meistens auf Joydays stattfanden, wurde man inmitten der versammelten Disciples, nicht zuletzt durch das Gefühl eines 
    gemeinsamen Zieles im Dienste des Avatars dieser Ära, natürlich noch zusätzlich zum Spenden animiert. Auch ich spendete derart einmal auf einen Schlag mehr als 727 Euro. Der Heidelbergtempel wurde im Juli 2001 eingeweiht. 
    Sri Chinmoy lebt also letztendlich von der selbstlosen Arbeitskraft und vom alleinigen Geld seiner Schüler. 

     
    Die ungewöhnliche Nutzung lässt sich allenfalls per Fernglas an einer Fahne auf dem Gebäude erkennen (>>). 

    Wie das Gebäude genau genutzt wird, ist allerdings unklar. Jahrelang haben Chinmoys Anhänger viel Geld für den Bau gespendet (Abbildungen unten). Sie haben geglaubt, dass dort künftig die Treffen stattfinden sollen und dass sie dort meditieren würden. Denn damals fanden die Treffen in gemieteten Sälen in Süddeutschland und Zürich statt, zu Pfingsten in den Bergen. 
    Bisher gab es offenbar keine Treffen im "Tempel". 
    Deshalb kursieren Gerüchte über Privatnutzung oder Immobilienspekulation.  
     

     
    "The Golden Boat" 

    Die Fahne auf dem "Tempel" in Heidelberg stellt das goldene Boot dar. 

    Rechts eine Abbildung aus einer Website des Chinmoy-Kultes. Im Titel dasselbe Bild, das sich auch auf der Fahne befindet. 

    Weiter unten ein Foto (auf der Abbildung nach oben verschoben): 
    Chinmoy sitzt in einem zweirädrigen Vehikel, welches das goldene Boot darstellen soll. Hinter ihm zwei Tücher als Segel. 

    Chinmoy als Kapitän und Navigator des Bootes, welches seine Anhänger zu neuen Ufern bringt.

     
     

    Rundschreiben 1989:
    "Grosse Menge Geld benötigt für Gurus ersten Tempel"
     

     
     

    Chinmoy am 17.2.1993:
    "Ich hoffe, dass ihr in diesem Jahr einen Tempel bekommen werdet, den ersten Tempel für euren Guru. Ihr braucht Geld, Millionen von Dollar ... dies ist nicht nur ein Projekt für Heidelberg. Der Tempel ist ein Projekt für ganz Deutschland.
     

     
     

    "Ideen zum Geldverdienen für den Tempel ... Prozentsatz vom Gehalt oder anderen Einnahmen an den Tempel"

    Bemerkenswert auf dem nachfolgenden Rundschreiben ist auch die Abbildung:
    So haben sich offenbar die deutschen "Disciples" den Tempel vorgestellt.
     

     
     

    August 1993: Tempelmeditation, Tempelessen, Tempellauf
     

     
     



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