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Adresse dieser Seite: http://www.AGPF.de/Block-Training.htm  Zuletzt bearbeitet am 22.9.2009 
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Das  "Block-Training" der "Hohenbrunner Akademie":
Besser als Psychotherapie?
 
 
Inhalt dieser Seite: Zum Thema auch: In anderen Websites:

 
 

Im April 2001 bescheinigte der umstrittene Professor Grossarth-Maticek der Block-Trainings Gesellschaft Humbert/Kauffmann mbH, ihr Training sei besser als Psychotherapie (>>).
Wenn das zuträfe, dann wäre sicher auch die Werbe-Behauptung "Das wichtigste und erfolgreichste Trainingsangebot" berechtigt, über welche die Fachautorin Bärbel Schwertfeger (>>) berichtete (>>).
Zwecks Verbesserung der Reputation nannt sich die Firma jedenfalls schon mal um in "Hohenbrunner Akademie".
 
Adresse damals:  85662 Hohenbrunn Am Gangsteig 76
Adresse 9/2009:  85521 Ottobrunn·Jägerweg 10

Die Adresse 85662 Hohenbrunn Am Gangsteig 76 wird (am 22.9.2009) in der Website www.diemeile.org als Sitz eines Vereins angegeben: Die Meile e.V.  Vorsitzender Karl Fordemann
Zweck des Vereins laut Website:
"Die Erfahrungen der letzten 20 Jahre haben bewiesen, dass die Treffen der ehemaligen BLOCK Teilnehmer auf Veranstaltungen und Workshops der Meile jedesmal ein außergewöhnliches Erlebnis für jeden Teilnehmer darstellen. Dies liegt in erster Linie an der gemeinsamen intensiven Erfahrung im BLOCK-Training und kann durch diese Treffen bestens aufrecht erhalten werden."
 

Laut Website www.hohenbrunner-akademie.de ist Karl Fordemann auch Geschäftsführer der Hohenbrunner Akademie GmbH, eingetragen beim Amtsgericht Handelsregister München HRB 76644

 
 

"Akademie" irreführend

2002 wurde die frühere Firma BLOCK-Trainingsgesellschaft Humbert/Kauffmann mbH umbenannt in Hohenbrunner Akademie GmbH.

Anlass war offenbar die die Übernahme der Mehrheit in der Firma durch Paul W. Hendrys ("vormals CEO & President Philip Morris Internatl. New York"). Eine Akademie ist laut Encarta2002 "nach neuerem Verständnis eine Einrichtung zur Förderung von Wissenschaft oder Kunst".
Deshalb werden Absolventen von Hochschulen auch als Akademiker bezeichnet.
Bereits der Firmenname enthält also eine Täuschung der Kunden, denn dort wird weder Wissenschaft noch Kunst betrieben.
Mit Schreiben vom 21.6.2004 hat Paul W. Hendrys der AGPF mitgeteilt, dass er nicht mehr Gesellschafter der Hohenbrunner Akademie sei.
Er habe seine Gesellschafteranteile an Walter Kaufmann abgetreten.
 
 
 
Wer sich über das Block-Training informieren will, sollte dieses Buch zur Hand nehmen:  

Bärbel Schwertfeger:  
Der Griff nach der Psyche  
Was umstrittene Persönlichkeitstrainer in Firmen anrichten  
Campus Verlag 1998

 
 

Die Internet-Werbung für das Block-Training

Die Internet-Werbung darf nicht überschätzt werden. Die Firma hat dort selbst angegeben, "ca. 70% aller Teilnehmer haben sich aufgrund einer persönlichen Empfehlung (Chef, Kollegen, Partner, Freund etc.) zu einer Teilnahme am BLOCK-Training entschieden ... Der Anteil der privaten Teilnehmer beträgt ca. 30%". An diese richtet sich vermutlich die Internet-Werbung.

Die Internet-Werbung für das "Block-Training" (www.blocktrainings.de und www.hohenbrunner-akademie.de) enthält psychomarkt-typisch jede Menge allgemeiner Anpreisungen, aber wenig Fakten.
Demnach soll das Block-Training bewirken:

Über die Methode werden hauptsächlich allgemeine Aussagen gemacht: Mit ähnlichen Worten versprechen das auch alle diejenigen, die "positives Denken" anpreisen und verkaufen.
 
 
 

Werbung mit Forschungsergebnissen

Das nachfolgende Werbeschreiben ging im August 1999 an eine Firma, die so gut wie jeder in Deutschland kennt
Das Block-Training vermittelt demnach "Lebensenergie", "Immun-Energie", "Überlebensenergie" und "Abwehrkraft" für Angestellte.
 
 
DER BLOCK  


Hohenbrunn, im August 1999  
Sehr geehrte Herr  
neben der Übersendung der Basisinformation über das Trainingsangebot der BLOCK-Trainingsgesellschaft, das Interessantes für Ihr Unternehmen enthält, wollen wir mit diesem Brief Ihre Aufmerksamkeit auch auf die Forschungsergebnisse des Heidelberger Professors Dr. med. Dr. phil. Ronald Grossarth-Maticek lenken.  
Grossarth's Forschungen, die sich über einen Zeitraum von bald 30 Jahren erstrecken, belegen, daß bei Erkrankungen Körper, Seele und soziale Umwelt zusammenwirken. Das Sensationelle der Ergebnisse seiner mit vielen Tausend Menschen durchgeführten Langzeitforschung über die Interaktion von psychischen und physischen Risikofaktoren bei der Entstehung von schweren Krankheiten ist, daß die Wahrscheinlichkeit zu erkranken, durch einen Mangel an innerer "Autonomie" und "Selbstregulation" um ein Vielfaches vergrößert wird 
Grossarth-Maticek versteht unter Selbstregulation "die Fähigkeit, in allen Lebensbereichen Eigenaktivitäten zu entfalten, die zu Wohlbefinden und Bedürfnisbefriedigung führen". Anders gesagt: "Autonomie" und "Selbstregulation" (und das sind zentrale Themen und Trainingsergebnisse im BLOCK-Training!!) sind entscheidende Faktoren für das "Gesundbleiben", für Gesundheitsprophylaxe.  
Der Begriff "Lebensenergie", der auch im BLOCK-Training eine große Rolle spielt, kann nach diesen Forschungsergebnissen in einer viel umfassenderen Bedeutung im Sinne von "Immun-Energie", "Überlebensenergie" oder auch "Abwehrkraft" verstanden werden. Immer mehr Unternehmen erkennen das und fördern deshalb zunehmend, auch im Rahmen ihrer Gesundheitsprogramme für Mitarbeiter, die Teilnahme an dem "Autonomie-Training" BLOCK-Training.  
Wenn Sie dieses Thema interessiert, empfehlen wir Ihnen Prof. Dr. Dr. Grossarth-Maticek zu lesen, z.B. das Buch "Krebsrisiken - Überlebenschancen / Wie Körper, Seele und soziale Umwelt zusammenwirken" (Verfasser: Helm Stierlin und Ronald Grossarth-Maticek / Carl-Auer-Systeme Verlag, ISBN 3-89670-099-5).  
Mit besten Wünschen für einen schönen Sommer und freundlichen Grüßen!   
BLOCK-Trainingsgesellschaft  
Hans-Christian Döring  
BLOCK TRAININGS GESELLSCHAFT Humbert/Kauffmann mbH 
 
 

Wer ist Ronald Grossarth-Maticek?

Wer ist dieser "Heidelberger Professor Dr. med. Dr. phil. Ronald Grossarth-Maticek"?
Ein Professor der Heidelberger Universität, wie man annehmen könnte?
Keineswegs.
Wenigstens ein Arzt?
Auch das nicht.
 
 
Der Spiegel (Nr. 37/2002) berichtete über Grossarth-Maticek:  
"Wissenschaft / Wissenschaftler - Akademisches Schattenreich - Seit Jahren propagiert ein dubioser Professor mit Vorträgen und Büchern eigenwillige Krebstherapien. Nun entpuppt er sich als Aufschneider"  

(Spiegel 37/2002, Abildung rechts, grössere Version: Bild anklicken)

 

In der Ausgabe 48/2002 des Spiegel wurden unter dem Titel "Kein Aufschneider" Leserbriefe abgedruckt.
Grossarth-Maticek beklagt sich über Äusserungen des Spiegel über die Führung des Dr. med. und sowie das tatsächlich vorhandene "Institutsschild" an dem "Institutsgebäude" Schloss-Wolfsbrunnenweg 16 in Heidelberg (Redaktionsschwanz des Spiegel: "Grossarth-Maticek hat Recht. -Red.").
Prof. Dr. Helm Stierlin (Grossarth-Maticeks Co-Autor bei einem seiner Bücher) rühmte in einem weiteren Leserbrief die "in meinem Augen wohl einmaligen Studien" des Grossarth-Maticek. Stierlin ist seit 1991 emeritiert, also pensioniert.
Prof. Dr. Henning Haase hingegen schrieb in seinem im Spiegel abgedruckten Leserbrief:

"Haben Sie Dank für Ihren Beitrag. Grossarth-Maticek ist schon seit mehr als zehn Jahren eine außerordentlich umstrittene Figur in der wissenschaftlichen Gemeinschaft. Grossarth-Maticek brüstet sich mit Veröffentlichungen, an denen der in Kreisen der Psychologie sehr reputierte Hans Jürgen Eysenck als Co-Autor mitgewirkt hat. Beide Herren wären der Erwähnung nicht wert, wenn sie nicht merkwürdige Urteile und Versprechungen äußerten, die ganz und gar dem Ernst der Krankheit, über die sie schwadronieren, unangemessen sind."
Haase führte damit zu dem Kernvorwurf zurück, den Grossarth-Maticek und Stierlin nicht einmal erwähnen: Grossarth-Maticeks "eigenwillige Krebstharapien".

Inzwischen war Grossarth-Maticek gegen den Spiegel vor Gericht gezogen. Auch dort hatte er sich offenbar auf die Sache mit der Titelführung beschränkt. Das Landgericht Hamburg (324 O 484/02) hatte am 25.9.2002 eine einstweilige Verfügung erlassen, durch die dem Spiegel u.a. Äusserungen bezüglich des Dr. med. verboten wurden. Ziffer 4 des Antrages wurde allerdings zurückgewiesen und dem Antragsteller deshalb ein Viertel der Kosten auferlegt. Worum es in diesem Antrag ging, ist dem Beschluss des Gerichts nicht zu entnehmen.
Dagegen legte der Spiegel Widerspruch ein, zog diesen aber in der mündlichen Verhandlung vom 18.10.2002 teilweise zurück. Über diesen Teil wurde ein Vergleich geschlossen. Auch hier bleibt offen, worum es in dem abgelehnten Antrag ging.

Diese Unterlagen legte Grossarth-Maticek 2004 in einem Verfahren gegen Bärbel Schwertfeger und Ingo Heinemann vor.
Auch hier wurde eine einstweilige Verfügung erlassen, dazu mehr >>.

Damals hatte Grossarth-Maticek längst einen Strafbefehl wegen "Vergehen des vorsätzlichen Missbrauchs von Titeln gemäß § 132 a Abs. 1 Nr. 1 StGB " rechtskräftig werden lassen. Dazu mehr >>.

In seiner eigenen Website (www.grossarth-maticek.de) berichtet Grossarth-Maticek wortreich über diesen Artikel.
 
 
 

Grossarth-Maticek: Block-Training besser als Psychotherapie

Der nachfolgende Vorgang könnte hier nicht veröffentlicht werden, wenn er nicht zu Werbzewecken weitergegeben worden wäre.
Es handelt sich also keineswegs um interne oder blosse wissenschaftliche Vorgänge.
Man darf wohl davon ausgehen, dass diese Art der Werbung sogar weitaus wichtiger als, als die Internet-Werbung.
 
ECPD Europäisches Zentrum für Frieden und Entwicklung Universität für Frieden der Vereinten Nationen ECPD Institut für präventive Medizin  
Direktor: Prof. Dr. med. Dr. phil. Ronald Grossarth-Maticek  
Heidelberg, 27.April 2001  


Block-Trainings Gesellschaft Humbert/Kauffmann mbH   
Am Gangsteig 76 85662 Hohenbrunn  
Sehr geehrter Herr Kauffmann,  
die Vergleichs-Studie zur Überprüfung der Langzeiteffekte von psychotherapeutischen Interventionen und Trainingsmaßnahmen (4718 Befragte) liegt in ihren ersten Ergebnissen vor. In der beiliegenden Übersicht sind die Mittelwerte für die jeweiligen Maßnahmen dargestellt. Von 2500 ausgesandten Fragebogen an Ihre ehemaligen Teilnehmer haben wir mit ca. 36% einen beachtlich hohen Rücklauf erhalten.  
Hier nur einige konkrete Bemerkungen zu den erstaunlich guten Ergebnissen für Ihr Training:  
Im Vergleich zu allen anderen überprüften Therapie- und Trainingsmaßnahmen erreicht das Block-Seminar die beste Beurteilung. Die Qualität des Trainings wird mit 6,1 als "sehr gut" beurteilt. Die Werteskala reicht von 0 - 7. (3,5 ist der Durchschnitt).  
Die Teilnehmer des Block-Trainings bestätigen in Frage 2 "nach dem Blocktraining bis heute starke nachhaltige positive Wirkungen erlebt" zu haben. Im Vergleich zu den anderen untersuchten Maßnahmen erreicht das Block-Training auch hier mit 4,6 Punkten die höchste Bewertung.  
Besonders positiv hervorzuheben ist, dass die Teilnehmer attestieren, nach dem Seminar "nahezu überhaupt keine negativen Wirkungen erlebt" zu haben. Mit 6,5 Punkten (Gesamtdurchschnitt) steht das Blockseminar auch hier weit vome1) 
Mir hat das Ergebnis der Untersuchung, gerade durch den Vergleich mit Psychotherapien, wieder einmal deutlich gemacht, dass methodisch gut durchdachtes Training zweifellos in der Lage ist, in der Bewältigung von psychischen Beschwerden einen wichtigen Beitrag zum Gesundheitssystem zu erbringen. Das ist besonders auch für Menschen im Arbeitsprozess wichtig. Dort erhöhte sich in den letzten 10 Jahren die Zahl der Fehltage "wegen seelischer Leiden um rund 67 Prozent" 


1)  Vergleich zu den Werten der anderen Maßnahmen (Frage 11) Psychoanalyse: 2,3, / Verhaltenstherapie:4,7, / Andere Psychotherapien; 3,0, / Motivationstrainings: 1,11. / Persönlichkeits-/Managementtrainings; 3,5  


F.R.G. - Schloss-Wolfsbrunnenweg 16, D-69117 Heidelberg, Tel. 08221-25090, Fax 0S221-183432 Bankverbindung: Deutsche Bank Heidelberg, Kto.-Nr. 0 130 104, BLZ 672 700 03
 
Aus dem Ergebnis unserer Studie können Sie schließen, dass das Block-Training - besonders auch für Menschen im Arbeitsprozess - eine qualitativ sehr erfolgreiche Maßnahme ist, also u.a. für Streßbewältigung, psychische Beschwerden und damit auch für die Gesundheitsstabilisierung und Gesundheitsversorge.2)  
So wie Sie mir das Block-Training hinsichtlich Ablauf und Inhalt präsentiert haben, denke ich, daß die sehr positive Beurteilung Ihres Seminars durch die ehemaligen Teilnehmer, (und letztlich wohl auch der Erfolg, den Sie mit diesem Training seit 20 Jahren haben), unter anderem auf folgendes zurückzuführen ist:  
  • die Seminarteilnehmer werden als "kompetente" und einmalige, komplexe Persönlichkeiten wahrgenommen und in ihrem spezifischen, individuell unterschiedlichen Sein akzeptiert und gefördert.
  • Trainer des Block-Trainings enthalten sich in Ihrem Seminar konsequent jeglicher Bewertung der Teilnehmer und therapeutisch vorgefaßter Methoden, sie fördern vielmehr eine gründliche und fachlich unterstützte Selbst-Analyse, Selbsterkenntnis und Selbstachtung.
  • Im Seminar wird offensichtlich konsequent daran gearbeitet (im Sinne eines Autonomietrainings), jedem Teilnehmer individuell zu helfen, sein Wohlbefinden, Vertrauen und seine Selbst-Steuerung im Alltag zu verbessern. Es leuchtet ein, dass damit mehr Lebensfreude, Leistungswille und Gesundheitsstabilisierung erreicht wird.
Ich glaube. Sie können mit dem Ergebnis der Studie sehr zufrieden sein.  
Mit freundlichen Grüßen  
R. Grossarth-Maticek  


2) Auch auf Frage Nr 9: "Verbesserung der Gesundheit / Verringerung von Symptomen wie z B. Angst, Depressionen,.Schmerzen usw" erreicht das Block-Tnüning in der Studie die vergleichsweise höchste Bewertung.  


F.R.G. - Schtoss-Wolfsbrunnenweg 16, D-69117 Heidelberg, Tel 06221-25090, Fax 06221-183432 Bankverbindung. Deutsche Bank Heidelberg, Kto.-Nr. 0 130 104, BL2672 700 03
 
 

Grossarth-Maticeks Wissenschaft

Im Spiegel (37/2002 Akademischen Schattenreich) hatte es geheissen:

"Experten, die Grossarth Maticeks Untersuchungen und deren Methoden nach vollziehen wollten - wie etwa Manfred Amelang, Dekan der Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften der Universität Heidelberg -, warten aber bis heute vergebens auf die Überlassung des angeblichen Forschungsmaterials. Immerhin will Grossarth-Maticek über 35000 Menschen für seine Studien befragt haben".
Wir haben den dort erwähnten Professor Amelang per E-Mail gefragt, ob ihm die Unterlagen inzwischen vorliegen.
Das Dekanat  der Fakultaet für Verhaltens- und Empirische Kulturwissenschaften antwortete per E-Mail vom 18.3.2004:
"Herr Prof. Dr. M. Amelang lässt ausrichten, dass das Forschungsmaterial noch nicht vorliegt."
Das ist betrüblich, denn es Grossarth-Maticek behauptet ja immerhin nicht mehr und nicht weniger, als dass er festgestellt habe, dass das "Block-Training" mehr bewirke, als die damit verglichenen Psychotherapien.
Angesichts der immensen Kosten, welche den Krankenkassen für Psychotherapien erwachsen, ist es kaum verständlich, dass diese Forschungsergebnisse nicht der Wissenschaft vorgelegt wurden, zumal Prof. Amelang sich kaum einen Steinwurf weit befindet.

Deshalb hier eine tabellarische Aufstellung der "Studie zur Überprüfung der Langzeiteffekte von Psychotherapeutischen Interventionen und Trainingsmassnahmen" (eine bessre lesbare Version kann durch Anklicken der Abbildung geöfffnet werden):

 
  
 
 

Bärbel Schwertfeger über die Firmen-Umbenennung
 
Erstveröffentlichung: wirtschaft & weiterbildung Februar 2003  

Bärbel Schwertfeger:  

Umstrittener Trainingsanbieter firmiert um  
BLOCK TRAINING. »Stress und Krankheit killen Unternehmensenergie«, verkündete die BLOCK-Training GmbH in Hohenbrunn bei München im Juni 2001 in einem Brief an Unternehmen und verwies stolz auf eine »Vergleichsstudie« eines gewissen Professor Dr. med. Dr. phil. Ronald Grossarth-Maticek. Der hatte dem »BLOCK-Training« bestätigt, dass es in Richtung Gesundheitsstabilisierung, Gesundheitsvorsorge, Stressreduktion »eine qualitativ sehr wertvolle Maßnahme« sei. Beigelegt war ein Schreiben des ECPD »Europäisches Zentrum für Frieden und Entwicklung – Universität für Frieden der Vereinten Nationen – Institut für präventive Medizin«, als dessen Direktor Grossarth-Maticek fungierte. Darin schnitt das BLOCK-Training im Vergleich zu Psychoanalyse, Verhaltenstherapie, »anderen Psychotherapien«, Motivationstraining und »Persönlichkeits-Management-Training« auffallend gut ab. Vor allem bei der Frage, ob man nach dem Training »nachhaltig negative Wirkungen erlebte habe« erreichte BLOCK einen Spitzenwert. Während Teilnehmer von Motivationstrainings »starke negative« Wirkungen angaben, spürten die BLOCKTeilnehmer »nahezu überhaupt keine negativen« Folgen.  

Rigider Psychodrill  

Das ist nun doch sehr erstaunlich. Denn hinter dem vermeintlich gesundheitsfördernden Training verbarg sich nichts anderes als ein rigider Psychodrill. Die Teilnehmer wurden an einen abgelegenen Ort gebracht, mussten ihre persönlichen Sachen abgegeben (sogar die Anzahl der Socken, die man während des Seminars benutzen durfte, wurde vorgeschrieben). Die Verpflegung war spärlich, der Schlafentzug gravierend und es herrschte Kommunikationsverbot. Immer wieder berichteten Psychotherapeuten und Sektenberatungsstellen von Menschen, die nach dem BLOCK-Training aus dem psychischen Gleichgewicht geraten sind. Für den Berater Uwe Böning, der selbst an dem Training teilgenommen hatte, war es wie »ein Umerziehungslager«.   

Der erfahrene ehemalige Comteam-Trainer Arnulf Gottschall empfand das Vorgehen als »wenig menschenwürdig «, und für den Manager eines Chemieunternehmens war das Training eine »Mischung aus Militär, Scientology und Kloster«. Die »Hannoverische Allgemeine Zeitung« setzte sich in ihrem Artikel »Seelenstriptease in der Villa Fürchterlich« kritisch mit BLOCK auseinander. Auch die ZDF-Sendung »Mit mir nicht« nahm das Psychoseminar unter die Lupe.  

Natürlich bestritten die Verantwortlichen bei BLOCK die Vorwürfe und verschickten stattdessen ein abstruses »Gutachten«, wonach das „seriöse Block-Training“ nur deshalb kritisiert werde, um indirekt Gruppen wie Scientology „aufzuwerten“. [Auslassung, >>]  

Im November überraschte die BLOCK-Trainingsgesellschaft mit ihrer Umbenennung. Obwohl das BLOCK-Training nach eigener Aussage nach über 20 Jahren nach wie vor »das wichtigste und erfolgreichste Trainingsangebot« bleibt, firmiert man jetzt unter »Hohenbrunner Akademie GmbH«. Auch einen neuen Mehrheitsgesellschafter hat man zu bieten: Paul W. Hendrys, vormals CEO & President Philip Morris International (New York). Der nach Europa zurückgekehrte, langjährige BLOCK-Fan habe seinen beruflichen Focus nun auf die Weiterbildung von Managementnachwuchs ausgerichtet, heißt es.  
Bärbel Schwertfeger

 

Dort, wo "Auslassung" vermerkt ist, fehlt ein Satz. Wegen dieses Satzes hatte Grossarth-Maticek eine Abmahnung geschickt. Wir haben des Satz daraufhin gestrichen, weil er möglicherweise tatsächlich missverständlich war.
 
 
 

Prozess Grossarth-Maticek gegen Bärbel Schwertfeger und Ingo Heinemann

Die Auslassung in obigem Text war Grossarth-Maticek nicht genug. Grossarth-Maticek hat eine einstweilige Verfügung beim Landgericht Hamburg erwirkt, unten. Gegen diese haben wir keinen Widerspruch eingelegt.
 
Landgericht Hamburg   
324 0 179/04 Beschluss vom 6.4.2004  
In Sachen  
Dr. phil. Dr. med. Ronald Grossarth-Maticek, Schloss-Wolfsbrunnenweg 16, 69117 Heidelberg  
gegen   
1) Bärbel Schwertfeger  
2) Ingo Heinemann  

I. Im Wege der einstweiligen Verfügung - der Dringlichkeit wegen ohne vorherige mündliche Verhandlung - wird den Antragsgegnern bei Vermeidung eines vom Gericht für jeden Fall der Zuwiderhandlung festzusetzenden Ordnungsgeldes, und für den Fall, dass dieses nicht beigetrieben werden kann, einer Ordnungshaft oder einer Ordnungshaft bis zu sechs Monaten (Ordnungsgeld im Einzelfall höchstens Euro 250.000,00; Ordnungshaft insgesamt höchstens 2 Jahre)  

    v e r b o t e n,  
    durch die Formulierungen: “xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx“  
    den Eindruck zu erwecken und/oder zu verbreiten, dass es zweifelhaft sei, ob der Antragsteller seine Doktor-Titel tragen dürfe.
II. Im übrigen wird der Antrag zurückgewiesen.  
III. Die Kosten des Verfahrens fallen dem Antragsteller zu 1/4 und den Antragsgegnern zu je 3/8 nach einem Streitwert von EUR 20.000,-- zur Last.
 

Die Höhe des angedrohten Ordnungsgeldes hat nichts mit der Bedeutung der Sache zu tun, sie ist gesetzlich vorgeschrieben.
Selbstverständlich wollten wir wissen, ob wir wirklich einen Fehler gemacht hatten oder ob der Fehler hauptsächlich in der Formulierung lag.
Tatsächlich war Grossarth-Maticek schon früher gegen Kritiker gerichtlich vorgegangen, so gegen den Spiegel.
So besehen befanden wir uns in guter Gesellschaft.
Dennoch: Auskunft konnten nur Behörden und Gerichte geben und ein Ergebnis war vor Ende der Widerspruchsfrist kaum zu erwarten.

Die Recherchen förderten ein bemerkenswertes Dokument zu Tage, einen Strafbefehl gegen Grossarth-Maticek wegen vorsätzlichen Missbrauchs von Titeln:
 
 
 
 

Strafbefehl gegen Grossarth-Maticek wegen vorsätzlichen Missbrauchs von Titeln

Der Strafbefehl vom 2.6.2003 betrifft die unzulässige Führung des Titels "Prof." in verschiedenen Varianten ohne den vorgeschriebenen Zusatz.
Dem Zusatz wäre unschwer zu entnehmen gewesen, das Grossarth-Maticek kein Professor einer deutschen Universität ist, insbesondere nicht der benachbarten Universität Heidelberg.
 
Amtsgericht Heidelberg  
Aktenzeichen: 12 Cs 12 Js 17934/02 - 66/03  
02. Juni 2003  
Rechtskräftig sei 21.6.03 - Urkundsbeamter der Geschäftsstelle  

Herrn  
Dr. Ronald Grossarth-Maticek   
Schloß Wolfsbrunnenweg 16  
69117 Heidelberg  
Heidelberg, L! 1 JUL. 2003  

- geb. 19.06.1940 in Budapest - Geburtsname: Grossarth-Maticek -  
Beruf: systemischer Wissenschaftler - Staatsangehörigkeit: deutsch  
- Familienstand: verheiratet -  
I. Strafbefehl  
Die Staatsanwaltschaft legt Ihnen folgenden Sachverhalt zur Last:  
Obwohl Ihnen ein Professorentitel nicht von einer deutschen Hochschule verliehen worden ist und Sie Ihren vom “European Center for Peace and Developrnent“ verliehenen Professorentitel aufgrund einer Genehmigung des Ministeriums für Wissenschaft und Forschung Baden-Württemberg vom 15.12.1993 nur mit dem Zusatz ‘Postgraduate Studies, ECPD“ führen dürfen, traten Sie mindestens seit Anfang 2000 fortwährend immer wieder als Prof. auf. So veranlassten Sie einen Eintrag im Telefonbuch für den Bereich Heidelberg für die Jahre 2000/2001, in dem Ihr Name mit dem Titel “Prof. Dr. med. Dr. phil. Institut für präventive Medizin‘ bzw. mit dem Titel "Prof. Dr.“ angegeben war. Ende 1999 oder Anfang 2000 ließen Sie 100 Visitenkarten anfertigen, auf welchen Ihr Name mit dem Titel “Prof.“ ohne weitere Zusätze angegeben war. 23 dieser Karten teilten Sie auch tatsächlich aus. Zu einem nicht näher bekannten Zeitpunkt ließen Sie 200 Bogen Briefpapier drucken, auf welchen Sie sich als “Prof.“ ohne weitere Zusätze bezeichnen. Mit diesem Papier wurden 70 Briefe versandt.  
-2-  
Dabei war Ihnen aufgrund der Genehmigung des Ministeriums für Wissenschaft und Forschung Baden-Württemberg vom 15.12.1993 bewusst, dass Sie nicht berechtigt sind, den Professorentitel ohne den Zusatz ‘Postgraduate Studies, ECPD‘ in Deutschland zu führen.  
Sie werden daher beschuldigt,  
vorsätzlich unbefugt im Rechtsverkehr einen akademischen Grad oder Titel geführt zu haben  
strafbar als  
vergehen des vorsätzlichen Missbrauchs von Titeln gemäß § 132 a Abs. 1 Nr. 1 StGB.  
Beweismittel:  
I. Urkunden  
1. BZR  
2. Drucksache 13/1311 des Landtages Baden-Württemberg, As 145  
3. Auszug aus dem Telefonbuch, As 171  
4. Schreiben des ECPD vom 24.09.2002, As 187  
5. Schreiben des Ministeriums für Wissenschaft und Forschung Baden-Württemberg vom 03.07.1991, As 303  
6. Schreiben des Ministeriums für Wissenschaft und Forschung Baden-Württemberg vom 26.10.1993, As 305  
II. Zeugen  
1. Regierungsdirektor xxxxxxx, zu laden über das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Königstr. 46, 70173 Stuttgart, As 143  
2. xxxxxxxxxxxxx, zu laden über die Deutsche Telekom AG, T-Com Zentrale, ReSA Frankfurt, As 257  
3. xxxxxxxxxxxx, zu laden über die Deutsche Telekom AG, As 299  

Gegen Sie wird eine Geldstrafe in Höhe von 60 Tagessätzen verhängt. Der Tagessatz wird auf 150,-- EUR festgesetzt. Die Geldstrafe beträgt somit insgesamt 9.000,- EUR.  

Sie haben die Kosten des Verfahrens und Ihre notwendigen Auslagen zu tragen.  
- 3 -  
Rechtsbehelfsbelehrung  
Gegen diesen Strafbefehl kann Einspruch erhoben werden, wodurch erreicht wird, daß in einer Hauptverhandlung sowohl die tatsächlichen Feststellungen über den Sachverhalt wie auch seine rechtliche Beurteilung nachgeprüft werden. In der aufgrund des rechtzeitig eingelegten Einspruchs durchgeführten Hauptverhandlung kann die im Strafbefehl vorgesehene Strafe vermindert oder erhöht und können andere noch nicht festgesetzte Rechtsfolgen verhängt werden. Sie können den Einspruch aber auf bestininte Beschwerdepunkte beschränken.  
Der Einspruch muß binnen zwei Wochen nach Zustellung des Strafbefehls beim Amtsgericht schriftlich oder zu Protokoll der Geschäftsstelle erklärt werden. Zur Fristwahrung genügt es nicht, daß die Einspruchserklärung innerhalb der Frist von zwei Wochen zur Post gegeben wird. Die Frist ist vielmehr nur dann gewahrt, wenn die Erklärung vor Ablauf der Frist beim Amtsgericht eingeht. Die schriftliche Erklarung muß in deutscher Sprache erfolgen.  
Haben Sie Einspruch erhoben, so steht es Ihnen frei, ihn zu begründen. Wird der Einspruch jedoch nicht auf bestimmte Beschwerdepunkte beschränkt oder wird er überhaupt nicht begründet, so gilt der ganze Inhalt des Strafbefehls als angefochten.  
Einer persönlichen Zustellung des Strafbefehls bedarf es nicht. Die Zustellung ist auch dann wirksam erfolgt, wenn das Schriftstück in der Wohnung des Zustellungsadressaten einem erwachsenen Familienangehörigen, einer in der Familie beschäftigten Person oder einem erwachsenen ständigen Mitbewohner, oder, wenn der Zustellungsadressat in einer Gemeinschaftseinrichtung wohnt, dem Leiter der Einrichtung oder einem dazu ermächtigten Vertreter übergeben. Auch bei unberechtigter Verweigerung der Annahme gilt das in den Raumen zurückgelassene Schriftstück als zugestellt. Die Zustellung kann ferner durch Einlegen des Schriftstücks in einen zu der Wohnung gehörenden Briefkasten oder einer ähnlichen Einrichtung, die der Adressat für den Postempfang eingerichtet hat, erfolgen. Ist dies nicht möglich, kann es am Ort der Zustellung bei der Postanstalt oder bei einer von der Post dafür bestimmten Stelle unter schriftlicher Benachrichtigung des Empfängers niedergelegt werden. Die Einspruchsfrist beginnt in diesen Fällen also nicht erst mit der Aushändigung des Strafbefehls an den Angeklagten.  
Wird kein Einspruch eingelegt, wird der Strafbefehl vollstreckbar. Die Geldstrafe ist zusaninen mit den am Rande links berechneten Gerichtskosten auf das Konto der Landesoberkasse Baden-Württemberg xxxxxxxxxxx  innerhalb zwei Wochen unter Angabe des Amtsgerichts und des Aktenzeichens zu zahlen. Bitte verwenden Sie den beigefügten Überweisungsvordruck. Bei nicht fristgerechter Bezahlung erfolgt zwangsweise Beitreibung. Im Falle der Uneinbringlichkeit der Geldstrafe tritt anstelle eines Tagessatzes ein Tag Freiheitsstrafe.  
Richter am Amtsgericht

  

  

 
 

Grossarth-Maticek beschimpft seine Kritiker

Grossarth-Maticeks Website dient weitgehend der Selbstverteidigung und der Selbstbeweihräucherung.
Über seine Kritiker schreibt er dort:
 
Aus: www.Grossarth-Maticek.de  (4.12.2004):   
Einige Psychoonkologen, die miteinander in enger Beziehung stehen, und sich gegenseitig permanent zitieren, starten seit vielen Jahren systematisch Angriffe. Ich bin darauf in der Regel nie eingegangen, weil ihre Argumente mich weder überzeugen konnten, noch eine fachlich intellektuelle Anregung beinhalteten.  
Ich vertrete die These, dass es sich dabei um eine organisierte Denunziation handelt. Unter Denunziation verstehe ich die bewusste Ausbreitung falscher, meistens aus dem Kontext gerissner Informationen mit dem Ziel, das Ansehen und die sozialen Chancen einer Person oder einer Gruppe zu verringern. Die Ziele der Denunziation bestehen im folgenden:  
1. In der Öffentlichkeit soll von mir ein vor allem emotional negatives Bild entworfen werden  
2. Durch Denunziation soll kreative Arbeit und der konstruktive Beitrag für die Gesellschaft verhindert werden  
3. In der Regel versucht der Denunziant, seine eigene fachliche Kompetenz und seine eigenen beruflichen und sozialen Chancen aufgrund der Denunziation zu verbessern.  
4. Der Denunziant arbeitet mit selektiven Informationen und er unterlässt systematisch jede Information, die seinen Thesen entgegen wirken.  
Einige Professoren denunzieren mich und meine Co-Autoren seit Jahren, die Behauptungen reichen bis zur „Datenmanipulation“.  
Was dahinter steckt, gibt es hier in einem ausführlich Text zu lesen - www.grossarth-maticek.de/seiten/seite_kritik.html
 
 

Grossarth-Maticek und die Institutionen
 

Angesichts dieser massiven Kritik an seinen Kritikern stellt sich natürlich die Frage nach der wissenschaftlichen Qualifikation des Grossarth-Maticek.
Damit sind nicht die Titel gemeint.
Damit ist vielmehr die tatsächliche Tätigkeit gemeint.
Nur eins scheint einigermassen sicher zu sein:
Grossarth-Maticek ist kein Hochschullehrer.

Zur Beschreibung seiner Tätigkeit greift Grossarth-Maticek auf wohlklingende Namen zurück:

Es wäre zu erwarten, dass diese Einrichtungen eigene Websites haben und dass die Website von Grossarth-Maticek (www.Grossarth-Maticek.de) Links zu diesen Websites enthält. Das ist heute zumindest der Minimalstandard.
In Grossarth-Maticeks Website findet sich nichts dergleichen (zuletzt geprüft am 5.1.2005).
 
 
Die Angaben rechts stammen aus der Website von Grossarth-Maticek und werden dort vielfach wiederholt.  
An Fakten dazu fehlt es weitgehend.  
Kein Link zur "Universität für Frieden der Vereinten Nationen".  
Nur allgemeine Angaben über das "Europäisches Zentrum für Frieden und Entwicklung" in Belgrad, keine Adresse, kein Link.  

Das "Institut für Präventive Medizin"   

Die KlickTel-CD vom Frühjahr 2004 enthält für diese Adresse nur seine persönlichen Einträge, noch immer als "Prof. Dr.", also ohne den erforderlichen Zusatz.  
Ein "Europäisches Zentrum für Frieden und Entwicklung" ist dort nirgendwo eingetragen, ebensowenig ein Institut für Präventive Medizin  
 

Aus: www.Grossarth-Maticek.de  


Ronald Grossarth-Maticek  
Dr. phil., Dr. med., Dr. h.c. (Universität Belgrad)  
Professor für postgraduierte Studien, ECPD  
Institut für Präventive Medizin,  
Europäisches Zentrum für Frieden und Entwicklung,  
Universität für Frieden der Vereinten Nationen  
Schloss Wolfsbrunnenweg 16  
69117 Heidelberg  


Das Institut für Präventive Medizin, Politische-, Wirtschafts- und Gesundheitspsychologie in Heidelberg, dessen Direktor und Professor für postgraduierte Studien ich seit dem 19. Oktober 1990 bin, ist eine Einrichtung des Europäischen Zentrums für Frieden und Entwicklung (ECPD) in Belgrad.  
Das ECPD ist ein autonomer Zweig der Universität für Frieden (University for Peace) in Costa Rica, die von den Vereinten Nationen 1980 gegründet wurde.
 
 
 
 

Grossarth-Maticek und das Multi-Studium

Was hat Grossarth-Maticek nun eigentlich studiert und - vor allem - welches Studium hat er abgeschlossen?

In seiner Website heisst es (Stand 3.11.2005):

Den "Dr. phil" hat er demnach durch wissenschaftliche Arbeit erlangt.
Ein Medizinstudium hat er wohl kaum abgeschlossen, denn sonst wäre er wohl Dr. med. geworden.

In der Verlags-Website des Auer-Verlages (http://www.carl-auer.de/programm.php?suche=1&autor=W00074&stich=&art=) heisst es bei der Werbung für das Buch "Krebsrisiken – Überlebenschancen Wie Körper, Seele und soziale Umwelt zusammenwirken" von Helm Stierlin und Ronald Grossarth-Maticek (geladen am 3.11.2005):

"Ronald Grossarth-Maticek Dr. phil., Dr. med. sc., studierte Soziologie, Psychopathologie, Kriminologie und Medizin an den Universitäten von Heidelberg bzw. Belgrad. Er ist Professor für postgraduierte Studien und Direktor des Instituts für Präventive Medizin, politische Wirtschafts- und Gesundheitspsychologie am Europäischen Zentrum für Frieden und Entwicklung/Universität für Frieden der Vereinten Nationen."
Aufgezählt wird also, was er alles studiert hat.
Erwähnt wird aber nicht, welches Studium Grossarth-Maticek abgeschlossen hat.
 
 
 
 

Grossarth-Maticek und die "Dr. Ingeborg Gebert-Heiß Stiftung"
 
In ihrer Website hat eine "Dr. Ingeborg Gebert-Heiß Stiftung" für den 18.11.2005 19 Uhr einen Vortrag angekündigt und ein Seminar vom 19.11. bis  20.11.2005, jeweils von 9.00 Uhr - 12.00 und 14.30 – 18.00 Uhr, Seminargebühren 150 Euro.  
Gegenstand:   
Das Ronald Grossarth-Maticek Autonomietraining, "ein von Dr. med. Dr. phil. Dr. h.c. Ronald Grossarth - Maticek für Postgraduierte Studien entwickeltes Trainigssystem ... ein Gesundheitstraining, das Wohlbefinden, Problemlösung, innere und soziale Sicherheit erstrebt, es ist kein therapeutisches Verfahren, das die Beseitigung von krankhaften Symptomen anstrebt." 
 

Wer den Vortrag hält und das Seminar durchführt, wird nicht gesagt, zumindest nicht ausdrücklich.
Obwohl natürlich jeder Leser annimmt, dass Grossarth-Maticek dies sein wird.
 
 
 

Grossarth-Maticek und der "Alternative europäischen Medizinpreis"
 
 
 
  • Erstens hat die Stiftung 2001 ihren "Alternativen europäischen Medizinpreis" an "den bekannten Psychosomatiker Dr. Dr. Ronald Grossarth-Maticek" verliehen, " für seine hervorragende Forschungsarbeit und die Schaffung des Autonomietrainings, das als immunstärkendes System eine sehr wichtige Grundlage für die Begleitung Kranker ist." 

  • Auffällig daran ist allerdings, dass die Stiftung nach eigenen Angaben erst 2003 gegründet wurde, zwei Jahre nach der Preisverleihung,  und sich nach ihrem Website-Kopf noch im November 2005 "i.Gr." befand, also "in Gründung".
  • Zweitens hat die Stiftung ebenfalls 2001 ihren mit 25 000 Mark dotierten Gedächtnispreis an Grossarth-Maticek vergeben, "gestiftet aus der Privatschatulle von Günther Heiß", so der Südkurier vom 20.11.2001, rechts. Beim "Festakt im Singener Bürgersaal" (anwesend: gerade einmal 18 Gäste) hielt  der "emeritierte Professor Horst Baier, Mediziner und Stiftungsmitglied" eine Lodrede auf den "Wissenschaftler, als einen Mediziner mit einem 'nicht unbedingt typischen Lebenslauf'." Dessen "Autonomietraining könne bei schwer erkrankten Patienten zu mehr Wohlbefinden und Lebenssicherheit führen, sagte Baier. Mit seinen Forschungen zu einer patientenfreundlichen Medizin, die psychische und körperliche Befindlichkeiten der Erkrankten berücksichtigt, sei der Preisträger in 'die vordersten Reihen der medizinischen Forschung gerückt', begründete Baier die Preisverleihung an Grossarth-Maticek. ... Grossarth-Maticek ... warf der klassischen medizinischen Forschung ... vor, das sie lediglich 'monokausale' Ursachenforschung betreibe, also eine einzige Ursache berücksichtige. Er und seine Forschergruppe hätten diesen Mangel erkannt, ihre Untersuchungen ganzheitlich ausgerichtet und die Wechselwirkung von Körper und Geist wissenschaftlich untersucht."

  • Bleibt die Frage, ob es sich nicht bei beiden Preisen um denselben gehandelt hat.
  • Drittens ist Grossarth-Maticek Mitglied des Beirates der Stiftung: 

  • Dr. med. Dr. phil. Dr. h.c. Ronald Grossarth-Maticek  
    (geb. 1940) ... ist seit 1990 Direktor des Institutes für Präventive Medizin, Politische, Wirtschafts- und Gesundheitspsychologie des Europäischen Zentrums für Frieden und Entwicklung der Universität für Frieden (gegründet von den Vereinten Nationen). Er ist Professor für Postgraduierte Studien im Fach Präventive Medizin. Grossarth-Maticek hat die weltweit umfangreichsten Studien auf dem Gebiet der Psycho-Neuroonkologie und der Erforschung seelisch-körperlicher Wechselwirkungen bei der Entstehung chronischer Erkrankungen und Aufrechterhaltung der Gesundheit durchgeführt. Seine Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, dass seelisch-körperliches Befinden und die Stimulierungslage des zentralen Nervensystems einen deutlichen Zusammenhang mit der Krebsausbreitung und dem Krankheitsverlauf aufweist. Im Rahmen seiner Forschungsarbeit entwickelte Grossarth-Maticek ein neues psychotherapeutisches Verfahren, das er Autonomietraining nennt“.
 
 
 
 
 
 



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