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Bundesverwaltungsgericht 7 C 2/87 (7 C 2.87):
Der Staat darf warnen
"Äusserung gerechtfertigt, TM könne zu psychischen Schäden oder zu einer Persönlichkeitszerstörung führen" (>>)
Neu: Volltext (bisher NJW-Auszug) und das Urteil als PDF-Version


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Gegenüberstellung der unterschiedlichen Anträge
Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts: Impressum

 
Der TM-Prozess

Die Bundesregierung hatte vor Gefahren durch "Transzendentale Meditation" gewarnt. Es könne zu psychischen Schäden und Persönlichkeitszerstörung kommen.
Die Maharishi-Organisation war der Meinung, diese Gefahren seien nicht wissenschaftlich bewiesen. Insbesondere sei die Zahl der Erkrankten statistisch nicht grösser, als in vergleichbaren Gruppen. Gutachter haben vor Gericht die Gefahren bestätigt. 
Das Oberverwaltungsgericht: Die Bevölkerung versteht eine Warnung als Hinweis auf statistisch "gesteigerte Gefahrensituation". Die Regierung habe diese nicht bewiesen. 
Das Bundesverwaltungsgericht lehnt diese "postulierte Vorstellung der Bevölkerung" ab und wendet  Regeln aus dem Polizeirecht an: Eine Warnung ist auch ohne eine "gesteigerte Gefahrensituation" zulässig. Die "Eingriffsschwelle" ist umso niedriger, je höher die Gefahren für den Einzelnen sind. Warnungen sind auch bei niedriger Schadenshäufigkeit zulässig. 
Das Bundesverfassungsgericht hat diese Auffassung bestätigt und zusätzlich festgestellt: Die Bundesregierung müsse ihr Tätigwerden nicht von dem Ergebnis abschließender und unanfechtbarer wissenschaftlicher Untersuchungen zum Gefahrenpotential abhängig machen.


 
 

Gegenüberstellung der unterschiedlichen Anträge

Ein Teil des Urteils lässt die eigenwillige Prozessführung der Maharishi-Juristen (http://www.AGPF.de/tm-juristen1.htm) erkennen. Maharishis damaliger deutscher Chefjurist, ein Richter, beantragte dann später vor dem Bundesverfassungsgericht sogar seine Zulassung als Beistand. Der Antrag wurde abgelehnt, http://www.AGPF.de/Bundesverfassungsgericht-1BvR881-89.htm#Beistand

Im Urteil des Bundesverwaltungsgericht wird auf die unterschiedlichen Anträge eingegangen.

Die Kläger hatten in der Berufungsverhandlung einen geänderten Antrag protokollieren lassen und damit die Klage teilweise zurückgenommen. Zum Beipiel den Antrag, die Bundesregierung solle in der verlangten Ehrenerklärung für TM auch schreiben, "TM ist keine Sekte, sondern eine weltanschaulich neutrale geistige Technik ..." (>>).
Vor dem Bundesverwaltungsgericht wurden dann wieder die ursprünglichen Anträge gestellt. Diese wurden abgelehnt, weil die Klagerücknahme wirksam geworden sei.
Begründet wurde diese erneute Änderung der Anträge mit der Behauptung, die Änderung habe auf Fehlern des Berufungsgerichts beruht (>>).
Zur Verdeutlichung hier eine Gegenüberstellung der beiden Anträge, beide aus dem OVG-Urteil Oberverwaltungsgericht Münster 5 A 1125/84  Urteil vom 18.12.85 http://www.AGPF.de/ovg5a1125-84.htm
 
Der ursprüngliche Antrag
http://www.AGPF.de/OVG-Muenster-5a1125-84.htm#Klageantrag
Der protokollierte Berufungsantrag
http://www.AGPF.de/OVG-Muenster-5a1125-84.htm#Berufungsantrag

 

Sie haben beantragt,

1. die Beklagte zu verurteilen, über den Pressedienst des Bundesministers für Jugend, Familie und Gesundheit folgende Erklärung zu veröffentlichen:

"Die in verschiedenen Verlautbarungen des Bundesministers für Jugend, Familie und Gesundheit aufgestellte Behauptung, die Transzendentale Meditation (TM) sei eine sogenannte Jugendsekte oder Jugendreligion wird nicht aufrechterhalten.

Die im Zusammenhang mit den sogenannten Jugendsekten in der Öffentlichkeit erhobenen Vorwürfe treffen auf TM nicht zu. TM ist keine Sekte, sondern eine weltanschaulich neutrale geistige Technik, die nach den Äusserungen zahlreicher Ärzte und vieler tausender Erfahrungsberichte Meditierender die Persönlichkeitsentwicklung fördert und eine Stabilisierung des gesamten körperlich-geistigen Systems bewirkt. 
Das Programm der Transzendentalen Meditation wendet sich nicht speziell an Jugendliche - diese sind in der die TM-Technik ausübenden Bevölkerungsgruppe unterrepräsentiert -, sondern an die gesamte Gesellschaft, Anhaltspunkte dafür, dass die TM-Organisation junge oder erwachsene Menschen in irgendeiner Weise in ihrer freien Willensbestimmung beeinträchtigt, sind nicht ersichtlich.

 
Es liegen auch keine wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse darüber vor, dass die TM-Technik zu gesundheitlichen, insbesondere zu psychischen Schäden führt. Vielmehr gibt es zahlreiche an Tausenden von Versuchspersonen durchgeführte, unabhängige und wissenschaftliche Untersuchungen an Forschungsinstitutionen des In- und Auslandes, die die hohe Wirksamkeit der TM-Technik auf dem Gebiete der Gesundheitsvorsorge, der Physiologie und der Psychologie belegen. TM ist auch erfolgreich im Erziehungswesen, bei der Rehabilitation im Bereich des Strafvollzuges sowie bei der Bekämpfung des Drogen- und Alkoholmissbrauchs eingesetzt worden.

Das Finanzgebaren der TM-Organisation (IMS Internationale Meditationsgesellschaft, Deutscher Verband e.V.) ist seriös und entspricht der in ihrer Satzung niedergelegten ideellen Zielsetzung. Die IMS - Deutscher Verband - war als gemeinnützig und als besonders förderungswürdig anerkannt;"


2. die Beklagte zu verurteilen, den Klägern mitzuteilen, welchen öffentlichen Stellen, Verbänden, privaten Vereinigungen oder Privatpersonen sie seit Juli 1978 Material, in dem TM als Jugendsekte bzw. als Jugendreligion bezeichnet wird, zugesandt hat;

3. die Beklagte zu verpflichten, diesen öffentlichen Stellen, Verbänden, Vereinigungen und Privatpersonen die Erklärung entsprechend Nr. 1 zuzusenden;

4. die Beklagte zu verurteilen, künftig folgende Behauptungen zu unterlassen:

a) "TM gehört zu dem mit ,Jugendsekten‘ bzw. ,Jugendreligionen‘ umschriebenen Kreis bzw. TM ist eine der sogenannten neuen Jugendreligionen oder Jugendsekten“;
b) "TM wird von nicht ausreichend qualifizierten Lehrern vermittelt“;
c) "TM kann zu psychischen Schäden oder zu einer Persönlichkeitszerstörung führen“;
5. die Beklagte zu verurteilen, künftig kein Informationsmaterial zu versenden, in dem TM zu den Jugendsekten, Jugendreligionen, Psychosekten oder Psychogruppen gezählt wird.
In der mündlichen Verhandlung vor dem Senat haben die Kläger ihren Antrag eingeschränkt. Sie beantragen,
das angefochtene Urteil zu ändern und die Beklagte zu verurteilen,

1) folgende Erklärung abzugeben:
 
 

"Die in verschiedenen Verlautbarungen des Bundesministers für Jugend, Familie und Gesundheit enthaltene Äusserung, Transzendentale Meditation (TM) sei eine sogenannte Jugendsekte oder Jugendreligion, wird wegen der mit diesem Begriff in der Öffentlichkeit verbundenen Vorstellung nicht aufrechterhalten.
 
 
 
 
 
 
 

Das Programm der TM wendet sich nicht speziell an Jugendliche, sondern an die gesamte Gesellschaft. Anhaltspunkte dafür, dass die TM-Organisation junge oder erwachsene Menschen in ihrer freien Willensbestimmung beeinträchtigt, sind nicht ersichtlich. Es liegen auch keine wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse vor, ob TM zu gesundheitlichen oder psychischen Schäden führt.“


2) sich nicht zum Finanzgebaren der TM-Bewegung - unbeschadet ihres Rechts, ggf. konkrete Verstösse gegen geltendes Recht zu beanstanden - zu äussern,



OVG Münster 5 A 1125/84 Seite 16

3) den Klägern mitzuteilen, welchen öffentlichen Stellen und Verbänden sie seit Juli 1978 Material, in dem TM als Jugendsekte, Jugendreligion, Psychogruppe und Psychosekte bezeichnet wird, zugesandt hat,

4) künftig folgende Behauptungen zu unterlassen

a) "TM gehört zu dem mit ,Jugendsekten‘ bzw. ,Jugendreligionen‘ umschriebenen Kreis“ bzw. "TM ist eine der sogenannten neuen Jugendreligionen Jugendsekten oder Psychosekten“,
b) "IM wird von nicht ausreichend qualifizierten Lehrern vermittelt“,
c) "IM kann zu psychischen Schäden oder zu einer Persönlichkeitszerstörung führen


5) künftig kein Informationsmaterial zu versenden, in dem TM zu den Jugendsekten, Jugendreligionen Psychosekten oder Psychogruppen gezählt wird,

6) den Tenor des vorliegenden Urteils über den Pressedienst des Bundesministers für Jugend, Familie und Gesundheit zu veröffentlichen.


 
 

Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts

Da die Scanner-Abschrift noch nicht abschliessend korrigiert ist, wird vorläufig eine Bildkopie des Original-Urteils in PDF (1,2 MB) zur Verfügung gestellt unter

Ein Auszug aus dem Urteil ist abgedruckt in Neue juristische wochenschrift NJW 89, 2272.
Das Bundesverfassungsgericht hat das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts bestätigt:
 
Leitsätze (des Gerichts):
 
  • Die verfassungsrechtlichen Befugnisse der Bundesregierung zur Information und Aufklärung der Öffentlichkeit (sog. Öffentlichkeitsarbeit) schliessen das Recht zu öffentlichen Warnungen ein.
  • Gegenstand einer solchen Warnung kann auch das Wirken einer Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaft sein, sofern hiervon Gefahren für die Menschenwürde, das Leben oder die Gesundheit anderer Bürger ausgehen. Unter Umständen kann auch schon der begründete Verdacht einer Gefahr die Warnung rechtfertigen.
  • Die Bundesregierung ist nicht auf die Mitteilung von gefahrenträchtigen Tatsachen beschränkt, sondern kann aus ihnen selbst wertende Schlussfolgerungen ziehen, solange sie die Grenzen einer sachlich begründeten Warnung nicht überschreitet.
  • Betrifft die Warnung mehrere Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaften,  die mit einem Sammelbegriff  - hier: "Jugendreligionen, Jugendsekten" - bezeichnet werden, so ist sie nicht schon allein deswegen rechtswidrig, weil sich trotz hinreichender Unterscheidungen nicht völlig ausschliessen lässt, dass einzelne Bürger zu Unrecht die Vorwürfe gegen eine Gemeinschaft auf eine andere übertragen.
  • Erweist sich eine Warnung bei erneuter Überprüfung als nicht in jeder Hinsicht zutreffend oder zu weitgehend, so ist die bisherige Darstellung der Gefahrenlage durch eine neue Darstellung zu ersetzen. Weitergehende Anspruche des durch die Warnung in seinen Grundrechten Betroffenen auf Widerruf oder Richtigstellung bestehen nicht.
Urteil des 7. Senats vom 23. Mai 1989 - BVerwG 7 C 2.87
I.  VG Köln vom 21.2.1984 - Az.: 10 K 2269/80
II. OVG Münster vom 18.12.1985 - Az.: 5 A 1125/84

 

BUNDESVERWALTUNGSGERICHT
BVerwG 7 C 2.87
Verkündet am 23. Mai 1989

IM NAMEN DES VOLKES
In der Verwaltungsstreitsache
der Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch den Bundesminister für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit, Kennedy-Allee 105 - 107, 5300 Bonn 2,

Beklagten, Berufungsbeklagten, Revisionsklägerifl und Anschlussrevisionsbeklagten,
- Prozessbevollmächttigte: Rechtsanwälte Prof. Dr. Konrad Redeker u.a., 0xfordstrasse 24, 5300 Bonn 1
gegen
1. die IMS Internationale Meditationsgesellschaft Deutscher Verband e.V., Am Berg 2, 4516 Bissendorf 2, vertreten durch den 1. Vorsitzenden Dipl.-Ing. Hans Peter Bitterstaedt,
2. die Vereinigung deutscher Ärzte zur Förderung der Gesundheit durch Transzendentale Meditation e.V., vertreten durch die Vorsitzenden Dr. Dieter Kroener und Dr. Ulrich Messner, Am Berg 2, 4516 Bissendorf 2,
3. Dipl.-Ing. Hans Peter Ritterstaedt, xxxxx, Belgien,
4. Dr. rer. nat. Heinrich Röder, xxxxx
5. Dr. Ing. Lothar Uhlenbusch, xxxxx
6. Dr. med. Dietrich W achsmuth, xxxxx 4515 Bissendorf 2,
7. Dipl.-Psych. Charlotte Röder, xxxxx,
8. Vorsitzenden Richter Dr. jur. Claus Godbersen,
9. .....
10. .....
11. Studiendirektor a. D. Dieter Junk, xxxxx ,
12. Elektromeister Hans-Jürgen Wohlers,  xxxxx ,
 
Kläger, Berufungskläger, Revisionsbeklagten und Anschlussrevisionskläger,
— Prozessbevotlmächtigter zu 1, 3 bis 7: Rechtsanwalt Dr. Dieter Hess, Rheinstrasse 23, 51100 Koblenz —
— Prozessbevollmächtigte zu 2, 8, 11 und 12: Hechtsanwälte Holly u.a. Katserstrasse 1, 51130 Montabaur —

Beteiligter: Der Oberbundesanwalt beim Bundesverwaltungsgericht,

hat der 7. senat des Bundesverwaltungsgerichts
auf die mündliche Verhandlung vom 21. April 1989
durch den Präsidenten des Bundesverwaltungsgerichts
Prof. Dr. Sendler und die Richter am Bundesverwaltungsgericht
Kreilig, Seebass, Dr. Gaentzsch und Dr. Bardenhewer

für Recht erkannt:
 

Auf die Revision der Beklagten wird das Urteil des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein- Westfalen vom 18. Dezember 1985 aufgehoben, soweit es der Berufung der Kläger gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Köln vom 21. Februar 1984 stattgegeben hat. Die Berufung der Kläger gegen das Urteil des Verwaltungagertehte Köln wird auch insoweit zurückgewiesen.
Die Revision der Kläger wird zurückgewiesen.
Die Kläger tragen die Kosten des Verfahrens, soweit sie ihnen nicht bereits durch das Urteil des Oberverwalttungsgerichts auferlegt worden sind und soweit sie nicht durch die Kläger zu 9 und 10 zu tragen sind.
Gründe:

I.

Die Klägerin zu 1 verbreitet die "Transzendentale Meditation" (TM) nach Maharishi Mahesh Yogi in der Bundesrepublik Deutschland; die Klägerin zu 2 ist ein Zusammenschluss von Ärzten mit dem Ziel der Verbesserung der Persönlichkeitsentwicklung und der Volksgesundheit durch Erforschung Anwendung und Verbreitung der Technik der TM und der auf ihr aufbauendon Programme. Die übrigen Kläger sind Lehrer der TM. Die Kläger wenden sich gegen Äusserungen der Beklagten die sie als ehrverletzend empfinden.

Am 10. Juli 1976 erschien im "Pressedienst des Bundesministers für Jugend, Familie und Gesundheit eine Darstellung über die “Neuen Jugendreligionen“ die am 19. Juli 1978 gleichlautend auch in den “Informationen des Bundesministers für Jugend, Familie und Gesundheit“ veröffentlicht wurde. Diese Darstellung, die Staatssekretär Prof. Dr. W. in einer Pressekonferenz am 10. Juli 1978 erläuterte und über die umfangreich in der Presse berichtet wurde, definiert einleitend den Begriff "Jugendreligionen" bzw. “Jugendsekten‘ als Sammelbegriff für unter-



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schiedliche Gruppen, deren Zielgruppen und Anhänger vornehmlich junge Menschen seien. Zur TM-Bewegung heisst es im einzelnen:
“Transzendentale Meditation versucht, Anhänger durch Medita tionstechniken (angeblich 'Entspannungstechniken‘ ) in eine Scheinwelt, frei von Leiden und Problemen, zu führen. Hauptsächliche Finanzierungsquelle: Erhebung hoher Gebühren für Transzendentale Meditationskurse“. Die Pressemitteilung vom 10. Juli 1978 verweist ergänzend auf eine als "eindrucksvoll“ bezeichnete, anlässlich einer Tagung zum Thema “Probleme im Zusammenhang mit den sog. Jugendreligionen“ am 23./24. Februar 1978 in Hannover von der “Aktion für geistige und psychische Freiheit - Arbeitsgemeinschaft der Elterninitiativen -“ vorgelegte und vom Bundesministerium für Jugend, Familie und Gesundheit materiell unterstützte Dokumentation, nach der bei TM die "entartete religiöse Technik“ eine wachsende Hörigkeit der Sektenmitglieder bewirke und Fälle schwerer psychischer Störungen festgestellt worden seien. Die Dokumentation wurde vom Bundesministerium für Jugend, Familie und Gesundheit der Presse übergeben und später allen zuständigen Stellen in Bund und Ländern sowie - auf Anforderung - zahlreichen Privatpersonen zugesandt.

Nach dem Massenselbstmord der “Volkstempelsekte“ äusserte Staatssekretär Prof. Dr. W. in einem Interview, das in den “Informationen des Bundesministers für Jugend, Familie und Gesundheit“ vom 30. November 1978 veröffentlicht wurde: Die typischen Merkmale dieser Sekte seien auch bei den Jugendreligionen zu finden, die in der Bundesrepublik Deutschland verbreitet seien. Die Praktiken der “fanatischen Sekten“ könnten eigentlich nur mit



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"Gehirnwäsche" zutreffend beschrieben werden und führten bei ihren neuen Mitgliedern alsbald zu einem Persönlichkeitszerfall. Unter den "fanatischen Sekten" nannte er die TM-Bewegung.

Am 27. April 1979 gab die Bundesregierung auf die Kleine Anfrage mehrerer Bundestagsabgeordneter sowie der Fraktionen der SPD und FDP eine Stellungnahme zu den “Neueren Glaubens- und Weltanschauungsgemeinschaften (sogenannte Jugendsekten) ab (BT-Drs. 8/2790) und zählte dabei auch die TM-Bewegung zum Kreis dieser Gemeinschaften. Diese Bewegung unterscheide sich von anderen Gruppierungen dadurch, dass sie ihre Anhänger weitgehend in den gewohnten Lebensbezügen belasse und auf ihre religiöse und weltanschauliche Neutralität und ihre Wissenschaftlichkeit verweise.

Am 1. Juni 1979 antwortete Staatssekretär Prof. Dr. W. auf die Frage eines Abgeordneten irri Deutschen Bundestag, bei TM sei zu unterscheiden zwischen ihrem nicht zu beanstandenden Einsatz ausschliesslich als Entspannungstechnik, etwa im Rahmen psychotherapeutischer Behandlungen, und dem anders zu bewertenden Anspruch als umfassendes Lebensführungsprograrnm. Der Parlamentarische Staatssekretär Z. erklärte am 14. Dezember 1979 im Deutschen Bundestag, bei Anwendung von TM als Lebensführungsprogramm sehe die Bundesregierung für solche Meditierende eine Gefahr, die entweder labil seien oder sieh in einer Krise befänden, weil weder die Methode noch die Organisation auf die möglichen negativen Auswirkungen eingehen könnten und wollten. Die Meditationsbegleitung durch die TM-Lehrer genüge nicht einem



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fundierten therapeutischen Anspruch; diese verfügten häufig nicht über die nötige Ausbildung und Erfahrung und hätten ferner keine entsprechende Fachberatung, um tiefgreifende Störungen der Meditierenden zu erkennen und auf ihre jeweilige persönliche Situation eingehen zu können.

Im Dezember 1979 Legte der Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags einen Bericht über die “Jugendreligionen (Jugendsekten)" vor, der im Februar 1980 unter dem Titel “Jugendreligionen in der Bundesrepublik Deutschland“ herausgegeben und in der Folgezeit in einer Gesamtauflage von über 100 000 Exemplaren an Interessenten abgegeben wurde. In diesem Bericht wird nach einleitenden Bemerkungen zu den Ursachen der Verbreitung der “Jugendreligionen“ in der Bundesrepublik Deutschland auf die Verschiedenartigkeit der so bezeichneten Gruppierungen hingewiesen; sodann werden diese Gruppierungen nacheinander im einzelnen abgehandelt. Zur TM-Bewegung heisst es u.a., nach Aussagen von Ärzten könne die Anwendung von TM eine entspannende und positive Wirkung haben, jedoch bei solchen Meditierenden, die entweder labil seien oder in einer Krise stünden, zu schweren psychischen Störungen führen. Die TM-Lehrer seien nicht hinreichend ausgebildet, um solche Störungen zu erkennen und ihnen entgegenzu wirken.

Die Kläger haben im Mai 1980 Klage auf Unterlassung und Widerruf bzw. Richtigstellung der sie betreffenden Äusserungen der Be-



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klagten erhoben. Das Verwaltungsgericht hat die Klage als unbegründet abgewiesen.

Im Berufungsverfahren haben die Kläger zunächst ihren erstinstanzlichen Klageantrag weiterverfolgt. In der mündlichen Ver handlung vor dem Berufungsgericht am 12. und 13. Dezember 1985 haben sie den Antrag geändert. Das Berufungsgericht hat die Beklagte nach Durchführung einer Beweisaufnahme auf der Grundlage des geänderten Antrags wie folgt verurteilt:
 

Die Beklagte wird verurteilt,
 

1. künftig folgende Pauschaläusserungen zu unterlassen:
a) TM gehört zu dem mit "Jugendsekten" bzw. "Jugendreligionen" umschriebenen Kreis bzw. TM ist eine der "sogeannten neuen Jugendreligionen, Jugendsekten oder Psychosekten",
b) TM wird von "nicht ausreichend qualifizierten" Lehrern vermittelt,
c) “TM kann zu psychischen Schäden oder zu einer Persönlichkeitszerstörung führen“,
d) "das Finanzgebaren der TM--Bewegung ist unseriös“,
2. künftig kein Informationsmaterial zu versenden, in dem TM zu den Jugendsekten, Jugendreligionen, Psychosekten oder Psychogruppen gezählt wird,
3. folgende Erklärung abzugehen:
‘Die in verschiedenen Verlautbarungen des Bundesministers für Jugend, Familie und Gesundheit enthaltene Äusserung, TM sei eine sogenannte Jugendsekte oder Jugendreligion, wird wegen der mit diesem Begriff in der Öffentlichkeit verbundenen Vorstellungen nicht aufrecht erhalten.
Das Programm der DM wendet sich nicht speziell an Jugendliche, sondern an die gesamte Gesellschaft. Anhaltspunkte dafür, dass die TM-Organisation junge oder erwachsene Menschen in ihrer freien Willensbestimmung beeinträchtigt, sind nicht ersichtlich. Es liegen auch


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keine wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse vor, ob TM zu gesundheitlichen, insbesondere psychischen Schaden fuhrt."
4. den Klägern mitzuteilen, welchen öffentlichen Stellen und Verbänden sie seit Juli 1973 Material zugesandt hat, in dem TM als Jugendsekte, Jugendreligion, Psychogruppe oder Psychosekte bezeichnet wird,
5. den Tenor des vorliegenden Urteila über den Pressedienst des Bundesministeriums für Jugend, Familie und Gesundheit zu veröffentlichen.
Hinsichtlich des weitergehenden Antrags der Kläger auf Verurteilung der Beklagten, "sich nicht zum Finanzgebaren der TM-Bewegung - unbeschadet ihres Rechts, ggf. konkrete Verstösse gegen geltendes Recht zu beanstanden - zu äussern", hat das Berufungsgericht die Berufung zurückgewiesen. Zur Begründurg seines Urteils hat es im wesentlichen ausgeführt:

Die Klägerin zu 1 sei eine durch Art. 1 GG geschützte Weltanschauungsgemeinschaft im Sinne von Art. 140 GG in Verbindung mit Art. 137 Abs. 2 und 7 WRV.  Die Art ihrer Teilnahma am politischen und wirtschaftlichen Leben stehe ihrer Charakterisierung als Weltanschauungsgemeinschaft nicht entgegen  Es liege auch kein den Schutz aus Art. 4 GG ausschliessender Missbrauch der religiös-weltanschaulichen Freiheit vor. Die übrigen Kläger seien gleichfalls durch Art. 4 GG geschützt.

Der den Klägern zustehende Schutz aus Art. 4, 140 GG bedeute nicht,  dass den staatlichen Organen jede Möglichkeit der Äusserung über die TM-Bewegung genommen sei. Das Recht der politischen Meinungsäusserung sei ureigenes verfassungsmässiges Recht der



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Regierung. Danach sei diese befugt, sich ini Rahmen ihres Handlungs- und Aufgabenbereichs zu allen politisch relevanten Fragen zu äussern. Zu den Aufgaben, ggf. sogar zu den Pflichten der Regierung gehöre es, die Bevölkerung über Gefahren für grundgesetzlich geschützte Werte aufzuklären und gezielte Warnungen auszusprechen. Bei der Wahrnehmung dieser generellen Informationsaufgabe habe der Staat die staatskirchenrechtlichen Grundsätze der Neutralität und Parität zu beachten. Seine Äusserungen müssten den für staatliches Handeln massgeblichen Prinzipien der Verhältnismässigkeit, der Erforderlichkeit und der Sachgerechtigkeit unter Beachtung des Verbots des Übermasses entsprechen. Wertende Äusserungen dürften nicht weitergehen als sie durch Tatsachen gestützt seien. Tatsächlich Ungeklärtes dürfe nicht als feststehend hingestellt werden, sondern allenfalls bei besonderen Sachlagen im Rahmen von Warnungen als möglich.

Die öffentliche Bezeichnung der TM-Bewegung als Jugendsekte, Jugendreligion oder Psychosekte sei nach diesen Grundsätzen unzulässig. Die Bezeichnung einer Vereinigung als Jugendsekte oder Jugendreligion wecke ein Bündel negativ besetzter Assoziationen, nämlich die Vorstellung gesetzwidriger, pseudoreligiöser, obskurer und destruktiver Praktiken verschiedenster Art. Einen ganz konkret ausmachbaren Informationsinhalt habe die Bezeichnung als Jugendsekte/Jugendreligion nicht. Als Gesamteindruck bleibe das Odium der Jugendgefährdung. Dass die mit der Bezeichnung verbundenen Vorstellungen zu einem erheblichen Teil auf die TM-Bewegung zuträfen, sei nicht belegt. Der Umstand, dass die Beklagte die Begriffe Jugendsekte/Jugendreligion in der gesell-



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schafftlichen Auseinandersetzung in religiös-weltanschaulichen Fragen vorgefunden habe, berechtige sie nicht, diese in der geschehenen Weise zu gebrauchen, zumal diese Begriffe in erster Linie von nicht dem Gebot religiös-weltanschaulicher Neutralität unterliegenden Gegnern der neuen religiösen und weltanschaulichen Bewegungen geprägt worden seien. Die Bezeichnung als Psychosskte habe ebenfalls negativen Inhalt. Sie deute auf den Einsatz obskurer psychologischer Verfahren zur Persönlichkeitsveränderung bzw. -verformung hin. Auch hierfür fehle es hinsichtlich der TM-Bewegung an Nachweisen.

Die Äusserung, TM werde von nicht ausreichend qualifizierten Lehrern vermittelt, sei zu pauschal und deswegen unzulässig. Die Beklagte möge zwar durchaus berechtigt sein, Informationen über die Aus- bzw. Vorbildung von TM-Lehrern zu geben, wie z.B., die TM-Bewegung fordere von ihren Lehrern keine Ausbildung als Arzt, Heilpraktiker-, Psychologe, Psychiater oder Psychotherapeut. Zur sachgerechten Information der- Bevölkerung sei jedoch eine so pauschale Äusserung wie diejenige, die TM-Lehrer seien nicht hinreichend qualifiziert, nicht notwendig.

Die Äusserung, TM könne zu psychischen Schäden oder zu einer Persönlichkeitszerstörung führen, sei ebenfalls in dieser pauschalen Form unzulässig. Diese Äusserung werde von der Bevölkerung dahin verstanden, dass eine gesteigerte Gefahrensituation bestehe; TM müsste deutlich gefährdender sein als andere Meditationsverfahren oder die Zugehörigkeit zu anderen weltanschaulichen oder religiösen Gemeinschaften, zu denen die Beklagte



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Vergleichbares nicht äussere. Diese Voraussetzungen seien nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme nicht erfüllt. Es stehe zwar aufgrund der Äusserungen der Sachverstandigen fest, dass das Meditieren nach der TM-Technik oder auch das Engagement in der TM-Bewegung als sog. life event Auslöser für Psychosen sein könne. Eine Beteiligung von TM könne auch im Bereich sonstiger psychischer Störungen nicht ausgeschlossen werden. Alle drei vom Senat angehörten Sachverständigen vermuteten eine Gefährlichkeit von TM für Menschen mit labiler Ich-Struktur. Auch die Zeugen hätten von etlichen Fällen berichtet, in denen der Zusammenhang zwischen TM und psychischer Entgleisung mehr oder weniger deutlich zutage getreten sei. Dass TM überdurchschnittlich häufig psychoseauslösend oder psychische Störungen hervorrufend wirke, könne indes auf der Grundlage des bisher Bekannten nicht festgestellt werden. Es fehle schon an Zahlen darüber, wie viele Menschen TM ausübten. Auch über die Zahl der im Rahmen der TM-Bewegung psychisch Entgleisten sei Gesichertes nicht bekannt. Der zum vergleich heranzuziehende Anteil psychisch Kranker an der Gesamtbevölkerung stehe gleichfalls nicht fest. Eine weitere Aufklärung der Frage, ob die TM-Anhänger überdurchschnittlich häufig psychische Schäden erlitten, sei nicht möglich.

Die Kläger hätten keinen Anspruch darauf, dass sich die Beklagte - mit Ausnahme der Beanstandung konkreter Rechtsverstösse - nicht zum Finanzgebaren der TM-Bewegung äussere. Nicht jede Erklärung dazu sei ein Eingriff in die Bekenntnisfreiheit oder die Ehre der Kläger. Sachliche Informationen, z.B. über die Höhe der Kursgebühren, seien bei Vorliegen eines Informationsbedürfnisses



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der Bevölkerung auch im Hinblick auf das Gebot religiös-weltanschaulicher Neutralität des Staates unbedenklich.

Dagegen sei die Beklagte nicht zu der Äusserung berechtigt, das Finanzgebaren der TM-Bewegung sei unseriös. Sie leite diesen Vorwurf aus mehreren Einzeltatsachen und Einzelwertungen her. Soweit diesen ein berechtigtes Informationsbedürfnis der Bevölkerung zugrunde liege, könne dem durch Einzeläusserungen entsprochen werden. Die streitige pauschale Äusserung sei jedoch unverhältnismässig und damit unzulässig. Im Vordergrund stehe die abwertende Beurteilung. Interessenten könnten aufgrund dieser Äusserung ihr Verhalten nicht in konkreten Punkten einrichten, sondern nur generell Abstand nehmen von einer Begegnung mit der TM-Bewegung.

Da die Beklagte die TM-Bewegung nicht als Jugendsekte, Jugendreligion oder Psychosekte bezeichnen dürfe, sei sie auch nicht zur Versendung von Informationsmaterial mit dieser Bezeichnung berechtigt.

Die weiteren Klageanträge seien aus dem Rechtsinstitut des öffentlich-rechtlichen allgemeinen Folgenbeseitigungsanspruchs begründet.  Die Unterlassung der umstrittenen Äusserungen erscheine nicht ausreichend, um den Zustand wiederherzustellen, der vor den mündlichen und schriftlichen Erklärungen der Beklagten bestanden habe. Diese Darstellung wirke nämlich im Bewusstsein der Öffentlichkeit fort. Die von den Klägern erstrebte Richtigstellung sei geeignet, zu einem der früheren Situation



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entsprechenden Zustand beizutragen, ohne dem Gebot religiös-weltanschaulicner Neutralität des Staates zu widersprechen.

Die Bekanntgabe der öffentlichen Stellen und Verbände, an die die Beklagte unzulässigerweise Informationsmaterial übersandt habe, gebe den Klägern die Möglichkeit, sich durch eigene Aktivitäten um die Wiederherstellung des früheren Zustands zu bemühen. Da die streitigen Erklärungen des Bundesministers für Jugend, Familie und Gesundheit über dessen Pressedienst verbreitet worden seien, sei im Wege der Naturalrestitution ebenfalls diese Verbreitungsart zu wählen.

Gegen dieses Urteil hat die Beklagte die vom erkennenden Senat zugelassene Revision eingelegt. Die Kläger haben sich der Revision der Beklagten angeschlossen.

Die Beklagte erstrebt mit ihrer Revision die vollständige Zurückweisung der Berufung der Kläger gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts und greift das Berufungsurteil mit verfahrens- und materiellrechtlichen Einwendungen an.

Die Kläger beantragen, das Urteil des Berufungsgerichts aufzuheben, soweit es ihren Anträgen in der Berufungsschrift vom 17. April 1984, hilfsweise den in der Berufungsverhandlung gestellten Anträgen nicht stattgegeben hat. Auch sie erheben gegen das Berufungsurteil sowohl Verfahrens- als auch Sachrügen.

Der Oberbundesanwalt unterstützt die Revision der Beklagten.



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II.
 

Die Revision der Beklagten hat Erfolg. Das Berufungsgericht hat der Klage zu Unrecht grösstenteils stattgegeben. Deshalb ist auf die Revision der Beklagten das Berufungsurteil insoweit aufzuheben und das klagabweisende Urteil des Verwaltungsgerichts insgesamt wiederherzustellen. Dagegen ist die Revision der Kläger zurückzuweisen.
 

1. Die Revisionen sind zulässig. Auch die Kläger, die sich gemäss §§ 141, 127 VwGO der Revision der Beklagten nach Ablauf der Revisionsfrist angeschlossen haben, sind durch das Berufungsurteil beschwert. Das folgt schon daraus, dass das Berufungsgericht ihrem in der mündlichen Verhandlung vom 12.13. Dezember 1985 protokollierten Berufungsantrag nicht uneingeschränkt entsprochen hat. Sie machen darüber hinaus geltend, dass dieser Antrag fehlerhaft zustande gekommen sei und das Ziel ihrer Klage nicht erschöpfend wiedergebe. Dementsprechend sind sie im Revisionsverfahren zu ihrem weitergehenden Antrag in der Berufungsschrift vom 17. April 1984 zurückgekehrt und halten den protokollierten Berufungsantrag nur hilfsweise aufrecht. Unter diesen Umständen kann dahinstehen, ob die Anschlussrevision der Kläger auch ohne eigene Beschwer zulässig wäre (vgl. dazu einerseits BVerwG, Urteil vom 7. Juni 1977 - BVerwG 1 C 20.74 -, Buchholz 310 § 40 VwGO Nr. 164 und andererseits BVerwGE 65, 27 <33>).



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2. Das Berufungsgericht hat über die Berufung zu Recht auf der Grundlage des in der mündlichen Verhandlung vom 12./13. Dezember 1985 protokollierten Berufungsantrags entschieden. Die dagegen gerichteten Verfahrensrügen der Kläger sind nicht begründet. Der Vorsitzende des Berufungsgerichts hat seine Pflicht, auf die Stellung eines sachdienlichen Antrags hinzuwirken (§ 86 Abs. 3 VwGO), nicht verletzt, ebenso nicht seine Pflicht, die Streitsache mit den Beteiligten in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht zu erörtern (§ 104 Abs. 1 VwGO).

Die Kläger wollen die gerügte Verletzung des § 86 Abs. 3 VwGO daraus herleiten, dass der protokollierte Berufungsantrag hinter ihrem ursprünglichen Klagebegehren zurückbleibt. Das trifft zwar zu, beruht aber nicht auf einer vom Berufungsgericht zu verantwortenden fehlerhaften Protokollierung des Berufungsantrags, sondern auf dem freien Entschluss der Kläger, die grundsätzlich selbst darüber bestimmen konnten, ob und inwieweit sie ihr ursprüngliches Klagebegehren im Berufungsverfahren aufrechterhielten (§§ 88, 92 Abs. 1, 125 Abs. 1 VwGO). Die Kläger waren sich nach ihrem eigenen Vortrag über die Divergenz zwischen ihrem ursprünglichen Klagebegehren und dem protokollierten Berufungsantrag im klaren; sie sind sogar, wie sich aus der Sitzungsniederschrift vom 12./13. Dezember 1985 ergibt, hierauf vom Vorsitzenden noch eigens aufmerksam gemacht worden. Es handelt sich mithin bei dieser Divergenz um eine - im Tenor des Berufungsurteils zutreffend verlautbarte - teilweise Rücknahme ihrer Klage. Die Hinweis- und Beratungspflichten des Vorsitzenden nach § 86 Abs. 3 VwGO gehen nicht so weit, dass er den



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Kläger davon abhalten musste, seine Klage ganz oder- teilweise zuruckzunehmen.

Die Kläger machen demgegenüber vergeblich geltend, das Berufungsgericht habe sie durch seine Vorgehensweise "völlig überfahren" und ihnen den Berufungsantrag in Anlehnung an einen zuvor unterbreiteten Vergleichsvorschlag "diktiert". Allerdings stimmt der protokollierte Berufungsantrag seinem Inhalt nach weitgehend mit dem vom Berufungsgericht in der mündlichen Verhandlung vom 12./13. Dezember 1985 unterbreiteten Vergleichsvorschlag überein. Daraus kann aber nicht auf eine unzulässige Beeinflussung der Kläger geschlossen werden, denn sie brauchten ihren Klageantrag nicht dem gescheiterten Vorgleichsvorschlag des Berufungsgerichts anzupassen. Warum sie dies gleichwohl getan haben, haben sie in ihrem wenige Tage nach der mündlichen Verhandlung abgefassten Schriftsatz vom 15. Dezember 1985 (S. 2 ff.) selbst dargelegt: Die Kläger hatten aus dem Verlauf der mündlichen Verhandlung den Eindruck gewonnen, dass das Berufungsgericht der Klage zwar nicht insgesamt, wohl aber grösstenteils, nämlich im Umfang seines Vergielchsvorschlags, stattzugeben beabsichtigte. Sie verbanden daher mit dem Verzicht auf den - aus der Sicht des Berufungsgerichts - problematischen Teil der Klage die Erwartung, dass über den Rest alsbald rechtskräftig zu ihren Gunsten entschieden sein würde. Darüber hinaus hofften sie, dass sie in den Urteilsgründen von allen gegen sie erhobenen Vorwürfen uneingeschränkt entlastet werden würden. Da sich beide Erwartungen der Kläger nicht erfüllt haben, mag sie ihr Entschluss zur teilweisen Klagerücknahme reuen, und sie wollen deren



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Folgen dadurch entgehen, dass sie dem Berufungsgericht einen Fehler bei der Protokollierung ihres Berufungsantrags vorwerfen, dies jedoch mangels eines solchen Fehlers ohne Erfolg. Infolgedessen muss es bei der im Revisionsverfahren auch auf andere Weise, etwa durch Anfechtung oder Widerruf, nicht rückgängig zu machenden teilweisen Klagerücknahme verbleiben.

Auch der von den Klägern im Zusammenhang mit ihrer Rüge der Verletzung des § 86 Abs. 3 VwGO weiter erörterte Umstand, dass sich die Verpflichtung der Bundesregierung unter Nr. 3 des Vergleichsvorschlags (Zusendung der abzugebenden Widerrufs- bzw. Richtigstellungserklärung an bestimmte öffentliche Stellen, Verbände, Vereinigungen und Privatpersonen) in dem protokollierten Berufungsantrag nicht wiederfindet, kann dem Berufungsgericht nicht als Verfahrensfehler angelastet werden. Zwar gehört es zu den Pflichten des Vorsitzenden nach § 86 Abs. 3 VwGO, den Kläger - selbst wenn er anwaltlich vertreten ist - auf ein offenkundiges Versehen bei der Formulierung des Klageantrags hinzuweisen (vgl. BVerwG, Beschluss vom 20. Oktober 1976 - BVerwG 7 B 57.75 -, Buchholz 310 § 86 Abs. 3 VwGO Nr. 18 und Urteil vom 11. März 1966 - BVerwG 2 C 196.62 -, Buchholz 310 § 86 Abs. 3 VwGO Mr. 5). Zu einem solchen Hinweis war der Vorsitzende hier aber nicht verpflichtet. Wenn sich auch die Kläger bei der Formulierung ihres Berufungsantrags ersichtlich an den Vergleichsvorschlag des Berufungsgerichts anlehnten, so schloss dies doch Abweichungen im einzelnen nicht aus. Der protokollierte Berufungsantrag nimmt nicht etwa ganz oder teilweise auf den zuvor protokollierten Vergleichsvorschlag des Berufungs-



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gerichts Bezug, sondern ist Wort für Wort neu ins Protokoll aufgenommen worden; dabei ist u.a. auch die Reihenfolge der einzelnen Klagepunkte geändert worden. Da es sich um eine Klageänderung handelte, hatten die Kläger allen Anlass, selbst darauf zu achten, ob der nunmehr protokollierte Antrag ihr geändertes Klagebegehren zutreffend und erschöpfend zum Ausdruck brachte. Von einem offenkundigen Versehen bei der Antragstellung, das der Vorsitzende hätte aufgreifen und bereinigen müssen, kann deshalb nicht die Rede sein.

§ 104 Abs. 1 VwGO ist gleichfalls nicht verletzt. Die Behauptung der Kläger, das Berufungsgericht habe, abgesehen von der dieser Vorschrift nicht genügenden Unterbreitung eines Vergleichsvorschlags, in der mündlichen Verhandlung vom 12./13. Dezember 1985 überhaupt jede Erörterung der Sach- und Rechtslage unterlassen, ist nicht nur wegen der aussergewöhnlichen Länge der mündlichen Verhandlung gänzlich unglaubhaft, sondern wird auch durch den Inhalt der Sitzungsniederschrift widerlegt. So hat das Berufungsgericht den Beteiligten - über seine Pflichten nach § 104 Abs. 1 VwGO hinaus (vgl. BVerwG, Beschluss vom 2. Juni 1981 - BVerwG 6 C 15.81 -, DÖV 1981, 839) - ausweislich S. 12 f. der Niederschrift seine vorläufige und sodann auch dem Berufungsurteil zugrunde gelegte Würdigung des Beweisergebnisses bekanntgegeben. Die Kläger haben ferner nach ihrem eigenen Vortrag in der mündlichen Verhandlung den Eindruck gewonnen, dass das Berufungsgericht ihrem ursprünglichen Klagebegehren nicht in vollem Umfang stattgegeben hätte; das setzt entsprechende Äusserungen des Berufungsgerichts voraus. Da-



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von abgesehen ist die Erörterungspflicht nach 5 104 Abs. 1 VwGO kein Selbstzweck, sondern soll, wie die Kläger richtig vortragen, verhindern, dass die Prozessparteien bei ihrer Argumentation und ihrem Sachvortrag wesentliche Gesichtspunkte übersehen und infolgedessen vor der Entscheidung des Gerichts nicht das ihnen nach Art. 103 Abs. 1 GG, § 108 Abs.2 VwGO zustehende rechtliche Gehör erhalten. Deshalb braucht die Erörterung nur in der Form und in dem Umfang stattzufinden, die nach dem Sach- und Streitstand erforderlich sind (vgl. BVerwG, Beschluss vom 30. Oktober 1987 - BVerwG 2 B 85.87 -, Buchholz 310 § 104 VwGO Nr. 20). Insbesondere gebietet § 104 Abs. 1 VwGO nicht, dass das Gericht auf jeden Gesichtspunkt besonders hinweist, auf den es für die Entscheidung ankonmen kann, wenn diese Gesichtspunkte bereits früher im Verwaltungs- oder Gerichtsverfahren erörtert worden sind oder auf der Hand liegen (BVerwG, Urteil vom 16. Mai 1974 - BVerwG 3 C 54.72 -, Buchholz 310 § 104 VwGO Nr. 9). Dem Berufungsurteil liegen keine für die Kläger überraschenden tatsächlichen oder rechtlichen Gesichtspunkte zugrunde. Im Gegenteil ist der massgebliche Prozesssstoff in beiden Tatsacheninstanzen von den Prozessparteien breit erörtert worden. Das gilt auch für die von den Klägern im Zusammenhang mit ihrer Verfahrensrüge erwähnte Frage nach der einschlägigen Grundrechtsbestimmung (Art. 4 oder Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 GG). Das Berufungsgericht war nicht verpflichtet, die Rechtsauffassung, die seine Entscheidung trägt, schon vor der Urteilsberatung festzulegen und in der mündlichen Verhandlung zur Erörterung zu stellen (BVerwG, Beschluss vom 27. November 1979 - BVerwG 7 B 195.79 -, Buchholz 310 § 104


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VwGO Nr. 12 und Beschluss vom 30. Oktooer 1987 a.a.O.). Erst recht bezog sich seine Erörterungspflicht nach § 104 Abs. 1 VwGO nicht auf die Einzelheiten der späteren Urteilsbegründung. Die Kidger sind mithin auch unter diesem Gesichtspunkt nicht, wie sie mit ihrer Revision vorbringen, vom Berufungsgericht bei der Stellung und Begründung ihres dem Berufungsurteil zugrundeliegenden Antrags pflichtwidrig im dunkeln gelassen oder gar in die Irre geführt worden.

Die Kläger rügen weiter erfolglos, sie seien in ihrem Anspruch auf rechtliches Gehör dadurch verletzt worden,  dass sie nicht zu dem Inhalt des Schriftsatzes der Beklagten von 11. Dezember 1985 hatten Stellung nehmen können. Eine Abschrift dieses Schriftsatzes ist ihnen, wie sich aus S. 4 der Niederschrift ergibt, in der mündlichen Verhandlung vor dem Berufungsgericht am 12. Dezember 1985 übergeben worden. Wenn sie zu einer sofortigen Entgegnung nicht in der Lage waren, hätten sie eine Vertagung der Verhandlung beantragen müssen. In seinem Anspruch auf rechtliches Gehör wird derjenige nicht verletzt, der es unterlässt, sich in der gebotenen Weise Gehör zu verschaffen.
 
 

3. a)  Die Klage ist unzulässig soweit die Kläger in der mündlichen Verhandlung vor dem erkennenden Senat ihren ursprünglich im Berufungsverfahren gestellten Antrag erneut gestellt haben; insoweit ist, wie sich aus dem zu 2. Gesagten ergibt, die Klage wirksam und unabänderlich zurückgenommen worden.

b) Die Klage ist mit ihrem in der mündlichen Verhandlung vom



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12./13. Dezember 1985 geänderten Inhalt zulässig. Für Klagen wegen herabsetzender Äusserungen eines Hoheitsträgers ist nach ständiger Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (zuletzt Urteile vom 14. April 1988 - BVerwG 3 C 65.33 -, MJW 1989, '<12 und vom if. Februar 1988 - BVerwG 5 C 88.85 -, HJU 1983, 2399) grundsätzlich - und so auch hier - der Rechtsweg zu den Verwaltungsgerichten gegeben; geeignete Klageart ist die allgemeine Leistungsklage (vgl. BVerwGE 59, 319 <325 Ff.>). Soweit die Kläger von der Beklagten die Unterlassung künftiger Äusserungen verlangen, setzt ihre Klage ein besonderes, d.h. gerade auf die Inanspruchnahme vorbeugenden Rechtsschutzes gerichtetes Rechtsschutzbedürfnis voraus. Ein solches Rechtsschutzbedürfnis liegt hier vor, denn den Klägern kann nicht zugemutet werden, zunächst die Wiederholung der umstrittenen Äusserungen abzuwarten und erst dann dagegen vorzugehen. Vielmehr können sie die Äusserungen, wenn und soweit diese sie in ihren Rechten verletzen, von vornherein unterbinden (vgl. BVerwGE 71, 183 <1-88 f.>).
 

4. Die geänderte Klage ist jedoch nicht begründet. Den Klägern stehen die mit ihr verfolgten Unterlassungs- und Widerrufs-bzw. Richtigstellungsansprüche nicht zu.

a) Als Rechtsgrundlage für ihre Unterlassungsansprüche kommen die Grundrechte der Kläger aus Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 und aus Art. 4 Abs. 1 GG In Betracht. Die Grundrechte schützen den Bürger vor rechtswidrigen Beeinträchtigungen jeder Art, auch solchen durch schlichtes Verwaltungs- 



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handeln (Verwaltungsrealakt). Infolgedesseni kann der Bürger, wenn ihm - wie dies hier von den Klägern geltend gemacht wird - eine derartige Rechtsverletzung droht, gestürzt auf das jeweils berührte Grundrecht Unterlassung verlangen (BVerwGE 44, 235 <243>; Urteil vom 21. September 1984 - BVerwG 4 C 51.80 -, NJW 1985, 1481; BVerwGE 71,183 <189, 199>).

aa) Die Kläger begreifen das vorliegende Verfahren in erster Linie als "Ehrenschutzprozess" . Das Recht auf Ehre ist als Bestandteil des  allgemeinen Persönlichkeitsrechts durch Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 GG geschützt (BVerfGE 54, 208 <217>; 75, 369 <380>). Dieser Schutz kommt nicht nur natürlichen Personen wie den Klägern zu 3 bis 8 , 11 und 12, sondern wegen Art. 19 Abs. 3 GG auch Personenvereinigungen mit ideeller Zielsetzung wie den Klägern zu 3 bis 8 zugute, wenn und soweit ihr sozialer Geltungsanspruch in ihrem Aufgabenbereich betroffen ist (vgl. BGH, NJW 1981, 675; Frotscher, JuS 1978, 505 <510>); letzteres ist hier der Fall.

Die Kläger nehmen, wie sie in der mündlichen Verhandlung vor dem Senat klargestellt haben, darüber hinaus auch den Schutz des Grundrechts auf Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses (Art. 4 Abs.1 GG) in Anspruch. Ob sie sich auf dieses Grundrecht berufen können, ist deshalb zweifelhaft, weil es sich bei dem von ihnen gepflegten Gedankengut möglicherweise nicht um eine Religion oder eine Weltanschauung handelt. Die Kläger haben wiederholt vorgetragen, die "Transzendentale Meditation" (TM) sei eine hochwiksame Entspannüngstechnik, derer



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sich jedermann unabhängig von seinem Glauben oder seiner Weltanschauung zu seinem Nutzen bedienen könne. Die Vermittlung und Ausübung einer geistigen Technik ohne bestimmte gedankliche Inhalte oder die Gewährung blosser Lebenshilfe wird jedoch nicht von Art. 4 Abs. 1 GG geschützt. Andererseits geht es den Klägern nach ihren Ausführungen bei ihrem Einsatz für TM zugleich um eine fortschreitende Vervollkommnung der Welt durch Vermehrung der Zahl derjenigen, die TM ausüben, und sie stehen demgemäss als Teil einer weltweiten Bewegung im Dienst einer universalen, mit dem Begriff "Zeitalter der Erleuchtung" umschriebenen Heilserwartung; dieser weltanschauliche Hintergrund ihrer Lehre spricht für die Gewährung des Schutzes aus Art. 4 Abs. 1 GG. Die Frage nach der Anwendbarkeit dieser Grundrechtsbestimmung bedarf indes keiner Vertiefung. Denn der Senat kann im folgenden, ohne dass sich dies auf das Ergebnis seiner Entscheidung auswirkt, zugunsten der Kläger unterstellen, dass sie als Träger und Anhänger der TM-Bewegung (auch) unter dem Schutz der Bekenntnisfreiheit nach Art. 4 Abs. 1 GG stehen.

bb) Die hier streitigen Äusserungen der Beklagten berühren die Kläger, wie diese zu Recht hervorheben, unmittelbar in ihrem durch Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 GG geschützten sozialen Geltungsanspruch. Zugleich haben sie, da die Beklagte auf eine bestehende Gefahrenlage hinweist, den Charakter einer öffentlichen Warnung und greifen damit in die - vom Senat unterstellten - Grundrechte der Kläger aus Art. 4 Abs. 1 GG ein. Es bedarf keiner näheren Darlegung, dass derartige öffentliche Äusserungen des Staates nicht zuletzt wegen der mit



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ihnen in Anspruch genommenen Staatsautorität für die Ausbreitung der angesprochenen Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaft und ihre Rolle in der religiös-weltanschaulichen Auseinandersetzung, mithin für den von Art. 4 Abs. 1 GG geschützten Freiheitsraum (BVerfGE 24, 236 <245>, BVerwGE 30, 29 <30 f.>) schwerwiegende Folgen haben können. Diese Folgen sind, soweit sie das Verhalten der gewarnten Öffentlichkeit betreffen, beabsichtigt und im übrigen vorhergesenen und in Kauf genommen. Sie müssen daher mit ihrem vollen Gewicht dem Staat zugerechnet und wegen ihrer freiheitsmindernden Bedeutung als Grundrechtseingriffe benandelt weraen. Die Problematik staatlicher Wanungen ist in Rechtsprechung und Literatur bislang hauptsächlich im Zusammenhang mit staatlicher Verbraucher- und Umweltberatung erörtert worden (vgl. dazu OVG NW, GewArch 1988, 11 und NJW 1986, 783 sowie Dolde, Behördliche Warnungen vor nicht verkehrsfähigen Lebensmitteln, 1987, S. 11 ff, Ossenbühl, Umweltpflege durch behördliche Warnungen und Empfehlungen, 1986, S. 14 ff.; Sodan. DÖV 1987, 860 ff.; Lübbe-Wolff, NJW 1987, 2708 ff.; Schulte, DVBl. 1988, 515 ff., Zuck, MDR 1988, 1020 ff.; Pinger, JuS 1988, 54 ff-); auch in diesem Zusammenhang wird die Möglichkeit einer Grundrechtsverletzung durchweg bejaht.

cc) Eine ausdrückliche Rechtsgrundlage für die in Rede stehenden Grundrechtseingriffe der Beklagten fehlt. Sie werden jedoch durch die verfassungsrechtliche Aufgabenstellung der Bundesregierung und deren Befugnisse zur Information und Aufklärung der Öffentlichkeit hinreichend gerechtfertigt.



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Es gehört zu den im Grundgesetz vorausgesetzten Aufgaben der Bundesregierung als Organ der Staatsleitung, die gesellschaftliche Entwicklung ständig zu beobachtein, Fehlentwicklungen oder sonst auftretende Probleme möglichst rasch und genau zu erfassen, Möglichkeiten ihrer Verhinderung oder Behebung zu bedenken und die erforderlichen Massnahmen in die Wege zu leiten, und zwar unabhängig davon, ob es dazu der Beachlussfassung des Gesetzgebers bedarf oder nicht (vgl. Herzog, in; Maunz/Dürig/Herzog, GG, Kommentar, Art. 20 Abschnitt V lidHr- 102). Diese beobachtende, vorsorgende und lenkende Tätigkeit der Bundesregierung wird nicht selten - wie dies auch im Streitfall wiederholt geschehen ist - zum Gegenstand von Anfragen im Deutschen Bundestag gemacht, mit denen sich die Abgeordneten die zur Ausübung ihres Mandats, insbesondere zur Wahrnehmung ihrer Kontrollaufgaben nötigen Informationen verschaffen (vgl. BVerfGE 13, 123 <125 f.>; 57, 1 <5>). Da sich die Parlamentsarbeit in der Öffentlichkeit vollzieht, legt die Bundesregierung bei dar Beantwortung solcher Anfragen nicht nur dem Parlament, sondern zugleich auch der Öffentlichkeit gegenüber Rechenschaft darüber ab, wie sie die jeweilige Lage beurteilt und in welcher Weise sie darauf zu reagieren gedenkt. Unabhängig davon kann sie sich zur Darlegung ihrer Erkenntnisse und Absichten auch selbst unmittelbar an die Öffentlichkeit wenden. Grundlage hierfür ist ihre ebenfalls unausgesprochene, aber funktionsbedingte Befugnis zur Öffentlichkeitsarbeit. Das Bundesverfassungsgericht hat wiederholt ausgeführt (BVerfGE 44, 125 <147 f.>; 63, 230 <243>), dass es ein wichtiges Ziel der Regierungstätigkeit ist,



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die Politik der Regierung sowie ihre Massnahmen, Entscheidungen und Lösungsvorschläge öffentlich darzulegen und zu erläutern und auf diese Weise den im demokratischen Gemeinwesen nötigen Grundkonsens zwischen Staat und Bürgern lebendig zu erhalten. Diese Aufgabe stellt sich der Regierung namentlich dann, wenn bestimmte gesellschaftliche Erscheinungen - und dazu zählt auch das Wirken der als "Jugendreligionen" bzw. "Jugendsekten" bezeichneten Gruppierungen - in der Öffentlichkeit lebhaft diskutiert und mit Sorge verfolgt werden, weil die Öffentiichkeit gerade unter solchen Voraussetzungen erwarten kann, alsbald über die Erkenntnisse und Absichten der Bundesregierung unterrichtet zu werden. Die Erfüllung dieses Informationsbedürfnisses der Öffentlichkeit schliesst dis Möglichkeit staatlicher Empfehiungen und Warnungen ein. Denn auch derartige Äusserungen der Bundesregierung sind unmittelbarer Ausdruck ihrer Verantwortung für das Gemeinwohl und werden daher von ihrer Befugnis zur Information und Aufklärung der Öffentlichkeit mitgetragen. Öffentliche Warnungen des Staates vor einer bestehenden Gefahrenlage sind darüber hinaus selbst wirksame Mittel, den aufgezeigten Gefahren zu begegnen. Sie dienen damit zugleich dem Schutz der gewarnten Bürger und - insofern sie weitergehende Massnahmen, insbesondere gesetzliche Sanktionen entbehrlich machen - der Erhaltung ihres Freiheitsraums.

Da sich die Befugnis der Bundesregierung zu öffentlichen Warnungen aus der Verfassung selbst ergibt, ist eine weitergehende (einfach-)gesetzliche Regelung dieser Befugnis nicht erforderlich. Das gilt auch in Anbetracht der Beeinträchtigung der



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Grundrechte derjenigen, deren Tätigkeit von dar Bundesregierung als Gefahr für die Allgemeinheit bezeichnet uird. Denn solche Grundrechtseingriffe sind mit öffentllchen Warnungen der Bundesregierung zwangsläufig und unvermeidlich verbunden und werden daher von ihrer verfassungsrechtlichen Äusserungsbefugnis gedeckt. Die Grenzen der zulässigen Gruundrechtseingriffe beurteilen sich gleichfalls unmittelbar nach Verfasaungsrecht. Denn der Staat hat bei negativen Äusserungen über einzelne Personen - soweit die jeweils berührten Grundrechte solche Äusserungen überhaupt zulassen - stets den seine Eingriffsmacht mässigenden und begrenzenden Grundsatz der Verhältnismässigkeit zu wahren (BVerwGE 59, 319 <325>; BVerwG, Urteil vom 4. Februar 1998 - BVerwG 5 C 88.85 -, a.a.O. <S. 2400>). Eine detailliertere gesetzliche Regelung ist wegen der Vielgestaltigkeit der möglichen Eingriffslagen und -wirkungen praktisch nicht möglich und daher verfassungsrechtlich nicht geboten. Die Kläger werden mithin entgegen ihren Ausführungen durch die umstrittenen Äusserungen der Beklagten nicht schon mangels einer gesetzlichen Eingriffsermächtigung in ihren Grundrechten verletzt.

dd) Es fehlt auch nicht an der Zuständigkeit der Beklagten für die umstrittenen Äusserungen. Wie bereits erwähnt, hat die Ausbreitung der als "Jugendreligionen" bzw. "Jugendsekten" bezeichneten Gruppierungen im Bundeggebiet in der Öffentlichkeit zu erheblicher Beunruhigung geführt. Die Bundesregierung hat deshalb pflichtgemäss geprüft, ob und inwieweit die erhobenen Vorwürfe begründet waren und ob zur Gefahrenbekämpfung neue Bundesgesetze -  in Betracht kam etwa die Ausübung der Gesetz-



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gebungsbefugnisse des Bundes für das Recht der öffentlichen Fürsorge (Art. 74 Nr. 7 GG) oder auf dem Gebiet des Gesundheitswesens (Art. 74 Nr. 19 GG) - zu erlassen waren. Die bisherigen, sozusagen im Vorfeld denkbarer Gesetzgebungsmassnahmen liegenden Äusserungen der Bundesregierung zu den "Jugendreligionen" bzw. "Jugendsekten" und ihre künftige Wiederholung fallen in den Rahmen dieser Bundeszuständigkeit. Eine nähere Abgrenzung zu den Zuständigkeiten der Länder auf diesem Gebiet ist nicht erforderlich, weil die staatlichen Informations- und Aufklärungszuständigkeiten nicht überschneidungsfrei geordnet sind (vgl. Lübbe-WoIff, NJW 1987, 2705 <2703>). An der Ressortkompetenz (Art. 65 Satz 2 GG) das Bundesministers für Jugend, Familie und Gesundheit (jetzt: Bundesminister für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit) besteht ebenfalls kein Zweifel.

ee) Da der Senat zugunsten der Kläger die Anwendbarkeit des Art. 4 GG unterstellt, sind die umstrittenen Äusserungen der Beklagten in materieller Hinsicht vorrangig an dieser Grundrechtsbestimmung zu messen. Im Gegensatz zum allgemeinen Persönlichkeitsrecht nach Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 GG ist nämlich das Grundrecht der Bekenntnisfreiheit vorbehaltlos gewährleistet; es vermittelt daher seinem Träger einen über jenes Grundrecht hinausreichenden Schutz.

Dieser Schutz reicht freilich nicht so weit, dass er keinerlei Einschränkungen zuliesse. Denn auch das Grundrecht aus Art. 4 GG ist in die Gesamtheit der Verfassungsbestimmungen eingebunden und wird von daher inhaltlich begrenzt (BVerfGE 32, 98



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<107 f.>; 52, 223 <216 f.>). Insbesondere findet die Bekenntnisfreiheit dort ihre Grenzen, wo die Ausübung dieses Grundrechts durch den Grundrechtsträger auf die Menschenwürde und das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit anderer Personen trifft. Nach Art. 1 Abs. 1 Satz 1 GG ist die Staatsgewalt verpflichtet, die Würde des Menschen zu achten und zu schützen. Ebenso verpflichtet das Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit den Staat nicht nur dazu, eigene Eingriffe zu unterlassen, sondern überdies auch dazu, seine Bürger vor Beeinträchtigungen durch andere zu schützen (BVerfGE 77, 170 <211>; 381 <102 f.>). Als geeignete und erforderliche Schutzmassnahmen kommen - über das von der Rechtsordnung im übrigen bereitgehaltene Schutzinstrumentarium hinaus - auch staatliche Warnungen in Betracht. Das Grundgesetz lässt es daher, wie auch das Berufungsgericht zu Recht angenommen hat, trotz der vorbehaltlosen Grundrechtsgarantie in Art. 4 GG im Prinzip zu, dass der Staat seine Bürger zum Schutz der in Art. 1 Abs. 1 und Art. 2 Abs. 2 GG genannten Rechtsgüter vor den Gefahren warnt, die von den Aktivitäten einer Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaft ausgehen. Der verfassungsrechtlich legitimierte Schutz der Rechtsgüter Dritter begrenzt zugleich auch - und erst recht - den der betreffenden Gemeinschaft und ihren Anhängern nach Art- 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 GG zustehenden Ehrenschutz.

Die näheren Zulässigkeitsvoraussetzungen solcher Warnungen ergeben sich aus dem als Prüfungsmassstab schon genannten Grundsatz der Verhältnismässigkeit, der Grundrechtseingriffe auf das je-



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weils erforderliche und zumutbare Mass beschränkt. Danach muss für die Warnung ein hinreichender Anlass bestehen; ein solcher Anlass besteht dann, wenn eine Gefahr für die zu schützenden Rechtsgüter vorliegt. Die Zulässigkeitsvoraussetzungen für staatliche Warnungen ähneln damit den polizeirechtlichen Eingriffstatbeständen (vgl. VGH Baden-Württemberg, DÖV 1939, 169; Groh, RdJB 1987, '183 <ti85>; fer-nei-: Doide, a.a.O.. 3. ;i3 ff.). Hier wie dort kann nicht nur eine konkrete, sondern auch eine abstrakte Gefahr Anlass zu Schutzmassnahmen geben. Der Staat braucht sich bei seiner Warnung nicht auf die Mitteilung von Tatsachen zu beschränken. Vielmehr kann er aus den mitgeteilten Tatsachen im Interesse einer wirksamen Warnung der Öffentlichkeit auch selbst wertende Schlussfolgerungen ziehen. Er muss sich allerdings, da staatliche Meinungsäusserungen generell dem Gebot der Sachlichkeit untersthen (BVerfGE 40, 287 <293>), auch insoweit unnötiger Abwertungen enthalten. Sind diese Zulässigkeitsvoraussetzungen erfüllt, so kann der Religions- oder Weltanschauungsgemeinscnaft, deren Wirken als gefährlich bezeichnet wird, die Warnung grundsätzlich aucn zugemutet werden.

Wegen des hohen Rangs der zu schützenden Rechtsgüter kann u.U. sogar - wieder ähnlich wie im Polizeirecht - schon der begründete Verdacht einer Gefahr ausreichen, um Schutzmassnahmen in Form eines Hinweises oder einer Warnung zu rechtfertigen. Auch dann muss der Staat aber die Umstände, aus denen er die Notwendigkeit der Warnung herleitet, zutreffend wiedergeben und unsachliche oder aggressive Wertungen vermeiden.



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b) Für die Unterlassungsansprüche der Kläger ergibt sich hiernach in einzelnen folgendes:

aa) Die Kläger sehen sich in erster Linie durch die Bezeichnung der- TM-Bewegung als "Jugendreligion" bzw. "Jugendsekte" in ihren Rechten verletzt. Das Berufungsgericht hat dazu in tatsächlicher Hinsicht ausgeführt: Wie sich aus einer Vielzahl von Presseveröffentlichungen ergebe, wecke die Bezeichnung "Jugendreligion" bzw. "Jugendsekte" bei der Öffentlichkeit ein Bündel negativ besetzter Assoziationen, nämlich die Vorstellung gesetzwidriger pseudoreligiöser und destruktiver Praktiken verschiedenster Art bis hin zu strafbaren Handlungen wie Nötigung, Betrug und Vergehen gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Einen konkreten Informationsgehalt habe die Bezeichnung nicht. Als Gesanteindruck bleibe das Odium der Jugendgefährdung.

Die Beklagte greift diese Feststellungen des Berufungsgerichts mit der Rüge unzureichender Sachaufklärung an. Sie ist der Ansicht, das Berufungsgericht hätte sein Verständnis des Begriffs "Jugendreligionen/Jugendsekten" nicht auf der Grundlage einer Zufallsauswahl ungenannter Presseveröffentlichungen gewinnen dürfen, sondern sich auf einen objektiven Querschnitt durch die Medien oder aber auf demoskopische Umfragen stützen müssen. Der fragliche Begriff habe keinen abwertenden, sondern nur einen beschreibenden Inhalt. Insbesondere sei mit ihm nicht der Vorwurf der Jugendgefährdung verbunden. Der Senat lässt offen, ob diese Verfahrensrüge der Beklagten zulässig und begründet ist. Hierauf kommt es nicht an, weil die Kläger die



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Bezeichnung ihrer Bewegung als "Jugendreligion" bzw. "JugendseKte" unabhängig davon dulden müssen, ob diese Bezeichnung den vom Berufungsgericht festgestellten Bedeutungsgehalt hat oder nicht.

Wie auch das Berufungsgericht annimmt, hat der Begriff "Jugendreligionen/Jugendsekten" keine deutlichen Konturen. Das hat die Beklagte veranlasst, sich in ihren öffentlichen Verlautbarungen ausdrücklich zu dem Inhalt dieses Begriffs zu äussern. Sie hebt immer wieder hervor, dass es sicn um einen Sammelbegriff handele, unter dem höchst unterschiedliche Gruppen zusammengefasst wurden (vgl. "Pressedienst des Bundesministers für Jugend, Familie und Gesundheit" vom 10. Juli 1978 S. 1; BT-Drs. 8/2790 vom 27. April 1979 S. 1 f.; Bericht an den Petitionaausschuss des Deutscnen Bundestags vom 21. Dezember 1979 S. 3; BT-Drs. 9/1932 vom 23. August 1982 S. 1, BT-Drs. 10/2094 vom 10. Oktober 1984 S. 1). Es bedürfe daher einer subtilen und differenzierten Betrachtung, da gerade in diesem heterogenen Feld pauschale und verallgemeinernde Darstellungen zwangsläufig zu einer unzulässigen Verkürzung führen müssten. Mit Vorbehalt liessen sich allerdings einige Merkmals nennen, die - mehr oder weniger - für alle in der Bundesrepublik tätigen "Jugendsekten" gälten: Weltverbesserungsideologie mit Totalitätsanspruch, unumstrittene autoritäre Führergestalt, missionarisches Sendungsbewusstsein der Anhänger, feste - vielfach totalitäre - Gruppenstuktur, gruppenspezifisches Ritual und bewusst stufenweise Einführung in die Sektenlehre (vgl. BT-Drs. 8/2790 vom 27. April 1979 S. 2 f.; ähnlich bereits "Pressedienst des Bundesmini-



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sters für Jugend, Familie und Gesundheit" vom 10. Juli 1978 S. 3). Hat der Begriff "Jugendreligionen/Jugendsekten" in den Äusserungen der Beklagten zur TM-Bewegung, wie die Beklagte meint, nur diesen vorwiegend deskriptiven Inhalt, so muss der Unterlassungsanspruch der Kläger schon mangels einer beachtlichen Grundrechtsbeeinträchtigung scheitern.

Das Ergebnis ist kein anderes, wenn entsprechend den Feststellungen des Berufungsgerichts angenommen wird, dass der Begriff "Jugendreligionen/Jugendsekten" im Bewusstsein der Öffentlichkeit weitgehend mit dem Odium der Jugendgefährdung verbunden ist. Da die Beklagte diesen Begriff überaus behutsam, z.T. sogar mit Anführungszeichen oder unter Beifügung des Adjektivs "sogenannt" verwendet und immer wieder die zwischen den einzelnen Gruppierungen bestehenden Unterschiede hervorhebt, können ihr nicht sämtliche in diesem Zusammenhang in der öffentlichen Diskussion erhobenen Vorwürfe als eigene zugerechnet werden. Denn auch dort, wo die Beklagte selbst allgemein über die von den "Jugendreligionen" bzw. "Jugendsekten" ausgehenden Gefahren berichtet, fügt sie einschränkend hinzu, die geschilderten Gefahren träfen nicht in gleichem Masse für alle genannten Bewegungen zu (Bericht an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages vom 21. Dezember 1979 S. 14). Dementsprechend begnügt sie sich nicht mit einer allgemeinen Kennzeichnung der Gefahren, sondern geht auf das Wirken jeder einzelnen Bewegung ein. Das ist bislang am ausführlichsten in dem soeben zitierten und durch spätere Äusserungen nicht überholten Bericht an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages vom 21. Dezember



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1979 geschehen. Wie sich aus diesem Bericht ergibt, sieht die Beklagte die Gefahren, die von der TM-Bewegung ausgehen, vor allem darin, dass es bei labilen Menschen oder solchen, die in einer Krise stehen, also insbesondere auch bei jungen Menschen, in Einzelfällen zu schweren psychischen Störungen kommen kann. Wie noch auszuführen sein wird, ist diese Besorgnis begründet, so dass die Beklagte berechtigt ist, vor den entsprechenden Gesundheitsgefahren öffentlich zu warnen. Dann darf sie dies aber auch unter der Bezeichnung "Jugendreligion" bzw. "Jugendsekte" tun, selbst wenn schon diese Bezeichnung, wie das Berufungsgericht annimmt  den Vorwurf der Jugendgefährdung enthält. Dabei bietet der bisherige Sprachgebrauch der- Beklagten hinreichende Gewähr dafür, dass sie es auch künftig nicht an den erforderlichen Unterscheidungen und Einschränkungen fehlen lassen wird. Es bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass die Beklagte ihre die TM-Bewegung betreffenden öffentlichen Warnungen über die vorliegenden Au&erungen hinaus, in denen sie der TM-Bewegung übrigens auch mögliche positive Auswirkungen ihres Meditationsverfahrens bescheinigt, verschärfen will.

Die Bezeichnung der TM-Bewegung als "Jugendreligion" bzw. "Jugendsekte" ist auch nicht aus anderen Gründen rechtswidrig. Zwar ist nicht auszuschliessen, dass einzelne Bürger in Anbetracht der Vielzahl der als "Jugendreligionen" bzw. "Jugendsekten' bezeichneten Bewegungen und der Breite der gegen sie - von der Beklagten und von anderer Seite - erhobenen Vorwurfe die Unterscheidungen und Einschränkungen in den Äusserungen der Beklagten nicht hinreichend beachten und Vorwürfe, die nur ein-



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zelnen Bewegungen gelten, zu Unrecht auf andere nicht angesprochene Bewegungen übertragen. Diese Möglichkeit beruht aber nicht auf der Bezeichnung "Jugendreligion" bzw. "Jugendsekte", sondern bestünde in gleicher Weise auch dann, wenn die Beklagte für die in Betracht kommenden Bewegungen eine andere, aus der Sicht der Kläger und des Berufungsgerichts neutrale Bezeichnung wählen würde. Dass die Beklagte diese Bewegungen trotz ihrer Unterschiede überhaupt gemeinsam unter einem Sammelbegriff abhandelt, rechtfertigt sich aus ihrem im wesentlichen zeitgleichen Vordringen und der in der Öffentlichkeit lebhaft diskutierten Frage nach ihrer gemeinsamen Gefährlichkeit. Angesichts der in der öffentlichen Diskussion vielfach geäusserten Besorgnis konnte es der Beklagten nicht verwehrt sein, sich auch ihrerseits mit den betreffenden Bewegungen insgesamt zu befassen; sie darf sich dabei auch - mit der gebotenen Vorsiehe - des Sammelbegriffs "Jugendreligionen/Jugendsekten" bedienen, den sie nicht, zumal nicht mit abwertender Zielsetzung, selbst geprägt, sondern in der öffentlichen Diskussion vorgefunden hat.

bb) Die Bezeichnung der TM-Bewegung als "Psychosekte" - gleiches gilt für die Bezeichnung als "Psychogruppe" - ist ebenfalls rechtlich nicht zu beanstanden. Wie sich aus den Äusserungen der Beklagten vor dem Deutschen Bundestag vom 27. April 1979 (BT-Drs. 8/2790 S. 1, 3) und vom 23. August 1982 (BT-Drs. 9/1932 S. 1) ergibt, versteht die Beklagte unter "Psychosekten" bzw. "Psychogruppen" eine Untergruppe der als "Jugendreligionen" bzw. "Jugendsekten" bezeichneten Bewegungen, die durch eine offene Organisationsstruktur und durch das Angebot von



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Kursen, Seninaran und Tralningsformen mit quasitherapeutischer Zielsetzung gekennzeichnet ist. Auch die TM-Bewegung erfüllt diese Merkmale, denn sie will durch die von ihr in Kursen verbreitete Meditationstechnik die Gesundheit ihrer Anhänger fördern und deren Persönlichkeitsentwicklung verbessern. Die Kläger werden daher durch die Verwendung des Begriffs "Psychosekten/ Psychogruppen" nicht anders oder stärker belastet als durch die Bezeichnung ihrer Bewegung als "Jugendreligion" bzw. "Jugendsekte". Die Annahme des Berufungsgerichts, die Beklagte werfe der TM-Bewegung mit der Bezeichnung ais "Psychosekte'' den "Einsatz obskurer psychologischer Mittel zur Persönlichkeitsverändrung bzw. verformung" vor, wird durch den für die Unterlassungsansprüche der Kläger rnassgeblichen bisherigen Sprachgebrauch der Beklagten nicht bestätigt.

cc) Die von den Klägern weiter bekämpfte Äisserung der Beklagten, TM werde von nicht ausreichend qualifizierten Lehrern vermittelt, ist wiederum nicht schon aus sich heraus verständlich, sondern steht ähnlich wie die Einbeziehung der TM-Bewegung in den Kreis der "Jugendreligionen" bsw. "Jugendsekten" in engem Zusammenhang mit dem von der Beklagten angenommenen und durch die Feststellungen des Berufungsgerichts bestätigten Umstand, dass es bei der Ausübung von TM zu psychischen Schäden kommen kann. Ist einer psychisch wirksamen Betätigung wie der TM-Technik eine Gesundheitsgefahr jedenfalls für labile Personen nicht abzusprechen, so stellt es keine übermässige oder unzumutbare Belastung dar, wenn von demjenigen, der andere in diese gesundheitsgefährdende Betätigung einübt, ohne die durch eine ein-



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schlägige Ausbildung auf dem Gebiet der Psychiatrie oder Psychologie vermittelten Kenntnisse zur Abwehr der Gefahren zu besitzen, gesagt wird, er sei als Lehrer nicht ausreichend qualifiziert. Da die TM-Lehrer unstreitig weder psychiatrisch noch psychologisch ausgebildet sind, ist die Beklagte zu einem entsprechenden, die bestehende Gefahrenlage zutreffend kennzeichnenden Hinweis an die Öffentlichkeit berechtigt. Auch das Berufungsgericht hält einen solchen Hinweis für grundsätzlich denkbar, meint aber, die Beklagte sei auf die Vermittlung von Sachinformationen über die Aus- bzw. Vorbildung der TM-Lehrer beschränkt. Es verkennt dabei, dass die Beklagte die vorliegenden Tatsachen aufgrund der ihr zustehenden Aufklärungs- und Warnungsbefugnisse auch selbst als gefahrenträchtig bewerten darf, solange sie die Grenzen einer sachlich begründeten Warnung nicht überschreitet. Das ist, soweit die Beklagte die Ausbildung der TM-Lehrer als (zur Gefahrenabwehr) nicht ausreichend bezeichnet, nicht der Fall.

Zu Unrecht beruft sieh das Berufungsgericht in diesem Zusammenhang darauf, dass nach Art. 140 GG in Verbindung mit Art. 137 Abs. 3 und 7 WRV jede Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaft das Recht habe, Ämter ohne staatliche Mitwirkung zu verleihen und zu entscheiden, welche Ausbildungsanforderungen sie stelle. Es ist zwar richtig, dass das Selbstbestimmungsrecht der Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften nach Art. 140 GG, 137 Abs. 3 und 7 WRV sich auch auf die nähere Ausgestaltung ihrer Ämter einschliesslich der zu stellenden Ausbildungsanforderungen erstreckt. Im vorliegenden Fall geht es aber nicht um



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die Einführung oder Durchsetzung bestimmter, mit diesem Selbstbestimmungsrecht kollidierender staatlicher Ausbildungsanforderungeri. sondern um eine staatliche Warnung vor drohenden Gesundheitsschäden. Die Reohtmässigkeit dieser Warnung ist unabhängig davon zu beurteilen, ob und gegebenenfalls welche Anforderungen der Staat an die Ausbildung der TM-Lehrer - etwa unter dem Gesichtspunkt der Ausübung der Heilkunde - zu stellen berechtigt wäre.

dd) Wie schon in den vorstehenden Ausführungen vorausgesetzt, ist die Beklagte ferner zu der Äusserung berechtigt, TM könne zu psychischen Schäden oder zu einer Persönlichkeitszerstörung führen. Das Berufungsgericht hat wegen dieser Äusserung der Beklagten, die den eigentlichen Kern ihrer die TM-Bewegung betreffenden Gefahrenwarnung bildet, Beweis erhoben und ausgeführt: Aufgrund der Beweisaufnahme stehe fest, dass die Ausübung von TM oder auch das Engagement in der TM-Bewegung als "life event" Auslöser für Psychosen sein könnten. Der Ausbruch der Erkrankung setze eine entsprechende Disposition voraus (sog. vulnerable Individuen). Auslösendes Element könne jedes Ereignis sein, das die ganze Person in Anspruch nehme, eine Verlobung, eine Heirat, eine Niederkunft, ein Militärdienst und auch TM. Psychische Störungen nicht psychotischen Ausmasses seien nach den Äusserungen der Sachverständigen noch weniger verlässlich erfassbar, Aussagen dazu seien noch schwieriger. Eine Beteiligung von TM könne jedoch auch in diesem Bereich nicht ausgeschlossen werden. Alle drei angehörten Sachverständigen vermuteten eine Gefährlichkeit von TM für Menschen mit labiler Ich-Struktur. Auch die Zeugen



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hätten von etlichen Fällen berichtet, in denen der Zusammenhang zwischen TM und psychischer Entgleisung mehr oder weniger deutlich zutage getreten sei.

Die Beklagte stellt diese Feststellungen des Berufungsgerichts - weil für sie günstig - nicht in Frage. Die Kläger räumen zwar ein, dass es in zeitlichem Zusammenhang mit der Ausübung von TM Manifestationen von psychischen Störungen gegeben habe, leugnen aber trotz der von ihnen an anderer Stelle wiederholt betonten (positiven) Wirksamkeit des Meditationsverfahrens einen Kausalzusammenhang. Sie greifen deshalb die Feststellungen des Berufungsgerichts mit Verfahrens(gegen)rügen an, die jedoch erfolglos bleiben.

Soweit die Kläger dem Berufungsgericht unzureichende Sachaufklärung vorwerfen wollen, sind ihre Rügen bereits unzulässig, denn sie enthalten entgegen den formellen Erfordernissen des § .139 Abs. 2 Satz 2 VwGO keine Darlegungen dazu, welches Ergebnis die vermisste Beweisaufnahme im einzelnen gehabt hatte und inwiefern dieses Ergebnis zu einer abweichenden Beurteilung hätte führen können. Sie sind darüber hinaus auch unbegründet. Nach § 98 VwGO, §§ 404 Abs. 1, 112 ZPO stand die Einholung eines zusätzlichen Sachverständigengutachtens im Ermessen des Berufungsgerichts. Besondere Umstände, die dieses Ermessen hätten einschränken können, lagen nicht vor. Die erstatteten Gutachten wiesen keine offenkundigen Mängel auf, und es bestanden auch keine Zweifel an der Sachkunde oder Unvoreingenommenheit der Gutachter. Die zwischen den Gutachtern entstandenen Meinungs-



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Verschiedenheiten betrafen allein die Frage nach der Häufigkeit ("signifikante Korrelation") der auftretenden psychischen Schäden, nicht aber das Vorliegen einer Gefahr als solcher. Unter diesen Umständen war das Berufungsgericht nicht gehindert, die von den Klägern angegriffenen Feststellungen auf die vorliegenden Sachverständigengutachten zu stützen. Es ist auch nicht ersichtlich, welche zusätzlichen Einsichten durch eine weitere Zeugenvernehmung hätten gewonnen werden können. Die Kläger haben das in der mündlichen Verhandlung vor dem Berufungsgericht offenbar nicht anders gesehen, denn sie haben insoweit keine Beweisanträge gestellt.

Das Berufungsgericht hat bei seiner Feststellung auch nicht den Anspruch der Kläger auf rechtliches Gehör verletzt. Allein aus dem Umstand, dass die von den Klägern vorgelegten gutachtlichen Äusserungen und Materialien im Berufungsurteil nicht erwähnt sind, kann nicht geschlossen werden, dass das Berufungsgericht den Inhalt der Akten nicht vollständig zur Kenntnis genommen hat (vgl. § 108 Abs. 1 Satz 2 VwGO). Sonstige Anhaltspunkte, die für eine derartige Pflichtverletzung sprechen könnten, sind nicht aufgezeigt und auch nicht erkennbar. Die weiteren Ausführungen der Kläger zur Frage des Eintritts psychischer Schäden betreffen ausschliesslich die dern Berufungsgericht vorbehaltene Beweiswürdigung. Ein Verstoss gegen eine allgemeine Beweiswürdigungsregel ist nicht ersichtlich.

Der vom Berufungsgericht festgestellte Sachverhalt rechtfertigt die umstrittene Äusserung der Beklagten, TM könne zu psychischen



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Schäden oder zu einer Persönlichkeitszerstörung führen. Das gilt auch mit Blick auf den Begriff der "Persönlichkeitszerstörung", denn Psychosen können nach ihrem Ausbruch bis zu irreversiblem totalem Persönlichkeitszerfall führen (vgl. Meyers Enzyklopädisches Lexikon, 9. Aufl., Stichwort "Psychose"). Dass es regelmässig zu psychischen Schäden kommt, wird von der Beklagten nicht behauptet; die Rede ist nur von der Möglichkeit solcher Schaden in Einzelfällen. Die Beklagte hat in der Vergangenheit wiederholt ausdrücklich hinzugefügt, dass sie Gefahren insbesondere für labile Personen oder solche Personen sieht, die in einer Krise stehen (vgl. BT, 8. Wahlperiode, 194. Sitzung am 14. Dezember 1979, StenBer.  S.  15532 B; Bericht an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags vom 21. Dezember 1979 S. 9). Im übrigen ist die Äusserung auch ohne die Hervorhebung dieser Personengruuppe sachlich zutreffend, da deren besondere Gefährdung auf der Hand liegt.

Das Berufungsgericht hält demgegenüber den festgestellten Sachverhalt zur Rechtfertigung der Äusserung der Beklagten für nicht ausreichend. Es führt aus, eine Warnung der Beklagten dergestalt, TM könne zu psychischen Schäden oder zu einer Persönlichkeitszerstörung fuhren, werde von der Bevölkerung dahin verstanden, dass eine - nicht erwiesene - "gesteigerte Gefahrensituation" bestehe, "TM müsste deutlich gefährdender sein als andere Meditationsverfahren oder die Zugehörigkeit zu anderen weltanschaulichen oder religiösen Gemeinschaften, zu denen die Beklagte Vergleichbares nicht äussert." Das Berufungsgericht belegt die damit postulierten Vorstellungen der Bevölkerung nicht, son-



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dem verweist. lediglich darauf, dass der Begriff "psychischer Schaden", insbesondere, wenn er im Zusammenhang mit "Personlich-kei-tszerstorung" gebraucht wei-de, "gewichti-g" sei. Es geht offenoar davon aus, dass eine Warnung der' Beklagten vor dem Ein-Cnfct solcher Schaden nur untei- den von ihm genannten qualifizierten Voraussetzungen zulassig ist und folglich von der Öffentlichkeit auch nur unter diesen Voraussetzungen erwartet wird- Das trifft indes nicht zu.

Dass die vom Berufungsgericht festgestellten Gefahren nur einen Teil der Bevölkerung, nämlich Menschen mit einer bestimmten psychischen Disposition, betreffen,  hindert die Beklagte nicht, die Öffentlichkeit vor diesen Gefahren zu warnen. Im Bereich des Polizei- und Ordnungsrechts wird üblicherweise die Schwelle für staatliche Eingriffe um so niedriger angesetzt, je grösser der drohende Schaden ist. Dieser Grundsatz kann auf staatliche Warnungen übertragen werden  Das Berufungsgericht nimmt zu Recht an, dass psychische Schäden, erst recht solche mit dem Ergebnis einer "Persönlichkeitszerstörung", besonders schwer wiegen. Das nötigt aber - anders als das Berufungsgericht anzunehmen scheint - nicht dazu, im gleichen Masse die Anforderungen an den zu erwartenden Schaden zu steigern. Im Gegenteil ist die Beklagte wegen der besonderen Schwere der drohenden Schäden auch in Anbetracht einer möglicherweise geringen Schadenshäufigkeit zu Warnungen berechtigt. Das ist den Klägern um so eher zuzumuten, als die Eingriffsintensität staatlicher Warnungen hinter derjenigen herkömmlicher Staatseingriffe wie Ge- und Verbote deutlich zurückbleibt  Denn staatliche Warnungen zielen zwar auf ein



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bestimmtes Verhalten der Öffentlichkeit ab, lassen aber dem angesprochenen Personenkreis die Freiheit, sich über sie hinwegzusetzen und das aufgezeigte Risiko aus eigenem Entschluss in Kauf zu nehmen.

Ebensowenig kann die Rechtmässigkeit der in Rede stehenden Warnung mit der Erwägung in Frage gestellt werden, dass die Beklagte andere psychische Einwirkungen - das Berufungsgericht nennt neben der Meditation die Hypnose, das Autogene Training, die Psychoanalyse und andere Formen der Psychotherapie - sowie die Zugehörigkeit zu anderen weltanschaulichen und religiösen Gemeinschaften nicht zum Anlass von Warnungen nehme, obwohl auch in diesen Bereichen für psychisch labile Personen Gefahren bestünden. Wie der Oberbundesanwait zu Recht ausführt, verlieren mit Gesundheitsgefahren verbundene Aktivitäten nicht deshalb ihre Gefährlichkeit, weil auch andere Handlungen oder Ereignisse in vergleichbarem Umfang gesundheitsgefährdend sind. Daher könnte selbst mit einem zusätzlichen Hinweis darauf, dass sich TM im Rahmen der Gefährlichkeit anderer die menschliche Psyche beeinflussender Praktiken hält, nicht die Gefahrlosigkeit von TM dargetan werden. Dass die Beklagte ihre Warnungen auf die von den sog. "Jugendreligionen" bzw. "Jugendsekten" ausgehenden Gefahren beschränkt, erklärt sich aus dem schon mehrfach angesprochenen Umstand, dass gerade die Aktivitäten dieser Vereinigungen in der Öffentlichkeit besondere Aufmerksamkeit gefunden und dort erhebliche Besorgnis ausgelöst haben. Einen ebenso gewichtigen Anlass, sich auch mit den Gefahren anderer psychisch wirksamer Betätigungen oder der Zugehörigkeit zu anderen Reli-



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gions- oder Weltanscnauungsgemeinschaften auseinanderzusetzen, hatte und hat dia Beklagte nicht. Davon abgesehen ist durchaus offen, ob - was das Berufungsgericht ohne nähere Erörterung voraussetzt - der Bevölkerung in den genannten anderen Lebensbereichen überhaupt Gesundheitsgefahren drohen, die den von der Beklagten aufgezeigten Gefahren vergleichbar sind. Die Kläger werden mithin durch die Warnung der Beklagten weder unverhältnismässig noch gleichheitswidrig belastet.

ee) Soweit die Kläger von der Beklagten die Unterlassung von Äusserungen zum Finanzgebaren der TM-Bewegung verlangen, hat bereits das Berufungsgericht zutreffend ernannt, dass der den Klägern zustehende Grundrechtsschutz keinesfalls so weit reicht, dass die Beklagte jede Äusserung zu diesem Thema unterlassen muss. Insbesondere werden die Kläger durch sachlich zutreffende Informationen über die Art der Finanzierung ihrer Bewegung und über die Höhe der verlangten Kursgebühren weder in ihrem allgemeinen Persönlichkeitsrecht noch in anderen Freiheitsrechten berührt. Die Kläger wirken mit ihren Aktivitäten in die Öffentlichkeit hinein und müssen es sich daher gefallen lassen, dass ihre finanziellen Verhältnisse zum Gegenstand öffentlicher Erörterung gemacht werden, an der sich - innerhalb der durch das Grundgesetz und die sonstige Rechtsordnung gezogenen Grenzen - auch der Staat beteiligen darf.

Das Berufungsgericht hätte der Klage aber auch nicht insoweit stattgeben dürfen, als es der Beklagten die Äusserung untersagt hat. das Finanzgebaren der TM-Bewegung sei unseriös. Das folgt



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zwar nicht daraus, dass das Berufungsgericht damit, wie die Kläger rügen, von ihrem Begehren abgewichen wäre (vgl. § 80 VwGO), denn das Ziel der Klage, jede öffentliche Äusserung der Beklagten zum Finanzgebaren der TM-Bewegung zu verhindern, schliesst die Abwehr pauschal herabsetzender - und damit den Schutzbereich der Grundrechte der Kläger jedenfalls berührender - Äusserungen zu diesem Thema ein. Trotzdem kann das Verbot des Berufungsgerichts deshalb keinen Bestand haben, weil den Klägern insoweit keine Verletzung ihrer Rechte droht. Die Beklagte hat sich in den vorliegenden öffentlichen Äusserungen mit dem Finanzgebaren der TM-Bewegung nur am Rande - nämlich in Form eines Hinweises auf die Erhebung von Kursgebühren von 100 bis 10 000 DM als hauptsächliche Finanzierungsquelle - beschäftigt (vgl. "Pressedienst des Bundesministers für Jugend, Familie und Gesundheit" vom 10. Juli 1978 S. 3; Bericht an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags vom 21. Dezember 1978 S. 7). Den Vorwurf unseriösen Finanzgebarens hat sie unter Darlegung von Einzelvorkommnissen erstmals und ausschliesslich im Rahmen des vorliegenden Verfahrens erhoben. Das reicht jedoch nicht für die Annahme aus, dass sie diesen Vorwurf künftig öffentlich wiederholen wird. Vielmehr müssen ihre Vorstellungen darüber, ob und inwieweit Warnungen an die Öffentlichkeit erforderlich sind, in erster Linie ihren vorliegenden öffentlichen Äusserungen entnommen werden. Wie bereits festgestellt, gibt es keinen Anhaltspunkt dafür, dass sie diese Äusserungen zu verschärfen beabsichtigt. Im Gegenteil hat sie im Revisionsverfahren ausgeführt, sie wolle sich bei denkbaren künftigen Anlässen zur Problematik der "Jugendreligionen" bzw. "Jugendsekten" nur in den bisherigen


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Formen und mit den bisherigen Inhalten öffentlich äussern (Revisionsbegründung vom 9. April 1987 S. 52). Die Kläger selbst halten das gerichtliche Verbot der Äusserung, das Finanzgebaren der TM-Bewegung sei unseriös, offenbar für überflüssig; anderenfalls wäre nicht verständlich, dass sie dem Berufungsgericht vorhalten, es habe ihnen mit diesem Verbot etwas zugesprochen, was sie nicht beantragt hätten.

ff) Da die Beklagte rechtlich nicht gehindert ist, die TM-Bewegung als "Jugendreligion" , "Jugendsekte" , "Psychosekte" oder "Psychogruppe" zu bezeichnen, besteht auch kein Anspruch der Kläger auf Unterlassung des Versands von Informationsmaterial mit dieser Bezeichnung.
 
 

c) Die weitergehendpn Ansprüche der Kläger auf Widerruf bzw. Richtigstellung der bisherigen Äusserungen der Beklagten sind gleichfalls sämtlich unbegründet, denn die Voraussetzungen des als Grundlage dieser Anspruche allein in Betracht zu ziehenden allgemeinen öffentlich-rechtlichen Folgenbeseitigungsanspruchs sind nicht erfüllt.

aa) Der Anspruch auf Folgenbeaeitigung ist nicht anders als der Anspruch auf Unterlassung künftigen rechtswidrigen Verwaltungshandelns verfassungsrechtlichen Ursprungs und wird ebenso wie dieser aus dem jeweils berührten Grundrecht (so BVerwG, Urteil vom 25. August 1971 - BVerwG 4 C 23.69 - , NJW 1972, 269; Urteil vom 21. September 1984 - BVerwG 4 C 51.80 -, a a.O.), teilweise duch aus dem Rechtsstaatsprinzip hergeleitet (so



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BVerwGE 69, 366 <370>). Der Folgenbeseitigungsanspruch entsteht, wenn durch einen hoheitlichen Eingriff in ein subjektives Recht ein noch andauernder  rechtswidriger Zustand geschaffen worden ist; er ist auf die Wiederherstellung des Zustands gerichtet, der im Zeitpunkt des Eingriffs bestand (BVerwGE 69, 366 <370 f.>; 80, 178 <179>). Der Folgenbeseitigungsanspruch knüpft mithin nicht an die Rechtswidrigkeit des Eingriffsakts, sondern an die Rechtswidrigkeit des dadurch geschaffenen Zustands an. Ihm liegt die sowohl grundrechtlich als auch rechtsstaatlich motivierte Forderung zugrunde, diesen Zustand mit der rechtsnormativen Lage zur Deckung zu bringen (vgl. Schoch, VerwArch., Bd. 79 <1988> S. 1 <43>).

Die Forderung nach der Wahrung rechtmässiger Zustände gewinnt gerade im Zusammenhang mit staatlichen Warnungen Bedeutung. Denn solche Warnungen dienen der Gefahrenabwehr, die nicnt selten rasches VerwaItungshandeln erfordert. Es kann deshalb leicht zu Warnungen kommen, die sich bei nochmaliger Prüfung als nicht in jeder Beziehung zutreffend oder zu weitgehend erweisen. In derartigen Fällen ist es zur Vermeidung übermässiger und darum rechtswidriger Eingriffsfolgen erforderlich, dass die frühere Darstellung der Gefahrenlage durch eine neue, dem fortgeschrittenen Erkenntnisstand entsprechende Darstellung ersetzt wird, und zwar unabhängig davon, ob die Warnung zunächst rechtmässig oder rechtswidrig ergangen war. Andererseits ist mit der neuen Darstellung dem genannten Erfordernis zugleich auch Genüge getan, denn der Staat gibt durch die neue Darstellung zu erkennen, dass er die frühere Darstellung in dem Umfang, in



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dem er von ihr abweicht, nicht aufrechterhält. Weitergehende Ansprüche des durch die Warnung in seinen Grundrechten Betroffenen auf Widerruf oder Richtigstellung bestehen nicht. Für die Beurteilung der Widerrufs- bzw. Richtigstellungsansprüche der Kläger folgt daraus, dass nicht allein auf die ersten öffentlichen Äusserungen der Beklagten zur Problematik der sog. "Jugendreligionen" bzw. "Jugendsekten" abgestellt werden darf. Massgeblich ist vielmehr die Gesamtheit ihrer Äusserungen zu diesem Thema und der hierdurch geschaffene gegenwärtige Zustand.

Ob die Beklagte vor ihren Äusserungen die Kläger, wie diese meinen, hätte anhören müssen, ist nicht entscheidungserheblich. Wäre diese Frage zu bejahen, so ergäbe sich lediglich ein durch die spätere Entwicklung überholter, zumindest aber heilbarer formeller Rechtsfehler. Die Kläger verlangen indes mit ihrer Klage, dass die Beklagte von ihren bisherigen Äusserungen inhaltlich abrückt. Eine solche Erklärung kann nur auf der Grundlage einer materiellrechtlichen Beanstandung erreicht werden.

bb) Im einzelnen ist zu den Widerrufs- bzw. Richtigstellungsansprüchen der Kläger zu bemerken:

Wie im Zusammenhang mit den Unterlassungsansprüchen der Kläger dargelegt worden ist, darf die Beklagte die TM-Bewegung in der bisher geschehenen Weise als "Jugendreligion" bzw. "Jugendsekte" bezeichnen; infolgedessen ist sie auch nicht verpflichtet, diese Bezeichnung öffentlich zu widerrufen. Dasselbe gilt



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für ihre Äusserung, TM könne zu gesundheitlichen, insbesondere psychischen Schäden führen.

Die Kläger haben ferner keinen Anspruch auf eine richtigstellende Erklärung der Beklagten des Inhalts, dass das Programm der TM sich nicht speziell an Jugendliche, sondern an die gesamte Gesellschaft wende. Zu dieser Erklärung ist die Beklagte deshalb nicht verpflichtet, weil sie das Gegenteil weder ausdrücklich noch stillschweigend behauptet hat. Insbesondere kann eine gegenteilige Aussage der Beklagten nicht der Bezeichnung der TM-Bewegung als "Jugendreligion" bzw. "Jugendsekte" entnommen werden. Die Beklagte hat vielmehr in ihrem Bericht, an den Peti-Cionüausschuss des Deutschen Bundestags vom 2l. Dezember 1979 (S. 3) - möglicherweise abweichend von früheren Äusserungen " ihr Verständnis des Begriffs "Jugendreligionen/Jugendsekten" dahin erläutert, dass er sehr verschiedenartige Gruppierungen einschliesse, die sich nicht nur an Jugendliche, sondern insbesondere an junge Erwachsene, "einige Gruppen auch an altere Menschen", wendeten. Die Beklagte verwendet mitnin den Begriffs-bestandteil "Jugend" ersichtlich nur, '.im auszudrücken, dass die unter dem Begriff "Jugendreligionen/Jugendsekten" zusammengefassten Bewegungen junge Menschen anziehen und insofern als Ausdruck der für diese Altersgruppe typischen Lebens- und Sinnkrise begriffen werden können (vgl. auch BT-Drs. 8/2790 vom 27. April 1979 S. 1; Bericht an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags vom 21. Dezember 1979 S. 1 ff.; BT-Drs. 10/2094t vom 10. Oktober 1984 S. 1 f.).



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Schliesslich ist die Beklagte auch nicht zu der Erklärung verpflichtet, es bestünden keine Anhaltspunkte dafür, dass die TM-Organisation junge oder erwachsene Menschen in ihrer freien Willensbestimmung beeinträchtige. Mit dieser Erklärung wollen die Kläger dem Vorwurf strafbarer Handlungen (Freiheitsberaubung, Betrug) und psychologischer Manipulationen entgegenwirken. Es mag sein, dass die Beklagte in ihren ersten Äusserungen zur Problematik der "Jugendreligionen" bzw. "Jugendsekten", vor allem in dem in den "Informationen des Bundesminiaters für Jugend, Familie und Gesundheit" vom 30. November 1978 veröffentlichten Interview des Staatssekretärs Prof.Dr. W., in anrechenbarer Weise den Eindruck erweckt hat, (auch) die TM-Bewegung beeinträchtige bewusst und gewollt die freie Willensbestimmung ihrer Anhänger. Dasselbe trifft aber nicht - auch nicht in Form einer verdeckten Anschuldigung oder einer Verdächtigung - auf ihre späteren Öffentlichen Äusserungen, insbesondere auf den die Problematik am gründlichsten verarbeitenden Bericht an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags vom 2l . Dezember 1979 zu (s. dort S. 7 ff. und S. 21). Wie bereits in anderem Zusammenhang dargelegt, bewertet die Beklagte die TM-Bewegung nach dem Inhalt dieses Berichts vor allem deshalb als gefährlich, weil die Ausübung von TM bei labilen Personen oder solchen Personen, die in einer Krise stehen, zu psychischen Schäden führen kann. Dagegen hat sie der TM-Bewegung weder in dieser noch in einer späteren Äusserung strafbare Handlungen oder psychologische Manipulationen vorgeworfen. Das Risiko unberechtigter Assoziationen ist, wie gleichfalls bereits bemerkt, mit der der Beklagten erlaubten zusammenfassenden Darstellung des



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Wirkens zahlreicher unterschiedlicher Bewegungen unvermeidlich verbunden und muss daher mitsamt seinen Folgen in Kauf genommen werden.
 

d) Die verbleibenden Ansprüche der Kläger auf Auskunft über die Versendung von Informationsmateriai mit der Bezeichnung "Jugendsekte" etc. und auf Veröffentlichung des Urteilstenors haben neben den anderen Klageansprüchen keine selbständige Bedeutung und entfallen daher mit diesen.
 
 

5.  Wie sich aus den vorstehenden Entscheidungsgründen ergibt, hängt die Entscheidung des Senats nicht davon ab, ob die TM-Bewegung entsprechend den Ausführungen des Berufungsgerichts auf Seite 26 seines Urteils den bestehenden weltanschaulichen Hintergrund ihrer Bewegung verschleiert und ob sie ihre Anhänger über die individuelle Vergabe des sog. "Mantras" (des bei der Meditation zu wiederholenden Klanglauts) täuscht. Allein wegen dieser Ausführungen des Berufungsgerichts, in denen die Kläger eine weitere selbständige - nunmehr gerichtliche und daher aufgrund ihrer Anschlussrevision zu beseitigende - Ehrverletzung erblicken, ist das Verfahren nicht fortzusetzen. Das folgt schon daraus, dass sich die dem Senat obliegende revisionsgerichtliche Kontrolle auf das Berufungsurteil insgesamt einschliesslich der Entscheidungsgründe erstreckt und dass der Senat dementsprechend die Revisionsentscheidung mit einer die Entscheidungsgründe des Berufungsurteils ersetzenden eigenen Begründung versieht. Da es aus der im jetzigen Verfahrensstadium allein massgeblichen Sicht des Revisionsgerichts auf die fraglichen Ausführungen des Be-



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rufungsgerichts nicht ankommt, haben diese auch ohne ihre ausdrückliche Aufhebung oder Missbilligung im Revisionsurteil keinen Bestand mehr.
 

6. Die Kostenentscheidung folgt aus § 154 Abs. 1 und 2 VwGO.

Prof. Dr. Sendler    Kreiling   Seebass   Dr. Gaentzsch        Dr. Bardenhewer
 
 

Beschluss

Der Wert der Streitgegenstandes wird  für das Revisionsverfahren auf 60 000 DM festgesetzt (§ 14 Abs. 1 Satz 1, S 13 Abs. 1 GKG, § 5 ZPO).

 Prof. Dr. Sendler    Kreiling   Seebass   Dr. Gaentzsch        Dr. Bardenhewer
 
 
 
 
 
 
 



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