Ingo Heinemann: Scientology-Kritik 
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Zuletzt bearbeitet am 1.5.2008 
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"Plan für Untersuchung in Deutschland"
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    Der nachfolgende Text gehört als Anlage 18 zur Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft München 115 Js 4298/84 vom 24.4.86
     
     

    Anlage 18

    Leseabschrift
    Übersetzung aus dem Englischen

    An: MAC I/C   13.12.1983
    Kopie an:  SU MSN I/C
     GERMANY MSN 0PS SU
     D/MAC FOR LEG
     LIT SEC
     TAX SEC
     PR SEC
    von: INVEST SEC MUN  (Untersuchungsabteilung München)
     

    vertraulich

    BERICHT  ÜBER  DIE  ZUSAMMENKUNFT  MIT  HERRN JENUWEIN, PRIVATDETEKTIV

    Herr  Jenuwein ist ein Privatdetektiv, der uns von unserem Rechtsanwalt  Wunderlich  als ein seriöser Mann  empfohlen wurde,  der  seine Arbeit gut macht. Er ist ca.  55  Jahre alt,  hat sein Büro in München, ist seit ca. 30 Jahren  im "Geschäft"  und  der   Chef   der   Detektei,  sowie  der Vorsitzende  des  bayerischen "Detektivverbandes".  Er  hat Verbindungen  in ganz Deutschland und besonders in Bayern. Er  ist  eine  konservative Person, die  einen "seriösen" Eindruck  macht, kombiniert sehr gut und hat sehr  schnell begriffen, was wir wollen.

    Er  hat schon vor einigen Wochen einen kleinen Job für uns erledigt,  mit dem "Farben-Klotz", ein Geschäft  in der Nachbarschaft,  das in den Schaufenstern entheta *) über uns hatte. Diese Aktion war erfolgreich.

    Beim  heutigen  Treffen bekam er R-factor, daß es  diesmal ein  größerer  Auftrag  sein   wird.   Ich  gab  ihm  eine Zusammenfassung,   die ich geschrieben habe, zu lesen, über die  Situation, die wir überall in Deutschland haben sowie wo und wann es begann und wer die Hauptmänner sind,  die für  uns  untersucht werden sollen. Heinemann,  Kleinmann, ABI,  Karbe,  Haack,  Mucha, wobei  dieser  Heinemann  die erste Zielscheibe ist, und daß wir Fakten und Straftaten  über  ihn  wollen, um ihn  vor  Gericht  zu bringen  und ihn wirklich zu diskreditieren.  Ich beantwortete  einige  Fragen, die er  mir  hinsichtlich Heinemanns  gestellt  hatte  und übergab ihm  auch  das Material,  das  ich in Form  einer Zusammenfassung  über Heinemann, ABI, Aktion   Psychokultgefahren    aus Düsseldorf,  Karbe, etc.  gesammelt habe, damit er sich beim  Lesen  dieser  Angaben ein besseres  Bild  machen kann.

    Barbara,  MAC  I/C, war dann ab diesem Zeitpunkt  auch anwesend und wir klärten die wesentliche Frage, ob  er verpflichtet  ist, der Regierung über seine Untersuchungen zu  berichten und für wen sie  geführt werden  (wir  haben  diese Angaben aus  einer  früheren Untersuchung, die BI durchgeführt hatte, daß die  Pis dazu  verpflichtet  sind).   Die Antwort  darauf  war positiv  für  uns, PIs (Privatdetektive)  müssen nicht der  Regierung berichten. Jenuwein sagte, daß, wenn  es so wäre, sie alle schließen könnten.
     

    Dann  haben  wir über die Finanzen gesprochen: er  wird uns  einen geschätzten Kostenbetrag nennen, wenn er die Unterlagen  durch hat, da er dann besser schätzen kann wieviel Zeit, Leute etc. notwendig sind.

    Es  wurde  auch  klar  festgesetzt,   daß  er  von  der Anwaltskanzlei  Wunderlich angeheuert wird, und daß  es mit dieser Firma koordiniert wird. Er sagte, daß  dies ohnehin  üblich  ist,  daß  in fast  allen  Fällen  die Anwälte  des Klienten einen Privatdetektiv anheuern. Er kennt  auch  Dr. Deinlein, Rechtsanwalt in Wunderlichs Kanzlei ganz gut.

    Dann  haben  wir  ihn  kurz über  Heinemann  und  das betreffende  Umfeld informiert und er begriff das ganz gut.
    Danach  wurde er von Barbara kurz über Scientology  als solche informiert.

    Ich  sagte ihm auch, daß wir in unserem Archiv  natürlich viel  mehr Unterlagen über Heinemann, ABI und den anderen haben,  und  daß  er,  nachdem  er  die  zusammengefaßten Angaben,  die  er  von  mir  bekam  (ca.  50  Seiten  von zeitlichen  Angaben, Verbindungen etc.) durchgelesen hat, mir  sagen  soll,  welche weiteren Angaben er  für  seine Arbeit  braucht, und daß  er auch in Zukunft prüfen  soll, was  wir  haben,  damit keine doppelte  Arbeit  entsteht. Dadurch  weiß er, daß wir viel  Hintergrund-Informationen haben,  aber   was   fehlt,  sind  die  tatsächlichen Straftaten.  Damit  ist  es wohl klar, daß es  eine  enge Koordination  und Zusammenarbeit mit mir,  Rechtsberatern (?) und anderen Anwälten geben wird.

    Dann  kamen wir zum Thema KVR, da Dr. Deinlein vor kurzem mit  ihm  sprach und dies erwähnte. Jenuwein kennt  Herrn Gauweiler,  den  I/C des KVR und er weiß viel über seine Beziehungen,  sein  Leben  etc., d.h. Gauweiler  und  der Münchner  Oberbürgermeister,  Herr Kiesl, sind  überhaupt keine guten Freunde, Kiesl und Gauweiler sind  ernsthaft zerstritten.  Gauweilers  wirklich  guter  Freund und möglicherweise  auch   OL   (?)   ist   der   Chef  einer Privatpolizei,  die "Schwarzen Sheriffs", Herr  Wittmann. Gauweiler  hat  die "Schwarzen Sheriffs" mehr als  einmal geschützt.  Die "Schwarzen Sheriffs" sind ganz in schwarz gekleidete  Leute,  meistens  sehr große Männer  und  sie haben  die  Aufgabe  für Ordnung zu  sorgen,  wenn  immer nötig.  Sie   patroullieren  z.B. durch die  U-Bahn-Stationen,  oder vor den großen Nervenkliniken und werden auch von privaten Firmen angeheuert.

    Gauweiler  ist ca. 35 Jahre alt, nicht verheiratet, lebt zusammen  mit einer Freundin, ist sehr katholisch und ein CSU  (konservative  Partei)  Mitglied.  Er  versucht die linksorientierten Leute aus dem KVR zu entfernen.

    Jenuwein  schlug vor, Gauweiler genauer unter die Lupe zu  nehmen, mehr  über ihn zu erfahren, ob er auf  die Anweisungen von  jemandem arbeitet, etc. Er  würde  dies jedoch  zunächst  mit dem Rechtsanwalt Dr. Deinlein,  der am  KVR arbeitet, prüfen, was er genau zu tun hat, damit es auf keinen Fall ein Bumerang wird.

    Zu  diesem Zeitpunkt der Besprechung kam Lit. Sec. Helmut dazu,  dessen  Bereich  das KVR ist und gab  ihm weitere Informationen.  Jenuwein wurde kurz informiert - über das KVR,  die neuen Aussagen unserer Anwälte und über einige andere wesentliche Dokumente.

    Ich  war damit einverstanden, daß wir uns, nachdem er dies  durchgelesen  hatte, in den nächsten Tagen  in der Anwaltskanzlei  treffen,  zusammen mit Dr. Deinlein und Helmut,  um die Einzelheiten unseres Vorgehens gegen KVR auszuarbeiten.

    Jenuwein  wird  in diesem Jahr keine aktive  Untersuchung über  Heinemann  starten ,  da es so kurz vor den Weihnachtsfeiertagen  ist.  Er wird zunächst seine  Arbeit und  die  Sache mit dem KVR vor Weihnachten  machen.  Das kann  er in München erledigen und wegen Heinemann rnuß  er nach  Bonn  und Düsseldorf reisen und das erfordert  mehr Zeit.
     

    Empfehlungen:
     

    1. Die  Anwälte  sollen gut darüber informiert sein,  was Jenuwein zu tun hat, besonders im Fall Heinemann.
    2. Eine  Verabredung  treffen mit den AnwäIten für eine Zusammenkunft  mit Jenuwein, Helmut und mir, wegen des KVR,
    3. Jenuwein  alle  weiteren   Angaben   die   er  braucht verschaffen.
    4. Er  soll  mit dem KVR anfangen (nachdem  die  Finanzen ausgehandelt sind).
    5. Das  Projekt  mit "Dustbin Data"  ("Müllkasten  Daten") über  ABI,  Heinemann, soll auch gestartet werden,  da es dort auch gute Beweise geben kann.

    Dies ist in Ordnung.

    Simone
     
     
     



    PLAN FÜR UNTERSUCHUNG IN DEUTSCHLAND 5.l2.83


    Dies  ist  ein  grober  Plan  gemäß  der  Strategie  der Spezialeinheit,  in  kurzer Zeit die Hauptprobleme,  die wir  in  Deutschland haben, zu lösen.  Die  Untersuchung soll  helfen  diese Probleme zu lösen, die  größtenteils gesetzlicher  Natur  sind,   d.h.,  die  Versuche  der Münchner  Organisationen  auf   Missionen   sich  wieder eintragen zu  lassen und die Bemühung, als ein  Gewerbe bezeichnet  zu  werden.    Bei   der   Prüfung   unserer Informationsakten  stellte sich heraus, daß die dicksten und die mit dem meisten Material, die folgenden sind:

    ABI
    Haack
    Heinemann

    Bei  der Prüfung mit anderen Mitarbeitern, die sich seit langer  Zeit  um externe Angelegenheiten  kümmern, über diejenigen,  die am häufigsten in Erscheinung treten und somit Zielscheiben sind, kam folgendes heraus:

    Heinemann
    Kleinmann
    ABI
    Haack
    Bundesministerium für Familie, Jugend und Gesundheit
    Karbe

    Heinemann  und  Kleinmann sind im Grunde ABI.  Heinemann ist  auch  Mitglied   der  "Aktion   für  geistige  und psychische  Freiheit", Mitglied von APG  in Düsseldorf und  natürlich  Mitglied und  Urheber  von ABI.  Die unwahren  Berichte  des   ABI  über  Scientology sind inzwischen in allen   Archiven der Länder- und Bundesregierungen.  Heinemann,  Kleinmann,   Karbe  und Haack  haben  natürlich  gute  Verbindungen  zueinander.
     

    Heinemann ist auf jeden Fall eine Zielscheibe  und  falls  man ihn  behandelt,  werden  die anderen  leichter zu behandeln sein, entweder  parallel dazu, oder danach. Was jedoch nicht bekannt ist, ist was oder  wer  deren  Generalnenner ist. Wer steht hinter ihnen? Wer ermächtigt sie das zu tun was sie tun?

    Seit   einigen   Jahren,   bis   zum   Ende   81,   wurde viel erforscht  und  untersucht,  um  dies  festzustellen, aber  es  wurde  kein  wirklich  bekannter  Generalnenner gefunden.

    Die Hauptarbeit wird somit sein,  die Quelle oder Quellen, die hinter diesen Zielscheiben stehen, zu finden.

    Um  dies zu erreichen, sieht mein Plan  folgendermaßen aus:

    1. Alle  vorhandenen Unterlagen (unsere Akten) auf  jedes nützliche    Material  und  die Hintergrund-informationen über Heinemann durchgehen.
    2. In  einem   Modell   alle   Verbindungen graphisch darstellen-.
    3. Jeden  weiteren   Zug,   der   gemacht   werden  soll, aufschreiben.
    4. Soviel wie möglich PT-Angaben über ihn anschaffen.
    5. All  das nachprüfen und eine kurze Zusammenfassung für einen Privatdetektiv schreiben.
    6. Einen Privatdetektiv anheuern, der
     a) irgendwelche  Straftaten  von ihm entdeckt, die wir benützen können;
     b) alle seine Pläne für die Zukunft erfährt;
     c) alle Dokumente über  ihn findet, die man  vor Gericht benützen kann;
     d) alles  einsetzt,  um  den  (die) Hintermänner, die hinter ihm stehen, ausfindig zu machen.
    7. Ihn mit dem gesamten Material entweder
     a)  vor Gericht bringen, oder
     b) ihn so diskreditieren, daß  man  seinen Aussagen keinen Glauben mehr schenkt.
    8. Zu  allen  aufgeführten Schritten können andere folgen, sowie   Informationen über andere Zielscheiben,  d.h. Kleinmann, Haack, Karbe, für die  ähnliche   Aktivitäten unternommen werden können.
     

    Dies  darf nur in völliger Koordination  und Zusammenarbeit mit dem Rechtsanwalt geschehen  und jeder  Schritt  muß sorgfältig  geplant/entworfen werden.

    Dies ist in Ordnung

    Simone
     



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