Ingo Heinemann: Scientology-Kritik 
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Zuletzt bearbeitet am 25.11.2008 
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Eine Mitgliederversammlung
nach dem Protokoll der Mitgliederversammlung vom 11.6.98
Vereinsregister München VR 6322 Scientology Kirche Deutschland e.V.
 
 
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20 Jahre lang hat die Scientology-Organisation behauptet, sie habe habe 30.000 Mitglieder in Deutschland.
Da die Organisation in Deutschland als eingetragener Verein organisiert ist, wurde dadurch der Eindruck erweckt, als gebe es 30.000 Vereinsmitglieder.
Das ist nicht der Fall. Die Vereine haben jeweils nur eine sehr geringe Zahl von Mitgliedern.
Das ist deshalb von Bedeutung, weil nur diese Vereinsmitgleider wenigstens ein minimales Mitspracherecht haben.
Umgekehrt bedeutet das: Die Mehrzahl der deutschen "Mitglieder" hat keinerlei Mitspracherecht und noch viel weniger ein Stimmrecht. Dazu im einzelnen: Wieviele Scientology-Anhänger gibt es in Deutschland?

Als Beispiel für eine Mitgliederversammlung wird hier das Protokoll der Mitgliederversammlung vom 11.6.98 wiedergegeben,  VR-Muenchen-6322-Protokoll-11-06-1998-SKD.pdf
 

Die Teilnehmerliste

Die geringe Zahl der durchnumerierten 15 Teilnehmer wird noch dadurch beeinträchtigt, daß manche von ihnen andere vertreten.
Deutlich wird auch: Der Verein hat sowohl natürlich Personen als Mitglieder, als auch juristische Personen, also andere Vereine.
Besonderheit: Auch natürliche Personen können durch andere vertreten werden. So vertritt Georg Stoffel einen Verein und eine natürliche Person. Helmut Blöbaum vertritt zwei Vereine.
 
Scientology Kirche Deutschland HSO München e.V. 
Ausserordentliche Mitgliederversammlung 11.6.98 
Anwesenheitsliste 

1.   Caruso Gilbert 
2.   Marlis de Rijk 
3.   Rainer Weber 
4.   Sabine Weber 
5.   Eva Pacal 
6.   Georg Stoffel 
7.   Ingo Lehmann 
8.   Elisabeth Kochriek 
9.   Johann Altendorfer für SKB e.V. 
10. Helmuth Blöbaum 
11. SK Hamburg vertreten durch Herrn Blöbaum 
12. SK Düsseldorf, vertreten durch Herrn Stoffel 
13. Roland Junge, vertreten durch Herrn Stoffel 
14. Thomas Bölsterli, vertreten durch Herrn Caruso 
15. SK Stuttgart, vertreten durch Herrn Blöbaum 

 
 

Das Protokoll

Anmerkung zum Protokoll:

Aus Scientology-Kreisen wurde kolportiert, dieses Protokoll sei für die Öffentlichkeit produziert worden, um vereinsinterne Demokratie zu demonstrieren.
Nachprüfbar ist das nicht.
Es gibt Gründe für und gegen diese Annahme.
 
 
 
 
SCIENTOLOGY KIRCHE DEUTSCHLAND HSO MÜNCHEN e.V. 
AUSSERORDENTLICHE MITGLIEDERVERSAMMLUNG 
PROTOKOLL 

Ort der Versammlung: Räumlichkeiten der SKD, Nordendstr. 3 München 
Beginn der Versammlung: um 17.00 Uhr. 11.6.1998 

1. Der Präsident eröffnet die Versammlung und leitet sie gemäss Art. 10, Ziff. 3 der Satzung. Als erstes wird gemäss der Satzung Frau De Rijk als Schriftführerin bestimmt, sie führt Protokoll über die heutige Versammlung. 

2. Der Versammlungsleiter stellt die ordnungsgemässe Einberufung der Versammlung fest, die mit Einladung vom 25.5.98 bekannt gegeben wurde. Die Versammlung ist gemäss Art. 10 Ziff. 5 beschlussfähig. Es sind 15 Stimmen vertreten. 

3. Der Versammlungsleiter weist auf die Tagesordnungspunkte der heutigen ausserordentlichen Mitgliederversammlung hin, wie sie in der Einladung enthalten sind.  

ad 1. Bestätigung / Neuwahl des Vereinsvorstandes 

Der Versammlungsleiter gibt bekannt, daß die bisherige Vize-Präsidentin Frau Stoffel ebenso wie der bisherige Schatzmeister Herr Zopf aus ihren Ämtern ausgeschieden sind. Die Neuwahl des Vorstands ist daher vorgezogen worden. Eine ordentliche Mitgliederversammlung soll Mitte des Jahres stattflnden, sobald die Jahresabschlüsse fertig gestellt sind. Über die Frage der Entlastung des bisherigen Vorstandes soll dann entschieden werden. 

Sodann soll über die Wahl eines neuen Vorstands abgestimmt werden. Der Versammlungsleiter bittet um Vorschläge: 
Vorgeschlagen werden zum Amt des Präsidenten: 
Frau Weber, Herr Blöbaum. Weitere Vorschläge ergingen nicht. Es wird per Handzeichen abgestimmt mit folgendem Ergebnis: 
Frau Weber erhält eine Stimme, Herr Blöbaum erhält 13 Stimmen bei einer Enthaltung. Herr Blöbaum nimmt die Wahl an. 

Der Versammlungsleiter bittet um Vorschläge für das Amt des Vize-Präsidenten. Vorgeschlagen werden: 
Frau Weber, Herr Weber 
Die offene Abstimmung ergibt: Frau Weber erhält 13 Stimmen bei einer Stimmenthaltung. Herr Weber erhält eine Stimme. Frau Weber nimmt die Wahl an. 

Der Versammlungsleiter bittet um Vorschläge für das Amt des Schatzmeisters. Vorgeschlagen werden: 
Herr Junge, Frau de Ruijk 



 
Der Versammlungsleiter weist darauf hin, daß Herr Junge nicht persönlich anwesend ist, sondern sich durch Übertragung seines Stimmrechts auf Herrn Stoffel vertreten läßt. Für den Fall, daß Herr Junge die Mehrheit der Stimmen auf sich zieht aber die Wahl nicht annimmt, sollte daher eine Alternativabstimmung erfolgen, da dies eine Wiederholung der Mitgliederversammlung erübrigt. 

Es erfolqt dann die folgende Abstimmung: 
Herr Junge erhält 11 Stimmen bei vier Enthaltungen. 
Damit wäre Herr Junge mehrheitlich gewählt. Für den Fall der Nichtannahme der Wahl ergeht folgende Alternativabstimmung zur Wahl des Schatzmeisters: 
Frau De Rijk erhält 14 Stimmen bei einer Enthaltung. Sie erklärt, daß sie die Wahl annimmt, wenn Herr Junge ablehnt. 

ANMERKUNG VOM 12.6.1998: 
Da Herr Junge während der Versammlung auch nicht telefonisch erreichbar war, stellte der Versammlungsleiter am Tage nach der Versammlung durch Anruf bei Herrn Junge seine Entscheidung zur Wahl fest. Herr Junge lehnte aus persönlichen Gründen die Wahl ab. 

Damit ist der Alternativvorschlag von Frau De Rijk als Schatzmeister angenommen und verbindlich. Frau De Rijk hat hiervon Kenntnis genommen. 

ad 2 Satzungsänderung in Art. 4. Ziff. 2 der Satzung 

Der Versammlungsleiter liest den bisherigen Wortlaut der Satzung in Art. 4, Ziff. 2 vor, wie auch in der Einladung und Tagesordnung aufgeführt: 

Bisheriger Wortlaut: 

"4.2: ordentliche Mitglieder des Vereins sind alle Gründungsmitglieder (sofern diese zwlschenzeitlich nicht ausgetreten sind oder ausgeschlossen wurden); aut Antrag können alle anderen fördernden Mitglieder und sonstige Personen ordentliche Mitalieder werden. Die Anzahl der ordentlichen Mitglieder muß zu mehr als 2/3 aus Mitgliedern der Church of Scientologgy AOSH Europe and Africa bestehen“. 

Neuer Wortlaut: Wie bisher nur mit Streichung des letzten Satzes: 
"Die Anzahl der ordentlichen Mitglieder muß zu mehr als 2/3 aus Mitgliedern der Church of Scientology AOSH Europe and Africa bestehen."

Der Versammlungsleiter erklärt, daß diese Bestimmung sinnlos sei und eine unnotwendige Selbstbeschränkung in der Vereinstätigkeit sei. Sie sollte deshalb ersatzlos gestrichen werden. 

Nach Diskussion des Vorschlags bittet er um Abstimmung. Sodann wird abgestimmt und die Bestimmung mit 15 Stimmen einstimmig aufgehoben. Die Satzungsbestimmung von Art. 1 Ziff. 8 der Satzung, wonach für Satzungsänderungen eine 3/4 Mehrheit der erschienenen stimmberechtigten Mitglieder verlangt wird damit erfüllt. 



 
ad 3. Sonstiges: 

a) Vorbereitung der ordentlichen Hauptversammlung: Der Versammlungsleiter weist darauf hin, daß die ordentliche Hauptversammlung für ca Ende Juli 1998, Anfang August geplant sei. Die Buchhaltung sei noch beim Steuerberater um die Jahresabschlüsse fertigzustellen. Damit sei in den nächsten Wochen zu rechnen. Sobald diese vorlägen, würde die Jahreshauptversammlung einberufen. 

b) Satzungsneufassung: Der Versammlungsleiter erklärt, daß seit Iangem eine Satzungsneufassung geplant sei, da die bisherige Satzung zu unübersichtlich sei und die Darstellung der religiösen Inhalte vertieft werden sollte. Dieses findet breite Zustimmung. 

Herr Weber weist in diesem Zusammenriano auch auf eine Namensänderung hin, die bisher nicht vollzogen worden sei. d.h. der Zusatz "H.S.O. München“ solle entfallen. Der Versammlungsleiter bringt zum Ausdruck, daß seiner Zeit hiergeqen Bedenken erhoben wurden. In der kommenden 
Jahreshauptversammlung als Teil der Satzungsneufassung solle deshalb erneut uber diesen Punkt abgestimmt werden. Dies wird allseits befürwortet. 

Herr Weber trägt des weiteren vor, daß die Satzungsneufassung klar zum Ausdruck bringen solle, daß die Kirche sich entgegen den Behauptungen von wenigen weltanschaulichen und politischen Eiferern dieses Landes immer auf dem Boden der Verfassung bewegt hat und Recht und Gesetz dieses Landes immer respektiert hat, was man von den besagten Eiferern nicht behaupten könne. Der Versarnmlungsleiter stimmt dem Gedanken zu und verspricht ihn bei der Satzungsneufassung entsprechend zum Ausdruck zu bringen. Er weist darauf hin, daß dies in der Modellsatzung der Ortsgemeinden der Scientology Kirche in Deutschland bereits seit mehr als 10 Jahren entsprechend zun Ausdruck komme, so selbstverständlich dies nach der Lehre und dem Selbstverständnis der Kirche ohnehin sei. Leider wäre die Welt sehr zynisch geworden, so daß hinter jeder Erklärung eine zweite unausgesprochene Bedeutung vermutet werde. Dies kenne die Presse vor allem aus der Politik und der mangelnden Glaubwürdigkeit der Aussagen von Politikern, was sie auf andere Bereiche der Gesellschaft und sogar auf Religionsgemeinschaften übertrage. Um jeden Zweifel auszuschließen, solle dies klar und deutlich in der Satzungsneufassung zum Ausdruck kommen. Auch dieser Punkt findet volle Unterstützung der Anwesenden. 

c) Weitere Vorschläge: Andere Vorschläge ergehen nicht. Der VersammIungsleiter weist darauf hin, daß weitere Ideen jederzeit bis Mitte Juli 1998 an den Vorstand der SKD gerichtet werden könnten, damit sie bei der Ausarbeitung der Satzungsneufassung oder bei der Vorbereitung der Hauptversammlung Berücksichtigung finden können. 

Da es keine weiteren Wortmeldungen gibt und die Tagesordnungspunkte erledigt sind, bedankt sich der Versamnlungsleiter bei den Anwesenden für ihre Teilnahme und erklärt die Versammlung gegen 19.00 Uhr für geschlossen. 

München, den 11.6.1998 
Herr Blöbaum Versammlungsleiter 
Frau De Rijk Schriftführerin 
 

 



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