Ingo Heinemann: Scientology-Kritik 
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Zuletzt bearbeitet am 26.7.2013 
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Kinder als Kunden:
Scientologen betreiben Privatschulen und Nachhilfe
Die Scientology-Organisation indoktriniert auch Kinder mit der Hubbard-Lehre.
Damit nicht genug: Auch die Schule ist für viele Kinder kein neutraler Ort.
 

 
Inhalt dieser Seite: Zum Thema auch: In anderen Websites:
  • www.AGPF.de: Infos über Sekten, Kulte und den Psychomarkt

 
 

Werbung in Schulen: 500 Briefe an Berliner Schulleiter
 
Aus: BZ Berlin 4.8.2009 http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/scientology-koeder-briefe-an-schulen-article538435.html 


Sekten-Offensive Scientology: Köder-Briefe an Schulen 
Scientology wirbt verstärkt um Jugendliche. Dazu wurden 500 Briefe an Berliner Schulleiter verschickt. 

Scientology drängt massiv in Berlins Schulen. In einer neuen Offensive hat die Sekte systematisch Rektoren angeschrieben. Über Unterorganisationen versucht sie sogar, an sensible Schülerdaten zu gelangen. 
.... 
Scientology selbst räumt ein: „Wir haben im vergangenen Unterrichtshalbjahr 500 Briefe an Schulleiter verschickt“, so Scientology-Sprecherin Sabine Weber (49) zur B.Z. „Darin haben wir angeboten, Gespräche mit Lehrkräften zu führen, Vorträge über Scientology in den Klassen zu halten.“ Außerdem wurden Lehrer und Schüler zum Besuch in die Scientology-Zentrale eingeladen. 
.... 
Sekten-Beauftragter Stefan Barthel warnte die Schulen in einem internen Schreiben, das B.Z. vorliegt, vor Scientology sowie Unterorganisationen. B.Z. listet die Tarnnamen auf, unter welchen laut Schulverwaltung die Sekte agiert. 

  • Stiftung „Sag Nein zu Drogen“ verteilt Heftchen „Fakten über Drogen“, unter anderem an Schulen. Scientology-Sprecherin Weber bekennt gegenüber der B.Z. 150.000 dieser Broschüren haben wir schon an Jugendliche abgegeben, 800.000 würden wir gern verteilen.“
  • "Youth for Human Rights International“ stellt Material und Videos zum Thema Menschenrechte zur Verfügung.
  • "Applied Scholastics“ bietet nach den Lehren von Scientology-Gründer L. Ron Hubbard Nachhilfe an.
  • Eine sogenannte „Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte (KVPM)“ hat bei Rektoren Auskunft streng geheimer Schüler-Daten verlangt. Auf B.Z.-Nachfrage erklärt KVPM-Chef Bernd Trepping freimütig: „Wir fordern Akteneinsicht über psychisch kranke Kinder.“ Kenneth Frisse, Sprecher der Schulverwaltung, beruhigt: „Wir haben angeordnet, dass keine Angebote von Scientology angenommen werden.“
 
 
 
 
Ursula Caberta: Kindheit bei Scientology. Verboten!    
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Text Buch-Rückseite:    
Nach dem erfolgreichen »Schwarzbuch Scientology« richtet Ursula Caberta mit ihrem neuen Buch einen gezielten Blick auf Kinder, die in die Organisation hineingeboren oder durch ihre Eltern früh mit Theorie und Praxis von Scientology konfrontiert werden.    
Ein erschütterndes Bild entsteht, das aufklären, warnen und motivieren will:    
Aufklären über Kinderschicksale, die so oder ähnlich in allen Teilen der Welt, in denen Scientology als Organisation präsent ist, geschehen können und geschehen.    
Warnen davor, dass bei Verharmlosung der ideologischen Ansätze und deren praktischer Umsetzung schleichend die Thesen der Scientology-Organisation immer größeren Raum in unserer Gesellschaft einnehmen.    
Und dazu motivieren zu erkennen, dass in einer durch Scientology geprägten Welt keine Freiheit des Denkens und Handelns mehr möglich sein kann - weder für Erwachsene noch für die Schwächsten, die Kinder.    
Mehr Bücher: Buecher-ueber-Scientology.htm

 
 
 
 

 Die Scientology-Schule in Bjerndrup in Dänemark
 
20 Kilometer nördlich von Flensburg wird eine Scientology-Schule betrieben.
Die Website www.si-schule.com gibt an, es handele sich um eine "private deutschsprachige Schule mit angeschlossenem Internat".
Wer der Inhaber der Schule ist, ist nicht angegeben.

Stattdessen heisst es:

An versteckter Stelle erfährt man unter "FAQs (Oft gestellte Fragen)", Applied Scholastics sei "eine weltliche, gemeinnützige Körperschaft".
Diese sei "nicht Teil von irgendeiner Scientology Kirche, weder als Körperschaft, Organisation oder in finanzieller Hinsicht".
Sondern "eine unabhängige Organisation, lizenziert von der Association for Better Living and Education (Vereinigung für besseres Leben und Ausbildung)".
Die übliche Abkürzung ABLE war in der gesamten Website nicht zu finden (Stand 21.5.2008).
ABLE aber gehört eindeutig zum Scientology-Konzern. Dazu mehr unter ABLE.htm
"Unabhängig"? Da Applied Scholastics von ABLE "lizenziert" wird, ist die Firma von dieser Lizenz abhängig.
Zu Applied Scholastics mehr unter Nachhilfe.htm
 

 
Erstmals berichtete ein Fernsehfilm im RBB am 29.12.2007 ausführlich über die Scientology-Schule in Bjerndrup: "Scientology neue Fassade, alte Strategien?":  
    "Der Abschluss der Schule in Bjendrup ist laut Kultusministerkonferenz in Deutschland nicht anerkannt. 35 Kinder werden in Bjendrup unterrichtet, von der ersten bis zur zehnten Klasse. Die Meisten wohnen im dazugehörigen Internat. Unterrichtet werden sie nach der sogenannten „Studiertechnologie“ von L. Ron Hubbard. Damit soll man „lernen wie man lernt“".
Das Eingangsschild verschweigt, dass es sich um eine Scientology-Schule handelt.   

Bjerndrup liegt etwa 20 Kilometer nördlich von Flensburg.

Aus: RBB am 29.12.2007  Scientology neue Fassade, alte Strategien?  
"Wir wollen wissen, wie Scientology Kinder erzieht. Wochenlang haben wir mit Scientology verhandelt, jetzt dürfen wir die Schule besuchen. Aber man gewährt uns nur einen oberflächlichen Einblick. Mit den Kindern dürfen nicht sprechen. Reden dürfen wir nur mit der Direktorin Sabine Röhrig. 1992, erzählt sie, wurde die Schule gegründet, von scientologischen Eltern aus Hamburg. In Deutschland scheiterten sie mit dem Versuch, eine eigene Schule zu gründen."  

Sabine Röhrig:   
"Also ich empfinde mich hier eigentlich als im Exil. Ich wollte hier eigentlich ursprünglich nicht´in Dänemark ne Schule haben. Wir ham uns bemüht in Deutschland das aufzuziehen Anfang der 90er Jahre. Das war sehr schwierig Wir sind hier hergegangen weil die Bedingungen günstig sind, weil in Dänemark ein recht freizügiges Schulgesetz herrscht."

"Im Unterricht: Scientology-Methoden. Kinder definieren den Begriff „clear“. Ein zentrales Wort in der scientologischen Sprache. Überall hängen Statistiken. Leistungsdruck. Wie in der „erwachsenen“ Scientology-Welt werden die Statistiken zum Ende einer Woche ausgewertet."  

Rechts eine Aufnahme von den Statistiken.  
Zu deren Bedeutung: ZIEL.htm#Lernfortschritt

"In den Klassenräumen stehen dutzende Wörterbücher zum sogenannten „Wortklären“. Scientologen geben bestimmten Wörtern so eine neue Bedeutung. Es ist eine Art eigener Sprache, die sich Sektengründer L. Ron Hubbard ausgedacht hat. Diese Sprache führt in eigene abgeschlossene Welt, in der Menschen leicht zu manipulieren sind. Psychiater etwa sind dann „unerwünschte antisoziale Elemente“.  
In Bjerndrup werden schon die Kleinsten auf diese Weise scientologisch auf Linie gebracht."  

Rechts eine Aufnahme aus dem Bücherregal: "Grundlegender Studierleitfaden" von Scientology-Gründer Hubbard.  

Zum "Wortklären": Redefinieren.htm

Ursula Caberta, Scientology-Beauftragte Hamburg:   
„Die übernehmen die Sprache, die Inhalte, die Aussenwelt ist böse. Sie leben in einer Parallelwelt, denken und handeln in Scientology-Werten und die sind nun mal ausserhalb nichts Wert im wahrsten Sinne des Wortes. Und deswegen ist das gerade für Kinder ne ganz schlimme Geschichte, eine ganz furchtbare Geschichte.“  

In ihrem Buch "Kindheit bei Scientology Verboten!" schreibt Caberta von einer "Beruhigungspille Dänemark" 

 
 
 

Züricher Tagesanzeiger 01.10.99

Scientologen ohne Schulbewilligung
Der Luzerner Regierungsrat hat einer Privatschule in Littau die Bewilligung entzogen.
Sie wurde von Scientologen geführt.

Von Hugo Stamm

Nach den Sommerferien nahm die Freie Privatschule Littau LU ihren Betrieb auf. Gemeindeammann Josef Schärli war froh, dass das leer stehende Schulhaus Berg wieder benutzt wurde. Verschiedene Firmen hätten es gern gemietet, sogar eine Sekte, wie Schärli sagte. Er freute sich deshalb, dass er das Schulhaus der Privatschule anvertrauen durfte.

Die Freude war kurz. Es stellte sich bald heraus, dass die Lehrerin Sandra Planzer und andere Vertreter der Schule Scientologen sind. Der Regierungsrat des Kantons Luzern reagierte rasch und entzog der Lehrerin die Bewilligung wieder, wie die Behörden am Donnerstag mitteilten. Als Grund gab der Regierungsrat die mangelnde Vertrauenswürdigkeit der Trägerschaft der Schule an.

Inquisition und Scheiterhaufen

Sandra Planzer ist empört. Sie gibt zwar zu, dass sie Scientologin ist und im Unterricht unter anderem die Studiermethode des Sektengründers Ron Hubbard anwendet, doch die Schule habe nichts mit Scientology zu tun. In einer Stellungnahme schrieb sie: "Diese Angelegenheit ist skandalös, menschenrechtswidrig, und ich empfinde es als inquisitorisch. Zum Glück gibt es keine Scheiterhaufen mehr, sonst würde ich wohl schon dort brennen."

Zwei erfolglose Versuche

Ob ihre Schule wirklich unabhängig von Scientology ist, lässt sich nicht prüfen. Tatsache ist aber, dass Scientologen schon zweimal erfolglos versucht haben, eine Schulbewilligung zu erhalten. Im Kanton Zürich bemühte sich die Ziel-Schule (Zentrum für individuelles und effektives Lernen), ein Ableger von Scientology, Anfang der 90er-Jahre um eine Bewilligung. Nach dem Nein der Schulbehörden versuchten es andere Scientologen im Kanton Aargau.

Da der Erziehungsrat nicht wusste, wer hinter der Ziel-Schule steckt, gab er seinen Segen. Als die Zusammenhänge bekannt und öffentliche Proteste laut wurden, wies der Regierungsrat die Erziehungsbehörde an, die Bewilligung nochmals zu prüfen. Dies führte zum Entzug, weshalb die Scientologen bis vor Bundesgericht erfolglos rekurrierten. Die Richter stützten sich beim Entscheid auf das Verwaltungsgericht, das erklärt hatte, eine aus Scientologen zusammengesetzte Trägerschaft einer Schule sei keineswegs vertrauenswürdig. An die Träger einer Privatschule müssten hohe Anforderungen bezüglich der Integrität gestellt werden, entschied das Bundesgericht in Lausanne.

Die Geschichte dürfte sich wiederholen, denn die Littauer Lehrerin will den Entscheid des Luzerner Regierungsrates nicht akzeptieren und alle rechtlichen Mittel ausschöpfen.



Littau: Luzerner Regierungsrat schliesst die von der Scientologin Sandra
Planzer geführte "Freie Primarschule"

Der Luzerner Regierungsrat entzieht der 24-jährigen Lehrerin Sandra Planzer
die Bewilligung zur Führung der "Freien Primarschule" im Schulhaus Berg
Littau. Grund: "Fehlendes Vertrauen in die Trägerschaft". Lehrerin Planzer
gehört der Scientology-Sekte an und führt seit gut einem Jahr eine eigene
Volksschule, erst in Rain, seit Beginn des neuen Schuljahres in Littau. Dort
wurden seit August sieben Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Sie sollen
an die öffentlichen Schulen zurückkehren.
Sandra Planzer findet, ihre Zugehörigkeit zu Scientology habe nichts mit
ihrer Schule zu tun. Planzer will denn auch für die Weiterführung kämpfen.
Schon mehrfach haben Behörden Schulprojekte von Scientologen nicht
zugelassen. So hatte 1995 das Bundesgericht dem Kanton Aargau Recht gegeben,
als dieser einer Scientology-Schule in Wattenschwil die Bewilligung entzog.

Quelle: Webmaster am 1.10.99

Littau - Die von einer Scientologin geleitete Privatschule in Littau LU kann
vorläufig weitergeführt werden. Das Luzerner Verwaltungsgericht gewährte
ihrer Beschwerde gegen den Schliessungsentscheid der Regierung aufschiebende
Wirkung. Wegen mangelnder Vertrauenswürdigkeit hatte die Regierung Ende
September die von Sandra Planzer geführte Freie Primarschule geschlossen. Sie
begründete dies mit der Mitgliedschaft der Lehrerin bei der
Scientology-Bewegung.
Da das Verwaltungsgericht der Beschwerde Planzers aufschiebende Wirkung
zugestand, kann die Privatschule am Montag nach den Herbstferien wieder den
Betrieb aufnehmen. Laut Planzer hat das Gericht ihr überwiegende Interessen
an der Fortführung des Schulbetriebs zuerkannt. Eine Schliessung der Schule
würde die Existenzgrundlage der Lehrerin zerstören. (SDA)

Quelle: Zürcher Tages-Anzeiger vom 18.10.99



Schweiz:

Schweizerisches Bundesgericht II. Öffentlichrechtliche Abteilung 2P.95/1993/szu vom 14.12.94 - Stiftung Ziel-Schule ./. Regierungsrat des Kantons Aargau
  Privatschule in Waltenschwil abgelehnt, gegen diese Ablehnung  und das ebenfalls ablehnende Urteil 1. Instanz richtet sich die "staatsrechtliche Beschwerde". Diese wurde abgelehnt. Als Träger war die "Ziel-Stiftung" vorgesehen: "Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, daß sie ... mit dieser (Scientology-)Organisation eng verflochten sind.
  Es ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, daß mangels Vertrauenswürdigkeit  die Bewilligung  zur Führung einer Privatschule ... verweigert wurde .... weil sie von einer Organisation beherrscht wird, die in ihrer Tätigkeit verwerfliche, ja strafbare Methoden verwendet.

  Schweizerisches Bundesgericht 2P.322/1996/zus v. II. öffentlichrechtliche Abteilung vom 27.6.97
  1. Verein Ziel, Badenerstrasse 294, Zürich, 2. Stiftung Ziel, Wohlen, 3. bis 5.
  gegen Kanton Zürich betreffend Bewilligung zur Führung einer Privatschule
  Parallel-Sache zur Aargau-Entscheidung
 
 



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