Ingo Heinemann: Scientology-Kritik 
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Zuletzt bearbeitet am 19.2.2009
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Scientology im Umgang mit Presse und Kritikern:
"Schwarze Propaganda" und "Dead Agenting"
Unterweisung in den Methoden, vor denen angeblich gewarnt wird
 
 
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Die Scientology-Anweisungen:   Scientology und die Menschenrechte:  
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Hubbard: "Die Grundlage des Dead Agenting ist, das NICHT zu sein, worüber es ein Gerücht gibt, und in der Lage zu sein, das schnell zu beweisen."
 

Was tut man gegen den Verbeiter einer Information?

Beispiel: Der Sohn des Hafenmeisters
Wie tritt man dem Gerücht entgegen, man habe etwas gestohlen?

1. Man fragt, wer das gesagt habe:

"Die beste Art, Dead-Agenting zu machen, wenn eine Person eine widerlegbare Behauptung von sich gibt, besteht darin, herauszufinden, WER es war".
2. Dann beschuldigt man indirekt den, der das verbreitet hat, einer ebensolchen Straftat:
"Ach, der. ... sag mal, du glaubst doch nicht, daß ER es gestohlen hätte? Hast du je etwas davon gehört, daß er was gestohlen hat? Ist er vorbestraft?“
3. Ergebnis:
"Dieser Sohn des Hafenmeisters wird jetzt in den Erzählungen dessen, der dies behauptet hatte, 'vorbestraft sein'."
Wie findet man heraus, wer der Angreifer ist?
"Die Technologie dafür, die Drahtzieher zu finden, ist sehr umfassend. Aber der Kern davon ist, ... Namen festzustellen und in Akten mit Datum dazu abzulegen."
"Nach einiger Zeit wird die Akte eines Namens sehr dick sein. Das ist Ihr Knabe - oder die Gesellschaft oder das Unternehmen oder die Nation."
Wie geht man gegen den Angreifer vor?

Zunächst macht man sich klar, daß man einen Verbrecher verfolgt
(vgl. dazu auch: "Kritiker sind Verbrecher"):

"Es ist eine Tatsache, die man nicht leicht findet und die mühevoll erlernt wurde, daß Leute, die sich mit Schwarzer Propaganda befassen, riesige, entsetzliche Verbrechen zu verstecken haben.Sie haben keine kleinen Verbrechen. Sie haben GROSSE Verbrechen begangen."
"Verbrechen wie Wucher, Erpressung, Unterschlagung und Massenmord ..."
Außerdem sind die Angreifer Scheinheilige, Heuchler, arrogant, Rechthaber
"und lassen sich nicht auf Verhandlungen ein (auf Beprechungen mit dem Feind)".
Ein Gespräch wäre ohnehin zwecklos, denn die Angreifer haben immer Hintermänner
(vgl.: "Plan für Untersuchung in Deutschland" Untersuchungszweck: Kritiker ausschalten):
"Ein Minister von hohem Ansehen - aber ein heimliches Mitglied einer Mörderbande, von der er Anweisungen entgegennimmt."
Deshalb bleibt nur eins:
"Behindern oder zerstören".
Denn:
"NUR EIN GEGENANGRIFF HANDHABT ES".
Der Erfolg:
"Merkwürdigerweise wird die Presse Angriffe drucken. ... Regierungen glauben der Presse ..."
Vorsicht ist jedoch geboten, denn:
"Ein freundlich sprechender Reporter ist der, dem man am meisten mißtrauen muß".
"Es kostet daher Zeit und Arbeit, um eine Attacke umzudrehen ... Man macht das durch Angriffe.
Dann: positives Image aufbauen
 
"Man kann sein Leben nicht ausschließlich der Auslöschung des Feindes widmen, selbst wenn das sehr verlockend ist."
"Daher muß ein ... Sturzbach von Veröffentlichungen erscheinen. Dann wird es eines Tages keinen Feind geben.
"Indem man kleine, unbedeutende Scharmützel und Kämpfe gewinnt, erreicht man letzten Endes doch einen Sieg nach dem anderen und gewinnt zum Schluß den ganzen Krieg. Man ist gerettet."
 
Als Faksimile abgedruckt bei   
Reichelt: Helnwein und Scientology - Lüge und Verrat, 1997, Seite 363 ff   


HUBBARD-KOMMUNIKATIONSBÜRO   
Saint Hill Manor, East Grinstead, Sussex   

HCO-POLICYBRIEF VOM 21. NOVEMBER 1972 AUSGABE 2   
Wiedervervielfältigen   
Alle PR-Packs   
PR-Serie Nr. 18   

WIE MAN SCHWARZE PROPAGANDA HANDHABT   
GERÜCHTE UND FLÜSTER-KAMPAGNEN   

"Schwarze Propaganda“ (schwarz = schlecht oder abschätzig, Propaganda = Behauptungen oder Ideen mit Nachdruck verbreiten) ist der Ausdruck, der gebraucht wird, um das Ansehen oder die öffentliche Meinung über Personen, Unternehmen oder Nationen zu zerstören.   

Sie ist ein übliches Werkzeug von Kräften, die versuchen, wirkliche oder eingebildete Feinde zu zerstören, oder die die Oberherrschaft in einem Bereich bekommen wollen.   

Diese Technik versucht, einen Ruf so herunterzuziehen, daß der Person, Unternehmung oder Nation jegliche Rechte durch "allgemeine Übereinstimmung" verweigert werden. Es ist dann möglich, die Person, die Unternehmung oder die Nation mit einer kleineren Aktion zu zerstören, wenn die Schwarze Propaganda selbst dies nicht bereits erreicht hat.   

Böses und lügenhaftes Geschwätz alter Weiber war die frühere Form dieser Taktik; es war so übel, daß sie in einigen Gegenden in öffentliche Pranger (Halseisen) gesteckt oder aus der Stadt hinausgetrieben wurden.   

In modernen Zeiten gibt es kein solches In-Schach-Halten von Schwarzer Propaganda. Gerichtsprozesse wegen verleumderischer Nachrede sind zu schwierig zu führen und zu teuer, das Presserecht wird so mißbraucht, daß jeder einer solchen Kampagne ausgesetzt sein kann.   

Alles, was man braucht, ist ein Feind. Und es gibt wenige Menschen in der Geschichte, die keine Feinde hatten.   

Man trifft in der Gesellschaft immer wieder auf Leute, die nicht sehr viel verstehen. Das drückt sich als eine Art boshafte Freude über Dinge aus. Diese Leute geben verleumderische Gerüchte sehr leicht weiter. In einer ungebildeten Gesellschaft gibt es solche Leute in großer Zahl. Da sie nicht   



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lesen können, ist ihnen der größte Teil des Wissens versagt. Und da sie nicht sehr viele Wörter kennen, verstehen sie viel von dem nicht, was ihnen gesagt wird.   

Das trifft aber nicht nur auf Analphabeten zu.   

Was sie nicht verstehen, ersetzen sie durch Eingebildetes. Daher werden solche Leute Verleumdungen nicht nur zuhören, sondern sogar diese noch verfälschen und verdrehen. Auf diese Weise kann ein Gerücht durch die Gesellschaft gehen, das keine wahre Grundlage hat.   

Wenn eine Anzahl solcher Gerüchte vorhanden ist und fortbesteht, dann kann man eine "Flüster-Kampagne" vermuten. Das ist nicht deshalb so, weil diese Dinge geflüstert werden, sondern weil sie wie ein böser Wind keine Quelle zu haben scheinen.   

Schwarze Propagende verwendet diese Bereitschaft, Dinge weiterzutragen und Falschheiten auszuweiten.   

Viel schwarze Propaganda ist natürlich noch frecher und erscheint noch aufdringlicher- in verantwortungslosen (oder heimlich kontrollierten) Zeitschriften, im Radio und im Fernsehen.   

Aber selbst dann, wann eine üble Zeitungsgeschichte erschienen ist oder ein schlechter Radio- oder Fernseh-Bericht herausgegeben wurde, erwarten die Schwarzen Propagandisten, daß die "Flüster-Kampagne" diese Verleumdungen durch die Gesellschaft weiterträgt.   

Daher ist jede Person, jedes Wesen gefährdet.   

Keine Person, Gesellschaft oder Nation hat eine völlig saubere Weste. Sie ist den Heiligen vorbehalten. In der Kindheit hat man ein paar Äpfel gestohlen, ein Fenster oder zwei zerbrochen, einen Kotflügel eingedellt, hat sich mit einem "ausgeliehenen“ Fahrzeug auf eine Vergnügensfahrt begeben oder hat sich ein paar Pfennige oder eine Lutschstange genommen, obwohl sie einem nicht gehörten.   

Die Kindheit ist ziemlich gesetzlos, und die Teenager- Periode ist sehr oft eine Revolte gegen die immer enger werdende Zwangsjacke des "anständigen gesellschaftlichen Verhaltens“. Man heiratet den Falschen oder gerät mit einem anderen in einem unvorsichtigen Augenblick auf Abwege oder begeht verschiedene kleinere und größere Sünden, die die Gesellschaft nicht gutheißt.   

All diese Dinge können jemanden verwundbar für Angriffe in bezug auf seine Vergangenheit oder seinen Ruf machen.   



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Eine Person beginnt zu befürchten, daß schlechte Dinge über sie gesagt werden. Angesichts einer - wirklichen oder eingebildeten - Flüster-Kampagne neigt man dazu, sich zurückzuziehen, weniger aktiv zu werden und seinen Aktionsradius einzuschränken.   

Das gilt auch für Unternehmen, und sogar für Nationen.   

Daher kann man tatsächlich ziemlich unglücklich und krank werden, wenn man nicht weiß, wie man solche Attacken handhabt.   
  

DER ANGREIFER   

Die Welt ist voller Verrückter.   

Das grundlegende Merkmal äußerster Verrücktheit ist fortgesetzter Angriff: Angriffe auf alles, Angriffe auf Personen oder Dinge, die keine Bedrohung beinhalten.   

Schwere, nicht kleine Verbrechen, sind an der Wurzel eines solchen Dranges zu finden.   

Der Angreifer hat eine böse Absicht im Leben. Er gehört dem Tod, nicht dem Leben. Und seine Ernte ist eine Ernte des Todes.   

So eine Person hat das Gefühl, daß sie nicht sicher sein kann, bis nicht alles andere tot ist.   

Ihre böse Absicht nimmt viele Formen und Ausdrucksweisen an. Das Endprodukt ist dasselbe - Tod.   

Wenn ein Angreifer zu weit gegangen ist, dann wird er selbst angegriffen. Lange, bittere Streitereien wie auch Kriege von Nationen sind beide der wechselseitige Austausch von Gewalt.   

Wenn ein Angreifer nicht die körperlichen Mittel hat, andere zu vernichten, und wenn sein eigenes Ziel fehlschlüge, wenn es aufgedeckt würde, dann werden die Angriffe heimlich geführt.   

Er verwendet Mundpropaganda, die Presse und jeden anderen Kommunikations-Kanal, um sein Gift zu verspritzen. Er versteckt sich selbst als die Quelle, er läßt den verbalen Angriff logisch, wirklich oder bewiesen erscheinen.   

Er zählt darauf, daß die Äußerungen von den übleren Leuten in der Gesellschaft aufgegriffen oder verdreht und dann weitergegeben werden.   

Das ist Schwarze Propaganda. Sie dient dazu, wirkliche oder eingebildete Feinde zu erniedrigen, ihr Einkommen zu schmälern und ihnen Freunde und Unterstützung zu verwehren.   
  



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Unternehmen oder Gesellschaften verfahren so mit ihrer Konkurenz. Die Amerikanische Medizinische Vereinigung (AMA) hält ihr Multi-Milliarden-Dollar-Monopol auf Krankheit dadurch aufrecht, daß sie eine lange, gut finanzierte Schwarze-Propaganda-Kampagne gegen jeden fortsetzt, von dem sie meint, daß er ihr Einkommen bedrohen könnte. Der Leiter ihrer "Untersuchungs-Abteilung" (wie sie ihre Schwarze-Propaganda-Abteilung nennen) sagte einmal, daß sie sie gegen jeden Rivalen so lange weiterführten, bis er eines Tages zusammenbrach. KRACH!  Sie verwenden Pressemeldungen, ihre eigenen Mitglieder, bezahlte Anzeigen, Ausstellungen, Regierungs-Verbindungen und -Sprecher, jeden Kanal, um endlose Ströme erfundener Erzählungen gegen jeden eingebildeten Rivalen loszulassen. Während ihnen dies die Unterstützung der Regierung einbringt, bringt es ihnen auch tiefen Haß ein, nicht nur von Rivalen, sondern von der allgemeinen Öffentlichkeit.   

Sie bekommen zurück, was sie ausgestreut haben. Einst waren sie wohlhabend. Sie sind es nicht mehr. Ihre Mitglieder mögen sie nicht, und eine zunehmende Zahl von Ärzten gehören nur noch den staatlichen medizinischen Gesellschaften an, nicht aber der AMA. Der einzelne Arzt hat meist einen guten öffentlichen Ruf. Seine Haupt-Vereinigung profitiert davon und verrät ihn. Eines Tages wird es keine AMA mehr geben, KRACH!   

Schwarze Propaganda ist also nicht etwas, das man leichthin anzettelt. Denn sie schlägt auf die Person zurück, die sie gebraucht.   

Schauen wir einmal, wie sie zurückschlägt.   

Zuviel Gift, das man verspritzt, befleckt einen mit Gift.   

Zuviel Schwarze Propaganda führt zu Gegenangriffen.   

Schwarze Propaganda ist im wesentlichen ein Lügengewebe. Die AMA erfindet eirfach Geschichten, die sie verbreitet oder verbreiten läßt.   

Früher oder später stellen sich diese Geschichten als unwahr heraus. EINE falsche Geschichte kann die Glaubwürdigkeit des Erzählers zerstören. Wer hört dann noch zu?   

Daher hat eine Schwarze-Propaganda-Kampagne eine schwache Stelle. Der Angreifer wird früher oder später angegriffen - oft von vielen.   

Aber diejenigen, die einer solchen Kampagne entgegnen müssen, müssen die Technologie kennen, wie man dies macht.   
  

IRGENDWELCHE NACHRICHTEN   

Es gibt ein Naturgesetz, des unglücklicherweise Schwarze Propaganda begünstigt.   



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WO KEINE DATEN VORHANDEN SIND, WERDEN LEUTE WELCHE ERFINDEN.   

Das ist das Gesetz der ausgelassenen Daten.   

Ein Vakuum tendiert dazu, sich selbst aufzufüllen. Alte Philosophen pflegten zu sagen: "Die Natur verabscheut ein Vakuum.“ In Wirklichkeit strömt der umgebende Druck in ein Gebiet hinein, in dem kein Druck herrscht.   

So ist es bei Personen, Unternehmen oder Nationen.   

Von Lügen angegriffen, neigt eine Person dazu, sich zurückzuziehen. Dies allein führt dazu, daß man sich Dinge hereinzieht.   

Die Person möchte dann keine Informationen herausgeben. So wird sie in gewissem Maße ein Geheimnis.   

Um dieses Geheimnis aufzufüllen, werden Leute Informationen erfinden.   

Dies trifft auf Personen, Unternehmen oder Nationen zu.   

Und da ist Public Relations eine Notwendigkeit.   

Im wesentlichen ist Public Relations die Kunst, gute Leistungen bekannt zu machen.   

Es ist ein verhängnisvoller Fehler zu glauben, daß gute Leistungen für sich selbst sprechen. Das ist nicht der Fall. Sie müssen veröffentlicht werden.   

Das ist es im wesentlichen, was Public Relations ausmacht. Und das ist auch der Grund, warum es sie gibt - um das Vakuum ausgelassener Daten aufzufülIen.   

Mitten in einer Kampagne Schwarzer Propaganda werden einem die gewöhnlichen Kommunikations-Kanäle verweigert. Die Presse-Medien, mit deren Hilfe die Kampagne durchgeführt wird, wird keine günstigen Kommentare bringen. Man ist verrückt, wenn man glaubt, daß sie das tun wird, weil sie anderen Herren dient, die die Absicht haben, das Ansehen ihres Angriffezieln zu zerstören.   

Äußerungen von "Autoritäten“ verdrängen reine Wahrheit aus den Gesichtsfeld.   

Daher müssen Public-Relations-Leute in ihrer Technologie außerordentlich sachkundig sein, wenn sie Schwarzer Propaganda gegenüberstehen.   
  

DIE TECH   

Wenn man keinen Kampf gegen Schwarze Propaganda auszufechten hat, dann ist Public Relations leicht.   
  



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Man stellt einen Reporter an, der sich an die Arbeit macht, Ideen auszudenken und Artikel zu veröffentlichen. Das ist der Grund, warum man Reporter oft für Public-Relations-Leute hält, was sie aber nicht sind.   

Wenn eine Schwarze-Propaganda-Kampagnie läuft, werden solche Artikel verdreht und zurückgewiesen; und das ist das Ende davon.   

Es gibt viel mehr darüber zu wissen.   

Dies sind einige Regeln, die zutreffen:   

1. Füllen Sie das Vakuum ausgelassener Daten mit wahrheitsgemäßen Daten.   
2. Beweisen Sie, daß alle falschen Äußerungen, die man hört, Lügen sind.   
3. Machen Sie jedes Gerücht, dem Sie begegnen, unglaubwürdig.   
4. Handhaben Sie mit jeder Äußerung, die Sie machen, die jeweilige Stufe des Interesses.   
5. Studieren Sie die Situation sorgfältig, bis Sie die genaue Quelle ausfindig gemacht haben.   
6. Verwenden Sie das Wissen um die Quelle, um die Quelle Schwarzer Propaganda durch nicht-kriminelle Mittel zu behindern oder zu zerstören.   
7. Fahren Sie fort, das Vakuum keiner Daten mit guten Daten aufzufüllen, indem Sie dabei jeden nur verfügbaren Kanal verwenden.   

Jeder einzelne dieser Punkte könnte ein Buch füllen. Aber wenn man sie versteht und die eigene Initiative verwendet, kann man sich eine Menge Tech selbst zusammenreimen.   

Jeder dieser Punkte kann in den verschiedensten Variationen auftreten.   
  

ANWENDUNG  

1. Füllen Sie das Vakuum.  

Hören Sie zunächt einmal auf, sich zurückzuziehen. Es hat sich eindeutig herausgestellt, daß sich bei der Handhabung von Schwarzer Propaganda durch Public-Relations nur "Outflow“ lohnt. Nichts zu sagen mag als Charakterzug edel sein, aber bei Public Relations ist es verhängnisvoll. Aber selbst "Experten“ raten es an (wenn sie ihre Kunden reinlegen wollen).   

Offenes Ableugnen ist ungeschickt und kann als eine Art von Bestätigung gegen einen verwendet werden.   



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Sie brauchen Patzer nicht bekanntzugeben oder zu verbreiten und sollten es auch nie tun. Oft machen Public-Relations-Leute den Patzer.   

Aber interpretieren Sie das nicht als "Ruhe ist notwendig“. Begeben Sie sich an einen sicheren Ort und reden Sie.   

Benutzen Sie jeden Kanal, um zu reden. Aber verwenden Sie keine Kanäle, die das verfälschen werden, wenn Sie wiederholen, was Sie sagen.   

Bleiben Sie nicht bei dem gleichen Thema, bei dem Sie angegriffen wurden.   

Ein Beispiel dafür, wie man seine Meinung sagt, ohne etwas abzuleugnen und es auf diese Weise nacht zu bekräftigen, könnte sein:   

BEHAUPTUNG: "Ich habe gelesen, daß Ihr Unternehmen letzten Monat Pleite gegangen ist.“   

ENTKRÄFTUNG: "Um Gottes willen! Daß Sie das sagen! Wenn wir nicht aus dem Vertrag herausgekommen wären, dann wären wir tatsächlich Pleite gegangen! Da gab es ein ganz schönes Durcheinander im Vorstandsraum. Aber McLinty hat gewonnen. Schottisch bis ins Herz. Er sagte: 'Ich unterschreibe da nicht!' War nahe daran, dem Präsidenten den Kopf abzureißen. Ein höllisches Spektakel. Es scheint, wir haben irgendwo 80 Millionen vergraben, und McLinty ist der Verantwortliche, und er rückt nicht einen Zentimeter davon weg.“   

Die Schlußfolgerung des Fragers ist, daß Sie nicht bankrott sind. Er hat Informationen bekommen. Das Vakuum ist mit einer Geschichte von Vorstands-Streitereien und einer mysteriösen 80-Millionen-Reserve aufgefüllt worden.   

2. Widerlegen Sie falsche Daten.  

Die Technik, zu beweisen, daß Äußerungen falsch sind, nennt sich "DEAD-AGENTING“ ("tote-Agenten“-Methode). Sie steht im ersten Buch der chinesischen Spionage. Wenn der feindliche Agent falsche Angaben macht, dann werden diejenigen, die ihm geglaubt haben, aber jetzt herausfinden, daß sie falsch sind, ihn töten - oder wenigstens aufhören, ihm zu glauben.   

Daher ist der PR-Slangausdruck dafür "Dead-Agenting“.   

Das besteht daraus, daß man die falsche Behauptung durch Dokumente, Demonstration oder Vorzeigen völlig widerlegt.   
Man braucht dazu eine Sammlung von Dokumenten oder die Fähigkeit, etwas zu demonstrieren, oder irgend etwas, daß man vorzeigen kann.   



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BEHAUPTUNG: "Mir wurde gesagt, daß Sie Schwierigkeiten mit den Leuten der Einkommenssteuer haben.“   

ENTKRÄFTUNG: "Hier ist ein Dokument, daß wir die Steuern vollständig bezahlt haben, und hier ist ein Empfehlungsbrief von der Steuerbehörde.“ Und dann legt man einige vor.   

Ergebnis? Wer immer ihm das erzählt hat, ist für ihn jetzt als vertrauenswürdiger Informant gestorben.   

Die beste Art, Dead-Agenting zu machen, wenn eine Person eine widerlegbare Behauptung von sich gibt, besteht darin, herauszufinden, WER es war, seine Aufmerksamkeit fest darauf zu richten und dann den Gegenbeweis zu liefern.   

BEHAUPTUNG (Person A): "Ich habe gehört, daß Sie mit dem Mann, mit dem Sie zusammenleben, nicht verheiratet sind.“   

ENTKRÄFTUNG (Person B): "WER hat Ihnen das gesagt?“   

A: "Ich hab‘s vergessen.“   
B: "Gut, wenn Sie sich daran erinnern, zeige ich Ihnen einen Beweis.“   
A: "Gut, es war ein Mann ..."   
B: "WER?“   
A: "Hans Dummer.“   
B: "Okay. Hier ist meine Heiratsurkunde. Wer ist dieser komische Hans Dummer eigentlich?“   

Jetzt ist auf einmal Hans Dummer das Geheimnis. Warum lügt er? Was hat er davon?   

Wenn man das Dokument nicht da hat, aber es bekommen kann, dann kann man sagen: "Sagen Sie mir den Namen von demjenigen, der das behauptet hat, und das nächste Mal, wenn ich Sie sehe, zeige ich Ihnen etwas sehr Interessantes darüber.“   

Und dann sehen Sie ja zu, daß Sie das Dokument bekommen und ihn wieder treffen.   

Dead-Agenting hat eine Milliarde Variationen.   
"Es fliegt nicht.“ Fliegen Sie damit.   
"Der Ort ist leer.“ Zeigen Sie ihm, daß er voll ist.   

Das Wesentliche beim Dead-Agenting ist ein BEWEIS, in welcher Form auch immer.   

Fechten Sie auf diese Weise nur Behauptungen an, von denen Sie beweisen können, daß sie falsch sind, und lassen Sie in jeder Kommunikation den Rest beiseite.   



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JEDER FREUND, JEDER MEINUNGSFÜHRER, JEDER IHRER MITARBEITER SOLLTE MIT EINER DEAD-AGENTING-MAPPE VERSORGT WERDEN, DIE BEWEISE GEGEN DIE ÜBLICHEN GERÜCHTE ENTHÄLT (SOWIE BROSCHÜREN UND COACHEN, UM DAS VAKUUM AUFZUFÜLLEN).   

3. Widerlegen Sie jedes Gerücht.  

Den Beweis anzutreten, daß etwas nicht der Fall ist, ist fast unmöglich. "Wie soll ich wissen, daß Sie nicht ein CIA-Mann sind?“ Ja, wie kann man das beweisen? Man kann keine Kennmarke des KGB (der sowjetischen Geheimpolizei) herausziehen, weil das genauso schlimm wäre. Und niemals hat jemand ein Dokument geschrieben: "Bill Till ist kein Mitglied vom CIA.“ Zwecklos. Das wäre eine Ableugnung. Wer würde das glauben?   

Manchmal funktioniert es, wenn man sagt: "Dann wissen Sie es eben nicht.“   

Aber die richtige Antwort für etwas, das nicht der Fall ist (kein Beweis), ist: "Füllen Sie das Vakuum auf“.   

FRAGE: "Woher soll ich wissen, daß Sie kein CIA-Mann sind?“   

ENTKRÄFTUNG: "Himmel, beleidigen Sie mich doch nicht: Der CIA hat einmal versucht, mich anzustellen. Sie sagten, sie würden mich erschießen, wenn ich ihnen nicht beiträte. Es war in Kuba. Ich handelte mit Zucker. Und Batista versuchte ... usw. usw. Sehen Sie diese Narbe an meinem Bein? (Zieht sein Hosenbein hoch.) Ein Polizist von Batista schoß auf mich, weil er dachte, ich sei vom CIA. Also, plagen Sie mich nicht mit so schmerzvollen Sachen. (Reibt seine Narbe.) (Lacht.)“   

Hin und wieder kann man beweisen, daß etwas nicht der Fall ist. Wenn man des Drogenschmuggels angeklagt ist, kann man zeigen, daß man der Anti-Drogen-Vereinigung angehört. Der Konter in einem solchen Negativ-Beweis muß glaubwürdig sein.   

Es gibt Billionen Variationen beim Dead-Agenting.   

Die Grundlage davon ist, das NICHT zu sein, worüber es ein Gerücht gibt, und in der Lage zu sein, das schnell zu beweisen.   

4. Die Stufe handhaben.  

Die Stufe des Interesses zu handhaben ist im Grunde eine Übung im Umgang mit der Tonskala. (Siehe Tonskala-Karten der menschlichen Emotion.)   

Übereinstimmung geschieht auf der gleichen emotionellen Tonstufe wie die der Person, die die Aussage macht. Sie akzeptiert Tatsachen auf dieser Stufe.   

Sich eine halbe Stufe über die ihre zu erheben, bedeutet, sie in ihrem Realitätsbereich zu beherrschen.   



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BEHAUPTUNG (Person A): "Es ist hoffnungslos, an irgend jemanden zu glauben. Ich hab gedacht, ihr wärt in Ordnung, aber jetzt hab ich gehört, daß ihr alle Hippies seid. (In tiefer Apathie.)“   

ENTKRÄFTUNG (Person B): "Oh, oh, oh, wer könnte dir so ne traurige Lüge erzählt haben?“ (Seufzer.)   

A: "Hätte keinen Zweck, es zu sagen.“   

R: "(Schluchzt.) Aber du mußt es sagen. Ach, ich fühle mich so schlecht.“   

A: "Na ja, es wäre ihm sowieso egal, wenn ich es sagen würde. Es ist der hier ansässige Pfarrer.“   

B: "(Schluchzt.) (Tempotaschentuch.) Schrecklich, so etwas zu sagen. Und alles nur, weil wir ihn total betrunken gefunden und ihn nach Hause gebracht haben, um sich auszuschlafen, und er uns gesagt hat, daß, wenn wir es je erzählten, er verbreiten würde, daß wir Hippies seien.“   

A: "Was für eine traurige Geschichte. Oh, es ist eine schlechte Welt. Wie undankbar.“   

Gehen Sie eine halbe Tonstufe höher. Erzählen Sie ihm eine Geschichte über das gleiche oder ein anderes Thema. Zum Beispiel: "(Schluchzt) ... das kam, weil wir unsere Instrumente verloren. Wir waren einmal eine Band, und dieser Nachtklubbesitzer bezahlte uns nicht, und wir mußten in der Scheune schlafen (schluchzt) ..."   

Eine weitere.   

BEHAUPTUNG (Person A): "Ich habe einige schlimme Sachen über Euch gehört. (Versteckte Feindseligkeit.)“   

ENTKRÄFTUNG (Person B): "(Wut) Wer WAGT es, so etwas zu behaupten?“   

Usw.   

Und jede Art von Geschichte kann der Tonstufe angepaßt werden.   

BEHAUPTUNG (Person A): "Ich hab gehört, daß diese Leute einige Ruderboote gestohlen haben.“   

ENTKRÄFTUNG (Person B): "Wer hat das gesagt?“   

A: "Der Sohn des Hafenmeisters.“   

B: "Ach, der. Der versteht alles falsch. Unser Ruderboot wurde gestohlen! Mit der ganzen Ausrüstung drin. Wir waren draußen, um zu fischen und .. . sag mal, du glaubst doch nicht, daß ER es gestohlen hätte? Hast du je etwas davon gehört, daß er was gestohlen hat? Ist er vorbestraft?“   



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Nun, dieser Sohn des Hafenmeisters wird jetzt in den Erzählungen dessen, der dies behauptet hatte, "vorbestraft sein“. Da Diebstahl ihn interessiert, wird Verbrechen ihn auch interessieren.   
  

5. Studieren Sie die Situation sorgfältig.  

Die Technologie dafür, die Drahtzieher zu finden, ist sehr umfassend. Aber der Kern davon ist, DATEN ABZULEGEN.   

Jegliche Public-Relations-Arbeit ist teuer in bezug auf Zeit oder Geld oder beides. Und nichts ist zeitraubender, als die Quelle von Schwarzen-Propaganda-Kampagnen herauszufinden.   

Man muß aber, um überhaupt zu leben, sich manchmal mit dieser Suche befassen.   

Man bleibt einfach dabei, diese Erzählungen zu verfolgen, bis man die Quelle lokalisiert hat.   

Es kann sein, daß es mehr als eine scheinbare Quelle gibt, und diese können gehandhabt werden. Aber sie werden letzten Endes zum wirklichen Anstifter führen.   

Man fährt einfach ständig damit fort, Namen festzustellen und in Akten mit Datum dazu abzulegen.   

Nach einiger Zeit wird die Akte eines Namens sehr dick sein. Das ist Ihr Knabe - oder die Gesellschaft oder das Unternehmen oder die Nation.   
  

6. Behindern oder zerstören.  

Während Sie herumgeschaut haben, haben Sie Dead-Agenting gemacht und somit die Attacken gehandhabt. Die Kampagne wird schwächer und wieder stärker, aber sie wird tatsächlich schwächer.   

Es gibt Tausende von Variationen, wie man den wirklichen "WER“ findet.   

Aber im Grunde genommen ist es einfach schauen, Dead-Agenting, Daten ablegen und immer wieder schauen.   

Und während dieser ganzen Zeit handhaben Sie.   

Manchmal geschieht das sehr schnell.   

Hin und wieder packt der Schwarze-Propaganda-Mann einfach seine Sachen zusammen und verschwindet, bevor er vollständig lokalisiert worden ist. Er ist der Gegen-Aktion gewahr geworden.   

Die gewöhnliche Aktion ist eine Gegen-Propaganda-Kampagne, die auf Wahrheit beruht.   



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Es ist eine Tatsache, die man nicht leicht findet und die mühevoll erlernt wurde, daß Leute, die sich mit Schwarzer Propaganda befassen, riesige, entsetzliche Verbrechen zu verstecken haben.   

Sie haben keine kleinen Verbrechen. Sie haben GROSSE Verbrechen begangen.   

Die eigene Fähigkeit, Böses zu konfrontieren, mag zu gering sein, um die Verbrechen der Schwarzen-Propaganda-Leute wirklich zu erfassen oder zu glauben, daß sie existieren.   

Solche Leute sind oft SCHEINHEILIGE Heuchler. Sie sind gewöhnlich arrogant und lassen sich nicht auf Verhandlungen ein (auf Beprechungen mit dem Feind). Sie scheinen sich ihres RECHTHABENS so furchtbar sicher zu sein, daß es einem schwerfällt zu glauben, sie könnten jemals etwas Schlechtes tun.   

Daher ist der Schwarze-Propaganda-Mann in vielen Fällen nicht als solcher auffindbar. Die noble Institution, die vornehme Gesellschaft und das strahlende Land stehen weit, weit über so boshaften psychotischen Tricks wie zum Beispiel eine durchstudierte, finanzierte, fachmännisch durchgeführte Kampagne bösartiger Lügen.   

Daher glaubt man ihnen. Oder ihren Dienern wird geglaubt. Und ihre Kampagnen können sehr wirksam sein.   

Aber das macht es schwer, sie zu verdächtigen oder sie aufzuspüren. Und das macht es auch schwer, zu erreichen, daß etwas Schlechtes über sie geglaubt wird.   

Aber unter all dem befinden sich wirkliche Verbrechen. Nicht das Stehlen von Äpfeln oder Pfennigen als Kind. Wirkliche Verbrechen wie Wucher, Erpressung, Unterschlagung und Massenmord verstecken sich in ihren Wandschränken. Glauben Sie das. Denn in dem Verlauf Ihres Gegen-Angriffs mögen Sie bei dem Versuch, jemals irgend etwas zu finden, verzweifeln.   

Aber Sie werden es finden.   

Eine großartige Eisenbahngesellschaft - die aber heimlich jeden ermordet, der sich ihren Zugriffen auf Land widersetzt. Ein Minister von hohem Ansehen - aber ein heimliches Mitglied einer Mörderbande, von der er Anweisungen entgegennimmt. Der größte und "am meisten respektierte“ Gewerkschaftsführer im Land - aber ein numerierter Agent eines ausländischen Spionsgedienstes mit dem Ziel, die Treibstoff-Kapazität des Landes zu zerstören und den Präsidenten zu erledigen   

Und jeder von diesen befaßte sich mit Schwarze-Propaganda-Kampagnen, die viele Leben ruinierten, und wurde nie dessen verdächtigt, sie durchgeführt zu haben.   



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Die Bösen haben die Neigung, sich die Guten vom Halse zu schaffen. Manchmal aus - wie sie denken - guten Gründen, manchmal aus eingebildeten Gründen, und manchmal, weil der Bösewicht eine anständige, fähige Person einfach nicht ausstehen kann.   

Aber es liegt keine wirkliche Wahrheit in dem Satz, daß der Bösewicht immer seinen eigenen Untergang verursacht. Er mag kommen, aber es mag viel zu spät sein, um den Ruf oder auch nur das Leben der Person zu retten, die durch versteckte Kampagnen angegriffen wurde.   

Daher ist es lebenswichtig, die Angelegenheit zu handhaben. Man kann nicht einfach hoffen, daß es von selbst vorbeigeht. Das wird es nicht. Es wird in dem Ausmaß verhängnisvoll werden, in dem es nicht gehandhabt wird.   

Je weniger Handhabung, um so verhängnisvoller.   

Es gibt noch eine andere, mühevoll errungene Wahrheit.   

NUR EIN GEGENANGRIFF HANDHABT ES.   

Es ist eine Tatsache, daß - wenn man sich selbst gegenüber PR macht - dies nicht die Auswirkungen der Kampagne beseitigt. Und nur zu bald hat man keine Kommunikationslinien übrig, um irgend etwas zu handhaben, da der Ruf derart zerstört ist, daß niemand mehr zuhört und keine Linien übrigbleiben.   

Man muß das Vakuum auffüllen, das die bösen Taten des Gegen-Propagandisten hervorgerufen haben. Da diese nie ans Tageslicht kommen, gibt es da ein Vakuum.   

Merkwürdigerweise wird die Presse Angriffe drucken. Vielleicht wird das in irgendeinem erleuchteten Zeitalter nicht mehr der Fall sein. Aber in diesem Zeitalter werden gute Angriffe oder Kämpfe zwischen Dingen tatsächlich Platz in Zeitungen eingeräumt bekommen.   

Aber die Presse ist weit davon entfernt, der einzige Kommunikations-Kanal zu sein. Regierungen glauben der Presse und denken, daß sie die öffentliche Meinung sei. Eine Zeitung kann die Festung eines Schwarzen-Propaganda-Mannes sein. Aber ein Volk glaubt oft wenig von dem, was es liest.   

Es gibt Meinungsführer, es gibt Briefe, es gibt Mundpropaganda. Das sind auch Kommunikations-Kanäle, und sie sind sogar sehr viel mächtiger alu die Presse.   

Es gibt auch freundliche Presse. Aber ein freundlich sprechender Reporter ist der, dem man am meisten mißtrauen muß. Er war so nett im Gespräch, so bösartig in seinem Artikel.  



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Aussagen, die man macht, können verdreht werden. "Sie gab eine Geburtstags-Party“ wird denn zu: "Die Verbrecher ihres Kreises versammelten sich gestern zu einer Sex-Orgie und machten der Polizei weis, es sei eine Geburtstags-Party. Niemand wurde eingesperrt.“   

Das Merkmal Schwarzer Propaganda ist sehr leicht in Verdrehungen von Geschriebenem zu sehen.   

Es kostet daher Zeit und Arbeit, um eine Attacke umzudrehen, denn die normalen Kanäle müssen wieder geöffnet und umgedreht werden.   

Man macht das durch Angriffe.   

Aber Angriffe, die nicht wahr sind, haben Gerichtsprozesse zur Folge. Daher darf man nur aufgrund bewiesener Tatsachen angreifen.   

Das erfordert eine Menge mühsamer Suche.   

Schwarze-Propaganda-Leute haben jedoch oft viele andere Feinde. Diese haben manchmal Informationen gesammelt.   

Die Prinzipien sind: Wenn die Unter-Terminale lokalisiert worden sind, untersucht man sie und macht eincn Gegen-Angriff auf sie. Dann deckt weitere Ermittlung Terminale auf, die den Propagandisten näher stehen, und diese werden angegriffen. Kurz, man stellt Ermittlungen an und attackiert.   

Seien Sie immer bereit, zu verhandeln - das heißt, sich zusammensetzen und die Angelegenheit klären. Die Arroganz des Schwarzen-Propaganda-Mannes verbietet das oft. Und wenn das der Fall ist, bedeutet das längere und härtere Arbeit und, wenn sie gut gemacht wird, seinen Absturz.   

Auf jeden Fall ist die Attacke ein langer Zyklus, ein komplizierter Zyklus und oft ein teurer Zyklus. Er besteht aus Ermitteln und Angreifen.   

Aber denken Sie daran, man muß angreifen, wenn man einmal irgendeine Vorstellung von der Identität des Schwarzen-Propaganda- Mannes oder sogar seiner Unter-Terminale hat.   

Es gibt keinen anderen Weg, der da hinausführt.   

Jeder andere Weg bedeutet Tod.   
  

7. Fahren Sie fort, das Vakuum aufzufüllen.  

Fortgesetzte, gute Arbeit und wirkungsvolle Veröffentlichung von Material über die eigene gute Arbeit ist lebenswichtig, besonders in einem Krieg Schwarzer Propaganda.   

Man kann nicht einfach nur kämpfen.   



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In Wirklichkeit machen Sie den anderen bekannt, wenn Sie ihn wiederholt bloßstellen. Das gibt Ihnen eine neue Art von Vakuum. Man wird als die Person oder als das Unternehmen oder das Land bekannt, das angreift. Aber wer ist diese Person oder dieses Unternehmen oder das Land wirklich?   

Hefte, Broschüren, Pressemeldungen, die eigene Zeitschrift und das eigene Magazin, die eigenen Kontakte mit Meinungsführern, diese Dinge und viele andere müssen ergänzt werden durch eine VERSTÄNDLICHE EIGENE IDENTITÄT.   

Indem man diese Dinge verteilt oder gebraucht, publiziert man die eigenen guten Leistungen.   

Und man muß auch gute Leistungen erbringen. Man kann sein Leben nicht ausschließlich der Auslöschung des Feindes widmen, selbst wenn das sehr verlockend ist.   

Andererseits kann man sich innerhalb der Erfordernisse der Sicherheit nicht fortgesetzt verstecken; man muß durch seine guten Leistungen und Aktionen wenigstens sichtbar sein.   

Daher muß ein fortgesetzter, wahrheitsgemäßer und kunstvoller Sturzbach von Veröffentlichungen erscheinen.   

Dann wird es eines Tages keinen Feind geben.   

Und der eigene Ruf ist sehr gut.   

Es mag andere Angriffe geben, aber jetzt kann man sie als kleine Feuerchen und nicht als ganzen Waldbrand handhaben.   

WAS IST SCHWARZE PROPAGANDA?   

Sie können sehen, daß Schwarze Propaganda ein versteckter Angriff auf den Ruf einer Person, eines Unternehmens oder einer Nation ist, bei dem Verleumdung und Lügen verwendet werden, um jemanden zu schwächen oder zu zerstören.   

Jede Verteidigung geht davon aus, daß das Angriffsziel nicht ganz so schlecht ist.   

Man muß nicht unbedingt vollkommen sein, um einem Angriff zu widerstehen, aber es hilft.   

Aber selbst wenn man vollkommen wäre, läge darin kein Schutz. Fast alle Heiligen in der Geschichte waren solchen Angriffen unterworfen. Und die meisten von ihnen starben daran.   

Die Antwort darauf ist, PR-TECHNOLOGIE GESCHICKT ANZUWENDEN.   

Um in etwas geschickt zu sein, muß man es kennen, darin Erfahrung haben und es TUN.   

So ermüdend die Aufgabe einigen auch scheinen mag, so herzzerbrechend sie sein kann, man muß dennoch kämpfen. Und   



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zwar mit Werkzeugen, Technologie und Hingebung kämpfen, die denen des Feindes überlegen sind.   

Aber indem man fortschreitet und kleine Gewinne bekommt, kleine Durchbrüche macht, indem man kleine, unbedeutende Scharmützel und Kämpfe gewinnt, erreicht man letzten Endes doch einen Sieg nach dem anderen und gewinnt zum Schluß den ganzen Krieg.   

Man ist gerettet.   
  

L. RON HUBBARD GRÜNDER   

LRH :ldm:sb :nt :rd; Obers. :-/LR:hl tibersetzung genehmigt vom LRH Comm Mew Era Pubs   
 

 
 
 
 

Scientology und die Menschenrechte:
Propaganda durch Besetzung von Begriffen

Der Scientology-Organisation wurde die Verletzung von Menschenrechten vorgeworfen.
Prompt benutzt man jetzt diesen Vorwurf gegen die Kritiker
 

Hier eine kleine Auswahl von Titeln: "Menschenrechte", Freiheit" und "Religionsfreiheit" sind die wichtigsten Begriff.
 
 
  
Aus dem Artikel "Unterstützung der freien Glaubensausübung":  

Der Fall endete mit der Verabschiedung eines Gesetzes, das Kirchen davor schützt, von religionsfeindlichen Interessengruppen auf Schadenersatz verklagt zu werden.  

Einen weiteren Sieg für die Religionsfreiheit errang die Scientology Kirche zusammen mit anderen Religionsgemeinschaften. Gemeinsam unterstützten sie eine Gesetzesvorlage in Kalifornien, die die Forderung von Schadenersatz gegen Religionsgemeinschaften einschränkt. Der Kirche hatten sich viele andere religiöse Gruppen angeschlossen, so die California Catholic Conference, das California Council of Churches, die Mormonen und der National Congress for Religious Liberty.  

Zwei Jahre konzentrierter Arbeit gipfelten am 27. September 1988 in der Unterzeichnung der California Senate Bill 1 durch den Gouverneur von Kalifornien.  
 

 
 
 



1. Version dieser Seite installiert am 13.1.2001


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