Ingo Heinemann: Scientology-Kritik 
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Zuletzt bearbeitet am 27.2.2010 
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Narconon in Rimbach im Bayerischen Wald
 
 

 
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Im Mai 2004 hat die Scientology-Tarnorganisation Narconon oberpfälzischen Rimbach im Landkreis Cham eine Postwurfsendung (unten) an die Einwohner verteilt.

Es gibt diverse Orte mit dem Namen Rimbach. Dieser hier (www.gemeinde-rimbach.de) liegt 100 Kilometer nordöstlich von Regensburg im Bayerischen Wald nahe der Grenze zur Techischen Republik, hat die Postleitzahl 93485 und 908 Einträge auf der Telefon-CD. Für die Gartenstrasse 15 war noch 2003 eintragen eine "Tagesklinik für alternative Naturheilverfahren". Dort hatte der Heilpraktiker Jobst Marks eine "Galvano-Plus-Therapie" zwecks Krebsbehandlung und die "Bioresonanz-Therapie" angeboten. Der Stern hatte am 04.09.2003 berichtet.
Das Postwurf-Schreiben ist geradezu ein Lehrbeispiel dafür, wie Scientology-Tarnorganisationen vorgehen. Denn selbstverständlich kann man heute im internet problemlos finden, was "Narconon" für ein Verein ist. Deshalb müssen alle wichtigen Fragen beantwortet werden, so dass niemand auf die Idee kommt, im Internet zu suchen. Die Antworten müssen plausibel sein, dürfen also nicht erkennbar falsch sein.

Scientology wird in diesem Schreiben nicht erwähnt.
"Warum gibt es so viele Fragen zu Narconon?" lautet eine Überschrift.
Die einzig richtige Antwort lautet: Weil Narconon zur Scientology-Organisation gehört.
Die Antwort der Postwurf-Sendung: "Das liegt einfach daran, dass Narconon für die meisten Menschen in Deutschland etwas völlig Neues ist".
Richtig ist, dass die Mehrheit der Deutschen nicht weiss, was Narconon ist.
Falsch ist, dass es so viele Fragen zu Narconon gibt, weil Narconon für die meisten Menschen in Deutschland etwas völlig Neues ist.

Wie ist unser Verein organisiert? lautet eine weitere der selbstgestellten Fragen.
Antwort: "Wir sind ein eigenständiger, im Vereinsregister München eingetragener gemeinütziger Verein". "Eigenständig" soll wohl von der Verbindung zu Scientology ablenken.
In diesem Absatz liest man dann beiläufig, dass ein gewisser Benitez die erste Narconon-"Selbsthilfegruppe" gegründet habe, gestützt auf "ein Buch des Autors und Humanisten L. Ron Hubbard". Verschwiegen wird, dass dies der Gründer der Scientology-Organisation ist. Stattdessen wird behauptet:

"Damit steht Narconon in der Tradition der klassischen Abstinenzverbände wie die Anonymen Alkoholiker, der Kreuzbund (Caritas), das Blaue Kreuz (Diakonisches Werk), Synanon etc.".
Eine schlimmere Täuschung der Öffentlichkeit ist wohl kaum denkbar.
Dass von Hubbard nach dessen Erwähnung gleich wieder abgelenkt wird, mag man noch hinnehmen.
Insbesondere die namenliche Nennung des Kreuzbundes, der Caritas, des Blauen Kreuzes und des Diakonischen Werkes beinhaltet eine üble Täuschung.
Verstärkt wird dies noch durch die Berufung auf deren Tradition.
Damit wird Verbundenheit vorgetäuscht, dies es ganz sicher nicht gibt. 

Der Begriff "Selbsthilfegruppe" trifft ganz sicher nicht zu, ist aber schliesslich nicht geschützt.
 
 
 
 

Narconon-Postwurfsendung an die Einwohner von Rimbach
Abbildungen zum Vergössern anklicken
 
  
NARCONON Bayern eV ... für ein Leben ohne Drogen  
NARCONON Bayern Postfach 44 0307 80754 München  
An die Bewohner von Rimbach  
23. Mai 2004  
Liebe Bewohner der Gemeinde Rimbach!  
Wie Sie vielleicht schon gehört haben, möchten wir, die Selbsthilfeeinrichtung Narconon Bayern e.V., einen Teil des Anwesens Gartenstr 15/17 zukünftig als eine Schulungseinrichtung für suchtgefährdete Menschen nutzen.  

Da wir neu in Rimbach sind, wollen wir uns Ihnen auf diesem Wege vorstellen.  
Wer sind wir?  

Wir sind Menschen, die selbst einmal betroffen waren oder Nahestehende von Betroffenen sind. Unser gemeinsames Ziel ist es, etwas gegen das Drogenproblem zu Tun. Wir sind der festen Überzeugung, dass ein Leben ohne Drogen oder Alkoholabhängigkeit für jeden möglich ist.  

Warum wollen wir das in Rimbach machen?  
Auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten haben wir uns viele verschiedene Objekte und Gegenden angeschaut Ein hektisches Großstadtumfeld kam für uns nicht in Frage, da die Programmteilnehmer aus der Ruhe und Schönheit der Umgebung Kraft schöpfen. Deshalb haben wir uns für Rimbach entschieden.  

Wer nimmt an unserem Selbsthilfeprograrnm teil?  
Zu Narconon kommen nur solche Menschen, die keine Suchtmittel mehr nehmen. In einem Narconon-Haus gibt es nicht einmal ein Glas Wein.  

Wie viele Mitarbeiter und Teilnehmer werden das Haus bewohnen?  
Zu Anfang vielleicht zehn. Insgesamt bieten die Räumlichkeiten Platz für max. 30 Personen, verteilt auf beide Häuser.  

Was machen die Leute dort?  
Der Tagesablauf besteht aus Lernen, Arbeiten und sozialem Engagement Alle Arbeiten zur Haushaltsführung wie Einkaufen, Kochen, Waschen, Bügeln. Nähen, Putzen, Renovieren und Reparieren im und am Haus, Gartenarbeit usw. werden gemeinsam geplant, eingeteilt und durchgeführt.  
  
Kontakt:  
NARCONON Bayern e.V.  
Selbsthilfe  
Postfach 44 05 32  
80754 München 
Tel.: 089-7494 9863  
Fax: 089-8926 8420  
info@narconon-bayern.de  
www.narconon-bayern.de
Spendenkonten:  
Volksbank Raiffeisenbank  
Berchtesgadener Land  
Konto 29 19 43  
BLZ: 710 900 00
Volksbank Salzburg  
(für Österreich)  
Konto: 2 163 178  
BLZ: 45010
  

Auch die Freizeit wird als Gruppenerlebnis gestaltet, kleine Festlichkeiten, Tage der offenen Tür und Info-Veranstaltungen zur Drogenprävention werden gemeinsam vorbereitet und durchgeführt.  

Im Zuge der Resozialisierung tragen die Programmteilnehmer bei Bedarf auch zu gemeindeförderlichen Projekten bei (Hilfe bei Wald- und Feldarbeiten, Vorbereitungen zu Gemeindeveranstaltungen, Umzügen etc).  

Wie ist unser Verein organisiert?  
Wir sind ein eigenständiger, im Vereinsregister München eingetragener gemeinütziger Verein, der sich durch Spenden und Mitgliedschaftsbeiträge finanziert. Die erste Narconon Selbsthilfegruppe wurde 1966 von William Benitez in Arizona (USA) ins Leben gerufen. Er hatte bereits auf unzählige Arten erfolglos versucht, dem Drogenmilleu zu entrinnnen. Bei seiner Suche stieß Benitez schließlich auf ein Buch des Autors und Humanisten L Ron Hubbard. Mit Hilfe der darin enthaltenen philosophisch-ethischen Grundlagen rehabilitierte er seine Selbstachtung und konnte sich ohne fremde Hilfe aus der Abhängigkeit befreien. Basierend auf Hubbards Forschungen, stellte er ein Programm zusammen, um anderen Abhängigen ebenfalls diese Chance zu geben. Damit steht Narconon in der Tradition der klassischen Abstinenzverbände wie die Anonymen Alkoholiker, der Kreuzbund (Caritas), das Blaue Kreuz (Diakonisches Werk), Synanon etc.  

Warum gibt es so viele Fragen zu Narconon?  
Das liegt einfach daran, dass Narconon für die meisten Menschen in Deutschland etwas völlig Neues ist.  

Viele Menschen wollen Hilfe und es ist nicht zuletzt ein Gebot christlicher Nächstenliebe, ihnen diese Hilfe auch zu geben.  
  

In diesem Sinne Iaden wir Sie herzlich zu unserer Informationsveranstaltung ein, die am 5.Juni von 16-18 Uhr im "Kollmer Hof" stattfindet.  
  

Dort finden Sie das Narconon-Selbsthilfe-Programm anschaulich dargestellt und es gibt die Möglichkeit, in ungezwungener Atmosphäre mil uns und einem ehemaligen Teilnehmer zu sprechen. Sie können ihre Fragen stellen oder uns mitteilen, welche Erwartungen Sie an uns haben.  

Wir würden uns über Ihren Besuch freuen und verbleiben  
Mit freundlichen Grüßen  
Mine Blümacher  
Vorsitzende  
Narconon Bayern e.V.

 
 
 
 

"Keine organisatorische Verbindung?"

Zwei junge Frauen baten den katholischen Ortspfarrer um ein Gespräch, um sich vorzustellen. Dem kam es merkwürdig vor, dass diese sich geradezu aufdrängten. Er zog deshalb einen Sektenbeauftragten hinzu.

Die beiden Frauen wurden nach Scientology gefragt. Sie stritten jede  Verbindung zwischen Narconon und Scientology ab, auch nach mehrfacher Rückfrage, gaben sich völlig unwissend. Man arbeite lediglich mit Methoden L. Ron Hubbards. Sie betonten gebetsmühlenartig, ihr Engagement für Narconon beruhe einzig auf persönlicher Betroffenheit durch Drogenfälle im eigenen Familien- und Freundeskreis sowie auf christlicher Nächstenliebe.

Die Pfarrer empfanden das als dreist. Daran ändertes es auch nicht, dass die beiden Frau stets ausdrücklich die "organisatorische" Verbindung zu Scientology abgestritten hatten. Im Gegenteil. Diese Einschränkung bewies, dass es sich um eine sorgfältig aufgebaute Tarnung und um einen gut vorbreiteten Auftritt gehandelt hat.

Denn "keine organisatorische Verbindung" bedeutet eigentlich nur, dass die Vereine einzeln ins Vereinsregister eingetragen sind.

Damit kann man gut verschleiern, dass die Organisationen sehr wohl vielfach miteinander verwoben sind.
 
 
 



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