Ingo Heinemann: Scientology-Kritik
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Die "Kriegskasse"
Die IAS - International Association of Scientologists sammelt Spenden für die "Kriegskasse" und finanziert daraus den Kampf gegen Scientology-Kritiker und PR


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Regeln für die Kriegskasse
 

Hier die Regeln für die Kriegskasse.

Entnommen aus der Zeitschrift IMPACT Nr. 7 aus 1986.

"Spenden" bedeutet in diesem Fall zwar, daß dafür keine direkte Gegenleistung erbracht wird.

Es bedeutet aber nicht unbedingt, daß das Geld in jedem Fall völlig freiwillig gegeben wird.

Denn die "Mitgliedschaft" bei der IAS ist nicht nur Voraussetzung für Nachlässe auf die angeblich regulären Preise. 
Offenbar werden manche Leistungen auch von dieser Mitgliedschaft abhängig gemacht.

Zeitschrift der IAS ist IMPACT
(Ein Titel zu sehen in: Werbung: Magazine).

Dort werden auch die Listen der Gross-Spender veröffentlicht.
Diese Zeitschrift gibt es auch in deutscher Sprache.

 


 
SPIEGEL 10/93: "Die wollen den totalitären Staat". Interview mit dem ehemaligen Scientologen Gunther Träger. 
Frage: "Scientology verfügt über eine sogenannte Kriegskasse". 
Träger: "Da waren zu meiner Zeit mindestens 50 Millionen Dollar cash (verfügbares Geld) drin. Das Geld wurde gehortet, um den Krieg gegen Medien, gegen Geheimdienste, den Verfassungsschutz oder Interpol zu führen".

 
 

IAS finanziert Gutachten von Religionswissenschaftlern
 

Scientology setzt Wissenschaftler zu Werbezwecken ein.
Dazu: Wissenschaftler-Werbung: Yonan, Introvigne & Co.
Scientology finanziert aber auch Gutachten von Soziologen und Religionswissenschaftlern aus aller Welt zum Thema Scientology.
 

In der Zeitschrift Impact (Ausgabe 81 aus 1999, deutsch) wurde über einen Vortrag berichtet:
 

WIE DER WEG DES MENSCHEN ZUR UNSTERBLICHKEIT GESCHÜTZT WIRD
von Heber Jentzsch
Heber Jentzsch ist der Scientology-Präsident.

"Schutz" ist hier gleichbedeutend mit dem Kampf gegen Kritiker.
"Der Weg des Menschen zur Unsterblichkeit" bedeutet das kostenpflichtige Erlernen der "Thetan"-Fähigkeiten, die beinhalten, daß der Thetan sich nach dem Tod des Wirtskörpers einen neuen Körper beschafft, ohne Zustimmung des vorherigen geistigen Inhabers dieses Körpers.
Vgl. dazu: Hubbards Lehre: Die Thetan-Story
 

"Wir bekämpfen unterdrückerische Elemente in derGesellschaft nur aus einem Grund - um den Weg des Menschen zur Unsterblichkeit zu schützen", sagte Heber Jentzsch in der Eröffnung seiner Rede auf der Feier zum 14. Jahrestag der IAS.
"Niemand zuvor hat jemals diese Tech gehabt. LRH war es sehr ernst damit, sie zu schützen, um sicherzustellen, daß Scientology bis in alle Ewigkeit funktionieren würde.
Deswegen ließ er die Marken der Dianetik und Scientology eintragen, und deswegen beschützten wir unsere Tech durch das Urheberrecht. LRH wollte sicherstellen, daß seine Schriften niemals verdreht würden."
Jentzsch berichtete dann von angeblichen
"Vorfällen, wo Unterdrücker außerhalb von Scientology versucht hatten, die Copyrights der Kirche zu verletzen. Jeder dieser Versuche scheiterte und zog erfolgreiche Strafverfolgung nach sich, um solche Versuche in der Zukunft zu unterbinden".
Schwerpunkt beim Schutz des Weges des Menschen zur Unsterblichkeit sei jedoch:
"Natürlich besteht unsere hauptsächliche Mission im rechtlichen Bereich derzeit darin, die Unterdrückung von Scientology in Europa zu beenden. Unser diesbezüglicher Fortschritt im vergangenen Jahr war enorm. ...
"Aber natürlich können wir nicht von Europa sprechen, ohne uns Deutschland zuzuwenden. Wir haben dort trotz vieler Jahre unbegründeter Untersuchungen und Unterdrückung überlebt; wir haben Dutzende von Rechtsfällen gewonnen; wir haben mit unserer Public Relations und unseren Werbekampagnen weltweit Presse gemacht. Unsere Standhaftigkeit verärgert die SPs.
Wie haben sie also reagiert? Mit einer 'Untersuchung' durch die Verfassungsschutzämter."
Jentzsch lüftet das Geheimnis um das epidemisch auftretende Interesse von Wissenschaftlern an Scientology:
"Während wir in Deutschland und anderswo dafür sorgen, daß Ethik 'reinkommt', treiben wir natürlich auch beständig die Bemühung voran, Religionsanerkennung in ganz Europa zu erreichen. Sie haben die lAS-finanzierten Publikationen über Religionsfreiheit und Menschenrechte gesehen, die in ganz Europa verteilt wurden, ebenso wie die lAS-finanzierten Gutachten von Soziologen und Religionswissenschaftlern aus aller Welt zum Thema Scientology. Wir haben jetzt einen weiteren Schritt getätigt.
Die Arbeit dieser führenden internationalen Experten hat ihren abschließenden Höhepunkt nunmehr in einem maßgeblichen Werk gefunden, ähnlich dem Was ist Scientology? - aber speziell geschrieben für den Gelehrten, den religionswissenschaftlich Interessierten sowie Behörden und Regierungsstellen, um Scientology auf eine neue und diesem Personenkreis angemessene Art und Weise darzustellen." (Hervorhebung: Heinemann)
Anschließend, so der Artikel weiter, stellte Jentzsch den Zuhörern ein neues Buch vor:
Scientology: Lehre und Ausühung einer modernen Religion.
"Dieses Buch repräsentiert einen der bislang wichtigsten Schritte dabei, den Einfluß der religiösen Lehre der Scientology in der ganzen Welt zu vergrößern.
Es wurde spezifisch für jene geschrieben, deren Position in der Gesellschaft erfordert, daß sie verstehen, was Scientology ist und warum es eine Religion ist.
LRH beschrieb, wie dies zu tun sei.
Von der nachfolgenden Anweisung wird rege Gebrauch gemacht:
"Anstatt sich auf eine Auseinandersetzung darüber einzulassen, was alles unterschiedlich ist, zeigen wir, was wir mit anderen Religionen gemeinsam haben. Jahrelange Erfahrung mit Regierungsbeamten, Steuerleuten und so weiter, die sagen, wir seien 'anders', hat gezeigt - gemäß Umfragen und tatsächlicher Prüfung -, daß sie ihre eigene Geschichte nicht kennen." (Hervorhebung: Heinemann)
Wie von dieser Anweisung Gebrauch gemacht wird, läßt sich wiederum am Thetan-Beispiel zeigen:
Wer kostenpflichtig die angeblichen Thetan-Fähigkeiten erlernt hat, ist angeblich in der Lage, seinen Thetan jeweils einen neuen Wirtskörper beschaffen zu lassen. Der Scientologe hat somit angeblich Unsterblichkeit erlangt. Das ähnelt in gewisser Weise und zumindest im Ergebnis dem, was manche unter Wiedergeburt verstehen. Wiedergeburt wiederum ist fester Bestandteil der Lehre vieler Religionen und eignet sich somit hervorragend zur Demonstration dessen, "was wir mit anderen Religionen gemeinsam haben".

Jentzsch beendete seine Rede:

"Kurz, hier kann man erfahren, warum Scientology eine echte Religion ist! Und dank Ihren Beiträgen zur IAS werden mehr als 100 000 Exemplare davon an all jene geschickt, die in jedem Land, in dem das Buch aufgelegt wird, Entscheidungen über Angelegenheiten treffen, die die Religionsfreiheit berühren. Es wird genauso an Steuerbehörden und Wissenschaftler geschickt werden wie an Regierungsberater oder auch an akademische Bibliotheken und Universitäten, oder an Repräsentanten anderer Religionsgemeinschaften. Dieses Buch ist unser Botschafter in einem Kreuzzug für vollständige Anerkennung als Religionsgemeinschaft, und es wird in die Hände aller maßgeblichen Stellen gelegt werden.
Damit und durch alle anderen Aktivitäten, die mit Unterstützung der lAS durchgeführt werden, tun wir weit mehr, als nur Hindernisse aus dem Weg zu räumen - wir gewinnen neues Terrain, auf dem eine Welt gebaut werden kann, in der jeder auf der Brücke zur vollständigen Freiheit vorwärtsgeht." (Hervorhebung: Heinemann)
Ein Gutachter ("Scientology Ihre wahre Natur" von HARRI HEINO, Tampere, Finnland. Nicht bekannt ist, ob dessen Gutachten von der IAS finanziert wurde):
"Wie indische Religionen glaubt die Scientology, daß der Mensch von den vergangenen Taten, die sich in der Kette der zahllosen Wiedergeburten angesammelt haben, befreit werden muß (vergleiche Karma im Hinduismus und Buddhismus). Die scientologische Idee von Erlösung umfaßt sowohl das jetzige als auch zukünftige Leben. In beiden Fällen verspricht Scientology die Brücke zu vollständiger Freiheit". (Hervorhebung: Heinemann)


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